Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt Öffentliches Kommunikations- und Informationsforum von GSIW

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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 21.01.2008, 13:25 Titel: Anzeige |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 24.01.2008, 17:09 Titel: |
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RELIGION und STAAT im ISLAM
Rifaat LENZIN
Veranstaltung der Basler Muslim Kommission in der König Feisal Stiftung, Basel am 23.1.2007, 19:00.
Hier eine kurze Zusammenfassung eines interessanten und informativen Vortrages, welcher den Zuhören einige der Ursachen vor Augen führte, welche, grob gesagt, zur aktuellen Spannung zwischen den Muslimen und der christlichen Welt führten.
| Hanel als Nachtrag hat folgendes geschrieben: | Freundlicher- und dankenswerterweise hat Frau LENZIN ihren, ursprünglich frei gehaltenen Vortrag für uns nun in schöne, sprachliche Form gegossen und zur Verfügung gestellt. Dieser ist nachzulesen unter: Staat und Islam
Welch beispielhafte Kooperation!
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Frau LENZINs Aufruf an die Muslime, aus eigener Initiative mehr solche Informationsveranstaltungen zu organisieren, sollte nicht ungehört verhallen - liegt es doch in deren ureigenem Interesse, vor allem sachlich über ihre Religion zu informieren.
Historische Reflexionen
Allgemein wird heute das Wort Jesu Christi, „Gebet dem Ceasar was des Ceasars ist und Gott, was Gottes ist“ als zentrale Botschaft für die Trennung von Staat und Kirche – Religion und Politik erachtet und dem so genannten vereinigenden, islamischen Prinzip von „din wa daula“ – also „Glaube und Staat“ gegenüber gestellt.
Weiters würde ins Treffen geführt, dass die islamischen Gesellschaften bislang keine Aufklärung hinter sich gebracht hätten und daher nicht in der Lage wäre, den aufgeklärten, modernen, säkularen Werten zu entsprechen.
Um hier etwas Klarheit in die tatsächlichen Verhältnisse zu bringen, so betont Lenzin (und wir mit ihr), ist es wesentlich, sich um die Bedeutung der jeweils in Verwendung stehenden Begriffe und deren Herkunft klar zu sein. Mangelnde Sorgfalt im Umgang mit Begriffen und blankes Nichtwissen um die Grundvoraussetzungen der Religionen und historischen Entwicklungen und sozialen Realitäten führen zu den teilweise irrationalen Angriffen gegen den Islam.
Hier einige Stichworte dazu:
Warum fand Aufklärung in Europa statt?
Was war die eigentliche Stoßrichtung der Aufklärung?
Andererseits ging und geht es im Islam nicht um Trennung von Weltlichkeit und Spiritualität, oder Glaube und Politik (nicht Staat und Religion!) oder dessen Gegenteil, sondern um die Einbettung des Religiösen in die politische Ordnung.
| Zitat: | Kommentar:
Wie das komplexe Wesen des Menschen insgesamt nicht einzig über seine äußere oder nur innere materielle Wirklichkeit erfahrbar ist, sondern ausschließlich über die parallele Betrachtung als psychophysische Einheit – ist natürlich auch das „Sozialwesen des Menschen“ nur über die parallele Berücksichtigung – des säkularen und sakralen Feldes in welchem er sich bewegt und der sich darin ergebenden gegenseitigen Beeinflussungen zu definieren. |
Die europäische Wirklichkeit ist selbst auch eine ganz andere.
Das Verhältnis von Staat und Kirche ist in den einzelnen Ländern völlig unterschiedlich.
Beispiele:
Dänemark (keine Eheschließung ohne kirchliche Genehmigung)
Griechenland (Einfluss der Orthodoxen Kirche)
England (Königin ist Oberhaupt der Anglikanischen Kirche)
Frankreich (Laizismus – Religion völlig aus der Öffentlichkeit verbannt)
Lexikalische Wortbedeutungen dürfen nicht unbeachtet bleiben.
Säkularismus (Denken frei von religiöser Beeinflussung)
und Säkularisierung (institutionelle Trennung von religiösen Organisationen von staatlichen Einrichtungen).
Hinweis auf die Arbeiten von Prof. BÖCKENFÖRDE.
Hier lesen Sie Seinen hervorragenend Artikel:
Wie können die Religionen friedlich und frei beisammen leben?
Der Islam kennt keinen Klerus – also auch keine Kirche und deshalb muss dieser Komplex völlig anders verstanden werden.
