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tommy c Mitglied


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.11.2006 Beiträge: 176
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Verfasst am: 23.11.2006, 20:36 Titel: Gott erleben? |
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Hallo Leute!
In der charismatisch-pfingstlichen Szene ist der Begriff "Gott erleben" ja sehr bekannt.
Ja, in Versammlungen erlebe ich Ihn & habe Ihn erlebt. Das waren wundervolle Momente, die enorm stärkend waren. Gottes Kraft zu erleben ist das Beste.
Dennoch frage ich mich: Geht es uns dabei nicht mehr darum, UNS SELBST zu erleben, "nur" unter der Kraft Gottes? Was heißt es dann genau, GOTT (& nicht sich selbst) zu erleben? Wollen wir uns wirklich auf Ihn einlassen?
Was meint Ihr
(Mag sein, daß die Forumsleute nun müde & genervt aufstöhnen, weil das Thema x-mal durchgekaut worden wäre. Aber: Fragen schadet ja nix...) |
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Verfasst am: 23.11.2006, 20:36 Titel: Anzeige |
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trinity fortgeschrittenes Mitglied


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2006 Beiträge: 625
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Verfasst am: 23.11.2006, 20:59 Titel: |
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Gott erleben-
vielleicht da, wo ihn nicht vermutest
da, wo es dunkel wird,
wo es gefährlich werden kann.
Wo nicht mehr ganz klar ist,
was gut ist, und was nicht,
was dir schaden kann,
und was nicht,
- wo christliche Moral dich nicht weiterbringt.
da, wo du nichts tust,
ihn nicht suchst,
ihn nicht findest,
nicht arbeitest,
nicht betest,
keine christlichen Gedanken hast
wo du dich alleingelassen fühlst
- und er sich nicht zeigt
wo du traurig bist
- und er dich nicht tröstet
wo du krank bist
- und er dich nicht heilt.
Gott erleben, wenn du ihn nicht erlebst.
---
Ich glaube, mein Glaubensbekenntnis ist im Moment sehr kurz:
Gott ist gegenwärtig. |
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Shlomo König der Poster

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2006 Beiträge: 1103 Wohnort: Auf der Citation X unterwegs...
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Verfasst am: 24.11.2006, 01:51 Titel: |
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Ich muß ehrlich sagen, das ich Gott selten in der versammlung erlebe.
Ich erkenne auch nicht einen biblischen Auftrag, das ein sogenanntes "Gotteserlebnis" massgebend ist. Ich finde es schon irgendwie komisch, das wir immer solche lobpreiszeiten haben, wo wir in Gottes gegenwart geführt werden sollen. Das ganze kommt mir vor wie die Jünger, die Jesus auffordern "Ziege uns den Vater! Dann glauben wir!".
Ich glaube vielmehr, das es unsere aufgabe ist Gott in den dienst an dem mitmenschen, an den "geringsten unter ihnen" zu finden. Jesus betont so oft, das wenn wir für andere da sind, sind wir für Jesus da, und erleben letztendlich gemeinschaft mit ihm.
Wie oben bereits erwähnt, in der Versammlung habe ich selten Gotteserfahrungen. Aber wenn ich mich Gott öffne und ihm frage, wen ich helfen kann und was ich für Gott tun kann, dann offenbart Er sich bei mir in eine überwältigende art und weise.
Und bei dem thema muss ich an Elijah denken...nicht im erdben, feuer und knall zeigt sich Gott, sondern in der stille. Aber das klappt irgendwie nicht in diese ganze evangelikale lobpreis maschinerie. Da muss mit paukenschlag und fahnengeschwenke der HG zum überfluten der versammlung überzeugt werden.
| Zitat: | Open your eyes to the world all around you, open your eyes, open your eyes.
This world is much more than the things that surround you.
You must arise, and open your eyes.
Sometimes we're too busy to share, but Jesus wants to care, to care.
Open your arms to the naked and shivering, open your arms, open your arms.
We need a little less taking, a whole lot more giving.
We're so safe and warm, we can open our arms.
And love a little bit stronger, and pray a little bit longer, longer.
Jesus says, when we love someone in His name, we're loving Him.
Jesus says, when we touch someone in His name, we're touching Him.
And we've got to show them the light, we've got to pour out our lives.
Open your hearts to the ones who are desperate,
open your hearts, open your hearts.
They may never repay you, but their souls are worth it,
The life you impart when you open your heart.
Jesus loves all men the same,
So we've got to go out in His name.
Jesus says, when we touch someone in His name, we're touching Him.
Jesus says, when we love someone in His name, we're loving Him.
Jesus says, when we feed someone in His name, we're feeding Him.
And Jesus says, when we reach someone in His name,
He feels, He says, it's all for Him.
It's all for Him
Open your eyes to the world all around you, open your eyes, open your eyes.
This world is much more than the things that surround you.
Jesus loves all men the same, so we've got to go out in His name.
Jesus says, Jesus says, Jesus says, it's Him.
Jesus says, when we love someone in His name, we're loving Him. |
_________________ The idea is to be a part of people’s lives because we truly care for them rather than to fulfill a religious duty; to walk with them through all their struggles as a part of their life, not as a religious outsider. |
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Gabriel Don Gabriello
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2006 Beiträge: 643
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Verfasst am: 24.11.2006, 16:10 Titel: |
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ich glaube mehr und mehr, dass die versammlung in erster linie dazu da ist, dass man gemeinschaftlich lebt. gemeinschaftlich Gott erleben kann davon ein teil sein, aber keineswegs der einzige lebensinhalt.
häufig findet man in sog. charismatischen gemeinden ein pushen von emotionalität, welches dann als wirken Gottes gepriesen wird. ich halte das für eine gefährliche vermischung. emotionen sind gut - sie sind aber nicht (einziger) inhalt von Gotteserlebnis.
@shlomo: tolles lied! |
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Shlomo König der Poster

