| |
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
|
|
| Autor |
Nachricht |
Fellknäuel Forengründer

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 11177 Wohnort: Nähe Rosenheim, Bayern
|
Verfasst am: 26.08.2010, 18:59 Titel: Ep. 1: New Jericho Superheroes Dawn |
|
|
Etwas mehr als zwei Jahre ist es nun her, daß sich eine kleine Gruppe von jungen Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten zusammen geschlossen hat, um eine Gemeinschaft zu bilden, die das Böse in der Stadt New Jericho zu bekämpfen auszog: die New Jericho Superheroes League (NJSL).
Das Anwesen des Wissenschaftlers Dr. Carter, der seinen Sohn Jason unfreiwillig mit dem hochmodernen NANOCORE-System ausgestattet und so in den Superkämpfer Nightshade verwandelt hatte, diente der NJSL als Ausgangsbasis; von hier aus zogen sie Nacht für Nacht los und führten zahlreiche schmerzhafte Schläge gegen das Syndikat, eine Verbrecherorganisation, die die Stadt bis dahin fest in ihrem Griff gehabt hatte.
Da das Syndikat zunehmend Schwierigkeiten durch die jugendlichen Streiter bekam, entschloß es sich, drastische Maßnahmen zu ergreifen. James Cromwell, schwerreicher Großindustrieller und geheimes Oberhaupt des Syndikats, wußte um Nightschades Identität und setzte seine Attentäter auf ihn an. Eines Abends explodierte im Carter-Anwesen, in dem sich zu diesem Zeitpunkt Jason, seinVater, sein bester Freund, der Butler Gregory und noch einige weitere Streiter aufhielten, eine Bombe. Fast alle von ihnen starben, nur Jason überlebte dank der besonderen Fähigkeiten des NANOCORE-Systems.
Die Botschaft des Mörders war klar, und die Folgen ebenso. Einer nach dem anderen zogen sich die überlebenden Mitglieder der NJSL entmutigt zurück, denn jeder von ihnen mußte befürchten, daß die Menschen, die er liebte, als nächste sterben mußten.
Nightshade jedoch, der alles verloren hatte, startete in seiner Verzweiflung einen blutigen Rachefeldzug, der zahlreiche Handlanger des Syndikats das Leben kostete, und trug den Kampf schließlich sogar in den Cromwells Tower, das luxuriöse Hauptquartier der Verbrecher. Auch hier verloren viele Menschen ihr Leben, und sogar das Gebäude selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen. Doch kurz bevor er seine finale Rache an James Cromwell nehmen konnte, mußte der jugendliche Rächer fest stellen, daß er seine Gegner unterschätzt hatte. Mit einer neu entwickelten EMP-Waffe gelang es den Verbrechern, das NANOCORE-System schwer zu schädigen, und der zentrale KI-Kern, Codename BOB, leitete den sofortigen Rückzug ein. Mit seinen letzten Energiereserven gelang es ihm, Nightshade in Sicherheit zu bringen, doch dieser war dabei schwer verletzt worden.
Er konnte jedoch nicht gestorben sein, denn seine Leiche wurde nie gefunden; stattdessen verschwand er spurlos, und auch seine Freunde konnten seine Spur nicht finden. Schließlich nahmen sie an, daß er die Stadt wohl irgendwie verlassen hatte - was auch der Wahrheit entsprach.
Mehr als ein Jahr lang verbrachte er irgendwo an einem geheimen Ort, und das Syndikat, das all seine Feinde tot oder außer Gefecht glaubte, nutzte diese Zeit, um seine Herrschaft über New Jericho erneut zu festigen.
Sie hatten gedacht, daß es keinerlei Bedrohung mehr für sie gäbe. Sie hatten sich geirrt.
Central Air Port von New Jericho, 23. Juni 2012
Die Wartehalle war so voller Menschen, daß er zwischen ihnen unter ging wie ein Fisch im Wasser. Niemand beachtete ihn, niemand schien ihn zu erkennen, und das lag sicher weder an der Sonnenbrille noch dem schwarzen Baseball-Cap, die er trug. Damals hatte er für solche Dinge nicht sonderlich viel übrig gehabt, doch jetzt fand er sie nützlich, um ganz sicher zu gehen, daß ihn hier niemand erkannte. Nicht jetzt. Man würde früh genug wieder von ihm hören. Allerdings schien ohnehin keiner mit seiner Rückkehr – geschweige denn seinem Überleben – zu rechnen.
Das konnte auch daran liegen, daß die Menschen im Moment anderes im Sinn hatten – wie zum Beispiel die enorme Hitzewelle, die gerade über die Stadt hinweg fegte und ihre Bevölkerung ordentlich ins Schwitzen brachte.
Das Syndikat wird bald noch deutlich mehr ins Schwitzen kommen! dachte sich der junge Mann, während er sich durch die volle Halle drängelte. Es bereitete ihm keine Mühe, seinen Weg zu bahnen, und er nahm dabei wenig Rücksicht auf die ihn umgebenden Menschen. Anfangs hatte er noch versucht, seine gewaltige Kraft im Zaum zu halten, doch mit der Zeit war ihm das zu mühsam geworden, und er hatte darauf verzichtet. Sein Blick fiel plötzlich auf eine Stelle an der seitlichen Wand der Halle, an der offenbar Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden. Arbeiter waren gerade keine zu sehen, aber dafür etliche alte Zeitungen, die an dieser Stelle auf dem Boden lagen, vermutlich, um ihn vor Farbspritzern oder ähnlichem zu bewahren. Ohne richtig zu wissen, wieso, trat er näher und bückte sich nach einer der Zeitungen. Es war eine ziemlich alte Ausgabe der New Jericho Times, datiert auf den 21. Mai 2010. “Unbekannter verhindert Bankraub, Täter überführt, keine Verletzten,“ konnte er aus dem Artikel heraus lesen. Demnach hatte ein mysteriöser Kämpfer in einer Art High Tech-Ritterrüstung die vier Bankräuber mittels einer Art Elektroschockwaffe außer Gefecht gesetzt. Abschließend hatte er der Polizei seinen Namen mit geteilt – Nightshade – und war dann mit einem fliegenden Skateboard davon geflogen.
Der junge Mann, der die Zeitung in der Hand hielt, wußte sogleich, von wem in diesem Artikel die Rede war; denn Nightshade war niemand anders gewesen als er selbst.
