Hauptmann
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BTSV Eintracht Braunschweig – Karlsruher SC 0:0
21. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
Samstag, den 11.02.2011 13:00 Uhr
Eintracht - Stadion
19.000 Zuschauer
ACAB im Staub und Benzin auf der Hose
Lange lange hab ich mir zeitgelassen bis ich mich dazu entschloss folgende Zeilen zu Papier zu bringen.
Zu viel Streit gab es wegen diesem Samstag im Februar. Unsere Hertha in Stuttgart und ihr Fahrt zum KSC?
Na ja warum wer wo hingefahren ist, wurde geklärt, alles wieder ok und nun schreib ich doch den Bericht.
Da die Abreise mal wieder in Neukölln stattfinden sollte, heißte ich am frühen Morgen über die Stadtautobahn um beim Dicken zu parken und in Timos Auto umzusteigen.
Jessi und Julien nahmen hinten Platz und nachdem wir uns bei Kaisers noch einiges an Getränken gekauft hatte waren wir schon auf der Autobahn.
Auf der Gegenspur zählten wir knapp 22 Wannen die anscheinend auf den Weg nach Köpenick waren um Dynamos Horden im Zaum zu halten.
Das aber nur so am Rande.
Die Fahrt verlief wie im Fluge und gegen aufkommende Langeweile bedienten wir uns Kinder spielen wie ich sehe was, was du nicht siehst oder das Tier rate Spiel.
Was sich auch gut machte was das doppelte Fahrer Spiel: Timo gab Gas und ich übernahm das Lenken.
Nach einer kleinen Frühstückspause erreichten wir auch schon Braunschweig.
Das Parken auf dem Stadion-Parkplatz wurde uns untersagt und als wir im nahegelegenen Wohnviertel nach einer Möglichkeit zum Wagen Abstellen suchten, kontaktierte uns die Braunschweiger Miliz in Form einer Allg. Verkehrskontrolle.
Alles in allem eine sehr endspannte Angelegenheit, die Polizei mit vorbildlichem, freundlichem Verhalten. Auch wenn Timo trotzdem extrem an genervt von der ganzen Aktion war.
Die Damen und Herren von der Staatsmacht erklärten uns dann noch den Weg zu guten Parkmöglichkeiten.
Während Jessi und ich schon zu Fuß in Richtung Gästeblock unterwegs waren um Karten zu besorgen, parkten Julien und Timo das Auto. Unsere neuen Kumpel sorgten dafür, dass Timo auch den richtigen Parkplatz fand.
Als wir dann alle am Stadion waren, erklomm man fix den Gästeblock und dann war es ja auch schon Zeit…
…fürs Spiel:
Beide Teams mit gutem zweitliga Fußball. Wobei der KSC ein bisschen Glück in Anspruch nehmen musste. Die Eintracht mit besseren Torchancen. Aber das Gestänge und KSC Keeper
Orlishausen hielten die null und sogar einen Elfer. Der allerdings war auch schwach geschossen.
Zur Stimmung:
Der Mob der Karlsruher war klein aber dafür einigermaßen laut. Schneider heizte den anwesenden Badenern kräftig ein.
Die Braunschweiger waren zu meiner Enttäuschung sehr selten zu vernehmen.
Nachdem Spiel musste man dann durch eine Polizeikette um nicht mit Bussen zum Bahnhof gebracht zu werden.
Wir teilten dem netten Herren in Grün mit wir seien aus Berlin und müssten zu unserem Auto, woraufhin der Polizist unser Kennzeichen aufsagte, was uns natürlich verwunderte.
Er klärte uns auf: Er würde das ACAB in den Staub schreiben lassen. Natürlich reagierten wir bestürzt. Es kann doch nicht sein, dass uns einfach jemand ACAB in den Staub schreibt…das Timo diesen Kunstwerk selbst am Morgen angebracht hatte muss ja keiner wissen.
Dazu noch ein Hinweis: Der Bulle, der eigentlich auch mehr als relext war, versuchte uns noch davon zu überzeugen, dass ACAB ja gerichtlich verboten sei… Ist es nicht! Lasst euch das nicht weißmachen.
Die Rücktour verlief entspannend. Wir machten einmal eine Pause zum Tanken. Wobei sich das noch arg in die Länge ziehen sollte.
Timo hatte zwar einen Kanister voller Benzin dabei allerdings keinen Trichter. Dieser musste noch schnell käuflich erworben werden und dann versuchten Timo und ich den Inhalt des Kanisters in den Tank zu manövrieren.
Dummerweise landeten von den 22 Litern nur rund 5 im Tank und die restlichen Liter verteilten sich auf seiner Hose und meiner Hand….damit war das Thema Rauchen auch erst Mal durch.
Die restliche Zeit nach Hause ärgerte man sich über das Zwischenergebnis aus Stuttgart.
In Berlin angekommen machte ich mich auf den Weg nach Hause und verlebte einen ruhigen und endspannten Abend.
Danke an Timo fürs fahren und danke an Jessi für das Versorgen mit Gummi-Tierchen.
Forza Karlsruh‘
Ha Ho He
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07.03.2012, 14:03 |
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07.03.2012, 14:03 |
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FC Augsburg - Hertha BSC 3:0
23. Spieltag 1.Bundesliga 2011/2012
Samstag, der 25.02.2012 15:30Uhr
Augsburger Puppenkiste
29.100 Zuschauer
„Kommste mit – Mannschaft töten?“
Dieses Zitat las ich mal im Tagebuch der alten Dame. Der Grund für den Zorn des Autors war ein Pokal-Aus in Wuppertal.
Heute, viele Jahre später, hab ich den wahnsinnigen Drang zum Training zu fahren und ein biblisches Massaker anzurichten.
Das Spiel in Augsburg ist zwar schon fast eine Woche her und trotzdem hat sich der Zorn und die Wut über diese Söldner, die unsere Fahne entweihen, noch nicht gelegt.
Aber von vorne:
Samstag Morgen gegen 3 Uhr wurden Mario, Maddin und ich von Marios Schwiegersohn in spe zum Südkreuz chauffiert, wo nach kurzem Warten schon unser 9er ankam.
So ziemlich alle waren anwesend, außer Ronny. Der kam völlig übermüdet über die Gleise geschlichen, kletterte übern Zaun und wir waren komplett.
Die ersten Kilometer liefen entspannt über die Bühne. „Sind wir schon da?“ und „Timo fahr uns in den Tod!“ waren nach 10 Minuten schon nicht mehr witzig und so konzentrierten wir uns auf‘s Trinken, Singen, blöd Quatschen.
Auf Höhe des Flughafens Halle-Leipzig machten wir dann eine Frühstückspause bei McDonalds, wo die Dorfjugend der umliegenden Dörfer dieselbe Idee hatte.
Das führte zu einer Reihe böser Blicke hier und da und auch der ein oder andere dumme Spruch fand sein Weg ins Ziel.
Arschlecken, weiter geht’s. Wir kultivierte Hauptstadt-Kinder müssen uns nicht mit Bauernpack abgeben.
Die Kilometer und die Minuten donnerten nur so an uns vorbei und ehe wir uns versahen pausierten wir erneut.
Dabei lief uns die Crew in die Arme, die wir geschickt mit dem Einsatz von fliegenden NickNacks in die Flucht schlugen.
Die nächste Pause machten wir am Frankenwald, wo uns der zweite 9er einholte.
Dessen Besatzung war, gottlob mit Ausnahme der Fahrer, schon gut dabei und Sined setzte dem Alkoholkonsum die Krone auf, indem er es nicht schaffte, seinen Pullover richtig anzuziehen.
Im Konvoi fuhren wir dann Richtung Augsburg, wobei uns das Navi über Landstraßen schickte und wir uns mitten im Bayrischen Urwald wiederfanden.
Das wiederum bewegte uns dazu noch einmal zu halten, damit die Damen Oisi und Gloria Pilze suchen gehen konnten.
Meine Quellen belegen weder, ob sie überhaupt was gefunden haben, noch, ob besagte Pilze ess-oder rauchbar waren.
Nach dieser zugebenermaßen sinnlosen Pause trennten sich die Wege der 9er auch erst einmal wieder. Während die anderen schon vorausfuhren, machten wir nochmal eine Frischluftpause, weil einer unsere Mitfahrer das Wegballern einer ganzen Whiskypulle doch nicht so gut vertragen hatte. Anschließend hielten wir nochmal bei McDonalds, weil sich einige auf der Autobahn nichts von Burger King holen wollten.
