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BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 15:40 Antworten mit Zitat
LaCarmensitaRubia
Gast


 


@ Eponine : Hm, wenn das so ist muss ich mich wirklich ein wenig gedulden. In der Tat bin ich einfach davon ausgegangen, weil ich viel lauter bin, als fast alle anderen Stimmen in meinem Alter werde ich bestimmt dramatisch angehaucht sein. Hinzu kommt, dass ich auch gehört habe schwere Stimmen hätten mehr Probleme mit dem Registerausgleich und da das ja wirklich sehr gravierend bei mir ist ... Im Chor hatte ich schon teilweise eine Bannkreis von min. einem Metter um mich herum bzw besonders die Leute vor mir haben es einfach nicht mehr ausgehalten, weil sie meinten sie könnten sich selber schon nicht mehr hören und es würde anfangen im Ohr zu scheppern :ruhe Aber mal schauen was wird, vielleicht ende ich ja wirklich als lyrischer Koloratur Sopran :grin:
Ich hatte das gelesen, dass der Mezzo als Merkmal seine raue, sauere, leicht metallisch klingende Stimme hätte, aber ich glaube der Artikel wurde von fast allen fachkundigen Leuten im Forum als schlecht beurteilt, irgendwie ist nur viel davon hängen geblieben... Ich empfinde das nur bei anderen großen Mezzis ähnlich (Marilyn Horne, Cecila Bartoli...), dass sie eben etwas "rauer" klingen. Wie gesagt, eine Freundin von mir hat eine sehr große Stimme ist aber Sopran und der hauptsächliche Unterschied liegt bei uns darin, dass sie eher ein weiches Timbre hat und ich hm vielleicht ein wenig dunkler und eben ich nenne es mal rauh (irgendwie fällt mir kein besseres Wort ein)... ich denke immer ein wenig an die Duette von Sutherland und Horne, wobei das natürlich nicht sehr realitätsbezogen ist. Ich bin einfach nicht so leicht in der Höhe, ich habe sie zwar, aber es wird sehr laut und sie dort schnell zu bewegen ist wirklich nicht so einfach. Aber, wie ein Sopran höre ich mich eigentlich wirklich nicht an dann schon eher wie ein Alt, wobei nein so einen tiefen Klang habe ich auch nicht obwohl ich natürlich eine sehr gute Tiefe habe. Also mein Gl hat gemeint die Stimmlage ist davon abhängig wo die Stimme "aufgeht" und das ist bei mir zumindest momentan der Mezzobereich, aber das kann sich auch ändern. Stimmstörungen habe ich ja im Moment, also da liegst du nicht so falsch, es ist allerdings schon viel besser geworden...

@ Mezzo : Wenn ich danach gehen würde, wie ich mich im Unterricht anhöre, hätte ich Minderwertigkeitskomplexe :Embarassed vor allem das eeeeeeejaaaa im Bereich ab c3 ist sehr aufbauend :Rolling Eyes

@ California : Wenn ich in der Bruststimme singe höre ich mich tiefer an, als so mancher Tenor :pfeifen Nein aber ganz viele Leute sagen, wenn sie die Augen schließen sehen sie eine schwarze 100 Kilo Mama :grübel
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BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 15:40
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BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 20:45 Antworten mit Zitat
Eponine
Gast


 


Leila hat folgendes geschrieben:
Ich empfinde das nur bei anderen großen Mezzis ähnlich (Marilyn Horne, Cecila Bartoli...), dass sie eben etwas "rauer" klingen. Wie gesagt, eine Freundin von mir hat eine sehr große Stimme ist aber Sopran und der hauptsächliche Unterschied liegt bei uns darin, dass sie eher ein weiches Timbre hat und ich hm vielleicht ein wenig dunkler und eben ich nenne es mal rauh (irgendwie fällt mir kein besseres Wort ein)...


Hallo Leila,

meinst Du mit "grossen Mezzi" jetzt "bekannt" oder "grosse Stimme"? Denn zu Cecilia Bartoli kann ich nur sagen: Wer sie einmal live gehoert hat wird mir zustimmen, dass ihre Stimme relativ klein ist. Beeindrueckend trotzdem v.a. wegen ihrer Koloraturfaehigkeit, aber wie gesagt alles andere als gross ...

