Forum ist umgezogen -> http://forum.kortz.at
Dieses Forum ist umgezogen - Du findest uns jetzt unter http://forum.kortz.at
 


 FAQSuchenMitgliederlisteBenutzergruppen Registrieren
ProfilEinloggen, um private Nachrichten zu lesen Login

Was wir lasen und wie wir es fanden
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
 
Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Forum ist umgezogen -> http://forum.kortz.at Foren-Übersicht -> Kunst, Kultur und PROJEKTIL -> http://forum.kortz.at
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 18.08.2011, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Isaac Asimov - The Complete Stories Vol. 1

Ich find's ja immer etwas suspekt, wenn etwas "Alles komplett - Teil 1" heißt, aber was soll's.

Es sind 25 Kurzgeschichten drinnen, manche besser, manche schlechter. Bei ein paar der Geschichte ist die Idee richtig gut, aber es wird keine gute Story draus (das war auch mein Hauptproblem mit Caves of Steel.).

Nele Neuhaus - Wer Wind sät

Im Wesentlichen kann ich dazu dasselbe sagen wie weiter oben zu einem anderen Buch von ihr.
Stellenweise ist es ein bisschen zu reißerisch bzw greift in die Klischeekiste, das ganze auf 300 - 400 Seiten zu komprimieren wäre auch ok gewesen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Anzeige







BeitragVerfasst am: 18.08.2011, 12:00    Titel: Anzeige

Nach oben
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 13.10.2011, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Jane Austen - Lady Susan

Ich habe mir vorgenommen, alle Werke von Jane Austen zu lesen (außer den unfertigen, bei den Jugendwerken bin ich mir nicht sicher - die sind sicher herzige Parodien, aber ob man den Schmäh mehr als 200 Jahre später noch checkt?). Ergo nun Lady Susan.

Dabei handelt es sich um einen Briefroman, dessen Hauptfigur, die titelgebende Lady Susan, eine Antiheldin ist, eine Art manipulative Femme Fatale ist, beschrieben mit der für Jane Austen und die Georgian Era üblichen Zurückhaltung.

So gesehen ist das Werk wohl auch eine Art Satire oder Parodie.

Es hat mir recht gut gefallen, obwohl halt - wie so oft - aus heutiger Sicht nicht zur Gänze zugänglich, was aber auch irgendwie wieder den Reiz ausmacht.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 19.12.2011, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

MARIO VARGAS LLOSA - Der Geschichtenerzähler

Es ist das "Eine Stadt Ein Buch" Buch 2011, daher kopiere ich mal von dort.
http://www.einestadteinbuch.at/gratisbuch

Zitat:
In dem Roman Der Geschichtenerzähler (El hablador) berichtet ein Ich-Erzähler, der deutliche Züge des Autors Vargas Llosa trägt, die Geschichte eines Freundes, des jüdischstämmigen Saúl Zuratas, der von den peruanischen Urwaldindianern der Machiguenga fasziniert seine Identität aufgibt und sich in das Nomadenvolk integriert.

Zitat:
In dieser Dialektik von Naturnähe und Zerstörung durch die Industriegesellschaft ist die erzählerische Absicht des Buches zu finden: „Die Vorstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, das Bewusstsein der Umweltzerstörung durch die Industriegesellschaft und die moderne Technologie, die Aufwertung des Wissens des Primitiven, der gezwungen ist, seinen Lebensraum zu respektieren, wenn er nicht untergehen will, ist eine Anschauung, die in jenen Jahren zwar noch keine intellektuelle Mode darstellte, aber doch schon allenthalben, selbst in Peru, Wurzeln zu schlagen begann.“


Was mir am Anfang das Lesen sehr erschwert hat, war der Umstand, dass dann ohne Überleitung oder Erklärung plötzlich die Schöpfungsmythen der Machiguengas erzählt werden. Die sind auch sehr schwierig zu lesen, weil alle dort Tsarunichi (oder so heißen), was vermutlich mehr sowas wie Familienoberhaupt heißt, aber auch dazu nie eine Erklärung. Erst später kommt die zusätzliche Info, dass das eben ist, was der Geschichtenerzähler erzählt. Er erzählt dann auch Kafkas Verwandlung und die Diaspora im Machiguenga-Stil. Das ist sehr lesenswert.

Auf der erwähnt HP steht auch, dass die Bücher "immer Relevanz für Wien" haben sollen. Das hat sich mir - wie auch letztes Jahr - nicht erschlossen.

Durch die erste Hälfte musste ich mich durchkämpfen, die zweite Hälfte war dann ganz gut.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 10.01.2012, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Jasper Fforde - One of our Thursdays is missing

Wie der Titel schon offenlegt, ist es der nächste Teil der zweiten Thursday Next Quadrologie. Die Qualität reicht nicht mehr an die besten Teile heran, dass Buch ist aber trotzdem sehr gut.
Außerdem muss er einerseits das Setting ändern, um eine Story zusammenzubringen - von nicht zu wenigen Inkonsistenzen in der BookWorld nicht zu sprechen - und andrerseits verlässt er das eigentliche Thema Bücher schon sehr oft. Schon in früheren Teilen, hat er ja mit Shakespeare die Theaterbühne betreten, aber in diesem Teil kommen dann (Meta-)Schmähs hinzu, die nur mit Sitcoms, Westernfilmen und Pantomimen zu verstehen sind.