Nobel geht die Welt zugrunde. Ihr Weicheier mit eurem Öko-Mäces-Fraß. Euch müsste man mal ins Burger King Männer-Camp schicken wo ihr lernt dass nur echtes gegrilltes Beef einen Mann glücklich machen kann…
Trotz dieser zahlreichen Stopps erreichten wir die SGL Arena (was zum Teufel ist eigentlich SGL) als erstes.
Timo fuhr mit dem 9er noch ein paar Mal um den Block, bis die Ordner ein Einsehen hatten und uns auf den Parkplatz ließen – Parkplatz quasi direkt vor der Tür.
Dann folgte die Routine: Abtasten, Kippe nach dem Ordner-Petting, pinkeln, Stadion Magazin kaufen, sich über diese scheiß Bezahlkarte aufregen, Banner aufhängen, im Block Plätze freihalten, die Stufen des Blockes hoch und runter drängeln, bis die ganze Fanszene da ist.
So, meine Damen und Herren, jetzt kommt der Teil des Berichtes, auf den ich sowas von keine Lust habe!
Das Spiel:
Jeder weiß was passiert ist, ich werd‘s nicht wiederhole. Ich wiederhole lediglich die Überschrift des Textes: Kommste mit, Mannschaft töten?!
Die Stimmung:
War gut bis zum zweiten Gegentreffer. Danach gastierte das blanke Entsetzten bei allen, während die schwäbischen Bayern entdeckten, dass die Dinger am Ende ihrer Arme zum Klatschen gut sein können.
Nach dem Spiel kam die Mannschaft und klatschte fröhlich in die Hände, was die anwesenden Herthaner doch etwas ärgerlich stimmte.
Ich sag‘s mal so: Wenn der Zaun vom Gästeblock ein Scharnier weniger gehabt hätte, müssten wir heute auf einige Spieler verletzungsbedingt verzichten…
Als den Spielern klar wurde, dass sie sich lieber ganz schnell verpissen sollten, sammelten wir uns wieder am 9er. Noch ein paar kräftige Tritte gegen den Begrenzungszaun, um sich abzureagieren und schon donnerten wir wieder heimwärts.
Die Rücktour verlief alles in allem sehr unspektakulär.
Eine Pause zum Essen, ein paar zum Rauchen und schon waren wir wieder am Südkreuz.
Marios Schwiegersohn sammelte uns netterweise wieder ein und fuhr uns nach Spandau zurück.
Ich schließe den Bericht mit den Worten, die wir alle bis zum Ende der Saison sehr häufig benutzen werden.
Auf geht’s Hertha kämpfen und siegen!!!
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09.03.2012, 13:46 |
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FC St. Pauli – Karlsruher SC 1:0
25. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
Montag, den 12.03.2012 20:15 Uhr
Millerntor Stadion
23.000 Zuschauer
Die Curry-Wurst ist schlecht.
Ausgesperrte immer bei uns
Was für ein schöner Tag. Urlaub eingereicht, schön ausgeschlafen und auch noch auf‘m Weg nach Pauli für den KSC.
Das heißt auf dem Weg nach Hamburg war ich noch nicht. Nach einem total stressigem Hin und Her, wer nun wie fährt, befand ich mich im meinem Auto, um Ronny und Minni von der S-Bahn abzuholen und dann nach Dallgow zu fahren, um dort in Olis Auto umzusteigen.
Dort angekommen erwies sich die Suche nach einem geeigneten Parkplatz für die nächsten Stunden äußerst kompliziert. Ein Parkhaus war zwar vorhanden, aber Öffnungszeiten waren keine zu sehen.
Ronny meinte zwar wir würden aus dem Fußgängerausgang rausfahren können, aber das war mir doch zu heikel.
Also parkte ich meinen Wagen dank Olis Anleitung in einem nahegelegen Wohngebiet.
Die Fahrt verlief entspannend. Ronny und ich vertieften uns in Gespräche über den Sinn und Unsinn des Lebens, das Ende der Welt und ob wir das noch erleben würden – tiefgründig und das auswärts.
Nach einigen Pinkelpausen waren wir auch schon an Millerntor.
Die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich wie erwartet als äußerst schwierig.
Die Polizei antwortete auf die Frage wo der Gästeparkplatz sei mit: „Jao, irgendwo hier.“
Spitze! Wir entschieden uns für ein Parkhaus gegenüber vom Gästeblock. Olis Auto schlug beim Einfahren unsanft auf, da die Senke der Einfahrt etwas arg gebaut war.
Am Block angekommen löhnten wir noch fix eine Eintrittskarte.
Die Anlasskontrolle erwies sich als mehr als locker und schon waren wir drin.
Da noch genug Zeit bis zum Anpfiff war, besorgten wir uns am Fressstand eine Currywurst. Schmeckte gar nicht mal schlecht. Aber zwei Minuten, nachdem wir mit‘m Essen fertig waren, kam das Gesundheitsamt um die Ecke und schloss kurzerhand den Curry-Container…
Wir wurden alle ein wenig blass und sahen uns schon die Nacht über in einem Hamburger Krankenhaus zum Magenauspumpen.
Aber Entwarnung – es blieb alles drin.
Nachdem man noch einige Brüder aus der Fächerstadt begrüßt hatte, ging es in den Block denn es war langsam Zeit fürs Spiel:
Schlechter Kick. Ich glaube es gab nur einen Torschuss und den nutzte Pauli zum 1:0.
Zur Stimmung:
Den Karlsruhern war alles verboten – Zaunfahnen, Trommeln, Megafon. Nur Schals wurden kurzfristig erlaubt.
Aus berechtigtem Protest gegen dieses scheiß Pauli-Modell wurde im Gästeblock ordentlich gezündet und zeitgleich stürmten etliche Badener den Zaun, um ihre eingeschleusten Banner zu präsentieren.
Die Stimmung bei den Braun-Weißen war ganz ok. Die Stimmung im blau-weißen Block war aufgrund des Megafonverbots eher schleppend, auch wenn Schneider alles gab.
Highlight war der Paulifan, der von der Tribüne dauernd „Eisern Union“ in Richtung unseres Blockes schrie… ein trauriger Beweis dafür, dass zu viel Sex mit versifften Hafennutten doch irreparable Schäden am Gehirn zufolge hat.
Zu erwähnen sind noch Franzi, Marcel und Maddin, die sich spontan ein Auto mieteten und um 18:30 Uhr noch versuchten rechtzeitig von Berlin nach Hamburg zu kommen. Allerdings schaffte es der gemietete Micra nicht mehr und so standen die drei 45 Minuten vor den Toren.
Ausgesperrte immer mit uns….!
Nachdem Schlusspfiff begaben wir uns wieder in das Parkhaus. Allerdings stiegen Ronny und ich erst ein, als Oli die Ausfahrt hinter sich hatte. Wir wollten ein erneutes Aufsetzen verhindern. Leider ohne Erfolg.
Als wir so den Kiez hinter uns ließen, blickte Minni noch einmal zurück und stellte voller Abscheu fest, dass ganz Pauli genauso scheiße ist wie der Prenzlauer Berg.
Eine kleine Erheiterung war dann noch ein Auto, welches von der Autovermietung „Hässliches Entlein“ kam. Das aber nur so am Rande.
Die Rückfahrt war entspannt. Wir stoppten noch kurz bei Mäces, wo die Kassiererin meine Bestellung vor Ronnys fertig stellte, obwohl dieser zuerst bestellt hatte. Mit meinem Aussehen öffnen sich einem halt viele Türen. Bestimmt gehörte ihr auch das unsagbar tolle Auto auf dem Parkplatz. Welches voller „Hello Kitty“- Sticker war…
Den Rest der Fahrt schlummerte ich in Ruhe vor mich hin, bis ich in Dallgow wieder in meine Karre stieg und nach Hause brauste.
Kämpfen Karlsruh`
Ha Ho He
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19.03.2012, 13:31 |
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FSV Mainz 05 - Hertha BSC 1:3
27. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
Samstag, den 24.03.2012 15:30 Uhr
Stadion am Europakreisel
33.200 Zuschauer
Wo sind Ronny und das Stadion?
Mäces? Stronzi!
Es gibt einfach viel zu viele Dingel, über die man so streiten kann.
Gerade wenn man auswärts mit einem 9er fahren möchte. So wurden wir uns einfach nicht einig, um welche Uhrzeit unsere Reise nach Rhein-Hessen beginnen sollte.