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2006 Beiträge: 1103 Wohnort: Auf der Citation X unterwegs...
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Verfasst am: 24.11.2006, 16:34 Titel: |
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So sollte es sein: eine gemeinde, die sich wirklich um die menschen kümmert und auch Gott anbeten kann mit jazz und gospel....anstelle einer gemeinde, die anbetung und gottesdienst als das mass aller dinge sieht und sich wirklich kaum um die menschen kümmert.
http://www.glide.org/ourstories/timeline.asp
Ein sehr kontroverser weg alle einzuladen und zu lieben und helfen zu wollen. Aber das ist doch eigentlich gemeinde, oder?
Ich empfinde das die gemeinde immer mehr in so ein heiliger selbstbeweihräucherungs-verein sich entwickelt. Wir sind kaum in der lage, jenseits der sonntage zu blicken und alles dreht sich nur um den sonntagsgottesdienst.
Das stärkste zeugnis auf der web site oben ist von der frau die bezeugen kann, das sie in ihrer schlimmsten und dunkelsten zeit im leben gespürt hat, das Gott sie gebrauchen möchte. Und das sie nun eine bestimmung im leben gefunden hat: anderen menschen helfen, das sie heil werden.
Kein großes geistliches geschwätz, keine überdrehten geistesgaben. Einfach nur helfen um heil zu werden. _________________ The idea is to be a part of people’s lives because we truly care for them rather than to fulfill a religious duty; to walk with them through all their struggles as a part of their life, not as a religious outsider. |
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tommy c Mitglied


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.11.2006 Beiträge: 176
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Verfasst am: 24.11.2006, 18:50 Titel: |
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Shlomo: Das meine ich auch. Jesus war für die Leute da & nicht dauernd auf irgendwelchen Konferenzen oder GDs... Daß Er als "Fresser und Säufer" gehalten wurde zeigt, wie sehr Er sich "einmischte".
Das Gepushe habe ich auch beobachtet. Muss mich als Baßmensch im Lobpreisteam manches Mal fragen, ob mein Beitrag nicht auch in eine bloße musikalische Richtung abzielt... Nu denn.
Fazit: Konzentrieren wir uns auf Gott, nehmen Ihn ernst - der Rest kommt von selbst. Augustinus, sinngem.: "Liebe Gott & deinen Nächsten - und dann tue, was du willst." |
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mr.d Mitglied


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.10.2006 Beiträge: 183
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Verfasst am: 25.11.2006, 00:11 Titel: Re: Gott erleben? |
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| Zitat: | | In der charismatisch-pfingstlichen Szene ist der Begriff "Gott erleben" ja sehr bekannt. |
Nicht nur dort! Ich finde es sehr amüsant, dass hier ausgerechnet eine Parallele zur liberalen Theologie des 19/20 Jh. besteht (Adolf v. Harnack
betonte ebenso ein individualistisches "empfinden" und "erleben" des Göttlichen). Ausgerechnet die Liberalen, von denen man ja angeblich meilenweit entfernt ist.
Gleiches gilt für das "historische Fieber",von dem diese wie jene besessen sind. Wahr ist was historisch ist. Etwas anderes lassen wir nicht gelten.
| Zitat: | | Dennoch frage ich mich: Geht es uns dabei nicht mehr darum, UNS SELBST zu erleben, "nur" unter der Kraft Gottes? Was heißt es dann genau, GOTT (& nicht sich selbst) zu erleben? Wollen wir uns wirklich auf Ihn einlassen? |
Genau darum geht es. Um *unsere* Sehnsüchte und Wünsche und um nichts anderes. Das prickelnde Gefühl beim Lobpreis?Wir holen es uns! Es ist nicht mehr
als emotionale Selbstbefriedigung. Offiziell hält Gott aber dafür her.
Dazu ge-brauchen wir ihn, er steht voll in unserem Dienst. Wir reden von Gott, meinen aber den Menschen.
Feuerbach und Nietzsche lassen grüßen, vielleicht sollte man sich mal
ernsthaft mit diesen Religionskritikern auseinandersetzen und von ihnen lernen. Unsere geglätteten Gottesvostellungen beruhigen uns und wiegen uns in Sicherheit.
Sollte uns aber nicht der Gott, der sich am Kreuz offenbart hat vielmehr Anlass zur Beunruhigung geben?
| Zitat: | | Gott erleben, wenn du ihn nicht erlebst. |
Sehr schön ausgedrückt. Aber nur so geht es, nur so bekommt Gott den Platz, den er will:
Mitten in dieser Welt, in unserem Leben und nicht auf irgendwelche frommen, andächtigen Momente beschränkt. |
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