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Anmeldungsdatum: 01.11.2006 Beiträge: 702
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Verfasst am: 27.05.2007, 09:25 Titel: Pfingstsonntagsinseln: Südsee auf Australisch |
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Pfingstsonntagsinseln: Südsee auf Australisch
"Fischfernsehen" auf den Whitsunday Islands in Queensland - Traumstrand mit Sand, so fein wie Puderzucker
Hamilton Island. Das größte Bauwerk der Welt wurde von Korallen geschaffen: das Great Barrier Reef vor der Küste des australischen Bundesstaats Queensland.
Mehr als 2300 Kilometer ist es lang, es besteht aus mehr als 2900 Einzelriffen, rund 1000 Inseln und unzähligen Sandbänken. Allein die Landfläche, die über den Meeresspiegel herausragt, ist mit rund 347 000 Quadratkilometern fast so groß wie Deutschland.
Von hier stammt "Nemo"
Unter Wasser tummeln sich gut 5000 Weichtier-Sorten, je 1500 Fisch- und Schwamm-Arten, 800 Sorten Seesterne, 500 Seetang-Gattungen, außerdem Seekühe und Wale. Berühmtester Meeresbewohner dort ist der orangefarben und weiß gestreifte Clownfisch, der im gesamten Riff zu Hause ist und Hauptdarsteller im 2003 angelaufenen Kinohit "Findet Nemo" war.
Niemand wird das ganze Riff in einem einzelnen Urlaub erkunden können. Es empfiehlt sich deshalb, sich auf die Höhepunkte zu beschränken. Einer ist die Inselgruppe der Whitsundays, was übersetzt Pfingstsonntagsinseln heißt. Den Namen haben sie Kapitän James Cook zu verdanken, der sie laut Bordbuch am Pfingstsonntag 1770 für die englische Krone in Besitz nahm.
Zu den Whitsundays zählen 74 Eilande, von denen nur 17 bewohnt sind. Alle anderen sind der Natur und den einheimischen Tieren vorbehalten. Am bekanntesten, weil touristisch gut erschlossen, sind Hamilton Island, Hayman Island, Long Island und Lindeman Island, auf denen Resorts und Hotels rund ums Jahr Tausende von Urlaubern anlocken. Ein Geheimtipp sind die Whitsundays folglich nicht. Aber das wäre auch zu viel verlangt für eine Inselgruppe, in der fast jeden Tag die Sonne scheint, der Himmel unwirklich blau ist, das Thermometer täglich auf 25 bis 30 Grad klettert und das Meer durchweg angenehme 25 Grad warm ist.
Nicht zu vergessen die großartigen Strände, die tropische Pflanzenvielfalt und das grandiose Unterwasser-Revier, das rund um den Globus einmalig ist. Die Whitsundays sind Südsee auf Australisch. Eine simple Taucherbrille und ein Schnorchel reichen bereits, um sich dem Vergnügen des "Fischfernsehens" hinzugeben. Selbst Wale bekommt man hier vor die Kameralinse - dafür empfiehlt sich allerdings kein Tauchgang, sondern eine Tour im Whale-Watching-Boot. Von Juli bis September sind rund um die Whitsundays viele Buckelwale unterwegs.
Idealer Ausgangspunkt
Airlie Beach auf dem Festland ist für alle, die die Whitsundays erkunden wollen und nicht mit dem Flugzeug anreisen, ein idealer Ausgangspunkt - fast im Stundentakt setzen Fähren zu den Whitsundays über. Wer per Jet einfliegt, startet auf Hamilton Island, dem Eiland mit den meisten Hotels, Bars und Restaurants. Von Airlie Beach und Hamilton legen täglich Schiffe zu den anderen Inseln ab. Hier kann man Whale-Watching-Touren und Tauchausflüge buchen sowie ein- oder mehrtägige Segeltörns.
Jede mehrtägige Schiffstour hat Whitehaven Beach im Programm, jenen kilometerlangen Traumstrand auf dem unbewohnten Whitsunday Island, der größten Insel des Archipels. Sein Sand ist so fein wie Puderzucker. Er besteht zu 98 Prozent aus Quarz und knirscht bei jedem Schritt wie Schnee - die Krönung unter den Stränden Australiens, ohne Kurtaxe und Liegestuhlverleih, nur per Boot zu erreichen. Von diversen Hochglanzmagazinen wurde Whitehaven Beach bereits als einer der schönsten Strände weltweit bewertet. Was zur Folge hat, dass sich hier an manchen Tagen fast so viele Menschen wie auf Sylt tummeln. Zum Glück ist er gut sechs Kilometer lang. Ein ruhiges Plätzchen am Rande findet sich deshalb immer.
Ruhiger geht es auf den anderen Hotelinseln der Whitsundays zu. Erste und teuerste Adresse ist Hayman Island, eine Privatinsel, die schon mehrmals zum besten Hotel weltweit gekürt wurde. Ein langer Strand, zwei große Pools, vier erstklassige Restaurants und tausende Kokospalmen bilden die Kulisse für einen Traumurlaub. |
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