Gott sei Dank sprach der Chef ein Machtwort („Joa, i bin hi de Präsident!“) und Uhrzeit und Treffpunkte waren klar.
Und so kam es, dass mich mein kleiner von einem Porschemotor angetriebener Seat nach Schöneweide brachte, wo der 9er abfahren sollte.
Timo, Jessi und Steffi erwarteten mich bereits. Timo parkte den 9er aus und ich nahm die freie Lücke für meine Karre. Ich kletterte in die letzte Reihe (Ruhm und Ehre der letzten Reihe), während Timo und die Mädels sich vorne platzierten. Der Abfahrt stand nichts mehr im Wege und wir rollten los. Plötzlich klingelte Timos Handy. Am anderen Ende der Leitung war Ronny etwas erbost darüber, dass man ihn einfach stehen gelassen hätte.
Timo hatte anscheinend vergessen, dass Ronny ebenfalls schon in Schöneweide einsteigen wollte und sich lediglich 2 Minütchen verspätete hatte.
So warteten wir kurz, bis Ronny angeschlurft kam und sich in der Mitte des Busses platzierte. So richtig glücklich wirkte er nicht und nuschelte immer wieder etwas davon, ihn einfach zu vergessen und gut, dass er ja heute nicht da wäre, so hätte man mehr Platz im 9er usw.
Eigentlich wollten wir den Rest der Mannschaft an der Zwicke einsammeln. Allerdings war da noch niemand zu sehen und so fuhren wir erstmal ein paar Meter weiter, um Thor direkt vor der Tür abzuholen. Allerdings ließ der Herr auf sich warten und stolperte erst nach zwanzig Minuten mit einer Pulle Schnaps und einer Tasse Kaffee aus der Tür.
Verschlafen habe er nicht beteuerte er, nur Probleme mit dem Fertigmachen seien der Grund für die Verspätung.
Als wir uns dann endlich wieder auf den Weg Richtung Zwicke machten, rief Sined durch und wollte den Grund für unsere Verspätung erfahren. Als Thors Name fiel, rastete Sined förmlich aus. Soll wohl schon öfter zu diversen Verspätungen gekommen sein.
An der Zwicke stiegen dann die restlichen Reisenden in Form von Sined, Dom und Tobi ein und wir machten uns auf den Weg auf die Autobahn.
Das Wetter warm und schön, sodass wir die Fenster etwas öffnen konnten, denn Sineds Körper wehrte sich anscheinend gegen alles, was sich in seinen Innereien befand und produzierte ein Gas, welches einem sämtliche Nasenschleimhäute wegbrannte und die Augen zum Tränen brachte.
Gott sei Dank war Ronny nicht da und musste das nicht riechen….
Bevor das Ganze noch mit Toten oder Verletzten endete, machten wir lieber schnelle eine Frischluft- und Frühstückspause.
Ronny nutzte die Zeit, um einem Bayernfan aus Brandenburg (Kopfschütteln) mal zu erklären, dass sein TÜV abgelaufen sei. Was bei einer Strecke Brandenburg – München nicht ganz ungefährlich sei. Ansonsten war es schön zu sehen, dass Aufkleber eine doch recht lange Lebensdauer haben, wenn man sie nur richtig positioniert.
Wir machten uns zum Weiterfahren bereit und Sined fiel so langsam durch seinen Alkoholpegel auf: Er konnte es irgendwie einfach nicht lassen, Dom immer wieder auf den Arsch zu hauen…und wo war eigentlich Ronny?
Die noch zu überwindenden Kilometer verflogen wie nichts. Wir beschäftigten uns mit alten, aber bewährten Methoden: lesen, singen, quatschen, trinken und schon waren wir in Mainz.
In Mainz?! Tja der Freund des runden Leders weiß natürlich das Mainz neues Stadion außerhalb der Stadt steht. Der gute Timo schien etwas an genervt und überfordert zu sein und so war nicht nur Ronny, sondern auch das Stadion nicht zu finden.
Alle waren aufgrund der Sucherei etwas genervt, nur Sined nutzte die Zeit sinnvoll, um alle 30 Sekunden das Wort Pferdepenis aus dem Fenster zu schreien, was Dom wiederum völlig um den Verstand brachte. Lediglich Thor nutzte einfach ganz cool das Navi in seinem Handy, um uns zum Stadion zu lotsen.
Irgendwann hatten wir dann die Arena Punkt 0815 gefunden. Und man trauerte kurz um den einzigartigen Mainzer Bruchweg.
Fix rein ins Stadion, Plätze suchen und Hertha gucken.
Ich habe leider wieder einmal zu lange gewartet und werde jetzt keine Lobhymnen auf Hertha niederschreiben, denn das Heimspiel gegen die Penner aus der Autostadt ging ja wie gewohnt in die Hose….
Stimmungstechnisch waren die Mainzer eher selten zu vernehmen. Beeindruckend waren aber die Gesänge die vom gesamten Publikum getragen wurden und so doch recht laut und brachial wirkten.
Unser Block war dank des Auswärtssieges natürlich berauscht und schmiss eine 1A oben ohne Party.
Was für ein ungewohntes Gefühl: Eine Welle mit der Mannschaft. Genauso ungewohnt wie das Mainzer Publikum welches uns auf dem Weg zurück zum Auto mehr oder weniger beglückwünschte.
Wenn Ronny doch nur dabei gewesen wäre….
Da der Weg zum 9er kein Ende nehmen wollte und es auch noch recht warm war, schlug Sined vor einfach in eines der Autos zu steigen, die im Schritttempo an uns vorbei fuhren.
Nach reichlicher Überlegung waren wir auch Bereit 1,40€ dafür zu bezahlen. Genau so billig wie eine Kurzstrecke der BVG.
Wieder beim 9er angekommen, natürlich ohne ein unfreiwilliges Mainzer Taxi zu benutzen, versuchte Sined Dom mit der Heckklappe zu töten, was ihm gottlob nicht gelang.
Die ersten Kilometer der Heimfahrt machten einfach nur Spaß. Sined zerstörte beim Tanken einen Wischer für die Scheibe, der „Hinterbus“ in Form von Thor und Dom becherte wie blöde und wir alle zappelten zu guter Atzen-Musik und einer gehörigen Portion Punk-Rock.
Nicht weit von Mainz entfernt hielten wir noch einmal, um erst bei Edeka noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, um dann einmal über die Straße zu huschen und bei „MC“ zu dinieren.
Während alle beim Einkaufen waren, parkten Ronny und ich fix den 9er um, um den anderen einen Schrecken einzujagen. Leider registrierten einige gar nicht, dass der 9er nicht an seinem Platz stand und andere rochen den Braten schon und waren eher gelangweilt als geschockt.
Was dann geschah, glaubt einem keiner, der nicht dabei war:
Wir kehrten bei McDonalds ein um zu Abend zu speisen. Der junge arabische Freund, der Ronnys Bestellung aufnehmen wollte, entschloss sich doch lieber Pommes zu rütteln und schloss kurzerhand die Kasse. Das rief natürlich einen angemessenen Protest bei Ronny hervor. Ein Wort ergab das andere und plötzlich verkündete der ebenfalls arabisch stämmige Geschäftsführer, dass alle in blauen Shirts kein Essen bekämen. (schäbige Blau-Rassisten?)
Thor versuchte die Lage zu retten und nachdem er eine Weile mit dem Geschäftsführer gesprochen hatte, waren sich beide einig dass es mit einer Entschuldigung von beiden Seiten getan sein müsste. Allerdings weigerte sich der Pommesschubser sich zu entschuldigen oder eine Entschuldigung anzunehmen. Das war das Zeichen für uns mit ein paar netten Gesten und noch netteren Worten zu gehen. Betteln bei „MC“? Soweit kommt’s noch. Vaffanculo Mäces!
Die restliche Rücktour verlief recht locker. Bei Musik und Themen rund ums runde Leder erreichten wir sehr bald Berlins Umland.
Thor, Dom, Tobi und Sined warnten Timo im 30-Sekunden-Takt vor dem Blitzer am Autobahnkreuz. Timo reagierte schon leicht genervt, immerhin kenne er den Blitzer und überhaupt….BLITZ! Haha Pengo, mein Freund. Situationskomik wie sie leibt und lebt.
Ich schloss noch ein bisschen die Augen und wurde erst wieder wach als Dom mir aufs Knie schlug und schrie: „Wir sind zu Hause, wir sind zu hause!“ Super wir fahren gerade einmal an der Messe und mein Auto stand in Schöneweide. Soviel zum Thema zu Hause sein.
