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Christsein mit Profil


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Susanne
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 19:00    Titel: Christsein mit Profil Antworten mit Zitat


Liebe Mitleser,

vor kurzem las ich in einem Artikel den Begriff "Christsein mit Profil" und machte mir Gedanken dazu - was versteht man darunter? Was heißt das für Euch?
Wie würdet Ihr diesen Begriff mit Inhalt füllen?

Was ist für Euch - für Dich - "Christsein mit Profil"?


Grüße Euch lieb,

Susanne
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BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 19:00    Titel: Anzeige

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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Susanne,

danke für den Themen - Anstoß. Ja - Christsein mit Profil. Ich glaube, da muß ich wohl doch erst mal ne Nacht drüber schlafen, weil: habe ich mir eigentlich noch nie Gedanken drüber gemacht.

Ich finde, irgendwie brauch man einen Ansatzpunkt für die Diskussion. Heute abend fällt mir dazu gerade nur ein: Christsein - mit evang. Profil - mit kathol. Profil. Ich will hier keine Konfessions - Diskussion vom Zaun brechen. Aber die Konfessions - Zugehörigkeit fällt mir dazu gerade ein. Na ja, wie gesagt, erst mal ne Nacht drüber schlafen.

Lieben Gruß ins Laza - Forum!
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Susanne
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 05.02.2011, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat


Auch lieben Gruß von mir!

Danke Dir, Norbert.
Mir fiel dazu ein Beispiel ein: Wenn jemand von sich sagt, er sei ein Fussball-Fan, dann wird er doch sofort danach abgecheckt, wieviel Fussball er schaut, ob er in einem Fan-Club ist, und wer seine Lieblingsmannschaft ist, ob er ggf. sogar selber Fussball spielt und wie gut man mit ihm über die Fussball-Geschichte im Einzelnen und im Besonderen fachsimpeln kann - welche Spiele er gesehen hat, wie er sie einschätzt, welche Mannschaft welche Spieler und welche Torchancen hat, wie oft er auf Reisen ist, um sich Auswärts-Spiele anzuschauen etc.

Aber was ist, wenn einer, der von sich sagt, er sei ein Fussball-Fan überhaupt ganz selten Fussball schaut, vielleicht einmal im Jahr oder so, und schon gar nicht Fussball spielt und von Fussball irgendwie so auffallend keine Ahnung hat - und sein Interesse auch nach intensivem Nachfragen beeindruckend gering ist.
Dann kommt in einem doch automatisch die Frage auf: Warum bezeichnet der sich als Fussball-Fan? Wieso?

Dann dachte ich mir, der Vergleich ist eigentlich gar nicht so schlecht und gut übertragbar auf das Leben mit Gott und auf die, die sich Christen nennen.

So, das waren erst einmal meine Gedanken dazu.
Was sagt Ihr?

Lieben Gruuuß,

Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 05.02.2011, 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, interessant.
Na ja, irgendwie fallen mir zu dem Thema gleich tausend Gedanken ein. Ich befürchte nur, na ja, daß es die Gefahr gibt, daß man über den Glauben zu sehr theoretisiert.
Also: gelebter Glaube.
Ich will jetzt nur mal einen Punkt herausnehmen. Über meine knapp zehn Priesterjahre mit praktiziertem Stundengebet: Manche Lesungen (Kirchenväter, aber auch Menschen aus unserer Zeit) prägen sich über die Jahre irgendwie ein, bleiben irgendwie hängen. Und eine dieser Lesungen hatte sozusagen eine richtig coole Überschrift: Jesus Christus - der Urheber der Gelassenheit.
Nur ein Gedanke: Gelassenheit - könnte das Merkmal eines Christen sein. Wie gesagt: tausend Gedanken.

Lieben Gruß ins Laza - Forum!
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Susanne
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 05.02.2011, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat


- Gelassenheit, die ihre Wurzeln im Glauben hat -

yep.

Also ein Angereichertsein, ein Ausgefülltsein mit Glauben, der nach außen sichtbar wird - z.B. durch Gelassenheit in Situationen, die andere in Hektik und Stress versetzen würden?


Also, dann her mit den 1000 Gedanken, Norbert *lächel*
Christsein mit Profil- was verbirgt sich dahinter?

Was oder wie ist ein Christ, der "Profil" hat ?