Sowohl Marilyn Horne wie auch Cecilia Bartoli haben fuer mich eher ein gutturales Timbre, mich erinnert das immer so'n bisschen an Kartoffelkloss im Hals, fast knoedelig manchmal (man mag mir das verzeihen, ist wie alles im Leben Geschmackssache ;-) )
BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 13:11 Antworten mit Zitat
dola
Allwissender


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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
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Hallo,


@epo:
Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, was die Koloraturfähigkeit mit dem Contralto zu tun hat :?: , obwohl es natürlich immer sinnvoll, selbige sich antrainiert zu haben.

@califonia, leila:

Ich kann eure Suche nach Stimmfach und Stimmlage durchaus nachvollziehen. Mich hätte am Anfang das Thema wahrscheinlich auch umgetrieben - ich gehöre zu den eher wenigeren, deren Lage gleich als Alt bestimmbar war, das Fach allerdings auch nicht (dramatisch/lyrisch etc) gleich, die "Schwere" allerdings schon -, aber es ist in der Tat wirklich so, dass sich dies meist erst herausbildet. Ich gehe mal davon aus, dass eure Lehrer wahrscheinlich bei Liedern die mittlere Lage heraussuchen, weil es zunächst mal am schonesten ist.

Ein Merkmal der "schweren" Stimme ist allerdings wirklich, dass die Bruchprobleme groß sind (bei den Tiefen noch mehr als bei den hohen) und in den bruchlosen Lagen dafür auch schon unausgebildet recht voluminöse Töne kommen.

Also, macht euch da jetzt keinen Stress,

Grüße,
dola

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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 15:07 Antworten mit Zitat
Eponine
Gast


 


Hallo Dola,

wenn ich "Contralto" sage, meine ich nicht den Kloiber'schen Kontra-Alt (tiefen Alt), bei dem man immer sofort an irgendwelche Wagner'schen Erdas denkt, sondern eher den Rossini'schen Belcanto-Alt, der sich meiner Auffassung nach noch mal deutlich vom Koloraturmezzo unterscheidet, was die Tessitura angeht ...
BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 15:45 Antworten mit Zitat
LaCarmensitaRubia
Gast


 


@Epo : Ich meinte die bekannten Mezzis. Mir gefällt zumindest Hornes Timbre sehr gut, aber wie du schon sagtest Geschmacksache!

@ Dola : Ja richtig ich singe momentan Stücke für mittleren Sopran (Stimme?)! Sorgen mache ich mir nicht, ich bin nur furchtbar neugierig ;)
BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 18:26 Antworten mit Zitat
Califonia
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Anmeldungsdatum: 27.10.2006
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sorgen mach ich mir im moment eher nur, weil ich ziemlich heiser wurde vom singen, und mein GL meinte, es würde sich alles wunderbar und toll anhören...
und halt, dass ich immer wieder höre, wie schädlich es doch ist, die tiefe zu forcieren, und das ich im moment das gefühl habe, meine stimme schrumpft immer mehr...
letzendlich kommt es mir auch nur drauf an, dass man nicht versucht mit gewalt mich tiefer zumachen dass ich irgentwann garnimmer singen kann..
eigetnlich muss sich die stimme doch nach und nach entwickeln, nicht auf einmal, oder? mein GL meint, meine heriserkeit kommt daher, dass wir innerhalb kurzer zeit so viele fortschritte machen, aber ich merke eher rückschritte, und denke langsam fast, dass ich die AP im nächsten jahr nicht schaffe, wenns so weitergeht..

liebe grüße, califonia
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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 19:40 Antworten mit Zitat
dola
Allwissender


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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 713
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Hallo,

@epo:

die Koloraturen sind eben tiefer gelegt, nicht nur bei Rossini, sondern auch z. B. bei Oh du die Wonne aus dem Messias. Immer zielsicher um den Hauptbruch herum, ist vom Gefühl her etwas zwischen Schneepflug und Möbelfräse, darf aber natürlich nicht so klingen. Das kostet ziemlich Kraft und die meisten Mezzi hassen Koloraturen so weit unten.

