sonni Moderrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.12.2007 Beiträge: 19
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Verfasst am: 08.12.2007, 11:20 Titel: UEFA Cup - Kießling: "Wir sind top in Schuss" |
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Bayer Leverkusen hat einen Lauf. Im Exklusiv-Interview gibt sich Angreifer Stefan Kießling (23) entsprechend gut gelaunt, schwärmt von einem "alten Haudegen" und blickt optimistisch auf die UEFA-Cup-Partie gegen Sparta Prag (heute, 18:15 Uhr im Live-Ticker).
Herr Kießling, Leverkusen prescht voran und pirscht sich an die Spitze. Die Stimmung muss momentan überragend sein, oder?
Stefan Kießling: Ja, die Stimmung ist bei uns über die gesamte Saison schon sehr gut. Von der Nummer eins bis zur 24 ist jeder hier top in Schuss. Wir schnauzen uns nicht gegenseitig an. Natürlich fällt im Training mal das eine oder andere härtere Wort, aber das gehört schließlich auf dem Fußballplatz dazu.
Die Leistungen waren in der Liga zuletzt überzeugend, das 3:0 in Berlin war deutlich. Warum läuft es so flüssig?
Kießling: Wir haben im Moment auch das Glück auf unserer Seite. Wenn beispielsweise in Berlin der vermeintliche Anschlusstreffer von Pantelic anerkannt wird, dann wird das Spiel vielleicht noch einmal eng. So haben wir klar gewonnen. Aber das entsprechende Glück haben wir uns auch hart erarbeitet. Im letzten Jahr hatten wir viel Pech. Wir haben oft sehr gut gespielt, aber nicht gewonnen. In dieser Saison läuft es. Wir haben das Saisonziel, mindestens Platz fünf, bis jetzt erreicht und wollen das so lange wie möglich verteidigen.
Ihr Teamkollege Sergej Barbarez erlebt aktuell seinen gefühlten zwölften Frühling. Inwiefern profitieren Sie als junger Spieler von so einem "alten Haudegen"?
Kießling: Ich lerne in jeder Hinsicht von Sergej. Wir sprechen sehr viel miteinander. Auf und auch außerhalb des Platzes. Wir verstehen uns sehr gut und ich denke, das sieht man auch. Wir harmonieren während des Spiels hervorragend. Und die Tipps, die er mir gibt, sind sehr wichtig für mich. Er spricht sofort an, was ich verbessern kann oder wenn etwas gut war. Das ist wirklich sehr hilfreich - auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist.
Beschreiben Sie seinen Einfluss doch einmal genauer. Was war der letzte Tipp, den er Ihnen gegeben hat?
Kießling: Naja, nach seinem Tor zum 3:0 in Berlin hat er mich gelobt. In der Situation bin ich zum ersten Pfosten gelaufen, dadurch hatte er in meinem Rücken mehr Platz. Sergej sieht eben auch solche Dinge, die vielleicht nicht jeder sofort wahrnimmt.
Sie blühen an seiner Seite regelrecht auf. Sind Sie mit Ihrer persönlichen Bilanz bislang zufrieden?
Kießling: Ich habe vier Tore und vier Vorlagen auf meinem Konto. Der eine oder andere Treffer wäre sicherlich noch drin gewesen, aber im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Trotzdem möchte ich mich natürlich weiterhin verbessern, um auch in der Zukunft solche Leistungen abliefern zu können.
Zukunft ist auch die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Haben Sie sich über die Gruppenauslosung gefreut?
Kießling: Wir haben ein ganz gutes Los gezogen. Allerdings sind die drei Spiele nicht so einfach, wie sie dargestellt werden. Wenn man Europameister werden will, wie Deutschland das vorhat, dann muss man die Gruppe natürlich bestehen. Man wird sehen, wie sich das bis zur EM entwickelt.
Wie stufen Sie Ihre Chancen ein, im Sommer selbst dabei zu sein?
Kießling: Im Moment mache ich mir noch keinen Kopf darüber. Ich werde in jedem Spiel Gas geben. Am Ende wird man sehen, was dabei heraus kommt. Natürlich wäre ich gerne dabei. Soviel steht fest.
Jetzt steht die Partie gegen Sparta Prag an. Was kommt da auf Bayer zu?
Kießling: Wenn wir es schaffen, unser Kombinationsspiel aufzuziehen, dann wird es für Sparta schwer uns zu schlagen. Ich bin aber zuversichtlich. Wir werden die drei Punkte holen und damit in die nächste Runde einziehen. Ich bin von Nürnberg nach Leverkusen gewechselt, um genau diese Art von Spielen erleben zu dürfen. Das war mein Ziel. Letztes Jahr hatte ich auch schon internationale Einsätze, habe aber eher unglücklich agiert. Trotzdem war es gut, um Erfahrung auf diesem Niveau zu sammeln. Für einen Fußballer ist es das Allergrößte, international zu spielen. Das ist richtig schön.  |
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