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| Faye |
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Junior Mitglied
Anmeldungsdatum: 23.07.2004 Beiträge: 3 Wohnort: Castrop
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Verfasst am: 27.09.2004, 20:01 Titel: Fragen über Fragen |
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Hallo Leute!
Ich gehöre zu den Glücklichen, die sich am Do mal in BCII versuchen wollen und sitze jetzt hier mit qualmenden Kopf über ein paar Klausuraufgaben. Wäre toll, wenn ihr mir ein wenig auf die Sprünge helfen könntet!
So, hier die Aufgaben:
1. Bei der Genexpression muss an einer Stelle ein Übergang von der
Nukleinsäuresprache (z.B.Gene) in die AS-Sprache der Proteine
stattfinden. Wo genau geschieht das? Beschreiben Sie welche
Komponenten dabei miteinander interagieren und wie dieser vorgang
kontrolliert wird.
- Mir ist hier nicht ganz klar, ob hiermit der Synthetase-Komplex oder
das Ribosom gemeint ist.
2. Auf welchen hochspeziefischen Protein/NS-Ww beruht die Kontrolle des
bakteriellen Lac-Operons?
- Soll man hier auf Repressor, Induktor, CAP und cAMP eingehen oder
will er es noch viel speziefischer?
3. Geben Sie vier ihrer Qualität nach verschiedene bereiche an, in denen
Nukleotidbausteine eine biochemische funktion erfüllen ohne
Bestandteil eines NS-Moleküls zu sein. Je ein Beispiel!
- Mir fallen dazu leider nur drei verschiedene Bereiche ein:
- ATP (Energiespeicher)
- cAMP (second messenger)
- FADH (Coenzym)
4. Was sind ihrer Meinung nach chemisch (nicht biologisch) gesehen die
wichtigste Eigenschaft eines NS-Moleküls?????
5. Beschreiben Sie die allgemeinen Charakteristika des genetischen
Codes und benennen Sie 3 Besonderheiten.
- Die Charakteristika bekomme ich ja noch zusammen, aber was sind
die 3 Besonderheiten?
6. Zur Synthese von DNA müssen "normale" Ribonukleotide in zweifacher
Weise modifiziert werden. Geben Sie an um welche Veränderungen es
sich handelt, welche Ausgangsprodukte benutzt werden und welche
Enzyme daran beteiligt sind. In welchem Bereich sind diese Enzyme
von medizinischer Bedeutung und werden dabei zur Therapie
eingesetzt?
7. Ein wichtiger Faktor für für die Regulation der Genaktivität in Baccos ist
das CAP-Protein. Beschreiben Sie Struktur und Interaktion.
- Ist hiermit das Helix-turn Helix Motiv und die Dimerwirkung gemeint?
Zusätzlich würde ich hier noch seine Wirkung mit cAMP beschreiben.
Reicht das?
So, ich hoffe, das ist nicht zu viel auf einmal?!
Würde mich über schnelle Antworten freuen! |
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Verfasst am: 27.09.2004, 20:01 Titel: Anzeige |
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| integer |
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Administrator

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Essen
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Verfasst am: 27.09.2004, 21:03 Titel: |
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uff, das ist ne menge
auf die schnelle erstmal die antwort zu frage 1: der übergang findet am synthetase-komplex statt- hier auf keinen fall schreiben, dass es am ribosom stattfindet. folgender Grund: Das Ribosom selektiert nicht die aminosäuren aus, d.h. es ist nicht daran beteiligt die passende aminosäure an die trna zu hängen. es ist lediglich dazu da codon und anticodon zusammenzubringen. der synthetase komplex ist jedoch in der lage, die passende aminosäure an die jeweilige trna anzuhängen. da diese ja bereits das anticodon trägt ist damit ein übergang von nucleinsäure zur aminosäure geschaffen.
weitere antworten sollen folgen... _________________ Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zu seiner Lösung beitragen kann, ist er selbst Teil des Problems
Zuletzt bearbeitet von integer am 14.10.2004, 13:35, insgesamt einmal bearbeitet |
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| Horny Nazgul |
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Senior Mitglied

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 51 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 27.09.2004, 22:52 Titel: |
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zu4: komplementarität hat er mal als wichtigste eigenschaft genannt. allerdings verwirrt mich die kacke mit biologisch/chemisch
zu 3: aktivator bei synthese von z.b. fettsäuren, wo das adenylat gebildet wird. ich meine, das wär es gewesen
5. hä? spinnt der?^^
6. da gehts zum einen um die thymidylatsynthase/dhf reduktase und deren inhibition durch fdUMP und aminopterin/amethopterin. => wichtig für krebsbekämpfung
das zweite ist die reduktion am C2'. fällt mir aber nix ein, ob da das enzym gehemmt wird. mußt du am besten im voet nachgucken.
7. bei cap würd ich sagen, dass es reicht _________________ He who laughs last, thinks slowest.
Zuletzt bearbeitet von Horny Nazgul am 28.09.2004, 15:29, insgesamt einmal bearbeitet |
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| integer |
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Administrator