Das Prinzip des TAUHID steht im Zentrum (Ein- und Einzigartigkeit Gottes – „Seine absolute Individualität“), neben der Betonung des verwantwortungsvollen freien Willens und der Frage nach dem gerechten Herrscher.
Der Islam wurde früh zur „Staatsreligion“
Das Christentum wurde letztlich durch Konstantin ebenfalls zur Staatsreligion
Weiters muss betont werden, dass der Unterschied zwischen theologischem Postulat und historischer Realität unterschieden werden muss.
Bei genauerer Betrachtung wird man erkennen, dass im Christentum König (Staat) und Papst (Kirche) im Laufe der Geschichte teilweise gar nicht getrennt waren, teilweise einander als erbitterte Gegner und Konkurrenten gegenüberstanden –
| Zitat: | Kommentar:
Hier liegt doch die Ursache, welche letztlich zur Aufklärung einerseits und zum „gottlosen“ Kommunismus andererseits führte. Und aus dieser europäischen Entwicklungsgeschichte heraus muss verstanden werden, warum der Europäer Angst vor dem Islam hat – als, wie er dies wahrnimmt, Vertreter des Religiösen, welcher ihm die weltliche Macht – wie einst die eigenen Päpste – streitig machen will. Nachdem man die Machtansprüche des Papstes, des Religiösen auf die Grenzen des Vatikanstaates beschränkt hat – der übrigens als einziger europäischer Staat die allgemein Erklärung der Menschenrechte NICHT mitunterzeichnet hat – fürchtet man im Islam sozusagen den „Gegenpapst“. Daher die Idee, dass Minarette „Machtansprüche“ umsetzten, die allgemeine Dämonisierung und Verunglimpfung des Islams und seiner Proponenten. |
Der Begriff „din wa daula“ wird ja als Synonym mit theokratisch, undemokratisch und der politischen Haltung des Islams gleichgesetzt – wobei es diesen Begriff vor dem 19. Jhd. ja gar nicht gab und eigentlich ein Produkt der europäischen Moderne ist.
Im Islam ist das Gemeinwesen, die Ummah, die äußere Form der Religionsmanifestation und daher ergibt sich kein Erfordernis nach einem Klerus – hier liegt der wesentliche Unterschied zum Christentum, deren Klerus im Verlauf der Geschichte ja doch zu absolutistisch regierende, weltlichen Monarchen wurden.
Dem gegenüber stehen wieder die dynastischen Entwicklung der Omayaden im islamischen Reich, die ebenfalls im Islam eine absolutistische, dynastische Periode einleitete und sehr wohl eine Trennung von Politik und Religion in der Praxis ausübte, auch wenn der Kalif, dem Titel nach Oberhaupt der Gläubigen war, standen ihm dennoch stets die muslimischen Gelehrten Ulema und deren Imam gegenüber.
Entwicklung in Persien (Shah in Shah), in Indien (Mogule), Kharidschiten („Imam ist primus inter pares“ und der „Beste übernimmt die Führung“ wurde gewählt und konnte wieder abgesetzt werden.
Die Osmanen wiederum unterschieden sich in der Art ihrer Regierungsform kaum von ihren Kollegen im christlichen Abendland, auch wenn unterschiedliche Titel und Namen in Verwendung standen. Hier liegt ebenfalls ein Grund, warum in unserer polar ausgerichteten Welt, die Muslime als Widerpart im Ringen um die Macht, letztlich „Weltherrschaft“ angesehen wird. Aus diesem hier Gezeigten ergibt sich, dass es DIE islamische Staatsform nicht gibt, sondern die Notwendigkeit für jede Generation gegeben ist, diese nach ihren Erfordernissen zu definieren und Flexibilität und nicht Starrheit zum Arbeitsprinzip zu machen.
Ebenfalls darf das europäische Trauma nicht unberücksichtigt bleibe, welches durch die christlichen Religionskriege verursacht wurde, in denen 1/3 der europäischen Bevölkerung in den innerchristlichen Religionskriegen ermordet wurden.
„cuius regio – cuius religio“ dieser pragmatische Ansatz („Die Religion meines Herrschers ist meine Religion“) trifft nicht den Ansatz in den Islamischen Ländern, wo Minderheiten stets präsent waren und in der Geschichte meist einen bessere soziale Position innehatten, als Minderheiten im christlichen Abendland.
