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dejost
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 17:17    Titel: Was wir lasen und wie wir es fanden Antworten mit Zitat

Ursprünglich lautet dieses Thema:
Zitat:

Ich brauch was neues zum Lesen.

Bitte nützliche Hinweise hier.


Mittlerweile posten wir hier aber primär spoilerfreie Kritiken zu Belletristik- Büchern, die wir gelesen habe.
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Zuletzt bearbeitet von dejost am 05.03.2009, 15:06, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 17:17    Titel: Anzeige

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harald
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Beiträge: 903
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ich komm kaum von juristischen Büchern und Zeitschriften weg, daher kann ich nicht viel weiterhelfen. Werd immer mehr zum Fachidioten.

Zuletzt hab ich Nathan der Weise geschmökert.

Ins Raimund Theater zu Rebecca hats mich auch verschlagen, kann ich euch wärmstens empfehlen, ist äußerst sehenswert, hat aber nix mit Lesen zu tun Verlegen (Naja, die Homepage kann man lesen, allerdings sollte man sich die Geschichte nicht durchlesen, wenn man es sich anschauen will, da das ein bisschen an Spannung herausnimmt http://www.rebeccadasmusical.at/) .
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--Harald
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dejost
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BeitragVerfasst am: 21.11.2006, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nathan der Weise habe ich schon sehr oft gelesen und vor 2 Jahren im Theater gesehen.

Aber Nathan der Weise ist ein sehr guter Tipp!

So, damit es leichter gibt, ein paar Sachen die ich gelesen habe und wie/ob sie mir gefallen haben:


Jasper Fforde - Die Thursday Next Quadrologie
größtenteils großartig, insbesondere am Anfang zu sehr Dirty Harry und zu viel Geschmacklosigkeiten für meinen Geschmack, sonst aber sehr zu empfehlen. Ich borge sie gerne her.
Resümee: Lesenswert. Nur auf englisch lesen.

Jasper Fforde - The big over easy
Ein Spinoff zu Thursday Next. Genauso originell und verdreht. Ende enttäuscht etwas, zu viele Geschmacklosigkeiten.
Resümee: Halt nur eine weitere Fortsetzung.

Dan Brown - Illuminati + Da Vinci Code
Da beide nach dem selben Schema sind...
Sehr spannend, sehr durchdacht. Einzelne Fehler, teilweise die Dramaturgie zu sehr ausgereizt. Nicht alle überraschenden Wendungen sind vorhersehbar.
Resümee: Gute Popcorn- Literatur, die zum Nachlesen in wirklich wissenschaftlichen Werken motiviert.

Douglas Adams - Hitchhiker's Guide to the Galaxy - Alle 5 Teile der Trilogie
Zu den späteren Teilen musste man ihn zwingen. Das merkt man beim Lesen. Jeder Teil ist schlechter als der vorhergehende, tw machen sie auch die Enden der vorherigen Teile wieder kaputt.
Nach Teil 3 auf jeden Fall aufhören zu lesen.
Er soll ja einen 6 Teil geplant haben, der das wieder gerade biegt, was die Teile 4 und 5 versaut haben, aber er starb vorher.
Resümee: Nur auf Englisch. Nur Teil 1 lesen und vielleicht noch Teil 2.

Glauser - Wachtmeister Studer
Glauser mag eine seltsame Biographie haben, Studer ist aber ein Ausbund an Biederkeit. Gibt als Krimi eher weniger her, bestenfalls als Schweizer Sittenbild der 30er.
Resümee: Historisches Schweizer Sittenbild. Ich werde keine der Fortsetzungen lesen.

Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker

Die Erwartungen, als Titanenkampf genau gezeichneter antagonistischer Heroen werden aufs bitterste enttäuscht. Als Krimi wenig ergiebig.
Resümee: Ist Schulliteratur. Kann es bleiben. Muss es aber nicht.

Pirincii Akif - Felidae

Katzenkrimi, Verbrechen unter Katzen, die von einer Katze aufgeklärt werden. Originelle Idee, sonst aber abstruse Handlung ab der Mitte, tw sehr geschmacklos geschrieben und exzessiv selbstgerecht.
Resümee: Gute Idee, sehr gewöhnungsbedürftig. Ich werde keine der Fortsetzungen lesen.

Lessing - Nathan der Weise

Resümee: Muss man gelesen (oder gesehen) haben.

Lessing - Die Juden

Resümee: Klassisches Aufklärerstück. Kurz.
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BeitragVerfasst am: 29.01.2007, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

G.K. Chesterton- The man who was Thursday
Am Anfang wirklich sehr brilliant und witzig und zeitlos geschrieben. Dann zieht es sich etwas und das Ende ist unbefriedigend.
Resümee: Fängt gut an.
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Zuletzt bearbeitet von dejost am 23.06.2007, 19:36, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 21.05.2007, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Nightfall
Sci Fi aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Durchdachtes Szenario. Wenig spannend, kaum Überraschungen, unzufriedenstellendes Ende.
Resümee: Sehr flache Spannungskurve, Ende enttäuschend
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BeitragVerfasst am: 23.06.2007, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Prelude to Foundation

Das Buch selbst ist ganz gut, spannend, gute Wendungen, interessante Konzepte, durchschnittlich gut geschrieben. Im Endeffekt schreit es aber am Ende ganz laut Lies die Robot - Novels und die restlichen (5 glaube ich) Teile der Foundation Serie.

Resümee: Gut, ist aber ein Werbeträger für die Foundation und Robot- Reihe

Stanislaw Lem - Pilot Pirx

Episoden aus dem Leben und der Karriere des Weltraumfahrers Pirx. Unzusammenhängende Episoden, sehr kreativ und abwechslungsreich geschrieben. Pirx ist meistens ein Held wider Willen, findet den Abgrund in harmlosen Situationen und kommt dank seiner praktischen Intelligenz oder durch pures Glück wieder raus. Manche Episoden sind gut, manche weniger. Sehr viele sind sehr tragikomisch. Die Einstellung des Pirx' zu Robotern ist unnachvollziehbaren Wandlungen unterworfen. Tw glaubte ich, anti- westliche resp pro sozialistische Untertöne herauslesen zu können, das mag aber einfach an der Zeit und dem Ort liegen, wo es geschrieben wurde.

Resümee: Episoden unterschiedlicher Qualität

PS: Im Moment habe ich genug zu lesen.
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BeitragVerfasst am: 12.07.2007, 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

M. Crichton - State of Fear

Crichton Anti- Klimaerwärmung Buch, obwohl er selbst behauptet, keine Agenda zu haben.
Vorhersehbare Handlung, der einzige Plottwist ist auch bar jeder Überraschung. Mehrere völlig unnötig Tote, iSv literarisch unnötig und auch dass sich aus der Handlung des Buches für die Akteure überhaupt kein Grund ergibt, irgendwelche Leute kompliziert abzumurksen. Sehr nach dem Motto "und die Bösen schießen wir einfach über den Haufen". Ebenso schwachsinnig, das ist irgendein Geheimagenten- Typ, aber immer wenn er einen Einsatz hat, der am leichtesten mit ein paar Soldaten zu erledigen wäre, geht er allein mit einem Kollegen und nimmt halt den Anwalt und die Sekretärin mit, die er unterwegs aufgelesen hat.
Die Anti- Klimaerwärmung Lehrstücke sind auf pseudo- wissenschaftlich aufgebaut. Einige der Argumente sind purer Schwachsinn und unbelegt, andere beziehen sich auf (angeblich) seriöse Studien.