Resümee: Immer noch gut, auch wenn Fforde die eigenen Regeln umschreiben muss
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 03.02.2012, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ken Kesey - One Flew Over the Cuckoo's Nest

Eine Novelle, entstanden um 1960 und spielt in einer Nervenheilanstalt; erzählt aus der Perspektive eines leicht paranoiden Insassen.
Die Abteilung der Nervenheilanstalt wird von der "Big Nurse" geleitet, die mit eisener Disziplin, falschfreundlichem, manipulativem Gehabe und Passiv-Aggressivität alles unter Kontrolle hat, Insassen, Pfleger und Ärzte.
Dann kommt McMurphy (in der Verfilmung gespielt von Jack Nicholson) , ein Schläger, Spieler und Schwindler, der wegen Statutory Rape sitzt, sich aber verstellt und nicht auf der Arbeitsfarm arbeiten zu müssen.
Seine bacchanalische Lebensfreude verträgt sich nicht mit der dort herrschenden sterilen Disziplin, und es kommt zum Konflikt, der sich weiter zuspitzt.

Buch und Film, der sich (ich habe ihn nicht gesehen) anscheinend sehr ans Buch hält, sind sehr zelebriert und gut bewertet.

"the narrative serves as a study of the institutional process and the human mind, as well as a critique of Behaviorism and a celebration of humanistic principles" schreibt wiki. Der erste Teil ist sicher richtig, der Autor war auch selbst in einer solchen Anstalt tätig, mit Behaviosismus und inwiefern die im Buch geschilderten Praktiken der damaligen Behandlungsform entsprechen, habe ich keine Ahnung, wird also auch stimme.
Bei den humanistischen Prinzipien melde ich schon leise Zweifel an, weil McMurphy ist vielleicht "a celebration of life", aber letztlich eines Lebens auf Kosten von anderen: Als Schwindler und Betrüger hat er immer schon die anderen ausgenommen, und macht auch in der Anstalt weiter, er nimmt den anderen Insassen durch Poker, Wetten usw Zigaretten, Geld etc ab, denen ist es auch bewusst. Nicht zuletzt ist seine Lebensweise nicht nur destruktiv für andere, sondern auch für sich selbst, für mich ist das nicht humanistisch.
Das mechanistisch-sterile der Big Nurse ist jetzt auch nicht besser, wobei ich schon anmerken muss, im Vergleich was früher und wahrscheinlich auch noch zu Schreibers Zeiten in Klapsen abgegangen ist, könnte die Big Nurse wesentlich böser sein.

Bei vielen Insassen kommt nicht heraus, wieso sie eigentlich da sind, von ein paar Neurosen abgesehen. Eigenwillig in diesem Zusammenhang ist auch, dass die meisten der im Buch behandelten Insassen der Anstalt freiwillig dort sind - sie könnten auschecken wenn sie wollten. Und im Buch ist von einer einzigen Person abgesehen niemand, den die Big Nurse davon abhält, das zu tun.

Was mich aber am meisten gestört hat, ist mein Verdacht, dass das ganze Buch irgendwie antifeminstisch oder sogar mysogyn unterlegt ist, und dabei berücksichtige ich schon, dass es damals mit der Gleichberechtigung noch nicht so weit her war.
Zunächst geht es einmal übertragen aber auch tatsächlich sehr viel um Kastratationsängste, Angst des Verlusts der (nicht näher definierten) Männlichkeit usw usf.
Die Quelle dieser Ängste sind ausschließlich Frauen, und alle männlichen Charaktere werden von Frauen unterdrückt, die meisten von der Big Nurse, aber 2 der Insassen werden zusätzlich von ihren Frauen unterdrückt und einer von seiner Mutter bzw wird mehr oder weniger implizit der Vorwurf gemacht, diese Frauen sind schuld an ihrer jeweiligen Situation, der (verstorbene) Vater des Ich-Erzählers Bromden wurde von seiner Frau unterdrückt, die wohl auch mitschuld an seinem Tod war, der ganze Indianerstamm wurde von einer Vertreterin des Combine (so bezeichnet der Ich-Erzähler "das System") unterdrückt.
Auch die sonstigen weiblichen Charaktere, die etwas Persönlichkeit haben, sind durchwegs negativ besetzt - 2 Prostituierte, die mehr oder minder willenslose Spielbälle sind, die Night Nurse die körperlich entstellt und deswegen verrückter ist als die meisten Insassen.

Ich kann natürlich auch völlig falsch liegen, vor allem die Big Nurse ist nur eine Repräsentationsfigur des unterdrückenden Systems, und solche Posten waren damals überwiegend mit Frauen besetzt, die Insassen in der Anstalt haben natürlich alle dasselbe Geschlecht, daher kommen die Kastrationsängste quasi von alleine.

Resümee: Wohl ein Klassiker, hat mir aber nicht gefallen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 16.03.2012, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Seth Grahame-Smith - Pride and Prejudice and Zombies

Es ist das, wonach es klingt: Der Autor hat in den Originaltext etwas überarbeitet, und Zombies eingebaut, so fressen halt mal Zombies zwischendurch das Personal oder Gäste und Darcy fürchtet, dass Jane an der "Plague" leiden könnte; die Bennet- Schwestern sind bekannte Zombieschnetzler (inklusive Specialmove "Pentagram of Death"), ebenso Darcy und seine Tante.

Über die Idee als solche kann man mal geteilter Meinung sein.

Hauptproblem mehr ist, dass das ganze Buch überhaupt nicht mehr funktioniert.
Das Original lebt von der beengten Perspektive, in der die weiblichen Charaktere leben. Wenn sie - gleichberechtigt mit den Männern - Zombies schnetzeln, ist das unschlüssig. Ebenso die Mutter, ein neurotischer Charakter würde eher um das Überleben der zombiemeuchelnden Töchter zittern, statt zu grübeln, wen sie jetzt heiraten könnten.
Weiters hat der Autor auch einige Fälle von Ehebruch und sexuellen Anspielungen reingenommen, was völlig unerklärlich macht, wieso Lydia Wickham heiraten muss, was im Originalsetting völlig klar ist.
Das waren jetzt nur ein paar der ärgsten Unschlüssigkeiten.

