Gesellschaft Schweiz - GSIW - Islamische Welt Öffentliches Kommunikations- und Informationsforum von GSIW

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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 07.01.2007, 14:43 Titel: VERANSTALTUNGEN in der SCHWEIZ 2007 |
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Veranstaltungshinweise auch unter www.islam.ch
Treffen der islamischen Frauenvereine
Dar An-Nur Islamisches Frauenzentrum Bern
http://www.realhomepage.de/members/frauenverein_nuur/index.html
Sulgenrain 27
3007 Bern
TEL: 031-371 10 02 E-Mail
FAX: 031-372 06 81
Alle islamischen Frauenvereine und alle Muslimas der Schweiz sind herzlich eingeladen. An diesem Treffen haben alle Frauenvereine die Möglichkeit ihre Aktivitäten vorzustellen.
Das Programm wird übersetzt auf
arabisch/bosnisch/türkisch/albanisch/französisch
Anmeldung bis spätestens 31. Januar 2007:
WANN?
Sonntag, 18. März 2007, 10.00 bis 17.00Uhr
WO?
Raum Aarau/Olten (je nach Anmeldungen) _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com
Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 23.01.2007, 11:37, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: 07.01.2007, 14:43 Titel: Anzeige |
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Gast
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Verfasst am: 13.01.2007, 17:53 Titel: |
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Orientalisches Seminar der Universität Basel
Einladung zum öffentlichen Gastvortrag von Dr. Hans-Caspar Graf von Bothmer
„Die Anfänge der Koranillumination und ihre Voraussetzungen im Licht des Handschriftenfundus der grossen Moschee von Sanaa“
Mitwoch 17. Januar 2007, 18h15
Ort: Kollegiengebäude der Universität, Petersplatz 1, Hörsaal 102 |
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Gast
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Verfasst am: 17.01.2007, 17:30 Titel: |
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"Blickwechsel - wie leben wir, wie leben andere"
Im Rahmen der Ausstellung "Blickwechsel - wie leben wir, wie leben andere" (siehe Flyer im Anhang) in Luzern organisiert NCBI Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Politforum Zentralschweiz eine öffentliche Diskussionsveranstaltung am 29.1.2007 in Luzern zum Thema "Muslimische Kinder in der Schule". An dieser Veranstaltung wird auch das Buch "Muslimische Kinder in der Schule - As-salamu alaikum" vorgestellt.
Über ihre Erfahrungen berichten an der Veranstaltung:
Monika Portmann, Leiterin Schulhaus Grenzhof
Hatice Avci, Islamischer Frauenverein
Nina Hössli, NCBI Schweiz, Herausgeberin des obenerwähnten Buches oder Ron Halbright, Präsident NCBI Schweiz und Mitwirkender am Buch
Yusuf Sabadia, Islamische Gemeinde Luzern
Moderation: Anusooya Sivaganesan, NCBI Zentralschweiz
Dies ist eine Diskussionsveranstaltung für Lehrpersonen, Schulleitung, Schulbehörden, Eltern, Schüler/innen und sonstige Interessierte.
Datum/Ort: 29.1.2007 um 19.00 Uhr in der Kornschütte / Kornmarkt 3, in Luzern.
Ablauf:
19.00 Einführung in die Thematik
19.20 Perspektiven von muslimischen und nicht-muslimischen Fachpersonen und Betroffenen
Diskussion und Fragen
Präsentation des neuen Buches
20.45 Apéro
Klappentext des Buches „Muslimische Kinder in der Schule - As-salamu alaikum“:
Muslimische Kinder und ihre Familien bringen grosse Vielfalt in die Schule - und manchmal auch unbekannte Situationen und herausfordernde Fragen wegen interreligiöser oder interkultureller Konflikte, Teilnahme an Schwimmunterricht und Klassenfahrten, Weihnachtsfeiern oder Kopftücher.
Dieses Buch bietet Empfehlungen, praktische Tipps und eine Einführung in den Islam. Muslimische und nichtmuslimische Fachleute beschreiben die interkulturelle Pädagogik und die Lage der Muslim/innen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Schüler/innen, Eltern und Lehrpersonen berichten über ihre Erfahrungen. Weiter gibt es leicht umsetzbare Unterrichtshilfen zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Islam und andere Religionen u. a. sowie ein Nachschlagewerk für herausfordernde Situationen. Mit einem Vorwort von Dr. rer. pol. Farhad Afshar, Präsident der KIOS (Koordination Islamischer Organisationen Schweiz) und einer ausführlichen Adress- und Literaturliste.
Dieses Buch ist eine Unterstützung für alle, die sich für eine Schule einsetzen, an der sich muslimische und nichtmuslimische Kinder, ihre Familien und die Lehrpersonen willkommen fühlen.
K2 Verlag, ISBN- Nr: 3-03722-004-X
Mehr Informationen zum Buch und zur Arbeit von NCBI Schweiz zum Thema Islamophobie: www.ncbi.ch
Mehr Informationen zur Ausstellung und zur Veranstaltung im angehängten Flyer oder unter: www.polit-forum.org |
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Gast
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Verfasst am: 23.01.2007, 11:32 Titel: |
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Islam und Gewalt
Haus Gutenberg, Burgweg 8, Postfach 147, 9496 Balzers
Anmeldung: gutenberg@haus-gutenberg.li
2.Februar 2007
MONOTHEISMUS und GEWALT
Im Bildungshaus Gutenberg/Balzers 2.2.07
Eine kritische Auseinandersetzung - Seit einigen Jahren ist die Welt konfrontiert mit Terror- und Kriegsakten, die im Namen Gottes begangen werden. Viele Fragen ganz grundsätzlicher Art werfen diese Taten auf: Werden sie von Menschen begangen, die irregeleitet wurden, stellt diese Gewalt ein Missverständnis des Religiösen dar oder ist in den Religionen ein Gewaltpotenzial versteckt? Auf diese und weitere Fragen wollte die Veranstaltung Antworten geben.
Univ. Dozent Dr. Samuel-Martin Behloul gab eine Einführung über den Islam und Prophet Muhammad (a.s.) (…der in direkter Kommunikation mit Gott gestanden haben soll…). Auf die Frage des Autors dieses NLs, „wie viele Todesopfer denn nach den Schlachten zu beklagen waren, welche die Muslime unter dem Propheten geschlagen hatten?“ erfuhren z.B. die erstaunten Zuhörer, die ja aufgrund der permanenten Indoktrination durch Medien aller Art, über den angeblich unstillbaren Durst der Muslime nach dem Blut „Ungläubiger“ unterrichtet werden und daher ganz anderes erwartet hatten, ganz korrekt, dass in den Jahrzehnten des Wirkens des Propheten gerade mal knapp über 1000 (eintausend) Kämpfer auf beiden Seiten ihr Leben lassen mussten. Gute alte Zeiten, oder?
Dr. Alois Halbmayr, Salzburg, referierte auf kompetente und inspirierende Weise über die Beziehung zwischen Gewalt und Monotheismus und bezog sich in seinem Vortrag dabei ausschließlich auf das Alte Testament. Die Thesen von Dr. Assmann wurden eingehend und im Anschluss darauf, vor allem die Entgegnungen auf diese Thesen erfrischend und auf erhellende Art dargestellt. Dr. Halbmayr verstand es, die Bedeutung des Monotheismus ganz allgemein und dessen Bezug zu Gewalt auf eine hervorragend verständliche Weise darzustellen und in einem Geiste zu vermitteln, der auch von Muslimen fast vollumfänglich mitgetragen werden kann und auch wird.
Wäre es nicht schön & an der Zeit, wenn auch Muslime selbstständig solche oder ähnliche Veranstaltungen ausrichteten und sich aktiv in zeitgemäßer Partizipation und Selbstreflexion engagierten? |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 24.01.2007, 10:52 Titel: |
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Grundlagen des Dialogs,
Internationale Beispiele
Dr. Hans Ucko, vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf (Röm.kath. Kirche ist nicht Mitglied), Büro für interreligiöse Beziehungen und Dialog, Mitglied des Weltkirchenrates.
Ökumenische Gemeinde Halden, Oberhaldenstrasse 25, 9016 St. Gallen
Zeit: 19 Uhr von Dienstag, 23.01.2007,
PROTOKOLL zur VERANSTALTUNG
Anwesend: ca. 50 - 60 Personen:
2 Bahai, 1 Buddhistin, ca. 35 Christen (ca. 18 Katholiken, 17 Protestanten), 1 Hindu, 3 Muslime, 4 Sikhs, einige ohne Bekenntnis.
Vortrag von Prof. Hans UCKO
Für den aus jüdischem Haus stammenden Pastor Hans UCKO, Mitglied des Büros für internationale Beziehungen und Dialog steht seit 1975 die Frage im Vordergrund: "WER IST DER ANDERE?". Seine Arbeit, so sein Bekenntnis - ist seine Passion.
Jene, die aufgrund der zurzeit hochgespielten Divergenzen zwischen den Religionen nach einer, alle gleichmachenden "Einheits- eine Superreligion" rufen oder der Abschaffung der Religion überhaupt wünschen, lässt er wissen: "Dagegen würde ich kämpfen". Widerspruch sei ein notwendiges Element um Demut zu entwickeln. Jene Demut, die eine arrogante, alles vereinnahmende Überheblichkeit, eine alles zerstörende Egozentrik verhindert oder zumindest beschränkt. Ist es doch so, dass wir alle erzogen wurden, in bestimmtem Maße einen gewissen Absolutsheitsanspruch zu vertreten: "Ich bin das Heil, meine Religion ist die wahre heilbringende" etc.
