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Politik- Thread über Politik, Politiken und PolitkerInnen
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harald
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BeitragVerfasst am: 30.09.2009, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Haider gibt (endlich) auf. Die Konkurrenz hätte sich sonst sehr gefreut. Die Frage ist: Geht der Stöger nun zurück nach OÖ?

http://orf.at/090930-43140/43141txt_story.html
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--Harald
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BeitragVerfasst am: 30.09.2009, 18:35    Titel: Anzeige

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dejost
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BeitragVerfasst am: 03.10.2009, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Häupl hat im heutigen Österreich einen Integrations- Staatssekretär/Minister gefordert.

Eine langjährige Forderung der Grünen, und etwas, was man meiner Meinung nach vor 20 Jahren gebraucht hätte, heutzutage braucht es da schon etwas Originelleres. Außer den Grünen waren alle dagegen - inklusive Werner Faymann der iSd Koalitionsfrieden Häupl zurückgepfiffen hat.

Der von den Grünen vorgeschlagene Amtsinhaber, Küberl, will übrigens lieber Caritas- Direktor bleiben.

Manche sehen in dem übrigens nur eine Taktik zwecks Profilschärfung für die Wienwahl, weil wenn die SPÖ auch noch den Wiener Bürgermeister verliert, dann schaffen sie mehr als 25% bundesweit auf mehrere Jahre nicht. Meine Vermutung wäre im Übrigen, wenn die SPÖ in Wien und Steiermark den Lhptm abgeben muss, dann wählen wir 4 - 10 Monate später den NR auch gleich neu.

So, jetzt aber was Erheiterndes:

Zitat:
"Herr Strache klaubt auf seinen Discotouren offenbar Jugendliche auf, um sie dann als Söldner ausbilden zu lassen. Das muss jetzt restlos aufgeklärt werden", hatte Kaltenegger in einem Interview mit "Österreich" vermutet.

Worauf HC durch seinen Anwalt, FPÖ-Abgeordneten Johannes Hübner Klage einbringen lässt.
Zitat:
"Inhalt und Ton dieses Interviews ist generell untergriffig, aggressiv und unsachlich."

Ich hoffe, da kommen noch irgendwelche rechtlichen Argumente in der Klageschrift auch, weil diese Aussage trifft auf die meisten Äußerungen über politischer Gegner fast aller Parteisekretariate zu.
Das hat auch Kaltenegger erkannt:
Zitat:
"Diese Klagen sollen verunsichern. Aber ich nehme es in Kauf, dass Strache nicht Manns genug ist und sich hinter Anwälten verstecken muss."

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Der Alchemist
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BeitragVerfasst am: 04.10.2009, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

F(aymann) gegen F(lecker)

http://steiermark.orf.at/stories/394163/

Zitat:
Für Faymann, der davon ausgeht, die Partei in die nächste Nationalratswahl zu führen, gewinnt die SPÖ mit positiv agierenden Personen, "aber nicht mit Leuten wie einem Herrn Flecker, der seinen Frust abreagiert. Wir sind keine Selbsthilfegruppe."

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Knowledge is power, but only wisdom is liberty.

Liegt ein Auge auf dem Tresen, ist ein Zombie da gewesen.
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dejost
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Beiträge: 4517
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BeitragVerfasst am: 05.10.2009, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Vor geraumer Zeit wollte Bildungsministerin Schmied, ehemals bei der Kommunalkredit, die zweitgrößte Bildungsreform aller Zeiten machen.

Sie hätte daraus bestanden, dass die Lehrer hinkünftig 2 Stunden mehr unterrichten sollten (ich vermute, es war etwas mehr durchdacht, zB welche Lehrer, welche Fächer etc aber das war, was kommuniziert wurde).
Wie gesagt, außer der versuchsweisen, länderweisen Einführung einzelner Neuer Mittelschulen gab es seit den 1960ern keine größere Schulreform. Jemals.

Wie dem auch sei, die Lehrergewerkschaft war dagegen.
Erstens mal aus Prinzip, zweitens aus Prinzip und drittens, weil sie verständlicherweise nicht für dasselbe Geld mehr arbeiten wollten.

Auch die ÖVP war dagegen. Wieso, kann ich mich jetzt nicht erinnern, vermutlich aus ähnlichen Gründen wie die Gewerkschaft.

Nun jedoch nicht mehr:

http://derstandard.at/1254310559481/OeVP-nun-auch-fuer-hoehere-Lehrverpflichtung

Zitat:
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) sagt der Ministerin nun die Unterstützung des Koalitionspartners zu. "Wenn ein neues Dienstrecht kommt für die neu Eintretenden, wird es, was die Anwesenheits- und die Lehrverpflichtung betrifft, Änderungen geben müssen"
Zitat:
In diesem Punkt gebe es Handlungsbedarf, "das bestätigt jeder neue OECD-Bericht". Einmal mehr forderte Lopatka in diesem Zusammenhang eine Vereinheitlichung des Beamtendienstrechts auf Bundes- und Länderebene. Außerdem drohte der Finanzstaatssekretär den Ländern, die ihr Beamtenpensionsrecht nicht an jenes des Bundes angleichen, neuerlich mit Sanktionszahlungen im nächsten Finanzausgleich.
Ist Lopatka aus der ÖVP ausgetreten, als ich nicht aufgepasst habe. Hört er doch glatt auf die OECD und will auch noch den Ländern Kompetenzen wegnehmen.

Das Einstiegsgehalt soll höher werden, daher sind die 2h mehr auch ok. Und die Länder finden die Idee sogar gut! Auch sonst komme ich aus dem Staunen nicht heraus: In Absprache will die Regierung in der Tat so manches umsetzen, was sich durchaus sinnvoll anhört.
Zitat:
Bis Ende Dezember soll außerdem eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Wissenschaftsminister Johannes Hahn (OVP) Vorschläge für eine Ausbildungsreform für den Lehrberuf vorlegen. Darin sollen auch generelle Aufnahmeverfahren für die Studienwerber verankert werden, die aber nicht aus punktuellen Tests bestehen dürften. Gleichzeitig wünscht sich Schmied berufsbegleitende Angebote für Quereinsteiger in den Lehrberuf. Die neue Ausbildung soll noch in dieser Legislaturperiode starten.
Zitat:
So sollen etwa Direktoren an den Schulen für Fortbildung und Personalentwicklung verantwortlich sein. Um Direktor zu werden, müsse aber wiederum ein Master-Lehrgang "Management" absolviert werden. Hier komme die Qualifikation vor der Funktion.


Wahnsinn.
Aber keine Angst, durch Arbeitsgruppen, Ausschüsse, Vorbesprechungen, Änderunganträge oder was auch immer wird diese Reform sicherlich noch entschärft. Da könnt ja sonst jeder kommen. Das haben wir ja noch nie so gemacht.
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BeitragVerfasst am: 17.10.2009, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1254311686632/Kommentar-der-anderen-Wider-die-Angst-der-Politik-vor-den-Aengsten-der-Waehler

Wolfgang Müller-Funk "Kulturphilosoph und Essayist" schreibt im Standard, und ein paar der Sachen die er schreibt, müssen einfach hierher.

Zitat:
Die radikale Rechte in diesem Land benötigt auf perverse Weise die Fremden, um die dadurch geschürte Angst auf ihre politischen Mühlen zu leiten. Und es gibt politische Grüppchen, die wiederum diese Rechte brauchen, um zu wissen, wer sie sind.

Zitat:
Wie anders lässt es sich sonst erklären, dass die Wiener Sozialdemokratie die positiven Seiten ihrer "Ausländerpolitik" vor ihrer Wahlklientel eilfertig versteckt - etwa Mediation in einschlägigen Bezirken mit hohem "Ausländer"anteil oder eine Zeitung für Menschen mit Migrationshintergrund? Warum verschweigt die allgemeine Rhetorik, dass es sich bei vielen dieser Menschen um österreichische Staatsbürger handelt, denen ebenso wie jenen mit österreichischer Herkunftsgeschichte Bürgerrechte und staatliche Unterstützung zustehen?


Zitat:
Der Umgang mit dieser politischen Herausforderung stellt auch eine Nagelprobe für die Qualität einer Zivilgesellschaft dar, und da schneiden wir international, genauso wie in anderen Bereichen, höchst mittelprächtig ab. Die Regierungsparteien, voran die Sozialdemokratie, verspielen aus Angst vor den Ängstlichen eines der kostbarsten Güter der Politik: Glaubwürdigkeit. Der Populismus und das Schielen auf Umfragen unterminieren nicht nur im Hinblick auf die "Ausländerpolitik" die Würde des Politischen: Ideen, Programme, Wertsetzungen.
Zitat:
Das kurzsichtige Kalkül, populistische Parteien rechts zu überholen, verfängt nicht. Das mussten schon Erich Haider und Gabi Burgstaller bei ihren Wahlkämpfen erfahren. Entgegen eilfertiger Medienkommentare macht es nur jene stärker, die von der Panik der "Bodenständigen" profitieren wollen. Demgegenüber hat der bürgerlich-konservative Landeshauptmann in Vorarlberg, der sich im Wahlkampf von den schamlosen antisemitischen Ausritten eines Mitbewerbers distanzierte, die Wahlen deutlich gewonnen.
Zitat:

Nur die effiziente Einbeziehung auch schwierigerer Migrantengruppen kann diese Angst besänftigen. Xenophobie vermag das eben gerade nicht.

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BeitragVerfasst am: 20.10.2009, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso der Wiener Wahltermin jetzt doch so spät wie möglich ist, ist zwar offensichtlichl. Aber wenn ich vom Standard kopiere, erspare ich mir, das selbst auszuformulieren:
http://derstandard.at/1254311842390/Wiener-Wahltermin-Haeupl-uebt-Gelassenheit

Zitat:
Lieber die absolute Macht so lang wie möglich auskosten, statt sich vorzeitig aufzuregen.
Zitat:
Die Überlegung ist klar: Viele "Goodies", welche die Wiener SPÖ gerade eingeführt hat - Gratiskindergarten, Ordnungskräfte in der U-Bahn, Streitschlichter im Gemeindebau - werden die Wiener wohl erst allmählich wahrnehmen. Und vielleicht gibt es ja eine Mini-Chance, dass die Wirtschaft sich bis dahin ein bisschen erholt hat und zumindest die allgemeine Stimmung in Stadt und Land besser wird.


Folgende Bedenken sieht die Standard-Schreiberin:
Zitat:
Allerdings gibt es das Risiko, dass sich die FPÖ innerhalb eines Jahres noch mehr hochschraubt und ihre Anti-Ausländer-Kampagne an Momentum gewinnt. Möglich ist auch, dass andere Bundesländer vor Wien wählen - und der SPÖ herbe Verluste bescheren. Dann wäre das Kalkül des Wiener Bürgermeisters, möglichst viel Abstand zwischen sich und die letzten verlorenen Wahlen zu bringen, zunichte.

Da hat sie zwar durchaus recht, aber im Hinblick auf Minimierung der Risiken ist die Vorgehensweise doch schlau: Das Risiko bei einer baldigen Wahl ist offensichtlich vergleichsweise hoch. Das Risiko bei einer ferneren Wahl mag zwar nicht auf jeden Fall niedriger sein, jedoch dass es noch höher steigt ist dann doch schon unwahrscheinlich.
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BeitragVerfasst am: 31.10.2009, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hahn geht also nach Brüssel.

Für seine Nachfolge werden zwar verschiedene Namen genannt, aber wer es wird, ist unklar. Die Rektoren haben schon allen abgewunken - ob das für den Posten eines Rektors oder nur gegen den Posten des BMin für Wiss in dieser Situation spricht, sie dahingestellt.
Wer ihm in Wien als ÖVP Chef nachfolgt, ist ebenso unklar, er selbst hat immerhin schon gelernt, dass er es nicht wird.
Immerhin gibt es jetzt nach einiger Zeit Notfallsgeld für die Unis, was zwar natürlich gut ist, aber es ist halt arg, dass die Probleme schon lange bestehen, und dass sie nicht öffentlichkeitswirksam von ÖH und Rektoren angesprochen wurden, aber nach einer medienwirksamen Aktion - eben der Hörsaalbesetzung - dreht der scheidende Minister am Geldhahn (pun intended).

