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Negative-Switzerland Foren-Übersicht -> Kreatives
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chesi
Mini-Mummu


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 16.11.2006
Beiträge: 103

BeitragVerfasst am: 22.11.2006, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

ich wollte gerade sagen hää ich kenne die ja schon *g* ja ja also ich mag die storie
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BeitragVerfasst am: 22.11.2006, 19:08    Titel: Anzeige

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ChAntti
Vidls Schnidl im Lidl


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 1502
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 22.11.2006, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

süsse!! *anstups* ich weiss, dass du schon weiter bist!!!
also: weiterposten!!
_________________
Vidls Lidl-Schnidl im Fridl
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Aila
Nordic Stalker


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 10.10.2006
Beiträge: 1009
Wohnort: AG

BeitragVerfasst am: 23.11.2006, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

ChAntti hat folgendes geschrieben:
süsse!! *anstups* ich weiss, dass du schon weiter bist!!!
also: weiterposten!!

Mr. Green na gut, hab heute meinen guten tag

16. Kapitel

Nachdem ich gegessen hatte, ging ich wie versprochen mit Antti und Siiri schwimmen. Lisa wartete bereits und winkte uns entgegen. Kaum angekommen stürzte sich Antti auch schon in die Fluten. Ich wollte mich erst mal etwas ausruhen und legte mich hin. Die letzte Nacht hatte mich mehr mitgenommen als ich zugeben wollte, wenig bis kein Schlaf und dann noch der Alkohol… das Zeug welches ich gestern getrunken hatte würde ich nicht noch ein zweites Mal anrühren. Tatsächlich schlief ich ein und hatte schreckliche Albträume.

Jonne? Jonne?! Wo bist du? Ich irrte im Traum noch immer mit Kris durch den Wald. Die Bäume schienen ihre Äste nach uns auszustrecken und wir kamen kaum voran. Jonne! Jonne! Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern und plötzlich war er vor mir. Ich wollte ihn schon erleichtert umarmen doch er stiess mich grob weg. Geh’ weg! Deinetwegen bin ich doch hier! Du hast mich so weit getrieben! Ich verstand ihn nicht. Er drehte sich um und lief zu einer Klippe welche gerade erst aufgetaucht war. Jonne nein! Das ist alles deine Schuld!! Rief er mir noch zu, dann sprang er…

Schweissgebadet wachte ich auf. Siiri die neben mir lag erschrak als ich so plötzlich aufsprang. „ Was ist denn mit dir los? Hast du ein Gespenst gesehen?“ „ Nicht ganz… habe schlecht geträumt.“ „ Kein wunder, du bist übermüdet ich bring dich jetzt zurück und du legst dich noch ein wenig hin.“, und mit einem Seitenblick auf Antti und Lisa, die sich sehr gut zu verstehen schienen, fügte sie hinzu, „ hier werden wir nicht mehr gebraucht.“ Ich grinste. Dann packten wir unsere Sachen zusammen und verabschiedeten uns von den beiden welche uns jedoch kaum zur Kenntnis nahmen. Sobald wir zurück waren ging ich in unser Zelt und schlief augenblicklich ein. Erst gegen Abend erwachte ich wieder. Ich gähnte und streckte mich, dann kroch ich aus dem Zelt nach draussen. Es war niemand zu sehen, waren wohl alle beim schwimmen oder sonst wo. Glücklicher weise war es nicht mehr ganz so heiss wie den ganzen Tag aber es zogen schon Gewitterwolken auf. Ich lief runter zum See wo tatsächlich alle entweder auf der faulen Haut lagen oder plantschten. Nur Antti, Lisa, Jonne und Kris waren nicht zu sehen. Bei Antti und Lisa konnte ich mir ungefähr vorstellen was sie gerade machten, aber bei Kris und Jonne war ich mir da nicht so sicher. Die konnten doch nicht schon den ganzen Tag miteinander Reden oder doch? Siiri hatte mich entdeckt und kam nun zu mir gelaufen. „ Na ausgeschlafen?“, fragte sie. Ich nickte. „ Wo sind denn Jonne und Kris abgeblieben? Wo Antti und Lisa stecken kann ich mir vorstellen.“ Siiri grinste, „ Ja allerdings. Wo die andern beiden sind kann ich dir nicht sagen, seit wir heute zum See sind hab ich beide nicht mehr gesehen.“ Sie zuckte mit den Schultern. „ Wird schon nichts passiert sein. Ausserdem wollten wir heute Abend auswärts essen gehen, das wird sich Kris kaum entgehen lassen.“ Das konnte ich mir denken. „ Hei Leute! Wir sollten uns vielleicht mal auf den Weg machen wenn wir heute noch was zwischen die Zähne kreigen wollen!“, rief Siiri den andern Faulenzern zu. Diese packten auch tatsächlich schon kurze Zeit später ihre Badesachen zusammen und wir gingen alle gemeinsam zurück.
Bei den Zelten sassen Jonne und Kristian. „ Hei ihr beiden! Wir dachten schon ihr seid verschwunden!“, rief Siiri ihnen entgegen. Jonne lächelte uns entgegen und Kris grinste sein typisches Kris- Grinsen halt. „ Na los Leute, wir wollten es doch heute mal krachen lassen! Hop hop! Jetzt aber schnell ich hab Hunger!“, kam es von Larry. Wir mussten lachen und ich salutierte. „ Aye Aye Sir! Steht’s zu ihren Diensten!“ Larry knuffte mich in die Seite und von Kristian kam ein „ Hey ICH bin hier der Sir!!“ Unter Gelächter gingen wir alle in unsere Zelte und suchten unsere Klamotten zusammen. Kurz darauf trat ich wieder nach draussen. Jonne wartete auch bereits und schaute abwesend in den Himmel. „ Jonne?“ Ich setzte mich zu ihm. „ Hmm?? Was?“ „ Nichts, es verwundert mich nur, dass du der erste bist der fertig ist.“ Er zuckte mit den Schultern. „ Kann’s ja mal geben zur Abwechslung. Übrigens..“, kam es dann leise von ihm, „ tut mir leid wie ich dich heute angefahren habe, ich wollte nicht so heftig reagieren.“ „ Ist schon OK, aber willst du uns nicht lieber sagen was mit dir los ist? Du bist so anders seit kurzem.“ Von ihm kam nur ein heftiges Kopfschütteln und ich wollte nicht noch weiter nachbohren. Wieso ist der so komisch? Ich muss mal Kris fragen ob er was aus ihm raus gekriegt hat.
Kurze Zeit später hatte sich die ganze Truppe versammelt inklusive Lisa. Sie und Antti klebten aneinander wie Kletten und waren wirklich total verliebt, zu süss. Wir machten uns auf den Weg ins nahe gelegene Dorf, der Weg führte durch ein kleines Waldstück. Kris stiess mich an und deutete auf den Wald dann auf seine Tasche wo ich den Abdruck des Flachmanns erkennen konnte. Ich lachte und schüttelte den Kopf und er grinste nur. Siiri schaute mich verwundert an. „ Was war das denn? Geheime Waldsprache zwischen zwei verlorenen und Wieder gefundenen?“ „ Ja so ungefähr. Ich hab dir doch von Kris Absinth-Fläschchen erzählt?“ Sie nickte. „ Ja er wollte dich abfüllen.“ „ Ach Quatsch, uns war nur kalt. Und Alkohol wärmt nun mal.“ Siiri schaute mich nur an, sagte aber nichts mehr. Wir kamen beim Restaurant an, der Kellner betrachtete uns skeptisch wies uns dann einen Tisch in der hintersten Ecke zu. Nett! Wir setzten und hin und der „nette“ Kellner brachte uns die Speisekarten. Maddü konnte es nicht lassen und zwinkerte ihm zu. Das verunsicherte den armen Kerl total. Kaum war er weg brachen wir in schallendes Gelächter aus was die Aufmerksamkeit vom ganzen Restaurant auf uns zog und uns ein paar böse Blicke einhandelte. „ Aber Matthau! Du kannst doch nicht den wehrlosen Kellner anflirten!“, tadelte ich ihn doch von ihm kam nur ein Grinsen. „ Wenn der sich so nett benimmt, kann ich doch wohl auch ein bisschen „nett“ sein nicht?“ Ich verdrehte die Augen, was dem nicht alles in den Sinn kam. Während des ganzen Essens flirtete Matthau immer wieder mit dem Kellner bis es diesem wohl zu bunt wurde und uns eine andere Bedienung zugewiesen wurde.
Nachdem wir fertig waren mit Essen und bezahlt hatten, wollten wir weiter um ein paar Kneipen unsicher zu machen. Als erstes standen wir vor einer etwas kleineren Bar und Kris marschierte ohne zu zögern hinein. Nachdem Bier für alle bestellt war suchten wir uns einen etwas ruhigeren Platz wo wir auch alle Platz hatten. Na gut Platz war ein bisschen übertrieben. Wir mussten uns beinahe übereinander stapeln und wir Mädels mussten den Jungs auf den Schoss sitzen weil es zu wenige Stühle hatte. Siiri setzte sich zu Kris, Lisa natürlich zu Antti und ich? Ich stand ein wenig verloren in der Gegend rum. Dann zog mich eine Hand hinunter und ich sass in einem unbekannten Schoss, als ich mich umdrehte sah ich dass der zu Jonne gehörte aber die Hand von Kris stammte. „ Sorry“, murmelte ich und wollte schon aufstehen weil ich dachte es wäre Jonne vielleicht unangenehm so überfallen zu werden. „ Nee is schon gut, bleib sitzen.“ Er zog mich zurück auf seinen Schoss. Schulterzuckend blieb ich also sitzen. Wir unterhielten uns prima, Jonne tat als wäre nie etwas gewesen und lachte über jeden Mist. Es wurde später und auch ungemütlicher für meinen Hintern. Ich rutschte unruhig auf Jonnes Schoss herum bis er mich festhielt. „ Was machst du da?“ „ Es ist unbequem…“ „ Er grinste. Auch Siiri hatte mittlerweile ihren Platz gewechselt und hatte nun Larry auf ihrem Schoss. Wie Larry auf ihr, ist da nicht was verkehrt? Ich musste lachen und zeigte dann auf Larry und Siiri, als Jonne sie so sah schubste er mich von seinem Schoss und stand auf. „ Was sollte das jetzt?“, fragte ich empört doch er deutete mir nur mich hin zu setzten. Nichts Böses ahnend tat ich das auch und hatte kaum zwei Sekunden später Jonne auf meinem Schoss. „ Jonne spinnst du?“, fragte ich ihn. Doch er grinst nur. Ich hatte mir bis zu diesem Augenblick nicht vorstellen können wie ein so dünner Mann so schwer sein konnte! Doch bevor ich ihn wieder runterschmeissen konnte wollten die anderen auch schon weiter. Wir zogen also los und landeten wir vor einer ziemlich düsteren Kneipe. Kris wollte schon hinein marschieren doch Siiri hielt ihn zurück. „ Ich will da nisch rein!“, sagte sie bestimmt und ich schloss mich ihr an. „ Ich auch nich!“ „ Was seit ihr denn für Angsthasen?“ „ Gar nich!“, protestierte Siiri jetzt. „ Ja dann kommt doch rein!“ Doch wir schüttelten gleichzeitig den Kopf. Kris stöhnte genervt auf, aber gab schliesslich nach. Also zogen wir weiter bis wir schliesslich zu einer Kneipe kamen die uns allen mehr oder weniger zusagte. Wir gingen hinein und pflanzten uns auf die Couchs die dort standen. Nach kurzem umschauen stellte ich fest dass hier nur Frauen anwesend waren und unsere Jungs ziemlich schräg angeschaut wurden. Kris war allerdings schon losmarschiert um etwas zu trinken zu besorgen. Ich stiess Jonne an. „ Hei hier sind alles nur Frauen oder spinn’ ich?“ Er schaute sich suchend im ganzen Raum um, dann noch mal und nach mal. „ Ähm… also… ja sieht so aus.“ Er zuckte mit den Schultern. Siiri hatte es wohl auch bemerkt. Als Kris wieder mit einer Runde Jägermeister zurückkam schickte sie ihn nach draussen und er kam kurze Zeit lachend wieder zurück. „ Ey Leute ihr glaubt nicht wo wir hier gelandet sind.“, er lachte weiter und als er sich wieder beruhigt hatte sagte er: „ Wir sind in ’nem Lesbenclub!“ Er kugelte sich beinahe vor lachen und die Jungs starrten ihn nur verdutzt an. Dann liess er sich neben seine Schwester fallen und haute dieser auf die Schulter. „ Na Kleine! Hier gefällt’s dir was?“ Siiri schaute ihn böse an. Dann stand sie auf und knallte ihm vor versammelter Mannschaft eine. Dann rannte sie zur Türe raus. Alle hatten diesen Auftritt mitbekommen. Kristian war mittlerweile das Lachen vergangen und er rieb sich seine rot gewordene Wange. Ich stand auf, entschuldigte mich kurz und ging dann schnell Siiri hinterher.