Letztlich ist es wesentlich nicht zu vergessen, dass Säkularisierung in den muslimischen Ländern NICHT Befreiung von der Unterdrückung religiöser Machtstrukturen bedeutete, sondern koloniale Unterdrückung, deren Auswirkungen heute bis heute als solche empfunden wird.
Der westlichen Säkularisierung wird von der muslimischen Welt heute das „Schuldigbleiben ihrer Versprechen“ vorgeworfen, woraus sich antikoloniale Bewegungen erklären lassen, welche hier als für den „Islam typisch“ angesehen werden.
Säkularisierung, auch das sollte bedacht werden, bedeutet durchaus für relevante westliche Denker als Fluch, da durch sie die Heiligkeit moralisch, sittlicher Werte der Beliebigkeit preisgegeben werden, was notgedrungen zum sittlichen Verfall des sozialen Zusammenhaltes und damit letztlich zum Untergang der betroffenen Zivilisation als Ganzes führen wird.
Fazit:
Der Unterschied von Theorie und Wirklichkeit darf nie aus den Augen verloren werden.
Der Islam lässt weit mehr Spielraum für die Realisierung sozialer Gerechtigkeit, als ihm dies zugetraut wird.
Die Sharia ist keineswegs ein starres, unveränderliches Gesetz, wie dies einige Theologen gerne hätten.
| Zitat: | , EINE Scharia, die man in EINEM Buch lesen könnte – gibt es nicht.
Vielmehr gilt eher Sezgins treffender, fast humoristisch anmutender Vergleich: Scharia ist vielmehr ein Oberbegriff für die religiösen und sozialen Verhaltensregeln, die Gott dem Menschen auferlegt hat, setzt sich zusammen aus Koran, Überlieferung und Rechtsurteilen, differiert je nach Glaubensrichtung, Rechtsschule und Interpretation.
Auf das Christentum übertragen, wäre die Scharia die Gesamtmenge aus den Zehn Geboten und den Enzykliken, den orthodoxen, katholischen und protestantischen Liturgien und Katechismen plus den regionalen Sitten, wie man beispielsweise einen Weihnachtsbaum zu schmücken hat. |
Religion und Ideologie darf nicht verwechselt werden, denn Religion ist im Gegensatz zu einer Ideologie flexibel –
| Zitat: | Kommentar:
Abraham, Moses, Jesus, Muhammad als Vertreter einer im Grunde gleichen Religion, welche sich je nach menschheitsgeschichtlichen Erfordernissen ein anderes „Kleid“, eine andere „Haut“ gab. |
_________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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www.islamheute.ch
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Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 27.04.2008, 23:37, insgesamt einmal bearbeitet |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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M.M.Hanel Administrator

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Verfasst am: 08.02.2008, 11:44 Titel: |
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Basler Muslim Kommission
Vortragsreihe
Samstag den 17. Mai 2008, 18.00 Uhr
Die Rolle der Muslime in der europäischen Gesellschaft: Gegenwart und Zukunft
Es spricht: Ahmad von Denffer
im
Auditorium
Mission 21
Missionsstrasse 21
4003 Basel
Die Basler Muslim Kommission freut sich besonders über zahlreiche nichtmuslimische Zuhörer und Gäste, welchen mit Ahmad von Denffer, dem langjährigen Leiter des Islamischen Zentrums in München ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen zu Verfügung steht. Bruder Ahmad von Denffer ist bekannt für seine brilliant scharfen Analysen und wird ALLEN Zuhören nicht nur neue Einsichten in, uns allen vor Augen liegende Sachverhalte gewähren, sondern auch Zusammenhänge erläutern, deren Wirksamkeit von manch einem unterschätzt wird und deren Kenntnis maßgebend zu einer Verbesserung der Integrationsbemühungen (von sowohl nicht- wie auch muslimischer Seite) beizutragen vermögen.