Bandion- Ortner trifft einen (!) von KHGs Rechtsanwälten ganz zufällig im Kaffeehaus und teilt auf dessen Beschwerde hin einer ebenso zufälligen StAin mit, zum Anwalt nicht mehr so abweisend zu sein. Selbst ist sie aber ablehnend.
Wie Poster beim Standard anmerken ist das Treffen - Zufälligkeit hin oder her - genau zwischen der Redaktion von Österreich und der APA, es war also irgendwie - zumindest für den Rechtsanwalt - zu erwarten, dass das jemand sieht.
KHG klagt selbst dafür gleich mal alle, die was gegen ihn sagen, und Christoph & Lollo haben ein Lied rausgebracht, wo es um ihn geht.
Und Fiona soll zu Charity- Veranstaltungen nur mehr alleine gehen.

Beim Magistrat wird nach der Diagnose gefragt, aber nur wegen der arbeitgeberischen Fürsorgeverpflichtung, und der Bürgermeisters ist eh gegen Owezahrer.

Fekter spricht sich gegen eine Landespolizei aus (wie unföderal von ihr).

Anneliese Rohrer berichtet, Ernst Strasser, trotz zigtausend Vorzugsstimmen für Karas Fraktionsführer der ÖVP im EU-Parlament, habe sie (vor längerer Zeit) "in ihrer Existenz" bedroht, woran sich Strasser jedoch, als Rohrer ihn in einem späteren Artikel ziemlich angestiegen ist, nicht mehr erinnern konnte: „Wir haben uns doch immer so gut verstanden..."

Lugner und Wabl wollen mal wieder für den BPräs kandidieren, während HeiFi selbst noch hinter dem Berg hält, ob er nochmals antritt.

Und dann gibt es noch diese Jugendstudie
http://derstandard.at/1256743729953/Jugendstudie-Lauter-fade-Politiker---und-H-C-Strache

Zitat:
H.-C. Strache ist cool. Attraktiv. Jugendlich, vital und frisch. Er wird als Sunnyboy wahrgenommen. Schaut gut aus, strahlt Abenteuerlust aus. Deshalb wählen ihn Jugendliche und Junggebliebene gerne, sagt Bernhard Heinzlmaier, der mit seiner "Trendagentur t-factory" eine groß angelegte Studie mit 1200 Befragten gemacht hat.

Der Heinzlmaier kann sich zwar irgendwie nicht sehr wissenschaftlich ausdrücken, wie man dem Artikel leicht entnehmen kann, trotzdem sind seine Ergebnisse - unpassende Sprache beiseite - schlüssig.
Zitat:
"Selbst linke Grün-Wähler gestehen ihm zu, dass er fesch ist und das attraktivste Angebot an Jungwähler hat" , sagt Heinzlmaier. Dabei habe die FPÖ - bis auf eine Ausnahme - keine Themen anzubieten. Ihr werden auch keine Kompetenzen zugebilligt. Außer im Bereich Ausländer. Und das Thema Zuwanderung und Asyl sei für jugendliche Wähler das mit Abstand interessanteste Themenfeld. Dennoch punktet die FPÖ vor allem abseits der Politik. "Wo die FPÖ auf Jugendliche trifft, geht es nicht um Politik, sondern um Lifestyle" , sagt Heinzlmaier. "Die FPÖ ist eine Partei ohne Substanz, die aber super kommuniziert."
Zitat:
Prinzipiell gelte, dass Parteien mit inhaltlichen Themen bei Jugendlichen nicht durchkommen, rationale Argumente werden nicht wahrgenommen. Es komme immer stärker auf eine jugendliche Ästhetik und eine symbolhafte Politik an. "Die Jugendlichen denken mit den Augen. Bilder sind wichtig, sie vermitteln Gefühle und Eindrücke." Junge Menschen wollen eine junge Politik, das gelte auch für Junggebliebene. Diese Jugendlichkeit könne nur die FPÖ vermitteln.

Wie ein Poster anmerkt, hat das ganze noch eine besondere Ironie:
Ein Feindbild der FPÖ - neben Ausländern und Asylanten - sind ja die Sozialschmarotzer. Im Hinblick auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die schlechte Ausbildungssituation werden aber eben gerade die, die jetzt jung sind, noch keine Ausbildung haben und noch nie gearbeitet haben am ehesten Sozialschmarotzer - und genau die wählen HC.

Des Forschers Abhilf ist, entsprechend seinen obigen Erkenntnissen, die anderen Parteien sollen nicht (peinlich) rappen oder (peinlich) in die Disco gehen, sondern (nur?) mehr auf Lebensstil, Symbolik, formale Kommunikation, Bilder setzen - kurzum noch oberflächlicher werden und die öffentliche Politdiskussion sollte noch unpolitischer werden.

Das ist natürlich alles letztlich undemokratisch, weil man sollte ja Ideen, Konzepte, Pläne für die Zukunftsgestaltung wählen - denn das ist es ja was einen direkt, nachhaltig betrifft, und nicht ob die Kanzlerattrappe einen Mahagonischrank im Wohnzimmer hat, gerne Cognac trinkt und Coelho liest.
Das Problem ist nur, es wird sich so abspielen.
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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

orf.at hat folgendes geschrieben:
Kanzler Faymann betonte am Mittwoch, nun doch keine neuen Zugangsregeln zu wollen, sondern dass bestehende Bestimmungen angewendet werden sollen. Fachhochschulen mit ihren Aufnahmetests seien kein Vorbild, so Faymann, der am Vortag das Gegenteil gemeint hatte. Gleichzeitig verwies er aber auf den "Notfallparagrafen" im Unigesetz, mit dem die Unis mit Beschränkungen auf zu viele "Numerus-clausus-Flüchtlinge" aus Deutschland reagieren sollen.


Das einzige was die SPÖ nach dieser Demonstration ihrer inneren Zerissenheit noch rettet ist einerseits der Umstand, dass so bald nicht gewählt wird und andrerseits dass Unipolitik eh nur sehr wenige Medien und noch weniger Leute interessiert.
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BeitragVerfasst am: 07.11.2009, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1256744263159/Uni-Debatte-Apparatschiks-im-Herzen

Zitat:
Sie baden in der Menge. Im Arbeitsmantel inspizieren sie Werkshallen, im Steirerjanker dirigieren sie Blaskapellen, in Gummistiefeln waten sie durchs Hochwasser. Hände werden geschüttelt, Bierfässer angestochen, Omas gedrückt, bis diese mit feuchten Augen schwärmen: "Jö, der Herr Minister versteht unsere Sorgen halt!"
Zitat:
Soweit das Selbstbild jener Politiker, die "Bürgernähe" für die höchste aller Tugenden halten. Selten wurde diese Lebenslüge so eindrucksvoll entlarvt wie in den vergangenen Wochen.

Anlassfall, die Unibesetzungen.
Zitat:
Ein derart lebhaftes Volk behagt dessen Vertretern nicht. Verunsichert, nervös und ängstlich reagieren die Regierenden, retten sich in Ausflüchte, verteilen Placebos. Nur das Naheliegende kommt ihnen nicht in den Sinn: Mit den Studenten einfach einmal zu sprechen.
Zitat:
Tagelang fiel Johannes Hahn nur ein, mit wem er nicht reden wolle. In knapp drei Wochen lässt sich Herr Kommissar in spe nun zu einem "Dialog" herab. Hinauszögern bis nach seinem Abflug nach Brüssel konnte er den Termin dann doch nicht.

Verklemmt zeigt sich auch der Kanzler. Werner Faymann achtet sogar bei der Urlaubsplanung darauf, nicht abgehoben zu wirken, aber auf ein Bier mit ein paar Studenten im Audimax schafft er es nicht. Da könnte am Ende ja sogar der eine oder andere Pfiff ertönen - und von der Kronen Zeitung wiedergegeben werden.
Zitat:
Statt sich mit (politisch) schmuddeligen Hörsaalbesetzern herumzuschlagen, wählt Josef Pröll seinen Quotenjugendlichen via Internet lieber selbst aus, um ihn als "Superpraktikant" mit auf Tour zu nehmen.


Zitat:
Jene hingegen, die sich außerhalb der alten Umlaufbahnen [Ochsentour, Kaderschmieden, Vorfeldorganisationen, Kammern, Gewerkschaften] bewegen, haben viele Politiker auch im 21. Jahrhundert nicht auf dem Radar. Dort entstehen immer größere Lebenswelten, von denen sie wenig verstehen. Zu Studenten und anderen jungen Menschen ist der Kontakt fast schon abgerissen. Lobbys in den Parteien haben diese keine.
Die blinden Flecken spiegeln sich in der Politik wider.



Noch ein paar Worte zum Superpraktikant:
http://derstandard.at/1256743961039/Generation-Superpraktikant
Zitat:
Zuerst zum Jägerball in die Hofburg, dann zum Nachtslalom nach Schladming und zum Drüberstreuen ein Besuch im Ministerrat. Und das mit ihm: Josef Pröll. Die ÖVP hat ihre Jugendkampagne präsentiert, sie sucht den "Superpraktikanten", der all die schönen Dinge mit dem Parteichef unternehmen darf. Bezahlung gibt's keine, versteht sich - zumindest nicht direkt. Als Belohnung winkt ein Urlaub in Vorarlberg.

Hm, da gibt es das Schlagwort "Generation Praktikum", hohe Jugendarbeitslosigkeit und mit der Bildung haut es auch nicht so ganz hin. Aber die "jugendliche" Aktion der ÖVP ist das Ausschreiben eines Superpraktikant.
Zitat:
Denn [die Praktikanten] kämpfen seit Jahren gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse, gegen Ausbeutung am Arbeitsmarkt und gegen unzureichende sozialrechtliche Absicherungen.
Von der ÖVP scheint es hingegen keien Unterstützung zu geben.

(PS: Wenn man eine Stellenausschreibung ohne sachliche Begründung (zB Mitarbeiterin in einem Frauenhaus) nicht geschlechtsneutral ausschreibt, gibt es dafür eine Geldstrafe. Ich bin mir sicher, das zugehörige Gesetz wurde mit den Stimmen der ÖVP beschlossen).)
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BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Österreich wird als einziges Land der 15 EU-Staaten, die gemeinsam ein CO2-Reduktionsziel unter dem Kyoto-Protokoll vereinbart haben, seine Vorgaben nicht schaffen.

Zitat:
Die jüngsten Abschätzungen zeigen für die EU-15 sogar eine Mehreinsparung als vorgesehen: Statt die angepeilten acht Prozent schaffen die Länder gemeinsam sogar 13 Prozent.


Wie da schon steht, das Ganze beruht gegenwärtig auf Schätzungen, es kann also natürlich sein, dass Österreich besonders konservativ geschätzt hat. Trotz allem, obwohl Umweltschutz in allen Parteiprogrammen steht, sich wohl jede Partei dazu bekennt, trotz Lippenbekenntnisse noch und nöcher und sogar trotz Wirtschaftskrise schafft es Österreich als einziges Land nicht, die Kyotovorgaben einzuhalten.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1262209055329/Parteienfinanzierung-Koalition-schuetzt-Parteikassen

Die ganze Hypo-Sache ist nicht so super, aber als gelernte Östelleichel wissen wir, dass da niemals nix rauskommen wird. Jemals.

Und bei der intransparenten Parteienförderung sowieso nicht. Da könnte ja sonst ein jeder kommen. Das haben wir ja noch nie so gemacht.