17. Kapitel

Als ich vor der Türe ankam sah ich Siiri gerade um die nächste Ecke biegen und lief ihr nach. „ Siiri! Bleib stehen!“ doch sie dachte nicht daran und lief weiter. ‚Meine Kondition lässt echt zu wünschen übrig, vielleicht sollte ich zur Abwechslung wieder mal etwas Sport machen.’ Nachdem ich etwa zehn Minuten hinter ihr hergelaufen war verlangsamte sie ihr Tempo und blieb schliesslich schwer atmend stehen. Einen Augenblick später war ich bei ihr. „ Hei Süsse was ist denn los?“, brachte ich hervor, während ich noch nach Luft schnappte. Ich sah wie eine Träne ihr die Wange hinunter lief und schliesslich auf den Boden tropfte. „Hier“, sagte ich und reichte ihr ein Taschentuch. Sie nahm es dankend an dann schluchzte sie laut los. „ Dieses Schwein… er hatte es mir…versprochen… und jetzt…alle… und und und…“ „Schhhschht schon gut.“, sagte ich und nahm sie in den Arm. Sie weinte vor sich hin, löste sich aber dann ruckartig von mir. „ Miia?“, sagte sie leise und blickte mir in die Augen. Ich schaute sie fragend an. „ Du..du… also… was denkst du? Ich weiss nicht…und weißt du Kris…er…“ „ Ist ja schon in Ordnung. Kris ist ein Idiot aber er hat das sicher nicht böse gemeint, ausserdem ist er schon ziemlich dicht und ich denke Antti und Lisa haben bestimmt nichts mitbekommen.“, versuchte ich sie ein wenig auf zu muntern. Doch sie starrte mich weiterhin nur an. „ Hör mal, nur weil du das jetzt weißt, na dass ich nicht so auf Männer stehe und so“, druckste sie herum, „ Heisst das noch lange nicht das ich irgendwie auf dich oder so…“ Ich musste lachen. „ Komm schon, du glaubst nicht im Ernst dass ich jetzt irgendwelche Berührungsängste habe oder so? du bist meine Freundin und ich liebe dich wie ich eben meine Freunde liebe, egal auf was sie stehen solange es keine Tiere sind.“ Nun musste auch Siiri grinsen und drückte mich an sich. „ Danke.“ „ Schon gut. Aber wieso hast du so ein Problem damit dich zu outen?“, wollte ich dann wissen.
Wir schlenderten langsam wieder zurück zum Club während sie mir erzählte. „ Also das war so. Ich habe mit ungefähr fünfzehn Jahren bemerkt dass ich keine grossen Interessen an Jungs habe, und hatte mich in ein Mädchen aus unserer Schule verliebt. Sie war echt hübsch. Nur traute ich mich ihr nichts zu sagen. Kris hat dann gemerkt dass etwas nicht stimmte mit mir. Schliesslich erzählte ich ihm alles, zuerst war er ein wenig geschockt doch er akzeptierte es. Er versuchte mich sogar mit ihr zu verkuppeln doch sie war total abweisend und erzählte schliesslich in der ganzen Schule herum dass ich eine Lesbe sei. Ich wurde von den Mädchen gemieden weil wohl jede das Gefühl hatte ich würde sie nächstens anfallen und die Jungs spotteten mich aus. Als ich fertig war mit der Schule und meine Lehre anfing, beschloss ich niemandem etwas zu erzählen weil ich Angst hatte, dass meine Mitarbeiter genau so reagieren würden wie meine damaligen Mitschüler. Kris versprach mir dass auch er es niemals jemandem zu erzählen und bis jetzt hat er sein versprechen auch gehalten. Nur heute… wieso hat er das getan?“ Eine Träne lief ihr über die Wange und sie wischte sie schnell weg. Ich schüttelte den Kopf. „ Hei nicht weinen Süsse! Ich weiss nicht wieso er es getan hat, aber er ist nicht mehr ganz nüchtern. Aber das ist für die Jungs bestimmt kein Problem, schliesslich knutschen die sich auch mal öfters auf der Bühne oder etwa nicht?“ Siiri kicherte. „ Ja das war Kristians Idee, ich habe ihn wohl inspiriert. Doch dass er betrunken ist, ist noch lange keine Ausrede!“ Ich stimmte ihr zu, dass war wirklich keine Entschuldigung. Dann musste ich jedoch grinsen Siiri hatte die Jungs ‚inspiriert’. Wir bogen um die nächste Ecke und knallten beinahe in eine Gruppe Menschen. „ Ach hier seid ihr!“, hörte ich Snacks Stimme sagen.
Die ganze Truppe hatte sich vor dem Club versammelt und ich sah Kris wie er zerknirscht an der Hauswand lehnte und den Boden musterte. Ich stupste Siiri an und deutete auf ihn, doch sie schüttelte den Kopf. „ Ich will jetzt nicht mit ihm sprechen, bin noch zu wütend, ausserdem ist er betrunken.“ Ich nickte. „ Alles klar bei euch?“, wollte Larry wissen. Siiri nickte. „ Ihr wisst es ja nun…“ „ Ach, und glaubst du wir würden dich jetzt anders behandeln oder dass du dich innert Sekunden verändert hast nur weil wir wissen das du lesbisch bist?“, fragte Larry nun gespielt vorwurfsvoll. Siiri lächelte erleichtert. „’türlich nicht…aber, ach keine Ahnung. Danke!“, sagte sie und drückte dann Larry fest an sich. Nun wollten alle andern auch geknuddelt werden und Siiri umarmte alle der Reihe nach, nur Kris blieb weiterhin regungslos und den Boden anstarrend an der Wand angelehnt. Siiri schenkte ihm keine Beachtung. Er tat mir schon beinahe leid. Schliesslich machten wir uns auf den nach Hauseweg. Im Wald war es stockfinster und wir drängten uns alle nahe zusammen. Ich ergriff mit meiner Rechten Siiris Hand und mit der Linken die von Jonne der neben mir ging, Antti hatte sich bei Lisa angehängt und diese sich ebenfalls bei Jonne. Die restlichen Jungs hatten sich der Reihe nach noch an Antti rangehängt, damit auch niemand verloren ging. Ich musste grinsen als Jonne den hinterher trottenden Kristian auch noch aufforderte sich einzuhängen damit er nicht entführt würde. Doch er wollte nicht.
Bei den Zelten zurück waren die Jungs noch zu aufgedreht um zu schlafen, wie sie selber sagten und begannen sich gegenseitig zwischen den Zelten herum zu jagten. Antti flitzte hinter Jay her der ihm angeblich sein Haar Gel geklaut haben soll, der wiederum wurde von Jonne verfolgt. Snack und Larry hatten sich auf den Boden gesetzt und schauten rauchend und kopfschüttelnd den andern Jungs zu. Siiri, Lisa und ich setzten uns zu Larry und Snack und kurz darauf setzten sich auch die anderen Spinner zu uns. „ Wo issn unser Söör?“, wollte Antti wissen. Wir schauten uns suchend um konnten ihn aber nicht entdecken. „ Siiri ich denke der is’ im Zelt. Solltest ma mit ihm reden nich dass er noch anfängt ssu heulen.“, giggelte Antti. Siiri tippte sich mit dem Zeigefinger gegen die Stirn und zwickte Antti in die Wange. Dann ging sie allerdings hinüber zu Kris Zelt, warf einen Blick hinen und verschwand dann im Innern des Zeltes. „ So Mädels ich geh’ dann auch mal ins Bettchen.“, sagte ich. Lisa nickte und stand ebenfalls auf. „ Ich werd dann auch gehen. Bis morgen Antti-Schatz!“, sagte sie und drückte ihm ein Kuss auf die Lippen. Er grinste zufrieden. „ Du willst jetzt aber nicht noch nach Hause laufen oder?“, fragte ich sie. Lisa zuckte mit den Schultern. „ Bleibt mir nichts anderes übrig fürchte ich.“ „ Doch, bestimmt. Komm du kannst bei Siiri und mir pennen. Ich denke bei den Jungs wärs dir im Moment nicht sehr wohl.“, sagte ich mit einem Seitenblick auf die ziemlich angeheiterten Jungs. Wir verzogen uns also in unser Zelt, das eigentlich für zwei Personen gedacht war. Siiri war noch nicht da und würde wahrscheinlich in Kürze auch noch nicht kommen, so machten wir es uns bequem und schliefen auch kurz darauf ein.
