Dorina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.01.2006 Beiträge: 13 Wohnort: Rostock
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Verfasst am: 26.01.2006, 23:21 Titel: El Faro, der kleine Buckelkönig. |
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"Es hat getaut, es hat getaut..."
...freute ich mch heute morgen, als ich um 8 gut ausgeschlafen aus meiner Wohnungstür trat. Ich freute mich schon auf ein schönes Springtraining mit meinem Liebling und meinem Pflegeliebling, seit ich dass erste mal auf diesen kraftvollen Tieren sass. Endlich hatte das Wetter den Boden des Springplatzes freigegeben. Frohen mutes machte ich mich auf den Weg zu Gestüt und sprang, ohne mir die mühe zu machen, mein Fahrrad anzuschliessen zum Verkaufspferdestall, wo El Faro schon ungeduldig auf mich wartete.
Ich holte ihn also aus der Box, und putzte ihn. Die übliche Prozedur, mir fiel nur auf, dass El Faro ungewöhnlich ruhig in der Stallgasse stand. Genüsslich schnaubend stand er da, und liess das Putzen über sich ergehen. Er schien sich über die zuneigung zu freuen. Ich nahm mir im anschluss an das Putzen noch die Zeit, ihn ausgiebig zu knuddeln. Er stand da, den Kopf an mich gelehnt, die Augen halb geschlossen ... da kam mir eine Idee.
Das Pferd schien mir heute ausgelastet zu sein. wieso also noch ablongieren? Ebensogut konnte ich doch auch ein paar Runden um den Springplatz drehen, um dann gleich mit dem Springtraining anzufangen. Von Euphorie und Vorfreude gepackt holte ich eigends den Springsattel aus der Sattelkammer und Sattelte. Augenblicklich schien eine Veränderung durch das Pferd zu gehen. Er spitzte die Ohren, richtete sich auf und schnaubte leicht. All das nahm ich nur nebenbei wahr. Ich war in Gedanken schon bei dem bevorstehenden Springtraining. Ich war natürlich überzeugt davon, dass alles perfekt laufen würde. In dieser verträumten stimmung zog ich mit einem leicht tänzelndem Pferd zum springplatz. In diesem Moment überkamen mich leichte Zweifel, die aber nicht ausreichten um mich zum umdrehen zu bringen. Also sass ich auf - ei fataler Fehler, denn lange blieb ich nicht oben.
Das Pferd verwandelte sich augenblicklich imn eine Killermaschiene und fing schon im Schritt an zu hüpfen und zu prusten. Als ich dann mutigerweise antrabte ging Anfangs ja noch alles gut. Es war ja nicht das erste mal dass ich auf dem Pferd sass. Ich hatte jedoch mit der Reaktion, die auf meinen ersten Springversuch folgte nicht gerechnet. El Faro war zwar hibbelig, aber nooch unter Kontrolle zu halten. Also Sprang ich. Und zwar so, wie ich es von den Pferden, die ich bisher geritten bin gewohnt bin. Treibenderweise wollte ich meinem Pferd beim Absprung helfen. Er verstand das aber irgendwie Falsch. Mit einem monströsen Satz flogen wir üner ein Mini - Kreuz. Ich war geschockt. Sass aber noch auf dem Pferd. Das Pferd war aber über meine unkooperative Art sehr Frustriert und buckelte weiter. Ich klemmte mich in den Sattel. und versuchte ihn wieder zu versammeln. Ungünstigerweise war da aber schon der nächste sprung. Zu dicht für eine Notbremsung und ein wenig höher, als das Kreuz, was ich mir aufgebaut hatte. Mein Pferd entschloss sich im Moment vor dem Absprung allerdings doch noch für die Notbremsung. Ich flog also ohne mein Pferd über den Sprung. Ich rollte gekonnt ab und tat mir nicht viel, nur meine würde. Die hatte ich mir gebrochen...
Ich fing mein Pferd wieder ein und setzte mich wieder darauf. Nach dem zweiten, ruhigeren Anlauf funktionierte alles wie gewünscht. Ich übertrieb es aber auch nicht ...
Immer noch leicht geknickt ging ich, nachdem ich El Faro auf die Koppel und mein Zeug weggebracht hatte, zum Privatpferdestall um El Dorado zu begrüssen. Er stand Entspannt in seiner Box, was mich sofort misstrauisch stimmte. Ich beschloss, ihn heute Zu Longieren, und ein leichtes Dressurtraining zu machen.
Vorher ging ich allerdings noch zum Reierstübchen, um mir eine Kleinigkeit zum Mittagessen einzuverleiben.
Eine reiviertelstunde später stand ich im Stall und Putzte meinen Liebling. Ich Longierte ihn im Logíerzirkel, es lief alles wie gewohnt und in der Dressurhalle lief alles um so besser. Wir übten sogar noch ein paar schwieigere Lektionen und mein selbstvertrauen war wieder hergestellt. Ich liess ihn nach dem Trockenreiten noch eine weile mit bschwitzdecke im Stall stehen und brachte ihn dann auf die Koppel.
Gemütlich machte ich mich auf dem Heimweg und genoss einen ruhigen Abend zuhause. |
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