Zitat:
Heftig bestrittene Vorwürfe über Parteienfinanzierung rund um den Verkauf der Kärntner Hypo an die BayernLB haben eine neue Diskussion über Zuwendungen an die politischen Gruppen ausgelöst. Die derzeitige Rechtslage biete wenig Kontrolle und keine Sanktionen bei Verstößen, erklärte Experte Hubert Sickinger am Donnerstag. ÖVP und SPÖ erteilten den Forderungen nach einer strengeren Kontrolle der Geldflüsse prompt eine klare Absage.
Zitat:
Sickinger sprach sich für eine echte Offenlegung von Spenden, Kontrolle von unabhängiger Seite und empfindliche Geldbußen bei falschen Angaben aus. Das geltende Recht sieht für Parteispenden neben dem wenig aussagekräftigen Rechenschaftsbericht auch eine Liste mit einem Teil der Großspenden über 7260 Euro vor, die dem Rechnungshofpräsidenten gemeldet wird.

Dieser übt dabei aber keine Kontrolle aus, er bekommt als Treuhänder die Liste überreicht, um sie unter Verschluss zu halten. Er darf dieses "Privatwissen" auch nicht verwenden, sondern nur auf Aufforderung einer Partei zum Beispiel bestätigen, dass eine Spende aufgelistet ist, so Sickinger. Er plädiert deshalb für die Offenlegung von Großspenden - und zwar nicht nur direkt an Parteien, sondern auch an einzelne Politiker, Vorfeldorganisationen oder Parlamentsklubs. Eine Nichtveröffentlichung sollte "ein Mehrfaches" an Strafe kosten. Zur Überprüfung sollte eine unabhängige Kontrollinstanz errichtet werden.
Außerdem sollen die Parteien auch ein Gesamtbudget erstellen müssen, um wirklich geprüft werden zu können. Es sollen zudem stichprobenartige Prüfungen möglich sein und Spenden nicht gesplittet werden dürfen.

In Deutschland müssen die Parteien Rechenschaftsberichte über ihre gesamte landesweite Organisation vorlegen. Parteispenden über 10.000 Euro werden jährlich auf der Homepage des Bundestages veröffentlicht.


Noch besser, zum selben Thema:
http://www.zeit.de/2009/35/A-Parteiengeld
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BeitragVerfasst am: 09.01.2010, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Als kleiner Vorgeschmack auf das Niveau der Politik der nächsten Zeit:

Zitat:
Eine verbale Entgleisung des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Werner Königshofer sorgt derzeit in Tirol für Aufregung. In einem Blog bezeichnete er den grünen Landtagsabgeordneten Gebi Mair als "Landtagsschwuchtel".

Zitat:
Der Attacke Königshofers vorausgegangen war eine Kritik Gebi Mairs am Chef der Freiheitlichen, Gerald Hauser.
Zitat:
Mair hatte Hauser aufgefordert, seinen Vorsitz im Finanzkontrollausschusses zurückzulegen. Als Grund dafür sah Mair, dass Hauser seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der mittlerweile in den Konkurs geschlitterten Bergbahnen St. Jakob verschwiegen habe. Die Grünen sahen darin einen Bruch des Unvereinbarkeitsgesetzes.
Zitat:
Königshofer blieb unterdessen unbeirrt. "Ich bleibe bei meinen Aussagen. Es ist eine Charakterlosigkeit, wegen nichts und wieder nichts einen politischen Mitbewerber, der schwer erkrankt und noch immer rekonvaleszent ist, auf diese Art und Weise anzugreifen."


Ein Lesetipp in diesem Zusammenhang:
http://community.zeit.de/user/locus-control/beitrag/2009/08/02/die-dummheitsvermutung

edit:
http://derstandard.at/1262209208552/Verbale-Entgleisung-FP-Nationalrat-nennt-Tiroler-Gruenen-nun-homophile-Bereicherung

Zitat:
Anstatt "Landtagsschwuchtel" will der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer den Tiroler Landtagsabgeordneten Gebi Mair künftig "eine homophile Bereicherung des Tiroler Landtages" nennen, erklärte er in einer Aussendung am Sonntag. "Um seine zarte Seele nicht weiter zu erregen", begründete er.

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BeitragVerfasst am: 14.01.2010, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Die Justiz ist überlastet.
Als Gegenmaßnahme könnten wenigstens Politiker aufhören, sich gegenseitig zu beleidigen. Oder wenn sie das schon nicht zu Wege bringen, sich wenigstens darob nicht auch noch gegenseitig zu verklagen.

Kollege Mair aus dem vorigen Post geht mit leuchtendem Beispiel voran, und gab an, den homophoben (ob er da selber ev was unterdrückt?) F-ler Königsghofer nicht verklagen zu wollen.

Strache tut das nicht:
derstandard.at hat folgendes geschrieben:
Verfahrensgegenstand war ein Interview, das Kaltenegger der Tageszeitung "Österreich" gegeben hatte. Darin ließ sich der ÖVP-Generalsekretär über eine frühere Firmen-Beteiligung Straches aus und meinte in diesem Kontext wörtlich, der FPÖ-Obmann klaube auf seinen Disco-Touren offenbar Jugendliche auf, um sie dann als Söldner ausbilden zu lassen.

Strache klagte und bekam in erster Instanz recht. Die über Kaltenegger verhängte Geldstrafe fiel mit 200 Euro eher gering aus. Zudem wurde sie ihm auf Bewährung nachgesehen.
Berufen hat er trotzdem.
Zitat:
Dessen ungeachtet verlangt der stellvertretende BZÖ-Chef Gerald Grosz den Rücktritt des "selbst ernannten Moralapostels", wie er Kaltenegger in einer Presseaussendung bezeichnete. Dieser sei mit seinen Rücktrittsaufforderungen gegenüber politischen Mitbewerbern recht schnell: "Wenn man die moralischen Vorstellungen des ÖVP-Generalsekretärs als Richtschnur sieht, kann er in der Lichtenfelsgasse seine Koffer packen."
Tja, das BZÖ kennt sich damit aus, Westi ist nicht nur vorbestraft, sondern hat auch noch ein laufendes Verfahren offen und gegen BZÖler Huber läuft überhaupt eines wegen versuchter Anstiftung zum Mord und Veruntreuung.

Was mich in diesem Konnex aber am meisten wundert ist, dass über dieses Urteil gegen Kaltenegger irgendwie kaum wer berichten will. Der ORF sowieso nicht, und selbst der Standard erwähnt es nur in einem Artikel, in dem es primär um das BZÖ geht.
Ein Schelm, wer...
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BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal meine Sichtweise der Dinge, als einer derjenigen, der solche Fragen beantworten darf.

@Verweis: Seitdem Herr Grosz nicht mehr in der Regierung sitzt, hat sich die Anzahl der parlamentarischen Anfragen, die insgesamt gestellt werden, aufgrund seiner alleinigen "aktiven Tätigkeit" verdoppelt! Zahlen siehe Parlaments HP. Als ein Beispiel: XXII GP (2002-2006) 4738 schriftliche Anfragen, XXIV GP (2008 bis jetzt) 4524 Anfragen.

Diese Verdoppelung beinhaltet nicht neue Fragen, sondern Grosz und Co stellen absolut ähnliche, sogar teilweise exakt gleiche Anfragen wie andere Clubs (zB PA 3885/J und PA 3927/J; 2852/J und 2866/J) und das auch noch zu fast gleichen Zeitpunkten. Am besten noch mit überlappenden Zeiträumen der Anfragen, also zuerst werden die Kosten von Jänner bis April für Taxifahrten gefragt, dann von Februar bis Juli und bei der letzten Anfrage vom ganzen Jahr.

Diese Art der Befragung ist nicht sinnvoll, und verursacht einen großen Verwaltungsaufwand. Daher wurde mit dem Verweisen auf Voranfragen begonnen, das ist sozusagen die Methode der Verwaltung sich gegen solchen Stumpfsinn zu wehren. Es kommen auch immer mehr Fragen zu den Ausgaben, die ohnehin aus dem Jahresabschluss herauszulesen ist, der ja vom Nationalrat genehmigt werden muss! Die Anfragesteller wollen sich nur das Suchen ersparen oder die Information früher haben, so einfach geht das aber nicht. So müssen sie halt die Beantwortung auswerten, und können nicht fix fertig sagen "Da ist die Antwort liebe Journalisten, schreibt sie ab!" Doch diese Auswertung ist ihnen zu mühsam, welch Überraschung!

Die Frage, was die Demokratie kostet, und somit die parlamentarischen Anfragen, darf man ja nicht stellen, ich kann dir aber sagen, dass solche Personen wie Grosz mit solchen Anfragen den Staat viel kosten, weil ich sehe, wie viele Abteilung schon durch eine einzige Anfrage mehrere Wochen beschäftigt werden können! Man muss in der Anfrage ja nur genügend detaillierte Antworten verlangen um den Verwaltungsaufwand ins Unendliche gehen zu lassen!

@Ausgegliederte: Das Parlament hat nach GOG soweit ich weiß kein Auskunftsrecht, daher kriegen sie auch diesbezüglich keine Antworten.
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BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

@Parlamentarische Anfragen:

Die Überschrift und der erste Absatz des Artikels haben wesentlich mehr versprochen als gehalten. Aber da ich schon den halben Post geschrieben habe, wollte ich ihn nicht mehr löschen, auch wenn der Inhalt eigentlich vergleichsweise harmlos war.

Aber da Haralds Posting wesentlich interessanter war, habe ich meinen faden Post gelöscht.
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BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Rosenkranz kandidiert also und die anderen scheinen auszulassen. Nicht mal die Grünen legen sich für ihren Habsburger ins Zeug.

Wie dem auch sei, um es mit Karl Kraus zu sagen, zur Rosenkranz fällt mir halt nichts ein.

Es ist zwar völlig klar, wes (Un-)Geistes Kind sie ist, aber in den Interviews behauptet sie halt standhaft eine moderate Kraft der bürgerlichen Mitte zu sein, Angriffe auf ihren Mann verbittet sie sich, schließlich ist er unbescholten usw usf. Das einzige was ihr je rausgerutscht ist - und auch das ja absichtlich - ist, dass sie in aller Ruhe den Holocaust leugnen möchte, aber natürlich nur wegen der Meinungsfreiheit, denn die ist ihr sehr wichtig, und die Demokratie hält das schon aus. (Anmerkung: Die einzigen, die den Holocaust leugnen, sind die, die den nächsten vorbereiten möchten).

Wenigstens geht ihr (und wohl auch von Kickl) Plan nicht auf, dass sie jetzt hier ein bisschen die Meinungsfreiheit verteidigt und schwupps schon ins rechtsextreme Kellernazi-Eck gestellt wird und schon ist sie das arme Opfer (habe das Gefühl, dass sich die Rechtsextremen bezüglich Opferrolle viel wehleidiger sind als alle anderen).
Der Plan geht - bis jetzt - nicht auf, weil schon alle möglichen (und tw auch unerwartet) Leute davon abgeraten haben, sie zu wählen.
Nicht nur der HeiFisch und die SPÖ, sondern auch zB der Schönborn und sogar Cato. Auch die ÖVP würde sich zwar lieber beide Arme abknabbern, als eine Wahlempfehlung für einen Roten wie den Fischer abzugeben, aber als staatstragende Partei hat sie genug Staatsräson, um immerhin öffentlich gegen Rosenkranz zu sprechen, wie das zB Leitl, Spindelegger und Kopf kürzlich taten.

Aber sogar innerhalb der FPÖ ist die Rosenkranz manchen zu rechtsextrem:
orf.at hat folgendes geschrieben:
Der Tiroler FPÖ-Chef, der Landtagsabgeordnete Gerald Hauser, geht auf Distanz zur Präsidentschaftskandidatin seiner Partei, Barbara Rosenkranz. Sie tue so, als ob alle in der FPÖ ihre Meinung zum NS-Verbotsgesetz teilen würden. An dem Gesetz gebe es nichts zu rütteln, wurde Hauser in der Samstag-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" zitiert.