Sonst haut der Autor für mich das Buch vor allem zusammen, weil die Hauptfigur Elizabeth von einer intelligenten, sympatischen Person zu einer nervigen, blutdürstenden Psychopathin wird - andauernd will sie irgendjemanden umbringen, von ihren Schwestern angefangen bis eh alle.
Irgendwann bringt sie auch - im Rahmen einer Übungsstunde - ein paar Ninjas um, und das eh gleich auf die grauslichste Art und Weise, wie man das in einem Buch beschreiben kann.

Auch sonst gibt's natürlich viel Gewalt, Blut und Erbrochenes, oft im Zusammenhang mit Zombies.

Aber eben nicht nur, was ich nämlich auch sehr bedenklich finde, ist eine durchaus positive Einstellung zu schwersten körperlichen Strafen und zu Folter. Mehrmals wird nur beiläufig erwähnt (und zumeist ohne der sadistischen Freude genauerer Beschreibung) dass diverse Angestellte, Unbeteiligte etc Informationen erst nach ausführlichen körperlichen Misshandlungen preisgegeben haben.

Dem Autor kann ich nicht vorwerfen, dass er nur wenig geändert hat, aber es ist halt schlecht geworden. Ist auch schon wieder eine Leistung, mit vergleichsweise wenig Änderungen so ein gutes Buch so zu ruinieren.

Wer Austen mag, wird sich mit diesem Werk eher schwer anfreunden können. Wer sinnbefreite, extreme Gewalt mag, wird davon auch zu wenig finden.

Dieses Zitat bringt es auf den Punkt:
wiki hat folgendes geschrieben:
The New Yorker's Macy Halford, however, called the book's estimated blend of eighty-five percent Austen's words and fifteen percent Grahame-Smith's "one hundred per cent terrible"


Resümee: Hat mir gar nicht gefallen.



Janwillem von de Wetering - Leider war es Mord

3 Krimiepisoden in einem dünnen Buch, kleiner als A6.
Die Episoden sind so kurz, dass man sie in einer längeren Straßenbahnfahrt lesen kann. Es spitzt sich auch jeweils gleich auf wenige Verdächtige zu, aber die Polizisten dann eigentlich auf den richtigen kommen, wurde mir nicht so ganz klar. Am Klappentext steht was von metaphysisch, ist mir aber nicht aufgefallen. Irgendwie sind die Dialoge schon - sagen wir mal - entrückt (oder einfach komisch), aber nicht so, dass sie dadurch irgendeinen Mehrwert bekommen.

Resümee: ging so.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 27.03.2012, 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Colin Dexter - Phantasie und Wirklichkeit

3 Krimiepisoden in einem dünnen Buch, kleiner als A6, wie das zuletzt rezensierte Buch, ebenso rororo.
Ein etwas längeres Whodunnit und 2 kürzere Mysteries.

Die Fälle sind durchaus ausführlich und verwinkelt, aber noch nicht sehr abwegig.

Resümee: ok.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 20.04.2012, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Franz Kafka - Das Urteil und andere Prosa (Reclam)

Ein Jurist sollte Der Process und Das Urteil gelesen haben, wurde mir mal gesagt. Den Process habe ich schon vor längerem gelesen, aber das Urteil bis jetzt nicht.
Also habe ich das nachgeholt.

In dem Buch sind noch weiters In der Strafkolonie, Betrachtungen, Gespräch mit dem Beter, mit dem Betrunkenen und Großer Lärm.

Die Gespräche, tw die Betrachtungen und Großer Lärm und das Urteil sind allesamt kafkaesk (nonaned), tw auch nur das, sonst haben sich diese Werke mir aber nicht erschlossen, anders als eben zB Verwandlung und Process. Oder auch In der Strafkolonie

Die obige Aussage muss ich daher korrigieren:
Resümee: Jeder Jurist, jede Juristin sollte von Kafka Der Process und In der Strafkolonie gelesen haben.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser


Zuletzt bearbeitet von dejost am 10.07.2012, 07:54, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 05.05.2012, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nero Blanc - Wrapped up in crosswords

Es ist eine harmlose Kleinstadtgeschichte, in der die meisten Leute Hunde haben und die Hunde alles verstehen können was die Menschen sagen und auch miteinander sprechen. Es gibt an die 10 Bücher der Reihe.

Ist sicher nett und harmlos, ich hatte mir aber etwas anderes erwartet.

Resümee: Für mich ist das nix.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
harald
33.33% der Leserschaft


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 04.04.2006
Beiträge: 903
Wohnort: Klosterneuburg

BeitragVerfasst am: 14.06.2012, 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hugh Laurie - The Gunseller

Endlich hab ich es mal wieder geschafft, ein nicht facheinschlägiges Buch zu lesen. Darauf gestoßen bin ich, da ich mir Dr. House Bücher zugelegt habe und der Autor von Gunseller der Hauptdarsteller ist.

Der Titel ist Programm. Es geht darum, eine neue Waffe durch terroristische Komplotts (ich sag nur Atomwaffen im Irak) als Hilfsmittel gegen diese Komplotts im "Feld" einzusetzen und somit via internationaler Newssender Werbung zu machen. Die Waffen sollen ja schließlich gekauft werden.

Anfangs ziemlich seicht, gibt es einige Plottwists. Ein Großteil der Plottwists ist vorhersehbar, was aber nicht abträglich ist. Happy End ist garantiert. Ein bissl Potential wurde verschenkt, da wär noch mehr Spannung und Tiefe drin gewesen.

Resümee: Lesenswert, wenn man auf Agentengeschichten steht.
_________________
--Harald
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 22.06.2012, 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Der Hugh Laurie macht echt alles: Schauspieler, Musiker, Autor, Order of the Britisch Empire....