Nachdem wir Ky noch abgeholt und sich die Neuköllner an der Zwicke verabschiedet hatten, fuhren wir zu Jessi, wo ich in meine Karre stieg und mit 75 km/h nach Hause schlich.
In meinen vier Wänden angekommen fiel ich ins Bett und träumte von drei Punkten in der Fremde.
Zu schade dass Ronny nicht dabei war…
Ha Ho He
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Zuletzt bearbeitet von Hauptmann am 09.04.2012, 13:03, insgesamt einmal bearbeitet |
09.04.2012, 13:01 |
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1.FC Union Berlin – SG Eintracht Frankfurt 0:4
27. Spieltag. 2.Bundesliga 2011/2012
Montag, den 26.03.2012 20:15 Uhr
„Neue“ Alte Försterei
16.600 Zuschauer (AUSVERKAUFT!!!)
Ausgesperrte immer dabei!
Am Montag danach traf ich mich mit Minni und Oli am S-Bahnhof Ostkreuz. Von dort aus ging es nach Köpenick, wo wir auf Dom warteten und einen erstaunlich guten Döner verspeisten.
Als Dom dann da war trotteten wir Richtung Wuhle. Dom bekundete seinen Ekel, der sich in ihm verbreitete aufgrund der merkwürdigen Subkultur, die hier am Krauchen war. Auch ich freute mich am meisten darauf, diese widerliche und stinkende Ecke wieder zu verlassen.
Welcher grenzdebile Vollspacken kam eigentlich auf die Idee Köpenick einzugliedern?
Vor dem Stadion trafen wir uns mit Ronny, der todesmutig im blau-weißen Pullover erschien…
Nachdem er ja am Samstag vergessen wurde, wollte er wenigstens heute etwas Fußball genießen.
An sich gäbe es noch viel Nebensächliches zu berichten, aber ich möchte auf das eigentliche Highlight des heutigen Tages und meine Gedanken dazu kommen:
Der DFB strebt in letzter Zeit radikale Methoden an und verdonnerte Dresden und Frankfurt zu je einem Auswärtsspiel ohne eigene Fans.
Die Dresdener hatten letzte Woche dieses Verbot umgangen und waren einfach neutral gekleidet auf die Haupttribühne gegangen.
Heute waren es ungefähr 1000 Frankfurter, die sich mit Hilfe des Köpenicker Anhangs in die Försterei geschmuggelt hatten.
Pünktlich zum Anpfiff gaben sie sich gesanglich zu erkennen und versuchten auch sehr bald den leeren Gästeblock für sich zu beanspruchen. Nachdem die ersten den Zaun erklommen und überwunden hatten, gab dieser auch schon nach und bevor ein Chaos ausbrach, öffneten Unions Verantwortliche den Gästesektor.
Fußballfan 1, DFB 0.
Ich bin kein Ultra, war nie einer und habe auch keine Ambitionen jemals einer zu werden.
Aber was in den letzten Wochen passierte, ist keinesfalls nur ein Problem der Ultras. Es ist ein Problem der Fußballfans. Was müssen wir uns schon alles gefallen lassen? Vereine, die die „50 + 1 Regel“ völlig mühelos überbrücken. Wie das SAP-Spielzeug in Sinsheim oder die Alubüchsen aus Leipzig. Wollen wir, dass unsere Vereine von Sponsoren und Mäzenen abhängig sind? Die Folge solcher Geldgeber sehen wir in England und Italien….
Wie viele Rechte haben wir uns nehmen lassen? Angefangen bei Stehplätzen bis hin zur abgebrochenen Pyro-Debatte! Und das, obwohl es erwiesenermaßen mehr Verletzte durch Pfefferspray als durch den Einsatz von Pyrotechnik gibt.
Ganz zu schweigen von den Preisen, wo 15 € für einen Stehplatz schon normal sind.
Was hat das noch mit Deeskalation zu tun, wenn 50-jährige Familienväter wegen Aufhängens eines Fanclub-Banners von der Polizei vermöbelt werden und anschließend ein bundesweites Stadionverbot erhalten, plus eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Und das, obwohl weit über zwanzig Zeugen aussagten, dass die Polizei zu hart und willkürlich aggressiv gehandelt habe. Was übrigens auch durch Fotoaufnahmen zu beweisen ist…
Leute, wacht auf und schiebt das Problem nicht immer an Ultras weiter! Organisiert euch in euren Dachverbänden, redet in euren Fanszenen miteinander! Ich habe keine Lust irgendwann in der „Don‘t call it Schnitzel Arena“ das Spiel zwischen Allianz München gegen Coca Cola Heidenheim zu sehen, dafür 35 € Stehplatz zu zahlen und für Klatschen oder Singen von den dreitausend anwesenden Bullen verprügelt zu werden und lebenslanges Stadionverbot zu bekommen.
Fußball lebt durch seine Fans!
Lasst euch das Spiel nicht nehmen!
Pro Fußball – Anti Kommerz und Repression! _________________ Der Mob im Block <3 Pyro |
09.04.2012, 13:02 |
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Dom
Forum Suchti
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Anmeldungsdatum: 16.09.2009
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Wohnort: Berlin |
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Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC 0:0
29. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
Samstag, den 07.04.2012 18:30 Uhr
Borussiapark
52.691 Zuschauer
Und wieder vor der Heimkurve...
Skandalös, dass Studenten „morgens“ um öhlf Zeit haben Auswärtsberichte schreiben, aber – is so!
Also, am Samstagmorgen trafen wir uns gewohnt in aller Herrgottsfrühe … ah nee Moment, heute nicht! Da das Spiel erst um 18.30 angepfiffen werden sollte, trafen wir – Touubi, Denis, Thor und ich-uns erst um Zähne, was nicht heißen soll, dass es keine Psychopaten gab, die schon um 6 auf der Autobahn wüteten. An dieser Stelle also einen schönen Gruß nach Oberschöneweide und .. äh ja die anderen halt.
Aber Back to Topic. Die Spätaufsteher trafen sich am Neuköllner Carree. „Wo is denn ditte?!“ denkt sich der ein oder andere Spandonier bestimmt, aber es ist an der Sonnenalle und oh Wunder dort gibt es tatsächlich auch schöne Ecken. Tobi und ich deckten uns mit Softies und Proviant ein, während die anderen beiden an, na nennen wir es an „akutem“ Geldmangel litten und da ohne Moos bekanntlich nix los ist, wurde wieder professionell verdurstet und verhungert!
Getankt wurde dann auch gleich für schlappe 1,72, vielen Dank liebes Öl-Embargo, lieber Staat und all ihr Behinderten, die über die Osterfeiertage ihre Eier in ganz Deutschland suchen müssen!
Auf der Hinfahrt begrüßten uns Graupelschauer, Schneeregen und all die mögliche Flitzekacke die Mutter Natur zu bieten hatte, während ich mich in meine neueste Errungenschaft „Rasen der Leidenschaft“ vertiefte.
Ansonsten verlief die Hinfahrt recht ereignislos, wenn keiner spontan irgendein Gespräch anschnitt, konzentrierte sich Thor mal aufs Fahren -was Thor fährt? Wahnsinn! -, was sich dank des Tempomats auch als recht entspannt erwies, Denis starrte völlig regungslos wie eine Schildkröte sinnlos in der Gegend rum und Tobi, ja was macht Tobi eigentlich immer auf Auswärtsfahrten?
Tobis Auswärts-fahr-Muster hab ich noch nicht erkannt. Mal kann er sich auch morgens um 6 hemmungslos zulaufen lassen, mal liest er gerne irgendwelche Fanzines, ABER – aber nur wenn diese „viele Bilder haben“. Der Affe mit der Schelle klatscht mit.
Dann ist meist er Derjenige, der die Stille mit irgendeinem Ausruf bricht, sei es, weil er wieder was „Griffiges“ erspäht hat, sich über verwaltungstechnische Angelegenheiten, wie sinnlose Baustellen aufregt oder den neuesten Kommentar seines Vaters zum Auswärtsfahren zum Besten gab, was dann meistens mit „…wie kann man nur so behämmert sein“ endet oder über dämliche Autofahrer, die stets mit dem Satz „wenn Ick schon wieder sehe wie der da sitzt.. wie aufm Scheißhaus!“ kommentiert werden. Die Liste könnt ich ewig fortführen, aber der Satz war jetzt grade schon lang genug für den einen oder anderen Analphabeten.
