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Hier auch mal "Geld"


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Hier auch mal "Geld"
BeitragVerfasst am: 30.12.2006, 13:15 Antworten mit Zitat
Eponine
Gast


 


Halloeli,

hin und wieder, allerdings sehr unregelmaessig, schaue ich ja auch noch mal in "dem anderen" ;-) Forum vorbei, schreiben tue ich dort allerdings aus Prinzip nicht mehr, tut aber nichts weiter zur Sache ...

Ich bin jetzt aber ueber den "Geld-Beitrag" gestolpert und wollte dazu auch noch mal was sagen.

Die Situation hier in GB ist natuerlich nur bedingt mit D, F oder sonstwo vergleichbar - allerdings dann wieder auch schon, denn eigentlich kann man hier trotz des Wechselkurses von ca. 1 EUR = 0.67 £ fuer Euro locker Pfund nehmen, da hier die Lebenshaltungskosten so immens sind. Sprich, die Kaufkraft von einem Pfund entspricht durchaus einem Euro.

Ich bin hier seit kurzem Mitglied in der Musicians' Union, das ist eine Musikergewerkschaft. Selbst wenn man nicht MItglied ist, hat man ueber deren Internetseiten aber durchaus die Moeglichkeit, die von denen ausgehandelten Mindestgagen und Raten fuer Privatunterricht einzusehen.
Hier fuer Performance: http://www.musiciansunion.org.uk/html/advice_live_rates.html
Hier fuer Teaching:
http://www.musiciansunion.org.uk/html/advice_education_rates.html

Achtung: Das sind in aller Regel Mindestraten, bei entsprechendem Ruf und Erfahrung kann es natuerlich auch (DEUTLICH!) mehr sein. Ist halt 'ne Gewerkschaft ...

Dann gibt es noch die ISM (Incorporated Society of Musicians), die auf ihrer Homepage gerade letztens noch eine Studie ueber Musikergagen in GB veroeffentlicht hat. Finde ich eigentlich noch interessanter als die Mindestraten, denn dort sind sehr gut Spannen abzulesen und ich fand das bei meiner Preisfindung hier sehr hilfreich. Ich wuerde mich selbst natuerlich nicht im obersten Perzentil ansiedeln, mit der Mitte liegt man aber meist sehr gut, den Rest kann man dann nach Erfahrung etc. selbst "modifizieren".
Hier mal fuer die, die es interessiert: http://www.ism.org/publications/info/
, dann runter zu "Professional Fees". Fuer die Meisten hier ist v.a. Concert and Recital wie sicher auch Private Tuition interessant. Weddings sind nur fuer Mitglieder zugaenglich, bewegen sich aber im selben Rahmen wie Concerts. Im Bereich der U-Musik sind natuerlich auch noch Functions (one-off Engagements) und Residencies (Reihe von Konzerten, z.B. in Bars oder Hotels) interessant.

Wenn man sich die Preise ansieht, faellt v.a. eines auf: Die Spanne ist sehr gross. Man sollte meiner Auffassung nach aber nie zu weit runter gehen mit dem Preis (die "lowest price"-Kategorie, die man da findet, ist ehrlich gesagt schon unter aller Sau, davon kann man nicht leben). In diesem Survey sind halt auch diejenigen enthalten, die mit Dumpingpreisen arbeiten, das kann man halt nicht verhindern.

Meine eigene Meinung dazu: Preise sollten natuerlich schon realistisch sein, sowohl nach oben wie nach unten. Man hat es als Saenger nicht noetig, sich unter Wert zu verkaufen, sollte natuerlich aber auch wissen, wo man selbst steht, Ausbildungs- und Nachfrage-maessig. Zu hohe Preise wirken dann auch unfreiweillig komisch und eher abschreckend (letzteres gilt aber auch fuer zu niedrige Preise).

Ich glaube, dass es solche Informationen fuer Deutschland eigentlich auch irgendwo geben muss, weiss jetzt aber nicht genau, ob man dazu auch Mitglied in irgendeinem Verband sein muss. Wenn ich die deutschen Preise, die ich noch kenne, mit den britischen Vergleiche, muss ich allerdings sagen: Das laesst sich in dem meisten Faellen 1 : 1 uebertragen ...

Zu dem Druck, Schiss zu haben, zuviel zu nehmen: Kenne ich selbst auch, und gerade das fuehrt dann wieder zu Stress, der auf die Stimme schlaegt. Wenn man fuer Geld singt, setzt man sich immer hoeherem Sruck aus, als wenn man es umsonst tut, und der Druck wird auch nicht kleiner. So nach dem Motto: "Was, der/die nimmt soundsoviel, dafuer haette ich aber mehr erwartet" oder so. Da kann es sensiblen Naturen (zaehle ich mich selbst auch zu) sehr gut passieren, dass man gerade deswegen bescheiden singt. Andere Ausloeser gibt's natuerlich auch zuhauf, hatten wir ja letztens noch ;-)
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BeitragVerfasst am: 30.12.2006, 13:15
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