kleene1989 Administrator

Anmeldungsdatum: 30.07.2004 Beiträge: 68 Wohnort: irgendwo i de nöchi vo züri... :)
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Verfasst am: 28.01.2005, 22:05 Titel: Quad Rugby (Rollstuhl-Rugby) |
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Rollstuhlrugby wird auf einem Basketballfeld gespielt. Der Torraum ist ein 8m langes und 1.75m tiefes Rechteck, genannt ‚Key‘ – Schlüssel. Der Spielball ist ein Volleyball.
Der Spieler muss den Ball durch den gegnerischen Torraum transportieren. Wenn der Ballbesitzer mit zwei Räder seines Rollstuhls die Linie berührt oder überfährt, wird ein Tor geschrieben. Die verteidigende Mannschaft versucht den Erfolg zu verhindern, indem sie den Weg versperrt, die Angreifer abblockt und sich den Ball erkämpft.
Im Torraum gelten spezielle Regeln. So dürfen sich nur drei von vier Verteidigern im ‚Key‘ aufhalten. Umgekehrt müssen die Angreifer nach 10 Sekunden aus dem ‚Key‘ raus.
Es gibt zwei Varianten der Verteidigung. Die eine, das sogenannte Pressing besteht darin, die gegnerische Mannschaft bereits in ihrer eigenen Spielhälfte anzugreifen. Sie soll daran gehindert werden, innerhalb von 15 Sekunden die Mittellinie zu überqueren. Gelingt es, wird das Spiel unterbrochen und mit einem Einwurf für die erfolgreichen Verteidiger fortgesetzt.
In der anderen Variante ziehen sich die Verteidiger an ihre Torlinie zurück.
Im Angriff besteht das Ziel darin, mit einstudierten Spielzügen die Verteidiger derart auszublocken, dass dem eigenen ballführenden Spieler der Weg über die Torlinie frei wird.
Harte Rollstuhlkontakte sind erlaubt, aber Körperberührungen werden mit Ballverlust oder einer Zeitstrafe von einer Minute geahndet. Generell gilt: Bei einem Angreiferfoul verliert die Mannschaft den Ball, bei einem Verteidigerfoul fährt der verursachende Spieler für eine Minute in die Penalty Box. Frühzeitiger Straferlass ist nur möglich, wenn seine Mannschaft ein Tor erhält.
Pro Mannschaft sind vier Spieler auf dem Feld im Einsatz. Bis acht weitere Spieler kann eine Mannschaft aufbieten und jederzeit einwechseln.
Die Spieldauer beträgt vier mal acht Minuten Nettospielzeit. Bei Punktegleichheit wird um drei Minuten verlängert.
Das Spielgeschehen wird von zwei Feldschiedsrichtern überwacht. Am Schreibtisch an der Längsseite des Spielfeldes amten der Zeitnehmer und der Spielblattführer. Der Penaltyhüter übt seine Pflicht auf der gegenüberliegenden Spielseite aus.
Die Klassifizierung
Unter den Spieler bestehen funktionell motorische Unterschiede aufgrund verschiedener Lähmungshöhen.
Die Spieler unterziehen sich deshalb einer Klassifizierung in sieben Funktionsklassen von 0.5 - 3.5 Punkten.
Ein Spieler mit 0.5 Punkten hat die grössten Funktionseinschränkungen in Händen und Armen, wenig Triceps und somit fast keine Fingerfunktionen. Der Spieler mit fast voller Fingerfunktion und Triceps hat 3 bis 3.5 Punkte.
Die vier Spieler pro Mannschaft dürfen im Spiel zusammengezählt nicht mehr als acht Punkte aufweisen. Damit werden auch physisch schwächere Spieler berücksichtigt. Gutes Coaching besteht unter anderem darin, Angriffslinien mit dem richtigen Punkte-Mix einzusetzen.
Jeder Spieler übernimmt im Spiel unterschiedliche Aufgaben, abgestimmt auf seine körperlichen Möglichkeiten. _________________ Man sagt, es spuke hier im Schloss...
Dabei lebe ich seit 600 Jahren hier, und mir ist noch nie jemand begegnet!!!!!! |
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