Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt Öffentliches Kommunikations- und Informationsforum von GSIW

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Verfasst am: 05.03.2008, 10:28 Titel: |
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EINLADUNG:
Wir möchten alle Muslime und Nicht-Muslime herzlichst einladen zu einer Demonstration gegen die fortwärende, grausame Gewalt in Palestina (Gaza) und gegen die Isolation und Blockade
Weiter möchten wir gegen den erneuten Abdruck der Karikaturen gegen unseren Heiligen Propheten Muhammad s.a. und den koranfeindlichen Film demonstrieren.
Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen, den nur gemeinsam verschaffen wir uns ein Gehör!
Die Demonstaration findet statt am:
Wann: 07.03.08 Freitag
Wo: Helvetiaplatz /Zürich
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Liebe Menschen, wissen Sie was die Menschenrechte sind???
Was bedeuten die Menschenrechte? Ein kleiner Auszug aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen nach dem 11.September 2001.
: Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden (Art.5)
: Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft, das Recht auf soziale Sicherheit (Art.22)
: Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandart, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewärleistet, einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen...
Freiheitsrecht::
Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person
Persönlichkeitsrechte:
:Recht auf Leben und körperliche Unversertheit.
Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit:
Chancengleichheit
USW.
Jetzt frage ich Sie, denken Sie, dass die Palestinenser diese Rechte auch haben???
Warum bekommt ein Volk diese Rechte nicht??? Was hat dieses Volk so Schreckliches getan, dass man ihnen ihre Rechte nicht gibt????
Was haben die kleinen Kinder getan, dass sie zerfetzt von einer israelischen Rakete im Strassengraben liegen????
Was haben all die toten und verletzten Menschen im Gazastreifen in Palestina getan, um so grausam und unwürdig behandelt zu werden???
Weil sie demokratisch einen Präsidenten gewählt haben??? Der den Vereinten Nationen nicht genehm ist?
Weil sie Muslime sind? Weil sie die zionistische Nation nicht als Staat anerkennen, die ihnen das Land , die Häuser und viele Leben genommen haben?
WARUM! wo ist der Weltsicherheitsrat? Wo ist die UNO? Wo sind die Sanktionen für Israel?
Warum werden muslimische Länder sanktioniert, die niemanden geschadet haben noch es vor haben zu schaden, im Gegenteil sie machen nur von ihrem Recht gebrauch auf Urananreicherung für den Energieverbrauch (friedliche Zwecke) !
Wo ist hier die Gerechtigkeit? Menschen werden niedergemetzelt und Massenvernichtungen werden angedroht usw. und es passiert nichts! Dies alles geschieht im Namen (Kampf gegen den Terror), jedoch muss man sich fragen, wer sind denn die wahren Terorristen?
Warum wird die ganze Islamische Welt in einen Al Kaida Topf geworfen?
Warum werden Karikaturen vom Heiligen Propheten Muhammad s.a. immer und immer wieder abgedruckt?
Warum werden islamfeindliche Filme veröffentlicht und hochgepriesen?
Warum werden Theaterstücke gezeigt, die den Propheten Muhammad s.a. enthaupten?
Warum werden Initiativen eingereicht gegen Minarett Bauten?
So viele Fragezeichen ohne vernünftige Antworten!!!
Will man mit Gewalt und Provokationen die Welt zum Brennen bringen?
Wann werden wir verstehen, dass es nur ein friedliches Zusammenleben geben kann, wenn man die Menschenrechte immer und bei jedem Volk respektiert, wenn man sein Gegenüber respektiert.
Aus der Bibel: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!
Wo sind den diese christlichen Werte heute geblieben?
Warum werden Muslime so erniedrigt, entwürdigt, unterdrückt, provoziert und entmachtet?
Sind Muslime keine Menschen, für die, das Menschenrecht gilt?
Wir hoffen Sie können diese viele Fragenzeichen beantworten, denn wir können es nicht!
Liebe Grüsse!!!
Islamisch- Kultureller Verein Ahle Beyt a.s <ahlebeyt> Moschee: Grabenstrasse 7, 8952 Schlieren, Tel.: 01 4925854,
Aktuelle Artikel zu Palästina - Israel
http://www.toomuchcookies.net/archives/1243/aktuelle-artikel-zu-palastina-israel.htm |
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Verfasst am: 05.03.2008, 10:28 Titel: Anzeige |
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Gast
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Verfasst am: 06.03.2008, 23:54 Titel: |
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Vortrag „Halal – Lebensmittel“
Was bedeutet „Halal“? Welche Speisen sind Halal? Und vieles mehr.
Anmeldung zwingend, beschränkte Teilnehmerzahl
Lidija : 079 737 36 26
Email: fatima_az_zahra@hotmail.com
WANN?
Sonntag, 9. März 2008, 14.00-17.00 Uhr
WO?
Frauenverein „Fatima az-Zahra“, Eugen Huberstrasse 12, 8048 Zürichhttp://map.search.ch/zuerich/eugen-huber-str.12 |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 30.03.2008, 22:43 Titel: |
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[b]INTERRELIGIÖSE SPURENSUCHE IM ISLAM[/b]
In unserer Region leben viele Menschen
unterschiedlicher religiöser Prägung.
Möchten Sie ins Gespräch kommen mit Menschen
aus einer anderen Kultur und mit einem anderen Glauben?
Die Integrationsgruppe „Zusammen im Bezirk Horgen“ organisiert in Zusammenarbeit mit Pfarrer Arend Hoyer (Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Thalwil) zwei Abende, an denen wir versuchen, uns mit der Botschaft einer der grossen Schriften der Weltliteratur auseinanderzusetzen.
Im Vordergrund steht unsere Bereitschaft, uns auf das Wagnis einer Begegnung mit dem Text einzulassen.
Vorkenntnisse sind keine erforderlich!
Mittwoch, 26. März 2008 um 19.00 Uhr
FABIZE Bahnhofstrasse 6 8810 Horgen
Mittwoch, 16. April 2008 um 19.00 Uhr
Kleiner Saal der Reformierten Kirche Horgen
Eingang B Kelliweg 21 8810 Horgen
„Komm, wer immer du auch bist...“
Maoulana Jaleleddin Rumi (1207-1273) _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Gast
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Verfasst am: 05.04.2008, 20:00 Titel: |
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INTERRELIGIÖSER MUSIKABEND
Donnerstag, 24. April 2008, 19.00 Uhr
im Katharina-Werk – Holeestrasse 123 - 4015 Basel
Im Rahmen unserer regelmässigen interreligiösen Angebote laden wir - mission 21 und katharina-
werk - Sie herzlich ein zu diesem aussergewöhnlichen Lied- und Musikabend. Es
erwartet Sie ein vielseitiges Programm mit Musik aus sieben religiösen und kulturellen Traditionen.
Die menschliche Stimme ist in allen Religionen das ‚Königsinstrument’ für das Lob
und die Anbetung Gottes, für die spirituelle Hinwendung zur Quelle allen Lebens. Der Abend
will uns teilhaben lassen an der Vielfältigkeit gesungener und gespielter Gebete und Erfahrungen
mit dem Göttlichen.
● Gesänge der christlichen Tradition
Der Koreanische Chor GLORIA, mit Mitgliedern aus verschiedenen Regionen der Schweiz, will mit seinem
Gesang zur Einheit der koreanischen Gemeinden beitragen.
● Klassische indische und srilankische Hindu-Musik
Sugapratha Sadananan, Tochter eines Hindupriesters, spielt auf der Vinaa traditionelle Hindu-Musik ihrer Heimat.
● Lieder und Musik der alevitischen Tradition
Müge Tosun singt traditionelle Lieder der türkisch-kurdischen Aleviten. Ali Matur spielt die Saz (Langhalslaute),
Özden Matur begleitet auf der Trommel.
● Lieder der Baha’i-Tradition
Lieder eines regionalen Chors von Mitgliedern der Baha’i-Gemeinden von Basel und Aarau, und Frau Simin Khamsi
singt in persischer Sprache (Farsi).
● Religiöse Lieder der Muslime
Nimetullah Sulejmani (aus dem Kosovo) vom albanischen Kulturverein ‚Paqja’ singt Lieder in arabischer und albanischer
Sprache.
● Lieder der jüdischen Tradition
Sharon Alexander Dreyfus singt in der neo-Chassidischen Tradition der Rabbiner Shlomo Carlebach und Zalman
Schachter-Shalomi. Klavierbegleitung: Nurit Reuveni.
● Mantras der tibetisch buddhistischen Tradition
Ew. Acharya Tenzin Choeden und Ew. Geshe Tsondue Gyatso, zwei Mönche vom Klösterlichen Tibet-Institut Rikon,
singen traditionelle Mantras, die sie mit Glocken und Trommel begleiten.
Sie sind herzlich eingeladen zu dieser einmal andern interreligiösen Begegnung im Katharina-Werk! |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 06.04.2008, 11:59 Titel: |
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Themenwoche Integration der SRG SSR idée suisse
und die Auftaktveranstaltung auf dem Baseler Novartis Campus
http://www.srgregionbasel.ch/home/aktuell.php
Vom 7. bis 13. April 2008 veranstaltet die SRG SSR idée suisse landesweit eine publizistische Themenwoche zur Integration von Migrantinnen und Migranten.
Unter dem Titel "Wir andern - nous autres - noi altri - nus auters" wird das Thema in allen Radio- und Fernsehprogrammen und im Bereich Multimedia dokumentiert, analysiert und diskutiert.
Wie very important persons wurden die persönlich geladenen Gäste im Novartis Campus in Basel empfangen. Sofort fühlte man sich als "Auswärtiger" wohl, als man vom freundlichsten Parkdeckeinweiser der Welt zu den unterirdischen Parkplätzen – deren großzügige Anlage beeindruckt - eingewiesen wurde.
In Gruppen wurden wir an 4 fremdländischen Musikgruppen (Musiker aus Mazedonien, Kongo, Spanien, Mexiko, Chile, Deutschland, Türkei und Serbien) vorbeigelotst. Vielleicht war dies schon Teil des zu vermittelnden Gesamteindrucks, allgemeine Usancen der globalen Integration zu versinnbildlichen.
Die fremdländischen Musiker spielten draußen und blieben auch draußen, das inländische Baseler Sinfonieorchester spielte inländische Musik (auch wenn Mozart uns Österreichern gehört … ) drinnen und blieb auch drinnen.