Er griff nach weiteren Zeitungen aus demselben Jahr und fand weitere Meldungen, die über Heldentaten berichteten, die von den Mitgliedern der geheimnisumwobenen New Jericho Superheroes League – kurz NJSL – verübt worden waren. Auch eine Meldung über rätselhafte Vorfälle im Rathaus war dabei, über unheimliche Horrorwesen, die Menschen verfolgt hatten. Doch die NJSL hatte auch diese Situation bereinigt, und es hatte kaum Todesopfer gegeben. An diesen Vorfall konnte sich der junge Mann besonders gut erinnern; waren sie hierbei doch auf die grausamen Nightmares gestoßen, die aus einer Welt unterhalb New Jerichos stammten und die Menschen zu unterwerfen gedacht hatten. Damals war es ihnen gelungen, das Portal, durch das die Nightmares gekommen waren, zu schließen, doch einer war in der Oberwelt geblieben – mit für ihn selbst weitreichenden Konsequenzen.
Doch dann sah er eine andere Meldung, die über die Explosion einer Villa im Stadtteil Northridge berichtete. “Anwesen des Wissenschaftlers Dr. Carter explodiert, nur ein Überlebender,“ hieß es da. Seine Finger verkrampften sich unwillkürlich und zerknitterten das Zeitungspapier an den Rändern, als er sich an die Katastrophe zurück erinnerte, welche seine Welt hatte zusammen brechen lassen. Nun fand er auch die Zeitungsberichte, die über das Danach berichteten: das rätselhafte Verschwinden des einzigen Überlebenden aus dem Krankenhaus, die sich häufenden Morde an Kriminellen, der Angriff auf den Cromwells Tower, der ihm selbst beinahe zum Verhängnis geworden wäre.
Er griff nach weiteren Zeitungen, deren Schlagzeilen von erneut sprunghaft gesteigerten Verbrechenswellen berichteten und in zunehmend sarkastischerem Ton die Abwesenheit der NJSL beklagten bzw. deren Eingreifen forderten. Als er diese Nachrichten las, färbte sich sein Gesicht allmählich rot vor Zorn: Dinge wie “Haben die Helden kalte Füße bekommen?“ oder “An die Arbeit, ihr Möchtegerns!“ waren dort zu lesen. Schließlich hatte er genug, und wütend knüllte er die Zeitungen zusammen und warf sie auf den Boden. Er wandte sich ab und stürmte auf den Ausgang zu, um in den grellen Sonnenschein hinaus zu treten, vor sich den riesigen Parkplatz des NJ Central Airport. Dahinter konnte er den Wald aus Wolkenkratzern erkennen, der das Stadtbild New Jerichos aus machte.
Jason Carter trat einige Schritte vor, nahm seine Sonnenbrille ab, und ein Grinsen der Vorfreude stahl sich auf sein Gesicht. “Ich bin wieder da, ihr Hundesöhne,“ flüsterte er so leise, daß niemand außer ihm es hören konnte. “Seid Ihr bereit für mich?“
Sie hatten ihren letzten Feind für tot gehalten, doch sie hatten sich geirrt. Nun ist er wieder da, und er schwört Rache.
Der Kampf um New Jericho geht in die zweite Runde, und dieses mal wird ihn nur eine Seite überleben! _________________
"Letzte Frage: was ist der Unterschied zwischen einer Ente?"
"Sie hat mit den Terroristen geschlafen, um an deren Pläne zu kommen!"
"Geheime Aufklärungsarbeit!"
"Mit deiner Vagina!"
"Aber doch nur für unser Team!"
"Ich denke, wohl eher mit dem ganzen Team!"
Fellknäuels derzeitige Lieblings-Links:
Geh, Semmerl, mach doch einfach de Tür auf!
Ich bin Batman!
Zuletzt bearbeitet von Fellknäuel am 12.12.2010, 22:55, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Anzeige
|
Verfasst am: 26.08.2010, 18:59 Titel: Anzeige |
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 27.08.2010, 15:48 Titel: |
|
|
"Tihihi..."
Wie erstarrt hielt der Räuber mit der Skimaske inne. Sein Finger versteifte am Abzug, dessen dazugehörige Pistole er dem wimmernden Geschäftsmann vor sich an die Schläfe hielt. Beinahe hätte seine Hand den Aktenkoffer losgelassen, in dem sich die Aktien befanden, für die er sich eine Pistole gekauft hatte. Woher kam das Kichern? Beklommen schielte der Räuber nach links und rechts, konnte aber nichts erkennen. Nur eine Einbildung seiner Nervosität. Unter dieser Maske schwitzte er viel zu sehr.
"Noch einen letzten Wunsch, Geldhai?", wisperte er dem Geschäftsmann ins Ohr und presste den Lauf der Waffe noch fester gegen dessen Kopf, so dass er gegen die schmutzige Wand der finsteren Seitengasse nahe beim Flughafen gedrückt wurde.
"Was für ein ausgeleierter Spruch!"
Die Stimme war direkt hinter ihm. Erschrocken wirbelte der Räuber herum. Nichts.
Dann plötzlich stieß sich ein Schatten von der Wand ab. In einen roten Smoking gekleidet, ein lächerliches Cape hing davon, starrte ihn ein junger Mann mit weit aufgerissenen Augen an, so als stünde er unter Drogen. Wahrscheinlich tat er das. Er trug eine bescheuerte Augenmaske.
"Huhuhu! Wie du mich musterst...so..." Der Junge näherte sich ihm so weit, dass er den Atem auf den freien, verblüfften Augen spürte. "...abfällig."
"Bleib weg von mir, oder ich schieße!" Der Räuber richtete die Pistole nun auf die Brust des Jungen, während sich sein Opfer am Boden kauernd beinahe zu Tode fürchtete.
"Ooooch...sieh nur! Sieh nur, du kaust Fingernägel! Sieh nur..." Der Junge zog eine eigenartige rote Klinge hervor und ritzte sich damit in den Finger, aus dem sofort ein ganzer Schwall Blut rann. "Man sollte sie nicht so kauen...bis aufs Blut!"
Der Räuber war zu erschrocken um abzudrücken, als der Junge plötzlich seinen blutenden Finger auf seinen aufgerissenen Fingernagel drückte. Was für ein verrückter Wahnsinn war das nur?!
Der Mund des Jungen verzog sich zu einem schrecklichen Grinsen. Das Blut hatte plötzlich aufgehört aus der Fingerwunde zu laufen, der Schnitt war nicht mehr zu sehen. Es schien, als würde ein Dämon ihn anstarren, aus dem tiefsten Abgrund der Hölle...
