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Anmeldungsdatum: 10.06.2004
Beiträge: 405
Wohnort: Bergkamen |
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Verfasst am: 13.08.2005, 11:14 Titel: Das Arathibecken in Deutsch |
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Seine Arme reibend versuchte Ham, dem kalten Hauch der Abendluft zu trotzen, der über das Land zog und ihn frösteln machte. Seine priesterlichen Gewänder waren zwar warm genug für die Kathedrale von Stormwind, aber auf den schlammigen Hängen dieses lichtverlassenen Talbeckens wünschte er sich im Moment lieber eine schöne dicke Wollrobe und vielleicht ein paar weiche Fäustlinge für seine eiskalten Hände. Doch Vorräte wie Wolle kamen in der Regel nur in den wirklich frostigen Gegenden zum Einsatz an der Front und wurden nicht an Orten verschwendet, die bloß kühl waren, so wie das Arathibecken nach Sonnenuntergang. Wenigstens gelang es Hams goldenem Wappenrock, ein wenig seiner Körperwärme einzufangen und zu bewahren.
Er lehnte sich vorsichtig an den Flaggenmast und blickte zurück zur Schmiede. Er konnte schwach die Umrisse der Männer ausmachen, die im Inneren der Schmiede bei gerade genug Licht arbeiteten, um nicht zu viel über ihre Anwesenheit hier zu verraten. Ham selbst war jedoch nicht für schwere Arbeit geschaffen, weswegen ihn der Rest des Trupps „gebeten“ hatte, sich nützlich zu machen und Ausschau nach den Entweihten zu halten. Wütend blickte er zurück zu den eingestaubten, rußbedeckten Fenstern der Schmiede. Er wäre jetzt viel, viel lieber in der warmen Schmiede und nicht mehr hier draußen im garstigen Wind; am liebsten wäre er weit, weit weg von dieser Kälte und der ständigen Angst.
Plötzlich nahm er einen fauligen Gestank wahr, der ihm beinahe den Magen umdrehte. Ham wirbelte auf der Stelle herum, direkt in einen Streitkolben, der zielsicher auf seinen Solarplexus niederkrachte und ihm den Atem nahm. Der zweite Streitkolben schlug gegen seinen Kopf und fügte dem Priester eine klaffende Platzwunde bei. Vor sich sah Ham ein paar glühender Augen, die sich zu Schlitzen zusammenzogen als sich die gräßliche Fratze seines Angreifers zu einem entstellten Grinsen verzog. Der Priester versuchte verzweifelt, sich die heiligen Worte ins Gedächtnis zu rufen, die ihm schon so oft das Leben gerettet hatten, doch gerade als er mit seinem Stoßgebet begann, wurde ihm ein stacheliger Schild in die Seite gerammt. Ham wurde von den Füßen gehoben und landete einige Meter weiter im Schlamm. Seine beiden Angreifer näherten sich ihrer Beute mit stiller Entschlossenheit, ihre Waffen zum Gnadenstoß erhoben. Schlammbedeckt auf allen vieren rückwärts kriechend, durchgefroren und von Panik erfüllt griff Ham zu seiner letzten ihm bleibenden Hoffnung: Er warf seinen Kopf zurück und entließ seiner Kehle einen Mark erschütternden Schrei, der selbst die tapfersten Kämpfer in die Flucht schlagen konnte.
Als Ham der Atem ausging, lachte der Verlassene Untote mit den Streitkolben trocken. "Was für ein wunderschöner Schrei... kann ich noch einen hören?" Ham schloss die Augen zu einem stillen, seinem letzten Gebet.
***
"Entweihte, Hauptmann. Sie haben Ham erwischt." Draig blickte vorsichtig durch eines der eingestaubten Fenster nach draußen, während seine schwieligen Hände fast wie von selbst das schwere Gewehr auf seinem Schoß feuerbereit machten.
Hauptmann Toban wandte sich von den Schmieden ab und stellte sich neben den zwergischen Jäger. Im immer schneller herannahenden Dunkel der Nacht hatte er Mühe, genau zu erkennen, was bei der Flagge vor sich ging. Insgeheim war er dankbar dafür. Er konnte wage erkennen, dass sich zwei Untote über etwas gebeugt hatten, das im Schlamm vor der Flagge lag, und dann begonnen, mit ihren knochigen Klauen das stolze Banner der Allianz herunterzureißen. Toban konnte seinen Zorn nur mühsam im Zaum halten. Derartig dreister Vandalismus direkt vor den Augen seiner Männer zeugte entweder von unglaublicher Dummheit oder erschreckender Arroganz. Da sie mit Leichtigkeit seinen Wachposten aus dem Weg geräumt hatten, zweifelte Toban daran, dass die beiden scheußlichen Kreaturen Narren waren.
