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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 22.11.2006, 16:29 Titel: These 1 |
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| 1) Nur der fortwährende Einsatz Neuer Medien im Geschichtsunterricht erlaubt eine Orientierung an lebensweltlichen Erfordernissen der Schülerinnen und Schüler. |
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Verfasst am: 22.11.2006, 16:29 Titel: Anzeige |
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DoA2005 Gast
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Verfasst am: 05.12.2006, 11:25 Titel: Kann sein muss aber nicht! |
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| Ich glaube zwar an die Möglichkeit vom Einsatz neuer Medien auch im Geschichtsunterricht, jedoch halte ich das Fach Geschichte immer noch für eines derer wo viel mit Input über Lesen gearbeitet werden muss. Ganz einfach weil sonst nicht die gewaltigen Informationmengen welche, vor allem in der Oberstufe, genutzten Themenfelder nicht aufnehmbar wäre/ist. Computer als Medium wäre vielleicht für die Kurzrecherche geeignet und auch mal um einen Einblick in ein Thema zu bekommen via Games, aber ansonsten glaube ich doch das die ältern Lehrmethoden noch deutlich vorne liegen! |
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Joscha
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.11.2006 Beiträge: 16
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Verfasst am: 05.12.2006, 11:27 Titel: |
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| @DoA2005: Auf welche Erfahrungen greifst du dabei zurück? Haste negative Erfahrungen mit Lernprogrammen oder Online-Angeboten in Sachen geschichte gemacht? |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 05.12.2006, 14:31 Titel: Re: Kann sein muss aber nicht! |
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| DoA2005 hat folgendes geschrieben: | | Ich glaube zwar an die Möglichkeit vom Einsatz neuer Medien auch im Geschichtsunterricht, jedoch halte ich das Fach Geschichte immer noch für eines derer wo viel mit Input über Lesen gearbeitet werden muss. Ganz einfach weil sonst nicht die gewaltigen Informationmengen welche, vor allem in der Oberstufe, genutzten Themenfelder nicht aufnehmbar wäre/ist. Computer als Medium wäre vielleicht für die Kurzrecherche geeignet und auch mal um einen Einblick in ein Thema zu bekommen via Games, aber ansonsten glaube ich doch das die ältern Lehrmethoden noch deutlich vorne liegen! |
Das bedeutet also, dass Du Schwierigkeiten in der Kategorisierung und Gewichtung von Inhalten im Netz siehst, welche die Schülerinnen und Schüler überfordern könnten. Bevor ich Lösungsmöglichkeiten hierzu vorschlage: Siehst Du, oder sehen andere vielleicht Möglichkeiten, dem zu begegnen?
Oder im zweiten Schritt: Hat der GU überhaupt das Recht, ein die Gesellschaft allumfassendes Medium auf seine reine Recherchefunktion zu reduzieren? |
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Der müde Joe Gast
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Verfasst am: 05.12.2006, 18:27 Titel: |
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| Also ich finde, die These an sich ist falsch gestellt, denn "eine Orientierung an lebensweltlichen Erfordernissen" gibt es doch im gesamten deutschen Schulsystem nicht, warum sollte dann sowas vom Geschichtsunterricht gefordert werden? Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel. |
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Joscha
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.11.2006 Beiträge: 16
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Verfasst am: 06.12.2006, 14:39 Titel: |
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| @ DER MÜDE JOE: Werden also durch unser Schulsystem die Möglichkeiten, die uns die Neuen Medien bieten deiner Meinung nach kaputt gemacht? |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 10.12.2006, 18:38 Titel: |
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| Der müde Joe hat folgendes geschrieben: | | Also ich finde, die These an sich ist falsch gestellt, denn "eine Orientierung an lebensweltlichen Erfordernissen" gibt es doch im gesamten deutschen Schulsystem nicht, warum sollte dann sowas vom Geschichtsunterricht gefordert werden? Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel. |
Leider stimmt Deine Kritik nur zu sehr, umso nötiger scheint mir daher der Schritt, einem der scheinbar lebensfernsten Unterrichtsfächer zu mehr Lebendigkeit und Aktualitätsbezügen zu verhelfen. Sicherlich macht ein neues Medium nicht gleich jeden Inhalt spannend, doch dürfte wohl den meisten Schülerinnen und Schülern ein Internetforum mehr Zugangsmöglichkeiten zur Materie bieten als eine oft befangene und zeitlich knapp bemessene Unterrichtsdebatte sowie die monologische Anfertigung einer schlichten Hausaufgabe.