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ChAntti
Vidls Schnidl im Lidl


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BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Aila hat uns erhört!!! b020.gif
weiter, mein knuffelchen!!
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Aila
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BeitragVerfasst am: 25.11.2006, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

tataaa!!

18. Kapitel

Am nächsten Morgen erwachte ich und fühlte mich irgendwie komisch. Etwas Schweres lag auf meinen Hüften und ich konnte mich kaum bewegen. Ich schlug die Augen auf und sah, dass sich Siiri quer über mich und Lisa gelegt hatte weil wir uns so breit gemacht hatten dass sie keinen Platz mehr gehabt hatte. Naben mir lag Lisa die ebenfalls schon wach war und mich mit einem gequälten Blick anschaute. Ich musste grinsen. „ Morgen! Gut geschlafen?“, fragte ich ironischer weise. „ Ja total!“, brummelte sie zurück. Gemeinsam versuchten wir Siiri irgendwie von uns runter zu kriegen doch eine schlafende, schnarchende Siiri war schwerer als erwartet. Zuerst nahmen wir noch Rücksicht darauf dass sie nicht erwachte doch nach drei erfolglosen Versuchen schubsten wir sie einfach von uns runter. Sie rollte bis zum Zelteingang blieb dort jedoch liegen und schnarchte weiter vor sich hin. Wir stiegen über sie drüber und gingen nach draussen. Dort hüpfte ich als erstes in eine grosse Pfütze und sank bis zu den Knöcheln im aufgeweichten Rasen ein. Vor mich hinschimpfend zog ich meine Füsse wieder aus dem Matsch heraus und ging ein paar Schritte um mich in Sicherheit zu bringen damit ich nicht noch einmal darin landete. Lisa steckte ihren Kopf zum Eingang hinaus und machte einen grossen Schritt nach draussen. Ich rief noch: „ Lisa pass auf da…“ *platsch* schon hatte sie eine Bruchlandung hingelegt und sass nun auf ihrem Hintern mitten in der riesen Pfütze. „… ist ne Pfütze!“, beendete ich meinen Satz und begann laut los zu lachen. Es sah einfach zum Kreischen aus. Lisa sass im beinahe hüfthohen (natürlich nur wenn sie sass), schmutzigen Wasser und wetterte vor sich hin. Ich musste mich am nächst besten Ort abstützen damit ich vor lachen nicht hinfiel und dieser Ort war leider das Zelt von Kristian, Jonne, Antti und Maddü. Kaum hatte ich mich nur ein wenig angelehnt krachte alles zusammen und ich lag auf dem Zelt drauf. Unter mir begann sich etwas zu regen und vier Stimmen begannen gleichzeitig zu fluchen. Nun konnte ich wirklich nicht mehr. Ich lag auf zwei der Jungs, wer es war hatte ich keine Ahnung, hielt mir den Bauch vor lachen und mir liefen Lachtränen über die Wangen. Der Erste der sich aus dem zusammengefallenen Zelt befreit hatte war Antti, danach kroch Jonne hinterher. Beide schauten mich ziemlich ratlos an und warfen sich viel sagende Blicke zu. Sie hielten mich wohl für endgültig durchgeknallt. Jonne kratzte sich am Kopf was mich nur in einen erneuten Lachkrampf ausbrechen liess. „ Was hast du heute Morgen schon alles getrunken?“, fragte Antti feixend. Ich konnte mich kaum beruhigen doch dann wurde ich ziemlich unsanft weggeschubst und schliesslich krochen auch Matthau und Kris noch unter den Zeltwänden hervor. Alle schauten mich nur komisch an und ich konnte nur auf Lisa zeigen, die noch immer in der Pfütze sass und vor sich hinfluchte. Was sie genau sagte wollen wir an dieser Stelle nicht erwähnen.
Auf jeden Fall mussten die Jungs nun auch laut lachen und Antti eilte schnell zu seiner Lisa um ihr auf zu helfen. Sie allerdings liess sich nicht helfen, verschränkte die Arme vor der Brust und schaute Antti böse an. „ Danke dass ihr euch auch noch alle über mich lustig macht!“ Dann schaute sie an sich herunter, sah mich wie ich mit schmutzigen Füssen noch immer kichernd auf dem zusammengefallenen Zelt lag und die Jungs die ebenfalls grinsend daneben standen. „ Was hast du…? Miia? Das Zelt das warst du?!“ nun musste auch sie lachen. Von unserem Gelächter aufgeweckt, krochen auch Jay, Snack und ein verstrubbelter Larry aus ihrem Zelt und schauten uns fragend an. Dann hatten auch sie das am Boden liegende Zelt entdeckt und Lisa in der Pfütze und die drei fingen an zu grinsen. Als wir uns beruhigt hatten stieg Lisa auch endlich wieder aus „ihrer“ Pfütze wie sie sie nun nannte und die Jungs begannen ihr Zelt erneut auf zu richten. Ich und Lisa gingen derweil zum See um uns ein wenig zu waschen, vor allem Lisa hatte es dringend nötig. Als wir zurück kamen stand das Zelt wieder und sogar Siiri war mittlerweile aufgestanden. Sie hatte es sogar geschafft nicht in die Pfütze zu fallen. Lisa wollte wieder zurück zu ihrem Ferienhaus um sich um zu ziehen und zu duschen. Sie verabschiedete sich von allen mit dem Versprechen, dass wir sie heute Nachmittag wieder treffen würden. Die Jungs waren mit sich selber beschäftigt und ich zog Siiri kurz zur Seite. „ Hei hast du dich mit Kris ausgesprochen?“ Sie nickte. „ Ja alles wieder in Ordnung, er hat sich mindestens hundert mal entschuldigt und es tut ihm wirklich leid. Na ja so schlimm wars ja auch nicht.“ Sie grinste. „ Bestimmt nicht! Hat er auch was gesagt wegen Jonne?“, wollte ich wissen und Siiri nickte. „ Ja, er meinte nur dass Jonne im Moment irgendwelche Probleme hätte mit seiner Ex, er aber eine Frau getroffen hätte und er sich verguckt hatte, wobei er sich aber nicht ganz sicher sei ob es wirklich so wäre…“ „ Sonst nichts?“, hakte ich nach. Sie schüttelte den Kopf. „ Ne. Jedenfalls nichts was er mir gesagt hätte, aber ich kenne meinen Bruder, da ist noch was im Busch was er mir nicht sagen will, oder darf.“ Ich nickte nur und gab mich für den Augenblick zufrieden. Aber nur für diesen Augenblick, ich wollte wissen was Jonne bedrückte.

