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Die Priesterschaft

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suesses_hundi[RM]



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 65
Wohnort: Österreich, Linz

BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 15:09    Titel: Die Priesterschaft Antworten mit Zitat

"Die [Druiden] versehen den Gottesdienst, besorgen die Opfer für den Staat und für Privatleute und legen die heiligen Satzungen aus. Eine Menge von jungen Leuten kommt zu ihnen, um Unterricht zu empfangen, und sie genießen überhaupt bei den Galliern ein hohes Ansehen. Denn fast bei allen Zwistigkeiten, sie mögen nun Staatsangelegenheiten oder Privatvorfälle betreffen, entscheiden sie.[...]"

Cäsar, "Der Gallische Krieg",6,13

"Ferner gibt es Philosophen, die der Götterlehre kundig sind und in sehr hohem Ansehen stehen; man nennt sie Druiden. Auch hat man Wahrsager, denen man ebenfalls viel Ehre erweist. Sie sagen aus dem Vogelflug und aus der Opferschau die Zukunft voraus und haben das ganze Volk in ihrer Gewalt. [...] Es ist bei den Galliern gebräuchlich, dass sie kein Opfer ohne einen ihrer Weisen verrichten. Denn sie sagen, man dürfe den Göttern die Dankopfer nur durch Diejenigen bringen, die mit ihrem Wesen vertraut seien und, so zu sagen, ihre Sprache verstehen; und durch Ebendieselben glauben sie erbitten zu müssen, was sie sich wünschen."

Diodorus Siculus 5,31

Die Priesterinen und Druiden und mit ihnen die restlichen Angehörigen des geistigen Standes, bilden die Spitze der keltischen Gesellschaft. Sie beraten die Herrschenden, sorgen für Einklang mit den Göttern und bewahren die alten Geschichten. Als Angehörige der Geistigen Elite sind sie von Kriegsdienst und Steuern befreit. Doch kommt es nicht selten vor, dass man einen Druiden blau bemalt und in Kampfwut in der ersten Reihe einer Schlacht antrifft.
Die Ausbildung der Priesterschaft ist lang und schwer, so dass nur die besten die Prüfungen bestehen. Priesterinnen oder Druiden weihen sich entweder einem bestimmten Gott oder sie verehren alle Götter als einen Gott und vertreten somit, das Pantheon als ganzes.

Druide ist die Bezeichnung für den männlichen Priester. Die weiblichen Mitglieder dieser Kaste heißen Priesterinnen. Gemeinsam bilden sie die Priesterkaste.
Hintergrund
Die Priesterschaft wird oftmals als "keltische Zauberer" bezeichnet. Das ist aber so falsch, wie es nur sein kann. Tatsächlich verabscheuen die Kelten (und im Besonderen ihre Priesterschaft) hermetische Magie jeglicher Art. Hermetik ist für sie Häretik.
Angehörige der Priesterschaft sind, wie der Name schon sagt: Priester, aber auch Lehrer und Bewahrer des Wissens. Sie üben keine Magie aus, auch wenn das von Außenstehenden oftmals dahingehend mißgedeutet wird.
Sie haben lediglich gelernt, ihre Götter auf die Art und Weise anzurufen, die es diesen erlaubt, ihre göttliche Macht durch die Körper des Priesters in der Hierwelt zu manifestieren. – Sie wirken Wunder. Ebenso besitzen sie das Wissen und die Kunst, diese Macht zu fokusieren und im Sinne der Götter einzusetzen.
Die Druiden und die Priesterinnen stehen außerhalb der weltlichen Gesellschaft, die Orden umgeben sich selbst mit Geheimnissen, so dass Druiden und Priesterinnen im Volk mystifiziert sind. Aufgrund der Achtung und des Respekts der ihnen entgegengebracht wird, stehen die Priesterinnen und Druiden an der Spitze der sozialen Leiter.
Die Bewußtseinsstufen der Priesterschaft

Der Weg zum Priester ist lang und voller Prüfungen. Diese Prüfungen bestehen nicht nur aus den immer und immer wiederholten Wissensabfragen, sondern vor allem auch aus der, den Charakter formenden, Verantwortung, die aus dem Bewußtsein der allgegenwärtigen Erwartungsshaltung erwächst.
Während dieses Weges verändert sich das Bewußtsein des Druiden. Sieht er seine Zeit gekommen und sich dazu in der Lage, kann er versuchen eine höhere Bewußtseinsstufe zu erlangen. Diese Bewußtseinsstufen sind zwar ein Spiegel seiner geistlichen Macht, jedoch haben sie keine Auswirkungen auf den sozialen Status innerhalb oder außerhalb der Kaste.