Resümee: Literarisch schlecht, kaum Spannung, unsachlich aber zeigt wenigstens einen Alternativstandpunkt
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BeitragVerfasst am: 04.08.2007, 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Stanislaw Lem - Der Unbesiegbare

Typischer Lem Sci- Fi Roman über ein Raumschiff, dass ein verschollenes Schwesternschiff retten soll. Bis zur Mitte ganz spannend, ab da aber total unspannend. Das Ende ist sehr inhaltsarm und enttäuschend, passt aber trotzdem irgendwie dazu.

Resümee: Typisch Lem, aber sicher nicht sein bestes
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BeitragVerfasst am: 06.09.2007, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Jasper Fforde - The fourth Bear

Dasselbe Problem, wie der Vorgänger The big over easy:
Zwar ok, mehr aber auch nicht. Die guten Ideen sind offensichtlich bei Thursday Next verblieben und dass er quasi retconnen muss, um noch irgendwas weiter zu bringen, ist auch kein Bonus.

Resümee: Mittel, ob ich mir den nächsten Teil noch zulege, entscheide ich nach First among sequels
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BeitragVerfasst am: 29.12.2007, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tod einer roten Heldin - Qiu Xiaolong

Krimi im China der 90er. Sehr interessantes Bild der Situation. Als Krimi eher langweilig, Wendungen basieren mehr auf Seite der Ermittler als auf Seiten des Falles. Driftig stellenweise unnötig ins Obszöne ab und viel zu viele Details zu chinesischen Essen, auf die ich verzichten könnten (Katze mit Schlange und so Sachen).

Resümee: Soziologisch spannend, kriminologisch fad.
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BeitragVerfasst am: 02.02.2008, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Forward the Foundation

Teilweise sehr gute Idee und spannend, tw greift er aber auch zu auf deus ex machina Effekte zurück bzw löst Konflikte zu gewaltbasiert, was dem prinzipiell "intellektuellen" Setting nicht entspricht. Notwendigerweise (da Bindeglied zwischen "Prelude" und Foundation- Trilogie) tragisch.

Resümee: Wenn man Foundation mag, ganz ok.
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BeitragVerfasst am: 24.03.2008, 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Foundation

Nicht so bierernst wie ich es befürchtet habe. Sehr manipulative und machiavellistische Charaktere.
Anders als in den früheren spielenden, aber zeitlich später geschriebenen Büchern funktioniert Sci- Fi jetzt anders:
Statt einfach ein Konzept in den Raum zustellen "groundcar, holovision" etc, versucht er in diesem Buch auch die technischen Hintergründe "nuclear" und ähnlich Schlüssiges darzustellen. Gut dass er es in seinem späteren Schaffen gelassen hat.

Resümee: Eh ok.

Christie - The Big Four

Eine Agenten Geschichte in der 4 supermächtige Schurken (wobei völlig unklar bleibt, wieso sie mächtig sind) versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen und nur ein kleiner Belgier mit Schnurrbart sie aufhält. Wurde vielleicht lange vor James Bond geschrieben, aber überbietet in leicht an Lachhaftigkeit. Tw spannend, ab der Hälfte sind die Plottwists vorhersehbar.

Resümee: Christie hat auch gute Bücher geschrieben
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Zuletzt bearbeitet von dejost am 24.03.2008, 21:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Der Alchemist
Meister der Geheimnisse



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BeitragVerfasst am: 24.03.2008, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
The Big Four

Eigentlich liebe ich Agatha Christie, aber den Roman kenn' ich noch gar nicht. Kannst ihn mir mal borgen? Übrigens hab' ich im Gegenzug They came to Baghdad anzubieten. Auch eine Christie-Spionagegeschichte. (Wenn weitergehendes Interesse besteht, kann ich mal eine Liste meiner Christie-Bücher posten.)

http://en.wikipedia.org/wiki/They_Came_to_Baghdad
(Achtung, Spoiler)


Im Übrigen kann ich allen Krimiinteressierten ein besonderes Schmuckstück anbieten: A Fatal Inversion von Barbara Vine (= Ruth Rendell). (Deutscher Titel: Es scheint die Sonne noch so schön)
Zitat:
In the hot summer of 1976, a group of young people are camping in Wyvis Hall. Ten years later, the bodies of a woman and a child are discovered in the Hall's animal cemetery. Which woman? Whose child?

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Liegt ein Auge auf dem Tresen, ist ein Zombie da gewesen.
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Leslie Swann - Glennkill

Ein Schafskrimi. Der Schäfer wird ermordet, die Schafe versuchen den Mord aufzukkären. Soll Schafsverhalten sehr gut analysieren.
Die Schafe sind jedenfalls Speziesisten, was zäh aber unlustig ist. Das Ganze zieht sich und hat einen eher episodenhaften und unproduktiven Charakter. Das Ende ist zwar überraschend, weil es so extrem schlecht ist.

Resümee: Määääh.... äh... Bäh!
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Der Alchemist
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Dejo hat folgendes geschrieben:
Resümee: Bäh!

Schade, über das Buch hatte ich mal eine Radiosendung gehört, da klang das viel verlockender. Sogesehen war's gut, es mir dann doch nicht gekauft zu haben. Obwohl ich den Ansatz eines Schafromans nachwievor gut finde. Vielleicht borg ich's mir doch mal irgendwo aus ...
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BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Jasper Fforde - First among Sequels

Tja, die Quadrology ist abgeschlossen.
Deswegen läßt Fforde den nächsten Teil ca 15 Jahre später spielen, was diverse Continuity Probleme und die Gefahr des Retconning sehr gekonnt umgeht. Kommt zwar im Großen und Ganzen nicht ganz an die Qualität der früheren Teile heran, ist aber - nicht zuletzt aufgrund der massiven Selbstpersiflage (noch mehr als bisher) - jedenfalls zu empfehlen, wenn man Thursday mag.

Resümee: Viel besser als Fourth Bear, daher empfehlenswert.
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BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth Rendell - Simisola

Krimi mit dem bieder- englischen "Kommissar" Wexford.
Solider Krimi, ohne besondere Höhen oder Tiefen, bei dem irgendwie unklar bleibt, ob er eine Moral oder gesellschaftliche Aussage haben soll und falls ja, was genau sie sein soll.
Resümee: Eh ok.

Asimov - Foundation and Empire

Es wird noch sozialdarwinistischer, machiavellistischer, es rollen auch schon mal Köpfe, im wahrsten Sinne des Wortes. Seldons Plan wirkt kälter und manipulativer, der Zweck heiligt die Mittel. Sonst kann man wenig drüber sagen, ohne Handlung vorwegzunahmen.
Resümee: Kein Grund, mit der Reihe aufzuhören, aber noch weniger einer, mit ihr anzufangen.
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BeitragVerfasst am: 03.07.2008, 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Second Foundation

Es wird sogar noch sozialdarwinistischer, machiavellistischer.
Zwar rollen diesmal keine Köpfe, aber es werden schon ab und an mal einfach so Kriege angefangen.
Dafür gibt es ein schönes Rätsel, das erst am Ende des Buches aufgelöst wird - und an dessen Lösung man lange grübeln kann.

Resümee: Kein Grund, mit der Reihe aufzuhören, aber noch weniger einer, mit ihr anzufangen.[/quote]
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BeitragVerfasst am: 24.10.2008, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth Rendell - The best man to die

Ein Inspector Wexford aus den späten 60ern, wo die Leute noch keine Bankkonten hatten, ihr Gehalt wöchentlich in Bar bekommen haben und wo ein Kühlschrank eine teure und außergewöhnliche Anschaffung ist.
Hat etwas Standesdünkel und die Geschichte ist nicht sehr spannend und wie sie auf das Ende draufkommen war mir auch nicht ganz klar. Auch eher kurz und keine Nebenhandlungen, wie in späteren Krimis.