Es ist daher dringend nötig Verfahren im Umgang mit anderen zu entwickeln, die gewährleisten, meine Tradition mit Bestimmtheit zu vertreten OHNE den anderen zu erniedrigen.
Wir leben in einer Zeit, in der es erforderlich sei, nicht nur religiös, sondern "interreligiös" zu sein. Prof. UCKO ist überzeugt, wir lebten in einer gesegneten, wenn auch schwierigen Zeit, einer Zeit der Herausforderung, da wir erstmals GLOBAL aufeinander angewiesen sind und somit die Vision einer in Frieden geeinten Menschheit verschiedener Religionen und Völker, zur Wirklichkeit erwachen könnte.
Wir sollten aber nicht vergessen, dass religiöse Überzeugungen nicht nur im Ideal aufeinander treffen. Christentum, Islam, Religionen ... können durchaus mehrdeutig, auch dem Zwispalt zuträglich, ausgelegt und ausgelebt werden - nicht nur der Friede - auch das Schwert spielt seine blutige Rolle. Die Geschichte lehrt uns zudem, dass Religion gerne für das Erreichen ökonomischer und politischer Begehrlichkeiten instrumentalisiert wird und so genannte religiöse Menschen sich auch nur zu gerne dafür instrumentalisieren lassen.
Religion MUSS wahr-genommen werden - wenn dies nicht geschieht, dann meldet sie sich wahrlich gewaltig zu Wort! (siehe Gilles Kepel; Revenge of God)
Daher sind Zusammentreffen wie dieses heute abend wichtig und gut, da die Menschen sonst nur zu leicht glauben könnten, die Religion(en) wären das Problem. Durch solche Begenungen werden persönliche Beziehungen aufgebaut, Vertrauen entwickelt - und Vertrauen lässt sich nicht so leicht als Waffe einsetzen denn Misstrauen und Vorurteil. Doch soll man dabei nicht vergessen, dass Dialog kein "quick fix" ist, ein sofort wirkendes Allheimittel, eine schnelle Lösung. Eher kann er als vorbeugende, "Immunsystem (vertrauens) stärkende" Maßnahme verstanden werden.[url]
Ganz wesentlich sei es, wieviel man auch über etwas, über den Islam z.B. in der Schule gelernt hätte, so doch es etwas ganz anderes ist, wenn man mit Muslimen gemeinsam den Islam studiert. Darin im "mit" statt "über" liegt der Unterschied, der seit 1971 im Büro für den interreligiösen Dialog gepflegt wird.
Es ist daher nötig gewisse Stereotypen wieder zu "verlernen" ("unlearn"), die sich im Umgang mit, im Verständnis des Anderen verhärtet haben.
Die immer mehr verspürbaren Spannungen zwischen Menschen verschiedener religiöser Zugehörigkeit gibt es in diesem Maß erst wieder seit ca. 20 Jahren. Es gibt wieder den "welterobernden" Missionar und - es ist ein Arbeitsschwerpunkt des Büros neue Wege des Umgangs mit Menschen zu finden, die "kommen um zu missionieren".
Weitere Schwerpunkte sind der Wohlfahrt von Kindern und Frauen gewidmet - in Hinblick auf die Gleichgerechtigkeit (welch schönes Wort!)
Prioritäten des Kirchenrates sind desweiteren: Vertrauen kultivieren, Spiritualität, Perspektiven der Jugendlichen bestärken - Beratung der Kirchen im "recomposing" ihres Auftretens. Bewußtmachung der Problematik, dass es wahrscheinlich schon stimmt dass: "der Europäer glaubt zwar - und fühlt sich doch nicht verbunden" ("he is believing but not belonging") Wiederfindung lebendiger Spiritualität anstatt Bestärkung des Vorgehens, den Anderen ohne "wenn und aber" vor vollendete Tatsachen zu stellen (in Österreich sagt man: "Vogel, friß oder stirb!".
WIE können wir gemeinsam, in gegenseitiger Ergänzung eine Zukunft bewältigen, die eben nur in Gemeinsamkeit bewältigt werden kann?
Auf muslimischer Seite, als Bezug für die Schweizer, ist es Tariq Ramadan, er lebt in Genf, der sich auf diesem Gebiet schon sehr viele Gedanken gemacht hat. (2000 Der Islam und der Westen, Marburg, M.S.V.
2001 Muslimsein in Europa, Marburg, M.S.V. , Der Islam und die Muslime, Größe und Dekadenz in unserem alltäglichen Leben, Verlag Green Palace
2002 Die Muslime im Westen, Verlag Green Palace)
Und als letztes sei noch bemerkt, dass neben dem interreligiösen Dialog es auch sehr wichtig ist, den intrareligiösen Dialog zu fördern, um die Erfahrungen im "remcomposing" der Harmonie in der interreligiösen Begegnung innerhalb der eigenen religiösen Gemeinschaft weiter zu vermitteln.
Und um dabei auch das Spannungsfeld zwischen Absolutismus und Relativismus - an sich und im Dialog zu erleben - ein probates Mittel um sich in solcher Begegenung selber besser zu verstehen - und dabei und dafür "skillfull means" (geeignete, fach- und sachgerechte Mittel, Instrumente) zu entwickeln und zu entdecken.
FRAGEN aus dem PUBLIKUM
Frage: Wie sehen Sie die zunehmende Instrumentalisierung der Religion durch die Politik?
Antwort: Tatsächlich ist dies eine Realität welche mit den Ängsten der Menschen zu tun hat. Geben wir den Machthabern ("der Familie des Polyphem" Anm. Hanel) doch nicht das Monopol der religiösen Interpretation - und das Gespräch über den Zusammenhang von "Religion und Gewalt" wird wohl statt finden müssen.
Frage: Wie gehe ich mit Verfassern von Briefen um, die darin ihre Angst vor dem interreligiösen Dialog, die Angst um den Stellenwert ihrer eigenen Religion zum Ausdruck bringen? Wie gehen wir mit diesen Gefühlen der Angst und des Bedrohtwerdens um?
Antwort: 1. Wichtig ist es zuzuhören - nicht zensurieren. 2. Zur Begegnung mit dem "Anderen" bringen, denn im "MIT" (einander) und nicht "ÜBER" (einander) ist die Konfliktlösung möglich. "Beim Schwimmen lernt man schwimmen" 3. Nötig ist ein Wegführen von der Oberflächlichkeit zur Ernsthaftigkeit und Tiefe.
Frage: Wie kann ein Mensch der Menschheit dienen?
Antwort: Durch Aufgabe von Arroganz, Überheblichkeit und Vereinnahmung und durch TEILEN - aufrichtigem MIT-TEILEN.
Frage: Dialog ist schwer, gewaltfreier Dialog sehr schwer. Wie kann man ihn leichter gestalten?
Antwort: Erst wer sich selbst kennt, ist bereit sich dem anderen in schöner Weise mitzuteilen. Die Begegnung ist zu suchen, denn sie ermöglicht die Bereitschaft. Begenung ist Geburt. Und - sage dem anderen, WAS Du schönes an ihm erkennst.
Frage: Glauben Sie, dass wenn man die Bereitschaft an sich selbst entwickelt, wirklich Neues in sich zu entdecken, dies den Dialog, das Verständnis füreinander erleichtert?
Antwort: Wesentlich ist die Begegnung und sich selbst zu kennen.
Frage: Haben Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung einen Unterschied zwischen Christen im Orient und in Europa festgestellt?
Antwort: Im Orient ist man noch eher "pietistisch", im Westen schon eher "post-christlich".
Schlusswort:
Weder Absolutsheitsanspruch, noch Relativismus, noch Ablehnung ist probates Mittel zum Verständnis religiöser Menschen füreinander. Vielmehr soll RELIGION "neu", anders WAHR genommen werden - und dies hat durchaus etwas mit Sprache zu tun. _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 27.01.2007, 00:23 Titel: |
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«Die Frau im Islam»
Referat des ägyptischen Literaturwissenschafters Prof. Hamid Nasr Abu Zaid zum Thema «Die Frau im Islam» am Freitag, 9. März 2007, um 19 Uhr, im Hörsaal 118 des Kollegiengebäudes der Universität Basel, Petersplatz, 4051 Basel
Gespräch mit Prof. Hamid Nasr Abu Zaid in der Sendung «Sternstunde Philosophie» des Fernsehens SF 1 am Sonntag, 11. März 2007, um 11 Uhr _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
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Gast
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Verfasst am: 31.01.2007, 15:32 Titel: |
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WAS?
"Der Islam am Wendepunkt: Liberale und konservative Reformer einer Weltreligion"
Dr. phil. Ludwig Ammann
WANN?
Freitag, 2. Februar 2007, 18:15-20:00 Uhr
WO?
Hörsaal KOL-F-117 des Hauptgebäudes der Universität, Rämistrasse 71, 8006 Zürich
http://map.search.ch/zuerich/raemistr.71 |
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Gast
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Verfasst am: 03.02.2007, 01:24 Titel: |
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Christentum und Islam im Gespräch zwischen Kreuz und Halbmond
Brennende dänische Flaggen im Karikaturenstreit, schweigende Frauen im Kopftuch, ein umstrittener Minarettbau in Wangen bei Olten: aus den Medien sind diese Themne bekannt. Sie fordern heraus und können polarisieren - für oder gegen den Islam.