Frank Tallis - Mortal Mischief
erster Teil von "The Liebermann Papers"

Das Buch ist ein Krimi, welcher in Wien um 1900 herum spielt. Hauptfigur ist Liebermann, ein Freud-Schüler und Psychiater, der der Polizei bei einem Mord im okkulten Milieu (Seance und so) hilft.

Der Krimi ist eher durchschnittlich, er versucht immer mit diversen kurzen Einschüben, die man nicht zuordnen kann, die Spannung zu erhöhen, was nicht wirklich gelingt.
Der Krimi soll psychologisch fundiert sein - der Autor hat das auch studiert - mir als Laien erschienen die psychologischen Einschübe allerdings nicht überdurchschnittlich originell oder fundiert.

Es enthält extrem viel historisches und geographisches Namedropping, so werden Mahler, Lueger, Koloman Moser uvm erwähnt und es gibt genaue Beschreibungen von Wiener Mehlspeisen (sehr mühsam). Das mit den historischen Figuren funktioniert gut, aber ungefähr jede zweite Seite erwähnt er eine Wiener Straße oder einen Bezirksteil oder sowas, und schreibt diese aber oft falsch. Teilweise sind auch geographische Ungenauigkeiten drinnen, die gar nicht notwendig sind, weil sie auch mit der Handlung nichts zu tun haben. Auch die Namen der Nebenfiguren sollen wohl typisch Wienerisch sein, aber oft sind dann total eigenartige Schreibweisen odgl drinnen, die ihren Effekt verfehlen.

Was dafür sehr gut rauskommt sind die damaligen Geschlechterklischees, die Klassendünkel und der Antisemitismus.

PS: Ja, ich weiß eh dass ich bei Born 1900 ebenso historisches Namedropping betreibe - aber mit weniger Schreib- und Recherchefehlern! Und hoffentlich nicht so aufdringlich.

Resümee: Wenn mir der zweite Teil in die Hände fällt, werde ich ihn lesen. Extra kaufen werde ich ihn mir aber nicht.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 08:07    Titel: Antworten mit Zitat

Johannes Mario Simmel - Das geheime Brot

Das "Eine Stadt. Ein Buch."- Buch aus 2004 (http://archiv.einestadteinbuch.at/2004/).

3 ganz verschiedene Personen kommen nach dem 2. Weltkrieg mehr oder minder zufällig in Wien zusammen und bauen gemeinsam ein zerbombtes Haus wieder auf.

Eine sehr optimistische Geschichte aus dem Jahre 1950 (Besatzung und Nazis kommen darin nicht vor).
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 19.09.2012, 07:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth Rendell - From Doon with Death

Das erste Buch von R., und auch das erste mit Inspector Wexford.
Inspector Wexford klärt darin den Mord an einer "religious, old-fashioned and respectable woman, as unexciting and dependable as her marriage" auf. Die erste Hälfte des Buches fand ich es auch ziemlich spannend.

Es sind noch gewisse Klassendünkel drinnen - die G'Stopften besucht die Polizei nur so oft, bis sie sich ärgern, bei den weniger Angesehenen durchsuchen sie halt einfach das Haus -, Wexford ist nicht sonderlich sympatisch (zumindest aus heutiger Sicht). Und mehr kann ich nicht sagen, sonst ist es ein Spoiler. Nur folgende verkürzte Stelle aus Wiki darf noch sein:
"Although the identity of [...] would not be much of a surprise to the 21st century reader, at the time of its release it was considered ground-breaking and daring, and this novel immediately garnered Rendell international critical attention."
~50 Jahre im Nachhinein fällt es mir schwer zu beurteilen, wie progressiv das Buch damals war.

(Das Buch ist aus 1964, und 2011 hat R. zuletzt ein Buch mit Inspector Wexford (mittlerweile in Pension) geschrieben.)
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 02.10.2012, 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth Rendell - A New Lease of Death

Ich habe im open book case in der arbeit einen "Omnibus" mit 3 Büchern gefunden. Das erste war das darüber, das letzte The Best Man to Die (siehe viel weiter oben).

ANLoD ist zwar ein "Wexford-Krimi", Wexford ist aber nur eine Nebenfigur. Die Hauptfigur ist ein anglikanischer Pfarrer, der die Familiengeschichte der Verlobten seines Sohnes erforscht.
Am Anfang ist das Buch stellenweise noch ganz spannend, die inneren Konflikte in der Figur des Pfarrers sind anfangs auch ganz gut, aber das letzte Viertel ist eher enttäuschend und das Ende daher auch. Auch ist mir zu wenig Auflösung drinnen, und wie so oft bei R. bleibt unklar, worauf sie hinauswollte.

Resümee: Von allen Büchern von Ruth Rendell hat mir dieses bisher am wenigsten gefallen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser


Zuletzt bearbeitet von dejost am 03.09.2013, 07:34, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 03.12.2012, 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Fjodor Dostojewski - Schuld und Sühne
(Original: Фёдор Михайлович Достоевский - Преступление и наказание, neuere Übersetzungen tw unter dem Titel Verbrechen und Strafe, wobei das russische Wort mehr etwas wie "Grenzüberschreitung" heißt, also dem ganzen mehr Ebenen verleiht, die in der Übersetzung verloren gehen)

"A classic is, what everbody wants to have read, and nobody wants to read" Mark Twain

Mit 700 Seiten für einen russischen Klassiker eh sehr kompakt.
Die Story setze ich mal im Wesentlichen als bekannt voraus, möchte aber trotzdem nicht zu sehr drauf eingehen.

Eben weil es so ein Klassiker ist, hatte ich mir mehr erwartet: Mehr Seitenweise Diskussionen über den Status der Welt (es gibt nur einzelne), über das Verbrechen an sich usw. Hingegen ist das Buch eher episodenhaft, wobei viele der Episoden schon Richtung absurd oder surreal (oder kafkaesk?) abdriften.

