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macho iberico breakout-supporter/in

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.10.2006 Beiträge: 800 Wohnort: am Thresen
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Verfasst am: 13.10.2006, 20:08 Titel: 1968 und die Folgen |
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"Johannes Agnoli zeigt, was aus der Protestbewegung von '68 haette werden koennen, haette sie nur eine radikale Kritik der politischen Oekonomie zur Kritik der Staatlichkeit radikalisiert. So aber verfing sie sich in der Illusion eines alternativen Gebrauchs der Verfassung. Am Ende des Langen Marsches durch die Institutionen, den Rudi Dutschke proklamiert hatte, stand die Verstaatlichung der Opposition, ihre Transformation in einen organischen Bestandteil der Herrschaft in Gestalt der Gruenen."
Johannes Agnoli, urspruenglich aus Italien stammend, in seiner Jugendzeit vom Faschismus fasziniert (er trat auch freiwillig in die Deutsche Wehrmacht ein), entwickelte sich zu einem der herausragendsten (wenn auch leider nicht bekanntesten) Kritiker von Staat, Parlament und Demokratie. Er selbst vertritt einen "offenen Marxismus", seine Positionen koennen durchaus als die gelungene Verbindung von anarchistischer Staats- und Parteienkritik und der marxistischen "Kritik der politischen Oekonomie" bezeichnet werden. Meiner Meinung nach ein Muss fuer die Theorie der Radikalen Linken!
Johannes Agnoli (1998) 1968 und die Folgen; Ca Ira-Verlag; Freiburg _________________ "Es ist dieser unserer Übergangszeit eigen,
daß sie mit nichts wirklich fertig wird,
daß immer alles geistig Tote leiblich wieder aufersteht,
und daß dieselben Kämpfe immer wieder geführt werden müssen."
Gustav Landauer, 1919 |
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Verfasst am: 13.10.2006, 20:08 Titel: Anzeige |
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VivaStPauli Gast
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Verfasst am: 20.11.2006, 12:37 Titel: |
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| das ist ein thema das mich zurzeit sehr interessiert. ich lese gerade "wir wollen alles" von nanni balestrini. auch ein gutes buch. vielleicht besorge ich mir das auch noch, aber bei mir stappelt sich schon zuhause ein gewaltiger berg ungelesener bücher. |
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macho iberico breakout-supporter/in

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.10.2006 Beiträge: 800 Wohnort: am Thresen
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Verfasst am: 20.11.2006, 19:52 Titel: |
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Ja, Ballestrini is allein schon wegen seines unkonventionellen Schreibstils lesenswert...
Ich beschaeftig mich grad mit "Den Himmel stuermen" v. Steve Wright, der die theoretische Entwicklung und Erfahrungen des Operaismus in Italien beschreibt, also grad die Zeit und Gruppen, die auch fuer Ballestrini praegend waren... _________________ "Es ist dieser unserer Übergangszeit eigen,
daß sie mit nichts wirklich fertig wird,
daß immer alles geistig Tote leiblich wieder aufersteht,
und daß dieselben Kämpfe immer wieder geführt werden müssen."
Gustav Landauer, 1919 |
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VivaStPauli Gast
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Verfasst am: 23.11.2006, 13:25 Titel: |
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| ja, ballestrini ist ziemlich cool. obwohl viele seinen schreibstil auch nicht mögen. über (post-)operaismus habe ich mir jetzt auch ein buch gekauft. |
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