Was wissen wir von der islamischen Kultur und Religion? Wo liegen gemeinsame religionsgeschichtliche Wurzeln zwischen der jüdisch-christlichen und der islamischen Religion? Was steht im Koran? Wie leben die mehr als 300 000 Muslime und Musliminnen in der mehrheitlich christlich-abendländisch geprägten Schweiz?
Und: wie gehen wir mit dem um, was uns an der islamischen Kultur und Religion fremnd ist?
An 4 Abenden werden wir uns mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen.
Die Kursreihe richtet sich an Menschen, die interessiert sind, verschiedene Facetten des Islams näher kennenzulernen. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Grenzen zu erkennen und zu achten. Wir arbeiten im Plenum und in Gruppen.
Die Daten:
Dienstag 27. Februar, 19.45 - 21.45 Uhr im Murrihuus Schliern:
Der Islam - Versuch einer Einführung. Leitung: Rolf Klopfenstein
Dienstag 6. März, 19.45 - 21.45 Uhr im Saal der Thomaskirche Liebefeld:
Das Liebesgebot - in der Bibel und im Koran
Referenten: Bekim Alimi, Imam und Religionslehrer an der öffentlichen Schule in Wil SG, Dr. Christian Rinikerr, Pfarrer in Köniz.
Leitung: Pfr. Hansueli Ryser
Dienstag 13. März, 19.45 - 21.45 Uhr im Ritterhuus Köniz:
Zehra aus Oetingen und Dominic aus Bern. Eine junge Muslimin und ein junger Christ im Gespräch.
Leitung: Rolf Klopfenstein
Dienstag 20. März, 19.45 - 21.45 Uhr im Saal der Thomaskirche Liebefeld:
Der Islam foderdert uns heraus - ein kritisches Kulturgespräch.
Referent: Dr. Farhad Afshar, Dozent am Institut für Soziologie der Universität Bern
Leitung: Hansueli Ryser
Ort: Murrihuus Schliern, Thomaskirche Liebefeld, Ritterhuus Köniz
Zeit: von Freitag, 16.02.2007, 19.45 Uhr
bis Dienstag, 20.03.2007, 22.00 Uhr
Bemerkungen: Es wird empfohlen, alle vier Abende zu besuchen.
Zielpublikum:
Leitung:
Referent/innen:
Kosten: Vier Kursabende: Einzelperson 38 Franken; 2 Personenr: 65 Franken Einzeleintritt: 12 Franken / 2 Personen: 20 Franken
Anmeldung: klopfi@waldmeisters.ch
E-Mail für weitere Informationen:
Veranstalter: Röm.-kath. Pfarrei St. Josef Köniz, ,
Tel: , Fax:
E-Mail:
Die Anliegen der Muslime
Die Muslime in der Schweiz kämpfen vor allem um Akzeptanz und Infrastruktur.
Unter dem viel versprechenden Titel «Die Anliegen der Muslime gegenüber der Öffentlichkeit» fand am Donnerstagabend der dritte und letzte Vortrag der Reihe «Die Schweiz aus muslimischer Sicht» in der «Repfergasse 26» statt. Gleich zu Beginn stellte Referent Bekim Alimi - er ist Imam und Religionslehrer im sankt-gallischen Wil sowie Vizepräsident des Dachverbandes islamischer Gemeinden der Ostschweiz und des Fürstentums Lichtenstein - eine provokante Frage:
«Sind Muslime überhaupt integrierbar?»
Die Antwort dieser Frage, sagte Alimi, hänge gänzlich davon ab, was man unter «Integration» verstehe. Ziel müsse es sein, zwei Kulturen im Sinne eines gegenseitigen Verständnisses miteinander zu verbinden - und nicht, die eine von beiden aufzugeben. «Der Islam als Religion kennt gegenüber Nichtmuslimen nur ein einziges Anliegen», so Alimi , «nämlich, nicht unverstanden zu bleiben oder gar missverstanden zu werden.» Von den Muslimen selbst fordere der Islam hingegen, die herrschenden Regeln und Gesetze des Landes anzunehmen, in welchem sie leben. «Wir sind nicht in die Schweiz gekommen, um hier einen islamischen Staat zu errichten», hielt Alimi klipp und klar fest. Es sei aber auch nicht richtig, die Muslime in der Schweiz als Gäste zu verstehen: «Wir sind mehr als Gäste», betonte Alimi, «wir möchten ein Teil dieses Landes sein.» Etwa 380 000 Muslime würden in der Schweiz leben, rund die Hälfte von ihnen seien unter 25 Jahren alt. «Die Muslime sind eine Realität in der Schweiz», folgerte der Imam, «und sie tragen ein grosses Potenzial in sich, das es für die Gesellschaft zu nutzen gilt.»
Grabfelder und Religionsunterricht
Auf dieser Basis sieht Alimi auch die wichtigsten Anliegen der Muslime gegenüber der Schweizer Öffentlichkeit: der Wunsch nach Gleichberechtigung und Chancengleichheit, danach, dass Vorurteile abgelegt werden und Pauschalverurteilungen aufhören.
Daneben, so Alimi, gebe es verschiedene konkrete Wünsche, die aus alltäglichen Bedürfnissen erwachsen: etwa muslimische Grabfelder, damit die Verstorbenen in dem Land begraben werden können, wo die Familie tatsächlich lebt, oder Religionsunterricht an Schulen statt irgendwo privat, mit Lehrplänen und Materialien, die mit den Schulbehörden und unter den Religionen abgesprochen seien.
Ein Thema seien auch Räume für die religiöse Nutzung, wobei man hier differenzieren müsse zwischen Gebetsräumen, die offen für gemeinsames Beten seien, aber keinen Imam hätten, Gebetsstätten, die zusätzlich eine Treffpunktfunkt ion hätten und in welchen hier zu Lande - weil es keine Moscheen gebe - auch Imame arbeiten würden, und schliesslich Moscheen, die in etwa einem christlichen Kirchgemeindehaus oder Pfarreizentrum entsprächen. (lm) |
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Gast
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Verfasst am: 07.02.2007, 15:29 Titel: |
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Am 11. Februar 2007 um 14.00 Uhr gibt es vor Ort eine spezielle Führung für Muslime.
Quellen:
http://www.forum-pfarrblatt.ch
Aus einem Informationsabend über den Islam entstehen in Greifensee ein lebhafter Kontakt und rege Gastfreundschaft zwischen den christlichen Kirchen und der Moschee:
http://www.forum-pfarrblatt.ch/archiv/2007/forum-nr-3-2007/herzliche-gastfreundschaft
„DIE BIBEL ENTDECKEN – MIT ALLEN SINNEN“
Den Besuchern werden bei dieser neuartigen Ausstellung nicht nur papierene Informationen vorgelegt, sondern sie sollen sich alle beteiligen am Schmecken, Sehen, Ausprobieren, Spielen, Raten und Essen. Da werden alle Sinne angesprochen:
- Biblische Hölzer, Gewürze und Duftstoffe führen in den Orient und die biblische Welt.
- Rätsel und Computerspiele laden zum Entdecken der Bibel ein.
- Gegenstände aus Judentum und Islam erschliessen eine unbekannte Welt.
Wann?
4. bis 15. Februar 2007
WO?
Kath. Kirche, Im Städtli 70, 8606 Greifensee
http://map.search.ch/greifensee/im-staedtli-70
Ref. Kirche, Im Städtli 104, 8606 Greifensee
http://map.search.ch/greifensee/im-staedtli-104 |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 08.02.2007, 12:50 Titel: Die muslimische Frau im Sozialleben |
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Die muslimische Frau im Sozialleben
Selamun Alejkum
Digo Frauengruppe organisiert am
11. Februar 2007, 13.00 Uhr, albanische Moschee, Titlistrasse, Wil
ein Frauentreff mit dem Thema „ Die muslimische Frau im Sozialleben“ mit der Referentin
Frau Fatma Karakoc.
Der Vortrag beinhaltet folgende Themen:
- Muslimische Frau in Europa
- Was ist Islam, was ist Tradition?
- Wo steht die Frau im Islam
- Was sind die Aufgaben der heutigen muslimischen Frau
Gerne laden wir euch zu diesem Treffen ein. Nach dem Vortrag sitzen wir mit euch gerne zusammen und versuchen Ihre Fragen zu beantworten. Ihr dürft gerne etwas Süsses oder Salziges für den Nachmittag mitnehmen.
Bei Fragen meldet euch bitte bei Kumrije Osmani: kumrije_osmani@yahoo.de ,
Tel 076 465 18 59.
Wir freuen uns auf euren Besuch und hoffen auf einen lehrreichen Nachmittag!