Das Verbotsgesetz sei ein Eckpfeiler der Zweiten Republik. Ihm sei wichtig, dass die FPÖ nicht die geringsten Berührungspunkte zum Rechtsextremismus habe, erklärte Hauser.

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BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

@Präsidentschaft:

Der grüne Habsburger hat das Handtuch geworfen und gab an, dass man auf den Gemeindeämtern etc Unterstützungswillige gefragt habe "Meinen'S des ernst" bzw sie halt sonstig nicht sehr unterstützt habe.

Der Christenchef (die Christen haben ja auch bundesweit kandidiert) hat es geschafft, es werden also mindestens 3 Namen auf dem Wahlzettel stehen.

Wenn der HeiFisch schlau ist, lässt er sich auf eine Fernsehdiskussion gar nicht ein.

In der Presse gibt es einen Kommentar, dem ich zustimme:
Für den BP braucht man 6000 Unterstützer, für den NR nur 2600. Das Verhältnis passt hier nicht, und ein paar Spaßkandidaten (und der Lugner hat's ja auch geschafft) hält die Demokratie schon aus.

@Rosenkranz beten statt wählen

Schon vor einiger Zeit hat die Barbara eine Erklärung abgegeben, um sich ganz klar von all den bösen Dingen, die ihr unbescholtener Mann immer so schreibt... ich meine die man ihr ohne Grund unterstellt zu distanzieren.
"Selbstverständlich hat es Gaskammern gegeben. Selbstverständlich hat es schreckliche Verbrechen gegeben. Kein vernünftiger Mensch stellt das infrage!" Ein Schelm, wem als erster auffällt, dass sie nicht sagt, wer die Dinger gebaut hat (zB in Polen die Alliierten) und wer die Verbrechen begangen hat (zB Churchill in Dresden).

@ÖVP und Akademiker:
Der - ehemals - ÖVP-nahe Wr Akademikerbund schrieb im November 2009 ein Schreiben an diverse Polit-Granden.

Nachzulesen an vielen Orten, zB hier http://derstandard.at/1269045821225/Dokumentation-Das-Schreiben-des-Wiener-Akademikerbundes

Gefordert wird Kompetenzentzug für die EU, ein generelles Ende der Einwanderung und irgendwas mit angestammten Völkern und deren Rollen, Ende der Abtreibung, Richter sollen keine Talare tragen und keine Kreuze in den Verhandlungssälen.

Gefordert wird weiters ein Ende des Gleichbehandlungsgesetz (was darauf hinausläuft, dass man ua Frauen und Ausländer legal grundlos diskrimineren darf), weil das den "Naturgegebenheiten" zuwiderläuft.

Und - mit den altbekannten Argumenten - wird ein Ende des Verbotsgesetz gefordert.

Erst jetzt ging das an die Öffentlichkeit, und mehre ÖVP-Granden haben sich distanziert.
Jetzt werfen denen natürlich viele vor, sich jetzt erst darüber zu beschweren.

Dieser Vorwurf ist imho zu unrecht. Intern werden sie sich wohl aufgeregt haben, und dass man sowas nicht selbst an die große Glocke hängt, darf ja nicht überraschen und ist ja auch ok.

Allerdings, was ich etwas verspätet finde - und diesbezüglich ist Kritik wohl angebracht - dass man jetzt erst den Urheber des Briefes aus der ÖVP ausgeschlossen hat. Das hätte man ja wohl schon längst im November oder Dezember machen können - an die Presse hätte man damit ja nicht gehen müssen.

Dass der Wr Akademikerbund erst jetzt der Status einer Vorfeldorganisation aberkannt wurde, ist ok, aber dass man jetzt erst nachforscht, wer aller den Brief mitgeschrieben hat (abgesehen vom Ausgeschlossenen) bzw ob das halt ein Alleingang war, ist auch etwas verspätet.

Auch Franz Fiedler, Chef des österreichweiten Akademikerbund, dem das ganze wohl schon ziemlich lange bekannt ist, hat sich eher zögerlich verhalten, aber immerhin inhaltlich distanziert.

Sonst befetzen sich die schon ziemlich. So schreibt der Wr Akademikerbund lt Standard
Zitat:
"Für Christen, Konservative, Liberale" seien die Schwarzen nicht mehr wählbar
Zitat:
Christian Zeitz, Vorstandsmitglied des Wiener AB, sah im Vorgehen der ÖVP "diktatorische Maßnahmen" und kritisierte das Diskussionsverbot. "Das Verbotsgesetz war ein Randthema, keine dogmatische Forderung, dass man das abschaffen soll", so Zeitz. Aber wie auch über alle anderen Themen soll man darüber sprechen können, kritisierte er die Tabuisierung bestimmter Themen in der Volkspartei. Er wies wie auch in der Aussendung darauf hin, dass der Wiener AB-Obmann Josef Müller selbst Opfer des Nazi-Terrors gewesen sei. Wenn aber jemand "evidenterweise Blödsinn" verzapft, gehöre dieser eher in die Psychiatrie, denn strafrechtlich verfolgt, meinte Zeitz.
Zitat:
Laut dem AB-Vorstandsmitglied erging das Positionspapier bereits im November des Vorjahres an 60 Entscheidungsträger aller Parteien. Als Reaktion sei "durchaus die eine oder andere" kritische Anmerkung - etwa aus dem Kabinett des Bundeskanzlers - retour gekommen. ÖVP-Obmann Josef Pröll oder Generalsekretär Fritz Kaltenegger hätten jedoch trotz mehrfacher Anfrage nicht darauf reagiert.
Zitat:
Eine Wahlempfehlung wollte Zeitz nicht geben: "Die Mitglieder des AB sind mündig genug." Bereits bisher hätten sie zum Teil "mit zusammengebissenen Zähnen" ihr Kreuzerl bei der ÖVP gemacht.

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BeitragVerfasst am: 25.03.2010, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Kein vernünftiger Mensch stellt das infrage!


Wer sagt mir, dass die Rosenkranz vernünftig ist? Sehr böse
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BeitragVerfasst am: 17.04.2010, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1271374514799/Die-FPOe-Partei-der-Intellektuellen
Zitat:

Warum reden die Politiker eigentlich so viel Stuss daher, wenn der Tag lang ist? Antwort: Nicht unbedingt, weil sie selbst töricht wären, sondern weil es ihrem Berufsdenken entspricht. Tiere haben einen Totstellreflex; die meisten Politiker einen Blödstellreflex. Den Blödstellreflex aktivieren sie, weil sie a) felsenfest glauben, dass die Wähler dümmer sind als sie selbst, und sie sich daher b) ihrerseits dumm stellen müssen, um nicht unangenehm aufzufallen.

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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das folgende ist zwar irgendwie eh klar, keine Überraschung usw, aber weil man sich an das ganze gewöhnt hat, heißt das ja nicht, dass es irgendwie richtig wäre.

http://derstandard.at/1271374810616/Die-gebrochenen-Versprechen
Zitat:
Es ist jetzt amtlich: Kanzler und Vizekanzler haben ihr Versprechen gebrochen, in dieser Legislaturperiode keine Steuern zu erhöhen. Seit Dienstag gibt es den Beschluss im Ministerrat, dass die Steueranhebungen bis 2014 insgesamt 4,1 Milliarden Euro ausmachen. Wer behauptet, dass die Bürger angelogen wurden, darf sich auf einen Politiker berufen, der zum gleichen Schluss gekommen ist: "Der Bevölkerung wurde ständig vorgegaukelt, dass es keine Steuererhöhungen geben wird", kritisierte jüngst Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) in einem News-Interview.

Sein Neffe, Finanzminister Josef Pröll, bedankte sich am Dienstag damit, dass er seinem Onkel den schwarzen Peter zuschob. Denn die 4,1 Milliarden bezeichnete der Säckelwart der Nation als "Maximalvariante" mit der Einschränkung, sie gelte "lediglich, falls bei den Verwaltungsreformverhandlungen mit den Bundesländern keine Einsparungen gelingen sollten". Es liegt demnach laut Pröll dem Jüngeren an den Bundesländern, die Verwaltungsreform anzupacken. Diese - vertreten durch Pröll den Ältern - verfechten die Ansicht, der Bund müsse "jetzt tatsächlich erste Schritte setzen", bevor es zu Verhandlungen zwischen Bund und den Bundesländern komme.


usw usf. Sonst wird von allen Seiten taktiert, getarnt und getäuscht.

Zitat:
Aber nichts Genaues weiß man nicht. Jetzt zumindest noch nicht. Denn diejenigen, die etwas wissen, sagen es nicht, wie Familienstaatssekretärin Christine Marek: "Die Zahlen sind bekannt und wir denken intensiv an die Maßnahmen", ließ sie am Dienstag wissen. Warum dieses Nachdenken bis Oktober, November dauert, lässt sich nicht mit Begriffstutzigkeit der Regierungsmitglieder, sondern mit dem Wahlkalender erklären

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BeitragVerfasst am: 29.04.2010, 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, anscheinend hast du gar keinen Bundespräsidentenwahlthread, hab zumindest keinen gefunden.

Hier mal der Link zum vorläufigen Endergebnis:

http://wahl10.bmi.gv.at/

Zitat:
Wahlberechtigt 6.355.568
Abgegeben 3.124.953 49,2
Ungültig 226.986 7,3
Gültig 2.897.967 92,7

Davon entfielen auf die Kandidaten

Dr. Heinz Fischer 2.287.640 78,9
Dr. Rudolf Gehring 157.712 5,4
Barbara Rosenkranz 452.615 15,6


Mehr als 5% ungültig ist auch net toll. Zum Jubeln bringt mich aber, dass die Rosenranz so wenig gekriegt hat, das lässt doch noch hoffen, dass die Wählerschaft (und die Wahlverweigerer) sich bei ihrem Tun etwas denken.
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BeitragVerfasst am: 29.04.2010, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

harald hat folgendes geschrieben:
Hm, anscheinend hast du gar keinen Bundespräsidentenwahlthread, hab zumindest keinen gefunden.


Der ganze Wahlkampf war so unspannend und unspektakulär, dass ich dem keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe. Ich wollte eigentlich erst das Ergebnis mit Wahlkarten posten, aber danke dass du das gemacht hast.

Dass es mehr ungültige Stimmen als Stimmen für Gehring und nur doppelt so viele Stimmen für Rosenkranz gegeben hat, finde ich aber sehr kurzweilig.
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BeitragVerfasst am: 16.05.2010, 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

A. Föderl-Schmid im Standard hat folgendes geschrieben:
Cap kritisierte im Kurier die Schweiz. "Die haben das Schwarzgeld aus Griechenland und ganz Europa auf ihren Banken liegen und entziehen so den anderen Staaten das Geld." Es gelte, Steueroasen wie die Schweiz trockenzulegen, befindet der SP-Politiker. Dass auch in Österreich Geld aus dem Ausland angelegt ist und das Land als Steueroase gilt und wegen des Bankgeheimnisses international immer wieder heftig kritisiert wird, dürfte Cap in seinem Kampf für die Euro-Rettung wohl kurzzeitig entfallen sein.

Dabei gäbe es an Krisenbewältigung für österreichische Politiker zu Hause genug zu tun: Pröll könnte bei seinem VP-Parteifreund, Gewerkschaftsboss Fritz Neugebauer, anfangen, der bereits Proteste gegen Personalkürzungen und Nulllohnrunden für Beamte angekündigt hat. Faymann könnte (nach der Landtagswahl am 30. Mai) den 22 Millionen Euro teuren Einsatz des Bundesheeres im Burgenland beenden. Gespart werden muss nicht nur in Griechenland, sondern auch inÖsterreich.