Urplötzlich röchelte er und die Pistole fiel zu Boden. Er konnte keinen Milimeter seines Körpers mehr bewegen.
"Tihihi! Vor Angst erstarrt!"
Die Augen des Räubers verdrehten sich, er krümmte sich zusammen, fiel schließlich zu Boden. Eine Blutlache bildete sich unter dem Ohr des Räubers, auch aus dessen Mund und Nase rannen leichte Blutströme.
"Tihihi!", machte der Anzugträger, ignorierte das markenerschütterte Schreien des Geschäftsmannes und lief aus der Gasse heraus, die Straße entlang. _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Lias Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2010 Beiträge: 2845 Wohnort: Kölle
|
Verfasst am: 27.08.2010, 16:29 Titel: |
|
|
"Hey, Myria, hast du den Aufsatz fertig?", Jean überholte die junge Frau und lief dann rückwärts vor ihr her. Der junge Mann grinste freundlich. Myria lächelte zurück und nickte dann: "Schon seit vorgestern, wieso?" Das letzte Wort war mit unverkennbar hochgezogener Augenbraue gesprochen.
"Kannst du ihn mir ausleihen, bitte. Ich werd sonst nie fertig", Jean schaute mit was er für treudoof blickende Augen hielt zu Myrias Schultertasche. Nervig, aber nicht zu ändern. Myria seufzte und holte den Physikaufsatz hervor, den sie dem Mann reichte. Jean strahlte: "Danke, Myria, bist 'nen Schatz. Sehn uns." Schatz... na klar. Die junge Frau verließ das Gelände der NJPU durch das Tor, das das Universitätsgelände mit dem Rest der Stadt verband. Es war kurz nach halb sieben.
"Da ist sie", der Fahrer einer schwarzen Limousine deutete auf die wartende Myria. Dann gab der Mann Gas der Wagen zog elegant aus der Gasse, hielt vor Myria, der die Tür geöffnet wurde.
"Hallo, Wraith", der Hüne auf dem Sitz gegenüber klappte seine Sonnenbrille zusammen und steckte sie weg, bevor er sich vorbeugte. Myria legte ihre Schultertasche auf den Sitz neben sich, bevor sie die Beine übereinander legte und ihr Gegenüber ansah: "Hat Mr. Morieau bezahlt?"
"Nein, hat er nicht", Nigel lehnte sich wieder zurück warf Myria ein Päckchen zu: "Und die Party gibt er immer noch. Das Kleid, was du wolltest und die Maske."
"Was hat er mit dem Geld angestellt?", das Päckchen enthielt tatsächlich ein schwarzes Kleid und eine venezianische Maske, vogelartig und natürlich ebenfalls schwarz. Myria zog den Vorhang der Limousine vor und sich selbst um.
"Ist das wichtig?"
"Für mich schon."
"Er hat es in das Krankenhaus gesteckt, das er gebaut hat."
"Ich hätte gerne die Zeitung von morgen."
Eine Zeitung wurde durch einen Spalt des Vorhangs geschoben. Myria überflog die Schlagzeilen des New Jericho Messengers. "Morieau auf Party getötet. Syndikat sendet Botschaft an Schuldner. Hospital in Morieau Gedächtnis Hospital umbenannt."
Die Frau schmunzelte und schob die Zeitung zurück: "Ich verstehe."
"Er soll medienwirksam getö..."
"Ich verstehe."
Myria zog den Vorhang zurück, nun gekleidet in ein schwarzes Ballkleid, und schob sich die Maske vors Gesicht: "Wie seh ich aus?"
"Sie sehen fantastisch aus, Ma'am", der Pförtner hatte Myrias Einladung überprüft und gab sie zurück, worauf sie lächelte und ihm einen spielerischen Klaps mit ihrem schwarzen Fächer gab. Mit einem dümmlichen Lächeln im Gesicht öffnete der Pförtner die Türe und Myria trat ein in das Chaos von Farben, Geräuschen und Gerüchen, das Mr. Morieaus Maskenball darstellte. Die Schönen und die Reichen und jene, die sich für eines von beiden hielten, waren hier versammelt. Myria glitt hinüber zu einem Kellner und nahm sich eines der Cocktails von dessen Platte. Mr. Morieau stach aus der Menge heraus. Der Mann war in seinen Mittdreißigern, recht gutaussehend, wie Myria befand, und ausgesprochen erfolgreich im Gewerbe der Pharmazie. Er hatte nur den Fehler gemacht sich Geld vom Syndikat zu leihen. Und nicht zurückzuzahlen. Und der letzte Anwalt, den das Syndikat zu ihm geschickt hatte, war beleidigt worden und man hatte ihm mit einer Anzeige gedroht. Das hatte der Chefetage des Syndikats nicht gefallen.
Es musste ein Exempel statuiert werden. Und Myria war dafür am besten geeignet.
"Mr. Morieau", Myria reichte dem Mann ihre Hand. Dieser ergriff sie und hauchte einen Kuss darauf. Formvollendeter Gentleman, hm?
"Eine Freude, Miss...?", und zack, Fächer aufklappen: "Sie haben mich schon vergessen? Miss Rosenheym. Wir haben uns schon auf einigen Ihrer Bälle getroffen." Myria zog eine beleidigte Schnute, woraufhin Morieau sofort nach ihrer Hand griff und entschuldigend lächelte: "Oh, natürlich. Tut mir Leid, sie hatten letztes Mal so farbenfrohe Kleidung an, dass ich sie in dem Schwarz nicht erkannt habe." Der Mann zog Myria sanft zur Tanzfläche: "Darf ich mich mit einem Tanz bei Ihnen entschuldigen?"
"Selbstverständlich", tölpelhafter Idiot. Ein Einfühlungsvermögen wie ein Backstein. Zudem hatte sie sich letztes Mal unter anderem Namen vorgestellt. Eine Weile bewegten sich beide zum Takt der Musik. Als nächtes war ein Walzer an der Reihe. Myria drückte sich an Morieaus Brust: "Wissen Sie, Mr. Morieau. Ich habe gelogen."
"So? In welcher Hinsicht?"
"Mein Name ist Wraith. Und sie werden heute sterben", Myria legte dem Mann einen Finger auf den Mund: "Shhh. Man wird sie in guter Erinnerung behalten. Tanzen sie weiter."
