swawa
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2009 Beiträge: 641
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Verfasst am: 10.08.1460, 10:04 Titel: Der letzte Weg ... |
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Die Familiengruft im Burghof wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht damit sich die Freunde und Bekannten der geliebten tochter des hauses, Zartana von Rothenfels, gebührend verabschieden können.
Die Chronologie der schlimmen Ereignisse ist niedergeschrieben und einsehbar. ....
Ein Termin für die feierliche Verabschiedung wird noch bekannt gegeben, da dieser vom letzten Wunsch der Verstorbenen abhängig ist, welcher beinhaltet, wer die Zeremonie leiten solle,......
aus dem Leben Im Reich:
| Zitat: | Hebamme Maria:
Nachdem die Toten Körper aus dem Haus gebracht worden sind, und auf einen Planwagen platziert worden, setzte sich die Hebamme noch an ihren Schreibtisch um an die Familie der Blonden eine Nachricht zu schreiben.
Sie sollten nicht erst vom Tod des Mädchens erfahren wenn Maira mit der Leiche auf der Elterlichen Burg ankommen würde.
Philip von Salem hatte ihr genaustens erklärt, nachdem er das Gift "bestellt" hatte, wo die Familie des Mädchens lebte, wer ihr Vater war.
Das Maria dem Reichsmarschall eine so schreckliche Nachricht überbringen mußte konnte die arme Frau garnicht verstehen.
Wie schrecklich war es gewesen zu sehen wie zwei liebende sich das Leben nahmen, wenigstens der Edle Herr hätte weiterleben können.
Schnell schüttelte Maria den Gedanken ab, laß noch einmal hre Zeilen, eh sie den Brief einen Boten übergeben würde.
Werte Familie von Rothenfels,
ich weiß kaum wie ich diesen Nachricht beginnen soll, wie ich euch meine Nachricht so schonend wie möglich beibringen soll.
So werde ich die Geschichte von anfang an erzählen, und ich hoffe ihr lest jede Zeile meines Briefes auch wenn ich euch gänzlich unbekannt bin.
Vor ein paar Tagen machte ich einen Spatziergang durch den Wald, der nah bei der Stadt Graz liegt.
Am Wegesrand, in einem kleinen Erdloch, fand ich ein Mädchen, Blutüberströmt.
Ich brachte die junge Dame zu mir nach Hause versorgte sie und irgendwann wachte sie auf.
Zartana hieße sie, erzählte sie mir, und sie wäre von ihrem Pferd gestürzt das Pferd dann auf sie, eh sie in Ohnmacht fiel.
Das Mädchen wußte nicht das sie guter Hoffnung war, das Kind aber bei diesem schrecklichen Unfall verloren hat.
Ich erzählte ihr davon auch nichts, sondern fragte sie ledeglich nach einen Namen, nach jemanden den ich benachrichtigen könnte.
So schrieb ich ein paar hastige Zeilen an den ehrenwerten Herrn Philip von Salem, der sich derzeit in Graz aufhielt.
Eiligst kam er zu seiner Geliebten, doch deren Zustand hatte sich so sehr verschlechtert das ich ihm sagen mußte das sie die Nacht nicht berleben würde.
Der gute Mann hat dann....die beden haben Gift genommen um sich so gemeinsam das Leben zu nehmen.
Das alles passierte gestern, und leider ist keiner von beiden aus dem Reich des Todes zurückgekehrt.
Ich werde mich unverzüglich auf den Weg zur Burg derrer von Rothenfels machen, damit ihr das geliebte Familienmitglied beerdigen könnt.
In etwa drei bis vier Tagen werde ich bei euch sein.
Hochachtungsvoll und in tiefer Trauer,
Maria
Schnell hatte die Frau den Boten nach Österreich vorgeschickt, er würde schon morgen bei der Burg ankommen hatte er ihr versprochen.