Die Meta-Ebene ist eine Absage an damalige sozialrevolutionäre, "modernistische" Ideologien, von denen sich Dostojewski selbst abgewandt hat.

In der Sekundärliteratur, die ich jetzt auf die Schnelle im WWW gefunden habe, wird darauf hingewiesen, dass das Buch eines der ersten war, das in schäbigen Spelunken, grindigen Gassen und den Wohnungen der Armen spielt. Das ist zwar alles richtig, aber die handelnden Figuren sind - größtenteils - den oberen Klassen zuzurechnen: Raskolnikow ist ein Student (und Gelgenheits-Autor), die anderen Figuren sind größtenteils verarmte Adelige, ehemalige Beamte; Hausknechte und Kleinbürger hingegen bekommen nicht mal einen Namen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 04.12.2012, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Stermann - Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Roman einer Entpiefkenisierung

Stermann, bekannter aus dem Radio statt als Buchautor, hat eben diesen Roman geschrieben.
Das ganze ist sehr anekdoten- und episodenhaft, eine wirkliche durchgehende Handlung gibt es kaum.
Das ganze hat einen pseudoautobiographischen Touch, der Ich-Erzähler kam auch in den 1980ern nach Wien, kam auch zum ORF usw. Parallelen zur Biographie des Autors sind zwar offensichtlich, aber der Roman stellt nirgendwo den Anspruch auch nur einen Hauch autobiographisch zu sein (zB Name und Beruf der Gattin sind andere, auch die Tochter heißt anders und ist viel älter usw).

Das Deutschland/Österreich Thema hat mich nie sonderlich interessiert, trotzdem gibt das Buch mir recht wenig Neues. Um Fußball geht's dann auch viel, was mich noch weniger interessiert. Die Zeit der Handlung wechselt dauernd, und da (und auch sonst) gibt es ein paar einzelne Recherchefehler.
Einige der Episoden sind wirklich witzig und genial, und andere wiederum überhaupt nicht.
Ich denke, wenn man das Österreich/Deutschland/Fußball Thema mag, gefällt einem das Buch sicher sehr.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 14.01.2013, 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Toni Morrison - Sehr blaue Augen

Zitat:
„Sehr blaue Augen“ ist Toni Morrisons Debüt aus dem Jahr 1970. Es geht darin um ein schwarzes Mädchen im Amerika der vierziger Jahre, das glaubt, es würde endlich von seinen Eltern und Mitmenschen geliebt, hätte es helle Augen.


Das Stadt-Buch 2006.

Ich zitiere Wendelin Schmidt-Dengler noch etwas zum Inhalt:
Zitat:
Das Buch beginnt wie eine einfache Entwicklungsgeschichte im Milieu der Schwarzen in dem kleinen Ort Lorain in Ohio, knapp vor dem Eintritt der USA in den Krieg, 1941; es ist die Geschichte der kleinen Pecola Breedlove, die zunächst aus der Perspektive einer schwarzen Freundin, Claudia McTeer, erzählt wird; die hat es mit ihrer Familie offenkundig doch ein wenig besser getroffen: In ihrem Haus wird Pecola zeitweilig untergebracht, da die Familie ihres Vaters Charles (Cholly) Breedlove delogiert wird. Pecola wird von ihrem Vater vergewaltigt, das Baby stirbt. Der Vater kommt ins Arbeitshaus, wo er auch später stirbt, die Mutter Pauline arbeitet weiter bei wohlhabenden Weißen, Pecolas Bruder Sammy ist auf und davon, und Pecola, das Opfer, wirkt völlig verstört. Damit ist die – deprimierende – Handlung umrissen, die aber von der Qualität des Ganzen keine Vorstellung vermittelt.

Zitat:
Was sich wie eine sehr individuelle, auf eine Person bezogene Erzählung anlässt, wächst sich zu einer Geschichte jener aus, die ohne Sprache sind und die daher auch keine Geschichte haben: der pauperisierten, der marginalisierten Schwarzen, vor allem der Frauen, die von dieser Situation besonders schwer betroffen sind. Darin liegt auch das ästhetische Problem des Buches: von jenen zu berichten, von denen es dem allgemeinen Urteil nach nichts zu berichten gibt, die passiv sind und keine Taten gesetzt haben.
Zitat:
Toni Morrison verwendet sie auch für die Einleitung der einzelnen Kapitel; das sind Sätze aus einem Lehrbuch für Kinder, wie sie lange hüben und drüben des Ozeans in Gebrauch waren. In den USA waren sie damals für weiße Kinder gedacht. Im Zusammenhang mit Pecolas Geschichte erhalten sie allerdings einen bitteren ironischen Akzent: „Da ist Vater. Er ist groß und stark. Vater, willst du mit Jane spielen? Vater lächelt. Lächle, Vater, lächle.“ Aber bedrohlich für die Kinder ist nicht nur diese in den Sätzen vorgeführte Modellwelt; es ist auch die Welt Hollywoods, der Pecolas Mutter Pauline erlegen ist. Da wir zu Beginn mit dem Denken und Fühlen Claudias vertraut gemacht werden, erfahren wir, wie traumatisierend sich dieses Leitbild aus dem falschen Glanz der Filme auf das Kind auswirkt. Shirley Temple muss als das große Idol herhalten, und Claudia beginnt dieses weiße Wunderkind zu hassen; doch als sie imstande ist, sich mit diesem zu identifizieren, wandelt sich der Hass in Bewunderung. Dem steht die beklemmende Hilflosigkeit im Umgang mit dem eigenen Körper gegenüber: An diesem werden nur Defizite geortet. In einer Welt, in der es keine Ideale mehr geben kann, ist Platz für Surrogate. Die Schönheit einer Ginger Rogers, einer Jean Harlow oder einer Greta Garbo zu erreichen, wird zum Glücksimperativ, aus dem sich Pecolas verhängnisvoller Wunsch nach „Sehr blauen Augen“ („The Bluest Eye“) ableiten lässt. Der Titel verrät das Zentralmotiv des Buches.