19. Kapitel

Wir machten uns fertig und Frühstückten dann alle gemeinsam. Antti stritt sich mit Jay um den letzten Rest der Butter und wie es so ist schnappte sich Larry alles, bestrich sein Brot und stopfte alles auf einmal in seinen Mund damit auch keiner auf die Idee kam ihm wieder etwas weg zu nehmen. Allerdings hatte er nun ein kleines Problem mit kauen. Antti und Jay hatten aufgehört sich zu bekriegen und sahen Larry empört an, als sie jedoch mit bekamen dass er mittlerweile kaum mehr atmen konnte weil er sich das riesige Stück Brot auf einmal in den Mund gestopft hatte verschränkten beide die Arme und schauten ihm breit grinsend beim Essen zu. Mittlerweile hatten alle aufgehört mit kauen und schauten Larry gespannt zu. Dieser gab sich die grösste Mühe endlich alles runter zu schlucken doch es wollte ihm nicht gelingen, er sprang auf und rannte hinter das nächste Gebüsch. Kurz darauf kam er grinsend wieder hervor. „ Ging nicht anders.“ Er zuckte mit den Schultern. Wir mussten alle laut lachen und Jonne meinte: „ Jetzt müssen wir aber einkaufen gehen sonst haben wir nichts mehr zu essen!“ „ Wir fahren morgen Abend auch wieder zurück, da brauchen wir nicht mehr so viel!“, meinte Snack. „ Och wir fahren schon wieder zurück?“, fragte ich enttäuscht. „ Ja Kleine wir müssen in zwei Tagen bereits wieder im Proberaum stehen sonst macht uns Tommi die Hölle heiss!“, sagte Antti und seufzte. Nachdem wir gefrühstückt hatten warteten wir auf Lisa welche auch einige Minuten ankam. –mit Nora im Schlepptau. Jonne stöhnte gequält auf und ich warf ihm einen mitleidigen Blick zu und er seufzte nur. Lisa lächelte uns gequält an. „ Hei Leute! Nora ist wieder mitgekommen, ihr kennt sie ja schon.“ Alle nickten. Nora setzte ihr nerv tötendes, gekünsteltes Lächeln auf und war kaum da, schon hängte sie sich schon an Jonne ran. Die Frau machte mich noch eines Tages wahnsinnig. Siiri stupste mich an. „ He, wenn Blicke töten könnten wäre Nörchen nun bestimmt einen schnellen und schmerzhaften Tod gestorben.“ Ich schaute sie verwirrt an. „ Wie jetzt?“ „ Ja so wie du sie eben angesehen hast… biste etwa eifersüchtig dass sie sich so an Jonne ranhängt?“ Siiris Lippen umspielte ein Lächeln. „ Ich? Nee wieso sollte ich? Bin ja nicht mit ihm verheiratet.“ „ Schon klar…!“, sagte Siiri und wandte sich ab. „ Was soll dass jetzt wieder heissen?!!“ ich zog sie am Arm wieder zu mir zurück. „ Nichts soll es heissen. Gaaaaaar nichts!“ Ich stampfte mit dem Fuss auf den Boden, verschränkte die Arme und schaute sie trotzig an. „ Pffffff…“ Siiri begann zu lachen. „ Na jetzt aber! Benimmst dich schon wie unsere kleine Prinzessin. Wenn er was nicht kriegt wird geschmollt oder getrotzt.“ „ Was für ne Prinzessin?“, fragte ich und war schon wieder verwirrt. Siiri deutete auf Jonne. „ Die da! Oder der da, wie du willst. Prinzessin von und zu Jonne höchstpersönlich.“ „ Ach sooo…“ nun hatte sogar ich begriffen. „ Und was stellen wir jetzt an?“, wollte Kris wissen. Antti wollte schon Luft holen und hatte kaum den ersten Ton gesagt hielt ihm Jay den Mund zu und sagte: „ Nein wir gehen NICHT schwimmen! Klar?“ Antti war augenblicklich still und schob schmollend die Unterlippe vor. Lisa nahm ihren Freund in den Arm und drückte ihm ein Küsschen auf die Wange was ihn sofort wieder strahlen liess. Ich lächelte. Da hatten sich wirklich zwei gesucht und gefunden. Jonne quitschte plötzlich vergnügt auf. Wir blickten ihn alle ziemlich erstaunt an und er begann zu grinsen. „ Was möchtest du uns mitteilen Jonne- Maus?“, fragte Kris. Jonne grinste noch immer wie ein Honigkuchen Pferd. „ Ich weiss was wir machen!“, sagte er stolz. Kris verdrehte die Augen. „ Und das wäre…?“ Jonne schaute uns der Reihe nach strahlend an und verkündete stolz: „ Ich habe ein Shoppingcenter gesehen auf der Hinfahrt! Lasst uns Einkaufen gehen!“ Ein Aufstöhnen ging durch die Reihe gefolgt von einigen entsetzten Blicken. „ Ja was denn? Ich dachte ihr mögt Shopping?“, schmollte Jonne. „ Ja Kleiner, wir alle mögen Shopping, aber nicht mit dir.“, übernahm nun Jay das Wort. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen. „ Tzzz.. na dann. Macht was ihr wollt! Ich gehe auf jeden Fall einkaufen! Wer will mit?“, sprachs und er verschränkte die Arme vor der Brust. Nora quitschte sofort ein begeistertes ‚Iiiiihiiich’ und der Rest blieb stumm. Eigentlich wäre ich gerne mitgegangen aber nun wo Nora mit wollte überlegte ich mir die Sache noch mal. „ Miia? Magst du nicht auch mitkommen?“, fragte Jonne scheu und schaute mich mit seinen blauen Augen bittend an. Wer kann da schon widerstehen? Ich bestimmt nicht. Nach kurzem überlegen sagte ich zu und er begann wieder zu strahlen, Noras Miene allerdings verfinsterte sich schlagartig, was von uns schön ignoriert wurde. Lisa wollte Antti überreden ebenfalls mit zu gehen doch dieser weigerte sich mit Jonne Shoppen zu gehen. Nach langem Hin und Her wer jetzt mitkommen wollte gingen wir schliesslich zu Dritt los. Nach dreimaligem Verfahren weil Jonne sich weigerte die Strassenkarte aus der Hand zu geben, kamen wir schliesslich beim Einkaufszentrum an. Kaum waren wir durch die gläserne Eingangstüre getreten rannte Jonne auch schon los in den nächsten Kleiderladen und blieb vor dem Schaufenster erst mal stehen. Ich ging ihm hinterher, gefolgt von Nora. Jonne bestaunte gerade eine pinke Plüschjacke und gab nur ‚Oooh’ und ‚Aahs’ von sich. Ich musste mir das Lachen verkneifen. „ Jonne magst du nicht rein gehen und dir die Jacke genauer anschauen? Dann kannst du sie auch anprobieren.“, schlug ich vor. Er schaute mich einen Moment an und schien zu überlegen, dann nickte er und stürmte den Laden. Kopfschüttelnd ging ich hinterher. Jonne stand schon mit der übergezogenen Jacke vor mir als ich bei den Kabinen ankam. Er drehte sich einmal um die eigene Achse und schaute mich dann fragend an. Er sah zu süss aus und ich lächelte ihn an. „ Was meinst du?“, fragte er nach. Ich nickte. „ Ja die ist toll!“, gab ich zur Antwort und er grinste zufrieden. „ Schau, es hat noch eine, magst du auch eine?