Aktuelles Datum und Uhrzeit: 09.04.2023, 06:17 | Einloggen, um private Nachrichten zu lesen
Unbeantwortete Beiträge anzeigen
 Foren-Übersicht
Mitgliederliste Benutzergruppen Registrieren Login




 

Wahrheit und Wirklichkeit der Gottesmystik

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen     Foren-Übersicht » MyStIk
Vorheriges Thema anzeigen | Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
suesses_hundi[RM]



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 65
Wohnort: Österreich, Linz

BeitragVerfasst am: 23.11.2006, 23:28    Titel: Wahrheit und Wirklichkeit der Gottesmystik Antworten mit Zitat

Alle mystischen Traditionen und Überlieferungen in den fernöstlichen Religionen glauben zu wissen: Das Universum lebt, es ist beseelt, und Gott ist überall. Mehr noch: Der Mensch strebt einem göttlichen Bewusstsein entgegen. Doch das Christentum besitzt seit seinen Anfängen eine alle asiatische Mystik in den Schatten stellende gnostische Basis. Die Mystik als Gnosis findet sich am ausführlichsten im apokryphen Thomastext ausgebreitet. Dort geht es im Kern der Botschaft Jesu um die so genannte "unio mystica", als jener von einem jeden Menschen zum ultimativen Lebensziel anzustrebende Einswerdung mit dem All. Dass diese von Jesus verkündete Gnosis und Mystik keine bloße Theorie sondern ein erreichbares Ziel des Menschen darstellt, das lässt er uns mit den folgenden Sprüchen aus dem Thomastext wissen:

002) Jesus sprach: Wer sucht, der wird finden. Wer an das Innere pocht, dem wird geöffnet. Wer sucht, der suche weiter, bis er findet. Wenn er findet, wird er entsetzt sein, und wenn er entsetzt ist, wird er sich wundern. Über das All wird er herrschen und Ruhe finden.

032) Jesus: Eine Stadt, die hoch auf einem Berg gebaut und befestigt ist, kann weder fallen noch verborgen bleiben. Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich.

067) Jesus: Wenn einer das All erkennt, aber sich selbst nicht, so verfehlt er alles.

077) Jesus: Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich. Aus mir ist das All hervorgegangen, und alles ist bei mir angekommen. Spaltet das Holz – ich bin da! Hebt einen Stein auf – ihr findet mich!

Natürlich kann diese Einheit mit dem All immer nur eine über Geist und Seele sich abspielende Vereinheitlichung von allem erreicht werden. Mit der Einsmachung wird konkret das All im Menschen gespiegelt, was dem Allspiegler die Allmacht beschert.

022) Jesus sah, wie Babys die Brust bekamen. Darauf sprach er zu seinen Schülern: Diese Säuglinge gleichen denen, die ins Reich kommen. Sie fragten ihn: Indem wir also uns klein machen, kommen wir ins Reich? Jesus aber sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht; wenn ihr das Innere wie das Äußere, das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere macht; wenn ihr Mann und Frau vereinigt, so dass der Mann nicht Mann und die Frau nicht Frau bleibt; wenn ihr mit neuen Augen seht, mit neuen Händen handelt, mit neuen Füßen geht und ein neues Bild aus euch macht – dann kommt ihr ins Reich.

030) Jesus: Wo drei Götter sind, da ist gar kein Gott. Wo zwei eins sind oder nur einer – ich bin mit ihm! Stell den Stein auf, und mich findest du! Spalte das Holz, und da bin ich!

106) Jesus sprach: Wenn ihr aus zweien eins macht, dann werdet ihr Söhne des Menschen. Und wenn ihr dann dem Berg befehlt, sich wegzuheben, so wird er verschwinden.

Wo sich mit der Einsmachung eine Allspiegelung ereignet, sowie mit der dabei erlangten Befehlsgewalt die Allmacht angezeigt ist, da wurde folglich der Mensch Gott, oder umgekehrt Gott dieser Mensch, als damit so genannter Sohn des Menschen.