Französisch wurde durchs Programm geführt, in welchem, nach der Begrüßung durch die Veranstalter (SRG SSR idee suisse & Novartis) die Verlesung der Internationalen Menschenrechte in den vier Schweizer Landessprachen, auf welche auch immer wieder im Verlauf der Veranstaltung verwiesen wurde (und vor allem – wie sie international NICHT umgesetzt werden), den Auftakt gab.
Stichworte zu den einzelnen Ansprachen:
Das manchmal mühselige Verhältnis zwischen Akzeptierenden (Integrierende) und Akzeptierten (zu Integrierende) (Armin WALPEN, SRG SSR idee suisse )
Es geht um Fremdes, Misstrauen und Feindseligkeit. Wie gehen wir bei Navartis damit um, die wir Mitarbeiter aus 98 Nationen beschäftigen. Durch Umsetzung eigener Konzepte und Maßnahmen in welchen die Wirkungskette von Gefühl der Schwäche – Abwehr und Angst, thematisiert und zu beherrschen und in gegenseitigen Respekt zu transformieren gelernt wird. (Daniel VASELLA, Novartis)
Wo stehen wir heute? 1% (3000 Schüler) eines Pflichtschuljahrgangs ausländischer Jugendlicher bleiben ohne Ausbildung d.i. jeder Dritte; jeder Zehnte bleibt ohne weitere Nachausbildung, ausländische Jugendliche sind von Arbeitslosigkeit doppelt sooft betroffen, wie Schweizer. Dennoch – in Deutschland ist die Arbeitslosigkeit viermal höher. In der Schweiz gibt es keine Ghettobildung und die Situation ist eine allgemein gute. Der Bund entwickelte einen 45 Punkte Plan um besonders ausländische Jugendliche bei ihrer Integration zu fördern. Allerdings kann der Staat alleine das Gelingen der Integration nicht schaffen, sondern auch die Ausländer selbst müssen ihren Beitrag leisten. Ein schönes Bild erklärt "wo der Schuh drückt": Als Afrikanerin macht man die Erfahrung, dass die Leute in der Tram lieber stehen bleiben, als sich neben oder selbst in jemandes Nähe zu setzen. (Eduard GNESA, Dir. BA für Migration).
Syran ATES unterhielt uns mit einem Exkurs über ihre Suche nach der eigenen kurdisch-türkisch-deutschen-islamischen-menschlichen Identität und ihre Meinung über den Multi Kulti Irrweg (Irrtum). Keine leichte Aufgabe, bestimmt. Ihr beinahe kabarettistisch anmutender Vortrag hatte die Lacher und Klatscher im Publikum jedenfalls auf ihrer Seite. Ganz komisch fand sie selbst den offenbar absurden und zu undifferenzierten Sprayer - Spruch an der ehem. Berliner Mauer: "Liebe Ausländer geht nicht weg – lasst uns mit den Deutschen nicht allein". (Man möge den Sprayern vielleicht nachsehen, keine differenzierteren Abhandlungen aus der Dose auf den Beton appliziert zu haben.)
Wortwörtlich kann ein Teil ihres Vortrages hier nachgelesen werden:
http://www.zeit.de/2008/15/Integration-Ates
Ricardo LUMENGOS "Weg in die Schweiz" konnte ich nicht nachvollziehen, lief er doch auf Französisch und ich hatte vergessen, mir ein Übersetzungsheadset mitzunehmen. Gleiches gilt auch für Jean Paul PHILIPPOTS Rede.
Berührt, inspiriert und bewegt wurde ich allerdings von der Ansprache der nun bereits einundsiebzig jährigen ehemaligen Präsidentin des Deutschen Bundestages Rita SÜSSMUTH. Engagiert und kompetent berichtete sie vom Bezug der "FRAUENFRAGE" zur "INTEGRATIONSFRAGE". Wurde doch die Integrationsfrage ursprünglich über RANDGRUPPEN geführt – Behinderte, Ausländer und Frauen. Eine Tatsache, die mir in dieser Deutlichkeit bislang nicht klar war. DANKE RITA! Wichtig ist Frau Süssmuth die Betonung des Erfordernisses, "NEUES DENKEN" global zu üben und umzusetzen, womit, wie ich das verstehe, gemeint ist, dass die FIKTION des "Festhaltens von Zuständen und der Homogenität" zugunsten von "Flexibilität und Diversität" aufgegeben werden muss. Bemerkenswert auch der Hinweis darauf, dass die globale Umsetzung IMPERIALER Konzepte wohl erst als falsch erkannt werden muss, bevor man tatsächlich erfolgreiche Integrationspolitik betreiben kann, welche als wahrhaftig "terranisch" im Sinne von "EINER WELT" für "EINE MENSCHHEIT" genannt werden kann. Diese Verknüpfung sozial-politischen Handelns mit individual-psychologischem Verhalten darf als inspirierend erachtet werden!
Weitere Stichworte: Verschwendung großartiger Potentiale durch falsche Integrations- und Genderpolitik, Umsetzung von WIN-WIN Situationen (siehe Gefangenendilemma), Integration durch Partizipation (wobei ich das Wort vorziehe: "INTEGRATION durch KOOPERATION"), Bedarf der Koordination des "neuen Weltblicks", wobei die EU gute Vorreiterrolle übernommen hat. Wenn eine Gesellschaft nicht auseinander brechen soll, braucht es ALLE! Ohne verbindliche Werte (Verfassung) und dem Lernen von und vom Anderen gibt es keinen Erfolg.
Es dauert – aber wir werden es schaffen.
Ihr Wort in GOTTES OHR, liebe Frau SÜSSMUTH.
Auch wenn ihre Rede von einigen als zu lang empfunden wurde, ich hätte ihr schon noch eine gute Weile zuhören können. Denn selten sieht man Kompetenz und Engagement in der Art vereint, wie bei Rita SÜSSMUTH. Nochmals herzlichen Dank.
Das abschließende Stehlunch gab den Gästen noch Gelegenheit ein wenig miteinander ins Gespräch zu kommen. Interessant war, dass auch hierbei die Tendenz zu bemerken war, dass die Ausländer sich einander bekannt machten und die Schweizer eher unter sich blieben.
Abschließend sei noch bemerkt, dass die Vertreter des Hinduismus und des Islams (3 Personen insgesamt) die einzigen Anwesenden waren, welche mit ihrer ethnischen Kleidung etwas freudige Farbe in die Veranstaltung brachten, sehen wir mal von den bunten Brötchens ab.
Alles in allem – dennoch kein schlechter Versuch, die Thematik und Problematik der Integration nicht nur in den Medien, sondern auch über einzelne Persönlichkeiten in der Schweiz ins Gespräch zu bringen. Wir werden sehen - WIE und WAS wir von einander lernen wollen und werden. _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com |
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Gast
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Verfasst am: 11.04.2008, 11:34 Titel: |
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Einladung zur Buchvernissage
Mittwoch, 7. Mai 2008, 18.00 Uhr
Centrum 66, Hirschengraben 66, Zürich
(Nähe Central)
Die Herausgabe des Fachbuches
Interreligiöser Dialog in der Schweiz
Grundlagen – Brennpunkte – Praxis
nehmen wir zum Anlass, Sie herzlich zu diesem
Abend einzuladen.
Kurze Statements zu Stellenwert und Rahmenbedingungen des
interreligiösen Dialogs in unserm Land von:
Christof Meier
Integrationsdelegierter der Stadt Zürich
Judith Könemann
Schweiz. Pastoralsoziologisches Institut SPI, St. Gallen (Hrsg.)
Georg Vischer
IRAS COTIS (Hrsg.)
Satish Joshi
IRAS COTIS
Anschliessend indisches Buffet (Finger Food).
Büchertisch:
Informationen über Zürcher und gesamtschweizerische Angebote.
Danke
Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zürcher
Runden Tisch der Religionen und dem Zürcher Forum der Religionen.
Den Sponsoren danken wir für ihre finanzielle Unterstützung.
Siehe unter www.iras-cotis.ch
Auf baldiges Wiedersehen, wir freuen uns auf Sie!
IRAS COTIS, SPI, TVZ VERLAG |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 16.04.2008, 11:10 Titel: |
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Einladung
In Zusammenarbeit mit Internationale Liga für Neumuslime
zum ersten Treff für Neumuslime und Neumusliminnen
am
Samstag, 19. April 2008 um 15:00 bis 17:00
In
Sichtbar Gehörlose Zürich
Oerlikonstrasse 98
8050 Zürich
Folgende Ziele werden angestrebt:
- Erfahrungs- und Gedankenaustausch unter sich.
- Islam-Vorstellung und Gedankenaustausch mit Vereinen, Instituten, Forschungszentren und Persönlichkeiten, die am Islam interessiert sind.
- Befriedigung der Glaubens-Bedürfnisse und -Ambitionen durch:
1. Vorstellung des Islam in einer einfachen und zugänglichen Weise
2. Hilfe bei der Suche nach unterstützender brüderlicher Begleitung (Zentren und Moscheen)
3. Hilfeleistung zur Weiterführung der Glaubens-Reise zum Verständnis und Praktizieren des Islam.
4. Verstärkung des neuen Glaubens je nach eignen individuellen Umständen.
5. Hilfe beim Entsehen von Problemen und negativen Erfahrungen durch Annahme des Islam als Glaube. _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 16.04.2008, 16:42 Titel: |
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„Kommt zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist“
In respektvoller Würdigung der Jahrzehnte langen Tätigkeit und der Verdienste von Pfarrer Dr. Werner SCHATZ im Bereich des interreligiösen Dialogs, besonders zwischen Christen und Muslimen, erlaubt sich die Islamische König Faysal Stiftung Sie sehr herzlich zu einer Lesung aus seinem Buch „Kommt zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist“ und anschließendem Dialog und Gespräch speziell zum Thema: „GOTT – der Eine und Dreieine“ einzuladen.
Die Veranstaltung findet statt, am 26.04.08 von 17:00 – 19:00 in den Räumlichkeiten der
Moschee Friedensgasse 18, König Faysal Stiftung in Basel.
