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Wer schrieb Shakespeares Stücke wirklich?



 
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Bloody-Mad-Looney




Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 6217
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 06.10.2005, 11:38    Titel: Wer schrieb Shakespeares Stücke wirklich? Antworten mit Zitat
Seit langer Zeit gibt es ja schon Mutmaßungen drüber, dass Shakespeare eigentlich einen Ghostwriter für zumindest einige Stücke hatte. Nach neusten Erkenntnissen sollen aber (fast) alle stücke von demselben Ghostwriter geschrieben sein, der jetzt auch einen - bisher noch nicht zur auswahl stehenden namen- hat....

Ich find das sehr interessant! Was sagt ihr?

Zitat:
"Außergewöhnliche neue Beweise"

Schrieb ein englischer Diplomat die Shakespeare-Stücke?




Er soll homosexuell gewesen sein, heimlicher Katholik im protestantischen England, und Werke, die unter dem Namen "William Shakespeare" erschienen, sollen in Wahrheit von ganz anderen Autoren stammen: Um Englands Nationaldichter ranken sich etliche Legenden und Gerüchte.

Ein Diplomat als Dramatiker


Jetzt wollen britische Literaturwissenschaftler erstmals einen Durchbruch in dem literaturgeschichtlichen Kriminalfall erreicht haben: Ihrer Meinung nach hat der Diplomat Sir John Neville, ein Nachfahre von König Edward III., die Stücke Shakespeares verfasst.


Der Streit um die "wahre Identität" des Dramatiker-Genies zieht sich bereits über Jahrhunderte. Doch diesmal handle es sich um "außergewöhnliche neue historische Beweise", stellte die britische Tageszeitung "Independent" am Mittwoch fest.


Zweifel am Genie


Wie konnte jemand wie der "einfache" Schauspieler Shakespeare, der gerade einmal die Grundschule, aber keinerlei Universitätsausbildung absolviert hatte, so geist- und anspielungsreiche Stücke wie "Hamlet", "King Lear" und "Romeo und Julia" verfassen?


Zeitgenossen wie Francis Bacon und Christopher Marlowe wurden oft als mögliche "Ghostwriter" hinter Shakespeare gehandelt.


Auf Reise durch Shakespeares Welt


Der Diplomat Neville war bisher nicht im Gespräch; die Literaturprofessorin Brenda James und der Historiker William Rubinstein schreiben ihm nach fünfjährigen Forschungsarbeiten jetzt aber nicht nur einige, sondern alle Shakespeare-Stücke zu.


Neville lebte von 1562 bis 1615, Shakespeare von 1564 bis 1616; der Diplomat war hoch gebildet. Und die Reiserouten und Inhalte seiner politischen Missionen seien quasi deckungsgleich mit dem dramatischen Werk Shakespeares, meinen die Wissenschaftler.


Als Botschafter in Frankreich


Zwischen 1599 und 1600 sei Neville etwa Botschafter in Frankreich gewesen, zitiert der "Independent" aus der Arbeit der Forscher.


Das habe schließlich zu "Heinrich V." geführt, einem Stück, in dem einige Passagen in Französisch verfasst sind, obwohl Shakespeare die Sprache nicht beherrschte.


Hochverrat und dunkle Themen


1601 war Neville in die erfolglose Revolte des Earl von Essex gegen die Regierung verwickelt und wurde wegen Hochverrats im Tower zu London eingekerkert.


Parallel dazu habe sich der Tonfall der Shakespeare-Stücke drastisch geändert, behaupten James und Rubinstein: vorher komödiantisch oder rein historisch, nachher düster und tragisch.


Außerdem haben die beiden Forscher ein Dokument mit Notizen Nevilles gefunden, die er im Kerker verfasste und die später in "Heinrich VIII." eingearbeitet worden sein sollen.


"Schönheit und Eloquenz"


Daneben verweisen James und Rubinstein auf stilistische Parallelen. Nevilles diplomatische und persönliche Briefe würden durch "Schönheit und Eloquenz", "sprachliche Lebhaftigkeit und Einfallsreichtum" bestechen, die man so auch in den Shakespeare-Stücken finde.