Sonst kritisiert der Artikel insbesondere, wie sich Politiker in der jetzigen Krise in Szene setzen, wobei Poster darauf hinweisen, dass der Standard noch vor gar nicht all zu langer Zeit den damaligen Bundeskanzler Gusenbauer aufs Schärfste kritisiert hat, weil er nicht sofort an den Ort eines Hochwassers gefahren ist, um dort eh nix anderes zu machen, als sich in Szene zu setzen (weil was hätte er sonst machen sollen? Sandsäcke schleppen?)
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BeitragVerfasst am: 18.05.2010, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, hier die Endergebnisse der BuPrä Wahl:

Zitat:
Wahlberechtigt 6.355.800
Abgegeben 3.404.646 53,6
Ungültig 242.682 7,1
Gültig 3.161.964 92,9

Davon entfielen auf die Kandidaten

Dr. Heinz Fischer 2.508.373 79,3
Dr. Rudolf Gehring 171.668 5,4
Barbara Rosenkranz 481.923 15,2

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BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

@Harald: Danke für's Posten der Endergebnisse.

@http://derstandard.at/1271377103333/Daham-statt-Islam-wird-es-nicht-mehr-geben
Zitat:
Die FPÖ will ihre Linie ändern und mehr auf "Positivthemen" setzen
Zitat:
Hofer [das ist ein Parteichefvize, und wohl auch einer von denen, die jetzt mehr in den Vordergrund gerückt werden sollen]: Es ist immer von zwei Flügeln in der FPÖ die Rede. Das ist nicht richtig. Wir haben in Wirklichkeit drei Standbeine. Das eine ist das freiheitliche Gedankengut. Das heißt: kein Überwachungsstaat, möglichst wenig Reglementierung. Das zweite ist das heimatbezogene, also auch patriotisch, ohne dabei andere Staaten oder Nationen schlechtzureden. Und der dritte Bereich ist das Soziale.
Zitat:
Hofer: Die FPÖ muss, was das Ausländerthema anbelangt, auch immer den einzelnen Menschen betrachten. Es gibt Zuwanderer, die sich in Österreich etwas aufbauen wollen und die sind herzlich willkommen. Es gibt Zuwanderer, die das vielleicht nicht wollen. Man darf nicht alle in einen Topf schmeißen.

derStandard.at: In ihrer Werbelinie kommt das nicht so rüber.

Hofer: Das wird sich ändern. Sie werden feststellen, dass im Wien-Wahlkampf die Linie eine andere sein wird als vor einigen Jahren. "Daham statt Islam" wird es nicht mehr geben.


Zitat:
Wir versuchen [...], Positivthemen zu bringen. In den 80er Jahren ging es darum, eine starre Große Koalition aufzubrechen. Die Zeiten haben sich geändert, du musst Antworten bieten. Man kann nicht nur sagen, dieses und jenes sei schlecht. Deswegen müssen wir bei Kampagnen auch positiv argumentieren können und zeigen, was unsere Werte sind.
Zitat:
Das Handbuch freiheitlicher Politik, das wir jetzt herausgegeben haben, geht zum Beispiel viel mehr ins Detail als das Regierungsprogramm. Das ist für eine Oppostionspartei eigentlich ein Risiko, wenn man ganz genau sagt, wie man das umsetzen will. In dem Moment, wo du es sagst, gibt es einen neuen Angriffspunkt.

derStandard.at: Sie bereiten sich auf eine Regierungsbeteiligung vor?

Hofer: Wir müssen immer vorbereitet sein. Wir müssen davon ausgehen, dass unter diesen Voraussetzungen, die wir jetzt haben, die Regierung nicht mehr allzu lange halten wird.
Zitat:
Wir sagen nur, wenn wir Regierungsverantwortung übernehmen würden, haben wir auch die Antworten. Ich will mich aber nicht anbiedern an SPÖ oder ÖVP. Ich bin der Meinung, es war ein Fehler im Jahr 2000 als Juniorpartner in eine Regierung zu gehen. Dass wir damals Schüssel zum Kanzler gemacht haben, war nicht der richtige Weg.
Zitat:
Jeder kennt eine Barbara Rosenkranz, einen Martin Graf, den Andreas Mölzer. Wir müssen aber andere Leute in Position bringen.


Wir die FPÖ jetzt etwas seriös? Am Ende gar noch "normal" wählbar (ich mein, richtig wählbar ist eh kaum eine Partei, aber halt dieses "Extraunwählbar", welches der FPÖ anhaftet könnte weniger werden)?
Oder ist das nur ein kurzes Aufleuchten der Vernunft?

Herr und Frau Österreicher hat folgendes geschrieben:
konsequent
nachdem alle anderen Parteien so weit nach rechts gerückt sind, dass sie viele Forderungen der FPÖ schon erfüllt haben, können die sich darauf "positiv" beziehen.

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BeitragVerfasst am: 28.05.2010, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wieder so eine Geschichte, die man in Wahrheit alle paar Monate schreiben kann, aber das macht es ja noch viel ärger:

http://derstandard.at/1271377645683/Selbstverstaendlicher-Postenschacher

Zitat:
Mit dem Rückzug ihrer Vertreter aus dem ÖBB-Aufsichtsrat wollte die ÖVP gegen den ihrer Meinung nach übergroßen Einfluss der SPÖ auf die Bundesbahnen protestieren.
Zitat:
Beispiele gibt es zuhauf, die österreichischen Medien berichten nur über besondere Fälle. In den vergangenen Monaten wurden nicht nur Spitzenpositionen wie jene des ÖBB-Chefs neu besetzt. Bis auf Abteilungsleiterebene kämpfen Koalitionäre jeweils für "ihre" Leute. Der Vorwurf des Postenschachers wird wechselseitig erhoben - trifft aber beide.
Und wäre es eine 3-Parteienregierung, würde es noch mehr treffen. Und dann kommt eine lange, lange, lange, lange Liste von solchen Fällen.
Zitat:
Es geht aber nicht um die Einzelfälle, sondern um das Prinzip dahinter. Häufig zählt nicht die Qualifikation, sondern das richtige Parteibuch. Oft wird in diesem Lande nicht die richtige Person für eine Funktion gesucht, sondern eine Funktion für eine Person. Oder eine genehmere Person für eine Funktion.

Diese Mosaiksteine zeigen ein Sittenbild dieser Republik. Das Land ist aufgeteilt in rote und schwarze Herrschaftsgebiete. Aber auch die Blauen haben ihre Funktionäre versorgt, wie das Beispiel Mathias Reichhold, der nach seinem Ausscheiden aus der Politik an die Spitze der Asfinag wechselte, zeigt.

Was zusätzlich verwundert, ist, wie selbstverständlich es hingenommen wird, dass Parteien Aufsichtsräte in Unternehmen besetzen oder ORF-Journalisten in Spitzenfunktionen Parteien zugeordnet werden können. Wir leben in einer Republik, in der ein Parteibuch als entscheidende Jobqualifikation gilt.



zivilgeselle hat folgendes geschrieben:
Postenschacher ist Korruption

Ämterpatronage wird international als eine der ärgsten Formen der Korruption angesehen.

Da geht primär darum Kontrollsysteme mit willfährigen Günstlingen lahm zu legen oder mit parteigeführten Staatsfirmen auch in Zukunft "gute Geschäfte" machen zu können.

Kontrollversagen und korrupte Auftragsvergaben sind die beabsichtigte Folge. Der Rechtsstaat und der Wettbewerb gilt dann für Parteigänger von links und rechts nicht mehr.
Politiker können anstellen was sie wollen und ziehen "gute" Geschäfte an Land.
Autobahnraser hat folgendes geschrieben:
Steht sowas auch in der Transparenzdatenbank ?


Und irgendwer bringt das alte Lec-Zitat: Staubsaugervertreter
verkaufen Staubsauger. Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Und Volksvertreter...?"
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BeitragVerfasst am: 07.06.2010, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wieder so eine Geschichte, die man in Wahrheit alle paar Monate schreiben kann, aber das macht es ja noch viel ärger:

http://derstandard.at/1271378268949/Das-parteipolitische-Denken-treibt-uns-ins-Unglueck

Zitat:
Was offenbar jede Krise ohne Reform und ohne Kürzung übersteht, sind Parallelverwaltungen, Kassenbürokratie und kostspielige Landesverordnungen - siehe Baurecht mit neun Spielarten.

Warum dieser Zustand nicht geändert wird, hat kürzlich ein Insider erläutert: Die diffizilen Besonderheiten der Bauvorschriften in den Ländern dienen dem Erhalt mittelständischer und kleiner Betriebe, die sich darin auskennen wie in der eigenen Rocktasche. Würde man ein bundeseinheitliches Baurecht schaffen, könnten große, bundesweit agierende Baufirmen in den kleinteiligen Wohnungsbau eindringen und das lokale Gewerbe verdrängen. Das will die ÖVP nicht und wird aus Arbeitsplatz-Gründen von der SPÖ unterstützt.
Zitat:
Aber es gibt Bereiche, die mit viel geringeren wirtschaftlichen Problemen verbunden sind. Die Schulverwaltungen etwa, deren regionale Bürokratie-Ausprägungen leicht einzusparen wären.

Hier kommt der parteipolitische Aspekt ins Spiel - die christlichen Lehrer und der ÖAAB zum Beispiel, die bei einer Zentralisierung Funktionäre verlieren würden. Ebenso die SPÖ und ihre Lehrervertreter. Also wird gegen Reformen (=Einsparungen) Sturm gelaufen. Die Argumente stammen meist aus der Mottenkiste.

Wenn nun ein Staatssekretär wie der schwarze Reinhold Lopatka in einem STANDARD-Interview genau das beklagt (weil er die Verhältnisse als ehemaliger steirischer Landespolitiker genau kennt), die Schuldigen aber nur in den SPÖ-Ländern sieht, dann schießt der Parteipolitiker den Sachpolitiker ins Knie. Weil Lopatkas SPÖ-Kollege Andreas Schieder (Kostenstelle: Proporz) kontert und auf die Bremser in den VP-Ländern zeigt. - Also ein Patt. Dafür zahlen wir Politikergehälter.

Zitat:
Im Herbst, nach den steirischen und Wiener Wahlen wird es so weit sein. Aber weil sie auch dann noch keine Lösungen zum Einsparen haben, werden sie die Steuer auf Benzin- und Dieselpreis erhöhen, so genannte Verwaltungsgebühren (Urkunden, Pässe, Führerscheine) anheben und dort, wo die Mehrwertsteuer bei zehn Prozent liegt, auf zwölf Prozent gehen.

Die Strukturen der Republik werden bleiben wie sie sind. Und die Politiker auch.

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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich könnte ich ja einen "Es gilt die Unschuldsvermutung- Thread" aufmachen. Material gebe es genug dafür, und dieser Thread ist eh schon zu lang.

http://derstandard.at/1276413841710/FPOe-soll-1999-Meischberger-Ruecktritt-erkauft-haben

Zitat:
Der Lobbyist Walter Meischberger, gegen den in der Buwog-Affäre u.a. wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung ermittelt wird, soll sich seinen Politik-Rücktritt 1999 infolge einer Steuerhinterziehungsaffäre von der FPÖ abkaufen haben lassen. Wie die Infoillustrierte "News" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, soll er 2,5 Millionen Schilling (181.682 Euro) in Form eines Überbringersparbuchs dafür bekommen haben, dass er sein Parlamentsmandat [42] Tage vor Erreichen des Anspruchs auf eine lukrative Politikerpension zurücklegte.

Zitat:
Der Rücktritt im Zuge einer Steuerhinterziehungsaffäre erfolgte damals nicht ganz freiwillig, sondern auf Drängen der Partei. Meischbergers ursprüngliche Weigerung, zurückzutreten und damit auf den Anspruch auf Politikerpension zu verzichten, hatte der FPÖ massive Kritik eingebracht. Als Meischberger doch noch sein Mandat zurücklegte, sah er diesen Schritt als "lebendiges Beispiel" für die Anständigkeit der FPÖ. Er habe zehn Jahre lang mit der FPÖ gegen Pensionsprivilegien gekämpft und wolle jetzt nicht "mit einer derartigen Punzierung leben", sagte Meischberger damals.