“ Ich schüttelte den Kopf. „ Wieso nicht? Gefällt sie dir nicht?“, fragte er etwas enttäuscht. „ Dochdoch!“, antwortete ich schnell, „ aber wir können doch nicht wie Zwillinge herum laufen.“ „ Wieso denn nicht?“, kam es von Nora die sich bis jetzt noch nicht gemeldet hatte. „ Mir gefällt die Jacke, ich mag sie haben wenn du sie nicht willst!“, sprachs und schnappte sich das pinke Plüschdings aus dem Kleiderständer. Jonnes Blick verfinsterte sich, Nora ging ihm tierisch auf die Nerven. Sie zog sich die Jacke über und betrachtete sich im Spiegel, allerdings sah sie gerade aus wie Barbie, der der Haarfön explodiert war. Unsicher schaute sie uns an, doch sie bekam von beiden nur ein Kopfschütteln zu sehen. Wütend schmiss sie die Jacke in die nächste Ecke. „ Wisst ihr was?! Wenn ihr euch doch sooo gut versteht kann ich ja gehe!“ Wütend stapfte sie aus dem Laden. Verwundert schaute mich Jonne an und ich schüttelte den Kopf. Dann machte sich ein erleichtertes Lächeln auf seinem Gesicht breit. „ Puuuh! Sie ist weg! Die ging mir schon vom ersten Tag an auf den Wecker!“ Ich musste grinsen. „ Willst du die Jacke jetzt haben?“
„ Nee, du kaufst sie dir ja, wenn ich mal das dringende Bedürfnis habe sie an zu ziehen leihst du sie mir bestimmt.“ Ich grinste ihn an. „ Klar doch!“
Unsere Shoppingtour wurde ziemlich lange und als wir nach sieben Stunden wieder draussen vor der Türe standen hatte Jonne zwölf und ich acht voll gepackte Einkaufstüten.
Er hatte sich neun Paar neue Hosen, dreizehn Oberteile, unzählige Schals, Gürtel, Ketten und sonstige Asscessoirs gekauft. Ich hatte drei Hosen, zehn Oberteile und ebenfalls viele Gürtel und Schals, Ketten und Ohrringe und ein Paar neue schwarze Schnürstiefel auf die ich besonders stolz war.
Wir schleppten alles zum Wagen und packten es in den Kofferraum. Danach fuhren wir zurück zum Zeltplatz. Dort angekommen sahen wir dass alle schon am Zeltabbau waren. Kristian, Antti und Matthau standen schon zufrieden vor ihrem bereits zusammengepackten Zelt und rauchten eine. Als wir zurück kamen bedankten sie sich bei mir, dass ich ihnen heute Morgen geholfen hätte das Zelt ab zu bauen. Ich half Siiri noch mit unserem Zelt und schon bald war auch dieses im kleinen VW Bus von Antti verstaut. „ Wo ist eigentlich Nora abgeblieben?“, wollte Lisa dann wissen. Jonne zuckte mit den Schultern. „ Sie wollte nicht mit uns einkaufen gehen“, sagte er, und fügte mit einem viel sagenden Blick zu mir hinzu, „ fühlte sich wohl etwas überflüssig.“ Ich grinste ihn an und die andern schauten nur verwundert drein. „ Wiiieee?? Jonne? Du wolltest keinen Dreier?!“, kam es empört von Kristian welcher sich einen Stoss in die Rippen von Larry fing und einen mörderischen Blick von mir und Jonne. Kris allerdings störte das kein bisschen, er steckte sich eine neue Kippe an und lehnte sich grinsend an Jonnes Wagen. Wir packten unser Gepäck und die Tüten von Jonnes und meiner Einkauftour auch noch in Anttis Bus dann stiegen wir ins Auto. Matthau fuhr diesmal mit Antti weil sie noch genug Platz hatten und ich durfte gnädigerweise auf den Beifahrersitz in Jonnes Wagen. Wir fuhren los und ich stellte das Radio an. Ich schaltete ein wenig herum, doch es lief nichts Gescheites. „ Jonne? Hast du hier irgendwelche CD’s im Wagen?“ „ Klar! Im Handschuhfach.“ Ich öffnete das Handschuhfach und schon kamen mir einige CD- Hüllen entgegen. „ Hoppela!“ Gerade konnte ich sie noch auffangen. Jonne grinste mich von der Seite her an. „ ‚Tschuldige ich bin etwas unordentlich.“ „ Schon okay.“ Ich legte eine CD von Privat Line ein und Kris begann freudig auf dem Rücksitz herum zu hüpfen. Siiri zog ihn zurück auf den Sitz. „ Spinnst du?“, fragte sie genervt. „ Nein! Ich mag nur die Musik von Jackilein!“ Siiri verdrehte die Augen. „ Miia, dreh mal ein bisschen auf!“ Ich stellte die Musik lauter und Kris begann laut mit zu singen. Siiri tat es ihm gleich und kurz darauf sangen wir alle laut mit. Nach einer Stunde Fahrt wurde eine kurze Pause eingelegt und dann fuhren wir auch schon weiter. Mittlerweile war es auch schon ziemlich dunkel geworden. Die Musik lief noch immer leise Siiri schlief, Kris schaute aus dem Fenster und ich döste vor mich hin. Plötzlich hörte ich Jonne aufschreien und das Steuer herumreissen, danach ein lauter Knall, ein stechender Schmerz dann wurde alles schwarz um mich herum.
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ChAntti
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BeitragVerfasst am: 25.11.2006, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

*quick!!*

der schluss ist ja.. :sad: du bist gemein, miiisch!!! machste mit absicht..
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Aila
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BeitragVerfasst am: 26.11.2006, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

ChAntti hat folgendes geschrieben:
*quick!!*

der schluss ist ja.. :sad: du bist gemein, miiisch!!! machste mit absicht..

na logisch is das absicht
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ChAntti
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BeitragVerfasst am: 28.11.2006, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

weiter biddöö!!! :sad: sonst sterb ich noch!!

(bitte etwas weiter als im anderen Forum..)
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Aila
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BeitragVerfasst am: 28.11.2006, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

20. Kapitel

Von weit her drangen Stimmen an mein Ohr. Jemand rief nach mir ich konnte nicht zuordnen wer es war. Jemand strich über meine Wange, Siiri. Ich wollte die Augen öffnen doch es ging nicht. Jemand anderer hielt meine rechte Hand, Kris. Und Jonne hatte meinen Kopf in seinen Schoss gebettet. Kurze Zeit später hörte ich Sirenen, knallende Türen, ich wurde auf eine Tragbare gelegt und in einen Krankenwagen gebracht. Mir wurde wohl ein Beruhigungsmittel gegeben denn ich bekam ab sofort nichts mehr mit.