Es wird höflich gebeten, diese Veranstaltung in Ihren geschätzten Kreisen bekannt zu machen.
mfG Muhammad Hanel
Hier die Veranstaltungsdokumentation auf google video
Fragen der Muslime an Ahmad von Denffer & Stichworte:
http://video.google.de/videoplay?docid=-6686907605034705018
zum Muslim Rat München, warum Interesse d. Nichtmuslime an Kooperation mit Muslimen, Stand d. öffentlich rechtlichen Anerkennung in Deutschland, Schwimmunterricht, Religionsfreiheit in Europa, welche Projekte sollten muslimischen Vereine gemeinsam umsetzen (Islamischer Religionsunterricht, Beteiligung bei auch nicht religiösen öffentl. Anlässen), Strafverfolgung v. Kindern, Jugendamt, muslimische Zeitungen, islamische Partei, alternative Zusammenschlüsse kompetenter Gruppen, muslim. Erwachsenen Bildung,Verbesserung d. Zusammenarbeit, Motivation & Kommunikation unter muslimischen Vereinen, Kooperation mit deutschen/schweizer Behörden, Sicherheitskonferenz, Vermeidung v. Fehlern im Umgang mit anderen, Zukunft d. Entwicklung d. muslimischen Gesellschaft in Europa ... Höflichkeit, Geduld, gegenseitige Beratung ...
Der Vortrag: http://video.google.de/videoplay?docid=4278138239012502967
Fragen erster Teil: http://video.google.de/videoplay?docid=3738317565750152423
Fragen zweiter Teil: http://video.google.de/videoplay?docid=3746526397290753709
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Wichtig für die Islamische Gemeinschaft
Am Sonntag den 18.5.2008 um 10:00 Uhr in der
Friedensgassemoschee wird Herr Denffer die Muslime treffen und eine Diskussion durchführen.
Anmeldung erwünscht unter:
Fax: 061 / 631 64 05
E-Mail: info@baselmuslim.org, smirza@somicon.com
Eintritt frei _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com
Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 19.05.2008, 16:28, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 13.02.2008, 11:06 Titel: |
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Quelle:
http://www.unilu.ch
Master in Religion, Wirtschaft, Politik - neuer Studiengang in Luzern:
http://www.zrwp.ch/de/master-studies.html
WAS?
«Christentum und Islam als öffentliches Thema in Europa»
Die Tagung steht allen Interessierten offen und ist kostenlos; ohne Anmeldung. Es können auch einzelne Halbtage besucht werden.
Details:
http://www.unilu.ch/deu/146281146263event_[id].aspx
Programm:
http://www.unilu.ch/files/flyer_christentum_islam_web.pdf
WANN?
Donnerstag/Freitag, 28./29. Februar 2008, jeweils 09.00–12.30 und 14.15–17.30 Uhr
WO?
Marianischer Saal, Bahnhofstrasse 18, 6002 Luzern
http://map.search.ch/luzern/bahnhofstr.18
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Programm
DONNERSTAG, 28. FEBRUAR 2008
9.00 Uhr Begrüssung durch Frau Ruth Scoralick, Dekanin der
Theologischen Fakultät
9.15–10.00 Uhr Schweizerkreuz und Halbmond – eine aktuelle politische
Betrachtung
Reto Wehrli, Schwyz
10.00–10.45 Uhr Initiativen und Perspektiven des christlich-muslimischen
Dialogs im Kanton Luzern
Petrit Alimi, Luzern
10.45–11.15 Uhr Pause
11.15–11.45 Uhr Diskussion
11.45–12.30 Uhr Glaube und Vernunft: Reaktionen muslimischer Theologen auf
die Regensburger Papstrede
Andreas Renz, München
12.30–14.15 Uhr Mittagspause
14.15–15.00 Uhr Das ambivalente Bild der Juden und Christen im Koran und der
exegetische Umgang damit von den Anfängen bis in die Gegenwart
Bülent Ucar, Frankfurt am Main
15.00–15.45 Uhr Schriftbezug und Schriftverständnis im Kontext des christlichislamischen
Dialogs
André Ritter, Luzern
15.45–16.15 Uhr Pause
16.15–16.45 Uhr Diskussion
16.45–17.30 Uhr Islam als Thema des öff entlichen Diskurses in der Schweiz.
Konstruktion eines zivilgesellschaftlichen Faktors?