Morieau hatte angehalten, fuhr nun aber fort zu tanzen: "Was, aber wieso? Wer sollte.... Das Syndikat."
Myria nickte.
"Aber ich wollte das Geld zurückzuzahlen! Die Einnahmen der letzten Monate waren nicht gut."
"Ich bin mir sicher, dass sie nicht gut waren. Aber sehen Sie, Sie haben einen unserer Anwälte mit eingekniffenem Schwanz nach Hause geschickt. Was für einen Eindruck bekommen unsere anderen Schuldner dann?"
"Es geht also gar nicht um mich."
"Nicht im Speziellen, nein."
"Ich könnte die Security rufen."
"Sie wären tot, bevor Sie sich auch nur nach einem Ihrer Wächter umgesehen haben."
"Und sie würden im Knast landen."
"Ich fürchte, Sie verstehen nicht. Ich bin Wraith. Keine Mauer dieser Welt hält mich auf. Seien Sie ruhig und genießen Sie Ihren letzten Tanz."
Die letzte Note verklang. Auf einmal ging alles sehr schnell. Morieau drehte sich um und versuchte zu einem seiner Wächter zu flüchten. Myrias Hand verschwand im Körper des Mannes. Morieau rannte noch einige Meter, dann brach der Körper zusammen. Gäste näherten sich neugierig, dann wanderte ihr Blick zu Myria. Das Herz Morieaus schlug ein letztes Mal. Myria ließ es fallen, wie eine Frau aus höheren Kreisen ein ekelhaftes Tier: "Sollen sich die Schuldner des Syndikats dies eine Warnung sein lassen." Warten, warten. Das Blitzlicht einer Handykamera erleuchtete den Raum. Myrias Gestalt wurde durchsichtig, dann sank sie durch den Boden.
"Nigel, ist dir eigentlich klar, dass bei meinem Job kein Kleid auch nur einen Monat hält. Versuch mal Blut aus Seide rauszuwaschen!", Myria zog sich erneut hinter dem Vorhang der Limousine um. Die junge Frau kam in Bluse und Hose wieder zum Vorschein. Nigel verfrachtete das blutbesudelte Kleid in eine Plastiktüte. Es würde verbrannt werden. Der Hüne steckte sich die Sonnenbrille wieder auf die Nase: "Du bekommst ein neues. Gut gemacht, Miss Lejean."
Myria zog eine Schnute: "Meinst du nicht, Sehr gut gemacht?"
Nigel lachte: "Von mir aus auch das. Wo kann ich dich absetzen?"
"Irgendeine Gasse neben meinem Haus. Wie immer."
Durch die Frontscheibe kam Myrias Sitz in Sicht. Das alte Familienhaus der LeJeans, das Myria als letzter dieser Blutlinie zugefallen war. Die LeJeans waren nie wichtig gewesen im Machtgefüge New Jerichso und Myria war die einzige, die daran etwas geändert hatte. Nigel schüttelte ihre Hand zum Abschied: "Wie immer eine Freude mit dir zu arbeiten. Wir sehen uns."
Genussvoll hörte Myria den Nachrichten über "Die grauenvolle Ermordung Morieaus" zu, während sie sich in der Küche einen Risotto kochte. Wow, das Bild war gar nicht so unscharf, wie erwartet. Musste eine dieser neuartigen Handykameras sein. Schade um das Kleid, aber der Stoff war unwiederbringlich verloren. Pünktlich nach den Nachrichten rief eine jeder Frauen an, die sich für Myrias Freundinnen hielten und wollte über den schrecklichen Mord reden. Myria tat ihr den Gefallen und fand stilles Vergnügen an der Tatsache, dass sie mehr wusste, als ihr Gegenüber. _________________ "Did you really punch the president of the assassins guild?"
"Yes, sir."
"Why?"
"Didn't have a dagger, sir."
"I thought what i'd do was to pretend i was one of those deaf-mutes, or should i?" |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 27.08.2010, 20:16 Titel: |
|
|
Eine ältere Frau mit hochgestecktem, grauem Haar und einem roten Kleid mit weissen Punkten betrat eine Bank in New Jericho Central. Der Wachmann, der neben der Tür stand, nickte der Dame freundlich zu und sie lächelte eben so freundlich zurück. Dann wandte er den Kopf wieder dem Eingang zu. Das war sein Fehler.
Die alte Frau war plötzlich verschwunden und an ihrer Stelle erschien eine Schlange, die zielsicher auf den Wachmann zuschoss und sich in seinem Hals verbiss. Seine Augen weiteten sich erschrocken, dann verdrehte er sie und brach zusammen.
Die Schlange verschwand nun ebenfalls und Alex nahm seinem wahre Gestalt an. Er trug eine Maske, die indianisch anmutete und vor Jahrhunderten einmal von einem Schamanen getragen worden sein könnte.
Der Junge bemerkte die erschrockenen und verängstigten Blicke der Anwesenden, obwohl sich am Morgen noch nicht gerade viele Leute in der Bank befanden.
"War nur eine geringe Dosis. Er wirds überleben", er drehte sich um und blickte eine Frau an, die sich der Wand entlang zum Eingang bewegte. "Und wenn Sie sich nicht auch schlafen möchten, dann legen sie - sie alle - sich jetzt auf den Boden und bleiben da, bis mir der Typ da hinter dem Schalter etwas Geld ausgehändigt hat."
Ohne weitere Aktionen oder Widerreden befolgten die Besucher den Befehl.
Alex bückte sich zum reglosen Körper des Wachmann herab und durchsuchte seine Taschen und fand schliesslich einen kleinen, goldenen Schlüssel, mit welchem er die Vordertür abschloss und diesen dann in die Tasche steckte.
"Also...", er wandte sich dem Bankier zu, "wären sie so nett, meine Anweisungen zu befolgen, können wir diese Geschichte hier hinter uns bringen."
Fahrig nickte der Mann und begann Geld in eine Handtasche zu stopfen, die er von Alexander bekommen hatte und welche dieser vorher einer jungen Frau abgenommen hatte. Dabei tastete er unauffällig nach einem roten Knopf ausserhalb des Sichtfeldes des Jungens lag. Er drückte ihn und alarmierte so die nächstgelegene Polizeiposten und liess eine dringende Nachricht im Polizeifunk erklingen. _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
Fellknäuel Forengründer

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 11177 Wohnort: Nähe Rosenheim, Bayern
|
Verfasst am: 27.08.2010, 20:17 Titel: |
|
|
In panischer Angst sah der ältere Herr zwischen den Männern, die in seinen Laden eingedrungen waren, hin und her. "Hören Sie... bitte... geben Sie mir etwas Zeit, ich habe das Geld fast beisammen!" flehte er eindringlich. Auf seinem Gesicht stand Todesangst, was die drei Anzugträger mit den Maschinenpistolen jedoch nicht beeindruckte.