@califonia:

Das mit der Heiserkeit gefällt mir auch nicht recht zu hören. Sind die Partien vielleicht zu groß noch für deinen Ausbildungsstand?

Ich möchte und kann keinesfalls die Situation von außen beurteilen und schon gar nicht deinen technischen Stand. Du beschreibst allerdings Dinge, die ich aus der Anfangszeit auch kenne. In der Tiefe und überhaupt forcieren - was jetzt nicht das Singen lauter Töne sondern ein überanstrengtes Lautsingen bedeutet - kann nie gut sein. Die Forte - Entwicklung ist ein Prozess, der dich zunehmend mit dem sich durch Unterricht vergrößerndem Volumen zufriedenstellen wird.

Außerdem kann es schon sein, dass du durch die Vergrößerung des Stimmumfangs in ungewohnte Lagen, bei dir ist es wohl die Tiefe, die Orientierung über den Charakter deiner Stimme verlierst und dein Gefühl der Intonation sogar.

Bei mir passierte das mit der Höhenausdehnung und gleichzeitig den erstmal nicht sehr ersprießlich klingenden Versuchen, die Tiefe nicht mehr so zu brusten. Das klang für meine Ohren mager und ich dachte schon, man will mir jetzt den Alt wegbürsten. :sad:

Wenn du in diesen Punkten jetzt Schwierigkeiten hast, muss das nicht unbedingt am Lehrer liegen. Dir kann hier jetzt kein Rat darüber gegeben werden, ob du bleiben oder wechseln sollst, aber ich würde bei diesen Abwägungen die genannten Punkte einfach einbeziehen, gerade, wenn du die AP machen willst. Und - last, not least - in einem Jahr kann sich noch viel entwickeln.

Liebe grüße,
dola

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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 20:48 Antworten mit Zitat
LaCarmensitaRubia
Gast


 


dola hat folgendes geschrieben:
Hallo,

@epo:

die Koloraturen sind eben tiefer gelegt, nicht nur bei Rossini, sondern auch z. B. bei Oh du die Wonne aus dem Messias. Immer zielsicher um den Hauptbruch herum, ist vom Gefühl her etwas zwischen Schneepflug und Möbelfräse, darf aber natürlich nicht so klingen. Das kostet ziemlich Kraft und die meisten Mezzi hassen Koloraturen so weit unten.
dola


Das ist wirklich furchtbar, dann ja lieber noch tiefer, was sage ich liebend gerne, gibt es Koloraturen im Bereich e,f,g,h? Das würde ich doch zu meiner Spezialität machen :applaus
BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 21:44 Antworten mit Zitat
Orphenica
altes Mitglied


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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 237
Wohnort: Hamburg


dola hat folgendes geschrieben:
Hallo,

@epo:

die Koloraturen sind eben tiefer gelegt, nicht nur bei Rossini, sondern auch z. B. bei Oh du die Wonne aus dem Messias. Immer zielsicher um den Hauptbruch herum, ist vom Gefühl her etwas zwischen Schneepflug und Möbelfräse, darf aber natürlich nicht so klingen. Das kostet ziemlich Kraft und die meisten Mezzi hassen Koloraturen so weit unten.

Liebe grüße,
dola


Liebe Dola,
da ich das Stück vor kurzem auch im Unterricht gemacht habe, interessiert mich das jetzt noch mal. Ich fand gerade die Koloraturen in dem Stück sehr angenehm (ich habe es allerdings in moderner, nicht in alter Stimmung gesungen!). Das könnte daran liegen, dass ich keine schwere Stimme bin (würde ich mal so sagen :Embarassed ), und mir die Tiefe ganz randstimmig erschlossen habe. Schwieriger als die Koloraturen fand ich dann das "the glory of the Lord" mit "Lord" kilometerlang auf dem c' ausgehalten. Da fiel es mir schwer, einen einigermaßen kräftigen Ton zu erzeugen, weil eben der Ton wirklich genau auf dem Bruch liegt. Entweder war er zu kopfig oder zu brustig, hier ist die Mischung schwer hinzukriegen, finde ich. Ansonsten lag mir die Arie aber ganz gut, obwohl ich mich jetzt nicht als megatiefen Alt bezeichnen würde. Ich sag ja (bzw. Epo), Mezzoalt... ;-)