Zum Filid wird der Druide durch Aufnahme in die Kaste. Er ist der Lernende, der ewig Suchende, noch sehr mit der Hierwelt verwachsen, doch stetig auf dem Weg Wissen und Weisheit zu erlangen. (entspricht dem Lehrling des Gildenweges)
Vates kann der Druide werden, wenn er sich sicher ist, einen Caerkrieger beraten, Rituale und Opferungen durchführen und neue Filid ausbilden zu können. Um diese Bewustseinsstufe zu erlangen, muss er aus dem, was er während seiner Zeit als Filid gelernt, erlebt und beobachtet hat, die Schlüsse ziehen, um seinen eigenen Initiationsritus anführen zu können. Dann werden ihn die Götter zum Vates erheben. Zudem öffnet sich ihm nun nach und nach die Anderswelt. (entspricht dem Meister des Gildenweges)
Die höchste Bewustseinsstufe der Druiden nennt sich Guatator . Er ist der Weise, der Bewahrer des Wissens und der Lehren. Außerdem ist er ein Wandelnder zwischen den Welten, der Anderswelt ebenso wie der Hierwelt zugewandt. (entspricht dem Großmeister des Gildenweges)
Die Druiden aller keltischen Stämme wählen aus ihren Reihen einen Ollam , der die oberste Instanz aller Druiden darstellt. Er residiert im Karnutenwald (heutiges Chartres). Dabei hat jeder Druide eine Stimme, ungeachtet seiner Macht und Bewustseinsstufe. Ebenso muss es nicht sein, dass der Ollam ein Guatator ist, wenngleich dies üblich ist.
Die Priesterinnen

Priesterinnen in Éire dienen entweder der Göttin in ihrer Gesamtheit, oder einem ihrer vielen Aspekte. Alle Priesterinnen durchlaufen eine langjährige Ausbildung, in der sie viel über die heiligen und heilenden Kräuter, die Kunst der Medizin (Eine Priesterin ist keine Heilerin! Sollte sie sich später dazu entscheiden, ihr Wissen auf diesem Gebiet zu nutzen, verfügt sie über eine viel fundiertere Ausbildung als eine normale Heilerin), sowie der Geschichte des Landes erfahren. Der wichtigste Teil der Ausbildung besteht aber in dem Erlangen des Wissens über das Wesen der Göttin. Jede Priesterin verfügt am Ende ihrer Ausbildung über einen enormen Erfahrungsschatz in Dingen, die die Göttin betreffen.
Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es innerhalb Éires große regionale Unterschiede gibt. Es existieren mehrere Orden von Priesterinnen, die jeweils ihre eigenen Schulen betreiben. Und so ist es nur natürlich, dass in den verschiedenen Schulen zum einen unterschiedliche Schwerpunkte in der Ausbildung gelegt werden, und zum anderen unterschiedliche Glaubensauslegungen gelehrt werden.

Die Aufgabe einer Priesterin ist es, ähnlich wie die eines Druiden, der nicht säkularen Bevölkerung beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Doch kümmern sich viele Druiden - z.B. als Richter, Geschichtsgelehrter usw. - eher um weltliche Angelegenheiten, so kümmern sich die Priesterinnen in erster Linie um die nichtweltlichen Dinge. Politik, Kriege, Diplomatie oder Wirtschaft liegt normalerweise nicht im Interessensgebiet einer heiligen Frau, und nichts anderes ist eine Priesterin. Eine heilige Frau.
Selbst eine Priesterin, die sich einem einzelnen Aspekt der Göttin verschrieben hat und sich deswegen selbst auch einem bestimmten Aspekt des Lebens widmet, sieht ihr Handeln nicht als Handeln im weltlichen Sinne, sondern als Dienst an der Göttin.
Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Es existieren Priesterinnen-Orden, die sehr weltlich orientiert sind und deren Mitglieder sehr stark am "normalen" Leben der Gesellschaft teilhaben. Allerdings ist dies eher die Ausnahme.
Goetter und Aspekte

Zu Beginn seiner Ausbildung wählt der Filid die Art des Druidentums, der er folgen möchte. Dazu verschreibt er sich entweder einem Aspekt des Daseins, einer bestimmten Gottheit oder dient allen Göttern als einem Gott.
Diese Gottheit, bzw. dieser Aspekt sind von nun an Leitfaden für den Filid auf seiner ewigen Suche. Sie sind ihm Schutz und Lehrer und er ist ihnen Diener und Sprachrohr.
In Éire gibt es viele verschiedene Druiden-Orden, die ihre jeweils eigene Lehre vertreten. So kommt es zu einer enormen Vielfalt der Ansichten und Anschauungen, sowie der "Arten" von Druiden.
So unterschiedlich wie die Aspekte des Lebens sich dem Einzelnen zeigen, so unterschiedlich sind daher die Priester keltischen Glaubens. Ebenso kann es Priester nahezu einer jeden keltischen Gottheit geben, jedoch der großen Mutter und ihren Hauptaspekten dienen nur Priesterinnen.
Was sollte der Spieler eines Angehoerigen der Priesterschaft beachten.