"Leider haben Sie nicht genug davon," sagte einer der drei ungerührt. "Und Zeit haben Sie leider auch keine mehr, Mr. Harrison. Hat mich gefreut, Sie kennen zu lernen."
Ohne mit einer Wimper zu zucken, drückte er ab - einmal, zweimal, dreimal. Mit einem Ächzen brach der Mann zusammen, die Kugeln aus der Waffe des Syndikatsschergen hatten ihn sofort getötet.
"Okay, der Job ist erledigt," sagte er und drehte sich langsam um. "Sehen wir zu, daß wir weiter... Großer Gott, was ist denn DAS?!"
Direkt hinter den drei Männern stand eine Figur im Raum, die einem Horrorfilm entsprungen schien. Es war ein mindestens zwei Meter hoher nachtschwarzer Dämon mit breiten ledrigen Flügeln. Die roten Augen glühten unheilvoll, während sie die drei Männer nacheinander musterten und schließlich bei ihrem Anführer hängen blieben.
"Eine Frage," sagte die Kreatur mit einer tiefen grollenden Stimme. "Habt ihr Typen schon mal von einem Kerl namens Nightshade gehört?"
Verstört sahen die Männer ihr Gegenüber an, seine Worte hatten sie gar nicht richtig realisiert. Die bloße Panik - ähnlich der, die Mr. Harrison ihnen gegenüber verspürt hatte - lähmte ihr logisches Denkvermögen, und ihr schlichter Überlebensinstinkt kam zum Vorschein.
Einer der Männer riß seine Waffe hoch und schoß - oder wollte es zumindest. Bevor sein Finger den Abzug durchgedrückt hatte, war der Dämon blitzartig vor geschnellt und hatte mit einer furchterregend aussehenden Klauenhand zu geschlagen. Blut spritzte und der Mann wurde mit furchtbarer Wucht an die Rückseite des Raumes geschleudert, wo er ab rutschte und am Boden liegen blieb. Die anderen Männer hatten kaum Zeit zu reagieren, da hatte der Dämon bereits den zweiten von ihnen mit einem mächtigen von unten kommenden Klauenhieb ins Gesicht getötet. Nun stand nur noch der Anführer.
Fassungslos betrachtete er diese grausige Kreatur, die gerade zwei seiner besten Leute ermordet hatte. Er versuchte zu schießen, doch seine Fingermuskulatur versagte angesichts dieser Abscheulichkeit ihren Dienst. Seine Finger verkrampften sich, die Waffe fiel ihm aus der Hand. Hastig wich er vor dem Gegner zurück, bis er buchstäblich mit dem Rücken zur Wand stand.
"W... we... wer.... wer sind... S... Sie...?" stammelte er in purer Panik.
Die Kreatur, an deren Klauen das Blut seiner Leute klebte, baute sich vor ihm auf und starrte ihm direkt in die Augen.
"Infernal!" sagte er. "Warte... ich werde dir meine Initialen in die Brust ritzen, okay? Damit du es nicht vergißt!"
Er hob seine Klauenhand und stach seinem hilflosen Opfer mit einer Kralle, an der er alle Nägel bis auf einen eingefahren hatte, tief in den Bauch - um sie dann langsam und genüßlich bis zum Hals hinauf zu ziehen. Der Syndikatsmann war bereits tot, noch ehe die Kralle die Hälfte ihres Weges zurück gelegt hatte.
Die Leiche mit einem verächtlichen Blick bedenkend, ließ Infernal sie auf den Boden fallen, wo sie seitlich liegen blieb. Schnell bildete sich eine große Blutlache unter dem leblosen Körper auf dem Boden. Er hinterließ auch in den anderen beiden Leichen seine "Initialen". Anschließend drehte er sich noch einmal zum Anführer der Syndikatsschergen herum, ein höhnisches Glitzern in den rot glühenden Augen.
"Das war erst der Anfang, Ihr Schwachköpfe!"
Als die Polizei eine Stunde später am Ort des Geschehens ein traf, erwartete sie ein Anblick, der sie würgen ließ - solche Grausamkeiten hatten sie schon lange nicht mehr gesehen, und selbst das zu selten, um sich daran gewöhnt haben zu können.
Am Abend desselben Tages lief in den Nachrichten ein Bericht über vier Männer, die in einem Juweliersgeschäft ermordet wurden, drei davon - offenbar Gangster, die dem Syndikat angehörten - wahrlich bestialisch. Auch wurde berichtet, daß der Täter eine mit dem Blut seiner Opfer geschriebene Botschaft an der Wand hinterlassen hatte: Infernal. _________________
"Letzte Frage: was ist der Unterschied zwischen einer Ente?"
"Sie hat mit den Terroristen geschlafen, um an deren Pläne zu kommen!"
"Geheime Aufklärungsarbeit!"
"Mit deiner Vagina!"
"Aber doch nur für unser Team!"
"Ich denke, wohl eher mit dem ganzen Team!"
Fellknäuels derzeitige Lieblings-Links:
Geh, Semmerl, mach doch einfach de Tür auf!
Ich bin Batman! |
|
| Nach oben |
|
 |
Lias Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2010 Beiträge: 2845 Wohnort: Kölle
|
Verfasst am: 27.08.2010, 20:41 Titel: |
|
|
"Und wir unterbrechen unsere Nachrichten über Morieaus Tod für eine weitere Sondermeldung", die Nachrichtensprecherin überschlug sich fast, während sie versuchte Notizzettel auf dem Tisch zu sortieren. Myria horchte auf. Was konnte wichtiger sein, als der überaus kunstvoll inszenierte Mord an einem bekannten Prominenten? Mit einem Händeklatschen schaltete die Frau lauter.
"In einem kleinen Geschäft wurden die Leichen von vier Männern gefunden. Einer war der Ladenbesitzer. Mr. Harrison, die anderen drei trugen die Abzeichen des Syndikats. Während Harrisons Leiche nur eine tödliche Schusswunde aufweist, wurden die Syndikatsmitglieder brutal zugerichtet. Und jemand hat mit dem Blut der Opfer ein Wort an die Wand geschrieben. "Infernal". Vielleicht jemand, der dem Syndikat endlich einmal die Stirn bieten will? Dazu hören wir jetzt unseren Experten...."