Liebe Grüße,

Orphenica
:hearts
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 08:05 Antworten mit Zitat
cantilene
Gast


 


Liebe Leila, solche Spezialitäten müsstest du eigentlich bei manchen Alt-Arien von Bach finden. Zumindest kenne ich sie aus Duetten von Bach(und auch Händel) für Sopran und Alt in der Alt-Partie. Ich hoffe, wir meinen dieselbe Oktave? ;-)
Und: danke dem Schôpfer, dass er Dir iein so grosses Organ geschenkt hat-Wenn Du das jetzt schon hast, ist doch die Welt für dich offen und es muss nur noch"zivilisiert" werden! :applaus

Natürlich ist es für schwerere Stimmen viel schwieriger, ihre Stimme in Koloraturen zu bewegen. Umso grösser meine Bewunderung für Sängerinnen, die das können und die Masse mit der Leichtigkeit vereinen.
Ich finde in diesem Fach Nathalie Stutzmann und Sara Mingardo ganz besonders toll :applaus Cecilia Bartoli habe ich live erlebt und Epo hat ganz Recht: ihre Stimme ist erstaunlich klein. Wer sie von CDs kennt, ist erstmal sehr überrascht.
Aber mit ihrer Virtuosität, Musikalität und ihrem umwerfenden Bühnentalent hat sie dann trotzdem Weltkarriere gemacht.

Die Sache mit dem Stimmfach ist wohl nur für diejenigen einfach, bei denen relativ zweifellos von Anfang an klar ist, dass sie wie Dola ein Alt oder wie ich ein Sopran sind. Aber selbst dann gibt es ja noch die verschiedenen Fächer und das kann wirklich sehr lange dauern, bis man da mal Klarheit hat. Ich hab sie auch nach etlichen Jahren nicht und höre sogar sehr verschiedene Meinungen dazu, auch von Lehrerseite. Das wird im Laufe der Ausbildung bei mir sogar eher "schlimmer".
Aber wenn man nicht zur Opernbühne kann oder will, ist das auch gar nicht so sehr wichtig, ob nun Koloratur, leicht, lyrisch oder dramatisch. In Konzerten mit Klavier kann man z.B. allerhand singen, was auf Bühnen mit Orchester niemals möglich wäre.
Ich habe selbst gerade wieder erlebt, dass ich als Rusalka, die nun im Opernleben niemals mein Fach wäre, im Konzert-Saal gut rüberkomme. Es kommt einfach immer auch auf die Umstände an.
Wenn man aber eine AP und iene Opernmaufbahn im Kopf hat, dann ist es natürlich schon ganz anders wichtig.
Aber auch dann: ihr seid noch so jung und die Stimmen sollen ja nicht fertig zur AP erscheinen sondern das Potential muss zu hören sein. Ich glaube kaum, das bei der AP an deutschen MHs schon ein fertiges Stimmfach erwartet wird-was soll denn dann noch die Ausbildung?
Bei meiner Lehrerin sind auch etliche Sängerinnen, die noch keineswegs wissen ob sie nun Sopran oder Mezzo werden, von der Feineinteilung mal ganz abgesehen. Je breiter das Spektrum ,desto schwieriger die Spezialisierung. Das ist doch auch ein grosser Vorteil! :dafür