Programm:
17:00 Begrüßung durch Herrn Sohail MIRZA
17:15 Lesung & Gespräch mit Herrn Werner SCHATZ und Herrn Muhammad HANEL
aus dem Buch von W. SCHATZ,
„Kommt zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist“
18:00 Pause mit kleinem Imbiss
18:15 Gespräch mit dem Publikum zum Thema „Gott – der Eine und Dreieine“
19:00 Ende der Veranstaltung und Gelegenheit zu zwangloser Fortführung der Gespräche
EINLEITUNG
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Gäste – lieber Pfarrer SCHATZ
Ich freue mich ganz besonders, Sie heute hier in den Räumen der König Faysal Stifung begrüßen zu dürfen. Gibt es uns doch die Gelegenheit die langjährigen Verdienste von Pfarrer Schatz im Bereich des interreligiösen Gesprächs und Verständnisses, besonders zwischen Christen und Muslimen – wenn auch bescheiden – so doch zu würdigen und ein bisschen an den reichen Erfahrungen teilzuhaben, welche Herr Schatz in seinem Buch „Kommt zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist“ für uns zusammengefasst und auf den Punkt gebracht hat.
In seinem Buch, das er dem Dialog im Geiste des Aufeinander-Hörens und des Sich-aufeinander-Einlassens gewidmet hat, hielt er neben den Darstellungen der grundlegenden religiösen Lehren des Islams, seine Gespräche mit Herrn Muhammad Salim Abdullah, dem Direktor des Zentral-Instituts Islam-Archiv Deutschland fest, die wir heute etwas nachvollziehen wollen.
Dabei besprachen sie im Besonderen die Themenbereiche:
• Jesus, Gottesgesandter und Sohn
• Muhammad, ein Gesandter nur für Muslime?
• Gott, der Allmächtige und Barmherzige und
• Gott, der Eine und der Dreieine
Wir haben uns entschlossen, diesen letztgenannten, aber doch zentralen Themenbereich, sowohl für Christen, wie auch für Muslime, „Gott, der Eine und der Dreieine“ in den Mittelpunkt unserer Veranstaltung zu stellen.
Im ersten Teil unserer Veranstaltung wird Pfarrer Werner SCHATZ gemeinsam mit Muhammad HANEL, von der Gesellschaft Schweiz - Islamische Welt, der die Rolle von Herrn Muhammad Salim Abdullah übernehmen wird, für uns aus diesem Kapitel vortragen und beide Herren werden in freiem Gespräch, die im Buch vorgetragenen Standpunkte aus ihrer jeweils eigenen religiösen Sicht noch weiter erläutern und vertiefen.
Im zweiten Teil unserer heutigen Veranstaltung, nach einer kleinen Pause, so ca. um 18:00 wollen wir alle gemeinsam, also Podium und Publikum über das Gehörte nochmals reflektieren, zum Thema weitere Standpunkte hören und eventuell einige Fragen stellen und auch beantworten.
Dabei ist der Ablauf so festgelegt, dass für jede Frage eine maximale Zeit von einer Minute und für jedes Statement oder jede Fragebeantwortung maximal drei Minuten zugelassen sind.
Wir haben Herrn/Frau …. gebeten, diese etwas undankbare Aufgabe zu übernehmen und er/sie hat dies dankenswerter Weise zugesagt, für die Einhaltung dieser Regelung für uns Sorge tragen. Machst DU das Bruder Sohail?
Die Veranstaltung wird im Anschluss auf der HP von GSIW (Gesellschaft Schweiz – Islamische Welt) dokumnetiert werden. Ich denke, die Zeit ist reif geworden, dass die Über¬le¬gun¬gen der beiden Dialogpartner, von sowohl Muslimen, wie auch Christen weiter aufge¬griffen und vor allem „nach“-gedacht und natürlich „nach“-gelesen werden. Auch wenn einem Manches nicht gleich verständlich oder gar akzeptabel erscheint, sollte sich die Mühe letztlich lohnen, über die theologische Sicht des Anderen zu reflektieren, sein Verständnis nachzuem¬pfin¬den und sich dies in der Zukunft in weitaus entspannterem Umgang miteinander bezahlt machen. Ist es doch in erster Linie Unverständnis, bedingt durch Nichtwissen, welches dazu führt, dass Menschen einander ablehnen, die sich eigentlich sehr viel zu gegenseitigem Nutzen zu geben hätten. Und dieses Verständnis will und soll Buch von Pfarrer SCHATZ und auch diese Veranstaltung erwecken.
Zuletzt darf ich Ihnen sagen, dass die Islamische König Faysal Stiftung Sie auch ganz herzlich ersuchen möchte, Ihre Wünsche und Anregungen in Bezug auf künftige Veranstaltungen bekannt zugeben. Wenn Sie bestimmte Themen oder Themenschwerpunkte vorgestellt haben möchten, wird es unsere gern übernommene Aufgabe sein, Ihnen kompetente Personen vorzustellen, welche umfassenden Einblick zu gewähren verstehen.
In diesem Zusammenhang darf ich Sie auch gleich auf unsere nächste Veranstaltung in der Missionsstrasse 21, hier in Basel am Samstag den 17. Mai 2008, 18.00 Uhr aufmerksam machen. Es spricht: Ahmad von DENFFER, der langjährige Leiter des Islamischen Zentrums in München zum Thema: „Die Rolle der Muslime in der europäischen Gesellschaft: Gegenwart und Zukunft“
So, und nun wollen wir uns, ganz im Sinne dieses Buches aufeinander einlassen und einander zuhören.
Ich darf die beiden Herren also bitten, mit ihrer Lesung zu beginnen.
Bismillah.
Gott - der EINE und Dreieine - LESUNG
Die Veranstaltung wurde digital aufgezeichnet.
Aufgrund der Größe der Datei 1,5 GB wird sie allerdings nicht ins Netz gestellt. Für Lehrzwecke steht sie gerne zu Verfügung.
Schatz:
Christen und Muslime glauben an einen einzigen Gott. Das ist es, was sie untereinander und mit den Juden im Unterschied zu allen übrigen Religionen verbindet. Deshalb werden Juden, Christen und Muslime als Monotheisten (Ein-Gott-Gläubige) bezeichnet. Aber dabei gibt es einen bedeutsamen Unterschied.
Während Juden und Muslime die Einheit und Einzigkeit Gottes betonen, reden wir Christen vom dreieinen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Kann es dennoch derselbe Gott sein?
Wie würden Sie, Herr Abdullah, diese Frage beantworten?
Abdullah:
Ich möchte diese Frage auf dem Hintergrund eines christlichen Dokuments beantworten. In der Erklärungen „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils der römisch-katholischen Kirche heißt es, dass Katholiken - ich betone das jetzt extra, weil die katholische Kirche schlecht für die Protestanten sprechen kann -, dass Katholiken und Muslime den Gott Abrahams anbeten. Dieses Dokument ist deshalb sehr wichtig, weil wir hier zum ersten Mal seitens der Kirche etwas Schriftliches von einem gemeinsamen Gott vorliegen haben. Demnach sind wir Brüder und Schwestern im Glauben an den einen Gott. Ich persönlich möchte dazu sagen: Es interessiert mich erst in zweiter Linie, wie das Gottesbild ausgefüllt wird. Es kommt zunächst auf die Grundlage an: Der Gott Abrahams, so kann man es in der Hebräischen Bibel (dem Alten Testament) wie im Neuen Testament und auch im Koran nachlesen, ist der eine Gott, der sich am Sinai offenbart hat.
Schatz:
Herr Abdullah, Sie haben gewiss Recht, wenn Sie sagen, die römisch-katholische Kirche kann nicht für die Protestanten, oder wie wir lieber sagen: die Evangelischen, reden.
Aber was die römisch-katholische Kirche, die Schwesterkirche, sagt, ist für uns Evangelische nicht unbedeutsam. Jedenfalls gibt es nicht nur römisch-katholische Theologen - wie Professor Hans Küng-, welche der Überzeugung sind, dass der Gott des Islam und der Gott des Christentums derselbe sei, sondern auch - aufgrund eigener Erforschung - evangelische Theologen wie z. B. Professor Reinhard Leuze und Professor Heinrich Ott, der emeritierte Nachfolger Karl Barths an der Universität Basel. Wie sieht ein Muslim diese starke Betonung der Einheit und Einzigkeit
Gottes im Koran?
Abdullah:
Der Koran betont die Einheit und Einzigkeit Gottes als Korrektiv zu den christlichen Gemeinden, die sich von der konziliaren Kirche Roms getrennt hatten und auf der arabischen Halbinsel lebten, Dieses Christentum, das heute fast verschüttet ist, spricht der Koran auf die Gemeinsamkeiten an. Der eine Gott, den wir arabisch »Allah«nennen, drückt das aus. Wir sagen im Bekenntnis »La ilaha illa-lIah«, »Es gibt keine Gottheit außer Gott«. Damit nähern wir uns dem jüdischen Bekenntnis, also der gemeinsamen Erkenntnis von dem einen Gott. Dabei ist interessant, dass das arabische Wort »ilah«,das dem Wort »Allah« zugrunde liegt, seine Wurzel im Hebräischen »elohim« hat. Der hebräische eine Gott und der arabische eine Gott stimmen überein. Gott hat dieselben Attribute (Eigenschaften): Er ist ein sich offenbarender Gott, ein redender Gott, ein hörender Gott. Es ist ein Gott, der viele Attribute in sich vereinigt, die unser Leben letztlich ausmachen. Diesen Gott bitten wir Muslime fünf Mal am Tag, dass er Segen auf Abraham und seine Familie herabsende. An diesen Gott ist unsere eigentlich muslimische Identität gebunden. Wenn jemand sagt: »Wer bist du, woran glaubst du?«, sollen wir nicht sagen: »Wir glauben an den Islam.«Sondern wir sollen sagen: »Wir folgen dem Glauben Abrahams, des Aufrechten.« Das bedeutet also: Die Identifikation des Einzelnen und der Gemeinschaft leitet sich von Abraham und damit vom Gott Abrahams her.
Schatz:
Vielleicht wäre es jetzt interessant, Herr Abdullah, dass Sie uns noch genauer sagen, wie Sie die Bezeichnung »Allah« verstehen.
Abdullah:
Die Bezeichnung »Allah« ist das arabische Wort für Gott. Es ist ein Zusammenzug aus dem Artikel »al« (d. h. »der/die« und dem Wort »ilah«, d. h. »Gottheit«. Allah bedeutet also »die Gottheit«, »der Gott«. Dabei ist Gott weder männlich noch weiblich. Er ist beides, denn er steht über jedem Geschlecht. Er ist der eine und einzige Gott, neben dem es keinen anderen Gott gibt. Wenn Christen meinen, es sei der islamische Gott vielleicht doch ein anderer als der christliche Gott, dann sage ich: lch empfehle euch, auf euren Urlaubsreisen eine arabisch sprechende Kirchgemeinde zu besuchen und zu warten, bis sie "Gott anrufen“. Und dann hört genau hin, was sie sagen. Sie sagen „Allah“. Denn sie haben keinen andern Namen für Gott. Allerdings verstehe ich Christen, wenn sie fragen, weshalb nach dem Christentum noch eine neue Weltreligion entstehen konnte, wie der Prophet Muhammad zu verstehen sei, welches Berufungserlebnis er hatte und welche Legitimation bei ihm vorhanden sei.