Zitat:
Einige Monate nach Meischbergers Rücktritt hatte das"Format" 1999 berichtet, dass der langjährige Weggefährte Haiders mit Enthüllungen über Parteiinterna gedroht habe

Er hat nicht nur das Geld bekommen, sondern auch seine Posten im (damaligen) ORF-Kuratorium behalten dürfen, das war "no na ned, part of the game".

Was für ihn spricht: Er leugnet eigentlich gar nicht:
Zitat:
Meischberger wurde laut "News" zu den nun gefundenen Unterlagen bereits einvernommen. Er bestätigte dabei die Zahlung und dass er sie als Abgeltung für seinen Rücktritt erhalten habe. Über die Versteuerung sei "sehr wohl nachgedacht worden", allerdings sei es, so Meischberger, "zu keinem Ergebnis gekommen". Zitat: "Einerseits wollte ich die heikle Quelle des Geldes nicht bekannt geben, andererseits war die Art des Geschäftes aus fiskalischen Gründen nicht festlegbar."


Noch lebende, damalige FPÖ- Granden, zB Stadler, Westenthaler (jetzt BZÖ, glaube ich) wissen alle von nix und sagen der Haider habe das persönlich gemacht.

Es weiß eh ein jeder, aber die FPö behauptete damals noch, die Partei für die Fleißigen und Anständigen zu sein, die sich für den kleinen Mann einsetzt. Und man glaubt es ihr noch heute.
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BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt schon das Wort für die sommerliche Medien-Sauregurkenzeit:
Tradaba.

was für die Bürger gilt, nämlich transparenz wo ihre Kohle herkommt, gilt für die Herren und Damen Politiker- und -innen selbstverständlich nicht, wie sogar schon der ORF schreibt

orf.at hat folgendes geschrieben:
Voll des Lobes für sich selbst war am Dienstag die Koalitionsspitze von SPÖ und ÖVP: Mit der Einigung auf Mindestsicherung und Transparenzdatenbank (TRADABA) habe man einen Konflikt zu einem guten Ende geführt, so Kanzler Faymann (SPÖ). Kritik lässt freilich nicht auf sich warten. Vor allem, dass die Parteispenden weiterhin intransparent bleiben, wird bemängelt. Doch SPÖ und ÖVP sind sich einig, dass hier kein Handlungsbedarf besteht.

Zitat:
Als Ziel der Datenbank wird im Entschließungsantrag angegeben, in einer Darstellung allen natürlichen und juristischen Personen aufzuzeigen, welche Leistungen die öffentliche Hand für sie erbringt. Geboten werden soll eine "klare Übersicht" über ihre monatlich und jährlich zur Verfügung stehenden Bruttobezüge bzw. Nettoeinkommen inklusive öffentlicher Förderungen.

In die Datenbank inkludiert werden Transferzahlungen (wie Pflegegeld, Familienbeihilfe), Förderungen (z. B. Forschungsförderungen, KMU-Zuschüsse), Steuerersparnisse (etwa Gruppenbesteuerung, begünstigte Besteuerung von Zulagen), Geldleistungen der Sozialversicherung (Pensionen, Arbeitslosengeld) und Sachleistungen, z. B. Gratiskindergarten, Schule.

Zitat:
Hinsichtlich offener datenschutzrechtlicher Fragestellungen ist jedenfalls der Datenschutzrat zu befassen.


Der datenschutzrechtliche Gau wird das ganze aber doch nicht:
Zitat:
Zugriff auf das Transparenzportal hat jedenfalls die betroffene natürliche oder juristische Person. Die öffentlichen Stellen kommen ins Spiel, wenn eine Förderung beantragt wird. Dann kann die Einzelperson oder das Unternehmen der Behörde Einblick ins jeweilige Konto gewähren, um Förderungen lukrieren zu können.
Zitat:
Über jede Auswertung und Veröffentlichung der aggregierten und anonymisierten Daten aus der TRADABA entscheidet "nach Glaubhaftmachung eines öffentlichen Interesses" ausschließlich die Bundesregierung. Eine direkte parlamentarische Kontrolle der Datenbank ist somit nicht vorgesehen.

Machen wird es die BRZ GesmbH.
Eine Art 15a Vereinbarung wird's auch geben müssen, weil die Daten ja teilweise Landessache sind. Starttermin ist mal 2012. Was sich noch alles bis dahin ändert, wird sich zeigen.

Achja, die Mindestsicherung kommt jetzt auch.
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BeitragVerfasst am: 04.07.2010, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1277337364914/Der-Verfassungsbruch

Zitat:
Diese Regierung nimmt einen Verfassungsbruch in Kauf, denn Artikel 51 ist eindeutig: Bis zehn Wochen vor dem neuen Jahr habe die Regierung das Budget dem Nationalrat vorzulegen, heißt es darin. Das wäre der 22. Oktober. Der 9. Dezember ist drei Wochen vor dem Jahreswechsel, daran können auch Regierungsjuristen nichts ändern.

Zitat:
Denn der wahre Grund, warum die Koalition ihr Paket nicht schnürt, sind die Landtagswahlen in der Steiermark und Wien. Erst nach der Wiener Wahl am 10. Oktober soll das Absehbare verkündet werden: dass es Steuer-erhöhungen geben wird und die Bürger angelogen wurden. Und im Weihnachtsfrieden soll dann die Aufregung darüber verpuffen. Für eine ausführliche Beratung im Parlament ist dann auch keine Zeit mehr.
Dass sich die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP das gefallen lassen, zeigt, wie wenig Selbstbewusstsein diese Volksvertreter haben. Parlamentspräsidentin Barbara Prammer hat Ende Jänner gewarnt, eine Verschiebung sei "verfassungsgemäß bedenklich" und "inakzeptabel". Gestern sprach sie in der ORF-Pressestunde von einem Erfolg, dass es gelungen sei, die Regierung davon abzuhalten, den Plan erst nächstes Jahr vorzulegen.



Arg, ja eh. Aber das ist wieder so eine Sache, wo man (und die Zivilgesellschaft) kurz die Faust schüttelt, dann zuckt man mit den Schultern und alles bleibt beim Alten. Es gibt ja eh keine Alternative.

Der Hinweis sei nach gestattet, dass der 22. Oktober ja eh nach diesen beiden Wahlen ist. Aber vermutlich soll alles erst nach der Wahl sein.
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1277337547855/Mindestsicherung-im-Nationalrat-beschlossen

Zitat:
Der Nationalrat hat nun die Bund/Länder-Vereinbarung zur Mindestsicherung genehmigt. Unterstützt wurde die Vorlage von Koalition und Grünen und - vermutlich versehentlich - von den Freiheitlichen. Die FPÖ stimmte nämlich trotz massiver Kritik davor den gesetzlichen Änderungen für den Bund zu, lehnte dann aber die Bund/Länder-Vereinbarung ab. Häme der anderen Fraktionen war die Folge.

Mit dem Beschluss kann die Mindestsicherung mit September in Kraft treten, sofern die jeweiligen Landtage bis dahin entsprechende Beschlüsse vollziehen. Ebenfalls angenommen - diesmal von Koalition und Freiheitlichen - wurde ein Entschließungsantrag, der Basis für die Etablierung einer Transparenzdatenbank sein soll.


Mindestsicherung und Transparenzdatenbank sind sicher weitreichende Entscheidungen. Aber dass die drittstärkste Partei im Parlament es nicht mal schafft, bei ersterem so abzustimmen, wie sie selbst will, wirft nicht nur ein eigenartiges Licht auf die Partei und die IQs ihrer Mitglieder.
Hoffentlich ist das kein Versuch der FPÖ, die Untauglichkeit der parlamentarischen Demokratie zu belegen.
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Schon wieder so eine Leistung der FPÖ.

Gestern ist der Bundesheifisch wieder angelobt worden, auch dieses Mal ohne Hinzufügung einer religiösen Formel.

In seiner Rede hat er ua gesagt, es müsse endlich eine Ortstafel-Lösung geben, und hat da auch ein paar Worte auf Slowenisch gesagt (schließlich ist er auch Präsident der sprachlichen Minderheiten).
Dafür bekam er auch Applaus. Auch von der FPÖ, obwohl die Stelle ja im Wesentlich ein direkter Angriff auf Dörfler, Scheuch & Co der FIKler pardon FPKler war.
Kickl versucht das ganze noch irgendwie zu retten, und behauptet, sie hätten für was anderes applaudiert - ja, klar.
(Ich vermute mal, die haben einfach nicht aufgepasst, und haben halt applaudiert, wenn alle anderen applaudiert haben).

Das ärgste an der Sache aber ist - wie bei solchen Sachen ja immer - es wird in ein paar Tagen keinen mehr interessieren, und Konsequenzen wird es auch nicht haben.
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BeitragVerfasst am: 02.08.2010, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Haidermillionen siehe den BZÖ-Thread

Um Geld geht es auch im Folgenden.
Und um Alfred Gusenbauer. Der war ja nun kein Liebling der Medien, als er noch Bundeskanzler war. Jetzt scheint es ihm völlig wurst zu sein:

http://derstandard.at/1277339380105/Berater-Gusenbauer-und-der-wahre-Wert-der-Politik

Zitat:
Alfred Gusenbauer, Kurzzeit-Kanzler der Republik Österreich. 60.000 Euro hat er kurz nach seinem Sturz für eine Beratertätigkeit bei der Hypo Alpe Adria bekommen - jener Bank, die er kurz davor zwangsverstaatlicht hat und von der er wusste, dass sie der Geldscheißer des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider war.

60.000 Euro sind wenig im Vergleich zu den Summen, die im Umkreis Karl-Heinz Grassers an Berater-Honoraren zirkulierten. 60.000 Euro aber sind viel für einen Mann, der als Politiker nicht müde wurde, eine Art neuer Sozialdemokratie zu entwickeln und den so genannten Neoliberalismus zu bekämpfen. Das war, ähnlich wie beim 68er Joschka Fischer, eine klare historische Linie vom Juso zum Chef einer Sozialpartei.

Warum dann dieser plötzliche Schwenk? Gusenbauer hat ja offenbar nicht einmal den ehemaligen Ministranten in sich wiederentdeckt und versucht, die Kärntner Hypo wieder auf den rechten Weg zu bringen. Er ist direkt vom Paulus zum Saulus geworden.

Es ist müßig darüber zu grübeln, wie sich die geistige Haltung so total verändern kann, ob es sich um die Lösung finanzieller Zwangslagen handelt oder um blanken Zynismus.

Einen Riegel soll es geben, wie die Grünen vorgeschlagen haben - für den Finanzminister auch der SPÖ-Klubchef. Spitzenpolitiker sollen nicht von einem an Unabhängigkeit gebundenen Spitzenjob direkt in Wirtschaft und Industrie wechseln können. Denn diese Aussicht verdirbt möglicherweise bereits vorher das Verantwortungsbewusstsein. Eine "Cool-down-Phase" von zwei Jahren wäre daher angebracht.

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf ist dagegen und meint, es wäre doch gut, wenn Regierungsmitglieder postwendend bei staatsnahen Unternehmen arbeiten würden. Die könnten davon nur profitieren.

Die Hypo Alpe Adria ist ein Paradebeispiel für staatsnah. Kopf stellt Gusenbauer also einen Persilschein aus. Ein heroisches Beispiel für koalitionäre Nähe. Gleichzeitig aber vorausblickend: Nicht nur die SPÖ, auch die ÖVP braucht ein personelles Reservoir für Posten in Staatsnähe. Man wird sich doch nicht selbst den Geldhahn abdrehen.

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BeitragVerfasst am: 05.08.2010, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Mangels Steiermarkwahlthread hier rein damit:

orf.at hat folgendes geschrieben:
Einen Sicherheitspakt für die Steiermark haben Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) heute unterzeichnet. Bis 2013 sollen 300 zusätzliche Polizisten in die Steiermark kommen, vor allem in Ballungszentren.