Samuel-Martin Behloul, Luzern
18.00 Uhr Apéro im Lichthof des Regierungsgebäudes des Kantons Luzern
FREITAG, 29. FEBRUAR 2008
9.15–10.00 Uhr Religiöse Symbole in der Öff entlicheit – das Beispiel des
Minaretts in religionsrechtlicher Perspektive
Wolfgang Lienemann, Bern
10.00–10.45 Uhr Regeln weiblicher Existenz. Koran und Sunna
Farideh Akashe-Böhme, Darmstadt
10.45–11.15 Uhr Pause
11.15–11.45 Uhr Diskussion
11.45–12.30 Uhr Von den Bergen in die Städte Anatoliens – die Renaissance
des Alevitums in der Türkei
Nevfel A. Cumart, Bamberg
12.30–14.15 Uhr Mittagspause
14.15–15.00 Uhr Islam zwischen Tradition und Moderne
Saïda Keller-Messahli, Zürich
15.00–15.45 Uhr Die Bildungsverantwortung der Schule zum Thema Islam
Martin Jäggle, Wien
15.45–16.15 Uhr Pause
16.15–17.30 Uhr Podium und Schluss der Tagung
_____________________________________________________________
Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaft
(SGR), 17. und 18. Oktober 2008 in Luzern
Organisator: Religionswissenschaftliches Seminar der Universität Luzern,
in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Religionsforschung, Universität Luzern
Thema:
Konflikt und Kohäsion – Religion, Politik, Gesellschaft
Jüngste politische Debatten in westeuropäischen Staaten nehmen vielerorts die
Mobilisierungskraft von Religion als Gefahrenpotential für den Zusammenhalt
gesellschaftlichen Bestehens wahr.
Insbesondere die Präsenz muslimischer Minderheiten mahne zu Wachsamkeit
und ggf. Prävention. Ähnlich waren zuvor so genannte "Sekten", sei es zu
Beginn des 20. Jahrhunderts oder in den 1980er Jahren, als desintegrativ und
gefährlich dargestellt. Das Verdachtsmoment gegenüber Religion hat in Europa
jedoch eine wesentlich längere Tradition und speist sich aus Erfahrungen der
Religionskriege, religiös-territorialer Hegemonie und der Verschränkung von
Thron und Altar. Für westliche, rechtlich säkulare Zivilgesellschaften ist vor
dieser Folie Religion verdächtig und in die Schranken zu weisen.
Nichtsdestotrotz betonten Emile Durkheim und Nachfolger die gesellschaftliche
Integrationsfunktion von Religion und ihre Fähigkeit, kollektiven Zusammenhalt
herzustellen. Die Ambivalenz von Religion, Konflikt- oder Kohäsionskraft für
eine Gesellschaft zu sein, gründet auf dem Vermögen religiöser Gruppen,
Identifikation und Sinnstiftung zu schaffen und Mitglieder für Erhalt oder
Revolte mobilisieren zu können.
Wie stellt sich das Verhältnis von Religion und gesellschaftlichem status quo in
universalhistorischer Perspektive dar, welche Linien und Lehren lassen lokale
wie globale Studien erkennbar werden? Ist Europa lediglich ein Sonderfall und
welche Strukturen der Beziehungen von Staat und Religion sind in
aussereuropäischen Ländern und Kulturen rekonstruierbar? Der Fokus der
Tagung liegt auf Verläufen gegenwärtiger Religionsgeschichte, deren mögliche
Besonderheit oft jedoch erst durch eine historische Perspektivierung
nachvollziehbar wird. Mögliche Referatsthemen für die Tagung sind:
- Religionspolitiken und säkulares Recht
- Mobilisierungspotential von Religion (u.a. bei Nachfolgegenerationen
von Immigranten, Aspekte des Wandels von Geschlechterrollen,
Religion und staatliche Stabilität)
- Religiöse und kulturelle Vielfalt in Ländern Europas – Konflikt und
Kohäsion
Die bereits feststehenden Hauptreferenten sind:
Prof. Dr. Hubert Seiwert (Universität Leipzig, BRD)
Prof. Dr. Martin Riesebrodt (University of Chicago, USA)
Dr. Sophie Gilliat-Ray (University of Cardiff, GB) _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com
Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 23.02.2008, 19:43, insgesamt einmal bearbeitet |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Gast
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Verfasst am: 17.02.2008, 17:25 Titel: |
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Treffen der Islamischen Frauenvereine
Programm:
http://www.mfo-s.ch/Veranstaltungen.html
WANN?
Sonntag, 02. März 2008, 10.00Uhr bis 16.00Uhr
WO?
Schweizerische Islamische Glaubensgemeinschaft, Tannwaldstrasse 117, 4600 Oltenhttp://map.search.ch/olten/tannwaldstr.117 |
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Gast
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Verfasst am: 18.02.2008, 12:13 Titel: |
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Dieses Jahr organisiert das Zürcher Forum der Religionen über das ganze Jahr verteilt vier Abendbegegnungen zum Thema "Feste feiern". Jede Religion hat ihre Feiertage. Vier Feiertage hat das Forum herausgegriffen, das christliche Osterfest, das jüdische Schawuot, das hinduistische Lichterfest und das islamische Opferfest. Wir beginnen am 18. März mit einer "Vorfeier" zum christlichen Osterfest (Details im Anhang).