Jonne:
Ein Auto kommt mitten auf der Strasse auf uns zu gefahren. Ich Hupe, doch es weicht nicht aus. Im letzten Moment reisse ich das Steuer herum und wir knallen mit 60 km/h in einen Baum am Strassenrand. Ich schreie auf. Kris und Siiri werden nach vorne geschmissen werden aber von den Gurten gehalten, ich knalle mit voller Wucht gegen den Air Bag der sich aufgeblasen hatte. Als ich mich wieder aufrichtete und auf warf einen Blick auf den Beifahrersitz. Ich erschrak, Miia war weg. Ihr Airbag hatte sich nicht geöffnet und hing nur ein wenig hervor. Ich schrie ihren Namen. Kris und Siiri war zu Glück nichts passiert, ausser ein paar Schürfungen und wahrscheinlich ein paar Prellungen. Ich spürte wie warmes Blut über meine Stirn rann und tastete vorsichtig mit der Hand danach. Ich zuckte zusammen als ich die Wunde an meiner Stirn berührte meine linke Hand schmerzte und alles drehte sich doch ich stieg aus dem Wagen. Kris rüttelte ebenfalls an der Türe und bekam sie schliesslich auch auf. Er zog Siiri die noch ganz geschockt war hinter sich her und gemeinsam gingen wir um das Auto herum. Im Scheinwerferlicht sah ich Miia auf dem Boden liegen. So schnell ich konnte rannte ich zu ihr hin. „ Miia? Miia? Miia?!?“ Das dritte Mal schrie ich ihren Namen, doch sie rührte sich nicht. „ Sie ist tot! Sie ist tot! Tot!!! Und ich bin daran schuld!!“, murmelte ich. Tränen liefen nun über meine Wangen. Kristian strich mir beschwichtigend über den Rücken. „ Nein Jonne sie ist bestimmt nicht tot!“, sagte er leise. „ Doch und ich bin daran schuld!“ „ Nein Jonne sie lebt.“ „ Nein sie ist to…“ „ Nein verdammt hörst du?! Sie ist NICHT tot! Nein nein nein und nochmals nein!“, schrie er mich an, ich zuckte zusammen und schluchzte laut hörbar auf. Siiri hatte sich zu Miia hinunter gebeugt und strich ihr über die Wange. Kris setzte sich neben sie und hielt ihre Hand. Auch ich beugte mich zu ihr hinab und legte ihren Kopf welcher auf dem nassen Boden lag in meinen Schoss. Siiri rief gerade den Krankenwagen, sie hatte noch kein Wort gesprochen und wirkte ziemlich gefasst während ich heulte wie ein kleines Kind. Doch es war mir nicht peinlich. Ich betrachtete Miias Gesicht welches keine Regung zeigte. Ihre Lippen waren rot wie immer, sie hielt die Augen geschlossen und sie hatte eine grosse Wunde auf der Seite der Stirn. Ihr Brustkorb hob und senkte sich regelmässig. Die Sirenen des Rettungswagens ertönten und ich wurde von ihr weggezerrt. Die Sanitäter stabilisierten sie und schlossen etwa drei Schläuche an sie an, dann legten sie sie auf eine Tragbare und verfrachteten sie im Krankenwagen. Siiri, Kris und ich sollten noch auf den nächsten Wagen warten der uns ebenfalls zum Krankenhaus bringen sollte. Kaum war de Rettungswagen davon gebraust brach Siiri heulend zusammen. Kris konnte sie gerade noch auffangen sonst wäre sie wohl gestürzt. Ihr ganzer Körper zitterte und sie hatte regelrechte Heulkrämpfe. Kris drückte sie fest an sich und auch ihm liefen Tränen über die Wangen, doch er wollte stark sein für seine Schwester, - und für mich, und wischte sie sich schnell weg. Ich sass auf dem Boden ans zerstörte Auto gelehnt und wippte vor- und zurück. Ich weinte noch immer hatte mein Gesicht in meine Hände vergraben und weinte. Siiri kam auf mich zu und nahm mich in den Arm, gefolgt von Kristian der mich ebenfalls umarmte. So sassen wir zu dritt aneinander gekuschelt und heulten bis wir abgeholt und ins Krankenhaus gebracht wurden.


21. Kapitel

Jonne:
Wir wurden alle drei untersucht. Kris war nichts Ernsthaftes passiert er hatte eine Schürfwunde und zwei Prellungen ansonsten ging’s ihm gut. Siiri allerdings hatte drei gebrochene Rippen, mehrere Prellungen und Schürfungen. Auch psychisch war sie ziemlich angeschlagen, doch die Ärzte meinten das wäre nur der erste Schock und es gäbe sich wieder. Ich hatte eine Platzwunde am Kopf und eine leichte Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfungen, sonst nichts ernstes. Ich durfte noch nicht nach Hause und Kris und Siiri weigerten sich zu gehen bevor wir nichts von Miia wussten. Also warteten wir in meinem Zimmer in welchem ich über Nacht zur Beobachtung bleiben sollte. Ich lag hellwach im grossen Bett, Kris auf dem Stuhl neben mir und Siiri hatte sich auf dem freien Bett nebenan zusammengerollt und schlief. Als nach fünf Stunden noch kein Arzt vorbei geschaut hatte sprang ich aus dem Bett und wollte jemanden suchen gehen der uns informieren sollte. Das hätte ich wohl lieber gelassen. Ich war zu schnell aufgesprungen und so war ich kaum auf den Beinen wurde mir schon schwarz vor Augen und ich kippte nach hinten. Kris rief nach einem Arzt und verfrachtete mich wieder ins Bett. Als ich erwachte starrten mich zwei besorgte Augenpaare an. Und als Kris merkte dass mich nichts passiert war wetterte er auch schon los. Ich hielt mir die Ohren zu und begann laut zu singen. Der Arzt drückte Kris zurück auf seinen Stuhl und wies ihn an seine Klappe zu halten. „ Können Sie mir sagen was mit Miia los ist?“, fragte ich den Arzt. „ Sind sie ein Verwandter?“, wollte dieser wissen. „ Ähm.. nein…“ „ Dann darf ich ihnen leider auch keine Info…“ „ Er ist ihr Freund!“, warf Kristian ein. Ich blickte ihn verwundert an doch er zuckte nur mit den Schultern. „ Ah wenn das so ist darf ich es ihnen sagen, allerdings weiss ich noch nichts definitives, aber ich werde sie informieren sobald ich mehr weis. In Ordnung?“ Nicken. „ Na dann ruhen sie sich mal schön aus. Gute Nacht!“, sprachs und verliess das Zimmer. Seufzend liess ich mich ins Kissen zurück sinken.
Kris sprang von seinem Stuhl auf und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. „ Ausruhen sollen wir uns! Ausruhen während wir keine Ahnung haben was mit Miia ist!! Wie es ihr geht! Ob sie überhaupt noch lebt!!“ Siiri setzte sich in ihrem Bett auf und zog den herumgehenden Kris neben sich. „ Beruhig dich mal! Was bringt es uns wenn du jetzt die Nerven verlierst?! Wir können im Moment nichts für sie tun und müssen warten bis die Ärzte uns informieren.“ Kris schnaubte auf und liess sich zurück aufs Bett fallen.

Zur selben Zeit am Empfang des Spitals:

„ Guten Tag! Wir möchten gerne vier Freunde von uns besuchen. Sie wurden vor einigen Stunden hier her gebracht nach einem Autounfall.“, sagte Antti freundlich zu der Schwester am Empfang. Diese nickte und gab etwas in ihren PC ein. Dann schüttelte sie den Kopf. „ Tut mir leid ich darf sie nicht zu ihren Freunden lassen, sie brauchen Ruhe. „ Können sie uns wenigstens sagen was mit ihnen ist? Geht’s ihnen gut? Wann können wir zu ihnen?“, wollte er aufgeregt wissen. „ Sind sie Verwandte?“ „ Ähm nein.“ „ Dann kann ich ihnen keine Informationen weiterreichen, kommen sie morgen während der Besuchszeit wieder. Ich werde sehen was ich für sie tun kann. Auf Wiedersehen.“ Antti drehte sich um wo ihn vier Augenpaare erwartungsvoll anschauten. Er blickte zurück und schüttelte nur den Kopf. Die fünf, Antti, Larry, Jay, Snack und Matthau machten sich wieder auf den Weg zurück auf den Parkplatz. Ihnen blieb wohl nichts anderes übrig als nach Hause zu gehen und zu warten. Sie würden Morgen wiederkommen. Als sie vor Anttis Bus standen bog gerade ein Leichenwagen um die Ecke und verschwand hinter dem Krankenhaus. Die Jungs blickten sich an. Keiner sagte ein Wort und so fuhren sie nach Hause.