"Beim Untersuchen seiner Briefe fand ich Beispiele von besonders ungewöhnlichen Wörtern und Wortkonstruktionen, die man außerhalb der Shakespeareschen Literatur normalerweise nicht findet", so James. Eine statistische Auswertung der Wortfrequenz unterstütze diese These.


Zu heiß für einen Diplomaten


Bleibt die Frage, warum Neville nicht mit seinem Namen zu den Stücken stand. Das Forscherduo meint dazu, die Theaterstücke seien so politisch aufgeladen und kontroversiell gewesen, dass der Diplomat möglicherweise sogar exekutiert worden wäre, wäre seine Autorschaft ans Licht gedrungen.


Neville habe daher einen "Strohmann" gesucht und ihn in dem Schauspieler Shakespeare gefunden, zu dem er laut James und Rubinstein zwei Verbindungen hatte: Shakespeares Mäzen, der Earl von Southampton, war einer der engsten Gefährten Nevilles; und Shakespeares Mutter Mary Arden war auch mit Neville verwandt.


Neuer Debattenstoff


Die beiden Wissenschaftler wollen ihre Erkenntnisse in dem im Oktober in Großbritannien erscheinenden Buch "The Truth Will Out" veröffentlichen.


Dass es die alten Debatten zwischen Shakespeare-Anhängern und den "Anti-Stratfordians", die nicht glauben, dass der in Stratford-upon-Avon lebende William Shakespeare tatsächlich Theaterstücke schrieb, wieder anheizen wird, ist so gut wie sicher.




(Quelle: www.orf.at)
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BeitragVerfasst am: 06.10.2005, 11:38    Titel: Anzeige
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Josef D.
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BeitragVerfasst am: 08.10.2005, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat
Ich hab mal wo eine Mutmaßung gelesen, dass Elisabeth I. die Shakespeare-Stücke geschrieben haben soll. Das mit dem Diplomaten ist mir neu.
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faenmeril




Anmeldungsdatum: 25.01.2005
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BeitragVerfasst am: 08.10.2005, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat
ich kenn nur das mit dem diplomaten.

wenn das stimmt, bin ich sauer auf shakespeare *breitgrins*
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Josef D.
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BeitragVerfasst am: 08.10.2005, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat
Tja, wer weiß, ob J. K. Rawlins auch selber den Harry Potter geschrieben hat, oder war das vielleicht auch ein schwuler Diplomat! *breitgrins*
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ReCon242



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BeitragVerfasst am: 09.10.2005, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat
Josef D. hat folgendes geschrieben:
Tja, wer weiß, ob J. K. Rawlins auch selber den Harry Potter geschrieben hat, oder war das vielleicht auch ein schwuler Diplomat! *breitgrins*


Interpretierst Du das aus dem Inhalt heraus? lesen
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Josef D.
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BeitragVerfasst am: 09.10.2005, 08:00    Titel: Antworten mit Zitat
Nein, das war eigentlich nur ein Scherz! zwinker
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eternalbridesmaid




Anmeldungsdatum: 10.11.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 11.11.2011, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat
Ich will mir den neuen Emmerich Film Anonymus ansehen. Da gehts um die Theorie, dass Shakespeare eine Frontmann für den wahren Autor war. Ich weiss, dass es viele gute akademische Argumente dafür gibt. Hoffentlich wird Emmerich dem gerecht! In diesem Video ist er schon überzeugend - http://www.youtube.com/watch?v=lXILcLr5Xr8
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Danae



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BeitragVerfasst am: 03.12.2011, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat
Am 11.11.2011 war ein neuer User hier. Herzlich willkommen im Quasselforum.

Schön, wem das Video gefällt.

Hüpf
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Liebe Grüße, Danae
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Josef D.
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BeitragVerfasst am: 31.01.2014, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat
Wobei das eigentlich nicht in den Thread passt....
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