Resümee: Es gibt bessere Inspector Wexford Krimis.

Ruth Rendell - A Guilty Thing Surprised

Obwohl nur ein Jahr später erschienen gibt es keine Standesdünkel und die Story ist zeitloser. Das Ende ist ausgefallen. Trotzdem eher nur mittel.

Resümee: Mittel.

Agatha Christie - The Murder of Roger Ackroyd

Aus den 20ern stammt dieser klassische Poirot Krimi, in dem Hastings als Erzähler nicht mitwirkt. Viel mehr kann ich leider dazu nicht sagen, weil jede weitere Andeutung schon ein Spoiler wäre. Hat eine Stelle, die ganz klar antisemitisch ist.

Resümee: Klassisch, bestenfalls mittel, aber in einer Hinsicht ausgefallen.

Denise Mina - Garnethill

Garnethill ist der erste Teil einer Crime- Novel- Trilogie, deren Hauptfigur eine Ex- Psychatrie- Patientin ist, die angibt von ihrem Vater missbraucht worden zu sein. Der Rest der Familie dealt mit Drogen, ist alkoholabhängig oder spießbürgerlich. Die Story spielt in Glasgow im dortigen Psychatrie- Millieu.
Es wird viel geflucht, getrunken, geraucht, es werden revanchistische und selbstgerechte Gedanken gewälzt. Mehr Thriller als Detektivgeschichte.

Resümee: Gewöhnungsbedürftig, auch dann nur mittel.
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harald
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BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ilona Mayer-Zach - Schweigerecht Quadrille

Zwei Kriminalgeschichten im Juristenmilieu Wiens. Aus meiner Sicht sehr kurzweilig und empfehlenswert. Man kann sich richtig in die Krimigeschichten und an die Schauplätze hineinversetzen. Ist so richtig iteratur für Zwischendurch.

Ein wenig negativ fällt auf, dass gängige Klischees leider bedient werden (Juristen sind fad und trocken, philosphieren die hohe Kunst,...), dennoch tut das dem Buch keinen Abbruch.

Seltsam: Dkfm. Thomas Schäfer-Elmayer, seines Zeichens Prof. h.c. wird in der Danksagung gedankt. Mich würde interessieren warum?
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BeitragVerfasst am: 22.12.2008, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Der PROJEKTIL- Bereich wurde - endlich - umgewidmet und behandelt nun alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat, PROJEKTIL ist daher nur mehr ein Aspekt von vielen.

Ein wesentlicher Teil von Kultur sind - für mich zumindest - Bücher, quasi das ultimative Kulturgut. Daher ist jetzt auch der Bücherthread hierher umgezogen.

Henning Mankell - The man who smiled

Ein klassischer Wallander Krimi.
Eher zufällig las ich ihn auf Englisch. Einerseits ist Englisch besser, da sich in Schweden alle duzen, spart sich der Übersetzer die im Deutschen notwendige Frage, ob Wallander Björk oder Ann-Britt duzen oder siezen würde. Andrerseits zeigt sich an ein paar Stellen, dass Schwedisch dem Deutschen doch näher zu sein scheint, ein paar der sprachlichen Vergleiche wirken unbeholfen, allein die Umschreibung von Bankomat/Geldautomat mutet seltsam an.

Abgesehen davon, dass mich dieser Krimi schon zu Ansichten über die Kriminalitätsentwicklung allgemein inspiriert hat, muss ich vorausschicken, dass ich schon mal einen Wallander- Krimi gelesen habe (Mörder ohne Gesicht) der mir allerdings nicht sehr gefallen hat. Jetzt allerdings erst habe ich ihn verstanden. Das richtige Adjektiv wäre wohl "bitter".
Es beschreibt Wallander, die Verbrechen und das Schweden von heute, in welchem Mankell seine Geschichten spielen lässt.
Bitter ist es, wie sich Wallander und sein Team durch die zähen Ermittlungen mühen, immer das Scheitern vor Augen.
Bitter war es für mich, als ich das in meinen Augen eher unpassende, reißerische (und dabei nicht besonders spannend geschriebene) Finale las.

Resümee: Bitter, am Ende etwas enttäuschend
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Foundation's Edge

Noch ein Teil der Foundation- Reihe liegt vor mir.
Dieser Teil bietet, anders als alle bisherigen, keine Episoden, sondern nur eine Handlung. So wie bei den vorigen Teilen ist es etwas widersprüchlich, dass das Ziel des Seldon- Plans eigentlich ist, der Menscheit Frieden und Wohlstand zu sichern, er dafür aber Zig- Millionen von Menschen einfach so benutzt. Und auch die Leute, die wissen, dass sie für diesen Plan arbeiten, sind trotzdem voller Ränke und Machtgier. Naja.
Das Buch hält die Spannungskurve recht gut, jedoch die Auflösung ist etwas sehr deus ex machina. Das Ende ist auch nicht sehr berauschend, aber dafür logisch und durchdacht.

Asimovs Bestreben, all seine Universen in eines zu gießen ist zwar (für mich) sehr verständlich, aber es hakt halt an ein paar Ecken.

Resümee: Kaum der beste Teil der Foundation- Reihe
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BeitragVerfasst am: 25.02.2009, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie sind hier mit wenigen Ausnahmen nur 4 AutorInnen (Asimov, Lem, Fforde, Rendell) vertreten. Hm. Ich sollte meinen Lesestoff mehr diversifizieren. Heute wieder ein Lem

Lem - Solaris

"We don't need other worlds. We need mirrors" sagt Snaut in der sowjetischen Verfilmung. Obwohl er das so direkt im Buch nicht sagt, trifft es doch den Kern des ganzen: Es ist primär ein Drama der Menschheit.

Und Obwohl Solaris ~6 Jahre vor dem Unbesiegbaren geschrieben wurde, ist es eigentlich eine vergleichbare Geschichte, nur halt stärker, philosophischer.

Quasi nebenbei bringt er auch noch eine nahezu zeitlose Beschreibung des Wissenschaftsbetrieb ein.

Es bleibt natürlich sehr viel unabgeschlossen, aber ein bisschen enttäuscht, dass auch viele Dinge unabgeschlossen bleiben, die rein "menschlicherseits" waren und die man hätte abschließen können, ohne jetzt den Gesamteindruck zu ändern.

Ein paar der Änderungen in der Einstellung des Ich- Erzählers sind überraschend, aber werden weder erklärt noch plausibel. Bei einer Wende bekommt er erst im Nachhinein einen Grund dafür.

Das U-Boot- Feeling, was Lem- Bücher meist vermitteln, ist auch wieder da, aber etwas schwächer als sonst. Auch der sozialistische Hintergrund findet sich andeutungsweise.

Die Beschreibungen der Erscheinungen sind wirklich gut.

Resümee: Ein wortgewaltiges Drama der Menschheit, klassischer Lem.
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BeitragVerfasst am: 05.03.2009, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Tschechow - Die Möwe

Das ist jetzt zwar ein Drama, aber ich hab's gelesen, nicht gesehen.

In der russischen Provinz des endenden 19. Jahrhunderts sitzen mehere Menschen zusammen, die entweder ihre Träume nicht umsetzen konnten oder das taten und von ihren Träumen enttäuscht wurden. Tragisch, mit ein paar Einsprenkelungen von Komik.

Resümee: Hat mir besser gefallen als der Kirschgarten.
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BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem ich neulich festgestellt habe, ich lese dauernd Sachen von den selben Autoren, habe ich mal was anderes probiert. Mit zweifelhaftem Erfolg.