Digo Frauengruppe
Lejla Medii
Gruppenleiterin _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com |
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Gast
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Verfasst am: 25.02.2007, 18:00 Titel: |
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Podiumsdiskussion der FDP Kanton Zürich
„Muslimische Zuwanderung in Europa – Chancen und Probleme der Integration“
www.fdp-zh.ch
Öffentliche Veranstaltung
-> Dienstag 6. März 2007
18.30–ca. 20.00 Uhr
Parkplätze:
- Parkhaus Gessnerallee 14
- Parkhaus Globus, Löwenstrasse 37
Tram Nr. 3 + 14 bis Haltestelle „Sihlpost"
Bus Nr. 31 bis Haltestelle „Sihlpost"
HWZ Sihlhof
Hochschule für Wirtschaft Zürich
Lagerstrasse 5
8021 Zürich
FDP Kanton Spitalgasse 5 Tel: 044 268 60 90 E-Mail: admin@fdp-zh.ch
Zürich 8001 Zürich Fax: 044 268 60 99 www.fdp-zh.ch
Programm
Begrüssung Doris Fiala, Parteipräsidentin
FDP Kanton Zürich
Referat: Prof. Dr. Bassam Tibi, Professor an der
Cornell University, NY State und Professor
für Internationale Beziehungen an der
Universität Göttingen, Lehrbeauftragter
an der Diplomatic Academy in Wien. Bundesverdienstkreuz
1. Klasse für sein Wirken für ein besseres Verständnis des Islams in Deutschland sowie seine Vermittlung zwischen den Zivilisationen
Podiumsdiskussion:
- Dr. Ismail Amin, Präsident der Vereinigung islamischer Organisationen
- Mario Gattiker, Chef Integration und Bürgerrecht, Bundesamt für Migration
- Prof. Dr. Georg Kreis, Europainstitut der Universität Basel und Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus
- Pfarrer Dr. h.c. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich
- Prof. Dr. Bassam Tibi
Moderation: Gabriela Winkler, Kantonsrätin FDP
Kommunikationsberaterin
Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zum Apéro ein.
© Neue Zürcher Zeitung; 07.03.2007[0]; Nummer 55; Seite 57
Zürich und Region
Muslime sind primär Individuen
http://www.nzz.ch/2007/03/07/zh/articleEZLA8.html
Lebhaftes FDP-Podium in Zürich zum Thema Integration
vö. Die Thematik rund um die muslimische Zuwanderung in Europa scheint der Öffentlichkeit unter den Nägeln zu brennen: Brechend voll war gestern Abend der Veranstaltungssaal des Sihlhofs, in dem die FDP des Kantons Zürichs ein Podium zu den Problemen und Chancen der Integration veranstaltete. An der prominent zusammengesetzten Runde beteiligten sich Buchautor Bassam Tibi, Mario Gattiker vom Bundesamt für Migration, Ismail Amin, Präsident der Vereinigung islamischer Organisationen, Georg Kreis, Präsident der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, sowie Kirchenratspräsident Ruedi Reich. Dank der klaren und umsichtigen Moderation von Gabriela Winkler verlief das Gespräch auch mit dem lebhaft agierenden Publikum nicht allzu chaotisch. Auf viele Voten, die häufig den Charakter von Bekenntnissen hatten, folgte zustimmender Applaus, es gab kaum Gehässigkeiten, und es durfte auch immer wieder gelacht werden.
Die Aufwärmrunde oblag dem umtriebigen Professor und Buchautor Bassam Tibi, der in seinen Büchern für die Europäisierung des Islam plädiert. Der gläubige Muslim, als den er sich gestern immer wieder definierte, bezeichnete die Integration vor allem der jugendlichen Muslime als wichtigstes Gegenmittel gegen die seiner Ansicht nach drohende Islamisierung von Europa. Ruedi Reich wies darauf hin, dass der Fundamentalismus schon immer eine Quelle des Unfriedens war und der Weg zur Ökumene im Kanton Zürich lang und steinig war. Und Georg Kreis hielt fest, dass der Islam stets sehr schnell zum Islamismus - worunter er die Verabsolutierung einer Extremposition versteht - diskreditiert wird. Von den islamischen Zuwanderern sei allerdings die Trennung von privatem und öffentlichem Bereich zu erwarten. Im öffentlichen Bereich seien Parallelgesells chaften auf keinen Fall zu dulden.
Sodann ging es um die Frage nach den Bedingungen für das Gelingen der Integration. Ismail Amin erachtete es als falsch, wenn ein muslimischer Einwanderer zuerst als Muslim und nicht primär als Individuum definiert wird. Insofern war er mit Bassam Tibi einig, dass der Islam in Europa irrtümlicherweise als Kollektiv betrachtet wird. Auch Amin bezeichnete den Islam als Privatangelegenheit. Mit seinem Bekenntnis, dass die islamischen Organisationen in der Schweiz nie den Anspruch erheben werden, den Islam über die Verfassung zu stellen, erntete er grossen Applaus.
Mario Gattiker betonte die im Grossen und Ganzen erfolgreiche Integration der in der Schweiz lebenden Einwanderer. Allerdings verhehlte er die wachsenden Probleme insbesondere mit jugendlichen Migranten aus dem Balkan und der Türkei nicht. Diese seien der langen Phase einer Laisser-faire-Politik zuzuschreiben. Jetzt müsse es darum gehen, klare Signale auszusenden und auch Forderungen an die Eltern solcher Jugendlicher zu stellen. In diesem Zusammenhang wandte sich Gattiker ausdrücklich an Amin. Die Vertreter der islamischen Organisationen spielten eine wichtige Vermittlerrolle. Sie seien wichtige Akteure, um den Dialog mit den religiösen Muslimen anzukurbeln.
© Aargauer Zeitung / MLZ; 07.03.2007[0]
Zürich
«Europäischer Islam soll gefördert werden»
FDP Gespräch über Integration von Muslimen
Ümit Yoker
«Wird der Islam europäisiert oder wird Europa islamisiert?» stellte Bassam Tibi, Professor an der Cornell University im Staat New York und Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen, als zentrale Frage seines Vortrags. Der Vortrag fand gestern an der Hochschule für Wirtschaft Sihlhof in Zürich statt. Den Rahmen dazu bot eine von der FDP des Kantons Zürich organisierte Podiumsdiskussion zum Thema «Muslimische Zuwanderung in Europa › Chancen und Probleme der Integration». Tibi sieht das Problem Europas mit seinen Migranten aus islamischen Ländern nicht darin, dass diese den Islam ausleben möchten, sondern stellt die Frage, welche Art von Islam sie ausleben möchten. Er spricht sich dabei für eine europäische Form des Islam aus, einen reformierten Islam, wie er es nennt.
Unter Integration versteht Tibi, dass sich jemand, der in Europa lebt, zuerst als Staatsbürger eines Landes und erst an zweiter Stelle als Muslim sieht. Leisten nicht beide Seiten, sowohl die Mehrheits- als auch die Minderheitsgesellschaft, ihren Beitrag zur Integration, sieht Tibi vor allem für muslimische Jugendliche die Gefahr, dass sie zu leichter Beute für Islamisten würden. Für Georg Kreis, Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, gehört es zu den Grundrechten des Menschen, dass dieser sich selbst auch in erster Linie über seine Religion und erst in zweiter über seine Staatszugehörigkeit definieren dürfe.
Während Tibi in Europa die Entwicklung von islamischen Parallelgesellschaft für besorgniserregend hält, findet Kreis verschiedene Verhaltensweisen nach bestimmten religiös geprägten Normen im Rahmen einer Parallelgesellschaft im privaten Bereich zulässig. So beispielsweise, wenn ein Muslim einer Frau nicht die Hand geben dürfe. Der Widerspruch dagegen kam von den beiden an der Diskussion beteiligten Muslimen, Tibi und Ismail Amin, Präsident der Vereinigung islamischer Organisationen. Amin spricht sich klar gegen solche Verbote aus und hält fest, dass der Koran diese auch nicht kenne. Er spricht damit auch das Problem an, dass in der öffentlichen Diskussion über den Islam Religion und Sitten eines Landes oft nicht voneinander unterschieden würden. Amin setzt sich klar für den Islam als private Religion ein. Den Bau von Mos cheen und die Errichtung von Grabfeldern befürwortet er, aber nur, wenn diese nicht unter dem Einfluss eines islamischen Staates aufgenommen würden. |
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Gast
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Verfasst am: 28.02.2007, 11:11 Titel: |
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Medientag "Herausforderung ISLAM"
Donnerstag, 22. März 2007, in Aarau
Impulse für Medienschaffende und Interessierte aus christlichen Gemeinden
http://www.agik.ch//index.php/D/article/1/85
Immer mehr Muslime bevölkern Europa. In der Schweiz fordern islamische
Gemeinschaften selbstbewusst ihre Rechte: Moscheen mit Minaretten, Friedhöfe,
Religionsunterricht an den Schulen. Die Reaktionen der Bevölkerung sind unterschiedlich.
Während die Rechten schimpfen, fressen die Liberalen den Muslimen
aus der Hand und die Medien berichten genüsslich darüber, dankbar für den
noch vor Jahren ungeahnten Diskussionsstoff.
Und was tun Christinnen und Christen damit, die als Medienschaffende – sei es in
den Tagesmedien oder in kirchlichen Blättern und Gefässen – irgendwo zwischen
angestrengter Objektivität, branchengegebenen Sachzwängen und inneren
Konflikten arbeiten? Der Medientag SEA analysiert und sucht gangbare Wege.
Hauptreferenten:
Dr. Hasan Taner Hatipoglu, 50, Vizepräsident der Vereinigung der Islamischen
Organisationen im Kanton Zürich (VIOZ) und Vorstandsmitglied der Gesellschaft
für Minderheiten in der Schweiz (GMS).
Er ist in der Türkei geboren und heute eingebürgerter Schweizer.