Quelle:
http://www.forum-der-religionen.ch
Feste feiern
Begegnungen vor grossen religiösen Feiertagen der Christen, Juden, Hindus und Muslime
Flyer:
http://www.forum-der-religionen.ch/fileadmin/office/pdf/Feste_feiern.pdf
WANN?
18. März, 5. Juni, 23. Oktober und 2. Dezember 2008 (s. Flyer) |
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Gast
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Gast
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Verfasst am: 21.02.2008, 00:58 Titel: |
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Orient meets Okzident
Vom 23.2. bis 9.3. findet im Vorstadttheater Basel die dritte Veranstaltungsreihe zum Thema „Orient meets Okzident“ statt. Auch diesmal möchten wir vor allem Schnittstellen von orientalischer und europäischer Kultur zum Programm machen und dies sowohl für Kinder wie auch Erwachsene. Wir sehen die Begegnung von unterschiedlichen Kulturen nicht als blosse Konfrontation, sondern auch als Bereicherung. Schwerpunkt des Programms in diesem Jahr ist Palästina. 2008 jährt sich die Staatsgründung Israels zum 60sten mal und damit auch die Vertreibung der PalästinenserInnen. Der Erzähler Salim Alafenisch, die Musikerin Kamilya Jubran und die Schauspielerin Tahani Salim kommen aus Palästina. Ihr biografischer Hintergrund fliesst in ihr künstlerisches Schaffen mit ein. Das Theater „Light sky“ sowie der Dokumentarfilm „telling strings“ setzt sich mit der aktuellen Situation der PalästinenserInnen auseinander.
1)
Was?
Orientalische Erzählungen, von Salim Alafenisch, lebt heute als freier
Schriftsteller in Heidelberg
PalCh (Verein für die Unterstützung notleidender Palästinenserkinder)
Wann?
Sa, 23.02.08 ; um 19.30.
Mit orientalischem Apero
Wo?
Vorstadttheater Basel
2)
Was?
Fremd ist…
ein dreistündiger Workshop für OS-Schulklassen zum Thema Fremdsein
mit Sonja Moresi
Wann?
Mo – Fr, 25.2. bis 29.2. nach Vereinbarung
Wo?
Vorstadttheater Basel
3)
Was?
Geschichten aus dem Beduinenzelt, von Salim Alafenisch
Ab 8 Jahren
Wo?
Vorstadttheater Basel
Wann?
So, 24.02.08; um 11.00. Familiensonntag
4)
Was?
Film, Telling Strings von Anne-Marie Haller.
Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussion mit der Regisseurin Anne-Marie Haller.
Wo?
Vorstadttheater Basel
Wann?
Sa, 01.03.08; um 19.00
5)
Was?
Konzert: Oud/Gesang, mit Kamilya Jubran
Wo?
Vorstadttheater Basel
Wann?
Sa, 01.03.08; um 21.00
6)
Was?
Der Wunderkasten. Geschichten um den Orient.
Es lesen: Sibylle Burkart, Matthias Grupp, Ziad Saleh
Wo?
Vorstadttheater Basel
Wann?
So 02.03.08 11.00 Familiensonntag
So 09.03.08 11.00 Familiensonntag
7)
Was?
Light Sky. GO Theaterproduktionen
Wo?
Vorstadttheater Basel
Wann?
Do 06.03.08 20.00
Fr 07.03.08 20.00
Sa 08.03.08 20.00 |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 24.02.2008, 17:08 Titel: |
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Liebe Freundinnen und Freunde des interreligiösen Dialogs,
in dieser E-Mail will ich Sie gleich auf zwei erfreuliche, aktuelle Nachrichten aus der Evangelischen Landeskirche aufmerksam machen:
Erstens, die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat neu das Amt eines Islambeauftragten geschaffen und setzt damit ein deutliches Signal ihrer Intensivierung und Wertschätzung des Gesprächs mit den Muslimen.
Zweitens, in das Amt des Islambeauftragten wurde ein langjähriges Mitglied, Freund und Unterstützer der Christlich-Islamischen Gesellschaft Region Stuttgart, Heinrich Georg Rothe, gewählt.