Warum braucht's eigentlich immer Wahlen, damit sich irgendwo irgendwas tut?
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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat


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BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 08:06    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1282978531171/Melange-Gruener-Aerger-ueber-eingefaerbte-Fragen

Zitat:
Volker Plass, Chef der Grünen in der Wirtschaftskammer, schäumt über die Fragestellung in einer aktuellen Umfrage des GfK-Institutes unter Unternehmern. Dabei sollten die Befragten über Wohl und Wehe dieser Aussage befinden: "Die SPÖ und die Grünen möchten über Steuern den unternehmerischen Mittelstand belasten, die ÖVP und der Wirtschaftsbund stehen für eine Verwaltungs- und Bürokratiereform ein." Plass protestierte gegen die "parteipolitisch zutiefst eingefärbten Formulierungen", bei ihm häuften sich Beschwerden. Peter Ulram hingegen, Leiter der GfK-Sozialforschung, findet, dass der Text "schon den Diskussionsstand widerspiegelt". Dennoch habe man diesen nun etwas abgeändert.

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BeitragVerfasst am: 06.10.2010, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1285200159618/Gruene-Wehrdiener-als-Plakatierer-beim-Night-Run

Zitat:
Auf dem Wiener Ring waren Wehrdiener damit beschäftigt, hunderte Meter Werbetransparente der Firma "Hervis" an den Absperrungen für den "Vienna Night Run" zu befestigen. "Soll das Katastrophenschutz sein?", sagt Pilz zu derStandard.at. Er sprach mit dem anwesenden Stabswachtmeister und dieser erklärte ihm, dass es sich um einen Befehl aus dem Ministerium handle.
Zitat:
Er will unter anderem wissen, wer den Befehl erteilt habe, ob die Aktion dem Katastrophenschutz oder der Landesverteidigung diene und ob die Firma "Hervis" oder die Veranstalter des "Night Run" dem Verteidigungsministerium die Kosten für den Einsatz ersetzen. Pilz vermutet, dass die Präsenzdiener "für Werbezwecke missbraucht" werden und fordert Aufklärung.


Der Standard hat sogar einen Photobeweis, falls hier jemand im Forum nicht so der Pilz-Fan ist.

Ungeachtet des Aufdeckers: Das wäre ein ordentlicher Skandal, der im schönen Österreich aber genau 0 Konsequenzen haben wird.
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BeitragVerfasst am: 09.10.2010, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1285200450895/Wahlbetrug-im-Burgenland-VP-Gemeinderaete-vertrauen-Wahlbetrueger

Zitat:
In einer Fraktionssitzung haben am Freitag die VP-Gemeinderäte in Unterrabnitz-Schwendgraben (Bezirk Oberpullendorf) ihrem Bürgermeister Wilhelm Heissenberger (VP), der am Mittwochabend Wahlbetrug gestand, einstimmig ihr Vertrauen ausgesprochen. Das teilte Heissenberger am Samstag mit. Bezüglich des Zeitpunkts seines angekündigten Rücktritts wollte er weiterhin keine genaueren Details verraten. Nur so viel: "Es wird nicht ad hoc passieren", so der Ortschef.
Zitat:
Er habe immer noch Verantwortung als Bürgermeister der mittelburgenländischen Gemeinde und schließe daher weiterhin aus, sein Amt derweilen ruhend zu stellen.

Aus der Bevölkerung habe er größtenteils positive Reaktionen bekommen, erzählte Heissenberger zwei Tage nach Bekanntwerden seines Geständnisses über seinen Wahlbetrug. "Die Menschen sind froh, dass das bekannt wurde und ich Stellung bezogen wurde", so der Ortschef. Eine, wie zuvor geplante Bürgerversammlung werde es aller Voraussicht nach nicht geben, sagte der ehemalige Landtagsabgeordnete.

Donnerstagnachmittag war bekannt geworden, dass der VP-Bürgermeister der Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben am Mittwochabend ein Geständnis bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft (KStA) abgelegt hatte. Heissenberger habe gestanden, dass bei 13 Wahlkarten entweder der entsprechende Antrag auf Ausstellung, aber auch die Wahlkarte selbst teilweise mit Unterschriftsfälschung manipuliert wurde, hieß es vom Pressesprecher der KStA, Friedrich Koenig.


Abgesehen davon, dass der Artikel schon etwas tendenziös geschrieben ist, ist das ein Fall von Kadavergehorsam?
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BeitragVerfasst am: 12.10.2010, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

orf.at hat folgendes geschrieben:
Nur wenige Stunden nach dem schlechten Abschneiden von ÖVP und SPÖ bei der Wien-Wahl, haben am Montag die Detailgespräche über das Budget für die kommenden Jahre begonnen.

Wieviel offensichtlicher könnte das alles noch sein?
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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Da hat also - ich sage mal jemand, weil wer es war wird ja gerade gestritten - knapp vor der Wienwahl 2 8jährige (in den ersten Meldungen waren sie noch 9) Zwillingsmädchen in Schubhaft genommen und dann mit dem Herren Papa in den Kosovo abgeschoben. Achja, voll integriert, deutschsprachig usw sollen sie auch gewesen sein, so wie Argona halt. Der Herr Papa soll auch einen Job gehabt haben (wobei ich mich frage, woher er eine Arbeitserlaubnis ohne Aufenthaltserlaubnis hat), und die Frau Mama liegt im Krankenhaus.
Egal. Aus welchen Gründen auch immer wurden von wem auch immer die Kinder + Papa also abgeschoben.

http://derstandard.at/1287099434772/Einserkastl-Rau-Fekter-Airlines

Zitat:
Die achtjährigen Zwillingsmädchen aus dem Kosovo dürfen mit ihrem Vater wieder einreisen (zu ihrer Mutter, die im Krankenhaus liegt). Begründung laut Innenministerin Maria Fekter (VP): Die Behörden in Steyr (Bürgermeister-SP) haben einen Fehler gemacht. Die Leute in Steyr widersprechen wütend.
Zwischenzeitig hat auch noch der Fremdenpolizei-Chef gehen müssen, und gewesen will es halt wieder keiner sein.
Zitat:
Fekter hat immer wieder anklingen lassen, die abzuschiebenden voll Integrierten sollten erst einmal freiwillig ausreisen, dann aus dem Ausland einen Einreiseantrag stellen, und dann werde man schon sehen.

Abgesehen davon, dass diese Einreise dann wieder keine Garantie für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis ist - was soll dieses Theater? Will man vielleicht zuerst eine Ausweisung für Ausländerhasser zelebrieren und dann die Abgeschobenen still und heimlich zurücknehmen?


Hm, tja, was soll man davon halten? Vor allem geht es da ja auch um menschliche Schicksale von (jungen) Leute, die fast ihr ganzes Leben in Österreich verbracht haben, während die Asylverfahren nicht abgeschlossen waren. Dann haut man sie raus und dann dürfen sie wieder zurück.

http://derstandard.at/1287099431780/ABSCHIEBEPRAXIS-Zynischer-Behoerdenstreit

Zitat:
Das Muster ist bekannt und kann an nebelgrauen Samstagnachmittagen im TV-Bürgeranwalt bei Peter Resetarits nachgesehen werden: Bürger A wird jahrelang zwischen den Behörden B und C hin- und hergeschickt, am Ende einigt man sich oft auf dem Kulanzweg. Das ist für österreichische Staatsbürger, die für die Errichtung privater Badestege, Wintergärten oder Sonstiges kämpfen, ärgerlich genug. In Fremdenrechtsangelegenheiten ist dieses behördliche Verhaltensmuster existenzbedrohend - und wird nicht besser dadurch, dass die Politik erst schweigt und sich am Ende aktionistisch empört.


Ganz abgesehen davon, dass "Kulanzweg" im Rechtsstaat einen eigenwilligen Beigeschmack hat.
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BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt hamma also ein Budget.
Ich weiß nicht so recht, was das Gegenteil eines großen Wurfs ist, aber dieses Budget ist es.

Oder anders gesagt, hätte man jemanden, der sich mit sowas auskennt vor ein paar Monaten gefragt, wie er sich ein mutloses Budget vorstellt hätte er wohl gesagt:
Mineralölsteuererhöhung
Tabaksteuererhöhung
eine Schmalspurvariante von Bankenabgabe und Aktiengewinnbesteuerung
Rücknahme von Wahlzuckerl
irgendwas mit der Hacklerregelung


Nicht falsch verstehen: Mutlos ist nicht per se schlecht.
Es steht für Kontinuität, Beständigkeit, dafür es keine Umbrüche gibt.

Hier gibt's eine Graphik vom Standard:

Zu dem Betrugsbekämpfungspaket habe ich überhaupt nix gefunden, was das sein soll.

Zur Familienbeihilfe bis 24:
Fall 1: Männliches Kind, 5 jährige Schule (zB HAK, HTL, HBLA), öBH/ZD, dann Studium zB Medizin/Chemie/Veterinärmedizin/bestimmte techn Studien:
bekommt in den letzten Semestern seines ersten Studiums selbst bei Mindeststudienzeit nix
Fall 2: Weibliches Kind, 4 jährige Schule (zB Gymnasium), studiert ein 4jähriges BA und ein 2jähriges MA:
bekommt für 2 Studien voll

Da hätte man ruhig kreativer sein können, zB man bekommt es für die Mindeststudiendauer ab dem frühestens Zeitpunkt wo man beginnen hätte können. Bei Studienwechsel für das kürzere Studium ab dem frühestens Zeitpunkt. Da hätte man die Unis auch gleich gezwungen, die Bachelors arbeitsmarktauglich zu machen und die Master-Studien endlich auf Berufstätige zuzuschneiden.

Im Grunde ist das eh nur ein Detail, weil das Volumen dieser Einsparung ist relativ gering. Vielleicht war das die Nebelbombe, die man dann nach Protesten zurücknimmt, während andere Sachen untergehen.

Auch wenn ich verstehe, dass man das Wahlzuckerl 13 Familienbeihilfe gleich wieder abschafft (man hätte es bei der Budgetlage auch nicht einführen sollen), bei der demographischen Entwicklung bei den Familien zu sparen ist etwas eigenwillig. Wobei wiederum sollen ja mehr Verfügbarkeit von Kinderbetreuung usw mehr Einfluss auf die Reproduktionsrate haben.

Tabaksteuer kann man immer mal erhöhen.
Mineralölsteuer ist aus ökologischen Gesichtspunkten zwar ok, das Problem ist halt, dass man aufgrund der Raumplanung und Wohnungskosten die Leute aus den Städten treibt, und gleichzeitig die Nebenbahnen einstellt. Busse kann man eh vergessen, soll heißen die Leute werden immer mehr auf das Auto hin"konditioniert" bzw haben oft keine Alternativen, dafür wird das alles aber teurer. Hier fehlt einfach die große Strukturmaßnahme oder sonstige Aktivitäten. Wie sehr der Ausgleich bei der Pendlerpauschale das wett macht, weiß ich nicht.

Dass es irgendeine Abgabe auf Flugtickets gibt, ist aus ökologischer Sicht ebenso ok.

Sonst fehlen mir die Details.

Was ich mich immer nur wundere, warum man die Verwaltungsstrafen nicht nach oben schnalzt und gleich die Verfahrenskostenpauschale mit (12% statt 10% in der ersten Instanz, 25% statt 20% in der zweiten).