Linda Howard - Open Season

Das ganze ist so ein romantischer Suspense Thriller oder wie man sowas nennt. Die Leseprobe hat sich ja ganz witzig angehört, aber das Buch hielt eher nichts.

Es geht um eine Bibliothekarin in einer Kleinstadt in einem US-Südstaat. Mit 34 beschließt sie ihr Leben zu ändern und sich einen Mann zu suchen. Dabei beobachtet sie zufällig einen Mord und gerät in das Visier des Auftragsmörders der Menschenhändler.

Ok, das Buch strotzt nur so von US- Kleinstadt- Klischees. Überhaupt, wer nicht von dort ist, gehört nicht dazu, wen man nicht kennt ist im Zweifel ein Raubmörder, mexikanische Migranten sind bettelarm und von einem Stück Seife (!) beeindruckt und am besten ist es immer noch daheim.

Auch die Charatkere sind platte Stereotypen, die Graumaus- Bibliothekarin die sich mausert, der taffe City-Cop, der aber in Wahrheit eh auch aus der Kleinstadt kommt und deswegen gut ist, die protektionistische Mutter, die saufende Ehegattin des Bürgermeisters, die nur an ihre Kinder denkt etc etc etc.

Spannend wird es auch bis zum Schluss nicht, und romantisch schon gar nicht. Und witzig auch nur an 2 oder 3 Stellen - und eine war halt leider die Leseprobe bei Amazon.

Resümee: Von amazon lass ich mir keine Bücher mehr empfehlen...
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dejost
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BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Asimov - Foundation and Earth

Damit habe ich die gesamte Foundation- Reihe gelesen. Es gibt noch 3 Bücher, die von anderen Autoren geschrieben wurden und so Nebengeschichten erzählen, aber mein Interesse an diesen ist enden wollend.

Der Kreis - sowohl zwischen den beiden Prequels (die als letztes geschrieben wurden) als auch zu seinen anderen Bücher der sogenannten "Greater Foundation" Reihe schließt sich (sogesehen ist es eine Kugel, kein Kreis, die sich schließt).

So wie schon am Eck der Foundation sind es keine Episoden mehr, sondern Asimov hat sich offensichtlich an Star Trek odgl orientiert: Es ist eine Art Roadmovie, sie fliegen von Planet zu Planet und hangeln sich mit "Chop-Logic" zur nächsten Schlussfolgerung und mit Glück zum nächsten Planeten weiter. Es gibt wieder so manche hoch intellektuelle Diskussion und Konzepte, auch wenn einzelne Schlussfolgerungen hanebüchen bleiben. Noch ein weiterer Star Trek Einfluss macht sich wirksam: Der Kapitän des Far Star ist wie Kirk ein Womanizer.

Dauernd wird die Frage gestellt, wieviele muss man retten, um dafür einzene umbringen zu können. Im Grunde ist das aber das Grundthema von Foundation als Ganzes, und die Antworten in diesem Buch sind keineswegs neu.

Um ein Ende zustande zu bringen und die oben erwähnte Kugel zu schließen, muss Asimov massiv retconnen - auch wieso dieser Weg und kein direkter gewählt wurde, bleibt unklar. Während das alles trotzdem noch halbwegs klappt, auch wenn es keine Verbesserung ist, sind die letzten 1,5 Seiten des Buches wirklich sehr eigenartig, enttäuschend und eines Humanisten nur eingeschränkt würdig.

Nach diesem Teil wusste auch Asimov nicht mehr weiter und schrieb nur Prequels.

Noch ein paar Abschlussworte zur Foundation Reihe als solches:

Das Asimov ein Rationalist war und kein Freund (aber auch kein Gegner) der Religion, kommt oft heraus. Hinsichtlich seines Humanismus ist es eine Frage der Definition, wie schon gesagt, das Gesamtziel ist immer humanistisch, aber auf dem Weg dahin werden für meinen Geschmack zu viele Opfer in Kauf genommen - rational aber wohl richtig.
Dass Asimov für die Gleichberechtigung war, kommt kaum raus. Erst in den späteren Teilen spiele Frauen überhaupt irgendeine Rolle, und wichtige Frauen gibt es in der ganzen Trilogie ca. 4 Frauen mit wichtigen Rollen (Bayta Darell, ihre Enkelin Arkady, Dors und Bliss) und ca. 3 Frauen in hohen Positionen (Mayor of Terminus zur Zeit von Trevize, Mayor of Comporellon zur Zeit Trevize und Delora Delarmi, Gendibals Gegenspieler im Rat der Second Foundation) - wichtige Männer gibt es zuhauf. Seine liberale Einstellung zu Sexualität kommt ganz ansatzweise vor allem in Foundation & Earth durch. Das er ein Kriegsgegner war, kommt kaum raus, aber dafür gibt die Reihe auch keinen Platz. Das Umweltthema, obwohl ihm das in seinen letzten Lebensjahren sehr wichtig gewesen zu sein scheint, wird kaum gestreift.


Resümee: Wie bei Douglas Adams sind die späteren Teile nicht mehr so gut wie die früheren. Leider auch nicht der Abschluss, auf den ich gehofft habe.
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harald
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BeitragVerfasst am: 05.10.2009, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

John le Carré - Der ewige Gärtner

Endlich konnte ich mal ein Buch lesen, das nicht zur juristischen Fachliteratur gehört.

Das war aber eh schon der einzige Punkt meiner Freude. Wäre das Buch ein Krimi mit 150 bis 200 Seiten, es wäre eine glatte Leseempfehlung. So kann man nur sagen ein ziemlich zäher über 550 Seiten füllender Roman.

Inhaltlich gehts um einen britischen Botschaftsangestellten in einem afrikanischen Land, dessen Frau die Machenschaften von Pharmafirmen aufzudecken versucht, welche ein Medikament testen und die Nebenwirkungen einfach unter den Tisch kehren wollen. Als die Frau ermordet wird, wird der Angestellte plötzlich vom Büroangestellten zum mittelschlauen Geheimdienstagenten, der die Schritte seiner Frau nachvollziehen will, um die Informationen zu sammeln, die sie hatte und die vernichtet wurden. Viele Komplotte später stirbt er dann, an der gleichen Stelle wie seine Frau. Die Sache fliegt trotzdem auf (ob er da jetzt geschickter war als sie sei dahingestellt).

Lieber die Nebel von Avalon oder Ähnliches lesen, dann ist die Zeit nicht verschwendet!
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--Harald
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BeitragVerfasst am: 20.11.2009, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Stieg Larsson - The Girl with the Dragon Tattoo (Originaltitel: Män som hatar kvinnor, also Männer die Frauen hassen), Teil 1 der sog Milleniumstrilogie