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Essen
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Verfasst am: 28.09.2004, 00:07 Titel: |
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zu frage 5:
am besten du schreibst mal hin was du als charakteristika ansehen würdest, dann können wir mal gemeinsam nachdenken, was ne besonderheit ist. ich finde nämlich dass charakteristika und besonderheit ein wenig ineinander verschwimmt. charakteristika wäre ja z.b. der triplett code und dass er gemeinhin nicht überlappend ist. ist dann vielleicht auch charakteristisch, dass man von nem code auf eine as schließen kann aber nicht umgekkehrt? oder ist das ne besonderheit???
die frage ist echt ein wenig komisch...
und bei den vier verwendungsmöglichkeiten von nucleotiden, denke ich, hat horny nazgul recht: quasi als regulatorische elemente ( im weitesten sinne).
in der tat ist das mit biologisch/chemisch mal wieder ne schwammige sache. die komplementarität ist aber mit sicherheit sehr wichtig, da ansonsten ja auch keine korrekte genetische codierung möglich wäre. die dabei entstehenden h-brücken bilden aber keine so festen bindungen, dass sie nicht wieder lösbar wären, was ja bei der replikation eine große rolle spielt ( damit hätten wir dann wohl ne biologisch sehr wichtige eigenschaft) _________________ Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zu seiner Lösung beitragen kann, ist er selbst Teil des Problems
Zuletzt bearbeitet von integer am 28.09.2004, 23:20, insgesamt einmal bearbeitet |
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| Horny Nazgul |
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Senior Mitglied

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 51 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 28.09.2004, 12:48 Titel: |
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hab gestern im bett nachgedacht: diese komplementaritätsache resultiert in der hybridisierung! die ist wichtig. da hat er auch so schmelzkurven gemalt und meinte ohne das wäre gar keine biochemie möglich!  _________________ He who laughs last, thinks slowest. |
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| keineverarsche 1 |
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Gast
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Verfasst am: 28.09.2004, 15:10 Titel: zu 6 |
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| Wenn man die ribonucleotidreduktase hemmt, kann sich krebsgewebe auch schlecht vermehren. das geht durch hydroxyharnstoff , wie ich gelesen. |
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| Gast |
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Verfasst am: 28.09.2004, 22:55 Titel: |
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Danke, für die schnellen Antworten!
Charakteristika des genetischen Codes:
- mind. 3 Basen codieren eine AS
- nicht überlappend
- fortlaufend
- bestimmte Starts-und Stopps, zwischen denen ein Leseraster liegt
- degeneriert
- eindeutig
- (fast) universell
So, das sind meiner Meinung nach die Charakteristika. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob da die Besonderheiten schon drin sind? |
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| integer |
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Administrator

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Essen
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Verfasst am: 28.09.2004, 23:13 Titel: |
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ok, das sind die charakteristika. dann würde ich schonmal als eines der besonderheiten ansehen, dass man halt nicht von einer as auf den code schließen kann.
und ne besonderheit ist daraus resultierend sicherlich auch, dass es verschiedene codes gibt, die für ein und dieselbe aminosäure codieren ( das steckt ja eigentlich in degeneriert mit drin)--> siehe auch whobble-system. vielleicht könnte man als besonderheit noch die stopp-codons anführen.
ach mensch, diese frage ist echt total schwammig formuliert. im prinzip denke ich, dass die besonderheiten schon in den von dir aufgeführten charakteristika enthalten sind. _________________ Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zu seiner Lösung beitragen kann, ist er selbst Teil des Problems |
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| SantaClause* |
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Senior Mitglied

Anmeldungsdatum: 01.06.2004 Beiträge: 53 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 29.09.2004, 10:26 Titel: |
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wenn er mich nach den charakteristika fragen würde, würde ich schreiben:
1) Zusammengesetzt aus 4 Nukleotiden in Form der mRNA (A,U,G,C)
2) Gelesen in Form von Tripletts (3 Nukleotide = 1 Codon)
3) dadurch 64 mögliche Codons, von denen 60 + AUG für AS genutzt werden, restlichen 3 Stopp (UAG, UGA, UAA)
4) der Code ist degeneriert
5) der Code ist nicht überlappend
6) AUG definiert den Leserahmen, offener Leserahmen zwischen Start und Stopp
also im Prinzip das, was du auch schon geschrieben hast
zu den Besonderheiten *hmm* *denk* *rauch*
vllt. könnte das in die Richtung von
1) variable Anzahl an Codons pro Aminosäure, soll heissen, dass nur die ersten beiden Aminosäuren für die Bindung der tRNA entscheidend sind, die dritte kann variieren, so dass eine tRNA mit mehr als einem bestimmten Codon binden kann
2) der genetische Code ist meist universell, Ausnahmen bestätigen die Regel
3) würde mir nur noch die Möglichkeit von Mutationen einfallen (Nonsense, Suppressor, Frameshift) <-- hmmm wie heissen die auf deutsch *G*
Mehr weiss ich net  |
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