Gerade im Verwaltungsstrafrecht wimmelt es nur so von (schlecht gerundeten) Schillingbeträgen: 7260 hier, 3600 da, 35XXX dort usw.
Alles gleich mal rauf auf 10000, 5000, 50000 usw, dazu noch öfter Mindeststrafen vorschreiben.
Und dann gibt's überhaupt so ein paar Strafen, die total unverhältnismäßig gering sind:
Wenn einer eine Betriebsanlage Monate illegal betreibt, zB eine Disco in einem Wohngebiet oder eine Fabrik, die die Umwelt verschmutzt, ist die Höchststrafe 3600 Euro. Wenn ein kleiner Obsthändler irgenwelche Abfallmeldungen nicht legt (aber trotzdem brav mülltrennt), hat er Strafdrohungen die das um ein Mehrfaches übersteigen.
Das gehört ganz klar auf mindestens 10000 raufgeschraubt (imho: 35000, und pro angefangener Woche eine Mindeststrafe von 1000)

Vor allem sind das auch Dinge, die man politisch leicht durchsetzen kann, weil wer will schon Leute schützen, die Verwaltungsübertretungen begehen.
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BeitragVerfasst am: 29.10.2010, 00:58    Titel: Antworten mit Zitat

@Verwaltungsstrafe € 50.000: Das geht nicht, da gabs doch was mit civil rights, Gerichtsbarkeit (MRK), bei pönalem Charakter oder?

@FBH: Wird laut Presse und Standard schon zurückgerudert: Schulformen HAK, HTL,... kein Problem, Präsenz- und Zivildienst überlegt man noch. Waisenpension wird wahrscheinlich komplett abgekoppelt. Mitversicherung bei Eltern soll sowieso kein Problem sein. Schade, wären mal ein paar männliche Fälle für die Gleichbehandlungsanwaltschaft gewesen.

@Aktienertragssteuer: Soll angeblich nicht auf schon im Besitz befindliche Aktien und Anleihen Anwendung finden. Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge angeblich auch nicht. Klingt plausibel.

Frag mich, was mit Wohnbauanleihen ist.
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BeitragVerfasst am: 29.10.2010, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

harald hat folgendes geschrieben:
@Verwaltungsstrafe € 50.000: Das geht nicht, da gabs doch was mit civil rights, Gerichtsbarkeit (MRK), bei pönalem Charakter oder?

hatte jetzt die Grenze von 70 000 im Kopf, aber wenn's 35 000 ist, dann 35 000. Ist das noch aus Schillingzeiten, da könnte man dann inflationsbedingt wohl von einer etwas höheren Grenze ausgehen.
Wie gesagt, bei einem Großunternehmen, dass trotz Gesetzesübertretung (zB eben einem nicht genehmigten großen Geschäft) betreibt sind die 3600 Euro vielleicht der Umsatz pro Stunde oder so was.

Was ich dazu noch ergänzen wollte:
Außer dem Westenthaler haben die Gesetzesübertreter doch eh keine Vertretung im Parlament, oder?

Zitat:
@FBH:[...]
@Aktienertragssteuer:[...]
Frag mich, was mit Wohnbauanleihen ist.

Respekt, du kennst dich viel besser aus.
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BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

dejost hat folgendes geschrieben:
Respekt, du kennst dich viel besser aus.


Hab einen Gesetzgeber in der Familie! Wink/Zwinkern
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BeitragVerfasst am: 24.11.2010, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

orf.at hat folgendes geschrieben:
Die FPÖ nimmt die Abgeordneten der Kärntner Freiheitlichen in ihren Parlamentsklub auf. Damit stehen der FPÖ nächstes Jahr 180.000 Euro mehr an Klubförderung zu. Gemeinsam wolle man nun „stärkste Kraft in Österreich werden.“


Das gehört eigentlich in den Wer ist überrascht- Thread

Zitat:
Der heute bekanntgegebene Wechsel der fünf FPK-Mandataren zum FPÖ-Parlamentsklub stößt beim BZÖ auf Kritik. Das sei Wahlbetrug und eine „Selbstaufgabe der FPK“, sagt Obmann Josef Bucher.

Nonaned. Habe ich nicht schon mal angekündigt, ein Spiel zu veranstalten, wo es darum geht, wer im Vorhinein das Wording einer Presseaussendung am genauesten vorhersagen kann?

Zitat:
Heftige Kritik gibt es an einer Förderung für den Wipptaler Bürgermeisterverein in Tirol. Die Wipptaler Bürgermeister organisierten in Wien eine Demo für den Bau des Brenner-Basistunnels, dafür gewährte das Land jetzt 100.000 Euro.

Berufsdemonstranten alles, sage ich da nur.
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BeitragVerfasst am: 29.11.2010, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

http://derstandard.at/1289608955237/STANDARD-Umfrage-Strache-bei-Kanzlerfrage-erstmals-auf-erstem-Platz

Zitat:
"Wenn Sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, für wen würden Sie sich entscheiden?" Diese Frage stellt das Linzer Market-Institut regelmäßig einer repräsentativ ausgewählten Gruppe österreichischer Wahlberechtigter. Aber noch nie gab es solche Ausschläge wie in diesem Jahr - und noch nie war der Chef der FPÖ auf dem ersten Platz.

Wobei er nur einen einzigen Prozentpunkt vor dem amtierenden UHBK hat. Pröll hat nur 10, und Bucher genau 0.
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BeitragVerfasst am: 08.12.2010, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nikolaus Berlakovich (ÖVP) hat bis jetzt wenig Minuspunkte gesammelt.
Zugegeben, Österreich ist in allen Umweltschutz/Öko/Klimarankings mehr nach unten als nach oben abgestürzt, und von Visionen um das zu verbessern hat man von ihm auch nix vernommen. Wobei, welcher Politiker/in abgesehen von Strache und ein paar grünen Fundis hat außerhalb der KPÖ heutzutage überhaupt noch Visionen? Eben.

Und das folgende ist außerdem noch ein ad hominem- Argument. Ich aber hänge der konservativen Ansicht an, dass Politiker zumindest nicht kriminell sein sollten und kein schlechtes Vorbild.

Zugegeben, eher kleinlich das ganze. Die Schlagzeile hat irgendwie mehr versprochen, und ich wollte dann das Posting nicht löschen, nachdem ich es schon 3/4 fertig hatte.

Zitat:
Weil Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) am Montag auf seinem Weg zum Klimagipfel in Cancun in Mexiko in Paris aufgrund einer Verspätung den Anschlussflug verpasst hat, soll er laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" die Contenance verloren haben. "Die österreichische Botschaft in Paris ist ein Saustall", tobte der Minister.

Zitat:
Die zuständige österreichische Landwirtschaftsattachée, Birgit Hell, wurde laut Aussagen der Berlakovich-Mitarbeiter über die Flugverspätung informiert - sie sollte den Minister betreuen und bei der "Air France" am Schalter versuchen, das Flugzeug aufzuhalten. Dies sei Usus, hieß es aus dem Berlakovich-Stab.

Die Frau erschien jedoch nicht am Schalter. Auch der Botschafter in Paris wurde über den Berlakovich-Zwischenstopp nicht informiert, das übliche Minister-Botschaftsgeleit fand nicht statt. ÖVP-Parteifreund und Außenminister Michael Spindelegger war für den Umweltminister telefonisch ebenfalls nicht erreichbar.

Zitat:
"Der Landwirtschaftsattachée-Posten wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die österreichische Botschaft in Paris ist ein Saustall", sagte Berlakovich und tobte weiter: "Nie wieder Air France! Spindelegger muss eh bei den Botschaften einsparen, ich helfe ihm dabei." Nebst der Absetzung der Landwirtschaftsattachée in Paris werde es auch ein "offizielles Protestschreiben" an die "Air France" geben - in Kopie an die französischen Botschaft in Wien.

Die Bewertung des Verhaltens und die Entscheidung über etwaige Konsequenzen für die Landwirtschaftsattachée liegt in der Kompetenz des Landwirtschaftsministeriums. Der "Kurier" schreibt in der Mittwoch-Ausgabe, dass der Rauswurf der Attachée durch Berlakovich bereits besiegelt sei. Der österreichische Botschafter in Paris, Hubert Heiss, reagiert gereizt auf die Anwürfe des Ministers. Berlakovich solle nicht "die Nerven wegschmeißen", wird der Botschafter zitiert.

Zitat:
Diplomatenkreise, die nicht genannt werden wollen, stellen auf Nachfrage fest: Normalerweise ist bei Ministerreisen die Botschaft des Ziellandes für die Betreuung zuständig - in diesem Fall die österreichische Vertretung in Mexiko.

Bei einem Transit hingegen werde die Botschaft in der Regel nur dann tätig, wenn sie vom Büro des Ministers dazu gebeten werde. Ein Kabinettsmitglied werde, soweit es sich nicht um den Regierungschef, dessen Stellvertreter oder den Außenminister handelt, als privater Reisender betrachtet. Es habe daher kein Grund bestanden, die Anschlussmaschine des Umweltministers aufzuhalten, hieß es in diplomatischen Kreisen weiter.


fabian am hat folgendes geschrieben:
das schaffen nur unsere minister
Flugzeug verpasst und trotzdem abgehoben.
Respekt.

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BeitragVerfasst am: 15.01.2011, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hier gibt's einen interessanten Artikel über die Rudas-Partie und die wohl künftigen Größen der SPÖ: http://derstandard.at/1293370722777/Laura-und-die-Buberlpartie

Und hier eine total erfundene Satire vom Nikowitz zum angeblichen politischen Einfluss im ORF: http://www.profil.at/articles/1045/573/281728/rainer-nikowitz-helden
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BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn echte Politik lustig ist, ist das auch wieder irgendwie traurig.

http://derstandard.at/1293371042702/Die-OeVP-ist-ohne-Erwin-Proell-supernackt

Zitat:
Die österreichische Innenpolitik ernst zu nehmen kann manchmal schwer fallen. Vor allem, wenn man sich regelmäßig Pressaussendungen (OTS) der Parteien zu Gemüte führt. Die niederösterreichische Volkspartei und die FPÖ lieferten sich einen regelrechten OTS-Krieg.

Begonnen hatte alles mit einer Aussendung des Wiener Kabarett Simpl, in der ein Double des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll gesucht wird. "Für die Produktion, die ab 9. März im Simpl gezeigt werden soll, werden bis 28. Jänner Bewerbungen (mit Foto oder Videolink) von Schauspielern und Laien angenommen. Gerne ist natürlich auch der echte Pröll willkommen", heißt es darin.
Zitat:
In Zusammenhang mit den Aussagen von Pröll zum Mehrheitswahlrecht im STANDARD-Interview meinte wiederum FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung, dass der Auftritt eines Pröll-Doubles nicht dazu dienen wird, "dem niederösterreichischen Landeshauptmann zu huldigen", das Kabarett hätte "den wahren Wert" von Erwin Pröll erkannt.
Zitat:
Die Antwort aus Niederösterreich folgte exakt 23 Minuten später via Aussendung. "Für den Herrn Kickl sucht niemand ein Double. Das sagt alles über seine Akzeptanz in der Bevölkerung", schrieb ÖVP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner.

Das ließ Kickl natürlich nicht auf sich sitzen und reagierte prompt: "Der Pressedienst stellt fest, dass Generalsekretär Herbert Kickl kategorisch ablehnt mit Double zu arbeiten. Anders als die niederösterreichische ÖVP, die ohne Erwin Pröll supernackt ist, setzt die FPÖ auf Originale".


Supernackt am Weg zum Adjektiv des ersten Halbjahres 2011?
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Der Alchemist
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BeitragVerfasst am: 22.01.2011, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Gutes Lendvai-Interview:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/627550/Publizist-Paul-Lendvai_Die-Macht-steigt-ihnen-zu-Kopf

Zitat:
Das ist so, wenn Sie kritisch sind. Es ist fast ein bisschen wie in den alten kommunistischen Zeiten.
Zitat:
Es war eine düstere Voraussage, und es ist noch schlimmer gekommen. Ich habe dieses Tempo nicht erwartet und das Mediengesetz hat mich überrascht.
Zitat:
Dazu sage ich nichts. Gerd Bacher hat mich zum ORF geholt. Natürlich hatte ich interessante Erlebnisse mit den verschiedenen Generalintendanten
Zitat:
Trotzdem ist es natürlich interessant, aber ich habe schon so viel erlebt mit Diplomaten, dass mich, was deren Dummheit und Befangenheit betrifft, kaum mehr etwas überraschen kann.

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Liegt ein Auge auf dem Tresen, ist ein Zombie da gewesen.
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