Liebe Califonia-auch hier nochmal herzliches Daumendrücken!!!! :hearts
Da du mich persönlich in diesem Thread ansprichst: bei mir gab es im Zuge der Entwicklung auch das Gefühl, vorübergehend an Höhe zu verlieren und das hat mich SEHR beunruhigt. Daher verstehe ich Dich wirklich! Aber das Problem war und ist einfach, dass ich die neue Technik(vorher hatte ich gar keine. :sad: ...) noch nicht so sicher beherrsche, dass ich es schaffe, nach der Höhe schlank und trotzden nicht flach zu bleiben. Ich nehme oft noch zuviel "Power" mit nach oben und dann klappt ncihts mehr. Das ist ein langer Prozess und da brauchst Du wirklich die hier so oft geforderte Geduld. :schlaumeier
Bei mir ist es nach drei Jahren noch keineswegs richtig in Fleisch und Blut und Du bist doch erst viel kürzer dabei!
Allerdings hat meine Lehrerin mcih nie laut in der Tiefe singen lassen , sondern geht von der Mittellage aus, um die Stimme zu vergrössern. Das heisst aber nicht, dass nicht auch Deine Methode zu Erfolg führen kann.
Ohne Vertrauen in den Leherr geht das jedoch nciht-das thema hatten wir ja ausführlich in ienem anderen Forum! ;-)
Cantilene :hearts
BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 10:17 Antworten mit Zitat
Uralt
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Anmeldungsdatum: 22.04.2006
Beiträge: 489
Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**


LaCarmensitaRubia hat folgendes geschrieben:

... , gibt es Koloraturen im Bereich e,f,g,h? Das würde ich doch zu meiner Spezialität machen :applaus


Ja, das gibt es :
Giovanni Battista Bassani : Nascere, nascere
für Alt und BC
Cancio Sacra - Geistliche Solokantaten

alle Koloraturen im wirklich tiefen Bereich, an einigen Stellen bis a und g.
Da ich es einmal in Original-Barock-Stimmung noch tiefer gesungen habe, hatte ich schon Mühe, meine Stimme "in Schwung" zu bringen. Aber es hat sich gelohnt. Es ist ein wunderschönes Weihnachtsstück, das aus 3 Arien und 2 Rezitativen besteht.

Liebe Grüße
Uralt


Zuletzt bearbeitet von Uralt am 21.11.2006, 10:50, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 10:32 Antworten mit Zitat
mezzo
Gast


 


dola hat folgendes geschrieben:

die Koloraturen sind eben tiefer gelegt, nicht nur bei Rossini, sondern auch z. B. bei Oh du die Wonne aus dem Messias. Immer zielsicher um den Hauptbruch herum, ist vom Gefühl her etwas zwischen Schneepflug und Möbelfräse, darf aber natürlich nicht so klingen. Das kostet ziemlich Kraft und die meisten Mezzi hassen Koloraturen so weit unten.



Schneepflug und Möbelfräse trifft's wirklich :applaus

Ich wildere ja gerne im Oratorienalt-Fach, aber vor der Messias-Partie habe ich mächtig Respekt und lasse lieber die Finger davon. Da muss ein richtiger Alt ran.

LG
mezzo
BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 14:56 Antworten mit Zitat
Eponine
Gast


 


Das mit der Moebelfraese finde ich wirklich gut :Laughing :Laughing :Laughing

Aber wie schon gesagt; Wenn man nicht an die Buehne will, ist diese ganze Faechereinteilung doch sowieso witzlos, da schraenkt man sich nur ein ...

Andersrum hat es mich ja immer schon persoenlich beleidigt ;-) , dass es hunderte von Sopranfaechern gibt, die Mezzi und Alte aber irgendwie mit je zweieinhalb Faechern abgespeist werden und Leute sich dann auch noch wundern, warum man denn nicht das komplette Fach abdecken kann.

Kloiber:
dramatischer Koloratursopran
lyrischer Koloratursopran
Soubrette
lyrischer Sopran
jugendlich-dramatischer Sopran
Charaktersopran
dramatischer Sopran
hochdramatischer Sopran

Hab' ich was vergessen?