Was macht ihn aus, was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Mir fallen dazu gerade die Winterreifen ein, sie unterscheiden sich von Sommerreifen durch ein anderes Profil - sie sind "markant" es ist etwas "anders". Habe ich, haben wir soviel Glauben in uns, dass wir "anders" sind?
ich frage mich auch gerade: tritt dieses Anderssein nach außen in Erscheinung, ist es erkennbar für die Leute um uns herum, dass wir wahr genommen werden als Christen? Wollen wir überhaupt erkannt werden?

Grüßle,

Susanne

anonym0qy.GIF gruebel
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 05.02.2011, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, so: Gelassenheit, die ihre Wurzeln im Glauben hat.

Also, Christsein mit Profil. Ich haue jetzt hier einfach mal ein paar Gedanken rein. Vielleicht willst Du ja mal einen von diesen aufgreifen - oder ein anderer geneigter Leser - Smilie - und dann könnte man dort weiter diskutieren ...

Irgendwie stehen ja alle in einem Zusammenhang:
Christsein mit Profil - in einer Gemeinschaft - in einer Kirche ...
Christsein mit Profil = das zu leben versuchen, was man als den Willen Gottes erkannt hat ...
Christsein mit Profil - vielleicht eines der "Erkennungszeichen" eines Christen: Güte ...
Christsein mit Profil - da ich katholisch bin: Bedeutung der Sakramente im eigenen Leben - z. Bsp. Hl. Beicht - oder: verpflichtende Gottesdienstgemeinschaft ...
Christsein mit Profil: immer wieder versuchen und das eigene Leben davon prägen zu lassen - "Was ER euch sagt, das tut."
Christsein mit Profil: Leben mit dem Wort Gottes (Hl. Schrift)

so ein paar Gedanken ...
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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat


@ Norbert - alle - Gruß zuvor! Cool

Ja, also ich denke gerade so für mich, der Kern ist: das zu leben zu versuchen, was man als den Willen Gottes erkannt hat.

Ich denke, das gilt in der Glaubenstiefe jedem Christen, welcher Coleur auch immer.

Wobei man vermutlich noch dazu sagen sollte, dass das, was man als Gottes Willen erkannt hat mit Gottes Willen selber am besten hochgradig deckungsgleich sein sollte. Smilie

So als krasses Gegenbeispiel: Wenn sich eine ganze Sekte umbringt, weil sie meint, das wäre im Willen Gottes - fehlt mir hier das wahre Erkennen von Gottes Willen - also die "Wahrheit" = Gottes Wahrheit muss schon in einem guten Maße erkannt sein.

Schalom,

Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

lieben Gruß ins Laza - Forum!

@ Susanne und alle Mitleser,

logo - am besten hochgradig deckungsgleich - hatte ich irgendwie vorausgesetzt ...
aber deswegen ist ja Gespräch gut: was der eine - logo - voraussetzt, muß ja für einen anderen nicht unbedingt gleich so sein ...
o.k. - das Sektenbeispiel als krasses Beispiel, ja ...

na ja, Wille Gottes ... - als Christ denkt man da ja wohl zuerst an die Hl. Schrift - na ja, und jetzt kommt eben meine Konfession - kathol. - durch: viele Sekten haben ja auch die Hl. Schrift (Zeugen Jehovas) - und: aus der Hl. Schrift kann ja wirklich jeder sich was passendes raussuchen - und jetzt kleiner Scherz am Rande: wäre wohl ziemlich eigenartig, wenn sich jemand als Tauf - oder Primiz - oder sonstwas fürn Spruch raussuchen würde: Auge um Auge, Zahn um Zahn ... - Smilie

klar: ohne die Hl. Schrift gehts schon mal gar nicht - aber jetzt kommt für mich als Katholik natürlich noch das Lehramt dazu - damit meine ich: eine letztverbindliche Auslegung derselben - nicht in allen klitzekleinen Fragen - da ist noch genug Raum für eigenes Suchen und so ... - ich meine in den wichtigen und wesentlichen Dingen ...

ja, das dazu ... - Wille Gottes -
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Susanne
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Anmeldungsdatum: 26.05.2010
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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat


@ Norbert und alle Mitleser und - schreiber Smilie

Und zu den Bibelübersetzungen - es gibt ja auch welche, die wirklich ganz anders übersetzt sind, da wird aus "der Heilige Geist sagt" auf einmal "die inspirierte Äußerung sagt" und so....

also, von daher kann es sehr mühsam sein, auf einen Nenner zu kommen, aber ich tröste mich damit, dass Gott die Herzen der Menschen kennt, sie berühren und leiten kann.