Schatz:
Es scheint mir sehr bedeutsam zu sein, wie Sie, Herr Abdullah, darauf hingewiesen haben, dass der Koran bei seinen Aussagen über die Christen nicht das Christentum der konziliaren Kirche von Rom und Byzanz meint, sondern das Christentum der sog. altorientalischen Kirchen, vor allem von Syrien und Abessinien wie von christlich-gnostischen Gruppen. In diesen Kirchen und Gruppen wurde u. a. der Heilige Geist als Mutter bezeichnet und Maria hoch, z. T. göttlich verehrt. Es scheint dadurch im Koran die Ansicht aufgenommen worden zu sein, bei der Dreieinigkeit Gottes handle es sich um drei Götter. In Sure 5,116 ist von Gott, Maria und Jesus die Rede. Gegen diesen Tritheismus (Drei-Götter-Lehre) nimmt der Koran mit Recht Stellung. Aber solcher Tritheismus, wie Sie in Ihren Büchern betonen, Herr Abdullah, war nie die Auffassung der konziliaren Kirche.
Wie diese Kirche glauben auch wir Christen heute an den einen und einzigen Gott. Jesus Christus hat das ganz deutlich gemacht, indem er das Glaubensbekenntnis Israels zitierte:
„Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist allein Herr.“ Wie auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief Kapitel 8 schreibt: „Wir wissen, dass es keinen Gott gibt außer dem einen.“ Dieser Formulierung kommt der erste Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses fast wörtlich nahe: „Es gibt keine Gottheit außer Gott.“
Abdullah:
Aber Herr Schatz, warum wird denn im Christentum so sehr die Trinität Gottes betont? Warum sagen Sie, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist?
Schatz:
Der Beantwortung dieser Frage muss ich vorausschicken, dass es über die genaue Definition der Trinität Gottes verschiedene Auffassungen gib. Ich möchte in Kürze versuchen, die offiziell allgemeine Auffassung zu erklären. Die ersten Christen haben durch Jesus Christus und Gottes Geist eine neue Erfahrung Gottes gemacht. Sie gaben deshalb Jesus den Titel „Wort“ Gottes« oder »Sohn Gottes«. Aufgrund von Hinweisen im Neuen Testament sind die Theologen der ersten Christenheit zur Überzeugung gekommen, dass von Ewigkeit her in Gott eine Gemeinschaft von Gott Vater, Sohn (Wort)und Geist besteht. Damit gaben sie, wie auch wir heute, den Glauben an den einen Gott keineswegs auf. Im Gegenteil, wie der römisch-katholische Professor Karl Rahner betonte, wir radikalisieren damit den Ein-Gott-Glauben. Das bedeutet: Der eine Gott, ohne aufzuhören, der eine Gott zu sein, offenbart sich selber in Jesus von Nazareth. .
Wir nennen ihn den Messias, den Christus, das Wort oder den Sohn Gottes. Und zugleich offenbart sich der eine Gott, ohne aufzuhören, der eine Gott zu sein, in seinem Geist. Wir nennen ihn den Heiligen Geist. Also wir glauben, dass Gott in diesen drei Seinsweisen steht, wie es der evangelische Theologe Karl Barth bezeichnet hat, und sich offenbart. Damit ist Gott der Offenbarer - wir nennen ihn Vater, die Offenbarung - wir nennen ihn den Christus, das Wort oder den Sohn Gottes - und das Offenbarsein - wir nennen ihn den Heiligen Geist. Gott offenbart sich durch Jesus Christus im Heiligen Geist. Wenn wir glauben, geschieht es im Heiligen Geist an den Menschen Jesus Christus und durch ihn an den einen, unsichtbaren, ewigen Gott
Abdullah:
Herr Schatz, für mich ist das natürlich sehr schwierig nachzuvollziehen. Ich sage dazu: Warum brauchen wir solch komplizierte Umwege, wenn wir es einfach haben können?
Natürlich spielt Jesus Christus auch im Islam eine große Rolle. Aber die Betonung der Einheit und Einzigkeit Gottes im Koran ist eben das nötige Korrektiv auch gegen heutige christliche Richtungen,
die vor lauter »lieber Herr Jesus «Gott nicht mehr beachten. Doch lassen Sie mich noch einmal auf den einen Gott zurückkommen. Im Christentum der arabischen Halbinsel spielten in der Zeit Muhammads die Großkirche der Nestorianer wie die christlichen Gruppen, deren Schriften in Nag Hammadi gefunden worden sind, eine bedeutsame Rolle.
Schatz:
Könnten Sie, Herr Abdullah, kurz sagen, wer die Nestorianer sind und was sie vertreten haben und was es mit den Schriften von Nag Hammadi auf sich hat?
Abdullah:
Die Nestorianer waren Mitglieder der Großkirche, die von Nestorius im 5. Jh. gegründet worden ist. Sie missionierten bis nach Indien. Im Unterschied zu den Monophysiten, welche nur eine göttliche Natur in Jesus Christus anerkannten und sich deshalb von der konziliaren Kirche Roms getrennt hatten, betonten die Nestorianer die menschliche Natur Jesu. Und wenn wir heute über den Koran und sein Gottesbild nachdenken, dann haben wir in den Schriften von Nag Hammadi eine christliche Stütze. Es geht also nicht um die Schriften von Qumran, das ist zu unterscheiden. Sondern es geht um die 1945 in Nag Hammadi in Ägypten gefundenen Schriften, die Sie, Herr Schatz, erwähnt haben. Durch diese Schriften wissen wir, dass das, was Muhammad vorgeworfen worden ist - er habe seine Auffassung vom Christentum aus trüben Quellen geschöpft-, nicht richtig ist. Es liegen jetzt reale christliche Urkunden vor. In ihnen wird z. B. der Heilige Geist weiblich und damit als Mutter bezeichnet.
lm apokryphen Hebräerevangelium sagt Jesus: »Meine Mutter, der Heilige Geist, nahm mich bei einem meiner Haare und führte mich auf den Berg Tabor.« In Auseinandersetzung mit diesem Christentum entwickelte sich die islamische Theologie.
Wenn darum heute ein Muslim sagt: »Wir müssen mit den Christen sprechen«, ist meine Gegenfrage: »Mit welchen, bitte schön? Mit denen, die im Koran genannt sind, oder mit denen, die heute real im Westen leben, also mit den Mitgliedern der lateinischen Großkirche, der Großkirche des Mittelmeerraumes?«
Das ist die Schwierigkeit. Wenn wir den Dialog führen wollen, müssen wir klar werden, mit wem wir es tun. Sonst ist der Dialog auf Sand gebaut. Das Fundament der islamisch-christlichen Auseinandersetzung liegt auf der arabischen Halbinsel und nicht in Europa.
Schatz:
Herr Abdullah, können Sie das noch genauer erklären, was das für unseren Dialog bedeutet?
Abdullah:
Das heißt: Europa, respektive das heutige Christentum, die heutigen Christen können nicht sagen: Ihr behandelt uns im Koran so oder so, weil das »ihr behandelt« nicht stimmt. Wir behandeln nicht, sondern wir haben ein Christentum behandelt, das heute weltpolitisch keine große Rollemehr spielt.
Als Beispiel, was das für unseren Dialog bedeutet, erinnere ich an eine Stelle aus dem Koran, wo es heißt: »Verflucht sind die, welche sagen: Jesus ist (nur) Gott.« Da regt sich alle Welt auf und sagt: »Die Muslime sind nicht dialogfähig. Denn sie wissen offenbar nicht, dass Christus in der abendländischen Kirche in beiderlei Gestalt gesehen wird: wahrer Mensch und wahrer Gott. Wie kann man das nur vergessen? Aber im Koran sind die Monophysiten, die nur die göttliche Natur in Jesus anerkennen und die menschliche Natur Jesu für ein Scheinbild halten, gemeint. Diese Christen, welche die Menschlichkeit Jesu leugnen, werden im Koran verflucht. Das hat Klaus Schedl der berühmte Muhammad-Forscher im katholischen Bereich, einmal so ausgedrückt: Wir müssten dem Islam dankbar sein, denn er bekämpft unsere (christlichen) Häresien.
Schatz:
Bei dem, was Sie jetzt gesagt haben, Herr Abdullah, erinnere ich mich an einen Satz, den Sie in einem Ihrer Bücher geschrieben haben, dass »die Trinitätsformel der abendländischen Kirche im Islam noch nicht andiskutiert worden ist. Deshalb ist es verständlich, dass wir jetzt zu Beginn dieser Diskussion einige Schwierigkeiten haben, einander zu verstehen. Sie meinten zu meinen Ausführungen über die Trinität Gottes: Warum so, kompliziert, wenn es anders geht? Ist es wirklich im Islam einfacher und verständlicher, was der Koran über die Offenbarung Gottes als Verbalinspiration sagt? Im Koran heißt es, dass Gott aus dem himmlischen Urbuch durch einen Engel, der später mit Gabriel identifiziert wurde, Muhammad den Koran stückweise offenbart. Über der Frage, wo sich dieses Urbuch in der Ewigkeit befindet, kam es zu einer heftigen Diskussion. Die Mutaziliten, eine rationalistische Richtung der Theologie, betonte, dass das Urbuch nicht neben Gott bestehen könne. Denn sonst gäbe es zwei Ewige, was nach Koran nicht möglich sei.
Deshalb kann dieses Urbuch, wie u. a. der bekannte mittelalterliche Theologe al-Ghazzali betonte, nur in Gott sein. Damit würde Gott den Koran aus sich heraus offenbaren. Es käme das dem nahe, was wir Christen von Jesus Christus glauben.
Dann erinnere ich an die Diskussion zwischen den traditionell gerichteten orthodoxen Theologen und den erwähnten Mutaziliten, ob der Koran ewig und unerschaffen oder zeitlich und erschaffen sei. Der Theologe al-Ashari beschritt einen Mittelweg:
Der Inhalt des Korans ist ewig, aber das Äußere ist erschaffen.