Pecola will schöne blaue Augen haben; sie wird von diesem Wunsch besessen.


Also wie erwähnt, eine ziemlich arge Milieustudie, mit einer Erzählweise ohne Distanz, die auch zu den Tätern vergleichsweise verständnisvoll ist.
Mich hat's nicht so angesprochen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 22.01.2013, 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ruth Klüger - weiter leben - eine Jugend

Eine Stadt. Ein Buch. 2008.

Zitat:
Erst als sie Ende der 80er Jahre bei einem Verkehrsunfall in Göttingen lebensgefährlich verletzt wurde, begann sie zu schreiben. Ihre damals entstandene Biografie "weiter leben - eine Jugend", die 1992 vom Göttinger Wallstein Verlag veröffentlicht wurde, gilt heute als wesentlicher Beitrag zur Holocaust-Literatur.

Das Buch, in dem Klüger ihre Kindheit in Wien, die Jugend in den Konzentrationslagern und die Nachkriegszeit in Bayern und New York schildert, wurde von der Kritik einhellig gelobt und erreichte eine Weltauflage von 250.000 Exemplaren.


Ich habe es nicht geschafft, das Buch zu lesen. Es ist einfach viel zu arg.
Sie schreibt sehr subjektiv, sehr persönlich - wie sie ihr ganzes Leben darunter gelitten hat, dass die Nazis ihren Vater mitgenommen (und in Folge umgebracht haben), was sie damals nicht wusste, und wie sie sich deswegen nicht von ihm verabschieden konnte, nie damit abschließen. Wie Überlebende die Todeszahlen in ihren Familien vor sich hertragen, wie sie als Kind den Tod als großes Mysterium erlebt hat und neugierig war.
Wie gesagt, es war mir zu arg. Ich habe es dann nach einem Viertel oder so nicht mehr geschafft weiterzulesen.


Imre Kertész – Schritt für Schritt

Eine Stadt. Ein Buch. 2003.

Zitat:
"Schritt für Schritt" ist das DrehBUCH zum "Roman eines Schicksallosen", liest sich aber wie ein Roman. Kertész hat nämlich für "Schritt für Schritt" das Material neu aufbereitet und die Geschichte mit autobiographischen Einzelheiten angereichert.

Wir erleben am Ende das zerstörte Deutschland zur Stunde null und das zerbombte Dresden, bevor der befreite Held der Geschichte endlich nach Budapest zurückkehrt.

Im Anhang des GratisBUCHes befindet sich die Rede von Imre Kertész zum Nobelpreis für Literatur mit dem Titel "Heureka!", in der der Autor über seine persönlichen Schwierigkeiten, über seine Erlebnisse zu schreiben, reflektiert.


Der Autor sagt zu seinem Buch, es ist keines über den Holocaust, es ist eines über eine Reise, die den Protagonisten auch durch Ausschwitz führt.
Dieser Kunstgriff, den Holocaust nur als Nebenschauplatz bzw Rahmenhandlung heranzuziehen, macht es dem Leser leichter. Hier schleicht sich der Schrecken mehr an, oder man merkt erst im Nachhinein, was man gerade gelesen hat. Zb als sie einfach die Budapester Juden, noch vergleichsweise freundlich, abholen und in den Zug verladen. Sie denken alle, sie fahren halt irgendwo hin (zwangs-)arbeiten, und merken erst später, dass es ins KZ geht.
Oder wie jemand dem Jungen sagt, er soll wenn er vom SS- Mann gefragt wird, sagen "16, Fabriksarbeiter" und erst nachher erkennt man, hätte er wahrheitsgemäß gesagt "15, Schüler", hätte man ihn direkt ins Gas geschickt.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 28.06.2013, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

In letzter Zeit habe ich mehr Fachliteratur gelesen und so halbpopuläre Sachbücher. Jetzt aber mal was Belletristisches

Jules Verne - Ein Lotterie-Los (Originaltitel: Un billet de loterie. (Le numéro 9672))

Das Buch spielt in Norwegen, es geht um ein Geschwisterpaar, welches zufällig einem Abgeordneten rettet, der sich dann um sie kümmert, insbesondere als er merkt, dass der Verlobte der Schwester am Meer verschollen ist.

Das Buch ist nicht sehr lang und hat nicht viel Handlung. Es ist stellenweise etwas spannend, größtenteils zieht es sich aber ewig, weil sich J.V. stellenweise in ewig langen Ausführungen zu Norwegen, den Norwegern usw ergeht, es liest sich mehr wie ein Reisebericht (und seine Reise dorthin war wohl auch Inspiration dafür).

Ein paar Dinge muss ich noch anmerken: Der Verlobte ist zugleich der Cousin, sieht aber niemand ein Problem damit. Oslo hieß damals noch Christiania und es gab keine Bahnen, sondern man musste noch per Pferdewagen reisen (und wie lange das gedauert hat, kriegt man echt ein Gefühl dafür, wenn J.V. seitenweise darüber schreibt).
Die öffentliche Meinung - hier insbesondere von Zeitungen geprägt - spielt im letzten Teil des Buches eine wichtige Rolle.

Ganz am Schluss des Buches ist noch die Kurzgeschichte Frritt- Flacc. Die ist von Art und Aufbau ähnlich wie eine klassische Sage, es fehlt ihr aber Aussage oder Moral.

Ich denke, es gibt keine Verfilmung, wobei das ein recht simples Projekt für Filmstudierende oder so wäre, man braucht nur ein paar Naturaufnahmen, keine nennenswerten Spezialeffekte und wenig Schauspieler.