Verbunden mit der Göttlichkeit bringenden Allspiegelung ist die unausweichliche Verpflichtetheit zum Dienst an Gott und All, so wie sie uns Jesus demonstrativ und beispielhaft bis zu seinem Kreuzestod vorlebte. Sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung nebst Himmelfahrt und Pfingsten wurden aufgrund dessen zum gültigen Beweis leibhaftig verwirklichter Gnosis und Mystik. Außer ihm wurde in der Weltgeschichte kein weiterer Fall der Deckungsgleichheit von Mensch und Universum bekannt. Er allein verkündete sich ja beim Evangelisten Johannes als das Licht der Welt sowie beim Thomas als das All in Person. Mit seinem qualvoll bitteren Tod am Kreuz hatte Jesus von Nazareth die volle Verantwortung für das Universum auf sich genommen und der Welt bewiesen, dass seine gnostische mystische Existenz kein unwirklicher Spuk war, sondern eine in Ewigkeit währende, unüberbietbare spirituelle Wahrheit einer in dieser Weltzeit noch latent transzendenten aber dereinst immanenten und sodann absolut alles beherrschenden Wirklichkeit.

Mystische Erfahrungen, welche Wahrheit und Wirklichkeit für sich in Anspruch nehmen dürfen, sind nicht etwa allein durch kontemplative unsere Innwelt betreffende Techniken zu ereichen, sondern immer nur im gleichzeitig intensiven Kontakt mit der Außenwelt. Dass kann man sehr leicht damit verifizieren und nachvollziehen, dass ein kleines Kind von ein paar Jahren, das noch keine nennenswerte Außen- und Welterfahrung besitzt, dadurch noch nicht genügend gespeicherte Informationen hat, um überhaupt etwas in einer Innenschau für sich erkennen zu können. Immer muss zuerst die Außenwelt zumindest in den Grundzügen erfahren und verstanden worden (modern: Input) sein. Erst dann und damit kann eine Innenhinwendung ein verstehbares Ergebnis (modern: Output) haben.

Wer von Gott nie gehört hat, und wem der Begriff auch sonst unbekannt ist, wird das in sich Erlebte auch in keinen Bezug zu einem Gott setzen können, so dass hier die Mystik als bewusste Gotteserfahrung ausscheiden muss. Dass man auch unbewusst - ohne vom Herrn zu wissen - Übernatürliches erfahren kann, davon zeugen ja die zahlreichen religiösen Mythen der Völker. Zugleich erkennt man an ihnen und ihren unterschiedlichen Ausformungen, wie wenig Information dabei über die Tatsächlichkeit einer Überperson enthalten ist. Die Wahrheit und Wirklichkeit in ihnen reduziert sich dabei auf die bloße und zugleich schwammige allgemeine Vorstellung von der Existenz einer allgemein undefinierbaren Wesenheit im Sinne eines sozusagen höchsten Wesens. Und das kann ja bekanntlich alles mögliche sein, angefangen mit Manitu bei den Indianern Nordamerikas über Schiwa bei den Indern bis hin zum Nirwana bei den Tibetern usw.

Mit Gott dem HERRN dem biblischen Menschenvater und seinem christlichen Menschensohn hat das erkennbar alles nichts zu tun. Der transzendente Gott des Alten und Neuen Testamentes hatte einstmals im wahrsten Sinne des Wortes über die berühmten biblischen Gestalten und Propheten des alten Israels wenn man so will weltbewegende Geschichte geschrieben. Die Schnittstelle von personaler Transzendenz (Jenseitigkeit) und Immanenz (Diesseitigkeit) kann in dieser Welt stets nur der gewissermaßen auf Empfang geschaltete spirituelle Mensch sein. Wo sich in seinem Geist und seiner Seele der Kontakt des einen zum andern mystisch ereignet, da verwirklicht sich mithin Gnostisches in und an ihm.
_________________
Das hundi von meinem Frauchen Lady Morgana ist. und sehr stolz drauf ist

Mein Vampir name lautet God of Trannsylvania Lautet

...
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Yahoo Messenger MSN Messenger
Nach oben
Anzeige







BeitragVerfasst am: 23.11.2006, 23:28    Titel: Anzeige

...
Nach oben
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen     Foren-Übersicht » MyStIk
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
 
 
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu:  

Seite 1 von 1


Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.




Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group


Thema 221361-221400 | Thema 27281-27320 | Thema 620721-620760

Impressum | Datenschutz


Theme created OMI of Kyomii Designs for BRIX-CENTRAL.tk.
Bei iphpbb.com bekommen Sie ein Kostenloses Forum mit vielen tollen Extras