Allerdings bleibt damit immer noch die Frage, wo sich das Innere des Korans in der Ewigkeit befindet. Interessant habe ich dabei gefunden: Auf die Frage der Mutaziliten, zu wem denn Gott durch sein Wort, den Koran, vor der Schöpfung gesprochen habe, antwortete al-Ashari, dass Gott vor der Schöpfung innerlich zu sich selber gesprochen hat. Das kommt der christlichen Auffassung von der Ewigkeit des Wortes Gottes in Gott nahe. Müssen wir nicht sagen, der Ursprung der Offenbarung Gottes ist letztlich ein Geheimnis? Dabei bleibt natürlich der Unterschied, dass wir Christen glauben, Gott habe sich zentral durch sein Wort im Menschen Jesus Christus offenbart, manifestiert. Wir nennen das Inkarnation, d. h. Fleisch- oder Menschwerdung des Wortes Gottes. Im Islam geschieht die Offenbarung, Manifestation Gottes zentral im Koran, einem Buch. Man kann hier deshalb von Inliberation, d. h. Buchwerdung des Wortes Gottes reden.
Abdullah:
Diesen Unterschied möchte ich nochmals sehr betonen. Im Christentum steht eine Person, Jesus Christus in der Mitte, im Islam aber ist es ein Buch, der Koran. Es ist das von Gott selber gesprochene Wort, das Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit gesprochen hat. Muhammad tritt hinter die Botschaft zurück.
Nach meiner Überzeugung hat al-Ashari gegenüber den Mutaziliten Recht. Aber dazu noch etwas Interessantes: Trotzdem machen wir in der Theologie eine Unterscheidung. Wir unterscheiden drei Ebenen. Die erste Ebene ist die des Glaubens, welche Juden, Christen und Muslime übereinstimmend zu eigen ist. Ich möchte diese Ebene als Ebene der »umma«, der Gemeinschaft derer, die zusammen leben (wollen), bezeichnen.
Aber nun gibt es eine zweite Ebene, die Ebene des Brauchtums. Dabei ist nicht vor allem an das Kopftuch zu denken, sondern an das, was die »jamaa«, die islamische Gemeinschaft, auszeichnet und von andern abhebt. Denn Gott hat es als notwendig angesehen, als heilsnotwendig, dass es unterschiedliche Beurteilungen der ersten Ebene gibt. Für uns Muslime geht es dabei um die fünf Pfeiler (die kultischen Pflichten) wie den ganzen Koran. Und die dritte Ebene ist die Ebene des Verfahrens, d. h. was uns Menschen überlassen ist, ob wir die Religion oder bestimmte religiöse Vorschriften einer bestimmten Zeit anpassen oder nicht. Dabei kann man von einem Ewigkeitswert in einer Relation reden, die entsprechend der Zeit sich ergibt, wobei die erste Ebene ausgenommen bleibt. Also ich würde nicht unbedingt sagen wollen, jedes, was da steht (im Koran und in der Tradition), muss so stehen bis in alle Ewigkeit.
Sondern diese dritte Ebene ist durch Menschen veränderbar.
Theoretisch könnte auch die zweite Ebene, welche das Brauchtum der Muslime umfasst, von Gott abgeschafft werden. Es ist nur die erste Ebene, die des Glaubens, die Ewigkeitswert hat, wo Gott selbst die Aussagen trifft.
Schatz:
Die Unterscheidungen, die Sie jetzt vorgenommen haben, Herr Abdullah, scheinen mir sehr interessant zu sein. Sie könnten zu einem besseren Verständnis zwischen Islam und Christentum einen Beitrag leisten. Aber sie verlangen eine umfassende Diskussion, die wir jetzt nicht führen können. Deshalb möchte ich auf unser Thema zurückkommen und noch folgendes Problem ansprechen. Im Koran wird stark die Transzendenz, die Jenseitigkeit Gottes betont. Es gibt eine unüberbrückbare Distanz zwischen Gott und den Menschen. Nur an wenigen Stellen im Koran ist von der Nähe Gottes zu den Menschen die Rede, z. B. Sure 50,16: »Wir(Gott) sind ihm (dem Menschen) näher als die Halsschlagader.« Das scheint uns überraschend zu sein. Denn im Christentum ist es, wenn ich es einmal zugespitzt sagen will, gerade umgekehrt. Es wird die Nähe Gottes zur Welt und den Menschen betont. Dass Gott jenseitig, transzendent ist, das ist selbstverständlich. Aber das Wunder ist, dass sich der transzendente Gott in Jesus Christus uns als Mensch zu Mensch nähert. Und was Gott in Jesus Christus unübersehbar getan hat, das führt er heute weiter. Es geschieht im Heiligen Geist, der durch den auferstandenen Christus von Gott, dem Vater, her gesendet wird. Also durch Christus im Heiligen Geist sind wir der Nähe Gottes gewiss. Darf ich Sie, Herr Abdullah, nun fragen, wie bringen Sie das zusammen: diese starke Betonung der Distanz zwischen Gott und Mensch und diese Nähe Gottes zu den Menschen, wie sie an wenigen Stellen des Korans zum Ausdruck kommt?
Abdullah:
Der Koran geht auf den Menschen antiformalistisch ein. Für jeden muslimischen Theologen ist damit der Antiformalismus das Programm. Ich möchte es ganz konkret so sagen: Gott ist ganz fern und ganz nah, gleicherweise ganz nah.
Es heißt: »Eure Blicke erreichen ihn nicht aber seine Blicke erreichen euch.« Das bedeutet also: Die Majestät Gottes ist das, was uns fern ist, unerreichbar fern. Aber Gott lässt sich finden. Er begibt sich auch im Koran in den unterschiedlichsten Formen seiner Herrschaft. Er spricht von sich selbst in der Wir-Form, das heißt in der Herrschaftsform. Aber in den Augenblicken, wo er sich dem Menschen nähert, spricht er »Ich«.»Ich bin der Herr«, nicht mehr »Wir sind der Herr«.Das wird besonders dort klar, wo der Himmel der Erde näher gerückt ist nämlich im Ramadan (im Fastenmonat). Gott sagt dort zu Muhammad: »Wenn meine Diener dich nach mir fragen, ich bin nahe, ich antworte dem Rufenden, wenn er mich anruft.« Das bedeutet: Hier begibt sich, verzichtet Gott auf seine Majestät und kommt dem Menschen ganz nahe. Wie es auch heißt: »Suchet den Weg der Vereinigung mit Gott.« Die Betonung der Transzendenz kommt übrigens nicht vom Islam, sondern aus der Apologetik gegenüber den Christen. Weil die Christen gesagt haben, uns ist Gott sehr nahe, aber den Muslimen ist er fern. Nicht einmal die Gebete der Muslime können Gott erreichen. Aber im Koran heißt es: »Wenn du dich auf den Weg machst, mich zu suchen, so wirst du mich finden.«
Schatz:
Die Überwindung der transzendenten Ferne Gottes und seiner nächsten Nähe zu uns Menschen kommt in der Trinität Gottes deutlich verständlich zum Ausdruck. Es wird dadurch j einsichtig, wie der eine und einzige Gott selber uns aus seiner Ewigkeit heraus nahe kommt. Dabei ist zu betonen: Gott selber, nicht vermittelt durch irgendetwas oder irgendwen, weder durch einen menschlichen Propheten, noch durch ein Buch. Es geschieht damit dass Gott, ohne aufzuhören, der eine Gott zu sein, wie einige sagen, Mensch wird, oder wie andere sagen, dass Gott sein Wort, in dem er sich selber äußert, sich in einem Menschen verkörpern lässt. Das ist es, was wir glauben, dass es in Jesus Christus geschieht. Und noch einmal, dass sich Gott, welcher der eine Gott bleibt selber in seinem Geist uns Menschen und die ganze Welt angeht. Das glauben wir, dass es im Heiligen Geist geschieht. Deshalb glauben wir, dass Gott, Vater, Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist ist.
Dabei bin ich der Meinung, dass es manche Punkte gibt, über die wir uns verständigen können. Ich denke an das, was auch im Islam über Gottes Wort und das Geheimnis Gottes gesagt wird, an das, was im Koran über Jesus Christus steht und was den Heiligen Geist betrifft. Wie im Christentum bis jetzt spielt auch im Islam der Heilige Geist eine geringe Rolle. Wenn wir, wie es nun im Christentum geschieht, den Heiligen Geist ernster nehmen, wird manche Annäherung möglich werden.
Abschließend möchte ich Ihnen, Herr Abdullah, noch folgende Frage stellen: Kann ein Muslim, trotz der starken Betonung der Distanz zwischen Gott und Mensch im Koran und den nur wenigen Hinweisen auf Gottes Nähe, mit Gott, den wir Christen als Person verstehen, eine persönliche Beziehung haben?
Abdullah:
Da fühle ich mich ganz persönlich angesprochen. Natürlich habe ich eine persönliche Beziehung zu Gott. Denn die Offenbarung des Islam war das Ende des Unpersönlichen Gottes, der unpersönlichen Götter, welche die! Beduinen hatten. Mit dem Koran tritt Gott ganz persönlich in das Leben der Menschen ein. Die Frage ist nur, wie betone ich diese Persönlichkeit.
lch würde es einmal so sagen: Gott ist für mich so selbstverständlich, wie es in den so genannten 99 schönsten Namen Gottes an einer Stelle heißt: »Er ist der Freund, der die Treue hält.« Gott als Freund. Das ist eine ungeheure Offenbarung, wenn Gott sich als Freund zu erkennen gibt. Deshalb nehmen wir Muslime uns wie die Juden auch einmal heraus, mit ihm zu schimpfen, wenn wir ihn nicht verstehen. Persönlicher kann es eigentlich nicht sein. Ich nehme an, dass Gott, wenn ich es so sagen darf, darüber lächelt. Zwar also ist mir Gott weit entfernt als Majestät, aber als Freund ganz nahe. Zu meinem persönlichen Verhältnis zu Gott gehört auch, dass ich freie Aussprache mit ihm halte, ohne dass ich mich verstecken muss.
Schatz:
Mit dem, was Sie, Herr Abdullah, jetzt gesagt haben, treffen wir uns. Jesus sagt im Johannesevangelium: »Ihr seid meine Freunde.« Also auch für uns Christen offenbart uns Gott durch Jesus Christus, indem er zu uns spricht, dass er unser Freund ist. Das haben wir gemeinsam: Gott zum Freund.