22. Kapitel

Kristian:

Jonne und Siiri waren eingeschlafen. Ich konnte allerdings beim besten Willen keinen Schlaf finden. Der Arzt hatte versprochen uns sofort zu informieren wenn er etwas Neues von Miia wüsste. Seit daher waren schon wieder fünf Stunden vergangen. Es war mittlerweile morgens um halb sieben, um acht würden wir geweckt werden. Doch so lange wollte ich nicht mehr warten. Leise schlüpfte ich in die hässlichen, weissen Plüschkrankenhauspantoffeln und ging zur Türe. Auf dem Flur orienterte ich mich kurz und lief schliesslich in die Richtung in der ich den Aufenthaltsraum der Ärzte vermutete. Dort angekommen klopfte ich ohne zu zögern an und wartete bis mir geöffnet wurde. Der Arzt von gestern Abend stand in der Türe und schaute mich fragend an. „ Ich will wissen wie es Miia geht!“ Der Arzt, Dr. Karl wie ich auf seinem Namensschild lesen konnte, schaute mich einen Augenblick an, dann bet er mich hinein. „ Also Herr Mikkonen, wir haben Frau Turunen eingehend untersucht. Sie hat einige Rippen gebrochen und Prellungen…“, er holte tief Luft. „ Ist das… ich meine… sonst ist sie gesund?“, stotterte ich. Das konnte noch nicht alles sein sonst hätten die uns doch zu ihr gelassen. Hinter der Stirn des Arztes rotierte es. Er schüttelte den Kopf. „ Nein, sie hat noch andere Verletzungen. Sie hat einen ziemlichen Schlag auf den Kopf bekommen bei dem Unfall und…“ „ Was?! Verdammt sagen sie endlich was mit ihr los ist!!“, ich wurde langsam wütend. Der Arzt seufzte. „ Es ist nicht sicher ob sie jemals wieder sehen kann. Ihr Gehirn wurde verletzt. Wir haben sie ins künstliche Koma versetzt und sie muss wieder alleine daraus erwachen.“ Jetzt war es raus. Ich schluckte einige Male schwer. Dann stand ich ohne ein weiteres Wort auf und ging zurück in Jonnes Zimmer. Siiri war mittlerweile erwacht, Jonne schien noch zu schlafen. „ Weißt du was Neues?“, flüsterte sie. Ich nickte und setzte mich zu ihr aufs Bett. „ Sie…Miia, also sie…“, stotterte ich. „ Was? Was ist mir ihr verdammt?!“, zischte Siiri. Ich holte noch einmal tief Luft. „ Sie liegt im Koma. Die Ärzte wissen nicht ob sie je wieder etwas sehen wird.“ Eine Träne fand ihren Weg über meine Wange. Ich wischte sie schnell weg, Siiri sollte mich nicht weinen sehen, ich wollte stark für sie sein, und für Jonne. Ich hörte ein Aufschluchzen aus Jonnes Bett. Er hatte wohl doch nicht mehr geschlafen. „ Jonne bist du wach?“; flüsterte ich leise. Erneutes Aufschluchzen. Ich setzte mich auf Jonnes Bettkante. Er hatte seinen Kopf im Kissen vergraben und heulte. Siiri hatte sich auf die andere Seite des Bettes gesetzt und strich ihm beruhigend über den Rücken. „ Shhshh Jonne!“, flüsterte sie leise doch er wollte sich kaum beruhigen. Siiri sprach weiter beruhigend auf ihn ein während ich auf der Bettkante sass und mich kaum rührte. Einige Minuten später war Jonne eingeschlafen und ausser ein paar vereinzelten Schluchzern war von ihm nichts mehr zu hören. Siiri setzte sich neben mich. „ Kris?“ „ Hm?“ „ Glaubst du Jonne gibt sich die Schuld daran was mit Miia ist?“ Ich schaute zu ihr hoch, sie blickte mich mit ihren grossen grünen Augen an. Dann schüttelte ich den Kopf. „ Keine Ahnung. Kann schon sein.“ Siiri seufzte.

23. Kapitel

Die Türe öffnete sich leise und eine ältere Krankenschwester steckte ihren Kopf durch den entstehenden Spalt. „ Guten Morgen die Herrschaften. Sie sind noch immer hier?“ Kristian nickte. „ Tut mir leid aber ich muss sie jetzt bitten zu gehen. Ich muss Herrn Liimatainens Wunden noch versorgen. Und sie sollten sich mal ausruhen. Sie sehen ja schlimm aus!“ „ Danke aber auch.“, murmelte Kris beleidigt. „ Wenn sie nun so gut wären…“; sagte die Schwester und deutete auf die Türe. Siiri seufzte und zog ihren Bruder mit sich zur Türe. Dieser drehte sich noch kurz um und sagte: „ Keine Angst, so schnell werden sie uns nicht los, spätestens heute Abend sind wir wieder hier!“ Die Schwester schüttelte nur den Kopf dann zog Kris die Tür hinter sich zu. Siiri und er hatten es wirklich nötig zu schlafen und gingen auf direktem Weg nach Hause, nachdenklich blieben sie vor Miias Wohnung stehen bevor sie in ihre eigenen Wohnungen verschwanden.
Kris wurde vom Klingeln seines Handys geweckt. Er tastete auf seinem Nachttisch danach und drückte auf eine Taste. „ Wer issn’ da?“, murmelte er verschlafen. Anttis aufgeregte Stimme war am anderen Ende zu hören. „ Kristian? Bist du zu Hause?! Ich hab eben erfahren was los war, der Unfall und so. Der Arzt hat mir dann auch das von Miia erzählt…“ Kris seufzte. Was sollte er jetzt antworten? Doch die Antwort übernahm Antti. „ Wann kann man zu ihr?“ „ Ich weiss es nicht. Siiri und ich werden heute Abend noch mal nach Jonne sehen und dann wollen wir auch gerade zu Miia. Könnt auch kommen wenn ihr wollt, Jonne freut sich bestimmt.“
In zwei Stunden wollten sich alle vor dem Krankenhaus treffen bis dahin wollte Kristian noch ein wenig schlafen.

2 Stunden später: Kris, Siiri, Antti, Larry und Jay betraten das Zimmer von Jonne. Snack hatte gerade Stress mit seiner Freundin und konnte nicht mitkommen, wollte Jonne aber auf jeden Fall morgen besuchen kommen und Miia natürlich auch. Jonne lächelte ihnen müde entgegen als sie ins Zimmer kamen. „ Hei Jungs und Siiri!“ Jeder wollte mal knuddeln und so wurde Jonne von allen einmal gedrückt. Wir plauderten eine Weile miteinander bis sich die Jungs verabschiedeten und nur noch Siiri blieb. Schweigend sass sie neben Jonnes Bett, keiner der beiden wagte etwas zu sagen als plötzlich Jonnes Stimme die schon fast unheimliche Stille durchbrach. „ Weißt du wie’s Miia geht?“ Mit grossen Augen schaute er sie erwartungsvoll an, doch sie schüttelte nur stumm den Kopf und blickte auf den Boden. „ Ist sie jetzt… blind?“, fragte Jonne nochmal etwas. Siiri betrachtete ihn lange dann nickte sie und zuckte mit den Schultern. „ Ich weiss es nicht, vielleicht…“, flüsterte sie leise. „ Ich will jetzt zu ihr!“, sagte Jonne entschlossen und setzte sich ruckartig in seinem Bett auf. Siiri nickte zustimmend und erhob sich von ihrem Stuhl. Jonne stand nun ebenfalls vorsichtig auf, richtete seine viel zu grosse Jogginghose und das rosa T- shirt mit dem Ferkel drauf. Dann marschierten beide gemeinsam aus dem Zimmer. Zu ihrem Erstaunen liess ein Arzt sie ohne Probleme in Miias Zimmer. Kurz davor blieb Jonne jedoch stehen und hielt Siiri am Arm zurück. „ Was ist? Komm schon!“, drängt diese. „ Ich habe eine Scheiss Angst!“, gestand Jonne. „ Ich auch. Komm zusammen schaffen wir das schon, was meinst du?“, versuchte Siiri ihn zu ermutigen. Er schaute sie dankbar an und Hand in Hand betraten sie nun das Zimmer.