Wir wollen ihm auf diesem Wege alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen wünschen. Zusätzlich wollen wir Sie, liebe Freundinnen und Freunde, im Namen von Herrn Rothe zu seiner
Einführung am Samstag, den 8. März 2008 um 17 Uhr in die Frauenkirche in Esslingen
einladen.
Oberkirchenrat Dr. Ulrich Heckel wird den Gottesdienst halten, anschließend gibt es einen kleinen Empfang im benachbarten evangelischen
Gemeindehaus. Heinrich Rothe hofft, dass, viele ihn in diesem Gottesdienst und auf seinem Weg in die neue, sicher nicht immer leichte Aufgabe begleiten.
Die Einführung bietet auch Gelegenheit für Freunde und Interessierte des christlich-islamischen Dialogs, sich zu treffen und Kontakte zu knüpfen.
Mit dem Wunsch, Sie am 8. März in Esslingen begrüßen zu dürfen, verbleibe ich mit
freundlichen Grüßen
Bayram Tasdögen
CIG-Stuttgart _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Gast
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Verfasst am: 03.03.2008, 10:47 Titel: |
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Interreligiöser Musikabend in Basel
siehe Flyer im Anhang!
WANN?
Donnerstag, 24. April 2008, 19.00 Uhr
WO?
Katharina-Werk, Holeestrasse 123, 4015 Basel
http://map.search.ch/basel/holeestr.123
INTERRELIGIÖSER MUSIKABEND
Donnerstag, 24. April 2008, 19.00 Uhr
im Katharina-Werk – Holeestrasse 123 - 4015 Basel
Im Rahmen unserer regelmässigen interreligiösen Angebote laden wir - mission 21 und katharina-werk - Sie herzlich ein zu diesem aussergewöhnlichen Lied- und Musikabend. Es
erwartet Sie ein vielseitiges Programm mit Musik aus sieben religiösen und kulturellen Traditionen.
Die menschliche Stimme ist in allen Religionen das ‚Königsinstrument’ für das Lob
und die Anbetung Gottes, für die spirituelle Hinwendung zur Quelle allen Lebens. Der Abend
will uns teilhaben lassen an der Vielfältigkeit gesungener und gespielter Gebete und Erfahrungen
mit dem Göttlichen.
● Gesänge der christlichen Tradition
Der Koreanische Chor GLORIA, mit Mitgliedern aus verschiedenen Regionen der Schweiz, will mit seinem
Gesang zur Einheit der koreanischen Gemeinden beitragen.
● Klassische indische und srilankische Hindu-Musik
Sugapratha Sadananan, Tochter eines Hindupriesters, spielt auf der Vinaa traditionelle Hindu-Musik ihrer Heimat.
● Lieder und Musik der alevitischen Tradition
Müge Tosun singt traditionelle Lieder der türkisch-kurdischen Aleviten. Ali Matur spielt die Saz (Langhalslaute),
Özden Matur begleitet auf der Trommel.
● Lieder der Baha’i-Tradition
Lieder eines regionalen Chors von Mitgliedern der Baha’i-Gemeinden von Basel und Aarau, und Frau Simin Khamsi
singt in persischer Sprache (Farsi).
● Religiöse Lieder der Muslime
Nimetullah Sulejmani (aus dem Kosovo) vom albanischen Kulturverein ‚Paqja’ singt Lieder in arabischer und albanischer
Sprache.
● Lieder der jüdischen Tradition
Sharon Alexander Dreyfus singt in der neo-Chassidischen Tradition der Rabbiner Shlomo Carlebach und Zalman
Schachter-Shalomi. Klavierbegleitung: Nurit Reuveni.
● Mantras der tibetisch buddhistischen Tradition
Ew. Acharya Tenzin Choeden und Ew. Geshe Tsondue Gyatso, zwei Mönche vom Klösterlichen Tibet-Institut Rikon,
singen traditionelle Mantras, die sie mit Glocken und Trommel begleiten.
Sie sind herzlich eingeladen zu dieser einmal andern interreligiösen Begegnung im Katharina-Werk!
Freiwilliger Unkostenbeitrag
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mission 21 katharina-werk
Magdalena Zimmermann Heidi Rudolf
Postfach, 4003 Basel Holeestrasse 123, 4015 Basel
magdalena.zimmermann@mission-21.org h.rudolf@katharina-werk.org
061/260 22 67 061/307 22 50 |
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