Traurig machte auch die Hebamme sich schließlich auf den Weg nach Österreich, dabei das Lied auf den Lippen welches Philip seiner Zartana als letzten Wunsch vorgesungen hatte. |
| Zitat: | Sebastian
Burg Allentsteig, Erzherzogtum Österreich, heimatliche Burg von Joholi1 und Familiensitz derer von Rothenfels
Vom Kommandanten der Wache auf der Burg Allentsteig verständigt, welches ein berittener Bote vorstellig würde um einen Brief zu überbringen, gerichtet an die Herrschaft, eilt der alte Diener Sebastian, von allen gwöhnlich Wasti gerufen, zum Haupttor um diesen in Empfang zu nehmen.
Dem Boten werden dankend ein paar Taler für seine Dienste gereicht und das Schreiben umgehend zum Burgherrn gebracht.
Eilig mach sich der Diener auf die Suche nach seinem Herrn, denn der Reiter macht unmisverständlich klar, dass dies keinerlei Aufschub dulde. |
| Zitat: | Joholi1:
Joholi war soeben mit dem Frühstück fertig, geht zur Tür,
seine geliebte Gemahlin bereits außer Haus um Besorgungen zu machen, ihre Verpflichtungen wuchsen mit jedem Tag,
Wohltätigkeits und Öffentlichkeitsarbeit zum Allgemeinwohl,
sorge und Hilfe für die Menschen in seiner Herrschaft,
sie kümmerte sich darum,
betritt Sebastian mit einem Schreiben den Raum.
Es wäre unbedingt von Nöten, diesen umgehend zu lesen,
betont der Diener noch,...
Joho nimmt den Brief in Empfang, blickt auf den Absender,
sucht vergeblich ein Siegel, wundert sich,
was eine ihm unbekannte Frau so Dringliches von ihm wollte
und öffnet das Schreiben.
Bereits der Beginn treibt einige Sorgenfalten ins Antlitz und mit jedem Wort mit jeder Zeile die er lesen muss, verdunkelt sich dies,
bis schließlich,.... mit pochendem Herzen,
die Tränen wie Bäche über die Wangen zu laufen beginnen,
teils aufs Pergament tropften und es dem Reichsarschall schier die Kehle zuschnürte,...
ein lauter verzweifelter Schrei.....
Neiiiiin,.....
nicht seine geliebte Zartana,... nicht schon wieder ein Kind,...
warum nur, wie nur?,...
Schwindel, den er bislang nicht kannte, Übelkeit,..
ein beklemmendes Gefühl in der Brust lassen ihn zurück taumeln
und in den Stuhl sacken.
Die Hand öffnet sich dabei und das Schreiben fällt zu Boden,
bleibt liegen.
Der Freiherr mit starrem Blick wie in Trance auf das Feuer der Kerze starrend,.....
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| Zitat: | Sebastian:
Der Diener, der das alles mitansehen musste, stürzt zum Freiherrn, versucht, diesen aufzufangen, doch der ist bereits in den Sessel gesunken.
Besorgt berührt er dessen Gesicht, tatscht behutsam auf die Wangen,.. euer Hochwohlgeboren,.-. Freiherr,.. Joholi,.... fester werden die Klapse, der oberste Knopf am Rock und am Hemd des Reichsmarschall hastig, fast panisch geöffnet,..
so sagt doch etwas,...
er beeilt sich, einen Becher Wasser zu holen, hlt ihn Joholi vor den Mund,...
Herr, trinkt,.. bitte,....
dabei hält er das Kinn leicht unterhalb des Mundes etwas hoch,... blickt ihn an und versucht etwas Wasser einzuflößen.... |
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| Zitat: | Joholi1:
nach einigen Minuten und den besorgten Bemühungen von Sebastian, kommt Joholi wieder völlig zu sich, er war nicht bewusstlos und doch in einem Zustand, in dem er nicht merh Herr über sich und seinen Körper war, ...
der Kopf hämmert noch immer, er hält es hier im Raum nicht mehr aus, springt auf, dabei wird der Diener zur Seite gedrängt, der Wasserbecher fällt zu Boden und Joholi stürzt geradezu aus dem Raum, läuft zu den Ställen und schnappt sich dort eines der Tiere.