Abdullah:
Herr Schatz, ich möchte dabei noch etwas betonen, das sehr wichtig ist. Ich bin davon überzeugt, - aufgrund der koranischen Offenbarung -, dass Ihr Weg ein anderer sein muss als der meine. Denn wir sind nach Koran einander zur Prüfung bestellt. Der Christ ist für die Juden und für die Muslime eine Prüfung. Und der Jude ist für die Muslime und für die Christen eine Prüfung. Und der Muslim ist für die Juden und für die Christen eine Prüfung. Es könnte im göttlichen Plan gar nicht vorwärts gehen, wenn wir nicht unterschiedlicher Meinung wären, bei allem, was uns verbindet. Gott wird am Jüngsten Tag im Gericht uns fragen, wie wir Muslime mit Juden und Christen umgegangen sind, wie Juden mit Christen und Muslimen umgegangen sind und wie Christen mit Juden und Muslimen umgegangen sind. Muhammad hat gesagt: »Wer einem Juden oder einem Christen unrecht tut, von dem werde ich es fordern am Jüngsten Tag.«
Schatz:
Darf ich zum Schluss versuchen, kurz zusammenzufassen.
Gewiss gibt es wichtige Unterschiede zwischen Christentum und Islam, wie wir gesagt haben. Aber ich möchte doch die Gemeinsamkeiten nicht übersehen. In manchen Punkten, wie unser Gespräch gezeigt hat, sind wir einig. Und in anderen Punkten gibt es bei aller Verschiedenheit Ansätze, über die es weiter miteinander zu reden gilt. Gewiss bleibt eine verschiedene Auffassung über die Art der Offenbarung Gottes. Aber entscheidend scheint mir bei der Frage, ob es bei aller Verschiedenheit
derselbe Gott sei oder nicht - wie Sie, Herr Abdullah, am Anfang darauf hingewiesen haben -, das Folgende zu sein: Inder Hebräischen Bibel steht bei den Zehn Geboten an erster Stelle:»Du sollst keine andern Götter neben mir haben.« Im Neuen Testament zitiert Jesus das Glaubensbekenntnis Israels: »Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist allein Herr.« Und im Koran heißt es: »Es gibt keinen Gott außer ihm (Gott)« wie »Unser Gott und euer (der Juden und Christen) Gott ist einer« (Sure 29.46). Deshalb stimme auch ich als Evangelischer dem Zweiten Vatikanischen Konzil der römisch-katholischen Kirche zu, wenn es sagt, dass die Muslime „mit uns den einen Gott anbeten“. _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 27.04.2008, 20:44, insgesamt einmal bearbeitet |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 27.04.2008, 11:28 Titel: |
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Einige Argumente zum Thema, die im anschließenden Gespräch vorgetragen wurden.
Wie der Titel Ihres Buches schon sagt, „Kommt zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist“ und wie es in unseren Gesprächen offenkundig wird, geht es beim Dialog um Worte, ja vielmehr um das Verständnis der gemeinsam gebrauchten Worte.
Herr Schatz, wir kommen nun zur zweiten Runde. Wollen wir uns also zu einem Anfang, im wahrsten Sinne des Wortes begeben und lassen Sie uns über das Wort in Johannes 1:1 reden.
| Zitat: | | Joh. 1:1 Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. |
Liegt nicht, Herr Schatz, hier die Wurzel des christlichen Verständnisses – Jesus als Wort Gottes (als LOGOS) – mit Gott gleich zusetzen?
(Der Begriff „LOGOS“ umfasst aber eine viel weitere Bedeutung als nur den Begriff: „WORT“; der Sinn; die Vernunft; das Ursache Wirkungsprinzip; der ruhende Ursprung, aus dem alle Wirkung hervorgeht ("Gott!"). Im daran anknüpfenden Hellenistischen Judentum bezeichnete logos den von Ewigkeit her gedachten Weltgedanken Gottes, der bei der Schöpfung aus Gott herausgetreten sei, den so genannten "Sohn Gottes", den Abglanz der göttlichen Vollkommenheit, das beim Schöpfungswerk beteiligte Mittelwesen zwischen Gott und Welt (Quelle: Wikipedia).
Dazu siehe unten die Verbindung zu BRAHMA, dem Mittelwesen zwischen Gott und dem Universum.)
Als Muslim verstehe ich das Wort von dem hier die Rede ist, als das ursprüngliche Schöpfungswort.
Als DAS Wort an sich.
Es lautet im Arabischen „KUN“ – „SEI“.
Gott sagt im Qur’an an die Juden, Christen und Muslime gerichtet:
| Zitat: | Es geziemt Allah nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er!
Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur: "SEI!" und es IST. [19:35] |
Jesus – nach islamischem Verständnis, ist also nicht DAS Wort exklusiv, sondern verkörpert dieses in schönster Weise, wie alle vollkommenen Diener Gottes (Propheten und Ihm Nahen).
Wenn es also weiter heißt, „Dieses Wort war bei Gott“, bedeutet dies also für mich soviel wie:
„Er hat das Wort, die Wortgewalt, das ABSOLUTE SAGEN – die Macht, durch Sein Wort, Seine Vorstellung, Sein Bild von der Schöpfung zu manifestieren.
So verstehe ich auch: "Der Mensch ist nach dem (geistigen) BILD (der Vorstellung) Gottes geschaffen" – und nicht als Sein "EBENBILD".
Weiters ist für uns die Übertragung des Begriffs "LOGOS" nur mit "Wort" zu einschränkend. Unter Berücksichtigung dieser weiteren Bedeutungen verstehen wir also diesen ersten Vers:
Am Anfang war das Ursache-Wirkungsprinzip, der ruhende Ursprung, aus dem alle Wirkung hervorgeht – und das kann korrekterweise als GOTT in seinem immanenten Aspekt begriffen werden!
Dies kommt eigentlich der hinduistischen Vorstellung nahe, dass der transzendente (1) Gott sich in (2) BRAHMA erweitert (dem Sohn Gottes sozusagen) der, als immanenter Aspekt Gottes, dieses Universum erschafft, indem er durch den (3) GEIST Gottes (eine weitere Erweiterung Gottes), die (3) ÜBERSEELE (Paramatma) - der Materie den ATMA, den individuellen Geist eingibt.
Für mich bedeutet dies also, dass der Logos der immanente Aspekt des transzendenten Gottes ist, der sich in und durch Sein Schöpfungswort manifestiert – allerdings, wenn Logos auch noch "Wort" bedeutet und dieses Wort exklusiv mit Jesus und gleichzeitig mit Gott selbst gleichgesetzt wird, dann haben wir ein Problem. Das Problem dem Pantheismus (ALLES wäre letztlich Gott oder ein Teil Gottes – da es IHM entströmt - siehe Verbindung zum Hinduismus oben) Tür und Tor geöffnet zu haben.
Auch wenn wir als Muslime diese Gedankengänge durchaus verstehen und nachvollziehen können, DANKEN WIR unserem Erhalter, Schöpfer und Gott – dass ER uns das KORREKTIV gesandt hat:
SPRICH – ER IST ein EINZIGER GOTT. NICHTS ist IHM GLEICH oder ÄHNLICH.
Wenn es nun heißt, „Gott war das Wort“ so verstehe ich dies in folgendem Kontext.
Am Anfang IST GOTT (als absolutes Ursache und Wirkungsprinzip) – oder einfach nur "GOTT IST" – oder eben "GOTTES (allein) IST DAS WORT" (oder: „Das Wort ist Gottes“). Also eine Fortführung und Bestätigung der ersten Aussage.
Sagen doch die Wissenden unter uns, zum Wesen, oder zum Sein Gottes befragt, nicht mehr als „ER IST“. Dies trifft sich aber wiederum mit einem Wort aus der Bibel, (Ex.3) wo Gott zu Moses aus dem Dornbusch spricht, das da übersetzt werden kann mit:
| Zitat: | Ich werde sein, der ich sein werde. (Lutherübersetzung)
Ich bin, der ich bin. (Elberfelder Übersetzung; Schlachter-Übersetzung; Vulgata – lateinische Übersetzung)
Gott ist / war / wird (da) sein, der/als der er (da) ist / war / sein wird. Dass ‚HJH’ nicht nur "sein", sondern auch "werden" oder "geschehen" heißen kann, unterstreicht den dynamischen Aspekt.
Ich bin der ‚Ich-bin-da’ (Einheitsübersetzung)
Ich werde da sein, als der ich da sein werde (Übersetzung nach Buber/Rosenzweig – s.o.)
Ich werde es sein, der ich es sein werde. (Benno Jakob – jüdischer Exeget, 1. H. 20. Jh.)
Ich bin da, so wie ich da sein werde (Helen Schüngel-Straumann – feministische Exegetin)
Ich bin der Seiende (Septuaginta – griechisches Altes Testament) |
GOTT als ein dynamisches, unfassliches (mit physischen oder geistigen Händen nicht fassbares) absolutes INDIVIDUUM (oder als eine INDIVIDUALITÄT), dessen Wesen nicht greifbar ist, aber dessen Wort, also dessen Emanationen erfahrbar und begreifbar sind.
Und INDIVIDUUM heißt ja eben in Bezug auf Gott. ABSOLUT UNTEILBAR (in-dividere; lat.)
Wenn ich als Muslim nun dieses biblische Wort annehme „Gott(es) war das Wort“, so verstehe ich also keineswegs, und schon gar nicht zwangsläufig - auch wenn – oder sogar, weil Muslime Jesus, den Sohn der gebenedeiten Frau Maria als ein „Wort von Gott“ ansehen – dass Jesus gottgleich wäre, sondern, dass Jesus aufgrund des Gotteswortes „KUN“ ins Sein trat und nicht auf geschlechtliche Weise gezeugt wurde – genauso wenig, wie ich, wenn ich obiges Bibelwort aus Exodus annehme, dass Gott sich durch einen Dornbusch, (oder durch den Heiligen Geist oder durch Jesus) glaube, dass Gott ein Dornbusch wäre (oder der Heilige Geist oder Jesus).
Zum EINS-SEIN
| Zitat: | Johannes 10:30 Der Vater und ich sind EINS.
Johannes 17:21 auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien, auf dass die Welt glaube, du habest mich gesandt. |
Dieses Einssein beziehe ich auf Vieles, doch nicht auf das wesenhafte Sein.
Es erinnert mich an das Einssein eines Ehepaares – die nicht im individuellen Wesen eins sind – sondern in der LIEBE!
In der gegenseitigen Hingabe aneinander!
Ja, selbst zu sagen, EINS im GEISTE (wobei ich mich nicht scheute auch zu sagen, EINS im HEIIGEN GEISTE,) fiele mir nicht schwer.
Dennoch ist der eine Mann – die andere Frau. Der eine Mensch – der andere Gott.