Er studierte und doktorierte an der ETH Zürich und arbeitet heute bei einer
Zürcher Grossbank als Informatiker.
Dr. Andreas Maurer, gelernter Maschinenbauingenieur, theologisches Studium
mit dem Abschluss der Promotion an der Universität in Pretoria, Südafrika
(Schwerpunkt: Christentum – Islam).
Er setzte sich in Afrika für die Begegnung zwischen Christen und Muslimen ein.
Seit 1999 in der Schweiz bei Arab World Ministries als Trainings-Koordinator,
seit 2000 wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Islamfragen.
Medientag Aarau – Herausforderung Islam am 22.03.2007
Dr. Taner Hatipoglu
Die islamische Landschaft
Hundert Gruppierungen und was sie wollen
Die Muslime in der Schweiz haben sehr unterschiedliche Herkunft und bilden somit eine sehr heterogene Bevölkerungsgruppe.
Gemäss Volkszählung 2000 stammen die rund 310'000 Muslime in der Schweiz aus 149 Ländern dieser Welt. Obwohl sie die Religion Islam gemeinsam haben, können sich ihre Kulturen und Traditionen stark voneinander unterscheiden.
Der grösste Teil der Muslime in der Schweiz stammt aus Ex-Jugoslawien (175'000, 57%) und aus der Türkei (63'000, 20%). Rund 12% der Muslime (36'500) besitzen die schweizerische Staatsbürgerschaft. Der Rest von 11% (36'000 Muslime), stammt aus insgesamt 146 anderen Staaten.
Da der Islam keine hierarchische „Kirchen-Struktur“ kennt, verfügen die Muslime in der Schweiz auch über keine entsprechende Organisation. Die Muslime haben sich in verschiedenen Vereinen und Stiftungen, meist nach ethnischer Herkunft organisiert.
Als Ansprechpartner für den Kanton und die Stadt Zürich wurde im Jahre 1995 ein kantonaler Dachverband der islamischen Organisationen gegründet, die VIOZ (Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich). VIOZ war die erste kantonale Organisation in der Schweiz. Später wurden auch in den anderen Kantonen solche Dachverbände gegründet, wie:
VIOKL, Vereinigung der Islamischen Organisationen des Kantons Luzern, VAM, Verband Aargauer Muslime,
UMMA, Verband der Islamischen Organisationen Bern,
BMK, Basler Muslim Kommission,
DIGO, Dachverband islamischer Gemeinden der Ostschweiz,..usw.
1989 in Zürich die Gemeinschaft islam. Organisationen der Schweiz (Gios, später in der Kios aufgegangen), Quelle:
http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D11392.php
Beispiel VIOZ:
Die Mitgliedsorganisationen sind:
1. Stiftung Islamische Gemeinschaft Zürich (SIGZ)
Vorstandsmitglieder sind mehrheitlich aus Nordafrika (Aegypten, Marokko, usw.)
2. Dzemat der Islamischen Gemeinschaften Bosniens in Zürich
MuslimInnen aus Bosnien. 20 Filialen in der ganzen Schweiz
3. Verband der Islamischen Kulturzentren
MuslimInnen aus der Türkei. 11 Filialen in der Schweiz.
4. Islamische Glaubensgemeinschaft Zürich
MuslimInnen aus der Türkei. 24 Filialen in der Schweiz.
5. Föderation der Islamischen Vereine in der Schweiz
MuslimInnen aus der Türkei. 5 Filialen in der Schweiz.
6. Islamisches Zentrum Zürich
MuslimInnen aus Libanon
7. Türkisch-Islamischer idealistischer Verein der Schweiz
Musliminnen aus der Türkei. 13 Filialen in der Schweiz
8. Swiss-Turkish Islamic Foundation
MuslimInnen aus der Türkei. 25 Filialen in der Schweiz
9. Albanisch-Islamische Gemeinschaft
MuslimInnen aus Albanien und Kosovo
10. Swiss Muslim Society
MuslimInnen aus Pakistan
11. Kulturstiftung für Kindheit und Jugend in der Schweiz
MuslimInnen aus Libanon, Schweiz
12. Islamisch-kultureller Verein Ahle-l-beyt
MuslimInnen aus Iran. Schiitische Gemeinschaft.
13. Kultureller Verein El Imam
MuslimInnen aus Libanon und der Schweiz
14. Frauenverein Fatima-az-Zahra
Musliminnen aus der Schweiz und anderen Ländern
15. Verein für islamische Religionspädagogik Schweiz (VIRPS)
MuslimInnen aus der Schweiz und an deren Ländern
Die Vorstände dieser Organisationen stammen überwiegend aus einem Land, deren Einrichtungen, wie z.B. Gebetsstätten / Moscheen, werden jedoch von allen MuslimInnen genutzt.
Es sind auch Bemühungen im Gange, diese Organisationen auf der schweizerischen Ebene zu konsolidieren, wie
KIOS, Koordinationsstelle der Islamischen Organisationen in der Schweiz, und FIDS, Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz.
Parallel zu diesen Organisationen laufen auch Bemühungen, um Gemeinde-Strukturen aufzubauen, wie die reformierte Kirche oder Katholische Kirche dies seit langem bereits getan haben. Diese werden dann nicht mehr nach ethnischer Herkunft ausgerichtet, sondern nach dem föderalistischen Aufbau in der Schweiz, nach den Gemeinden, Kantonen und auf Bundesebene.
Während die Musliminnen und Muslime sich zu organisieren versuchen, sich intensiv für den interreligiösen Dialog einsetzen, ihren Beitrag der hiesigen Gesellschaft leisten und in Frieden, als Teil dieser Gesellschaft leben wollen, können sie die Darstellung der Muslime bzw. des Islam in den Medien nicht oder nur kaum nachvollziehen und verstehen.
Zu diesem Thema wurden schon etliche Untersuchungen gemacht. Ich möchte hier auf zwei Studien verweisen und anschliessend versuchen darzustellen, wie die Muslime davon betroffen werden.
Die erste Studie wurde in Deutschland durchgeführt.
Titel: „Das Gewalt- und Konfliktbild des Islams bei ARD und ZDF.
Eine Untersuchung öffentlich-rechtlicher Magazin- und Talksendungen.“
Diese Studie wurde von der Universität Erfurt in Deutschland durchgeführt.
Die Resultate wurden erst im Januar 2007 vorgestellt, sind also ganz aktuell!
Von Mitte 2005 und bis Ende 2006, also während 1.5 Jahren, nahmen die Forscher 37 Talk- und Magazinsendungen unter die Lupe, darunter auch die renommierten Sendungen wie „Report“, „Frontal 21“, „Sabine Christiansen“, und „Berlin Mitte“. In vier von fünf Fällen greifen die Redakteure das Thema Islam erst dann auf, wenn es um Gewalt oder Konflikte geht.
In den letzten anderthalb Jahren hat sich etwa ein Viertel der Islam-Beiträge (23,31%) mit dem Themenfeld "Terrorismus und Extremismus" beschäftigt. Auffälliger noch als dieser Befund ist die Tatsache, dass auch die restliche Islam-Agenda ganz überwiegend von konfliktorientierten Themen beherrscht wird. Neutrale oder auch positive Themen, in denen nicht Gewalt und Gesellschaftskonflikte, sondern reguläre Gesellschaftsabläufe (Kategorie Alltag/Soziales 8,27%) bzw. Fragen der Kultur und der Religion (10,53%) im Vordergrund stehen, stellen weniger als ein Fünftel, 19.1%, aller Thematisierungsanlässe dar. Also in mehr als 80% aller Sendungen wird über den Islam und Muslime negativ berichtet.
Einige kleine Auszüge aus der Studie:
In der Gesamtschau lässt sich sagen, dass sich die Darstellung des Islams in den Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen/Reportagen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu über 80% an einem Bild orientiert, in dem der Islam als Gefahr und Problem in Politik und Gesellschaft in Erscheinung tritt. Das Islambild dieser Formate bei ARD und ZDF ist ein zugespitztes Gewalt- und Konfliktbild, das den Eindruck vermittelt, dass der Islam weniger eine Religion, als vielmehr eine politische Ideologie und einen gesellschaftlichen Wertekodex darstellt, der mit den Moralvorstellungen des Westens kollidiert.
Der Islam erweist sich als eine Thematik, über die erheblich negativer und konfliktorientierter berichtet wird als über die meisten (eigentlich ALLE) anderen Themen. Ausgelöst durch die Islamische Revolution in Iran in den Jahren 1978/79, und massiv verstärkt durch die Attentate des 11. September 2001 hat sich in vielen großen deutschen Medien eine Berichterstattungskultur etabliert, die die durchaus komplexe Lebensrealität von weltweit etwa 1,2 Mrd. Muslimen in unverhältnismässig hohem Maße mit Gewalt- und Konfliktthemen wie dem internationalenTerrorismus in Verbindung bringt.
Da die meisten Deutschen keinen direkten Kontakt zu Muslimen oder zur islamischen Welt pflegen, wird ihr Islambild nachhaltig von den Massenmedien geprägt. Die demoskopische Lage des letzten Jahrzehnts zeigt denn auch einen Trend auf, wonach ein Großteil der deutschen Bürger Angst vor dem Islam hat. Dies wiederum begünstigt ein konfliktorientiertes Gesellschaftsklima, in dem der Islam vor allem als ein Quell steter Probleme und Gefahren in der Außen- und Innenpolitik betrachtet wird. Für die Aufrechterhaltung des Gesellschaftsfriedens ist also die Reflexion und Diskussion des in den Medien vermittelten Islambildes eine wesentliche Voraussetzung.