Zur Story:
Die ist in Wahrheit nicht herausragend besser als andere derartige Thriller (von denen ich bei ein paar hier nicht mal zugegeben habe, dass ich sie gelesen habe). Sie ist (bestenfalls) normal spannend und die Lösungen auch nur "normal" überraschend.
Zu den Charakteren:
Wie schon öfter bemängelt, wenn man einer Figur keinen Charakter "schreiben" kann, dann kriegt sie dafür ein (ausgefallenes) Sexleben. Dafür ist Blomkvist, die männliche Hauptfigur, geradezu das Lehrbuchbeispiel. Salander hingegen ist etwas unschlüssig: Einerseits ist sie eine antisoziale, ideologielose Anarchistin mit Asperger Syndrom, die nach dem Motto "Screw the police, the law, the world and everybody else" zu leben scheint, ab und an wird sie dafür total moralinsauer. Der Autor will dafür schon einen roten Faden zeigen, gelingt aber nicht glaubhaft. Die anderen Figuren sind nur durchschnittlich brilliant: Der alternde Industriemagnat, der böse Spekulant, der korrupte Journalist etc.
Zur Agenda/Moral/Aussage:
Larsson ist ja 2004 unerwartet gestorben, die Bücher fanden erst 2008 Verbreitung. Er soll die Bücher zur eigenen Unterhaltung geschrieben haben, es ist davon auszugehen, dass er sie in dieser Form vielleicht gar nicht veröffentlicht haben wollte.
Ein Thema sind Nazis in Schweden. Das spielt keine große Rolle im Buch, aber es wird recht gut abgehandelt.
Wie der schwedische Titel impliziert, ist ein großes Thema Gewalt gegen Frauen. Da kann ich jetzt nichts weiter dazu sagen ohne den Inhalt vorweg zunehmen.
Am Anfang und Ende geht es sozusagen um das böse Spekulantentum. Da hat er Autor klar eine eindeutige Meinung dazu, aber irgendwie hätte es mir besser gefallen, wenn er sie irgendwie (mehr) begründet hätte, als sie bloß in Raum zu stellen und diejenigen, die das andere vertreten, schlecht darzustellen.
Eine grundsätzliche Aussage ist, ähnlich wie bei Mankell, die Welt ist schlecht und jedeR ist entweder schon verdorben oder korrumpierbar.
Im Übrigen ist das Buch voller Schleichwerbung, vor allem die für Apple ist wirklich überhand nehmend.

Resümee: Falls das Buch wirklich nur ein Hobby war, welches (so) gar nicht veröffentlicht hätte werden sollen, war es wirklich gut. Im sonstigen Vergleich aber nichts Außergewöhliches. Falls ich den zweiten Teil je lese, dann nur weil wir ihn schon haben.

PS: Es gibt ja schon eine skandinavische Verfilmung, aber für eine "internationale" hat unter anderem Tarantino Interesse bekundet. Nicht, dass ich mir eine Verfilmung überhaupt anschauen wollte, aber eine von Tarantino wirklich ganz sicher nicht.
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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Irvin D. Yalom - Und Nietzsche weinte

Das Gratisbuch 2009 der Stadt Wien.

Es geht um eine fiktive Begegnung zwischen den historischen Figuren Josef Breuer (einer der Väter der Psychoanalyse) und Friedrich Nietzsche. Während die Begegnung zwischen Nietzsche und Breuer nie stattgefunden hat (obwohl Breuer Nietzsche sogar empfohlen wurde), ist diese sehr gut in die historischen Fakten eingebettet, zB die Behandlung der Anna O, die Freundschaft zu Freud, Nietzsches Philosophie, Lou Salomé uvm.
Soweit ich das beurteilen kann, ist das Buch historisch sehr gut recherchiert, die Charaktere sind sehr gut getroffen und die Geschichte hätte genauso gut wirklich stattgefunden haben können. Auch Nietzsches Philosophie ist meiner Meinung nach sehr gut "umgesetzt".
Stellenweise zieht es sich etwas und es ist aufgrund des Themas nicht immens spannend. Für das Verständnis sind ein paar historische Hintergründe empfehlenswert, aber die sind im Anhang der Wien- Auflage eh im Wesentlichen zusammengefasst. Außerdem sollte man Nietzsche überblicksartig kennen.

Resümee: Gutes Gratisbuch, daher eine Empfehlung. Zugreifen, solange es noch in den Magistratsstellen aufliegt.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Stieg Larsson - The girl who played with fire (Original: Flickan som lekte med elden, das heißt ungefähr dasselbe)

Teil 2 der Milleniumstrilogie

Nun, über die ersten 200 Seiten kann ungefähr der Kübel der selben Kritik ausgeschüttet werden wie über den ersten Teil: Sex statt Persönlichkeit, Schleichwerbung etc. Außerdem zieht es sich ziemlich. Klar, es werden die Grundlagen für den Großteil des Buches gelegt, aber das wäre auf 100 Seiten auch gegangen.
Thema ist Frauenhandel, aber abgesehen von ein paar ausführlicheren Erklärungen am Anfang wird das Thema sonst kaum behandelt. Auch sonst gibt es anders als im ersten Teil weniger Nebenhandlungen.

Nach 200 Seiten wird es aber ganz spannend, und wenn das ganze nicht in eine vom Umfang her ausartende "Weltverschwörung" ausgeartet wäre, wäre ich voll des Lobes: Charaktere bekommen Charakter, es wird gut erzählt.

Trotzdem sind ein paar Fehler drinnen, genannt sei zB, dass eine Figur, die nicht nur eine Mathematik-Genie und eine begnadete Hackerin ist sondern auch noch ein photographisches Gedächtnis hat, als Code für die Alarmanlage in ihrer geheimen (!) Wohnung die Bezeichung ihrer Scheinfirma hat.
Paolo Roberto übrigens, der im Buch auch vorkommt, ist eine echte Person, was ich ziemlich unpassend finde.

Und was das Buch am Anfang zu lang ist, ist es am Ende zu kurz. Zwar erfährt man die Auflösung, aber wie es ausgeht muss man wohl dem 3. Teil entnehmen.

Übrigens scheint es so, als wollte Larsson es doch zu Lebzeiten noch publizieren, und hat nur dies oder den großen Erfolg nicht mehr erleb.

Resümee: In manchen Hinsichten besser, in manchen schlechter. Da wir den 3. Teil auch daheim haben, werde ich wohl auch den lesen.
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BeitragVerfasst am: 09.04.2010, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas Mann - Der Zauberberg

"A classic is, what everbody wants to have read, and nobody wants to read" Mark Twain

Mit knapp 1000 Seiten wohl eines der längeren Bücher in dieser Liste.

Das Lieblingsbuch von vielen, für viele überhaupt der beste (deutsche) Roman.

Die Handlung ist vergleichweise episodenhaft, was das ohnehin schwer greifbare Buch nur noch schwerer greifbar macht.
Am besten trifft es wohl noch die Beschreibung "parodistisch-tragische Entwicklungsroman-Satire"

Resümee: Schwer greifbar, aber man sollte es gelesen haben
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BeitragVerfasst am: 25.04.2010, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Stieg Larsson - The Girl Who Kicked the Hornets' Nest

Nunmehr also der letzte Teil der Milleniumstrilogie. Originaltitel "Luftslottet som sprängdes", also das Luftschloss, welches gesprengt wurde.

Wie schon erwähnt, ist der vorige Teil unabgeschlossen. Mit einer einzigen Ausnahme werden alle offenen Handlungsstränge zufriedenstellen abgeschlossen. Fehler der früheren Bücher werden vermieden, so braucht es ca das halbe Buch, bis Blomkvist mehrere Frauen beglückt hat, es gibt keine Schleichwerbung mehr usw.

In bester Tradition gibt es auch ein paar Seiten Ausführungen dazu, wieso Schweden eine eigene Verfassungsgerichtsbarkeit braucht und wieso der Kapitalismus nur bei kritischen Konsumenten und unabhängigen Medien funktionieren kann. Das große Thema ist hier halt Checks & Balances und Grundrechte.

Auch die Spannungskurve ist sehr gut gehalten, am Anfang hat es einen unerwarteten Höhepunkt, der den erwarteten Verlauf der Geschichte völlig umkrempelt und gegen Ende kommt dann (fast) alles sehr gut zusammen. Dazwischen zieht es sich etwas.

Resümee: Ein würdiger Abschluss und klar der beste Teil.