Ohne Sattel krallt er sich in die Mähne des scharzen Hengstes, den er einst durch einen Irrtum um Sefiras Pferd erhalten hatte, schwingt sich auf den Rücken des Tieres und treibt es aus dem Stand durch die Stalltür in den Gallopp durch das geöffnete Burgtor,... ziellos, wahllos, in halsbrecherischer Manier fliegt er so über Hügel und Wiesen hinweg, imer das Bild des geliebten Kindes vor sich, und die Augen dabei stets mit Tränen gefüllt, Zara,... ihren Namen rufend,..einmal laut, dann wieder leise, innig, in sich gekehrt,.. wirr,..
..irgendwo am kleinen See,.. das Pferd war bereits schnaubend, dampfend, ausgelaugt, lässt er sich vom Rücken gleiten,. setzt sich an das Ufer und versinkt mit blick auf das Wasser in Gedanken an die Tochter,... |
| Zitat: | Swawa:
Schon jetzt am Morgen liegt eine seltsame Schwüle über dem Land und trotz der weitgeöffneten grossen Fenster ist keine Luftbewegung im Zimmer zu spüren.
Swawa schliesst den Gürtel und will nach Umhang und Schwert greifen, als laute Rufe und der Klang von Pferdehufen im morgentlich stillen Hof der väterlichen Burg sie ans Fenster locken.
Gerade noch erhascht sie den Blick auf den schwarzen Hengst, der in wilden Galopp wie von Furien gehetzt aus dem Tor hinaus und den Burgweg entlang jagt. Seinen Reiter kann sie nicht mehr erkennen, doch muss es der Vater selbst sein, ein anderer würde es nicht wagen, das komplizierte Tier so zu reiten.
Die Rossknechte stehen verwirrt im Hof und Sebastian, der alte Diener der Familie scheint dem Reiter nachlaufen zu wollen, die Hände klagend erhoben....
Irgendetwas fürchterliches musste geschehen sein, eine schreckliche Nachricht musste den Reichsmarschall weggerufen haben, in solcher Hast hat sie ihn noch nie gesehen.
Von schlimme Ahnungen getrieben eilt Swawa nun nach unten, hin zu Sebastian, in der Hoffnung von ihm Auskunft zu erhalten. |
| Zitat: |
Bellatrice:
Nach einem langen Spaziergang und all den Erledigungen im Ort schwingt sich Bellatrice auf ihre Stute und reitet gen Allentsteig.
Als sie im langsamen Trabe durch die Wälder zieht, entdeckt sie von Weitem einen schwarzen Hengst, der am Rande des kleinen Sees, welcher zur Burg gehört, steht und sich genüsslich am frischen Gras labt.
Neugierig wie die Schwarzhaarige nun mal ist, lenkt sie ihr Pferd in diese Richtung.
Doch als sie immer näher kommt erkennt sie erst jetzt, das der Hengst das Pferd ihres Mannes war.
Komisch, war doch Joho selten um diese Zeit hier anzutreffen. Sofort gleitet sie vom Pferd und entdeckt ihren Liebsten zusammmengekauert an einem Baumstumpf sitzen.
Bella nimmt umarmt ihn und lächelt Joho liebevoll an.
"Schön dich zu sehen mein Schatz." Einen zärtlichen Kuss haucht sie ihm auf die Lippen... Aber sag ist etwas passiert, du hast ja ganz nasse Augen?"
Besorgt blickt sie ihn in sein Antlitz und hält dabei seine Hand. |
| Zitat: | Swawa:
Himmel, Sebastian!!