Angekommen in Schrottbach, wurde man als PKW Besatzung zu Parkplatz P4-P7 geschickt, die sich leider direkt hinter der Nordkurve befanden. Also machten wir 4 uns in Zivil auf den Weg zum Gästeblock, da für Denis aber trotz -20° und Regen immer noch kurze-Hose-Wetter war, konnten wir uns das Inkognito getrost schenken.
Ohne Zwischenfälle, aber mit einigen bösen Blicken, erreichten wir den Gästeblock, der noch relativ leer war. Kurzer Handshake mit der Crew und Nancy, Timo, Jessy, Ronny und Maddin, von denen Letztere noch ein kleines Auswärts-Angrillen auf einem Rasthof einlegten, dann noch ein bisschen Plauderei über Rennereien und fast-Fahnenklaus vorm Stadion und dann sollt es auch schon losgehen.
Zum Spiel:
Die erste Halbzeit begeisterte einen hauptsächlich durch kontinuierliche Ereignislosigkeit, aber die Jungs unten auf dem Feld schlugen sich angesichts der – so sagt zumindest die Tabelle – Übermacht aus der Provinz ganz gut. In der 2. Halbzeit gab es dann mehrere UHHs und AAAHs auf beiden Seiten, aber leider fehlte heute, trotz wirklich solider Leistung, wiedermal der nötige Zug zum Tor, sodass man sich wenigstens mit einem Punkt verabschieden konnte. Gutes Spiel allein reicht einfach nicht, gerade im Abstiegskampf ist das völlig Schnuppe, es zählt lediglich das Ergebnis und da war mehr drin, aber 1 Punkt ist 1Punkt.
Zur Stimmung:
Ja irgendwie ist die Akustik in dem Loch zwar echt mau, aber um uns rum wurde ordentlich gebrüllt, geklatscht, Fahne geschwenkt und als dieser Nichtsnutz von einem De Camargo meinte sich vor unserem Block Warmlaufen zu müssen, auch ordentlich gepöbelt! Trotz dessen, schien Heidi mit der Supportbeteiligung der Jungs unten am Zaun im Allgemeinen nicht zufrieden, aber mir kam es optisch und akustisch ganz ordentlich vor. Gerade in den letzten 20 Minuten wurde ordentlich ausgerastet und die Gladbacher bekamen ein gewaltiges „Auf geht’s Hertha“ in ihre hässliche(n) Kurve(n) geschleudert, dass es nur so schepperte.
Den Rückweg traten wir angesichts unserer desolaten Parksituation gemeinsam mit der Crew und den anderen BBH-lern an. Als wir dann endlich von der Schnittlauchbande Richtung Parkplatz gelassen wurden, marschierten wir dann, bis unter die Zähne bewaffnet, in einer gewaltigen Berliner Kolonne von ca. 12 Mann wie eine unaufhaltsame Welle Richtung Parkplatz, an dessen Anfang wir uns von der Crew verabschiedeten, Timo, Ronny,Jessie und Maddin am Auto absetzten, an dem einige Gladbacher doch noch eine Minute stehen blieben, bis wir uns dann unsererseits auf die Suche nach unserem Auto machten.
Das Wort Suche trifft den Nagel an der Stelle auf den Kopf, da wir locker eine geschlagene Viertelstunde die Karre suchten, bis wir uns endlich bei funktionierender Klimaanlage wärmen konnten und Tobi die Frostbeule noch mit Sitzheizung seine Cochones ausbrütete. Als wir dann gottlob endlich vom Parkplatz runter waren, Tobi noch die junge Parkplatzwächterin ablichtete und Denis noch allen – grade denen über 40- einen schönen Abend wünschte jings dann ooch zackich Richtung Autobahn!
An dieser Stelle neigt sich der Bericht auch dem Ende, denn die Rückfahrt hab ich hauptsächlich mit Dösen verbracht, bis wir dann um halb 4 am Neuköllner Carree ankamen, Thor setzte Denis noch zuhause ab und Tobi und ich fuhren unsererseits mit Horny ins friedlich-angenehme Viertel Hermannstraße-Hermannplatz.
Es ist noch nix verloren, sie haben es in der Hand, heute und in den nächsten Wochen!
HA HO HE !
Dom |
10.04.2012, 12:37 |
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Dom
Forum Suchti
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Bayer Leverkusen – Hertha BSC 3:3
31. Spieltag. 1.Bundesliga 2011/2012
Samstag, den 14.04.2012 15:30 Uhr
Ulrich Haberland Stadion
29.704 Zuschauer
Purer Hass – Pure Freude
Die englische Woche hat mich irgendwie fertig gemacht. Dienstagabend um 20 Uhr für den letzten Grottenkick ins Stadion, um total deprimiert wieder nach Hause zu wackeln. Mein einziger Lichtblick an dem Tag war dann doch noch das gemeinsame Beisammensein mit den beiden Karlsruhern, die auf einen Dienstag den weiten Weg per Bimmelbahn nach Berlin machten.
Aber gut der Rumheulerei, jetzt war wieder Wochenende, Hertha wieder auswärts und so wird meine rhetorische Ader wieder gefordert. Sollte sich eben jene nach 1 Woche nicht wieder auf Höchstform erholt haben, bitte ich dies zu entschuldigen.
Am Samstagmorgen hieß es wieder bei Zeiten aufstehen. Für mich hieß es noch dazu, bedingt durch ein 4-stündiges Fifaturnier, um 4 Uhr zuhause zu sein und nach ner Stunde Schlaf wieder in die Senkrechte zu gehen. Schnell noch ne Tasse heißen Kaffee in die Kehle eingeflößt, bis ich dann überraschend fit Tobi abholte, der seinerseits völlig verpeilt wie ein Schimpanse ins Telefon stöhnte, was für mich dann hieß : Der Gute hat verpennt!
Als er sich dann mit Augen so groß wie Streichhölzer ins Auto fiel, gings zum Zwickauer Damm, wo wir dann rausfanden, dass Timo ebenfalls verpennt hat.
„Was ist denn heute los ?“, dachte ich mir, aber da Timo um einiges fitter aussah als Tobi, stieg ich etwas entspannter, dennoch auf dem üblichen nervösen Niveau, wenn es 9er fahren mit Timo heißt, in den Bus.
Wir (Thor, Tobi, Timo, Jessi, Julian, Steffi (Wo ist eigentlich Steffi?)und ich) schipperten dann erst einmal zur Messe, wo Maddin und Ronny schon mitten auf dem Damm auf uns warteten und leider nicht von irgendwelchen vorbeifahrenden Karren zerschmettert wurden.
Ronny freute sich, dass er in den 9er steigen konnte, bevor selbiger losfuhr, während Maddin seinerseits den Kopf auf die Knie legte und den wohl nicht vorhandenen Schlaf von letzter Nacht nachholte.
Gemütlich suppten wir wieder durch ganz Deutschland, bis der Hinterbus (Tobi, Thor und Ich) nach dem ersten Mäcesstopp traditionsgemäß die ersten Schnapspullen köpfte und sich die restliche Fahrt darauf berief, möglichst viel und intensiv die anderen Leute im Bus zu nerven, frei nach dem Motto „Bevor ihr uns nervt , nerven wir euch!“
So entstand dann eine üppige aber präzise Liste aller Verkehrsvergehen, die unser Fahrer schon in der ersten halbe Stunde beging, sodass unser Fazit mit „sofortiger Führerscheinentzug zum Wohle der Allgemeinheit und anderer Verkehrsteilnehmer + Freiheitsstrafe“ doch recht milde ausfiel.
Nach entspannten 6 ½ Stunden, 2-3 Nah-Tod Erfahrungen und nur geringfügigem Alkoholpegel, erreichten wir uns Ziel. Nach kurzem Marsch durch Wald und Wiese standen wir im Gästeblock, wo wir Minnie und die Crew begrüßten und einige Zeit später auch unsere Nachzügler per FKO Bus in Form von Nancy und Franzi + die, naja sagen wir „skurrilen“, Gestalten die sie im Schlepptau hatten…
Ich weiß nicht wieso, aber die letze Dreiviertelstunde vor dem Spiel brachte ich damit zu mein Unwohlsein Minnie Tobi und Thor kund zu tun, die Gründe werden mir wohl für immer ein unergründliches Rätsel bleiben, aber die Pfeife ertönte wurde ich aus meiner Kopfschüttelorgie gerissen und es gab Wichtigeres.