Resümee zur gesamten Milleniumstrilogie: Ganz gut, aber wird dem Hype nicht gerecht.
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BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Jasper Fforde - Shades of Grey

Fforde does Brave new world. Das wäre eine treffende Beschreibung, er hat halt so seinen eigenen Stil, und den macht er halt jetzt auf eine Dystopie, wo die Kastenzugehörigkeit durch die Fähigkeit, Farben zu sehen bestimmt wird (also die meisten Leute sind teilweise oder gänzlich farbenblind) und die Gesellschaft auf Stasis und Fortschrittsfeindlichkeit ausgelegt ist.
Die Idee ist zwar ganz gut, aber er holt irgendwie nicht viel raus, und die ersten ~300 Seiten weiß man überhaupt nicht, wo das ganze hingehen soll. Lustig - ab und zu. Satire - stellenweise etwas. Spannend - vereinzelt. Gesellschaftskritisch - schon ein bisschen usw
Die letzten 50 Seiten dreht sich dann alles um, es wird etwas spannend und endet einerseits sehr zwiespältig, vor allem aber als eine reine Kaufaufforderung für die nächsten 2 (!) Teile.

Resümee: Thursday Next ist nicht dabei, und die Bücher mit ihr sind die wirklich guten von ihm.
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Zuletzt bearbeitet von dejost am 22.01.2013, 09:43, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Virginia Woolf - The Waves

Das ist wahrscheinlich das einzige Buch, das zu lesen ich wirklich abgebrochen habe. Sicherlich, ein Buch wurde mir gestohlen, und manchmal fängt man was anderes zu lesen an, und liest dann dort nicht weiter usw.

Aber bei diesem Buch habe ich echt keinen Zugang gefunden. Ich habe die ersten 20, 30 Seiten gelesen, und bin vor einem Mysterium gestanden.

Dann habe ich den Einleitungstext gelesen, dann war mir zwar klarer, was es sein soll, aber ich konnte immer noch nix damit anfagen.
Es sind halt parallele, episodenhafte, nur lose verknüpfte Monologe, Erinnerungsbruchstücke, Gedankensplitter. Aber lt Woolf selbst, in Form einer Symphonie, nicht einer Geschichte.

Es soll aber wirklich toll sein.
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BeitragVerfasst am: 17.06.2010, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Eoin Colfer - Douglas Adams's The Hitchhiker's Guide to the Galaxy: And another thing (Part 6 of 3)

Douglas Adams ist tot. Darin kann auch Colfer nichts ändern.
Während Adams ja selbst zugegeben hat, dass der 5. Teil von 3 deprimierend ist und er selbst ein gutes Ende schreiben wollte, kam er nicht mehr dazu. Colfer hat es, mit Genehmigung des Nachlass' probiert, aber auch nicht viel gerissen.
Zunächst ist es schon halbwegs ok, aber irgendwie ist es ein weiterer Abstieg in der Qualität (ca so, wie wenn man eine Serie aus einem Film macht). Das ist auch gleich das nächste Stichwort, es ruft irgendwie zu sehr nach einer Fortsetzung, und bildet keinen Abschluss. Er nimmt dem Ende des 5. Teils zwar etwas die Härte, aber weder gänzlich noch so weit, dass irgendwas besseres draus wird.

Resümee: Guter Versuch, mehr nicht.
Resümee über alle Hitchhiker's Guide- Bücher (diesmal 6): Ich kann uneingeschränkt nur die ersten 2 empfehlen, ev noch Teil 3, maximal noch Teil 4.
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BeitragVerfasst am: 06.07.2010, 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Stanislaw Lem - Sterntagebücher

Das Buch habe ich auf Deutsch in einem polnischen Antiquariat gekauft. Da es mehrere Versionen gibt, sei der Hinweis, es ist die Ausgabe inklusive der Erinnerungen Tichys, aber ohne der 26. Reise.

Ähnlich wie weiter oben bei Pilot Pirx eine Vielzahl an Episoden. Diese sind aber alle eher unernst oder gar komisch und die meisten sind auch bitterböse Satiren. Manche behandeln philosophische Fragen von Kybernetik, Religion und Soziologie. Kirchenkritik und Kapitalismuskritik findet sich auch in einigen. Viele Elemente kommen zweimal vor, so versucht Tichy zweimal die Menscheitsgeschichte zu verbessern, begegnet sich zweimal selbst usw.

Resümee: Verschiedene Episoden, manche richtig gut.
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BeitragVerfasst am: 02.08.2010, 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Jane Austen - Persuasion

Klassischer Austen-Roman, das Leiden von höheren Töchtern aus gutem Haus im England das beginnenden 19.Jhdts.
Mit 250 Seite nicht so dick, was mir aber das Lesen sehr erschwert hat, dass sehr viele Leute gleich heißen. So gibt es 2 Ehepaare (Mr und Mrs) Musgroves, 2 Charles Musgroves, Charles überhaupt mindestens 3, Mr Elliot und Sir Elliot, 2 Miss Elliots, 2 Miss Musgroves, dazu noch mindestens 3 Captains usw.

Dies war das letzte Buch von Austen, danach starb sie. Deswegen ist es, laut Wiki, auch kürzer als die anderen und wurde nachher nicht mehr (so oft wie die anderen) von ihr überarbeitet.

Resümee: Klassischer Austen-Roman, aber Pride and Prejudice hat mir persönlich besser gefallen
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BeitragVerfasst am: 05.09.2010, 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nele Neuhaus - Schneewittchen muss sterben

NN lebt im Taunus, wo auch das Buch spielt. Sie hat es vom Selbstverlag auf die Bestsellerlisten geschafft, ist aber "nur" Nebenerwerbsautorin.

Das Buch ist ein vergleichsweise klassischer Krimi, der 4. mit ihrem Ermittlerduo. Er bedient sich einer vergleichsweise einfachen Sprache, ist mit ~600 Seiten recht lang und hält die Spannung sehr gut, vor allem weil es sehr oft neue und zumeist auch sehr überraschende Entwicklungen gibt, die dann letztlich auch Sinn machen.

Amélie Nothomb - Quecksilber

AN hingegen ist eine haupberufliche Autorin, die an verschiedensten Orten gewohnt hat. Ua lange Zeit in Japan, worüber sie auch einen (teilweise) autobiographischen Roman geschrieben hat.

In Quecksilber geht es um einen älteren Mann, der (zunächst) mit einer Frau in einem speziellen Haus auf einer Insel vor der europäischen Küste in der Zwischenkriegszeit lebt.
Das Buch hat nichteinmal 170 Seiten und ist genremäßig für mich eigentlich bestenfalls generisch als "Drama" zu bezeichnen. Arg ist es auch irgendwie. Da es kurz ist, hält es die Spannung ebenfalls.
Es hat übrigens auch 2 verschiedene Enden, die Autorin erklärt das so, sie hat irgendwie 2 geschrieben und sich dann für keines entscheiden können, also können sich die LeserInnen selber eines aussuchen. Mit interaktiven Medien hat das aber gar nichts zu tun, sagt sie.
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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Carl Hiaasen - Nature Girl

Das Buch lebt von seinen total überzogenen, aber trotzdem nicht unrealistischen Figuren. Das ist auch wirklich witzig. Jedoch nach 100 - 200 Seiten sind die Figuren ausreichend charakterisiert und es macht sich die Schwäche des Buchs sichtbar: Die Story ist ziemlich mau.
Ein großes Ziel des Buches ist es übrigens, Telemarketer als besonders dumm darzustellen.
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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tonio Walter: Kleine Stilkunde für Juristen

Sehr zu empfehlen. Entschlackt die juristischen Schachtelsätze und vereinfacht komplizierte Ausdrücke und reduziert den Satzinhalt auf das Notwendige.
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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Amélie Nothomb - Böses Mädchen