Und so wie es sich für einen Dritten nicht geziemt, die Frau über den Mann zu verehren und als Geliebte in den siebten Himmel zu heben – so ziemt es sich nicht, Gott über einen Menschen anzubeten.
"Entwerden in Gott", also dieses EINSSEIN ist ein Aspekt, der also durchaus auch im Qur’an angesprochen wird.
| Zitat: | | Der Qur’an sagt: Und nicht du hast geworfen, sondern Gott warf; [8:17] |
Gemeint ist nichts anderes, als dass der Mensch seinen eigenen, auf sein eigenes Ich hin ausgerichteten Willen vollständig zugunsten des Willen Gottes aufgibt – (was das Wesen des Islams, der Religion des EINEN Gottes, wie ich dies verstehe, an sich ist).
| Zitat: | | Der Prophet Muhammad sagte ja auch z.B.: Wer mich sieht – der sieht Gott - | (aber nicht in Seinem Wesen oder als göttliches Wesen – sondern in Seinem WIRKEN und auch nicht in der Absicht oder Geiste, dass seine Zeitgenossen glauben sollten, dass er, Muhammad, Gott wäre).
Wenn also der Muslim dieses obige Wort Gottes im Qur’an als wahr erachtet, so glaubt er doch nicht, noch ist er veranlasst zu glauben, dass der WERFER nun zu GOTT wurde oder GOTT zum WERFER!
Jesus (a.s.) ist für mich also nicht nur ein WORT von GOTT (wobei Gottes Wort substantiellen Charakter hat – denn es IST – Wirklichkeit – lebendige Wahrheit – der Weg, welchen alles Erschaffene von Gott – durch Gott – zu Gott zurück wandelt), sondern auch jener, der sich Gott vollständig ergeben hat. Und so gesehen, heilt nicht JESUS die Kranken oder erweckt die Toten zum Leben, sondern GOTT tut dies.
| Zitat: | (Joh. 5:28 30Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat. {Johannes.6,38} 6,38
Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat.) |
Was aber eben für den Muslim keineswegs bedeutet, dass Gott Jesus wurde, noch das Jesus Gott wurde oder ist.
Vielmehr ist in allem Erschaffenen das WORT Gottes (das Schöpfungswort, durch welches alles Erschaffene ins Sein tritt) in aller Ewigkeit präsent oder immanent. Aber das Wort ist nicht der Sprecher – das vergesse ich als Muslim nie. Selbst wenn ich auch glauben kann, dass das Wort Gottes schon an sich eine höhere Realität besitzt als das Wesen, welches ich als „ICH“ erlebe.
Herr Schatz, kommen wir zum nächsten Punkt. Zu JESU SOHNSCHAFT GOTTES, die erst im vierten Jahrhundert so in der christlichen Gemeinde thematisiert wurde. Möchten Sie uns da ein wenig darüber unterrichten? Vielleicht auch die Position der Reformierten Kirchen diesbezüglich genauer erläutern?
| Zitat: | Nicäisches Bekenntnis
Das Erste Konzil von Nicäa wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der kleinen Stadt Nicäa (heute İznik, Türkei) bei Konstantinopel einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen arianischen Streit zwischen Arianern und Trinitariern zu schlichten. Das Konzil endete mit dem (vorläufigen) Sieg der Trinitarier und der Formulierung des nicänischen Glaubensbekenntnisses.
Trotz des Konzilsentscheids blieb die Christenheit durch den arianischen Streit gespalten, und eine Reihe der Unterzeichner widerrief später. Beispielsweise schrieb der Arianer Eusebius von Nikomedia in einem Brief an den Kaiser: „Wir handelten sündig, o Fürst, als wir aus Furcht vor Euch einer Blasphemie zustimmten“.
Das zweite Konzil (787) gilt bei der Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche als siebentes Ökumenisches Konzil. Im Protestantismus werden seine Beschlüsse sehr verschieden beurteilt, von grundsätzlicher Anerkennung bis hin zu offener Ablehnung. (Bilderverehrung ja, Anbetung nein).
Deum verum de Deo vero, genitum non factum,
wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen
--"gezeugt, nicht geschaffen": früher redete man oft ununterschieden von 'zeugen' und 'schaffen', jetzt wird aber subtil zwischen 'gennethos = gezeugt' und 'genethos = gemacht (oder poietheis = gemacht) unterschieden (als biblische Grundlage für das Wort 'zeugen' berief man sich auf Ps 2,7; Hebr 1,5; Joh 1,14.18 ); --"wesenseins mit dem Vater" und nicht untergeordnet; das Wort 'homousios' wird zu einem schicksalsschweren Wort werden.
"Diejenigen aber, die da sagen, es habe eine Zeit gegeben, da der Sohn Gottes nicht war, und er sei nicht gewesen, bevor er gezeugt wurde, und er sei aus nichts geworden oder aus einer anderen Substanz (hypostasis) oder Wesenheit (ousia), oder der Sohn Gottes sei wandelbar oder veränderlich, diese schließt die apostolische und katholische Kirche aus" (NR 156; DH 126).
a) Wie Petrus, Johannes und Andreas drei Personen (hypostasis) sind, und trotzdem nur eine Natur (ousia) haben, so sei es auch in Gott. Dieser Vergleich war gefährlich, denn er führte, wenn man ihn genau nahm, zur Lehre von drei göttlichen Individuen und damit zu einer Drei-Götter-Lehre. Deshalb wurde dieser Vergleich später fallengelassen.
b) Der Vater bezieht sich auf den Sohn und den Hl.Geist. Die eine Substanz (ousia) Gottes ist in sich zu betrachten, die drei Hypostasen hingegen in ihren jeweiligen Beziehungen.
http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/178-1.html
Athanasium
Der Vater wurde von niemand gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt; der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht und auch nicht erschaffen, sondern gezeugt; der Heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend.
http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/bek001.html
Die Lehre, daß der Geist vom Vater und vom Sohn ausgeht, kam nur im Westen und viel später hinzu (Problematik des filioque).
|
Für mich als Muslim ist die Formulierung, Jesus sei vom Vater nicht erschaffen, sondern gezeugt, wie Sie wissen, unannehmbar, wie dies ja auch für ARIUS, dem christlichen Presbyter im 3ten Jahrhundert noch war – und der sagte, wie wir Muslime heute auch sagen:
• Der Logos und der Vater sind nicht wesensgleich
• Der Sohn ist Geschöpf des Vaters
• Dass es eine Zeit gegeben hat, in der der Sohn nicht existiert hat. (hier ev. Einschub vom insan al kamil – der sich mit der Vorstellung der "ewigen Urschrift" trifft.)
Für mich als Muslim ist der Gebrauch des Wortes „ZEUGUNG“ im Zusammenhang mit dem Schöpfungsakt oder dem Dasein Gottes völlig unpassend und unannehmbar und führt zu einer weiteren Verfestigung anthropomorpher (dem Menschen ähnliche) Gottesvorstellungen (und geht gegen das Gebot:
| Zitat: | | “Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen” | in der Lutherbibel (2. Mose 20,4).) – die letztlich nicht zu einem besseren Gottesverständnis führen, sondern eher zu einer Selbstvergöttlichung des Menschen.
Gotteskindschaft ist in der Bibel wie folgt definiert. (siehe unten)
Dieser Definition können sich Muslime anschließen, denke ich.
Sie werden aber diese Terminologie allerdings nicht verwenden, da sie im allgemeinen falsch verstanden wird und damit der Wahrheit kein guter Dienst erwiesen würde.
Jesus, der Christus war FRIEDFERTIG (ein MUSLIM) und daher darf er gemäß christlichem Glauben und biblischer Terminologie ein KIND GOTTES, GOTTES SOHN genannt werden. "Du sagst es - (Jesus sagt dies zurecht zum Hohenpriester, der dies bei der Lesung der Thora ja tatsächlich sagt)"
Gemäß dieser christlichen Terminologie sind auch wahre Muslime Töchter und Söhne, "Kinder Gottes" zu bezeichnen.
Siehe Zitate aus der Bibel:
| Zitat: | Matthäus 5,9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Johannes 11,52 und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen.
Römer 8,14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Römer 8,16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
Johannes 1,12 Wie viele ihn (Jesus (as))aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
Hiob 2,1 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan unter ihnen kam und vor den HERRN trat.
5.Mose 14,1 Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes. Ihr sollt euch um eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren über den Augen.
Hosea 2,1 Es wird aber die Zahl der Israeliten sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zählen kann. Und es soll geschehen, anstatt dass man zu ihnen sagt: »Ihr seid nicht mein Volk«, wird man zu ihnen sagen: »O ihr Kinder des lebendigen Gottes!« |
Kinder Gottes bzw. Söhne (und Töchter) Gottes ist eine im Neuen Testament viel gebrauchte Bezeichnung für Christen. Durch die Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes Jesus haben sie, so sagt dieser Ausdruck, Anteil an dessen Gotteskindschaft. Sie sind nicht mehr Sklaven Gottes, die gezwungen einem fremden Willen folgen, sondern seine Kinder, die in der Freiheit der Liebe (Evangelische Freiheit) aus eigener Einsicht die Gebote erfüllen und das Gute tun (Röm 8,15-17 u.v.a.).
Quelle: Wikipedia
In alter Zeit wurde ein sehr "NAHER" als "Sohn" oder "Tochter" bezeichnet.
Auch heute noch ist es unter Muslimen oder Afrikanern und anderen üblich, selbst einen völlig fremden, unbekannten Jungen als "Sohn" anzusprechen.
Als "Kind, Sohn" ist der Mensch quasi Gottes "erbberechtigtes" Geschöpf (Verwalter, Statthalter) in der Schöpfung. Das Kind hat Anteil am Recht, am Reich des Vaters. So wurde in alter Zeit, aber auch heute noch dieser Begriff verstanden.
Dieser Begriff wurde also symbolhaft, bildlich und umfassend verwendet.
Ähnliches gilt für: "er sitzet zur RECHTEN des Vaters".
Zur rechten Seite des Vaters zu sitzen (oder zur Rechten des Gastgebers, des Königs) war eine Ehre für den Gast und drückt dessen "NÄHE" zum HAUSHERRN – dem ERHALTER der FAMILIE aus.
| Zitat: | (Joh 8,44ff): Ihr habt den Teufel zum Vater...Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit...Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht...weil ihr nicht von Gott seid.