Zum Spiel:
Es ist unglaublich. Die erste Halbzeit spielten die Jungs von der armen Dame wieder in einem lustlosen Trott ohne jede Bewegung. Es kam nichts zustande, ein Glück war Leverkusen auch nicht viel besser, sodass nur Herr Schürrle (Hauptsache ich reg mich die ganze Halbzeit über Kießling auf, aber mir sagt ja keiner was!) mit einem Traumtor vom 16er, unhaltbar für Kraft, das Stadion wachrüttelte. Mit einem ernüchternden 1:0 ging es in die Pause.
König Otto fand leider nicht die nötigen Worte, sodass sich kurz nach Anpfiff der 2. auch schon die nächste Bude abgeholt wurde, völlig unnötig, bedingt durch völliges Versagen der so genannten Abwehr.
Wie aus dem Nichts nutze Lasogga dann per Kopf einen Abwehrfehler aus um den Anschlusstreffer zu erzielen. Jetzt war wieder ein kleines Flämmchen bei den Jungs in blau weiß zu spüren, was aber nach einem Piff zum Elfmeter für Leverkusen wieder erlosch.
An dieser Stelle muss mal wieder gesagt werden, was wir für einen unglaublichen Torwart haben, denn irgendwie fingerspitzelte Kraft das Leder an den Pfosten. Danach gings ab! Motiviert wie selten zuvor gesehen spielten die Jungs nach vorne und begünstigt durch Lerverkusens Abwehrversagen drehte ein gewisser Herr Torun das Spiel in 5 Minuten zum 3:2.
Wie zu erwarten konnte Hertha das Ganze leider nicht halten, sodass kurz vor Schluss doch noch der Ausgleich seitens Leverkusen erzielt wurde und man „leider doch nur“ mit einem Punkt nach Hause geschickt wurde.
Zur Stimmung:
So nachdem ich diesen sachlichen Bericht wie ein typisch-deutscher Roboter-Kommentator in den Rechner geknallt habe, gibt’s jetzt endlich mal wieder was mit bisschen Feuer!
Dieses Spiel war der absolute Wahnsinn, von purem Hass bis purer Freunde war alles dabei, ein Gefühlschaos wie selten erlebt.
Aber nun zäumen wir das Pferd doch mal von vorne auf.
Angesichts der Ereignislosigkeit und Trampelei der Spieler auf dem Platz, war doch die Gesangs- und Klatschbeteiligung auch bei den aktiven Gruppen zwischenzeitlich ziemlich Mau, was sich auch in dem erbosten Gesichts unseres Vorsängers wiederspiegelte.
Ich möchte auch ziemlich schnell dann in die 2. Halbzeit springen.
Als dann das 2:0 fiel, stand alles was Beine hatte auf Zäunen und Geländern und brüllte den Frust der ganzen Tage in Form einer brachial-verbalen Gewaltwelle Richtung Spieler. Trotz aller Bemühungen unserers Vorsängers, war es jetzt einfach nicht möglich die Leute noch kontinuierlich zum Supporten zu bewegen angesichts der wiedermal desolaten Leistung auf dem Platz.
Als das 2:1 direkt vorm Gästeblock fiel und Lasogga wild in unsere Richtung gestikulierte, schrien manche ihm sowas wie: „Beweg doch deine Mitspieler du Idiot“ während andere sich davon beflügeln ließen. Kurz um, es wurde wieder laut, bis dann bekannter Elfmeter gepfiffen wurde und Kobi nach Hause geschickt wurde.
Als irgendein Leverkusener Vollidiot den Ball dann ins Aus drosch, wurde wieder ordentlich ausgerastet und die spontanen Schlachtrufe röhrten durchs Leverkusener Rund.
Was dann nach dem 2:2 bzw. 2:3 los war muss ich kaum erwähnen, ich kann es auch nicht, denn die pure Freude zeichnete sich auf unseren Gesichtern ab, alles schrie, hüpfte, purzelte – unglaublich!
Das 3:3 dämpfte das Ganze zwar wieder, aber immer noch hallten die spontanen Schlachtrufe im Stadion, diesmal eine wirklich kribbelnde Erfahrung ohne Anleitung vom Megaphon 30 Minuten lang zu brüllen.
Traumatisiert vom Gefühlschaos, einfach völlig fertig, verließen wir das Gelände und nach kurzem Gebrabbel am 9er, wurde die Heimreise angetreten. Langsam machte sich meine Schlaflosigkeit auch bemerkbar, als mir jedoch aus dem nichts eine Flasche Captain in die Arme fiel, holte ich mir ein bisschen Lebensgeist zurück. Die Rückfahrt verlief sonst recht ereignislos, wir wollten einfach nach Hause, jeder diesen Wahnsinn für sich verdauen. In Berlin angekommen, fielen Tobi und ich in die U-Bahn und ich denke jeder war doch recht froh nach dem nervenaufreibenden Tag ins Bett zu fallen und einfach nur zu pennen.
Dom |
18.04.2012, 19:03 |
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Minni
Sektion letzte Reihe!

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Beiträge: 498
Wohnort: bei BERLIN |
| Minni war mal wieder am hüpfen... ^^ |
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U.S.I Lupo Martini Wolfsburg – SV Grün Weiß Calberlah 2:0
24. Spieltag. Landesliga Braunschweig
Sonntag, den 15.04.2012 15:00 Uhr
Lupo Stadio Wolfsburg
ca. 150 Zuschauer
Wenn man sonst nischt zu tun hat...
auch du kannst Danke sagen!
Sonntagmittag, in einem kleinen Dorf in Niedersachsen wurde ganz spontan die große Idee geboren, das man den Sonntagnachmittag aufm Fussballplatz verbringen könnte. Andere Paare gehen Sonntags spazieren, oder sind bei Oma, Tante, oder den lieben Schwiegereltern zum Kafee eingeladen, da meine bessere hälfte und ich uns aber für das alternativ Programm entschieden haben, ging es also nach Wolfsburg, um ein Spiel der Landesliga zu gucken.
Einige werden jetzt wieder denken, die olle ist bescheuert... dem kann ich diesmal auch nicht widersprechen!
Nun aber rein ins Geschehen, nee vorher gibts noch nen bisschen Geschichte...
Der Verein wurde im Jahr 1962 von Italienischen Gastarbeitern in Zusammenarbeit mit der Sozialabteilung der Volkswagen AG Wolfsburg und NFV-Fußballkreises Wolfsburg-Gifhorn gegründet.
Man entschied sich für den Namen "Lupo" ( zu dt. Wolf ) um damit die Verbundenheit zur Stadt Wolfsburg zu zeigen.
Jetzt aber...
20 Minuten vor Anpfiff, wurde das Lupo Stadio erreicht, ein kleiner eingezäunter Sportplatz bei dem es auch schon mal passieren kann, das ein hoher Ball auf nen Auto fliegt, welches gerade über die Hauptstraße neben dem Platz fährt. An der Kasse löhnte man die 5 Euro für ne Karte und suchte sich nen schönen Platz an der Mittellinie. Nachdem der Stadionsprecher die Aufstellungen bekannt gab, ging es auch schon los.
Zum Spiel:
Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den einen Tag vorher in Italien, verstorbenen Spieler Piermario Morosini, der während des Spiels Livorno Calcio - Pescara Calcio mit nur 25 Jahren einen Herzinfarkt erlitt und daran wenig später im Krankenhaus verstarb.
Die 1. Halbzeit verlief recht unspektakulär, es gab wenig Chancen auf beiden Seiten.
Halbzeit 2 dagegen war schon eher für Leute die eins schnelles und abschlagreiches Fussballspiel mögen, Lupo drängte nach vorne und der Torhüter des SV Grün Weiß Calberlah hatte bei beiden Toren keine Chance.
Die wohl lustigste Szene am ganzen Spiel war jedoch folgendes Szenario: Der Ball fliegt ins Seitenaus, ein älterer Herr fing den Ball und gab ihm den Spieler dieser nahm den Ball stellte sich zum Einwurf an die Seitenlinie, als er sich von dem älteren Herren ein " auch du kannst Danke sagen " anhören durfte, sowas erlebt man wohl wirklich nur noch beim Dorf Fussball.
Zur Stimmung kann ich nichts schreiben, da diese einfach nicht vorhanden war!
Nach dem Abpfiff, ging es dann aber doch noch zu nem kleinen Spaziergang an den Allersee, tja auch ich kann mich nicht vor sämtlichem Pärchengetue schützen...