Vielleicht ist die Basis: wer es im guten Sinne ernst meint im Glauben.

Wieder auf den Begriff "Christsein mit Profil" kommend - das Gegenteil wäre evtl. "lau" ?

Manchmal kann man ja auch durch Gegensatz-Paare ein Stück weit eine Begriffsbestimmung vornehmen.

Lieben Gruß an alle!

Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

ja - Bibelübersetzungen! - sind nicht ganz so ohne ...

na ja, deswegen gibts ja die Einheitsübersetzung - damit man sich nicht zu heftig streitet - Smilie

gibt noch die Alternative: Alt - Sprachen - Wissenschaftler zu werden - speziell für Hebräisch und Griechisch - Smilie

Bibelübersetzungen - haben wir uns jetzt beim Thema festgefahren?

Nein: aber ist es nicht erstaunlich, daß wir Menschen - fast selbstverständlich - ein Buch - sozusagen persönlich vom lieben Gott geschrieben - haben!?

fällt mir gerade so ein ...

LG an Susanne und alle, die das hier lesen ...
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Susanne
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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat


@ Norbert vielleicht magst Du ja noch etwas zu meinen anderen Überlegungen sagen - Bibelübersetzung war nur ein Punkt,

Grüßle,

Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

@ susanne

ja, "lau" sozusagen als der Gegenpol ...

klar fällt einem da gleich Offb 3,14 ff ein: " ... will ich dich ausspeien aus meinem Mund."
Bin ich lau? - Gilt das mir? - kann sich dann jeder fragen?
Und dann fällt mir dazu noch ein: Sind Zeiten des Wohlergehens, des Gut -Gehens in diesem Zusammenhang für uns gefährliche Zeiten? Weil eben die Gefahr darin liegt, lau zu werden?
Paulus scheibt irgendwo mal: "Ich kann in Armut leben und in Reichtum." Sein geistlicher Sinn ist offenbar so geschärft - anhaltend geschärft - daß weder bedrängende noch "einschläfernde" Lebensumstände sein Feuer für Christus zum Erlöschen bringen können. Ja, Paulus war heiß - das Wort vom Feuerherzen gilt ja ihm.
Und dann denke ich noch an David. Irgendwo steht: "Als er 30 Jahre alt war, hatte ihm Gott Ruhe vor seinen Feinden verschafft." - Auch bei David war das sicher keine einschläfernde Ruhe. Seine geistliche Lebendigkeit hatte er behalten - kann man ja überall - auch in den Psalmen - nachlesen.
Und dann kann ich mich fragen: Bin ich lau?

Liebe Grüße
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Susanne
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BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat


- diese Frage möge uns allen zum Segen sein, denn David hatte genau dann ein Problem, als alle in den Krieg zogen und er selbst daheim blieb -
erst einmal sicher eine gute Sache, da schon vorher beschrieben wurde, dass es wohl besser so sei, weil ihm mit den Jahren in den Kämpfen wohl die Kraft ausgegangen war - aber
auch im Wohlergehen sollten wir die Augen und Ohren offenhalten, Gott nahe sein wollen, HERR, bewahre uns vor Lauheit.....

amen.


Also "Christsein mit Profil" - nix lau sein - brennend im Geist ? thumbleft

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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

ja, und DER weht bekanntlich, wo ER will - Smilie - ist nur feststellend gemeint ...
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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat


- wobei ich denke, wenn man den Heiligen Geist erbittet, wird ER nicht sagen: Iiiiiiih, zu dir komme Ich aber nicht......

nö, ich denke, ER weiß sich anzupirschen, und liebt es geradezu Smilie schließlich ist ER unser Unterpfand, unser Trost.....

und Glauben erbitten kann nie falsch sein *sinnier* (also ich mach das zumindest, weil ich merke, ich brauche mehr davon, mehr Glaubenskraft, mehr Wurzelwerk im Glauben...)

aber ich denke, mal wieder zu David kommend, er hat wirklich durchgehalten im Glauben, er schwappte förmlich über vor Eifer, allein, wie er seinem Sohn Salomo alles besorgt und vorbereitet hat für den Tempelbau, damit ja nix schiefgeht...


Susanne
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