Und dann guckt Euch mal an:
lyrischer Mezzosopran (= (!!!) Spielalt)
dramatischer Mezzosopran

dramatischer Alt
tiefer Alt

Was faellt denn da auf? Heisst das, man muss als tiefe Frauenstimme eben alles koennen, waehrend man es sich als hohe leisten darf, sich zu spezialisieren? Oder gibt es fuer die tieferen Frauenstimmen einfach nicht genug zu singen, und dann wirft man die paar Arien, die es gibt, eben in einen Pott?
Man verzeihe mir den leichten Sarkasmaus, aber dieses ganze Fachsystem bedarf in meinen Augen einer grundlegenden Ueberholung :schlaumeier
BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 16:16 Antworten mit Zitat
mezzo
Gast


 


@epo:
Unter lyrischem Mezzosopran kann ich mir so gar nichts vorstellen... und in Verbindung mit dem Begriff "Spielalt" schon gar nicht :?:
Und wo bitte sind die Koloraturmezzi, die ja von Rossini reichlich bedacht wurden? Hat man die ganz vergessen, weil die Rollen ja heute gerne mit leichten Sopranen besetzt werden, deren Geläufigkeit nunmal von Natur aus besser ist (auch wenn der Stimmtypus meist gar nicht zur Rolle passt)?
Aber mal positiv gesehen, wir Mezzi müssen uns einfach weniger Gedanken machen und das Repertoire nach Herzenslust von oben nach unten durchsingen (hat ja auch was ;-) ).

Und warum betont Kloiber extra, dass der Alt tief singen muss :?: :?: :?:

LG
mezzo
BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 19:52 Antworten mit Zitat
LaCarmensitaRubia
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@ Canti : Ja ich denke schon, ich meine die kleine Oktave. ;-)
Ja ich danke Gott dafür, wobei ich mir auch nicht mehr so sicher bin, sowieso hat mein Gl mir grade wieder meine kompletten Hoffnungen und Wünsche über einen Haufen geworfen. Er sagt zwar ich kann durchaus Musik studieren, aber ob ich es an eine Opernbühne schaffe ist eine andere Sache. Es ist vollkommen egal wieviel Talent, Stimme man hat. Entweder man gefällt den Leuten/Regisseuren oder eben nicht, entweder man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder kennt man die richtigen Leute... Bingospielen :sad: Auch meinte er ich müsste nicht unbedingt studieren. Sein Bruder Carsten Süß ist ein sehr erfolgreicher Tenor auf "Deutschlands Opernbühnen" und hat nie eine Universtität von innen gesehen ...

@ Dola : Muss ich mir unbedingt mal vornehmen, wobei das nicht in nahester Zukunft, da ich ja momentan noch tiefsing Verbot habe :sad:

LG Carmensita/Leila
BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 20:16 Antworten mit Zitat
dola
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Aha, Tieftönerinnen - Forum, machen wir weiter. :schlaumeier

@epo:

Hast voll recht, für jede einzelne Arie wird ein eigenes Fach erfunden - gehts noch??? ich singe mich auch durch alles durch, basta!!

Orphenica:

Die Arie habe ich schon ziemlich lange im Leibe und pflüge gerne hindurch da unten. Die Kunst ist hier, m. E. voll im Körper zu bleiben, um nicht in der Intonation herumzurutschen, Sink- oder auch Steigegefahr durch falsche Körperspannung ist enorm. Ferner müssen sehr bewuste Atemstellen vorher festgelegt sein, sonst verhungert man auf Stellen wie "get thee up onto the high mountains", die Zweite oder eben die bewuste Glory - Koloratur.

Das "kilometerlange" :grin: c1 mag ich ganz gerne, schwingt gut. Ich würde es nach jeweiligem Gefühl entscheiden, wieviel Kopfmischung da reinkommt, im Zweifel würde ich ihm eher ein bisschen brusten (alle Puristen protestieren! :sm ). So hält er endlos. Der Phrasenanfang, der den höchsten Ton beinhaltet (ein grandioses b1 ;-) ) lässt einem eigentlich ganz gute Chancen, sich von der Koloratur zu erholen.

Soweit eine sportliche, aber keineswegs lehrbuchmäßige Beschreibung.

LG,
dola

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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 20:57 Antworten mit Zitat
Uralt
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Au ja, eigentlich hatte ich die Arie dieses Jahr nicht auf dem Plan, vielleicht hol ich sie aber trotzdem raus und schau mal wie sie klingt nach langer Zeit und runderneuerter Technik.