Minni _________________ Eure Repressionen töten Emotionen!
A.C.A.B |
19.04.2012, 22:47 |
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Hauptmann
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Ge-Buer vs. Hertha BSC 4:0
33.Spieltga. 1.Bundesliga 2011/2012
Samstag, den 28.04.2012 15:30 Uhr
Arena auf Schalke
61.700 Zuschauer
Gegen alle Stadionverbote.
Wie die Cops einem alles kaputt machen.
Wie ein Kleinkind sich auf Weihnachten freut, so freute ich mich darauf den Bericht vom letzten Auswärtsspiel dieser Saison zu schreiben.
Letzte Spiele in der Ferne haben immer was für sich. Egal ob man schon im Niemals Land der Tabelle verschwunden ist oder es noch um etwas geht.
Man weiß, dass man einen furchtbaren Sommer mit einer verschissenen EM vor der Nase hat und dass man seine Atzen nicht jedes Wochenende sehen wird.
Und nun sitze ich hier und kann einfach keinen positiven Satz zu Papier bringen angesichts der unglaublichen Dreistigkeit der deutschen Polizei die mal wieder bewiesen hat, wie armselig, kleinkariert und überflüssig sie ist.
Es scheint immer offensichtlicher. Die Polizei dient dem DFB als Schlägertruppe die „unbequeme“ Fans aus dem Weg räumen soll.
Die Methode ist einfach. Reizen wir den Fußball Fan so lange bis er uns einen Grund gibt ihn zu verprügeln, ihm aus kürzester Distanz Pfefferspray in die Augen zu jagen und ihm dann wegen wiederstand gegen die Staatsgewaltschaft eine Anzeige plus fünf Jahre Bundesweites Stadion verbot anzuhängen.
Ich werde die Vorfälle in Gelsenkirchen nicht nochmal aufarbeiten bzw. es versuchen. Dafür stehe ich zu weit weg. Sowohl von der Sektion SV sowie auch von den Ereignissen an sich.
Es tut mir leid, gerade für diejenigen, die gerne die Berichte lesen aber ich sehe mich nicht im Stande so zu tun als wäre es eine normale Fahrt gewesen.
Auch mit einigen Abstand zu dem Geschehen kann ich einfach mir nichts dir nichts die freudigen Ereignisse des Tages niederschreiben.
Im Grunde weiß jeder von uns, dass ihn jederzeit ein Stadion Verbot ereilen kann und wir müssen wohl dem Fußball Gott danken, dass es bis jetzt noch nicht geschehen ist.
Ich bedaure sehr, die Fahrt hier nicht nochmal Revue passieren zu lassen aber ich denke die Erinnerungen an eine doch echt lustige Fahrt wird in den Kranken Köpfen der Mitreisenden ewig bestehen.
Danke an die Busorganisation durch die Blue Pirates.
Stadionverbotler haltet durch!
Repressionen machen uns nur noch stärker
ACAB
Auf nach Düsseldorf!
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11.05.2012, 11:41 |
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Hertha BSC U19 – SC Freiburg U19 1:2
Endspiel DFB- Junioren- Vereinspokal 2012
Samstag, den 12.05.2012 13:00 Uhr
Stadion am Wurfplatz (Amateurstadion)
4.800 Zuschauer
Obstsalate contra Eiersalat
Das Wichtigste ist der Kaugummi
Nach einer Saison mit nicht viel ansehnlichem Fußball ist das Berliner Fan Herz voller Sehnsucht nach Erfolgen.
Gut, dass unser Verein ja im Grunde in jeder Jugend Erfolg hat. Komischerweise sind die Profis davon völlig ausgenommen.
Und so stand das DFB Pokal Finale der U19 auf dem Plan. Gegner kein Geringere als der Titelverteidiger SC Freiburg.
Maddin Mouse und ich wurden von Marion abgeholt und zum Glockenturm gefahren, wo schon Timo, Jessi, Ronny und Oli auf uns warteten. Bob schlurfte nach kurzer Wartezeit auch an.
Die Einlasskontrollen waren fix erledigt und man marschierte zum Gästeblock. Jaha zum Gästeblock.
Der DFB hat das Stadion anscheinend neu eingeteilt, denn die Muttis und Vatis der Freiburger saßen auf der eigentlichen Heimseite.
Nachdem wir uns mit Currywurst und Cola gestärkt hatten, wurden die Leute mit Karten für einen anderen Block geschickt in den Richtigen geschleust, wobei Minni erst in der Halbzeit auflief und Jessi nach 15 gespielten Minuten doch wieder das Auto zwecks Schlafen aufsuchte. Und im Grunde konnte es dann schon losgehen:
Zum Spiel ist alles recht schnell erzählt.
Freiburg erzielte nach 13 und nach 15 Minuten je ein Tor. Ehe ein gewisser Herr Obst für Hertha BSC den Anschlusstreffer mit dem Pausenpfiff erzielte.
Die Zweite Halbzeit bot mehr Chancen für die Braisgauer als für die Berliner. Am Ende traf niemand mehr und so gewinnt die U 19 des SC Freiburg zugegebenermaßen durchaus verdient den DFB Pokal.
Stimmung gab es keine. Ein paar komische Vögel in Blau Weiß übten eine Dauerschleife von Fußball Mafia DFB …und keiner weiß warum. Auf Freiburger Seite hatte man sich mit Klatschpappen eingedeckt. Leider konnte man nur beweisen das eine klatschpappe keine Garantie fürs Takt Halten beinhaltet.
Wir hatten eh andere Sachen zu tun, als auf Support zu achten.
Uns hatte es der oben bereits erwähnte Herr Obst angetan. Und so jonglierten wir ein wenig mit seinem Namen. Würde er zb. eine Frau Heiraten die mit Nachnamen Fliege hießen, könnten sich beide den Doppelnamen Obst-Fliegen geben. Das gleiche Spiel gab’s natürlich noch mit Salat.
Als dann ein Freiburger Spieler im Zweikampf mit Herrn Obst den Ball in die Weichteile bekam (ich hatte echtes Mitleid mit dem armen Kerl) kommentierte jemand das Trocken mit: Klasse Obst gegen Eier Salat.
Ein Absoluter Höhepunkt des Tages muss hier auch noch erwähnt werden. Ein Ordner, der die Seitenlinie vor bösen Übergriffen Schützte wurde bei fortgeschrittener Spieldauer Zielscheibe unserer Pöbeleien. So kann es doch wohl nicht angehen, dass ein Mann mit einer so wichtigen Vorbildfunktion mit offenem Mund permanent Kaugummi kaut und sich dann auch noch alle 10 Minuten von einem Kollegen vertreten lässt um sich neues Kautschuk zu besorgen.
Pfui Schäm dich.
Nachdem Spiel verstreuten wir uns so schnell in alle Winde wie wir gekommen waren und genossen jeder für sich das Finale des großen DFB Pokals.
Glückwunsch an den BVB an dieser Stelle.
Ha Ho He
Hauptmann _________________ Der Mob im Block <3 Pyro |
20.05.2012, 10:42 |
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Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC 2:2
Relegation 2011/ 2012
Dienstag, den 15.05.2012, 20:15 Uhr
Rheinstadion
51.000 Zuschauer
Die Alte macht ma fertich
Arbeitslos auf der Autobahn
Fortuna
(lat. „Glück“, „Schicksal“; Fors Fortuna: „Macht des Schicksals“; Beiname Antias) ist die Glücks- und Schicksalsgöttin der Römischen Mythologie, entspricht der Tyche in der Griechischen Mythologie und dem Heil bei den altnordischen Völkern.[1]
Hertha
Möglicherweise beruht der Name Hertha auf einem Abschreibfehler (N zu H).[1] Er ginge dann zurück auf den Namen der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus, von der schon Tacitus in seiner Germania berichtet.[2] Das A am Ende kam möglicherweise in den Namen, weil man -us für eine männliche Endung hielt. Die Deutung von Nerthus ist umstritten: Ein keltisches Wort nerthos ‚Kraft‘ wird ebenso vorgeschlagen wie griechisch nerthe ‚unten‘.[3] Möglicherweise geht jedoch schon Nerthus auf einen Hörfehler zurück und hinter dem Namen steht das Wort *ertho ‚Erde‘. Wo sich der See befindet, den Tacitus erwähnt, darüber wurde viel spekuliert. Manche wollten ihn auf der Insel Rügen lokalisieren (Herthasee), doch schon Jacob Grimm wies dies zurück.[4]
Quelle Wickipedia
Ich wollte dass hier einfach Mal aufgeschrieben sehen, um zu verdeutlichen, dass das Relegationsspiel schon vorher entschieden war.