Die vorliegende Analyse zeigt, dass der Islam in einem thematischen Rahmen auftritt, der ein hohes Potential besitzt, das Islambild des Medienrezipienten zu prägen. Die heute als Mainstream-Ansatz
anerkannte kommunikationswissenschaftliche Theorie des Agenda-Setting behauptet zwar nicht, dass Massenmedien die Meinung von Rezipienten bis ins letzte beeinflussen können. Sie geht aber davon aus, dass die Themen, die Medien „setzen“, in hohem Maße bestimmen, worüber – und auch wie - Menschen nachdenken. Bei dem stark an Konflikt- und Gewaltthemen orientierten Islambild der Medien ist daher nicht anzunehmen, dass diese ein anderes, als ein von Angst und Unbehagen geprägtes Bild begünstigen.
Sechs Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind im Bericht aufgeführt.
Ich möchte hier nur 3 davon kurz erwähnen:
1. Gefahr der künstlichen Islamisierung des Medienbildes
Diese Untersuchung lässt die Schlussfolgerung zu, dass der Islam ein wesentlicher, durch viele Anlässe geprägter Bestandteil der Medienagenda ist. Der Islam ist also kein Minderheitentopos, dem durch ein advokatives Journalistenverständnis mehr Aufmerksamkeit verschafft werden müsste. Ganz im Gegenteil. Im Vergleich zu anderen Religionen erregt der Islam sehr viel Aufmerksamkeit, bis zu einem Punkt, an dem vor einer übertriebenen Islamisierung der Medienagenda gewarnt werden muss. Viele der erörterten Probleme gerade im Bereich der strukturellen Gewalt in Familie und gegenüber Frauen haben ihre Ursachen oft in weitaus
älteren, patriarchalischen und komplexeren Gesellschaftspraxen begründet. Auch der nahöstliche Terrorismus ist älter als der organisierte Islamismus.
Ein an Aufklärung orientierter Journalismus sollte sich bemühen, diese komplexen Hintergründe zu verstehen, statt einseitig „den Islam“ mit seinen ohnehin mannigfachigen Deutungen ins Zentrum negativer öffentlicher Aufmerksamkeit zu rücken.
2. Die Islamagenda ist zu gewalt- und konfliktorientiert – mehr Pluralismus erforderlich
Im Einklang mit den großen internationalen Studien zur Berichterstattung über andere Kulturen und Länder kann gesagt werden, dass das Hauptproblem der Islamberichterstattung von ARD/ZDF nicht so sehr die Darstellung von Konflikten an sich ist, sondern die extrem hohe Konzentration auf dieses Themenspektrum. Nicht die Darstellung des Negativen ist das Problem, sondern die Ausblendung des Normalen, des Alltäglichen und des Positiven.
Eine solche Fokussierung auf Gewalt und Konflikte wie im Fall des Islam ist im Vergleich zu anderen Religionen ganz außergewöhnlich, und dies, obwohl auch andere Religionen wie Hinduismus, Buddhismus, Judaismus usw. extremistische Spielarten aufweisen und überrepressive Gesellschaftstraditionen verfügen, die nicht selten problematischer sind als die der islamischen Welt.
Der Themenhaushalt von ARD/ZDF benötigt im Hinblick auf den Islam dringend einer Revision. Es bedarf keiner, an vorgefertigten Kulturmodellen orientierten Nachrichtenroutine, sondern eines lebendigen und dynamischen Journalismus. Erforderlich sind ein neuer Pluralismus und eine neue Ausgewogenheit des Fernsehens, das neben notwendigen Berichten über Konflikte einen angemessenen politischen, sozialen und kulturellen Überblick über das Thema Islam bieten sollte.
3. Oft wird die „falsche“ Gewalt thematisiert – globale Missstände werden übersehen
Die Themen wie islamistischer Terrorismus, religiöse Intoleranz und Gewalt gegen Frauen sind Formen der Gewalt, die in Deutschland auf großes Interesse stoßen. Die vergleichende Konfliktforschung aber geht beispielsweise davon aus, dass die Hauptursache politischer Gewalt in der islamischen Welt nicht der Terrorismus ist, sondern der autoritäre Staat, gegen den unter anderem Islamisten opponieren. Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Gewalt autoritärer islamischer Staaten
(Saudi-Arabien u.a.) tauchen jedoch in der Regel sehr selten auf. Fragen von Menschenrechten und Demokratie haben mit 4% eine untergeordnete Rolle gegenüber der Beachtung des Terrorismus/Extremismus mit 23%.
Bei ARD/ZDF entsteht eine Schieflage des Islambildes insofern, als vor allem im Westen und für den Westen relevante Gewalt erörtert wird. Von den Problemen der islamischen Welt erfährt der Rezipient auf diese Weise kaum etwas. Globales Orientierungswissen bleibt von untergeordneter Relevanz und der Eurozentrismus der Islamagenda ist unverkennbar.
Dabei sind die Hauptopfer von Gewalttaten mit Bezug zur islamischen Welt immer noch in der islamischen Welt selbst zu suchen.
Die zweite Studie, die ich Ihnen hier in Erinnerung rufen möchte, wurde in der Schweiz durchgeführt. Im Auftrag der Anti Defamation Kommission von Bnai Brith Zürich, untersuchte der „Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft“ der Universität Zürich 14 Print- und elektronischen Medien, d.h. 11 Zeitungen, 2 SF DRS Fernsehprogramme und ein Radio DRS Programm. Für die jüdischen Akteure wurde der Zeitraum von einem Jahr untersucht, für die muslimische Vergleichsgruppe die Zeitspanne vom 1. August bis Ende Dezember 2003, also 4 Monate. Das ausgewertete Berichtserstattungsvolumen für jüdische Akteure in einem Jahr war gleich gross wie die für muslimische Akteure in vier Monaten. Die muslimische Gruppe erhält deutlich grössere Medienaufmerksamkeit als die jüdische.
Zusammenfassend stellten die Forscher fest, dass die Muslime und Islam in der Schweiz eine sehr schlechte Presse haben. In 860 Berichten kamen sie mehr als 75% negativ vor. Problematisch ist die Stigmatisierung „Islamist“, schreiben die Forscher, denn die Bezeichnung wird direkt mit dem Islam in Verbindung gebracht und trifft so jeden Muslim. Im Schwarz-Weiss-Kontrast der Medien werden muslimische Akteure als Täter, Aggressoren, Terroristen und Verursacher von Konflikten gezeichnet.
Bei den muslimischen Akteuren überwiegt die Typisierung „Täter / gewaltbereit“ deutlich. Die weiteren brisanten Typisierungen sind „unaufgeklärt“, „ demokratiefeindlich“, „fundamentalistisch“, „frauenfeindlich“, und eine „Bedrohung für Westen“.
Die Resultate der beiden wissenschaftlichen Studien sind fast deckungsgleich. Die aktuelle Tendenz ist leider weiterhin negativ – steigend.
Manche verwendeten Begriffe sind auch sehr irreführend, hier sind nur einige Beispiele:
• Heutzutage ist der erklärte Feind des Westens der „Islamismus“. Der Religion Islam wird „ismus“ angehängt und damit als etwas sehr Böses definiert
Was ist aber der Begriff „Judaismus“, der Analog zum Islamismus ist? Wir finden schnell im Internet, in Wikipedia folgendes:
Judentum, weitergeleitet von Judaismus. Also Judaismus wird als Synonym von Judentum verwendet (man stellt dies auch fest in vielen medialen Texten, wenn man ein bisschen im Internet „surft“)
Mit dem Begriff „Judaismus“ würde aber niemand „etwas Böses“ definieren wollen. Mit dem Begriff „Islamismus“ geschieht dies allerdings ausschließlich !
• „Judaist“ ist ein Religionswissenschafter für Judentum. Wird der Begriff „Islamist“ in den Medien dann richtig verwendet?
• Im Zusammenhang von Balkan, oder sogar von Bosnien-Herzegowina wird von „Serben, Kroaten und Muslimen“ gesprochen.
Korrekt wäre, entweder Orthodoxen, Katholiken und Muslimen, oder
Serben, Kroaten und Bosnier, oder?
Durch das ständig geprägte negative Bild des Islam und der Muslime in den Medien wird das alltägliche Leben der muslimischen Minderheit in der Schweiz sehr erschwert. Die Beziehungen zu den muslimischen Nachbarn, der Dialog, das gegenseitiges Verständnis und das friedliche Zusammenleben erfahren dadurch immer wieder schwere Behinderungen und Rückschläge.
Wenn in den Medien auf der Titelseite steht «Islam bedeutet Frieden? Unfug!», oder «Islamischer Terror in der Schweiz?“, oder „Schweiz ist in Gefahr“, dann werden natürlich die durch die Medien vorbereiteten Vorurteile untermauert und die Ängste geschürt, denn keinesfalls ließen sich diese Vorstellungen durch persönliche Erfahrungen der Schweizer Bürger mit ihren muslimischen Nachbarn in der Schweiz prägen! Die Bevölkerung hat Angst vom Islam und von den MuslimInnen, obwohl sie – wie eben erwähnt - KEINERLEI persönliche negative oder beängstigende Erfahrungen mit Muslimen in der Schweiz haben! Aus dieser Angst heraus fragt man sich, ob eventuell der muslimische Nachbar auch ein Terrorist sei oder ob demnächst neben seinem Haus eine Bombe explodiert?