Resümee: Dass dies zu J.V.s wenig bekannten Werken zählt, hat einen Grund.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser


Zuletzt bearbeitet von dejost am 21.10.2013, 13:45, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 03.09.2013, 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Joe Bageant - Deer Hunting with Jesus
Untertitel: Dispatches from America's class war

J.B. stammt aus Winchester, Virginia. Irgendwann verließ er es und wurde Journalist und Autor.
Nunmehr kehrte er dahin zurück und schreibt über das Leben von America's Working Class.

Er tut das sehr polemisch und sehr bildlich. Einen Anspruch auf Objektivität erhebt er nur stellenweise, sich selbst bezeichnet er als liberal (was in den USA aber eher links als liberal heißt), leftist, socialist und "commie" (letzteres nur ironisch-übersteigert).

Er erzählt und erklärt zB wieso die ungebildeten Armen weiterhin die Leute wählen, die dafür sorgen dass sie weder Pension noch Krankenversicherung bekommen und warum sie so viel für ein Mobile Home zahlen müssen. Er versucht zu erklären, wieso das Leben in diesen Gegenden Amerikas den Gräueltaten in Abu Ghraib den Boden bereitet hat. Besonders lesenswert ist der Teil über die christlichen Fundamentalisten - Fundamentalisten sind sich echt weltweit ähnlich, egal auf welche Religion sie behaupten sich zu berufen.

Zunächst überraschend, aber aus seiner Herkunft erklärbar, ist er auch sehr für den privaten Waffenbesitz. Dazu schreibt er (mit Quellenangabe): "Citizens use guns to defend themselves against criminals [...] about 6850 times a day. [...] Citizens shoot and kill at least twice as many criminals as police do every year (1527 to 606). Only two percent of civilian shootings involved an innocent person mistakenly identified as a criminal. By contrast, the error rate for the police officers is eleven [!] percent."
Nach längerem Grübeln kann ich dem wohl entgegensetzen: Wenn die Polizei jemanden erschießt, schaut man sich das sicher genauer an, als wenn ein Bürger jemanden erschießt und kommt so eher drauf. Außerdem soll es ja diverse Trespassing Laws geben, wo der Bürger berechtigt ist, Trespasser zu erschießen, also sozusagen automatisch im Recht ist und der Erschossene im Unrecht.

Es war sehr interessant und lehrreich zu lesen, kurzweilig und erheiternd hingegen nicht.

Resümee: Good read.


Jane Austen - Mansfield Park

Um das Leiden von höheren Töchtern aus gutem Haus (gentry) im England das beginnenden 19. Jhdts geht es meistens bei Jane Austen, so auch hier.

Es war insofern das spannendste Austen Buch für mich, als wirklich bis knapp vor dem Schluss (für mich) nicht klar war, wie es ausgehen wird. (In der Verfilmung soll es viel vorhersehbarer sein.)
Es ist (bis jetzt) auch das Buch mit der am wenigsten ansprechenden Hauptfigur (und es hat sich erst nach und nach herauskristallisiert, dass sie die Hauptfigur ist).

Es haben natürlich alle Austen Bücher (aus heutiger Sicht) überkommene Moralvorstellungen, aber in diesem wird es nicht nur auf die Spitze getrieben, sondern ist auch noch ein wesentliches Element von sehr vielen handlungsbestimmenden Elementen.

Laut wiki ist es Austens kontroversiellstes Buch, eben wegen der "Moral" (die sich auf die Unterdrückung der sexuellen Selbstbestimmung von erwachsenen Frauen beschränkt), wegen der "faden" (O-Ton Austens Mutter lt wiki) Hauptfigur und weil es eine Stelle zu Sklaverei gibt, wo strittig ist, was Austen damit sagen wollte. (Da die historische Austen gegen Sklaverei war und die Sklaverei schon abgeschafft war, als sie das Buch geschrieben hat, kann ich das nicht ganz nachvollziehen - die Stelle im Buch war aber nur ein angedeuteter Halbsatz und ist mir beim Lesen gar nicht bewusst geworden.)

Interessant ist, dass eine Figur, die vor allem zu Beginn des Buches sehr viele kritische Fragen stellt und Ansichten mitteilt, zB zu der halbherzigen Religionsausübung der Gentry, gegen Ende des Buches mehr oder weniger diskreditiert wird. Was das über die ganzen (aus heutiger Sicht) berechtigten Fragen aussagen soll, weiß ich auch nicht.

Und ein Bonmot: Lovers' Vows, ein Theaterstück von Elizabeth Inchbald, spielt eine größere Rolle in der Mitte des Buches und hat eine größere symbolische Bedeutung für das weitere Verhalte der Figuren (wie ua ein Kartenspiel, das Überqueren eines Ha-Has usw). Wäre das Stück nicht in diesem Buch erwähnt, wäre es heute wohl vergessen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 27.09.2013, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Joseph Roth - Radetzkymarsch

Am Buckrücken meines Exemplars steht eine Kritik aus der FAZ, derzufolge das Buch das traurigste und sentimentalste der Welt ist. Ich kann's nicht beurteilen, aber zumindest nachvollziehen.

Und ich weise darauf hin, dass ich bei diesem Klassiker nicht mit dem Twain Zitat begonnen habe, weil mir das Buch auch beim Lesen gefallen hat. Es ist in Reich-Ranickis 20 wichtigsten deutschen Büchern enthalten.

In Form einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte beschreibt Roth den Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Das Buch beschreibt Personen sehr übersteigert (zB ist irgendein Offizier so blass, dass er schon durchsichtig ist), verklärt und kritisiert die Monarchie zugleich.