Er legte dem Zwerg seine Hand auf die Schulter, und der Zwerg antwortete mit einem leichten Nicken. Zuversichtlich, dass die Verteidigung des Haupteingangs gesichert war, widmete sich Toban nun den Vorbereitungen hinter der Schmiede. Seine Männer luden bereits die ersten Kisten auf den Wagen. Toban wusste, dass in diesen Kisten Waffen, Rüstungen und sonstige Güter wie zum Beispiel Nägel und Hufeisen verpackt waren, die an der Front bitter benötigt wurden. Die Allianz kämpfte an mehreren Fronten gegen die Horde, und regelmäßiger Nachschub war dringend notwendig, damit die Linien nicht zusammenbrachen. Der Bund von Arathor hatte die Aufgabe, diese Vorräte sicher an die Männer und Frauen zu liefern, die im Dienste der Allianz Tag für Tag ihr Leben aufs Spiel setzten, und Toban war stolz, Teil dieses Bündnisses zu sein.
Als er seinen Zweihänder zog, rief sich Toban ins Gedächtnis, wer ihr Feind war. Auch die Untoten waren hinter den wertvollen Rohstoffen des Arathibeckens her, um ihre unersättliche Kriegsmaschine zu füttern. Der Dienst, den Toban und seine Männer hier verrichteten, stärkte gleichzeitig ihre eigenen Streitkräfte und schwächte den Gegner... allerdings nur, solange sie ihre Stellung halten konnten. "Seid wachsam." Er ließ seinen Blick durch die abgedunkelte Schmiede wandern. Seine Männer hörten auf, den Wagen zu beladen, und griffen zu ihren Waffen. Es wurden keine Worte gewechselt, bis auf das Gebet, das Toban für das Licht sprach. Als die letzte Silbe verklang, standen alle Kämpfer des Bundes etwas aufrechter, hoffnungsvoller da, so als wäre eine Last von ihren Schultern genommen worden. Das Licht war mit ihnen; sie würden ihrem Anführer selbst bis ins Herz der tiefsten Finsternis folgen.
Ein fremdes Geräusch erregte Tobans Aufmerksamkeit. Es klang so, als würde etwas gegen den Holzboden kratzen, und tatsächlich: Als er sich zum Hintereingang umdrehte, sah er, wie die Falle, die Draig am Hintereingang aufgestellt hatte, Frostöl über den Boden verteilte. Unter den Füßen des Eindringlings bildete sich eine kalte, rutschige Eisschicht. Die Füße der Kreatur verloren ihren Halt, und Toban hörte den allzu vertrauten Klang der Gossensprache der Untoten.
"FÜR DAS LICHT!" Der Paladin stürzte sich mit einem ohrenbetäubenden Kampfschrei mitten in die Angreifer. Der Klang der Waffen erfüllte die Schmiede, und der stechende Geruch nach Schießpulver wurde mit jedem Schuss aus Draigs Gewehr stärker. Sowohl das Zeichen Arathors als auch der grinsende Totenschädel der Entweihten wurden mit Blut überzogen, während die Kämpfer ihre Waffen sprechen ließen. Ein grimmiges Lächeln spielte auf Tobans Zügen, während er der Kreatur zu seinen Füßen einen unerbittlichen Schlag nach dem anderen versetzte. Seine Gebete waren erhört worden, und jeder Angriff seines Feindes wurde durch die Macht des Lichts abgelenkt.
Langsam aber sicher trieben sie die Angreifer zurück. Als sie sich der Tür näherten, erklang das erschreckte Wiehern eines Pferdes. Draig sprang von seiner Schussposition und huschte behände zwischen den Beinen der Kämpfer hindurch. Jenseits des Kampfgeschehens sah er eines der Pferde, das tot auf dem Boden zusammengebrochen war. Das andere wurde von einem der Untoten angegriffen. Draig nahm zwei Finger in den Mund und pfiff so laut er konnte. Der Untote wandte sich überrascht und leicht irritiert dem Zwerg zu, der ihm mit einem genüsslichen Lächeln zuzwinkerte. Mit einem gutturalen Knurren ließ der Untote von seinem Ziel ab und näherte sich dem Zwerg, zwei ölig schimmernde Dolche in seinen Händen. Wie aus dem Nichts schossen plötzlich zwei gewaltige, klauenbewehrte Beine aus der Dunkelheit und stießen den Entweihten zu Boden. Der wütende Ebenenschreiter trampelte und hackte so lange nach dem Feind zu seinen Füßen, bis für seinen Herren keine Gefahr mehr bestand.
Die Entweihten sahen, dass sie diesen Kampf nicht mehr gewinnen konnten. Nach einem letzten halbherzigen Versuch, doch noch die Schmiede zu erstürmen, zogen sie sich Hals über Kopf zurück und verschwanden in den Büschen rund um den Hügel, auf dem die Schmiede errichtet war.
"Die werden zurückkommen." Sagte Draig, während er seinen treuen Begleiter unter seinem Schnabel kraulte.
Toban nickte, sichtlich erschöpft. "Daran besteht kein Zweifel. Doch vorerst..." sagte er, und ging mit einem leichten Humpeln zum Flaggenmast. "Vorerst gehört die Schmiede uns."