So fasse dich und gib mir Auskunft! Was ist geschehen, was hat den Reichsmarschall zu diesem Aufbruch veranlasst? So antworte mir doch ....was meinst du, welche Nachricht? Wo??
Swawa hat den Diener an den Schultern gepackt und herrscht ihn, entgegen ihrer Art Respekt vor dem Alter zu zeigen, an, braucht sie doch nötig seine Auskunft. Aber nur mühsam gelingt es ihr, einige Informationen zu erhalten, die nur noch verwirrender noch beängstigender sind ... der Vater wäre zu Tode erschrocken, nicht ansprechbar gewesen, niedergesunken, dann wie von Sinnen davongestürmt....
Mehr ist nicht aus dem Mann herauszuholen, so lässt sie ihn los, überlegt kurz Joholi nachzureiten, aber ihr Friese kann es mit dem Rappen nicht aufnehmen, ausserdem weiss sie nicht wohin er geritten ist.
Sie muss aber wissen, was los ist, bevor sie entscheiden kann, was zu tun ist.
Den Wachen Alarmbereitschaft zurufend, eilt sie wieder in die Burg, den Gang entlang zum Arbeitszimmer des Vaters, dessen Tür noch weit offen steht. Einen Augenblick zögert sie, den Raum ohne Erlaubnis zu betreten und den Brief zu lesen, doch besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. so durchquert sie entschlossen das Zimmer und hebt das Schreiben auf, bemerkt die einfache Schrift und das fehlende Siegel und beginnt dann zu lesen.
Alle Farbe hat ihr Gesicht verloren, flach geht der Atem und die Hand mit dem Brief zittert leicht, als sie sie sinken lässt. Swawa schliesst die Augen und ein schmerzhaftes Stöhnen entkommt ihrer Kehle, als sie versucht das Gelesene zu begreifen.
Zaras Bild entsteht vor ihren Augen, die blonde sanfte junge Zara, die bestimmt mehr Zuwendung, mehr Hilfe gebraucht hätte, als Swawa ihr gegeben hat. Langsam rinnen die Tränen unter den geschlossenen Lider hervor, lautlos weint sie um die kleine Schwester, weint um ein junges Leben, um nicht genutzte Chancen, nicht geborenen Kinder, nicht erlebtes Glück....lässt den Schmerz eine Weile zu bis sie sich ihrer Pflichten erinnert, den Kopf hebt und die Schultern strafft.
Noch brennen die Augen vor Tränen, doch Swawa zwingt sich den Brief ein weiteres Mal zu lesen.
Vor 2 Tagen geschrieben also.... |
| Zitat: |
Ikalein:
Die Ruhe von Minden, das Gefühl der alten Heimat und die Geborgenheit dessen, was Ika ihr Vaterhaus nennt, hatten dem Wirbelwind gut getan. Voll Wehmut sieht die junge Frau dem Ende der Woche entgegen, denn es würde das Ende ihrer Zeit in Minden bedeuten, für's Erste und abermals würde sie tausend Aufgaben bewältigen müssen, sich wahrscheinlich wieder völlig übernehmen, in Arbeit stürzen. Doch daran will sie gar nicht denken, als sie nun im Rosengarten von Minden sitzt, auf einer kleinen Holzbank, ihrer Tochter beim spielen zuschaut. Müde blinzelt sie in die Sonne, rekelt das Näßchen gen der Wärme, träumt vor sich hin.
Kein Brief war bisher zu Ihr durchgedrungen. Das heißt, in Minden angekommen waren sie zwar schon, doch geöffnet hatte sie jene nicht. Zu groß wär die Versuchung gewesen jene zu beantworten und wieder wär sie in einen Kreislauf aus Arbeit geraten, wo sie doch nun Ruhe braucht. Mit einem leichten Lächeln wird die Hand auf den Bauch gelegt. Wahrlich, jeglicher Stress und Sorge versucht sie derzeit von sich abzuhalten. Der Blick der smaragden fällt auf den Briefstapel. Kurz noch widersteht sie, ehe sie ihn zur Hand nimmt und ihn durchblättert. Oh ein Brief von Ikarus... jenen würde sie nun doch lesen, hat doch lange auf ein paar Zeilen ihres besten Freundes gewartet.