Momentan gilt für das Volksverständnis:
Islam = Terror
Muslim = Terrorist --> mein Nachbar!
Die Entwicklung der Medienlandschaft in der Schweiz ist beängstigend. Schon 5 Jahre vor der Studie der Universität Zürich, am 12. März 1998 fand eine Fachtagung für Medienschaffende in Boldern statt mit dem Titel „Der Islam in den Medien“. Vielleicht waren einige von Ihnen auch dort mit dabei. Die Muslime wurden damals als „Beobachter“ eingeladen. In den Gruppen wurden konkrete Medien-Beiträge diskutiert und die Muslime sollten nur Informationen geben, falls die Diskussionspartner nicht einig waren, ob das, was im Artikel oder Bericht formuliert wurde, aus muslim¬ischer Sicht korrekt war oder nicht. Wir Muslime stellten am Ende fest, dass wir überhaupt keine Aussagen machen mussten. Nur mit gesundem Menschenverstand und journalistischer Professionalität konnten die Journalisten ihren Kollegen, den Autoren, zeigen was alles in ihren Beiträgen falsch war. Eine Diskussion war für mich ein Paradebeispiel: Ein Journalist hatte in der gleichen Zeitschrift sowohl über Kaddafi als auch über Pinochet jeweils mehrseitige Berichte verfasst. Der Stil, die Wortwahl, überhaupt die ganze Aufmachung beider Berichte unterschieden sich sehr stark voneinander. Kaddafi war Muslim, Pinochet war Katholik. Ausser diesem Unterschied hatten die beiden Männer aber sehr vieles gemeinsam. Der Autor beider Berichte musste einsehen, dass der neutrale Journalismus, die Professionalität und Ethik auf der Strecke geblieben war.
Zwei weitere Erkenntnisse waren für mich sehr bedenklich:
1. Einige Journalisten hatten ausgesagt, dass sie den Islam und die Muslime nicht kennen und keine Zeit haben für die Recherchen. Deswegen hätten sie wiedergegeben, was sonst so in den Medien berichtet wird.
2. Einige haben ausgesagt: Wenn ich etwas Positives über den Islam oder Muslime schreibe, wer will es lesen?
Fast auf den Tag genau, nach 9 Jahren, wie unter anderem die beiden erwähnten wissenschaftlichen Studien auch zeigen, müssen wir leider feststellen, dass der Islam und die Muslime in den Medien noch viel schlechtere Präsenz erhalten haben.
Wohin geht die Medienlandschaft in der Schweiz?
Werden wir in 9 Jahren wieder zusammenkommen und feststellen müssen, dass nun über 99% der Beiträge über Islam und Muslime in den Medien in der Schweiz negativ sind?
Oder nehmen wir einander in unserer Betroffenheit über Ungerechtigkeiten in der Welt ernst – aber auch in unseren jeweiligen Bemühungen, für und vor allem in der Schweiz gemeinsam, als verantwortliche Bewohner und Staatsbürger das Bestmögliche für uns und unsereKinder zu erreichen? |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 01.03.2007, 12:14 Titel: |
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Medizin und Pflege im Islam
Quelle:
http://www.dialog-ethik.ch
Die kulturellen und religiösen Hintergründe der Ethik im Islam spielen eine wichtige Rolle bei der interkulturellen Verständigung sowohl im Umgang mit muslimischen PatientInnen als auch bei der Entscheidungsfindung. An zwei Samstagen findet dieser Einführungskurs statt und soll dazu beitragen, den Umgang mit muslimischen PatientInnen in Ihrem beruflichen Alltag zu erleichtern und den interkulturellen Dialog zu fördern. Der Kurs richtet sich an Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind und weitere interessierte Personen.
Prospekt «Kulturverständnis der Ethik in Medizin und Pflege im Islam»:
https://www.firma-web.ch/docs/a892be2c452a32af0671079471fbf537/CD%20Islam%2007.pdf
WANN?
Samstag 24. und 31. März 2007, 9.00-15.30 Uhr
WO?
Bildungsraum Institut Dialog Ethik, Stampfenbachstrasse 48, 8006 Zürich
http://map.search.ch/zuerich/stampfenbachstr.48 _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com |
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Gast
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Verfasst am: 05.03.2007, 16:28 Titel: |
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„Christen und Muslime – warum diese ewigen Konflikte?“
Quelle:
http://zh.ref.ch/gemeinden/langnau
WAS?
„Christen und Muslime – warum diese ewigen Konflikte?“ mit Pfarrer Jost Keller, Präsident der Expertengruppe Naher Osten SEK
WANN?
Dienstag, 13. März 2007, 20.00 Uhr
WO?
Katholische Pfarreizentrum, Berghaldenweg 1, 8135 Langnau a. A.
http://map.search.ch/langnau/berghaldenweg-1
Siehe auch Ausstellung «Der Knigge der Weltreligionen»
Was tue ich, wenn ich meine muslimischen Nachbarn zum Essen einladen möchte? Wie begegne ich den Angehörigen auf einer nichtchristlichen Beerdigung? Immer häufiger treffen wir in unserem Alltag mit Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften zusammen. Die starke Präsenz von Menschen mit islamischem, buddhistischem oder hinduistischem Glauben löst Ängste aus. Die Ausstellung „Knigge der Weltreligionen" will mithelfen, sich mit den Umgangsformen der verschiedenen Religionen so auseinander zu setzen, dass wir ihre gängigsten Regeln künftig beachten können.
Im katholischen Pfarreizentrum, Berghaldenweg 1, Langnau a.A., vom 8. – 14. März, tagsüber zugänglich von 8 – 19 Uhr.
http://www.rk-langnau-gattikon.org/knigge07.htm |
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M.M.Hanel Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 1150 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 05.03.2007, 16:57 Titel: |
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Infoabend im islamischen Begegnungszentrum Langenthal
6.3.2007 um 19:30
Xhamia e Langenthalit - Bützbergstrasse 101a Langenthal
http://www.google.com/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=xhamia+langenthal&spell=1
PROGRAMM:
Moscheebsichtigung mit Erklärung
Imam Irfan Abas
Gemeinschaftliches Nacht-Gebet Salat ul Isha
Dialog zwischen den Religionen
Dr. Farhad Afshar
Lebensweise im Islam
Muhammad Hanel
Apero
Gekommen sind 38 Gäste aus Langenthal.
Gezielte, kurz formulierte Fragen aus dem Publikum wurden sehr eloquent, gewürzt mit mildem Humor von Imam Abas und Farhad Afshar beantwortet. Beim Apero gab es dann noch zusätzlich breiten Raum, um das Eine oder Andere noch an- und auszusprechen. Auch bewußt provokative Fragen konnten nicht fehlen und diesen wurde auf bestimmte, inspirierende Art begegnet.
Ein gelungener Abend, der Anfang bestimmt noch interessanter weiterer amikaler Begegnungen zwischen der Christlichen und Muslimischen Gemeinschaft in Langenthal.
Dialog der Religionen, Moschee Langenthal, 06.03.200 Dr. F. Afshar, UMMA - Islamischer Kantonalverband Bern
PRÄMISSE DES ISLAMS (GRUNDPRINZIP) TOHID (EINHEIT)
Unter den drei semitischen Hochreligionen, Judentum, Christentum und Islam, ist der Islam die stringenteste und abstrakteste Umsetzung des Monotheismus.
Der Islam ist strikter Monotheismus.
Der Islam kennt keine Hierarchie, keine Heiligen, keine Sakramente, keine Dogmen, keine Geheimnisse, keine Missionierung und keinen Absolutheitsanspruch auf Wahrheit.
Der Islam erstrebt den Frieden in Gerechtigkeit durch Erkenntnis der Freiheit in Verantwortung.
TOHID bedeutet:
1. Einheit des Schöpfers, Gott ist ewig, d.h. zeitlos, nicht geschaffen und allgegenwärtig.
2. Einheit der Schöpfung mit dem Schöpfer
3. Einheit der Menschen, keine Privilegierung irgendeiner Kultur, Ethnie oder Religion.
KORANZITATE
1. GLEICHWERTIGKEIT ALLER RELIGIONEN UND KEIN ABSOLUTHEITS ANSPRUCH AUF EINZIGE WAHRHEIT
| Zitat: | | „Jedem von Euch gaben wir ein Gesetz (Offenbarung) und einen Weg (Tradition). Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Er wollte euch aber in alledem, was Er euch gegeben hat, auf die Probe stellen. Darum sollt ihr um die guten Dinge wetteifern. Zu Gott werdet ihr alle zurückkehren; und dann wird Er euch kundtun, worüber ihr uneins waret.“ (Koran 5:48 ). | 2. GLEICHWERTIGKEIT ALLER PROPHETEN
| Zitat: | | „Sprecht: Wir glauben an Gott und was uns offenbart worden ist, und was offenbart war Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und seinen Kindern, und was gegeben war Moses und Jesus, und was gegeben war allen anderen Propheten von Ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm ergeben wir uns „(Koran, 2:136). |
3. FREIHEIT DER RELIGION UND KEINE MISSIONIERUNG
| Zitat: | | „Und wenn dein Herr gewollt hätte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst nun du die Menschen zwingen, dass sie glauben. (Koran“ 10:99). |
4. FREIHEIT IM GLAUBEN
| Zitat: | | „Es soll kein Zwang sein im Glauben. Gewiss, Recht ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Unrecht,… (Koran, 2:256). |
Konzept von Muhammad Hanel (GSIW) zum Thema "Lebensweise im Islam":
ISLAM
"Islam ist keine Ideologie, sondern basiert auf sozialer, wirtschaftlicher und religiöser Ordnung"
(Dr. Ahmad Abdelrahimsai, Präsident d. Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich - der Erhabene sei seiner Seele gnädig)
Quelle dieser Ordnung nicht Menschenwort sondern in erster Linie das Wort Gottes, im Qur’an festgeschrieben (Verweis auf `ISA - JESUS; a.s.) und die Gepflogenheit des PROPHETEN (a.s.) die Sunnah.