Zuletzt bearbeitet von tkoester am 28.12.2006, 16:48, insgesamt einmal bearbeitet |
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Max Müller Gast
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Verfasst am: 12.12.2006, 15:03 Titel: |
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| Lebensweltliche Erfordernisse in der heutigen Zeit sind zum Beispiel gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Daher ist es eine zentrale Aufgabe des GU den Schülerinnen und Schülern genau diese Kenntnisse zu vermitteln. Wie dies nun geschieht, ob mit oder ohne Medieneinsatz ist dabei belanglos. |
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dsiewert
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.11.2006 Beiträge: 4
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Verfasst am: 14.12.2006, 18:37 Titel: |
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| Obwohl ich der These zustimme, dass der GU und die dortige Quellenarbeit einen guten Sprahcgebrauch voraussetzen, so denke ich doch, dass es nicht die Aufgabe des GU sein sollte, den Schülern unserer Sprache beizubringen. Dafür gibt es ja schließlich den Deutschunterricht. |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 16.12.2006, 18:06 Titel: |
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| dsiewert hat folgendes geschrieben: | | Obwohl ich der These zustimme, dass der GU und die dortige Quellenarbeit einen guten Sprahcgebrauch voraussetzen, so denke ich doch, dass es nicht die Aufgabe des GU sein sollte, den Schülern unserer Sprache beizubringen. Dafür gibt es ja schließlich den Deutschunterricht. |
Kommen wir noch einmal zurück auf die These: Glaubt Ihr, dass Geschichtsunterricht ohne den Einsatz neuer Medien noch zeitgemäß sein kann? Sollte dieser in einer informationsüberfluteten Mediengessellschaft möglicherweise kontrapunktisch vorgehen und zur Entschleunigung von Wissensvermittlung beitragen? Oder wird der Geschichtslehrer künftig nur ernst genommen, wenn er als Entertainer mit verschiedensten Medienformen versucht, die Gunst der "fernsehverwöhnten mehrkanalinformationsrezipierenden und publizierenden" Lernerinnen und Lerner zu gewinnen und ihr Interesse damit auf die Geschichte zu lenken?
Um den Sprachkompetenzbeitrag mit aufzunehmen: Ist es in Hinblick auf die spracherzieherischen "Nebenfunktionen" des Geschichtsunterrichtes nicht möglich und nötig, diesen auch bei Chat-Kommunikationen (Diskussionsrunden wie hier) oder Kurzpublikationen der Schülerinnen und Schüler nachzukommen? |
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t-ey-pb Gast
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Verfasst am: 19.12.2006, 12:25 Titel: |
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| tkoester hat folgendes geschrieben: | | ... doch dürfte wohl den meisten Schülerinnen und Schülern ein Internetforum mehr Zugangsmöglichkeiten zur Materie bieten als eine oft befangene und zeitlich knapp bemessene Unterrichtsdebatte sowie die monologische Anfertigung einer schlichten Hausaufgabe. |
Setzt du also den gekonnten und sicheren Umgang mit dem Medium Internet voraus? Würdest du das auch für die Unterstufe in Betracht ziehen oder anders gefragt: für welche Jahrgangsstufen würdest du (und natürlich auch die andern ) ein Internetforum als geeignete Ergänzung ansehen?
Ich persönlich habe da Bedenken, weil es gibt keine Grundlage, die (meines Wissens) als gekonnt vorrauszusetzen ist. Ich habe mal dies bezüglich Erfahrungen in einer 3. Klasse gemacht und ich halte es für schwereinschätzbar, wie es beispielsweise 2 Jahre später in einer 5. Klasse aussähe. Daher noch mal meine Frage: Ab wann könnte man ein Internetforum als Unterrichtsergänzung eurer Meinung nach einsetzen? |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 28.12.2006, 17:00 Titel: |
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Mal abgesehen von der Lerngruppenanalyse, die einer jeden methodischen Unterrichtsplanung vorangehen sollte und individuell gemessen am Niveau der Klasse/des Kurses Aufschluss über die Befähigung an der Teilnahme an einem Internetforum gibt, halte ich den Foreneinsatz in der Grundschule für ungeeignet.