Das "Experten"geschwafel war ungefähr so interressant, wie einer Schnecke beim Kriechen zuzusehen. Myria drehte die Knöpfe am Herd in einer bestimmten Reihenfolge. Das Ceranfeld drehte sich in seiner Verankerung und auf der anderen Seite kamen ein Bildschirm und eine Tastatur zum Vorschein. Myria tippte Nigels Nummer in den Rechner ein.
"Wraith, was kann ich für dich tun. Vielleicht ein kleines Tete a tete bei mir?", Nigel saß entspannt in seinem Lieblingsohrsessel. Der Mann hatte ein Weinglas in der Hand und ein Buch auf den Beinen. Bei näherem Hinsehen entpuppte es sich als "Göttliche Komödie".
"Nein, danke, Nigel, heute nicht, morgen nicht, einfach nicht. Hast du Nachrichten gesehen?"
"Damit ich die Meldungen über deinen Mord mitbekomme? Nein danke. Ist schon eklig genug, da muss ich mir das nicht auch noch über und über ansehen."
"Drei unserer Männer sind ermordet worden."
"Wie bitte? Moment, ich mach den Fernseher an." Kurz herrschte Stille am anderen Ende der Leitung, dann schaltete Nigel sein Mikro wieder ein: "Verstehe. Werde mal sehen, was ich rausfinden kann. Erwarte aber nicht allzu viel. Die Gegend ist so arm, da lohnte es sich nicht Spitzel zu postieren."
"Ist sonst noch etwas los, grade?"
"Wir haben zwei gemeldete Banküberfalle. Beides nicht unsere Jungs."
"Unwichtig. Versuch nur etwas über diese Morde rauszufinden."
"Wir gemacht, mon Cheri."
"Leck mich, Nigel."
Myria unterbrach die Verbindung. Eine Faust krachte in die Kühlschranktüre. Verdammt noch mal. Wenn hier jemand das Syndikat angriff, dann wollte sie darüber Bescheid wissen! Nigel, dieser Versager. _________________ "Did you really punch the president of the assassins guild?"
"Yes, sir."
"Why?"
"Didn't have a dagger, sir."
"I thought what i'd do was to pretend i was one of those deaf-mutes, or should i?"
Zuletzt bearbeitet von Lias am 27.08.2010, 21:59, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Redeyes Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 6618 Wohnort: Frostwolf
|
Verfasst am: 27.08.2010, 21:26 Titel: |
|
|
Shadow hechtete durch die gassen des Havenvirtels. Es war um die zeit praktisch nichts los, so das er zumindest keine behinderung durch irgendwelche leute zu erwarten hatte. Wie hatten sie ihn blos gefunden. Anscheinend hatte er die Jäger des Syndikats unterschätzt. Er hatte geglaubt ihre art zu Denken und zu Handeln voraussehen zu können, doch hatte sich dabei geirrt. Sie hatten seinen letzten Bruder, 8301, erfolgreich getötet bevor er entkommen konnte. Doch 8301 war nicht tot, sein Geist, sein Wissen seine Kraft war nun bei ihm, bei 8472, Grey, genau so wie die 6 anderen flüchtlinge waren sie nun vereint. Die Körper waren tot und vermutlich vom Syndikat schon längst vernichtet oder aufgeschnitten worden, doch das war für sie alle nicht wichtig, sollange sie in diesem Körper weiter existieren konnten. Umso mehr ärgerte es Grey, das genau das dazu geführt hatte seine gegner zu unterschätzen. Er konnte sie hören, ihre gepanzerten anzüge liesen jeden schritt deutlich werden. Die Jäger hatten eine ähnliche Panzerung wie Grey, wenn auch nicht so weit entwickelt. Dafür waren sie in der überzahl, was diesen nachteil ausglich. Er bog in eine seitengasse ab, in der hoffnubng zeit zu gewinnen, doch seine hoffnungen wurden inerhalb einer sekunde zunichte gemacht, als sich die gasse als sackgasse enpuppte. "Mist" "Haben wir dich... gib auf 8472, oder du wirst draufgehen wie die anderen Anomalien." Er hatte keine Wahl, er musste Kämpfen. "Wir werden sehen ob ihr uns Schlagen könnt." Grey war nicht scharf auf den Kampf, doch leicht würde er es den Jägern nicht machen.
Etwa eine virtelstunde später erschüterte eine Explosion das Hafenviertel und aus eben jener Sackgasse steig schwarzer Rauch auf. Im Zentrum stand Grey, von der Explosion unverletzt, aber ansonsten schwer gezeichnet. Er atmete schwer, doch er lebte und seine Angreifer waren nun tot, die meisten zerfetzt von der Chaos-Explosion. Nur einer war weggeschleudert worden, hatte sich aber beim aufprall mit der Wand das Genick gebrochen und lag nun an einer Mülltonne am eingang zu der Sackgasse. Mehere Holzkisten in der gasse hatten Feuer gefangen, doch es roch auch nach verbranntem Fleisch.
Grey keuchte, er hatte einiges abbekommen. Die Naniten würden die schlimmsten verletzungen sicher Heilen, doch das brauchte Zeit und Energie. Er konzentrierte sich noch einmal und nur Sekunden Später war er verschwunden. Die Drohne die gut 15 Meter über dem Kampfplatz schwebte hatte er nicht bemerkt.
-------------- an einem unbekannten Ort -------------------
In einem abgedunkelten Büroraum sahen sich mehere Personen gerade an wie Grey den Kampf beendete und sich anschlisend wegteleportierte. "Interesannt, die CZ Reihe ist wirklich beeindruckend...." "Dem stimme ich zu, obwohl die Anomalie die bei den 8 Exemplaren auftauchten zu bedauerlichen konsequenzen führten, haben sie jedoch gezeigt das die CZ Reihe grosses Potential insich trägt. wir sollten die Forschungen fortsetzen, alleine schon um solche ausbrüche in zukunft zu unterbinden. irgendwelche einwände?" Stille. "Gut dann währe das beschlossene sache..." "Bleibt noch die Frage was mit 8472 geschehen soll... Das war nun der vierte Jägertrupp und er hatt sie ganz alleine erledigt." "Wir können ihn nicht frei herumlaufen lassen, können ihn aber nicht einfangen... er muss eliminiert werden." "Aufgrund seiner stärke müssen wir jemanden wählen der ihm überlegen ist." "Ich werde das nötige in die wege leiten." _________________
|
|
| Nach oben |
|
 |
Fellknäuel Forengründer

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 11177 Wohnort: Nähe Rosenheim, Bayern
|
Verfasst am: 27.08.2010, 22:02 Titel: |
|
|
Noch jemand anderes sah den Bericht über das Massaker in dem Juwelierladen, und er tat es mit äußerster Zufriedenheit. Jaze lümmelte sich in einem schäbigen alten Sessel in seiner billigen kleinen Wohnung irgendwo in den Straßen von Kings und richtete seinen Blick auf den Fernseher in der Ecke des Zimmers. Ein gehässiges Grinsen stahl sich auf sein Gesicht.