Doch zu Ende lesen kann sie jenen Brief nicht, kommt doch Elayne mit nassen Händen angerannt - wahrscheinlich hatte die kleine sich am Teich abgekühlt - fässt mit eben jenen nassen Händen auf Ika's Schoß, wo die ganzen Briefe liegen. "Oh Elayne... " entfährt's der jungen Frau, doch schon ist's zu spät, schon sind einige Briefe durchnässt. Schnell öffnet Ika jene, legt sie zum Trocknen aus, damit sie wenigstens ein wenig der verwischten Tinte gerettet werden. "Tut mir leid, Mami." kommt's schuldbewusst von der Dreijährigen. Vor ein paar Monaten noch hätte Ika die Kleine unwillig auf ihr Zimmer geschickt, doch nun lässt sie Elayne keine Sekunde aus den Augen, streicht ihr zärtlich über die schwarzen Löckchen. "Schon gut mein Engel, geh getrost wieder spielen. Vielleicht fängst du einen Frosch."
Kurz schaut Ika ihr hinterher, ehe sie einen der Briefe nimmt, ihn überfliegt, stutzt, liest sie doch Phils Namen. Bevor Ika sich nach Minden zurück gezogen hatte, hatte sie einen Kirchendiener gebeten sie bei dem Sterbe-Tauf- und Eheregister auf dem Laufenden zu halten. Nun da sie Phils Namen liest, muss sie lächeln, erwartet sie doch, dass es entweder seine Scheidung oder sein Aufgebot mit Zara ist. Oder vielleicht beides. Schwer zu entziffern ist die verwischte Tinte und ganz blass wird das sonnengebräunte Gesicht Ika's als sie die Nachricht von Phils Tod liest, nicht eine Verlobung. "Oh nein..." murmelt sie leise, muss es Zara doch nun schrecklich gehen.
Seit ein paar Wochen hatte sie nichts mehr von der Freundin gehört, ihrer besten Freundin, doch das will sie nun ändern. Vergessen sind ihre Vorsätze keine Briefe zu verschicken. Rasch lässt sie sich Schreibzeug von einer Magd bringen, wirft noch einen Blick auf Elayne um sich zu vergewissern, dass es ihr gut geht, ehe sie sich in den Brief vertieft:
| Zitat: | Schloss Minden
Meine liebe Zara,
ich weiß ich schrieb dir schon lange nicht mehr und habe dich viel zu sehr vernachlässigt. Doch der Tod von Jakob hat mich sehr mitgenommen und ich habe mich nach Minden zurück gezogen.
Doch selbst in Minden erreichen mich natürlich Neuigkeiten, die innerhalb unseres Kirchenkreises verkündet werden oder geschehen. So ist mir auch zu Ohren gekommen, dass Phil verstarb oder im sterben liegt.
Ich weiß nichts genaueres, aber ich musste sofort an Dich denken. Daran, wie es dir jetzt gehen muss. Ach liebes Zaraleinchen, komm doch nach Minden ja? Du solltest jetzt gewiss nicht allein sein und du weißt, ich bin immer für dich da.
Ich hab dich sehr lieb, fühl dich umarmt,
Ika |
Versiegelt wird der Brief und mit sorgenvollem Blick Alana übergeben, mit dem Auftrag dafür zu sorgen, dass der Brief als bald Zara erreichen würde, egal wo die Freundin jetzt wohl sein möge. Aus Angst vor noch mehr schlechten Neuigkeiten beendet sie weder Ikarus Brief, noch öffnet sie weitere, legt sie nur zusammen und packt sie weg. Damit würde sie sich am Sonntag beschäftigen, wenn sie sich wieder auf den Weg nach Heiligenbronn machen würde.