Meines Erachtens nach spricht jedoch nichts dagegen, mit jeweils variierender Gewichtung des methodenpropädeutischen Schwerpunktes bereits ab der 5. Klasse auf den Umgang mit einem solchen Forum vorzubereiten und dieses (zunächst in Projektform, später partiell unterrichtsbegleitend) in das methodische Repertoire aufzunehmen.
Ich glaube, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits früh in Kontakt mit dem Internet geraten. Fehlende Kenntnisse können und müssen dann natürlich frühzeitig ausgeglichen werden, um allen Lernern die gleichen Zugangsvoraussetzungen zu verschaffen.
Spätestens in der Oberstufe dürfte es jedoch kein Problem mehr sein, aus dem Forum ein zu selbstständigem Lernen anregendes Arbeitswerkzeug zu machen, das spätestens in Leistungskursen dem Lernerwunsch nach tiefergehendem Austausch über Unterrichtsaspekte entgegenkommen dürfte und die Abiturvorbereitung vereinfacht.
Zuletzt bearbeitet von tkoester am 28.12.2006, 17:06, insgesamt einmal bearbeitet |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 28.12.2006, 17:03 Titel: Re: These 1 |
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| Um noch einmal auf die Kernthese zurückzulenken: Welche Erscheinungsformen der Neuen Medien haltet Ihr denn für im Geschichtsunterricht relevant? Welche von diesen werden bereits eingesetzt und welche sollten mehr Beachtung bei der methodisch-/didaktischen Planung des GU finden? |
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Gast
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Verfasst am: 29.12.2006, 14:11 Titel: |
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Ich halte es zum Beispiel für relevant, Schülern Möglichkeiten aufzuzeigen, möglichst schnell an kurze, prägnante aber auch weiterführende Informationen zu einem Thema mit Hilfe des Internets zu gelangen.
Jedoch sollte im Voraus ebenfalls eingeübt worden sein, eben diese Information auch in einem Printmedium zu suchen (und im besten Fall dann auch zu finden... ) |
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tkoester Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 48
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Verfasst am: 05.01.2007, 17:44 Titel: |
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| Anonymous hat folgendes geschrieben: | Ich halte es zum Beispiel für relevant, Schülern Möglichkeiten aufzuzeigen, möglichst schnell an kurze, prägnante aber auch weiterführende Informationen zu einem Thema mit Hilfe des Internets zu gelangen.
Jedoch sollte im Voraus ebenfalls eingeübt worden sein, eben diese Information auch in einem Printmedium zu suchen (und im besten Fall dann auch zu finden... ) |
Damit wäre ein Kernpunkt unseres Themas erreicht: Der Geschichtsunterricht darf in Zeiten einer völligen gesellschaftlichen Durchdringung durch Neue Medien nicht auf eben diese verzichten. Weder auf Neue Medien als Methode, noch als Inhalt des Unterrichts. Und zum Inhalt gehört es ganz einfach, neben Kompetenzen der herkömmlichen Textinterpretation und Textrecherche auch Medienkompetenzen zu vermitteln: Welche Institutionen im Netz sichern mir die Vertrauenswürdigkeit von Quellen zu (Bibliotheken, Kataloge etc.)?
Wie gestalte ich eine sinnvolle Recherche im Netz?
Welche Risiken birgt die vermeintliche Demokratisierung "offenen" Wissens im Netz? Wie zitiere ich aus Internetquellen? Welche Chancen bieten fachinterne wie interdisziplinäre Diskussionsforen? Welchem Wandel unterliegt die Geschichtsschreibung durch die Verknüpfung und Flexibilisierung von Medien im Internetzeitalter? Das ist nur ein Bruchteil möglicher Fragestellungen eines Teilbereiches "Neue Medien im Geschichtsunterricht". Seht Ihr möglicherweise noch weitere zu beantwortende Fragen? |
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