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ABRAHAMS ZELT



 
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M.M.Hanel
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BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 12:11    Titel: ABRAHAMS ZELT Antworten mit Zitat

ABRAHAMS ZELT

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BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 12:11    Titel: Anzeige

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M.M.Hanel
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Anmeldungsdatum: 24.09.2005
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BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Aargauer Zeitung vom 21.10.09

Drei Religionen in einem gemeinsamen Zelt.
Am 28. Oktober unterzeichnen Vertreter muslimischer, jüdischer und christlicher Religionen den Vertrag zu einem Dialog-Projekt


von bojan stula


Naheliegend wäre er schon, der Gedanke, dass sich das Projekt «Zelt Abrahams» ausgerechnet in diesem Oktober der Öffentlichkeit präsentiert. Schliesslich wird das Verhältnis zu Muslimen gerade jetzt medial hochgekocht. Und wer sich zu diesem Thema öffentlich äussert, hat die Publizität auf sicher.

Naheliegend, aber falsch. Wenn am übernächsten Mittwoch im Basler Rathaus christliche, jüdische und muslimische Glaubensvertreter gemeinsam die Auftaktfeier für das einzigartige Dialog-Projekt begehen, so hat dies keineswegs die Anti-Minarett-Initiative der SVP zum Anlass. Der Ursprung dieses religiösen Dreierbunds reicht viel weiter zurück. Bereits 1998, als in Basel die Christlich-Jüdischen Projekte (CJP) gegründet wurden, regte der damalige Regierungsrat Ueli Vischer die Erweiterung um einen muslimischen Dialogpartner an. Auch die beiden CJP-Stiftungsräte Eva Herzog und Urs Wüthrich sprachen sich mehrfach für eine solche Erweiterung aus.

Elf Jahre später, nach zweieinhalbjähriger Vorbereitungszeit, ist es nun so weit. Wenn an der Gründungsfeier vom 28. Oktober CJP-Präsident Markus B. Christ und der Vorsteher der Basler Muslimkommission (BMK) Yusuf Tasbunar ihre Unterschriften unter den gemeinsamen Vertrag setzen, soll der Weg offen stehen für ein besseres Kennenlernen und wachsendes Verständnis unter den drei miteinander verwandten Religionsgemeinschaften.

Podiumsdiskussionen

Konkret schwebt CJP-Präsident Markus B. Christ, dem ehemaligen Kirchenratspräsidenten der Reformierten Kirche Baselland, ein Veranstaltungsreigen von Podiumsdiskussionen auf neutralem Boden vor, an dem Vertreter der drei Religionen ihre Wertvorstellungen vor einem Publikum austauschen können. «In einer ersten Phase wollen wir zehn bis zwölf Themen aufgreifen und bearbeiten. Das kann von Alltagsthemen wie der Bedeutung des unterschiedlichen Essens über medizinische Fragen bis hin zu Formen der Seelsorge reichen», erläutert Christ. Die Absicht, die dahintersteckt, ist klar: Wer seinen andersgläubigen Mitmenschen besser kennt, benötigt keine Schranken, um sich von diesem abzugrenzen. «Es geht um die Gleichberechtigung zwischen den Religionen», unterstreicht Christ.

Bewusst sprechen die Initianten des in der Schweiz noch nirgends sonst verwirklichten Dreierbunds von einem «Zelt Abrahams» › und nicht etwa von einem Haus mit einem starren Dach. Der nach drei Seiten hin offene Charakter eines Zelts soll sowohl die Begehbarkeit in alle Richtungen wie auch die offene Gestaltung der Zukunft symbolisieren. «Vielleicht auch eine vorweggenommene Wirklichkeit», wie Christ hoffnungsvoll anfügt.

Finanzielle Unterstützung

Allerdings wird die feierliche Vertragsunterzeichnung nicht gleichbedeutend mit dem Startschuss für den Veranstaltungsreigen sein. Bevor das «Zelt Abrahams» nicht genügend Geld zusammengekratzt hat, bleibt es vorerst beim Festakt im Basler Rathaus. Diverse Gesuche um finanzielle Unterstützung, unter anderem an die Lotteriefonds der beiden Basler Kantone, sind noch hängig. Das Projekt sieht vor, die drei Projektleiter mit fixen Pensen von je etwa 20 Prozent anstellen zu können. Daneben sollen Infrastrukturkosten wie Saalmieten oder Kosten für Kommunikationsmittel aus dem Jahresbudget beglichen werden. Da der Antrieb zu diesem Projekt nicht zuletzt von den beiden Basler Regierungen ausging, ist die Zuversicht innerhalb des Projektteams gross, dass die Lotteriefonds die beantragten Gelder sprechen werden. Die Projektdauer ist vorerst auf drei Jahre beschränkt.

Von muslimischer Seite her wird Muhammad M. Hanel das Projekt leiten, Anat Weill vertritt die jüdische Seite, während Nico Rubeli der christliche Leiter ist. Bewusst setzt sich die Leitungskommission des Projekts «Zelt Abrahams» nicht aus Vorstandsvertretern der Christlich-Jüdischen Projekte (CJP) zusammen; ihr steht der Theologe Xaver Pfister vor.
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