In diesem Werk geht es um eine destruktive um nicht zu sagen parasitäre Freundschaft. Es ist nur 160 Seiten kurz, und trotzdem zieht es sich ein paar Seiten etwas. Es gehta uch wieder sehr um das Lesen als solches.
Das ganze Werk und vor allem das Ende hat sehr kafkaesk auf mich gewirkt, obwohl das wahrscheinlich überhaupt nicht intendiert ist.
Vermutlich sind ein paar der subtileren französischen Wort- und Anspielungen bei der Übersetzung verloren gegangen.
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BeitragVerfasst am: 08.10.2010, 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hugo Bettauer - Die Stadt ohne Juden

1922 veröffentlicht, ist es ein sehr vorausschauendes Buch.
Es geht um eine Art Holocaust Light, es werden nämlich alle Juden und -stämmlinge des Landes verwiesen. Und mit Light meine ich Ultralight, es gibt keine Gewalt, keine Toten usw.
Das hat zur Folge einen Niedergang der Wirtschaft (wie er 10 Jahre später aus anderen Gründen tatsächlich kam), Verarmung des Kulturlebens und viele gebrochene Herzen.
Nach ein paar für die Komödien dieser Zeit üblichen Streiche, Verkleidungen und Verwicklungen löst sich alles in einem Happy End auf.

Das Buch hat sicherlich sehr viele Anspielungen auf konkrete, historische Figuren, aber die sind fast 100 Jahre später für den Nicht-Historiker wohl verloren.

Bettauer selbst konnte nicht mehr erleben, dass seine Zukunftsversionen (Holocaust, aber auch wirtschaftlicher Niedergang) ungleich schrecklicher verwirklicht wurden, denn er wurde 1925, als die Verfilmung (übrigens ua mit Hans Moser) in die Kinos kam, von einem Nazi(sympathisanten) und Zahntechniker angeschossen und starb wenig später an den Folgen. Sein Mörder saß nicht im Gefängnis, sondern dank Intervention von diversen Nazis nur ca 1,5 Jahre in der Klapse und war dann wieder ein freier Mann.


Ingrid Noll - Röslein Rot

Die ersten 200 Seite behandelt das Buch Szenen einer (bzw Reste einer) Ehe aus der Sicht der Hausfrau. Auf den letzten 50 Seiten versucht es dann zum Krimi zu werden, schafft es aber bestenfalls zum Thriller. Das - imho eigenwillige - Ende kehrt dann wieder zum ursprünglichen Thema zurück.

Ein Thema, das sich durchzieht, ist Malerei. Die Ich-Erzählerin ist Malerin mit sehr selektivem Talent (sie kann im Wesentlichen nur Stillleben malen), und in jedem Kapitel wird auch ein klassisches Bild besprochen, dessen Symbolwirkung oder Aussage odgl einen Bezug zum Kapitel haben. Obwohl bezüglich Malerei der Unkenntnis anheimgefallen (bzw ihr nie entkommen) hat mir das recht gut gefallen.
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BeitragVerfasst am: 19.11.2010, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe gerade, dass ich hier echt nur einen Auszug der von mir gelesenen Bücher reinschreibe. ZB habe ich auch von Mankell Mörder ohne Gesicht gelesen, den ersten Wallander- Krimi. Auf den nehme ich nämlich gleich Bezug.

Henning Mankell - Der Chinese

Wallander tritt nicht auf, eine der Hauptfiguren ist eine ältere, ausgebrannte Richterin, deren einzelne Verwandte einem außerordentlichen Verbrechen zum Opfer fallen und die dann nach eigenen Recherchen in die Dinge hineinstolpert, die dahinter stehen.
Es gibt auch einen Handlungstrang Ende des 19. Jhdt über Chinesen, die gezwungen werden in den USA die Eisenbahn zu bauen und einen im China zum Zeitpunkt des Schreibens (2005).

Es zeigt sich wieder Mankells Tendenz zum Pessimismus: Die Welt ist schlecht, selbst die Richterin vertraut der Justiz nur eingeschränkt, Gewaltverbrechen werden nicht aufgeklärt usw usf.
Außerdem habe ich die Vermutung, Mankell hat ein Bedürfnis nach Exzessen, Superlativen, Übertreibungen gerade im Gewaltbereich: Es werden nicht nur ein paar Leute ermordet, ein ganzes Dorf wird gefoltert und umgebracht. Eine Frau wird nicht nur vergewaltigt und ermordet, sie wird tagelang an einen Mast gebunden, dann von der gesamten Crew vergewaltigt und dann am Hals den Mast hochgezogen, wo sie verreckt usw.
Diese Tendenz zum Reißerischen zeigt sich auch in enem anderen Thema, der Weltpolitik um die es auch geht.

Davon abgesehen hat es auch ein paar autobiographische Anekdoten über die Zeit der Richterin in der "kommunistischen Jugend" in Schweden.

Resümee: Nach der Hälfte des Buches war ich sicher, ich lese nie wieder etwas von Mankell. Nachdem ich es ausgelesen habe, mindere ich es auf "wahrscheinlich" ab.


Amélie Nothomb - Kosmetik des Bösen

Eigentlich geht's bei Nothomb immer um perverse Beziehungen. So auch hier. Das Buch ist wiederum sehr kurz, daher kann ich über den Inhalt ohne zu spoilern fast nichts sagen.
Es ist auch sehr arg, wobei ein paar der anfänglichen "Argheiten" später entschärft werden.
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BeitragVerfasst am: 23.11.2010, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Teresa Solana - Mord auf katalanisch

Das Buch hat als Untertitel "Ein Barcelona-Krimi".

Den Teil Barcelona erfüllt es über: Wirklich sehr häufig gibt es irgendwelche Daten zu Barcelona, was in welchen Stadtviertel ist, wo reiche Leute wohnen, wo man einkaufen geht usw usf.

Krimi hingegen ist es nur wenig. Ein Krimi meiner Meinung nach ist ein Buch, wo es um ein Verbrechen und dessen Klärung geht.
Zwar gibt es nach einiger Zeit ein Verbrechen und es wird irgendwie auch aufgeklärt. Wirklich darum gehen tut es aber meiner Meinung nach nur etwas.
Hauptfiguren sind zwei sehr ungleiche Brüder die illegal ein Unternehmen betreiben, mit dem sie für die Reichen diverse Aufgaben wahrnehmen, unter anderem auch so etwas in der Art, wie es Detektive tun.

Im Wesentlichen ist das Buch eher auf lustig, wobei es ein paar moralinsaure Einschübe hat.
Für meinen Geschmack arbeitet es zu viel mit Zufällen, und unschlüssig ist es stellenweise auch. So sind die beiden eigentlich ständig in Geldnot, fahren aber fast überall mit dem Taxi hin (in Barcelona gibt es eine Ubahn, die wird aber nie erwähnt) und gehen dauernd auswärts essen (aus eigener Erfahrung ist das in Barcelona viel teurer als hierzulande).
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BeitragVerfasst am: 02.12.2010, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Dai Sijie - Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

Eine Stadt. Ein Buch. 2010

Zwei chinesische Teenager-Knaben werden in den 1970ern auf's Land
geschickt, zwecks Umerziehung, wo sie verbotenerweise Balzac lesen und
die kleine chinesische Schneiderin kennenlernen.
Die Landbevölkerung lebt in bitterster Armut und auch sonst ist das
Leben kein Zuckerschlecken, aber der Autor schildert alles auf eine
geradezu leichtfüßige Weise, dass es einen nicht erschlägt.

Das Buch ist laut dem Autor recht autobiographisch.
Außerdem sagt der Autor sinngemäß, er möchte nur eine Geschichte
erzählen, und keine Metapher.