Quran: max. 6% Rechtsvorschriften ansonsten Ermahnung an die Seele und Rechtleitung für die Menschen
Sunnah
Konsens der Gelehrten
Rechtsableitung durch Analogieschluss
Gewohnheitsrecht uw.
EINE Scharia, die man in EINEM Buch lesen könnte – gibt es nicht.
Vielmehr gilt eher Frau Hilal Sezgins treffender, fast humoristisch anmutender Vergleich: Scharia ist vielmehr ein Oberbegriff für die religiösen und sozialen Verhaltensregeln, die Gott dem Menschen auferlegt hat, setzt sich zusammen aus Koran, Überlieferung und Rechtsurteilen, differiert je nach Glaubensrichtung, Rechtsschule und Interpretation.
Auf das Christentum übertragen, wäre die Scharia die Gesamtmenge aus den Zehn Geboten und den Enzykliken, den orthodoxen, katholischen und protestantischen Liturgien und Katechismen plus den regionalen Sitten, wie man beispielsweise einen Weihnachtsbaum zu schmücken hat.
Rechtskonform nur im ISLAMISCHEN STAAT.
WIRTSCHAFTLICHE ORDNUNG
SOLIDARITÄTSGEMEINSCHAFT
„RELATIVE - SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT“
Erster islamisch ökonomischer Hauptsatz:
Um Gottes Wohlgefallen zu erlangen,
ist kein Geldbetrag groß genug, um dies zu garantieren und es
ist kein Geldbetrag zu klein, um dies auszuschließen.
KAPITALISMUS und ISLAM
Zwei getrennte Welten.
Wären die Kapitalisten wirklich bereit, ihrem Abgott, der ZAHL, jenen Tribut zukommen zu lassen, welchem wahrhaft Göttlichen zukommt, nämlich Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, so bewiese ihnen die Kunst der Zahl in (engelsgleicher Geschwindigkeit) Windeseile, dass unbeschränktes materielles Wachstum auf den Einzelnen, wie auf die Gemeinschaft bezogen, einfach (und auch vielfach- ...) ausgeschlossen, da nicht realisierbar ist. Allein aus diesem Grund ist die Religion des Kapitalisten Irrglaube in jeder Hinsicht.
Sind es nicht die Kapitalisten, die im Zeichen ihres Gottes, der Zahl vorgeben, im Namen der Menschlichkeit zu agieren? Doch die Zahl kennt keine Nachsicht, keine Güte und Mildtätigkeit. Mit unbarmherziger, diamantener Schärfe herrscht sie. Zwar klar und hell, aber sie zertrennt alles Menschliche ohne Rücksicht auf Leben, Anstand oder Moral.
Um die Wette rennt der Kapitalist mit seinesgleichen, und wer zuerst das Ziel, welches von der Selbstsucht allein gesteckt wurde, erreicht, darf sich als Lohn an der Knechtschaft des anderen genüsslich erfreuen. Der Muslim hingegen hat seine Freiheit nicht zu verlieren und in diesem Rennen daher nichts verloren.
SOZIALE ORDNUNG
Weder die ethnische, noch die nationale, noch die sprachliche Zugehörigkeit bestimmt im Grunde die die soziale Gemeinschaft der Muslime, sondern einzig der Glaube an den Einen und Einzigen Gott und die gleiche Hochachtung Seinen Propheten gegenüber.
Beziehungen gegenüber Gott – den Mitmenschen und sich selbst gegenüber.
Die Beziehung zu Gott strukturiert den Alltag (Gebet)
Die Beziehung zu den Mitmenschen gibt dieser Struktur zwischenmenschliche Wärme und Leben (Goldene Regel, Hadith)
Die Beziehung zu sich selbst verleiht Stabilität und Integrität (Siehst du Gott nicht – so sieht Er doch dich)
Ergebnisse des interreligiösen Dialogs in Langenthal
Bauprojekte anderer Religionen oder Konfessionen in der Gemeinde
Sieben Ratschläge für Pfarreien und Kirchgemeinden
Bedenken Sie: Wer mit einem baulichen Symbol präsent sein will, will öffentlich wahrnehmbar sein und aus den Hinterhöfen herauskommen. Durch die Sichtbarkeit wird er transparenter und fassbarer. Er will sich insofern auch integrieren. Sehen Sie dies als Chance: Die Integrationsfrage stellt sich so oder so. Sie bekommt aber jetzt durch die Religionen, die sichtbar sein wollen, ein Gesicht.
Analysieren Sie die Situation genau. Jeder Fall liegt anders. Nicht jedes Minarett bedeutet dasselbe, und Islam ist nicht gleich Islam. Vermeiden Sie allgemeine Parolen. Grundsätze sind aber wichtig: Zu ihnen gehört das Grundrecht der Religionsfreiheit. Es schützt im Prinzip auch bauliche Symbole.
Sie können sich in der Diskussion über solche Projekte profilieren – in der Öffentlichkeit, aber auch gegen innen: Sie sind eine Herausforderung für die eigene, christliche Identität. („Müssen sich“, ist gefragt worden, „in ihrem Glauben gefestigte Christen vor einem Minarett oder vor einer orthodoxen Kirche in ihrer Gemeinde fürchten oder könnten sie sich darüber nicht sogar freuen?“)
Organisieren Sie Begegnungen! Machen Sie damit die Vielfalt der andern Religion oder Konfession menschlich erfahrbar. Öffentliche Stellungnahmen sprechen die Herzen weniger an. Fragen Sie sich, mit wem auf der andern Seite Sie sich verbünden können, um zusammen auf ein friedliches Miteinander in der Gemeinde hin zu arbeiten.
Ihre Aufgabe als Pfarrei oder Kirchgemeinde ist es, die Leute vor Ort ganz ernst zu nehmen. Sie sind aber auch mit verantwortlich für den Prozess, in dem sich Mentalitäten verändern. Führen Sie die Diskussion offen und halten Sie sie beweglich. Feindbilder politischer Parteien sind für die Kirche nicht verbindlich!
Sie können von der andern Seite durchaus etwas fordern: Offenheit und konkrete Schritte der Integration. Aber bedenken Sie auch, dass sich solche Diskussionen in einer asymmetrischen Situation bewegen: Sie selbst gehören zur eingesessenen Mehrheit, deren Rechte unbestritten sind. Minderheiten stecken in einer andern Haut und müssen im Allgemeinen als Bittsteller auftreten.
Als Kirche dürfen Sie im Umgang mit solchen Fragen eine gewisse Leichtfüssigkeit behalten: Sie sind nicht für alles verantwortlich. Die Kirche muss auch keine einheitliche Position vertreten. Sie darf wenn nötig auch skeptisch sein! Nicht sie muss entscheiden: Baugesuche werden nach baurechtlichen Kriterien durch Baukommissionen der politischen Gemeinde entschieden. Ob eine extreme Gruppierung bauen darf, ist wiederum keine Frage für Baukommissionen, sondern allenfalls eine für den Staatsschutz. Fordern Sie aber nicht Unbeflecktheit als Voraussetzung für ein Bauvorhaben, sonst hätte man wohl auch unsere Kirchen nicht bauen dürfen: Die anderen müssen nicht besser sein als wir selbst. 14.3.07
Kontakte:
Fachstelle Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Speichergasse 29, 3011 Bern,
Tel. 031 313 10 10 (sabine.jaggi@refbejuso.ch oder benz.schaer@refbejuso.ch)
Röm.-kath. Fachstelle Kirche im Dialog, Mittelstrasse 6a, 3012 Bern, Tel. 031 300 33 40 (karl.graf@kathbern.ch )
1 Diese Ratschläge gehen zurück auf ein ökumenisches Hearing, das am 24.1.07 in Bern mit kirchlichen VertreterInnen aus Wangen/Olten, Langenthal und Belp durchgeführt wurde. Dazu eingeladen hatten die Fachstelle Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die Röm.-kath. Fachstelle Kirche im Dialog (Bern) und die Christkatholische Kirchgemeinde Bern. Zur Diskussion standen Minarett-Bauprojekte in Wangen/Olten und Langenthal sowie Bauabsichten der Serbisch-orthodoxen Kirche in Belp. – Die Fachstelle Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (www.refbejuso.ch/migration) und die katholische Dienstelle „Kirche im Dialog“ (www.kathbern.ch/kid/) sind bereit, Kirchgemeinden und Pfarreien in diesen Fragen zu beraten. _________________ As Salaamu alaikum M.M.Hanel
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch
www.biogas-esu.com
Zuletzt bearbeitet von M.M.Hanel am 18.03.2007, 00:17, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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