"Das war nur der Anfang, Freunde," flüsterte er. "Ihr werdet für alles bluten, was ihr mir angetan habt. Vater... Gregory... Rana... Marcus..." Sein Blick wurde starr, als er sich das Gesicht des letzteren vor sein geistiges Auge rief.
"Marcus... der beste Freund, den ich jemals hatte." murmelte er mit monotoner Stimme, und eine Träne bildete sich in seinem Auge. "Wenn das alles hier vorbei ist, werd ich dein Grab besuchen, Marcus... und ich werd dir auch ein schönes Geschenk mit bringen." Ein haßerfüllter Blick trat in seine Augen, und er wischte sich die Träne weg.
"Cromwells Kopf werd ich dir als Grabbeilage bringen!" brachte er zischend hervor. "Wart´s nur ab... so wird es geschehen." _________________
"Letzte Frage: was ist der Unterschied zwischen einer Ente?"
"Sie hat mit den Terroristen geschlafen, um an deren Pläne zu kommen!"
"Geheime Aufklärungsarbeit!"
"Mit deiner Vagina!"
"Aber doch nur für unser Team!"
"Ich denke, wohl eher mit dem ganzen Team!"
Fellknäuels derzeitige Lieblings-Links:
Geh, Semmerl, mach doch einfach de Tür auf!
Ich bin Batman! |
|
| Nach oben |
|
 |
Nemthos Vorbild des Forums

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2010 Beiträge: 2354 Wohnort: Erlangen
|
Verfasst am: 27.08.2010, 22:05 Titel: |
|
|
Auch Al war in der Bank, die Alex gerade ausraubte.
Eigentlich kommt mir das ganz gelegen... Dann muss ich nicht selber was anstellen.
Unauffällig robbte er etwas in Richtung Tür, um dem Räuber schneller folgen zu können. |
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 28.08.2010, 13:46 Titel: |
|
|
Der Flugwind bäumte das Cape des jungen Mannes auf, als er mit einem "Patt"-Geräusch vom Baldachin vor dem Eingang der Bank landete. Der Blick auf die Straße war uninteressant. Taxis drängten sich aneinander, Fußgänger beachteten ihn kaum. In gewisser Hinsicht war das schon eigenartig. Aber das machte nichts! Er hatte einen Auftrag zu erledigen! Und wenn er Glück hatte, sprang dabei ein schönes Massaker heraus...
"Tihihi!", machte der Junge und presste mit einem breiten Grinsen sein Gesicht gegen die Tür. Abgeschlossen. Das versprach spaßig zu werden. Seine platte Nase begann plötzlich zu bluten. Zwei Rinnsale flossen in das Schloss hinein und machten die am Boden Liegenden beinahe wahnsinnig. Das Blut stoppte und er löste sich von der Tür, zwei kleine Flecken blieben übrig. Mit einer Handbewegung erhärtete das Blut im Schloss, er krümmte einen Finger und der eigentümliche Schlüssel drehte sich. Ein leises Knacken verkündete die Öffnung der Tür.
Jetzt starrten die Passanten! Einige machten Handyfotos, andere begannen zu kreischen. "Shhht! Er schläft! Wollt ihr ihn etwa aufwecken, ihr dummen dummen...Dummen!" Wen genau er damit meinte, war nicht ersichtlich, doch sie verstummten sofort, als sie seine weit aufgerissenen Augen sahen. "Tihihi! Na bitte!"
Er öffnete die Tür und trat ein, noch ohne sich bemerkbar zu machen lehnte er sich gegen die Tür und rieb sich übriges Blut von der Nase. _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:04 Titel: |
|
|
"Hi..hier...", stotterte der Bankier, während er Alex die mit Geldscheinen gefüllte Tasche reichte.
"Danke schön und auf ein baldiges Wiedersehen!", sagte der Formwandler, drehte sich schwungvoll zur Tür um und erstarrte.
Nanu, was macht ihr beiden den da?", fragte er in Richtung des am Boden herumrobbenden Al und des Jungen, der neben der Tür lehnte und sich Blut von der Nase rieb. Der Bluttyp trug eine lächerliche Zorromaske und ein ebenso lächerliches Cape. Der hatte wohl zuviel Supermanfilme gesehen!
"Ich weiss nicht genau, was ihr wollt, aber falls ihr auch etwas Gekd braucht, bedient euch nur. Ich glaube aber, dass die Ploizi, die da draussen steht", er linste durch die halb geöffnete Tür, "sich nicht besonders darüber freuen wird."
Leichten Schrittes ging er auf die Tür zu.
"Wie auch immer, ich hab, was ich wollte und gehe, dann mal." _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:13 Titel: |
|
|
Doch bevor Alexander ihn passiert hatte, spürte er die Hand des Jungen auf seiner Brust. Er grinste ihn an und schob sich genau vor die Tür. "Tihihi! Tut mir Leid! Ich nehme das Geld, wenn du tot bist, jaah?" Mit diesen Worten schüttelte er den Arm, der sich nicht in das T-Shirt seines Opfers verkrallt hatte und umschloss die Klinge, die hervorrutschte. "BAM!", rief er und versuchte sie dem Kerl direkt in den Oberarm zu rammen. _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:18 Titel: |
|
|
Der Junge verschwand und an seiner Stelle erschien eine riesige Echse, ein Komodowaran. Die Blutklinge rutschte an der schuppigen Echsenhaut ab und konnte ihn nicht einmal anritzen. Dafür schnappte jetzt der kräftige Kiefer des Tieres nach Bloodlines Hand. _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:26 Titel: |
|
|
"Tihihi!"