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| Zitat: | Hebamme Maria
Burg Allentsteig
Endlich tauchten die Burgmauern der Burg Allentsteig vor Maria´s Augen auf.
Es war schwer hier her zu finden, doch hatte ihr eine nette Marktfrau den Weg zur Burg erklärt
so das Maria am Mittag endlich vor den Wachen der Burg stand.
Die Sonne strahlte unermütlich, Vögel zwitscherten ihr fröhliches Lied und die Bäume wogen sich im Wind
als ob sie tanzen würden.
Dieses ganze Sommerwetter wirkte so fehl am Platz das Maria nur sauer den Kopf schütteln konnte
eh sie sich wieder auf ihre Aufgabe besann.
Vor dem Wachkommandanten wurd kurz umständlich geknickst, dann die Stimme leicht erhoben und auf den
Planwagen gedeutet.
Ich bin Maria..ich bringe...wie sollte man soetwas nur sagen?Es gab dafür einfach keinerlei Worte,
und so drehte die Frau sich au den Absatz um, bedeutete den Wachkommandanten ihr
zu folgen.
Die Plane des Wagens wurd hochgeschoben und so der Blick auf zwei einfache, schnell
zusammengezimmerte, Särge freigegeben.
Ein seuftzen kommt von der Frau eh sie die Plane wieder falln läßt, in ihrer Rocktasche
rumfmmelt und dem Wachkommandanten ein Gesiegeltes Pergament übergibt.
Das Siegel derer von Rothenfels ist darauf zu sehen, der letzte Wunsch Zartanas niedergschrieben.
| Zitat: | Testament von Zartana von Rothenfels
da ich nicht viele weltliche Güter mein eigen nenn kann, habe ich nur einen Wunsch.
Meine geliebte Stute Lady soll an meine Freundin, meine Mentorin und mein Vorbild, Ikalein übergeben
werden.
Andere Dinge habe ich nicht zu vereerben und so wünsche ich mir nur das man meinen engsten
Freunden mitteilen wird das ich nicht mehr bin.
Hier eine Liste derrer die mir am wichtigsten sind.
Ikalein
Ikarus
Phillipus
Alice_luitgard und Tiberius
Anna_die_rose
Julica
Es ist mir sehr wichtig das diese Menschen Nachricht über mein Ableben erhalten, das sie
die möglichkeit haben um mich zu trauern, oder auch nur zu meiner Beerdigung kommen zu können.
Und nun, als wirklich letzten Wunsch, möchte ich das Ikalein meine (und Phil´s) Beerdigung ausrichten wird.
Zartana von Rothenfels
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Der fragende Blick des Kommandanten sagte alles und so setzte die Hebamme zur Erklärung an.
"Die werte Dame Zartana erklärte mir, das sie seid geraumer Zeit ihr Testament mit sich herumträgt.
Wohl seid sie einen Einsatz in Kroatien hatte.
Übergibt es eurem Herrn...er wird es verstehen.
Und noch etwas, der werte Philip von Salem bat mich dem Vater Zartanas etwas mitzuteilen,
doch...ihr werdet es eurem Herrn sagen.
Philip und Zartana wünschen, gemeinsam beerdigt zu werden....nach einer gemeinsamen Trauerfeier
die für beide ausgerichtet wird.
Es ist ebenfalls sehr wichtig für ihn gewesen das man den Termin und Ort der Trauerfeier, seiner
Familie mittteilt.
Dafür soll sich euer Herr an Crayan von Salem wenden.Die wird dann der restlichen Familie
von Phlip bescheid geben.
Ich denke meine Aufgabe ist hiermit erleidgt...."
Ein letzter Blick wird auf den Planwagen geworfen, eh die Hebamme zu den beiden Fuhrpferden geht, eines aus
dem Geschirr nimmt und ihm über die Nüstern streicht.