Das Gratisbuch der Stadt Wien 2010. Anders als (meisten) früheren
Gratisbücher hat es allerdings gar keinen Wienbezug.

Amélie Nothomb - Reality- Show

Ein Konzentrationslager im heutigen Europa. Aber nicht nur das, es ist
auch noch eine Wiederholung des Stanford-Prison-Experiments und eine
Reality- Show. Ca 170 Seiten.

Typisch Nothomb, finde ich.

Ich hätte ein anderes Ende vorgezogen, aber was und wieso kann ich
nicht sagen, ohne zu spoilern.
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Zuletzt bearbeitet von dejost am 22.01.2013, 09:48, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 17.12.2010, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Isaac Asimov - The Caves of Steel

Asimovs erster Roboter-Krimi im Umfang eines Buches (er hat allerdings viele Kurzgeschichten geschrieben).

Ein Polizist bekommt nolens volens einen Roboter als Partner und sie müssen einen Mord aufklären, obwohl die Ermittlung doch primär aus Schüssen ins Blaue besteht.

Während das Setting - wie eigentlich immer bei Asimov - doch wirklich sehr gut ist, hebt die Story sozusagen nie wirklich ab.
Zum Ende kann ich nix sagen, ohne zu spoilern.

Obwohl das Buch 30, 40 Jahre geschrieben wurde bevor Asimov entschieden hat, er lässt Foundation und Robot im selben Universum spielen, sind doch schon sehr viele Dinge hier gleich, die dann in Foundation auch kommen: Kolonien und die politischen Ränke, die "Caves of Steel" also die riesigen, überdachten Städte (Asimov war agoraphobisch), Ernährung via Yeast (Hefe, bin aber nicht sicher ob er damit nicht Pilzkulturen meint) usw.

Resümee: So gut wie der erste Teil von Foundation ist es nicht.
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dejost
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BeitragVerfasst am: 28.01.2011, 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

F. Scott Fitzgerald - Tender is the night

Ich geb's zu, ich hab mit dem Buch nichts anfangen können, und habe es nur zum Ende gelesen, weil ich vor kurzem ein anderes Buch geschmissen habe. Es beginnt damit, dass in den 1920ern eine junge us-amerikanische Schauspielerin in Südfrankreich eine Gruppe von wohlhabenden Leuten kennenlernt. Dann wechselt der Fokus auf ein Ehepaar von dieser Gruppe, geht in die Zeit zurück, wie sich die beiden kennen gelernt haben und dann wieder mehrere Jahre nach vorn.

Es gibt allerdings auch eine Ausgabe, in der alles chronologisch ist.

Ich hab's nur stellenweise gecheckt. Manchmal sind einfach Auslassungen drinnen, das ganze ist oft sehr sprunghaft, lückenhaft. Teilweise liegt's auch daran, dass ich nicht weiß, was in den 1930ern für US-Amerikaner in Europa Alltag war.
Lt Wikipedia ist die Aussage, dass einer nur auf Kosten eines anderen stark werden kann; eine Ansicht die ich nicht teile.

Resümee: hat sich mir nicht erschlossen.


Gottfried Keller - Romeo und Julia auf dem Dorfe

Geschrieben um 1850, gibt der Titel eh schon alles über den Inhalt preis.
Es gehört in die Stilrichtung des poetischen Realismus und ist ein Klassiker der Schulliteratur. Das Werk ist in der Public Domain.

Resümee: Ein Klassiker
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BeitragVerfasst am: 14.02.2011, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die kleine House Apotheke I und II

Wer gerne die Fernsehserie Dr. House ansieht, dem wird die Zusammenfassung der Gecshichten der jeweiligen Serien auf ungefähr je 2 Seiten gefallen!

Ich verwende es zum Nachschlagen einiger tief schwarzer Sager:

Zitat:
mami: „du kriegst nicht die flasche, nur mamis natürliche gesunde muttermilch.“
house: „yummi.“
mami: „ihr ganzes gesicht ist über nacht angeschwollen.“
house: „kein fieber. drüsen normal. die impftermine wurden versäumt.“
mami: „wir lassen sie nicht impfen.“ zu baby: „na? quaak, quaaak, quaaak.“
house: „denken sie, das bringt nichts?“
mami: „ich denke, ein multinationaler pharmakonzern will mir einreden, das es funktioniert, um seinen gewinn aufzustocken.“
house: „erlauben sie?“ greift sich den spielefrosch.
mami: „klar!“
house: „quak, quak, quak… naturreiner farbstoff. ist ein hervorragendes geschäft – naturreines kinderspielzeug. spielzeugfirmen kennzeichnen ihre frösche nicht willkürlich, und bestimmt lügen sie nicht über die summe, die sie für forschung und entwicklung aufwenden. den schlimmsten vorwurf, den man einer spielzeugfabrik machen könnte, wäre dass ein frosch langweilig aussieht.“
house: „quak, quak – wissen sie, was sich noch gut verkauft? sehr kleine … babysärge, glaub ich, die kriegt man in froschgrün, feuerwehrrot, wirklich! die antikörper in der yummi-mami schützen das kind nur für sechs monate, weswegen die großunternehmen denken, sie könnten sie über den tisch ziehen, die gehen davon aus, dass sie jeden preis bezahlen, um ihr kind am leben zu erhalten. wollen sie was ändern? unternehmen sie was. wenn ein paar hundert eltern ihr kind lieber sterben lassen würden, anstatt ein paar mäuse für eine impfung auszugeben, würden die preise bestimmt fallen, glauben sie mir! quak, … quakquakquak! quak, … quakquakquak!“
mami: „sagen sie mir, was sie hat!“
house: „eine erkältung.“


Und auch sonst mag ich es aufgrund der Parallelen zu Sherlock Holmes.
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--Harald
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BeitragVerfasst am: 27.05.2011, 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Douglas Adams - Dirk Gently's Holistic Detective Agency

Mit den letzten Büchern habe ich kein Glück.

Die Handlung gallopiert in alle möglichen Richtungen davon - Zeitreise, Außerirdische, Geister, Chaos Theorie, Kritik (?) an British Telecom usw.
Gegen Ende kommt dann alles zusammen, aber ich hatte schon lange den Faden verloren. Auch nachdem ich das Ende ein zweites Mal gelesen habe, habe ich es nicht verstanden.
Um es zu verstehen musste man sich an irgendwelche Details aus dem Anfang des Buches erinnern (die aber nie wiederholt oder erklärt werden) und außerdem mehrere Gedichte von S.T. Coleridge kennen, was ich nicht tue.
Es sind zwar ein paar witzige Ideen drinnen (zB der Electric Monk, der für einen alles glaubt), aber das rettet es auch nicht.

Es soll aber toll sein.

Resümee: hat sich mir nicht erschlossen und gefallen hat's mir auch nicht.
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BeitragVerfasst am: 28.06.2011, 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hakan Nesser - Das grobmaschige Netz

Wieder so ein gelobpreister Krimi, hat mich aber auch nicht von den Socken gehaut.

Das ganze hat einen sehr elliptischen (kann man das so sagen? jedenfalls viele Auslassungen) Stil, die Leute gehen alle sehr barsch miteinander um. Am Anfagen wiederholt sich das meiste, dann fischen Leser und Polizei einige Zeit lang im Trüben. Dann plötzlich kommt Van Veeteren - der ermittelnde Polizist, der auch eher unsympathisch ist - drauf. Aber wieso und wann genau ist an mir vorübergegangen. Vor allem ist die Lösung dann auch so arg und weit hergeholt.

Resümee: Naja.
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