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Knotenkunde

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Miss_Vanessa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.03.2007
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 01.07.2007, 19:34    Titel: Knotenkunde Antworten mit Zitat

Die Kleine Knotenkunde

Knoten sind natürlich das A und O bei Bondage, deshalb an dieser Stelle eine kleine Einführung in das Handwerkszeug der Fesselei.

Wir sind nicht sonderlich an langatmigen Verschnürungen interessiert, sondern sind voll damit zufrieden, wenn die Fesselung hält, aber da bemühen wir uns schon ...

Wo wir damit (ab)binden, bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen. Aber egal wo man den Einsatz sieht, wichtig ist, dass man nichts abschnürt oder falls doch, zumindest nicht zu lange.

Der Sackstich
(nein, das hat zunächst mal nichts mit cbt zu tun![*])

Links zur Vereinfachung erstmal mit einem Seilstrang dargestellt, in der Mitte im Doppelstrang, rechts im zugezogenen Zustand, ist der Sackstich, auch als "gemeiner Hausfrauenknoten" bekannt, sehr einfach und schnell zu knüpfen.
Im Doppelstrang geknüpft ist er immer dann gut geeignet, wenn man eine Schlaufe braucht, um irgendetwas in einen Karabiner oder eine Öse einzuhängen.
Leider zieht sich dieser Knoten unter Belastung sehr fest und ist anschließend nur schwer wieder aufzubekommen.



Der Achterknoten
(Auch hier links nur mit einem Seil, in der Mitte im Doppelstrang, rechts zugezogen)

Der Achterknoten ist für den gleichen Einsatzzweck wie der Sackstich gedacht, hat lediglich eine Windung mehr und ist dank dieser zusätzlichen Kurve auch dann wieder relativ leicht aufzubekommen, wenn mal 70 kg oder mehr über einen längeren Zeitraum an ihm hingen.



Der Mastwurf
Man beginnt mit zwei gegenläufigen Schlaufen, legt die beiden übereinander (im Beispiel die rechte über die linke), steckt den Karabiner durch beide Schlaufen und zieht das ganze fest.
Der Mastwurf ist schnell gemacht, geht leicht wieder auf und lässt sich vor dem Zuziehen noch gut am Seil verschieben. Er ist immer dann praktisch, wenn man etwas schnell in einen Karabiner einhängen will und noch nicht genau weiß, ob man nicht später noch etwas Leine nachgeben oder das Seil verkürzen möchte.



Der Handschellenknoten
Man beginnt wie beim Mastwurf, legt die beiden Schlaufen übereinander und zieht dann wie im 3. Bild jede der beiden Schlaufen noch durch die jeweils andere.
Durch Zug an den beiden freien Enden werden die beiden Schlaufen im rechten Bild gleichmäßig zugezogen.

Der Handschellenknoten ist als Ersatz für echte Handschellen halbwegs geeignet. Man neigt allerdings zu zu festem Zuziehen und den damit verbundenen Durchblutungsproblemen. Er lässt sich auch nicht fixieren, weiteres Zerren an den beiden Seilenden führt zu noch engeren Handschlaufen. Hier sollte man lieber Geld für echte Eisenwaren ausgeben.



Der Schleifknoten
Der beste Knoten für schnelle Fixierung, ist einfach geknüpft und hält zuverlässig.
Durch ziehen am freien Seilende löst er sich auch unter Belastung und ermöglicht so eine schnelle Befreiung.

Hier ist allerdings die Gefahr besonders groß, dass sich der gefesselte selbst befreit, indem er auch möglicherweise unbeabsichtigt am Seilende zerrt, man sollte also darauf achten, dass die Hände nicht zu nahe an den Knoten rankommen können.

Im rechten Bild wurde eine Windung zuwenig geknüpft, hier besteht die Gefahr, das sich der Knoten unter Belastung löst!



Die Schleife

Sehr geeignet zum Schuhe binden, für festliche Anlässe und zum Verpacken von Geschenken jeglicher Art.




Der Windsor Knoten

Der Windsor-Knoten wird im Klamottenfetisch-Bereich verwendet. Wer behauptet, Bondage sei kompliziert, soll sich mal vor Augen halten, was der gutaussehende Banklehrling sich jeden Tag antun muss Smilie



Eisenwaren
Bei aller Liebe zum Seil sollte man auch Alternativen erwähnen, Handschellen und Ketten sind einfach in der Handhabung, wesentlich ausbruchsicherer und bei richtiger Handhabung ist die Gefahr des Einschnürens deutlich geringer.

Insbesondere bei längerer Anwendung sind diese Vorteile nicht zu unterschätzen. Man sollte allerdings auch immer wissen, wo der Schlüssel liegt.




[*] Die Bezeichnung der Knoten ist die im Bergsport verwendete, Seefahrer und Pfadfinder nennen die Knoten möglicherweise anders. Hauptsache es hält.
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BeitragVerfasst am: 01.07.2007, 19:34    Titel: Anzeige

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