24. Kapitel

Das Zimmer war vollkommen weiss, weisse Vorhänge, weisses Bettzeug, weisser Boden, weisse Wände, weisse Stühle. Jonne und Siiri betraten nebeneinander das Zimmer und blieben nahe bei der Türe stehen. Dort lag sie also. Alleine. Im grossen, weissen Bett. Viele Schläuche waren an sie angeschlossen und es piepte ununterbrochen von den verschiedenen Geräten die rings um ihr Bett herum standen. Ihre Augenlieder waren geschlossen und ihre Brust hob und senkte sich regelmässig. Ihr Gesicht war beinahe so weiss wie das Kissen unter ihrem Kopf und ihre sonst so roten Lippen waren blass. Siiri drückte Jonnes Hand fester und machte einen zögernden Schritt auf das Bett zu, Jonne folgte ihr langsam. Miias bleiches Gesicht wurde von ihren langen, schwarzen Haaren umrahmt. Sie sah aus als ob sie schlafen würde. Siiri und Jonne zogen zwei Stühle neben das Kopfende des Bettes und setzten sich. Keiner wagte etwas zu sagen und so war es still im Zimmer bis auf das ewige Piepsen der Geräte. „ Meinst du sie kann uns hören wenn wir mit ihr sprechen?“, flüsterte Jonne Siiri zu ohne den Blick von Miia zu wenden. Diese zuckte mit den Schultern. „ Keine Ahnung. Ich könnte es mir noch vorstellen.“ Jonne räusperte sich einige Male bis er schliesslich sagte: „ Miia? Kannst du uns hören. Ich bins Jonne, Siiri ist auch da. Wie geht es dir? Uns geht es gut aber wir möchten, dass du bald wieder zu uns zurück kehrst hörst du?“ Sie zeigte keine Reaktion. Siiri strich ihr vorsichtig über die Wange als die Ruhe durch das Öffnen der Türe unterbrochen wurde und ein Arzt eintrat. Er nickte ihnen zur Begrüssung kurz zu und bat die beiden wieder zu gehen weil er einige Untersuchungen anstellen wollte. Jonne erhob sich langsam und zog Siiri mit sich. Diese brachte ihn noch kurz auf sein Zimmer und verabschiedete sich dann weil sie zur Arbeit musste. Nun war er wieder alleine.
Jonne warf sich der Länge nach auf sein Bett und zuckte merklich zusammen als ein ziemlich starker Schmerz durch seinen Kopf zuckte. ‚ Scheisse die Gehirnerschütterung hatte ich vergessen.’ Er schloss die Augen und rieb sich die Schläfen. Der Schmerz dauerte nicht lange an und Jonne schlief bald ein. Doch seit dem Unfall wurde er von einem Albtraum geplagt. Es war immer wieder das Selbe was sich seit dem jede Nacht ein bis mehrmals wiederholte.
Die Musik läuft leise. Dann sieht er zwei Scheinwerfer auf sich zukommen. Miia schreit auf und dann knallt es laut.
Schon ist alles vorbei.
Auch diesmal wachte Jonne wieder schweissgebadet auf und wusste erst nicht wo er sich befand.
Richtig er war ja im Krankenhaus. Gestern hatte man ihn und Siiri aus Miias Zimmer geschmissen und danach war er eingeschlafen. Es war drei Uhr Morgens und nun war er hellwach. Seufzend schlug er die Bettdecke zur Seite und stand vorsichtig auf den kalten Boden. Leise tapste er zum Badezimmer und stellte sich unter die Dusche. Jonne liess das heisse Wasser über seinen Körper tropfen und stand nur unbeweglich in der Dusche. Dieser Traum verfolgte ihn seit dem Unfall jede Nacht und er konnte nichts dagegen tun. Die Ärzte meinten das würde sich schon wieder geben, darauf hoffte er schwer. Nach einiger Zeit stieg Jonne wieder unter der Dusche hervor und wickelte sich in eines der grossen, weissen Badetücher bevor er wieder in sein Zimmer ging. Dort war es, bis auf das einfallende Mondlicht, dunkel. Leise schlich er zum Bett und legte sich hin, darauf, dass seine Haare noch immer nass waren achtete er nicht und schlief auch bald ein.

Unterdessen bei Miia:

Um mich herum war alles dunkel. Heute Nachmittag waren Siiri und Jonne bei mir gewesen. Sie hatten mit mir gesprochen und mich berührt, ich wollte ihnen Antwort geben, doch ich konnte es nicht. Die Dunkelheit hielt mich gefangen. Ich konnte mich nicht bewegen und obwohl ich meine Augen öffnen wollte funktionierte es nicht. Alles was ich jetzt hören konnte war ein eintöniger Piepston. Woher der wohl kam? Nach einiger Zeit ging er mir auf die Nerven, aber auch jetzt konnte ich nichts dagegen unternehmen. Ich vernahm auf einmal Gemurmel neben meinem Bett. Irgendwer zog an meinem Arm herum, das gepiepse wurde unerträglich und die Stimmen immer laute und aufgeregter. Jemand rief nach mir. Ich kannte diese Stimme nicht und dann wurde es hell. Unerträglich hell und laut. Stimmen. Einige schrieen, andere flüsterten. Ich spürte einen stechenden Schmerz in meinem Kopf und dann fiel ich. Ich fiel und fiel und auf einmal hörte ich einen lauten Knall. Ruckartig erhob ich mich. Eine Hand drückte mich wieder zurück ins Kissen.
Kissen? Wo war ich? Jemand sprach beruhigend auf mich ein und mir wurde irgendetwas gespritzt. Schmerzmittel, wie mir eine Stimme erklärte. Mein Kopf schmerzte nach kurzer Zeit auch nicht mehr, aber wieso konnte ich nichts sehen? Dann hörte ich jemanden sprechen. „ Miia können sie mich hören?“ Ich nickte. Hei ich konnte mich wieder bewegen! Vorsichtig bewegte ich meine linke Hand, dann die Rechte, die Beine. „ Jetzt halten sie doch mal still!“, kam es vorwurfsvoll von der linken Seite. Sofort verhielt ich mich ruhig.

Ich musste einige Untersuchungen über mich ergehen lassen, einige waren unangenehm aber es war noch erträglich. Nach ungefähr zwei Stunden schienen die Ärzte zufrieden mit mir zu sein denn ich hörte wie viele Schritte mein Zimmer verliessen. Jetzt war es ruhig doch ich fühlte, dass ich noch nicht alleine war. „ Wer ist da? Jonne?“, fragte ich vorsichtig in die Dunkelheit hinein welche mich noch immer umgab. „ Nein, Miia ich bin Doktor Karl ihr Arzt.“ Ich seufzte sagte aber nichts. „ Miia ich muss ihnen leider etwas sagen.“ Ich wurde unruhig. „ M-meine Freunde. Jonne, Siiri, Kristian. Wie geht es ihnen?? Was ist mit ihnen…?!“
„ Nein! Ich kann sie beruhigen. Ihren Freunden geht es bestens ausser Herr Liimatainen konnten alle nach Hause gehen und auch ihm fehlt nichts Ernsthaftes.“ Ich atmete hörbar auf. „ Doktor?“ „ Ja bitte?“ „ Wieso ist es so dunkel?“ Ich hörte den Arzt tief Luft holen. „ Es tut mir leid ihnen das mitteilen zu müssen, aber sie haben ihr Augenlicht zum grössten Teil verloren.“ Er schwieg. Ich bin blind. Behindert. Auf fremde Hilfe angewiesen.
Dieser Gedanke schoss mir durch den Kopf wie tausend Nadeln. Ich konnte nichts mehr sagen. „ Hören sie Miia es tut mir wirklich leid…“, setzte der Arzt zum Sprechen an doch ich schüttelte den Kopf. „ Ich will nichts hören! Gehen sie bitte jetzt ich möchte alleine sein.“ „ Nur ich möchte ihnen…“ „ NEIN!! Hab ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt?!“, schrie ich nun während mir die ersten Tränen aus den Augen schossen. Aus den nutzlosen Augen. Ich hörte wie der Arzt sich erhob und zur Türe ging, welche er, hinter sich, leise wieder schloss. Dann konnte ich mich nicht mehr zurück halten und begann hemmungslos zu weinen.


Zuletzt bearbeitet von Aila am 29.11.2006, 20:23, insgesamt 2-mal bearbeitet
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ChAntti
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BeitragVerfasst am: 28.11.2006, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

jaaa.. Aila schätzchen!!!! :jump:
aber, du hast an der stelle angefangen, bei der du bei mir aufgehört hast.. in diesem Forum warn wir noch nicht so weit.
glaub, wir warn bei Kapitel 20, nicht 22...
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Aila
Nordic Stalker


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BeitragVerfasst am: 29.11.2006, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

mensch bin ich dämlich entschuldigt!

edit: jetzt sollte es stimmen
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hypnotiSÖR
Schmollferkel


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BeitragVerfasst am: 04.12.2006, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

mensch jetzt hatte ich endlich mal zeit das ganze hier zu lesen! HAMMER!! echt hey... :respekt: ist aber nicht schon fertig oda?
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Aila
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BeitragVerfasst am: 05.12.2006, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

nö keine angst da kommt noch einiges, sofern ihr überhaupt wollt^^
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hypnotiSÖR
Schmollferkel


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Anmeldungsdatum: 22.11.2006
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BeitragVerfasst am: 05.12.2006, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

jajajajaaaaa :bindafür:
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