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[Dungeon] Valia Bruck vs. Sturmruf



 
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Nemthos
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 20.08.2010
Beiträge: 2354
Wohnort: Erlangen

BeitragVerfasst am: 11.04.2011, 10:04    Titel: [Dungeon] Valia Bruck vs. Sturmruf Antworten mit Zitat

Die letzten Strahlen der untergehenden Sonnen erhellten die Kanten der hohen Klippen, die die Schlucht der ewigen Winde einrahmen. Der Grund der Schlucht lag bereits seit mehreren Stunden in düsterem Zwielicht, das die wenigen, knorrigen und blattlosen, Bäume lebendig wirken ließ. Verstärkt wurde dieser Effekt durch den heulenden eiskalten Wind, dem die Schlucht ihren Namen verdankte, und in dem die Bäume hin und her schwankten. In der Nähe der Bäume schlängelte sich ein Pfad durch die Schlucht, der seit langer Zeit nicht mehr benutzt wurde, dem nun jedoch eine junge Frau folgte, deren strohblondes Haar durch den Wind in ihr Gesicht geweht wurde. Durch ihren Haarschleier hindurch konnte sie in der Ferne eine Festung erkennen, die sich bedrohlich über die gesamte Breite der Schlucht erstreckte und deren Seitenmauern direkt an den Steilwänden abschlossen. Wenn sie näher kommen würde, könnte sie das überdimensionale Tor erkennen, ebenso wie in die Festungsmauer eingelassene, faustgroße Öffnungen und schwarze Schemen, die scheinbar auf den Zinnen über ihr standen.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2011, 10:04    Titel: Anzeige

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Grimbor
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 4078
Wohnort: Königsbrunn, bei Augsburg

BeitragVerfasst am: 11.04.2011, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Valia Bruck war Waldläuferin. Im Wald, dort verstand sie es, nicht gesehen zu werden. Der sichere Schuss aus dem Hinterhalt, das war es, was sie bevorzugte. Diese Schlucht hier war ihr deshalb gänzlich zuwider. Sie hatte ihren Umhang - grün und dafür gedacht, mit dichtem Unterholz zu verschmelzen - ausgiebig im Staub gewendet bis er ein stumpfes Grau angenommen hatte, doch nach wie vor hielt sie ihre Tarnung für mehr als dürftig. Den Bogen auf dem Rücken, die Hand unruhig an den Klingen hielt sie sich im Schatten der toten Bäume. Tief geduckt, die Kapuze über die verräterisch hellen Haare und bis tief ins Gesicht gezogen, huschte sie vorwärts, von Baum zu Baum, jede Deckung nutzend.
Während der Mond am rasch finster werdenen Himmel die Sonne ablöste kam sie dem Ende der Schlucht und mit ihm der Festung näher und näher. Im Schutz der letzten Bäume blieb sie stehen, beobachtete. Das Festungstor - massiv und hochaufragend - prangte fest, verschlossen in den Wällen, die Mauern wurden von hohen Zinnen geziert, die sich nur undeutlich gegen den schwarzen Nachthimmel abzeichneten. Schemenhafte Gestalten waren dort zu erkennen, sich einzig durch ihre Bewegung verratend wenn sie mal hinter einer Zinne verschwanden, mal hinter der nächsten hervor kamen. Unmöglich zu sagen, wie viele es waren. Aber selbst, wenn es nicht mehr als ein oder zwei sein mochten, daran, sie mit einem sicheren Schuss aus der Deckung auszuschalten, war nicht denken. Zu stark blies der Wind. Jeder Pfeil würde unweigerlich an den Mauern zerschellen oder wirkungslos hoch in den Himmel getragen werden. Sie würde dies im Handgemenge entscheiden müssen.
Von ihrem Gürtel löste Valia das säuberlich aufgerollte Seil. Ein dünner, nicht einmal fingerdicker Strang, aber lang genug um bis zum oberen Ende der Mauern zu reichen und obendrein fest genug, um auch eine größere Person als Valia Bruck zu halten. Mit geübten Griffen befestigte sie einen schmalen Haken am einen Ende des Seils, fixierte ihn mit einer geschickten Kombination aus Schlingen und Knoten. Und wartete. Am Himmel zogen Wolken auf, dünn zuerst noch, aber sie würden rasch anschwellen. Und den Mond verdecken. Dann würde sie zuschlagen!
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Nemthos
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 20.08.2010
Beiträge: 2354
Wohnort: Erlangen