Das größte Problem, das du als Spieler eines Druiden haben wirst, ist von Deinen Mitspielern die Ehrerbietung und den Respekt entgegengebracht zu bekommen, der dir eigentlich zusteht. Andersherum, darf man natürlich nie vergessen, dass Ehre und Respekt verdient und nicht gegeben werden. D.h. wenn Du zwar einen Druiden spielst, dich aber absolut nicht wie einer verhältst, kannst du von niemand erwarten, dass er dich trotzdem so behandelt. Nun stellt sich natürlich die Frage, was macht einen Angehörigen der Priesterschaft aus? Was muss ich tun, um mich wie ein Druide, bzw. wie eine Priesterin zu Verhalten?
Tja, das ist eine gute Frage und läßt sich auch nicht so einfach beantworten, da es natürlich jedem selbst überlassen bleibt, was für einen Charakter "sein" Charakter hat. Trotzdem lassen sich ein paar allgemeine Forderungen an die Charakterzüge eines Priester formulieren:
• Güte
• Zurückhaltung
• Besonnenheit
• Ruhe • Überlegtheit
• Weisheit
• Ausgeglichenheit
• Wissen
Ein Druide der nicht einmal die Fragen eines anderen Spielers zu seiner Gottheit, oder zum in Éire herrschenden Rechtssystem beantworten kann, wirkt doch reichlich lächerlich. Genauso unpassend wirken Druiden die hemmungslos ihre Sonderposition in der Gesellschaft ausnützen.
Doch soll es auch Druiden geben, die ständig blau bemalt mit riesigen Zweihänder Leute schnetzeln und trotzdem von allen respektiert werden. Jeder muss da einen für sich passenden Weg finden und diesen konsequent durchziehen.
Ein Angehöriger der Priesterschaft muss In wie auch Out Of Play seine persönlichen Interessen hinter die der Allgemeinheit stellen.
Was die Spielerin einer Priesterin im speziellen beachten sollte

Grundsätzlich gilt für Dich dasselbe wie für einen Druiden, nur noch in gesteigerter Form. Du spielst eine Respektsperson. Deine Priesterin ist eine heilige Frau, das ist die wichtigste Voraussetzung um sie gut und vor allem überzeugend zu spielen. "Heilige Frau" hat natürlich nichts mit der christlich-verklärten Vorstellung der Maria zu tun, es soll nur herausstellen, dass sie etwas absolut Besonderes ist. Sie steht in noch engerem Kontakt zu den Göttern und vor allem zu der Göttin als die Druiden und ist sich dessen voll bewußt, jede einzelne ihrer Handlungen wird auf die Goldwaage gelegt (sowohl von den Göttern, als auch von den Mitspielern). Einem Metzger ist es problemlos zu verzeihen, wenn er mal keine Lust hat sich am Plot zu beteiligen und lieber am Saufen ist, er ist auch sicherlich nicht plotrelevant und läßt sich durch irgendwen ersetzen. Einer Priesterin (oder einem Druiden) ist dies nicht zu verzeihen, denn sie ist unersetzlich, d.h. es gibt haufenweise Probleme, die nur durch Priesterinnen oder Druiden zu lösen sind. Es ist schließlich auch nicht vorrangige Aufgabe der anderen Klassen der Gesellschaft (Krieger, Freier, Unfreier) sich über nicht-weltliche Dinge den Kopf zu zerbrechen.

Die Priesterin ist sich also ihrer Besonderheit und ihrer Unersetzlichkeit voll bewußt und lebt danach. Doch sie ist gleichzeitig weise genug um auf dem Teppich zu bleiben und ihre Umwelt und die Personen, die sie umgeben realistisch einzuschätzen und mit dem richtigen Fingerspitzengefühl anzupacken, um ihre Ziele durchzusetzen. Die Holzhammer Methode ist Aufgabe der Krieger.
Eine Priesterin, die Ihre Rolle schlecht spielt, indem sie beispielsweise ihre Macht mißbraucht, um andere Leute unnötig durch die Gegend zu hetzen, oder die in sie gesetzten Anforderungen z.B. hinsichtlich Ritualen etc. nicht erfüllt, wird über kurz oder lang ernsthafte Schwierigkeiten, was ihre Autorität und Glaubwürdigkeit angeht, bekommen. Es muss deshalb noch einmal betont werden, dass die Rolle einer Priesterin zu den schwierigsten gehört, die man in Éire spielen kann. Unbedingt notwendig ist eine durchdachte Charaktergeschichte und eine gute Kenntnis der Form des keltischen Glaubens, den man im Spiel vertreten will.
_________________
Das hundi von meinem Frauchen Lady Morgana ist. und sehr stolz drauf ist

Mein Vampir name lautet God of Trannsylvania Lautet

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BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 15:09    Titel: Anzeige

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