Das C1 mag ich auch besonders gerne, aber liebe dola, da ich häufig mit Barock-Spezialisten singe, habe ich mir das brusten dort schon abgewöhnt.
Hauchzart aber mit Ausdruck und Hingabe, so find ich es am besten. :dafür

Liebe Grüße
Uralt
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 21:34 Antworten mit Zitat
Sista Valsen
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LaCarmensitaRubia hat folgendes geschrieben:
Ja ich danke Gott dafür, wobei ich mir auch nicht mehr so sicher bin, sowieso hat mein Gl mir grade wieder meine kompletten Hoffnungen und Wünsche über einen Haufen geworfen. Er sagt zwar ich kann durchaus Musik studieren, aber ob ich es an eine Opernbühne schaffe ist eine andere Sache. Es ist vollkommen egal wieviel Talent, Stimme man hat. Entweder man gefällt den Leuten/Regisseuren oder eben nicht, entweder man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder kennt man die richtigen Leute...



Hallo Leila,

laß' Dich dadurch nicht entmutigen! Versuche es einfach!
Klar, man kann nie voraussagen, was in der Zukunft passieren wird.... da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Nicht jeder BWL-Student wird später Top-Manager; und ein Medizin-Student im ersten Semester kann auch noch nicht wissen, ob er später Klinikdirektor oder Amtsarzt wird.....

Ich habe BWL studiert, und hatte auch mal vor, im Marketing zu arbeiten. Dann kam ein Horrorpraktikum, danach die große Krise inklusive Aufenthalt in psychiatrischer Tagesklinik..... und jetzt studiere ich wieder - Geisteswissenschaften (also so ziemlich der totale Gegensatz). Und fühle mich sogar ganz wohl dabei. Ich würde auch gerne mal eine Doktorarbeit schreiben. Aber dafür muß ich erstmal einen guten Magisterabschluß machen; dann jemanden finden, der mich nimmt (mit meinem chaotischen Lebenslauf), und natürlich brauche ich ein Thema, und meine Gesundheit muß mitspielen.... wäre schön, wenn das klappt; aber sicher kann ich mir da jetzt auch noch nicht sein.

Man weiß nie, was passieren wird. Es kann sein, daß alles genauso läuft, wie man sich das vorstellt - es kann aber auch sein, daß man irgendwann merkt, daß man jetzt ganz andere Ziele hat als noch vor ein paar Jahren. Oder es kann sein, daß alles total anders läuft, als man sich das jemals vorgestellt hätte - und vielleicht, daß man damit besser klarkommt, als man erwartet hätte.

Deswegen: verliere Dein Ziel nicht aus den Augen! Oder, wie mal eine Psychologin zu mir gesagt hat: vergiß' nie Deine Träume!
Klar, ein Gesangsstudium ist keine Garantie für eine Opernkarriere - aber wo gibt es schon für irgendetwas eine Garantie?
Versuche es!! Und wer weiß, vielleicht werden wir irgendwann alle ins Theater rennen, um Dich endlich mal live erleben zu können..... *daumendrück*

LG
Carmen
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 21:46 Antworten mit Zitat
DasMutzel
Gast


 


@ Leila,

Wieso solltest du den Menschen nicht gefallen?, Wenn er schon deine Hoffnungen zu Nichte macht, ´nennt er dir dafür eine Erklärung?
DAs finde ich schon ziemlich derb!

Immer Drupp, datet kracht! Niemals nicht wünsche aufgeben!
BeitragVerfasst am: 21.11.2006, 01:34 Antworten mit Zitat
Fliu
Ratgeber


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Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 510
Wohnort: Wien und Bez. Eisenstadt *6.8.1985


Klar soll man seine Träume nicht vergessen - aber ein bisschen Realismus gehört auch dazu. Nämlich zu wissen, dass nicht jeder, der Gesang studiert, mal ein großer Star wird. Viele scheinen das aber anscheinend zu erwarten, und deshalb finde ich es von dem GL gar nicht so blöd, darauf hinzuweisen. Das soll jetzt nicht heißen, dass du es nicht schaffen kannst, Leila ;-) Aber es gehört eben auch viel Glück dazu.

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