Die Stute der Blonden war unverletzt geblieben beim Sturz doch das Tier war verstört, als ob es merken würde
das seine Herrin nicht mehr war.
Mittlerweile hatten die Soldaten die Särge vom Wagen genommen, so das Maria nur noch die Stute zu übergeben
brauchte, eh sie sich wieder auf den Weg nach Graz machte, in der Hoffnung nie mehr soetwas schreckliches erleben zu müßen. |
| Zitat: | Swawa
Gedankenverloren streichelt Swawa das zottige Fell des Hundes, der zu ihren Füssen im Schatten der Burgmauer schläft, während sie erfolglos versucht sich auf einige Dokumente zu konzentrieren, mit denen sie sich hier in den hinteren Teil des Hofs zurückgezogen hat, um der allgegenwärtigen Hitze zu entfliehen.
Ihre Gedanken wandern immer wieder zu Zara, von deren Tod jener unheilvolle Brief vor einigen Tage Kunde gegeben hat. Seit diesem Morgen scheint sich Stille über die Burg gelegt zu haben, das Gesinde unterhält sich nurmehr flüsternd, die Wachen auf den Mauern rufen ihre Meldung und Befehle nur halblaut und selbst das Bellen eines Hundes wird schon als störend empfunden.
Alles verharrt und wartet, wartet auf das Unausweichliche, wartet auf die Ankunft, die das Ende einläuten wird, den letzten Abschied...
Der Hund hebt den Kopf und steht auf, blickt zu der kleinen Pforte, die den hinteren vom grossen Hof trennt, wedelt schon in Erwartung, kennt er den Soldaten wohl am Schritt, der kurz darauf erscheint und zur Tochter des Hauses tritt, um Meldung von der Ankunft zu machen.
Swawa holt tief Luft und wappnet sich innerlich, gegen das was sie nun erwartet, schluckt noch einmal und streift mit beiden Händen die widerspenstigen Locken aus dem Gesicht, bevor sie sich erhebt und dem Mann zum Tor folgt.
Wie der Wachsoldat sagte, war der Wagen bereits weg, der die sterblichen Überreste gebracht hatte. Eilig scheint man es gehabt zu haben, aus der trauernden Burg zu verschwinden...aber Swawa kann auch das verstehen, ist es doch kein Vergnügen in sommerlicher Hitze Tote zu kutschieren.
Mitten im Hof stehen nun die beiden Särge, flankiert von den Soldaten, die schweigend mit der Totenwache begonnen haben.
Etwas abseits warten die Rossknechte, verlegen ihre Kappen in den Händen drehend und auch die Mägde sind aus dem Haupthaus gekommen, leise weinend um den frühen Tod des jungen Paares.
Swawas Blick wandert kurz über das reglose Bild dessen einzige Bewegung ein nervöses Pferd verursacht, das ein ums andere Mal seinen Kopf in den Nacken wirft und versucht der Hand des jungen Knechts zu entkommen, der es am Zügel hält...Zaras Stute, die man wohl mit den Toten nach Hause gebracht hat.
Swawa strafft die Schultern und geht entschlossen weiter, ernst hört sie sich den Bericht des Hauptmanns an und schickt ihm mit dem erhaltenen Schreiben weiter zum Vater, weisst den erfahrensten Knecht an, sich um Zaras Pferd zu kümmern und winkt Knechte und Soldaten herbei, die Särge aufzunehmen und ihr zu folgen.
Kurz darauf steigt eine schweigende kleine Prozession im Schein der Fackeln die Stufen hinab in die Gewölbe, wo in der kühlen Familiengruft bereits alles für die Totenwache vorbereitet ist. Vier Soldaten nehmen ihre Positionen ein und als die anderen sich leise zurückgezogen haben, kniet Swawa nieder und beginnt leise mit dem Totengebet.
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