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Das Arathibecken im Arathihochland ist ein dynamisches und spannendes Schlachtfeld. Das Talbecken selbst verfügt über wertvolle Rohstoffe, um die die Allianz und die Horde erbitterte Schlachten austragen. Die Verlassenen Entweihten und der Bund von Arathor sind im Talbecken, um die Rohstoffe des Talbeckens für ihre Seite zu sichern und ihrem Gegner eine empfindliche Niederlage beizubringen.
Konzept
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Zwei Teams von bis zu 15 Spielern versuchen, fünf Rohstoffknoten im Arathibecken zu erobern und zu kontrollieren.
Jeder eingenommene Knoten generiert Rohstoffe für das kontrollierende Team. Je mehr Knoten ein Team kontrolliert, desto schneller werden Rohstoffe generiert. Das Team, das als erstes 2000 Rohstoffpunkte sammelt, gewinnt.
Sowohl das siegreiche als auch das unterlegene Team erhalten nach einer Schlacht im Arathibecken Ehre, denn die gesammelten Rohstoffe werden direkt in einen Ehrenbonus für die Charaktere umgewandelt. Auch wenn ein Team nicht gewinnt, erhält es immer noch Ehre.
Durch Kämpfe im Arathibecken verbessern Charaktere ihren Ruf bei den Entweihten oder dem Bund von Arathor, wodurch sie Zugang zu einer Reihe mächtiger Belohnungen erhalten.
Genau wie die Warsongschlucht ist das Arathibecken in Stufengruppen unterteilt: Stufe 21-30, 31-40, 41-50 und 51-60.
Eingänge des Schlachtfeldes
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Die zwei Eingänge des Arathibeckens befinden sich im Arathihochland. Der Eingang für Charaktere der Allianz befindet sich innerhalb der Zuflucht, während die Horde ein kleines Stück nördlich von Hammerfall das Arathibecken betreten kann.
An den Eingängen gibt es einige Wachen und jeweils einen Questgeber und einen Händler-NSC, der die verschiedenen Belohnungen des Arathibeckens verkauft. Auch wenn der Ruf ihres Charakters noch nicht hoch genug ist können Spieler die Belohnungen sehen, die sie noch nicht kaufen können, um schon einmal ihren Appetit anzuregen.
Trollbanes Halle und die entweihte Feste
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Sobald der Charakter das Arathibecken betritt, beginnt der Countdown zum Start der Schlacht. Allianzler beginnen die Schlacht in Trollbanes Halle, die sich im Nordwesten des Talbeckens befindet. Hordler beginnen im Südosten, in der entweihten Feste.
Direkt außerhalb Trollbanes Halle und der entweihten Feste befinden sich ein Friedhof und drei Straßen, die tiefer in das Talbecken hineinführen. Eine Straße führt entlang des westlichen Randes der Karte, und eine andere Straße verläuft entlang des östlichen Randes. Die dritte Straße führt mitten durch das Talbecken. Entlang dieser Straßen befinden sich die fünf Rohstoffknoten, die es zu kontrollieren gilt.
Kontrolle über die fünf Rohstoffknoten
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Das Team, das als erstes 2000 Rohstoffpunkte sammelt, gewinnt.
Sobald einer der Rohstoffknoten eingenommen wurde, strömen langsam Rohstoffe auf das Konto der eigenen Seite. Wenn mehr Rohstoffknoten eingenommen werden, steigt die Anzahl der eingenommenen Rohstoffe exponentiell an.
Die fünf Stellungen, die eingenommen werden können, sind die Schmiede im Herzen des Talbeckens, die Ställe in der Nähe der Allianzbasis, die Farm in der Nähe der Basis der Horde, die Goldmine im Nordosten und das Sägewerk im Südwesten.
Bei jedem Knoten steht zu Anfang eine neutrale Flagge. Wenn die Flagge geklickt wird, wird dem ganzen Schlachtfeld mitgeteilt, dass einer der Knoten eingenommen wurde. Wenige Sekunden später ersetzt die eigene Flagge die neutrale Flagge, und nach ein paar Minuten beginnen die Rohstoffe zu fließen.
Bereits eingenommene Knoten können vom gegnerischen Team erobert werden. Doch mit insgesamt fünf Knoten kann es ziemlich schwierig sein, alle Knoten gleichzeitig zu kontrollieren. Letztenendes genügt es, mehr Knoten zu kontrollieren als das gegnerische Team, um den Sieg davonzutragen.
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Die Schlacht um das Arathibecken hat begonnen! Horde und Allianz benötigen die Rohstoffe dieses Schlachtfeldes, und nun liegt es an euch, für eure Seite den Sieg davonzutragen. Zermalmt eure Gegner zu Staub und zeigt keine Gnade – euch erwartet eine epische Schlacht im Herzen von Azeroth!
mfg zitter _________________

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