Glück und Schicksal gegen einen Abschreibfehler…merkste was?
Ganz vom Spiel und seinem Verlauf abgesehen war ich eh schon immer ein Gegner der Relegation. Aus dem einfachen Sportlichen Grund der Fairness. Steht ein Verein auf Platz 16 steigt er zu recht ab. Steht ein Verein eine Liga weiter unten auf Platz drei, steigt er verdient auf.
Die Relegation ist im Grunde nur Verarschung am Dritten der unteren Liga.
Doch sei es drum. Irgendein Idiot vom Fernsehen setzte seine Idee zur Steigerung der Einschaltquoten durch und so stand heute das Rückspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf an.
Um 12uhr verließ ich das letzte Mal meinen Arbeitsplatz und wurde von der „Sektion Immer da“ auch bekannt als Sined, Thor und dem Studra DOMENIK eingesammelt.
In Thors BMW ging es recht zügig auf die Autobahn. Das Wetter stimmte uns schon ganz gut auf das heutige Spiel ein. In regelmäßigen Abständen ging die Welt in Regen und Hagel unter bevor die Sonne wieder alles freundlich aussehen ließ.
Alles nicht so schlimm, hätte der Regensensor des BMWs nicht versucht uns zu verarschen und seinen Dienst Phasenweise eingestellt.
Während einer Sonnigen Periode unserer Tour stellte ich die Frage in den Raum, wie viel Strom es wohl kostet diese ganzen Windkrafträder die an der Autobahn stehen zu betreiben und was das mit Klimaschutz zu tun haben.
Sined hatte nach kurzem Überlegen die perfekte Antwort: Sie fungieren als riesen Ventilatoren und kühlen die Erderwärmung einfach ab.
Anschließend widmeten wir uns der Frage wer denn unser nächster Trainer wird. Unser Wunsch- Kandidat war ganz klar unser Mitfahrer Christoph Dom…
Nach einem kurzen Tank/ Mäces Stopp und einer kleinen Frischluftpause kamen wir in Düsseldorf an. Kurz vor uns waren schon Timo, Jessi, Minni, Ronny, Oli und Bob im 9er angekommen und nachdem einige Herren ihre kurzen Hosen gegen lange getauscht hatten, weil es ja sooooo bitter kalt war, liefen wir zum Stadion.
Die Einlasskontrollen waren schnell erledigt und ohne große Umwege suchten wir uns einen schönen Platz im Block.
Einige Karlsruher Kumpels waren auch erschienen und Elton musste sich die Frage gefallen lassen ob er ein wenig sadistisch veranlagt wäre. Zwei Abstiege an zwei Tagen angucken…
Zu diesem Zeitpunkt (ca. dreißig Minuten vor Anpfiff) waren die Düsseldorfer schon recht gut zu vernehmen. Positiv zu erwähnen ist auch die Liederauswahl im Stadion. Stadt oder Verein bezogenen Lieder bestimmten die Lautsprecher.
Das Spiel begann und jeder der noch der Meinung war, Hertha würde in die erste Liga gehörte sah sich nach 23 Sekunden eines besseren belehrt:
Der erste Angriff der Düsseldorfer, der erste Schuss, das erste Tor.
Hertha schwamm. Die Anhänger der Fortuna natürlich akustisch jetzt ganz weit oben auf. Der Gästeblock verdaute diese bittere Pille eine ganze Weile.
Nach Herthas Ausgleich war die Stimmung wankelmütiger. Je nach Ballbesitz wurde ein Block lauter bzw. leider als der Andere.
Was dann nach dem 2:1 für Düsseldorf geschah war kaum in Worte zu fassen und versetzt mich auch beim Schreiben in eine furchtbare emotionale leere.
Aus dem Gästeblock flogen Bengalos auf den Platz, Böller und Leuchtraketen schlugen teilweise in den benachbarten Blöcken ein. Die Polizei rückte mit Kampfausrüstung und Hunden an und umstellte den Block der Berliner. Als dann auch die Spieler, die unsere wunderschöne Fahne entehrt und beleidigt hatten, zu unserem Block kamen und uns um Besinnung baten flogen die Fackeln, so hatte man den Anschein, sehr gezielt in Richtung dieser Söldner.
Ich bin definitiv ein Freund der Pyrotechnischen Mittel und versuche immer jedem klar zu machen, dass Pyrotechnik gezielt und sicher angewendet werden kann. Nach so einer Aktion möchte ich mein Gesicht in meinen Händen vergraben und zu diesem Thema nie wieder was sagen.
Der Frust sitzt tief bei uns allen und die Galle schäumt vor Wut nur so über. Man möchte in tiefer Trauer versinken oder in blinder Wut irgendwas kaputt schlagen. Aber Leuchtguckeln in Familien Blöcke schießen und Böller auf Ordner Werfen? Tut mir leid, damit kann ich nicht konform sein und jeder der sich für Pyrotechnik ausspricht muss so ein Fehlverhalten der eigenen Leute ganz stark kritisieren.
Gott sei Dank hatten die Düsseldorfer auch noch ihren großen Auftritt. Sie zündeten nach ihren Toren auch, aber alles im Rahmen und für mich vollkommen ok. Den Vogel schossen sie ein paar Minuten vor Ende der Partie ab:
Sie interpretierten eine Bewegung des Schiris wohl als Abpfiff und rannten auf den Platz.
Der Beginn eines absoluten Durcheinanders. Der Stadionsprecher versuchte die Menge wieder auf ihre Plätze zu bitten und auch die Düsseldorfer Spieler versuchten Herr der Lage zu werden.
Erst nach unzähligen Minuten war so etwas wie Ruhe eingekehrt und das Spiel ging weiter.
Ach ja Hertha hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.
Nachdem Abpfiff stürmten die Düsseldorfer wieder in Platz, dieses Mal aber völlig legal.
Jedoch sah sich Hertha durch den ersten Platzsturm einer reellen Chance auf den Klassenerhalt beraubt und legte sofort Protest gegen die Spielwertung ein.
Das heißt mit viel Glück bekommen wir ein Wiederholungsspiel….ganz toll!
Ich sag euch wie der DFB das werten sollte:
Hertha und Fortuna ab runter in die zweite Liga und der 1.FC Köln bleibt dafür drin. Dann könnten wir nächste Saison mit folgendem Spruchband fahren:
„Wir hatten montags eh nichts anderes vor und ihr?“
Wäre doch mal was.
Zügig liefen wir zum Auto. Der Himmel hatte passend zur unsere Stimmung die Schleusen geöffnet und pitschnass erreichten wir unser Fahrzeug.
Die Rückfahrt verlief wie im Fluge, wir machten nur einen kurzen Stopp um zu tanken. Bei dieser Gelegenheit besorgte ich mir einen billigen 3,20€ Tankstellen Kaffee und Dom lief völlig orientierungslos auf der Suche nach dem Auto am selbigen vorbei.
Auf der dunklen Autobahn vertieften wir uns dann in Gespräche rund um Fußball, Fan Szene, Fan Clubs etc. bis die hintere Reihe am Pennen war.
Thor und ich stellten die Gespräche auf Bücher und Filme rund um das Thema Fußball um bis ich auch im Reich der Träume versank und so es verpasste Thor im rechten Moment beschied zu geben die Autobahn zu verlassen.
So kamen wir über Schönefeld nach Berlin rein. Was uns aber Gelegenheit gab erst Sined zu Hause abzusetzen, der immerhin in 3 Stunden wieder bei der Arbeit sein musste.
Thor setzte danach mich dankenswerter Weise vor meiner Haustür ab und tuckerte dann Dom und sich nach Hause.
Janz ehrlich, meene Hertha du machst ma fertisch, du machst ma krank und trotzdem lieb ick dir.
Glückwunsch an Ronny für diese Saison. Kein Spiel verpasst. Respekt. Hast dir natürlich ne geile Saison dafür ausgesucht was…
Danke an Thor fürs Fahren.
Danke an alle für diese Saison. Wenn wir schon untergehen müssen, dann bin ich froh dies mit euch an meiner Seite zu tun.
Ha Ho He
Semper Fi
Hertha BSC
Hauptmann
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20.05.2012, 17:26 |
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