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Eine Definition

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suesses_hundi[RM]



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 65
Wohnort: Österreich, Linz

BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 00:52    Titel: Eine Definition Antworten mit Zitat

Der landläufigen Ansicht der Menschen im Mittelalter nach war eine Hexe im allgemeinen alt, häßlich und vor allem weiblich.

Doch fehlte es natürlich nicht an weiteren Merkmalen an denen man eine Hexe untrüglich erkennen konnte. So glaubte man in einigen Landstrichen, dass zusammengewachsene Augenbrauen ein Hexenmerkmal sei. Anderorts waren es lange, rote und struppige Haare oder dunkle Muttermale auf der Haut, die als Spuren der Finger des Teufels eine Hexe ausmachten.

Diese Liste der physischen Merkmale ließe sich beliebig lange fortsetzen. Auch was die Kleidung einer Hexe betrifft so variieren auch hier die Aussagen erheblich. Die einen sprechen von roten Strümpfen, wieder andere von einem Kopftuch. Der Phantasie war auch hier keine Grenzen gesetzt.
Im Allgemeinen jedoch kamen die meisten der Hexerei verdächtigten Frauen aus ärmlichen Verhältnissen. Alter und Hässlichkeit waren seit jeher verdammenswert und somit hat die Klischeevorstellung der alten und buckligen Hexe mit Kopftuch eine lange Traditon.
Aber auch junge Frauen konnten in den Verdacht geraten eine Hexe zu sein. Waren sie besonders hübsch wurde ihnen die Schönheit geneidet und man behauptete, dass das Mädchen damit die Männer in ihren Bann ziehen und somit verhexen könne.

Im Mittelalter glaubte man auch, dass sich Hexen bevorzugt in Gegenden aufhalten die anständige Menschen mieden. Hierzu zählten vor allem Friedhöfe, Kreuzwege, düstere Schluchten und dichte Wälder. Orte also die unzivilisiert sind und den Geistern gehören –- und die gerade deswegen auf der ganzen Welt als höchst magisch angesehen wurden und auch heute noch werden. Hier traten die Hexen mit den Geistern in Kontakt um sie für ihre Zwecke einzuspannen. Hier führten sie ihre Zaubereien aus und hielten ihre Versammlungen ab.
Lange Zeit lebten die Hexen unbescholten in den Städten und Dörfern. Bis Thomas von Aquin der Meinung war, jeder zauberischen Handlung müsse ein Pakt mit dem Teufel zugrunde liegen. Die sogenannte Teufelsbuhlschaft kam zustande in dem die Hexe ihre Seele dem Teufel vermachte und mit ihm den Geschlechtsakt vollzog. Dies geschah nach seiner Ansicht nach auf den Hexensabbaten. Die Hexen ritten auf Mistgabeln, Besen und Stöcken dorthin. Auch wurde von Reittieren wie einem Ziegenbock oder von schwarzen Hunden berichtet, die die Hexen zur nächtlichen Zusammenkuft brachten.
Es wurde gesungen, getanzt und fulminante Speisen und Getränke eingenommen. Weiterhin trieben die Hexen sexuelle Ausschweifungen mit den anwesenden Teufeln und Dämonen.

Im Malleus maleficarum, zu deutsch Hexenhammer der 1487 erstmalig in Straßburg erschien heisst es weiter, dass eine Hexe nur eine Frau sein kann. Frauen sind von Natur aus böse und stünden seit jeher mit dem Teufel im Bunde. Ihre Zungen seien schlüpfrig und sie suchen bei jeder Gelegenheit danach sich dem Hexenwerk zu bedienen. Eine regelrechte Menschenjagd begann. Hebammen wurden meist Opfer der Inquisiton da sie mit Blut und Sexualität der Frauen zu tun hatten.

Die Frau galt für den damaligen Mann als ein großes Mysterium. Es wurde behauptet, Hexen können männliche Glieder abhexen und würden sie auf Bäumen in Vogelnestern verstecken. Mastrubation galt ebenso wie nichtehelicher Geschlechtsverkehr als Teufels- und Hexenwerk.
Der Hexenhammer erläutert ebenso die Künste der Hexen. So glaubte man, raubten die Hexen Kinder, töteten sie und verarbeiteten sie zu Salben die sie auf ihre Körper rieben und die ihnen helfen sollte sich auf ihren Fluggeräten in die Lüfte zu erheben. Ebenso konnten sie Mäuse herbeihexen, sich in allerlei Getrier verwandeln und Milch sauer werden lassen. Sie bedienten sich magischer Kräuter wie der Tollkirsche oder Bilsenkraut um daraus giftige Tränke herzustellen die sie dann zur Schadzauberei verwendeten.

Aus der Lüneburger Heide ist eine Sage überliefert. Eine Hexe braute einen Zaubertrank der übelrichende und giftige Rauchschwaden hervorbrachte. Dieser Nebel hüllte die gesamte Heide ein. Alle Pflanzen vergingen in diesen stinkenden Schwaden bis auf das Heidekraut (Erika) dem die Nebel nichts anhaben konnten. Oder warum ist die Lüneburger Heide bis heute übersäht mit diesen etwas seltsam anmutenden Pflanzen? Hexenwerk oder doch nur eine uralte Legende...
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Das hundi von meinem Frauchen Lady Morgana ist. und sehr stolz drauf ist

Mein Vampir name lautet God of Trannsylvania Lautet

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BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 00:52    Titel: Anzeige

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