Resümee: sehr lesenswert
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 21.10.2013, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nele Neuhaus - Eine unbeliebte Frau

Der erste Krimi von NN (und ziemlich sicher der letzte, den ich je von ihr lesen werde). Sprachlich ist er geradezu banal, und die Handlung ist völlig überladen, es gibt mindestens 3 vollendete Morde (und noch mehr Versuche), 3 Entführungen und mehrere Freiheitsberaubungen, Drogenschmuggeln, Menschenhandel, Folter und schwere Körperverletzung, Insiderhandel und viel mehr. Es geht übrigens um ein Gestüt, in ihrem ersten Buch hat sie also von was geschrieben, mit dem sie sich wirklich auskennt (und nicht nur von dem Ort, wo sie lebt).

Resümee: Ich lese keine Krimis mehr von ihr.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 12.11.2013, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Shamini Flint - Inspector Singh Investigates: A Bali Conspiracy Most Foul

Singh ist ein auf Mord spezialisierter, dicker, bärbeißiger Polizist der Singapurer Polizei, dort aber eher unbeliebt, so dass er in 5 seiner bisher 6 Bücher woanders in Südostasien ermittelt.

In diesem wird der turbantragende Atheist (dieser Widerspruch wird im Buch nicht aufgeklärt) anlässlich eines Terroranschlags nach Bali entsandt. Da er von Terrorermittlungen nichts versteht, ermittelt er stattdessen in einem Mord.

Das Buch ist relativ hart, nicht nur gibt's eben Terror und Singh ist so eine Art Misanthrop, es gibt familäre Gewalt, zerrüttete Ehen, berechnende Femme Fatales und Mitgiftjäger, sehr unsanfte Polizeimethoden usw - überhaupt sind alle eher ungut zueinander. Ich bin nicht ganz sicher, wie sehr die von mir als Klischees empfundenen Klischees solche sind, dazu fehlt mir stellenweise der Kontext bzw müsste ich ev noch ein weiteres Buch der Serie lesen.

Am Ende wird es noch kurz richtig spannend.

Resümee: bin gespalten. Ich werde mir sicher keines der anderen Bücher kaufen, würde aber aus Neugier sicher eines lesen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Jane Austen - Emma
kommentiert von David M. Shapard

zu Austens Werk:
Emma wird im Allgemeinen als Austens bestes Werk gesehen. Es ist auch das längste.
Die Titelfigur hat aufgrund ihrer höheren gesellschaftlichen Stellung (im Vergleich zu den anderen Austen-Hauptfiguren) viel mehr Freiheiten, aber es zeigt sich, dass auch das damals nicht so viele sind (zB war sie nie am Meer, obwohl sie reich ist, es nicht weit ist und gerne hin möchte). wiki schreibt "an intelligent young woman with too little to do and no ability to change her location or everyday routine"

Es geht in dem Buch noch viel mehr um Klasse als sonst - zwar verkehren sonst die Austen-Charaktere selbstverständlich auch nur mit ihresgleichen (also innerhalb der landed gentry), aber das ist kaum Thema. Hier aber geht's sehr viel darum, wen darf man (nicht) heiraten, weil die eben über einem bzw unter einem sind.
Dieser Effekt wird durch die Kommentierung verstärkt, weil der Kommentator dann eben auch schreibt "Aus der Anrede erkennt man schon, wer welchen Rang hat".

Die (kontemporären) Kritiken bemängeln, dass in dem Buch vergleichsweise wenig passiert. Im Vergleich zu anderen Austen-Büchern passiert meiner Meinung aber auch nicht (viel) weniger.

Weiters ist das Buch ein Entwicklungsroman, als sich die Hauptfigur in dessen Verlauf moralisch bessert. Daher ist Emma wohl auch die differenzierteste, komplexeste, vielschichtigste (oder sowas) Austen-Heldin.

zur Kommentierung:
Shapard ist Historiker.
Der Text ist auf der linken Seite gedruckt, auf der rechten ist jeweils die Kommentierung. Teilweise gibt es auch kontemporäre Bilder. Es ist etwas "überkommentiert" dahingehend, dass er sehr oft die Bedeutung von Worten erklärt, die aber im Zusammenhang völlig eindeutig sind.
Gelegentlich gibt es Querverweise auf andere Austen-Werke, ihre Biographie oder Briefe.
Stellenweise hätte ich mir mehr literaturwissenschaftliche Kommentierung gewünscht, auch wenn der Kommentar diesbezüglich einiges enthält. Die historische Komentierung hält sich im Rahmen, ist aber an manchen Passagen für das Verständnis aus heutiger Sicht essentiell.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
dejost
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 4517
Wohnort: Ottakring

BeitragVerfasst am: 13.03.2014, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Faye Kellermann - Still Life (Double Homicide Santa Fe)

Ein Police-Procedural, welches in der Santa Fe Kunstszene spielt.
Recht kurz, hat mir besser gefallen als erwartet, gegen Ende wird es auch noch mal kurz spannend, wobei das Ende etwas zu abrupt und offen für meinen Geschmack ist.

Jonathan Kellerman - Double Homicide Boston

Die Kellermans sind ein Ehepaar, die beide Krimiautoren sind. In dem Buch haben sie beide jeweils eine eigenständige Krimigeschichte geschrieben.
Seine spielt in der Boston Collegebasketballszene. Die Geschichte wechselt irgendwo mitten drin den Fokus. Ihre Geschichte (siehe drüber) hat mir besser gefallen.
_________________
Das Forum ist umgezogen
-> http://forum.kortz.at

Neu und noch besser
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Forum ist umgezogen -> http://forum.kortz.at Foren-Übersicht -> Kunst, Kultur und PROJEKTIL -> http://forum.kortz.at Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.




Kostenloses Forenhosting unter http://www.bboard.de

Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group
Template BlueLagoon by Oum - Chez Oum

Thema 838441-838480 | Thema 317201-317240 | Thema 247681-247720

Impressum | Datenschutz

Bei iphpbb.com bekommen Sie ein Kostenloses Forum mit vielen tollen Extras