Wer (aber) den Willen des Vaters tut, mit seinem Willen übereinstimmt, in seinem Sinne handelt, den Samen seines (geistigen Wesens) weiter trägt, in seinem Auftrag handelt, mit seinem Siegel ausgestattet ist, von seinem Geiste ist, usw. der IST der SOHN (das Kind). |
Daher, nach diesen Worten aus dem Neuen Testament, ist JESUS (ISA as) tatsächlich DER, resp EIN SOHN GOTTES, weil er als wirklicher Diener Gottes, als einer der sein ganzes Sein dem Willen Gottes völlig hingegeben hat, (weil er in diesem Sinne ein wahrhaft gläubiger MUSLIM war) diesen TITEL verdient. Doch weil dieser Begriff NICHT in diesem biblischen Sinne verstanden und gebraucht wird, sondern missverständlich gebraucht wurde und wird, lehnen wir MUSLIME diese Bezeichnung, diesen Titel kategorisch ab und weigern uns, ihn zu gebrauchen.
| Zitat: | | Täten sie Gottes Willen, so wären sie seine "Kinder" (1. Joh 2, 29f). |
Man sagt ja heute auch wenn man ein liebes Kind, Mädchen sieht: "Mein Gott, was für ein liebes (liebliches) Geschöpf. Ganz die Mama (oder Papa )."
Wobei man ja doch den Unterschied zu machen weiß.
Glaube aber, dass man damals den Vater weder mit dem Sohn verwechselte noch gleichsetzte. (Eher vielleicht dem "gleichen Haus", der gleichen "geistigen Umgebung" zurechnete.) Und daher aus vorher erwähnten Überlegungen kein Problem mit dieser Terminologie hatte.
Aber weil diese Terminologie seit einiger Zeit nach Jesu (a.s.) Tod ja offensichtlich Grund für so viel "Überhöhung, Überheblichkeit" gab, musste in der jüngsten Offenbarungsschrift die explizite Zurückweisung und Klarstellung erfolgen.
| Zitat: | | Sprich: GOTT ... zeugt nicht und wird nicht gezeugt ... |
Ich sehe das auch als psychologisches Phänomen, welches ganz allgemein mit Götzendienst einhergeht. In Schlagworten kurz beschrieben:
Jesus = Menschensohn (so bezeichnet er sich selbst) = Bruder jedes Menschen = wie jeder Mensch: Wenn Jesus nun auch noch Gott ist, (so sagt sich der vom Üblen verführte, überhebliche, der Egozentrik hingeneigte Mensch), dann bin ich auch quasi Gott und stehe über allen anderen, die nicht meiner Kongregation angehören.
Ein aktueller Spruch: „Ein SKULL ÜBER allen anderen“!
Nicht ohne Grund gefielen sich die Spanier in der Rolle der Götter, als sie Amerika eroberten - und der anmaßende ABSOLUTHEITSANSPRUCH der westlichen, hegemonialen Welt über alle andere Kultur und Zivilisation gibt auch beredtes Zeugnis über dieses Phänomen ab.
Dieser Gleichung schließt sich ein „theozentrierter“ Mensch (also einer, der das Göttliche Wesen ins Zentrum seines Denkens stellt) und der klar unterscheidet zw. Schöpfer und Geschöpf, nicht an!
Nach Muhammad ASAD noch aus dem Qur'an:
| Zitat: | 6: 100
Und dennoch sind manche [Leute] soweit, allerlei unsichtbaren Wesen einen Platz an der Seite Gottes zukommen zu lassen – obgleich Er es ist, der sie [alle] erschaffen hat; und in ihrer Unwissenheit haben sie Ihm Söhne und Töchter angedacht! Grenzenlos ist Er in Seiner Herrlichkeit und höchst erhaben über alles, das Menschen über den Weg der Definition zu erdenken vermögen,
6: 105
Und so verleihen Wir Unseren Botschaften mannigfache Facetten. Dies deshalb, damit sie letztlich sagen: „Du hast dir [all dies] wohl zu Herzen genommen", und damit Wir dies den Menschen die Einsicht haben, klar machen mögen, |
Der Grund, warum die Muslime sich dem Dialog mit Christen, welche die Trinität mehr als die EINHEIT Gottes betonen, liegt unter vielem Anderen wohl in folgendem Vers:
| Zitat: | 6: 106
folge du dem, was dir von deinem Erhalter offenbart wurde – außer dem es keine Gottheit gibt – und kehre all jenen den Rücken, welche neben Ihm anderem Göttlichkeit zuschreiben.
2:253
Und Wir gaben Jesus, dem Sohn Marias, die klaren Beweise und unterstützten ihn durch heilige Eingebung (den Heiligen Geist M.M.H.), und wenn Allah es so gewollt hätte, dann hätten sich diejenigen, die nach ihnen kamen, nicht gegenseitig bekämpft, nachdem klare Beweise zu ihnen gekommen waren. Sie wurden jedoch uneins. Die einen von ihnen waren gläubig, die anderen ungläubig. |
Möcht Ihnen noch einen meiner Gedanken vorstellen, welchen ich in dieser Form in der Öffentlichkeit erst einige Male formuliert habe.
Dieser Gedanke beschreibt das grundsätzliche Entspringen der 3 monotheistischen Religionen, wie wir sie heute kennen, des JUDENTUMS, des CHRISTENTUMS und endlich des ISLAMS aus einer einzigen Quelle und deren Verbindung zueinander.
So frage ich Sie:
Was ist das erste Gebot der JUDEN?
"HÖRE - Oh ISRAEL, dein Gott ist ein EINZIGER GOTT .."
Viele hörten dies Wort Gottes - doch ermangelte es ihnen an Glauben und sie verstanden es nicht.
Gleich wohl es wenige unter den Menschen gab, die ihre Widerspenstigkeit aufgaben und das Wort in sich aufnahmen und weitertrugen, so weit sie es eben vermochten.
Doch für die meisten blieb dieses lebendige Wort leer und verknöcherte zu einer Hülse toten Gesetzes.
Doch Gott - der Allerbarmer läßt Seine Kinder nicht allein ("Wer sich also vom Geist Gottes leiten läßt, dies sind die Kinder Gottes" Römer 8.14).
So sandte Er Sein Wort ins Fleisch, damit die Menschen sich leiten ließen und Sein Wort verstehen, Sein Wort im wahrsten Sinne - BEGREIFEN - könnten.
JESUS, der MESSIAS, der GESALBTE, das WORT GOTTES, der GEIST von GOTT, wie der Qur'an ihn benennt und der Muslim ihn kennt, kam zu den Seinen, doch sie erkannten ihn nicht.
Sie hörten das Wort doch sie begriffen es nicht, sie verstanden die Sprache, die Worte JESU, doch statt diese wirklich zu begreifen, faßten sie ihn an, griffen sie ihn an - wieder im umfassenden Sinne des Wortes.
Gleich wohl es wieder wenige unter den Menschen gab, die ihre Widerspenstigkeit aufgaben und das Wort in sich aufnahmen (dies ist die wahrhaftige Kommunion) und weitertrugen, so weit sie es eben vermochten. Doch schwach ward der Mensch erschaffen.
Doch Gott - der Allerbarmer - Er wendet sich jenen zu, die Ihn suchen und so sandte Er erneut Sein Wort an Seinen ergebenen Diener Muhammad und machte ihn zu Seinem Sprachrohr und Gesandten, das Wort in aller Frische zu verkünden.
Und so spricht Allah im erhabenen Qur'an:
"Sprich, Er ist ein EINZIGER GOTT ..."
Sehen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, meine lieben Schwestern und Brüder im Islam - wie die Geschichte, welche über tausende von Jahren geschah, in einem kurzen Moment in ihrer Bedeutung sich uns offenlegt?
Es erging der Befehl an die Kinder ISRAELS:
HÖRE
doch die Meisten verstanden, begriffen es nicht.
So wurde das WORT ins Fleisch gesandt, um dieses BEGREIFEN zu erleichtern, doch die meisten verstanden es nicht, betasteten es bloß, griffen es an.
Doch von jenen, welche gehört haben, die verstanden und begriffen haben, von jenen wird nun zu sprechen verlangt:
SPRICH, ER IST EIN EINZIGER GOTT .... UND NICHTS IST IHM GLEICH.
Diese Geschichte ist es, welche die monotheistischen Religionen miteinander verbindet und die Christen und Muslime verbindet auch die Person JESU.
Wie Sie heute schon gehört haben, und dies war bestimmt neu für Sie, ist JESUS für die Muslime:
"ein WORT von GOTT" (4:172)
"BARMHERZIGKEIT von GOTT" (19:22)
"GEIST von GOTT" (2:88 )
"mit dem GEIST der HEILIGKEIT bestärkt" (5:11)
"GNADE GOTTES" (4:172)
"ein ZEICHEN für die WELT und die MENSCHEN" (21:92, 19:22)
"geehrt in dieser WELT und in jener WELT, einer der GOTTESNAHEN" (3:46)
"RECHTSCHAFFEN" (3:47)
und er gehört zu jenen, die "GOTT zu SICH genommen hat" (4:159) _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 27.04.2008, 22:02, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Gast
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Verfasst am: 14.05.2008, 23:36 Titel: |
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Guten Tag,
NCBI Schweiz hat einen Film über Begegnungen mit einem Holocaust
Überlebenden gemacht:
"Unterwegs: Antisemitismus und Vorurteile abbauen. Begegnung mit einem Holocaust-Überlebenden“
Am 21. Mai um 19.00 Uhr findet die Uraufführung im Gymnasium
Unterstrass im Musiksaal statt. Die Veranstaltung richtet sich an alle
Interessierte.
Herzliche Grüsse,
Nina Hössli
mehr Infos im Anhang oder unter www.ncbi.ch |
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Gast
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Verfasst am: 16.05.2008, 09:28 Titel: |
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Beiliegend eine Einladung zum spannenden Fussballspiel
"FC Nationalrat gegen FC Religionen"
in Bern. Die Nationalräte spielen gegen Pfarrer und Imame. Es ist ein symbolisches Spiel vor der EM2008.
Quelle:
http://www.kirche08.eu
Die sportlichen Imame freuen sich auf eure Anwesenheit und vor allem auf eure Unterstützung als Fan!
Einen gesegneten Djuma, Wa Salam
Fatih
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Was?
Fussballspiel "FC Nationalrat gegen FC Religionen"
Wann?
Dienstag, 27.05.2008, 18.00 Uhr
Wo?
Sportplatz Liebefeld, Jägerweg 19, 3097 Liebefeldhttp://map.search.ch/liebefeld/jaegerweg-19
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Hier ein Bericht dazu: http://www.espace.ch/artikel_525550.html |
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