BeitragVerfasst am: 14.04.2011, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Valia musste etwa eine Stunde warten, bis die Wolken den Mond vollständig verdeckten. Sturmruf lag nun in fast vollkommener Finsternis, nur erleuchtet durch einige Fackeln, die auf den Zinnen der Festung den Winden trotzten. Als sie sich vorsichtig näherte konnte sie etwas merkwürdiges erkennen. Die meisten Schatten, die oben auf den Zinnen zu sehen waren, schienen vor diesen in der Luft zu hängen und im Wind hin und her zu schaukeln.
Ihr erster Versuch, den Enterhaken am Wehrgang zu befestigen schlug fehl und er schlug gegen die Festungsmauer, wobei das Geräusch beim Auftreffen durch den Wind verdeckt wurde. Bei ihrem zweiten Versuch gelang es ihr, den Enterhaken oben zu befestigen. Während sie nun nach oben kletterte, zehrte der Wind an ihr und drückte sie immer wieder zur Seite. Als sie fast oben angekommen war, konnte sie erkennen, dass die Schatten Menschen waren, die an den Zinnen aufgehängt wurden. Sie alle befanden sich in verschiedenen Stadien der Verwesung. Einige schienen noch nicht länger als eine Woche tot zu sein, während bei anderen bereits Maden große Teile des Körpers aufgefressen hatten. An dem, was von den Toten noch übrig war, konnte Valia erkennen, dass die meisten kleine Löcher im Schädel oder in der Herzregion hatten. Ob diese jedoch für den Tod verantwortlich waren konnte man nicht genau bestimmen. Aus dem Mund einer nahen Leiche krochen einige Käfer hervor und wuselten über dessen Körper und die Mauer davon. Leicht angewieder sah sie in die andere Richtung und entdeckte eine Leiche, der mit chirogischer Genauigkeit der Brustkorb aufgeschnitten, die Rippen mit einem stumpfen Gegenstand herausgeschlagen und die lebenswichtigen Organe herausgelöst wurden. in seinem fast leeren Brustkorb konnte sie etliche Maden und Fliegen sehen, die das restliche Fleisch bedeckten. Den Blick auf sein Gesicht richtend erkannte sie, dass auch seine Augen und sein Gehirn fehlten. Da keine weiteren Wunden zu erkennen waren, musste angenommen werden, dass ihm diese DInge angetan wurden, während er noch am Leben war.
Oben auf der Mauer waren nun auch die Schemen der wirklichen Wachen zu erkennen, die etwa 20 Meter von Valias Position entfernt standen.
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Grimbor
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 4078
Wohnort: Königsbrunn, bei Augsburg

BeitragVerfasst am: 15.04.2011, 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Valia überwand den Ekel, den der Anblick der Leichen in ihr ausgelöst hatte, rasch. Keine Zeit, darüber nachzugrübeln, sonst würde sie bald ebenfalls dort baumeln. Noch war sie nicht entdeckt worden, aber das war nur eine Frage der Zeit. Sie hatte die Wache bereits gesehen, die noch ahnungslos keine zwanzig Schritt entfernt an der Brustwehr stand. Valia musste rasch handeln. Auch wenn das bedeutete, das Seil zurück lassen zu müssen. Vorerst.
Der Wind bließ zu heftig hier oben, als dass an einen Pfeilschuss auch nur zu denken war. Also musste es auf die blutige Art geschehen. Lautlos zog sie Schwert und Dolch, doch es machte keinen Unterschied: jegliches Scharren der Klingen hätte das Blasen des Windes ohnehin übertönt. Tief vornüber gebückt huschte sie eng an der Brustwehr voran. Der Schatten der Zinnen gab ihr Deckung, der Wind verschluckte das Geräusch ihrer Schritte und die Wolken verhinderten, dass der Mond verräterisch auf dem blanken Stahl blitzte. Innerhalb weniger Augenblicke hatte sie zehn Schritt zurück gelegt. Sie beschleunigte noch ein wenig, den Blick nun starr auf die Wache gebannt. Fünf Schritt von dieser entfernt gab sie ihre geduckte Haltung auf und überwand das letzte Stück im Sprint.
Natürlich war das töricht, denn nun waren ihre Schritte so laut, dass selbst der heftige Sturm sie nicht mehr verdecken konnte, doch als der Wächter - er musste sie nun gehört haben - sich umwandte sauste die lange Klinge bereits von oben auf sein Haupt herab.
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