Wieder ertönte das Kichern. Der Junge stieß sich ab und sprang über den Waran hinweg, wo er an dessen Schwanz wieder auf beiden Beinen und mit gespreizten Armen landete wie ein Artist. Während des Fluges hatte er weitergekichert. Mit der Schuhsohle tippte er einmal kräftig auf den Boden, dann drehte er sich um die eigene Achse, wobei er die Arme immernoch gestreckt hielt. Mit schiefgelegtem Kopf betrachtete er den Waran, die Klinge spielend mit der Hand kreisen lassend.
Was war die Schwachstelle einer Echse? Der Bauch? Nein, auch da waren Schuppen. Die Augen? Nickhäute. Oho, er musste sich bei Edward bedanken, dass er die Anatomie von Reptilien verstand!
"Du wolltest meine Hand abbeißen? Ui...Das..." Er hielt mitten im Satz inne und schnitt sich mit der Klinge in den Arm, so dass sein Blut in die Luft spritzte. Aus irgendeinem Grund blieben die Tropfen jedoch wie Nebel in der Luft hängen und wankten leicht herum. Nun hieß es warten...
Er streckte wieder die Arme aus, als würde er ein Flugzeug nachmachen und grinste weiterhin, während er unablässig kicherte. _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:32 Titel: |
|
|
Der Waran knurrte und fauchte, als Bloodline um ihn herumhüpfte. Der Blutnebel verwirrte ihn..
Schon war die Echse verschwunden und an ihrer Stelle flatterte ein Falke, der mit ausgestreckten Krallen und einem ohrenbetäubenden Vogelschrei auf Bloodlines Gesicht zuschoss, dabei von dessen seltsamem Nebel mit einer Schicht winziger Bluttröpfchen überzogen wurde und sich so das Gefieder ruinierte. _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:39 Titel: |
|
|
Eben diese Bluttropfen erstarren nun zu Nadeln, alle gleichzeitig richteten sich auf und wollten sich in den Falken bohren. Sie waren nur einen Zentimeter lang, doch sehr spitz und dienten ohnehin nur für die Vorbereitung seines nächsten Agriffes. Er schlug plötzlich die Arme aneinander und machte einen Kopfsprung auf den Boden, von dem er sich abrollte und dann wieder stehen blieb; kerzengerade und mit ausgestrecken Armen, doch auf der anderen Seite des Falken.."Tihihi!" _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:45 Titel: |
|
|
Als die Bluttropfen sich in Nadeln verwandelten, verschwand der Vogel und an seiner Stelle schwirrte surrend eine Fliege durch die Luft. Aufgrund ihrer geringen Grösse verfehlten die Blutnadeln die Fliege und prallten wirkungslos gegen die Wände, wo sie Spuren hinterliessen, die ziemlich nach einer heftigen blutigen Auseinandersetzung aussahen.
Die Fliege schwirrte währenddessen einmal um Bloodlines Kopf, flog dann hinter seinem Rücken auf der Stelle, wo Alex wieder seine wahre Gestalt annahm. Seine Stirn war gefurcht.
"Was bist du den für ein Freak?", fragte er. _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
Nalim Bummler

Anmeldungsdatum: 28.08.2007 Beiträge: 4815 Wohnort: kennt ihr sowieso nich
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:48 Titel: |
|
|
"Ich bedanke mich herzlich für diese Informa..-" Aus der Tür zum Büro des Direktors der Bank quetschte sich jemand der zu hoch und beinah auch zu Breit für diese Tür war und stand nun in dem Raum wo jeder am Boden lag und zwei Leute an der Tür ihren Kampf austrugen. "Natürlich.. es gibt soviele Banken in der Stadt und genau in dieser Hier versammeln sich wieder die Frea..- ist das da draußen die Polizei?" Er führte mehr ein Selbst gespräch und lehnte sich etwas zur Seite um aus dem Fenster zu schauen wo die Polizei Wagen standen. Ja es war die Polizei die dort Stand und das geschehen in der Tür beobachtete, momentan noch in der Tür. Warum bekam er immer die Banken wo sich Echsen in Vögel, Vögel in Fliegen, und Fliegen in Menschen verwandeln konnte? _________________ "Kekekekekse!"
Auch Zerglinge brauchen Zucker! |
|
| Nach oben |
|
 |
Ena Schleiferkönig

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 5083 Wohnort: Niederbayern
|
Verfasst am: 28.08.2010, 14:56 Titel: |
|
|
Als sich Alexander in eine Fliege verwandelte, tat das dem Grinsen des Jungen keinerlei Abbruch. Er reagierte nicht sonderlich auf seine Frage und drehte sich auch anderweitig nicht um. Spannend! Ja, das war spannend! Nun drehte er sich doch um und schaute mit großen Augen in das Gesicht des Jungen. "Fre-ak?", fragte er und sammelte unauffällig das Blut, das ihm als Schlüssel gedient hatte und nun wieder durch das Loch gelaufen war, so dass es sich als weitere Klinge hinter Alexander formte. Es schwebte geräuschlos direkt auf der linken Seite seines Rückens, in Herzregion, doch wenn man genau hinschaute, konnte man erkennen, dass sie knapp darunter ins Leere gehen würde.
Während er das tat, starrte er ihn ununterbrochen an. "Bloodline."Eine grollende Entgültigkeit lag in der Stimme, seine Augen normalisierten sich für einen Moment und starrten ihn eiskalt an, dann ließ er seine Klinge zustoßen. _________________
Savior |
|
| Nach oben |
|
 |
Vicati Wertvolles Mitglied

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 3434
|
Verfasst am: 28.08.2010, 15:06 Titel: |
|
|
Der Tonfall von Bloddlines Stimme irritierte Alex und er sah sich um. Gerade in dem Moment, in sie sich nach vorne bewegte, entdeckte er die Blutklinge. Nur dank seiner Übung und den jahrelang antrainierten Verwandlungsreflexen gelang es ihm, der hinterhältigen Attacke zu entkommen. Er verwandelte sich in einen kleinen, gelben Frosch. Dieser sass nur da und sah zu wie die rote Klinge in das nicht mehr vorhandene Herz stach. Dann quakte er und sprang auf Bloodline zu.
Jemand, der sich mit Frösche auskannt hätte ihn als Schrecklichen Pfeilgiftfrosch, den giftigsten Frosch der Welt erkannt. Und dieser Frosch sprang nun auf der Wunden zu, aus der zwar kein Gift austrat, die sehr wohl aber noch offen waren. _________________ Schadenfreude ist die schönste Freude!
     |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|
|