Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 70
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Verfasst am: 25.09.2006, 17:36 Titel: Sahira - zwischen zwei Welten |
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Hilflos liegt sie am Boden, kraftlos, eine Stute deren Name Geschichte schrieb, Avênturín.
Verzweifelt, Tränen ringen aus ihren Augen. Niemand hörte ihr klägliches Rufen.
Alleine, verlassen. Verlassen von ihrem Leben, von ihrer Hoffnung.
Doch dann sah man es, ein kleines Köpfchen kam zum Vorschein. Die Mutter stöhnte leise. Unter Schmerzen leckte sie das Neugeborene ab und gab ihr den Namen Sahira. Die Neugeborene Stute presste sich dicht an ihre Mutter, doch ihre Mutter verließ die Kraft und man konnte spüren, wie ihr Leben verblaste. Voller Verzweiflung wollte die junge Stute an die Milch ihrer Mutter kommen, doch es war zu spät. Ein lauter Klagelaut war zu hören, zu hören von der Stute. Durch eine glückliche Fügung, oder war es Schicksal hörte eine in der Nähe lebende Herde diesen Klagelaut. Als die kleine Stute erschöpft zusammenbrach, erschien eine hübsche Stute, mit einem Fohlen neben ihr. Erschrocken über die Situation eilte sie zu der Kleinen und nahm sie liebevoll bei sich und ihrem Hengstfohlen auf. Viele Jahre blieb die Stute bei ihnen in der Herde. Sie konnte sich dort sehr gut behaupten und wurde von allen geachtet. Sie fand auch ihre erste große Liebe, Eterno und war sehr glücklich. Doch eines Tages geschah es: Menschen fielen über die Herde her und vernichteten sie. Sahira, die jetzt junge Stute konnte fliehen, fliehen vor den Gewehren der Menschen und dem Tod. Der Hauch des Todes, sie hatte ihn gespürt. Sie musste mit ansehen, wie ihre Herde ermordet oder gefangengenommen wurde, auch ihr Geliebter, Eterno, wurde von den Menschen gefangen genommen und verschleppt. Die junge, verzweifelte Stute wollte die Herde retten, doch sie rettete nur ihr eigenes Leben. Der Tod verfolgte sie jetzt jederzeit, sie hatte nur noch diesen Hauch des Todes im Sinn. Ein weiteres Jahr irrte die Stute umher und wurde launisch. Ihr Leben wurde hart, und doch verlor sie die Freundlichkeit nicht. Nach einiger Zeit kam sie zu einem bösen Hengst, der ihr das Töten lehrte, er lehrte ihr hinterlistig zu sein, bösartig und gemein. Seidher wandelt sie zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse, Verhasst und geliebt. Sahira, früher eine Stute von Mut, Eleganz und Freude, heute ein Pferd von vielen Seiten. Lange irrte die braune, hübsche Stute nun schon alleine umher, alleine, verlassen, dachte über ihr Leben nach, ihre große Liebe, Eterno, würde sie ihn je wiedersehen, oder war er für immer bei den Menschen verloren?... |
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