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Abraham und Lot


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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 17.10.2010, 12:06    Titel: Abraham und Lot Antworten mit Zitat

Mit dem Thema "Abraham und Lot" wurde angefangen im Bereich Lebensfragen:

http://www.iphpbb.com/board/posting.php?nxu=23296877nx39396&mode=reply&t=284

Und hier geht es jetzt weiter, da die Gedanken dazu etwas ausführlicher wurden, ....




Susanne
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BeitragVerfasst am: 17.10.2010, 12:06    Titel: Anzeige

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Susanne
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 17.10.2010, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat


Um das Thema hier weiter aufzugreifen:

Wenn ich mir in der Bibel anschaue was aus Abraham und was aus Lot geworden ist - bin ich ehrlich gesagt erschrocken.

Obwohl beide Männer eine Zeitlang die gleichen Wege gingen, hat der HERR den Lot letzendlich aus Sodom gerettet, weil ER Mitleid mit ihm hatte.
Warum zog Lot ausgerechnet in diese Gegend und blieb auch noch dort, als das Unrecht dieser Stadt schon gen Himmel schrie? Wie war er bereits innerlich vom Verhalten, vom Geist Sodoms, der dort herrschte, vereinnahmt?

Und alle Zusatz-Infos zu Lot finde ich sehr bedrückend.

Oder geht nur mir das so?

Wie würdet Ihr denn Lot aus Euer Sicht beschreiben?
Ich denke mir auch, wäre es nicht besser geblieben, in Zoar wenigstens zu bleiben - wie es denn HERR gestattet hatte.
Statt in eine Höhle sich zu verkriechen mit seinen 2 heiratsfähigen Töchtern.

Es tut mir irgendwie so leid, wenn ich das alles mir so vorstelle und daher frage ich mich schon, ob es wirklich gut und überhaupt richtig war, dass Lot sich mit Abraham auf den Weg gemacht hat, oder ob es ihn überfordert hat?

Ob er sich selbst im Weg gestanden ist?

Oder liege ich mit meinen Gedanken falsch?


Susanne



schaf
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webmaster
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 23.05.2006
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 00:07    Titel: Abraham und Lot Antworten mit Zitat

Liebe Susanne!

Lot war das Umherziehen schon von klein auf gewöhnt. Es handelte sich hier ja um wandernde Nomaden. So heisst es schon in Gen 11 ab Vers 27, dass Haran, der Bruder von Abraham und der Vater von Lot, noch vor Terach, dem Großvater Lots und dem Vater von Abraham und Haran, starb. Also hatte Onkel Abraham für den kleinen Lot die Sorgepflicht.

In Vers 31 kommt heraus, dass Großvater Terach Abraham und seinen Enkel Lot nahm, ebenso Abrahams Frau Sarai und sie wanderten aus Ur in Chaldäa aus, um in das Land Kanaan zu ziehen. So zog also Lot schon in jungen Jahren auf Initiative des Großvaters Terach aus ihrer Heimat Ur in Chaldäa weg. Dann heisst es aber, als sie in Haran ankommen, dass es ihnen dort so gut gefällt, dass sie sich dort niederlassen.

Soweit zur Vorgeschichte der Wanderschaft ins Gelobte Land.
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Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. (1Joh 4,16b)
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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat


ja, danke Dir.
Für mich sieht es so aus, dass in Kapitel 12 der Lot noch mitwollte und in Kapitel 13 schon die Trennung da war - das dazwischen einige Zeit liegen kann, ist mir bewusst,

aber danke Dir!


Susanne
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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat


Nur, was mir halt aufgefallen ist, dass im Kapitel 12, Vers 1 steht, dass Abraham ausziehen soll, weg a) von seinem Land b) von seiner Verwandtschaft und c) aus seinem Vaterhaus.

Und dann war für mich die Tatsache, dass Lot mitzog, einfach nicht stimmig, zumal es sich auch nicht sehr ermutigend liest, was ihm so alles passierte.


Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

na ja - noch keine großen Gedanken!

an Susanne: Ist es das? - Geht Dir das Schicksal von Lot so nahe? - Frau zu Salzsäule erstarrt - und dann noch zu Inzest verführt?

ja - und das alles scheinbar oder offensichtlich im Zusammenhang mit der großen Verheißung an Abraham?

ja - da muß ich erst mal Gedanken sortieren ...
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Gedanken - Splitter:

1. ja - die Aura um Lot hat etwas bedrückendes - kann man hier schon von einem Fluch reden?

2. Gott selbst weist allerdings auch Lot als Gerechten aus - und sorgt immerhin für seine Rettung ... - allerdings: Rettung mit einer fragwürdigen Zukunft.

3. Geht es hier um das Thema Segen und Fluch?

4. Wenn auf Lot wirklich ein Fluch liegt - wie hat er sich diesen zugezogen?
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Susanne
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Anmeldungsdatum: 26.05.2010
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat


hm.....

*nachdenklich guck*

danke Dir sehr, Norbert, für Deine Gedanken dazu....

also, die Begründung für einen Fluch finde ich jedoch nicht -

Naja, vielleicht ist meine Frage auch einfach zu simple -

Meine Frage ist die:

sollte Lot aus Gottes Sicht wirklich mit Abraham gemeinsam ausziehen oder nicht ?
- im direkten Bezug zu Genesis 12,1 -



Lieben Gruß!


Susanne
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Norbert





Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 334

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

sorry vorweg für meine lapidar oder vielleicht auch flapsig klingende Antwort ...

auf die Frage gibt es nur eine Antwort: ja oder nein ...

Gen 12,1: "Ziehe fort aus Deiner Verwandtschaft ..."
mit Familie? - ohne Familie? - gehört Lot mit dazu?- zur Familie? - oder zur Verwandtschaft?
bei seiner Frau und seinen Knechten scheint sich diese Frage nicht zu stellen ...

sorry: der liebe Gott wirds wissen ...
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Susanne
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Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
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BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Norbert.

- vielleicht haben Frau und Knechte sich dem Patriachen stillschweigend untergeordnet?

Weißt Du, ich versuche einfach ein Gespür dafür zu bekommen, was richtig ist vor Gott und was nicht.

Zum Beispiel, dass Abraham seine Frau 2 Mal als seine Schwester in die Hände anderer Männer gegeben hat - hat Gott ihm beide Male verziehen.

Dennoch frage ich mich, gab es keine andere Möglichkeit?
ok, aber ich höre hier mal mit der Fragerei auf....


danke für Eure Geduld,


Susanne
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Susanne
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 16:03    Titel: Antworten mit Zitat


Es geht mir ja nicht darum, mit dem Finger auf die Fehler anderer zu zeigen - nein!
Aus meiner Sicht sind unsere ganzen menschlichen Fehler in der Bibel aufgeschrieben, damit wir nachfolgenden Generationen daraus lernen.

Wir sollen aus der Bibel lernen, denke ich so für mich, um eben Fehler zu vermeiden.
Aber um Fehler zu vermeiden, muss ich erst einmal wissen, was Fehler sind, und wenn ich die Bibel lese, möchte ich einfach ein Gespür dafür bekommen, was in Gottes Augen richtig ist. Anders kann ich es gerade nicht ausdrücken.
Ja, natürlich weiß ich um die 10 Gebote. Aber die Bibel hat ja noch mehr aufzuweisen, um uns zu lehren.

Wir möchten doch alle, dass Gott Freude an uns hat! Dass ER über uns begeistert ist. Wir möchten es doch nicht gerade 'mal eben so mit Hängen und Würgen in den Himmel schaffen. Oder?

Wie alle anderen möchte doch auch ich Jesus Freude bereiten.
Das ist mein erklärtes Ziel!

Und dazu muss ich doch auch wissen, was in der Bibel in Gottes Augen ok war, was Seinem Willen entsprach und entspricht - und da lande ich dann auch bei solchen Vorfällen wie oben erwähnt (Abraham und Lot, ja, Ihr könnt es sicher nicht mehr hören, darum wollte ich es auch schon nicht mehr schreiben) und frage mich einfach: war das so eigentlich gedacht von Gott oder nicht?

Weil ich davon, was ich in der Bibel lese, lernen will - nicht, um Fehler breitzutreten. Nie!

So, das musste ich eben noch loswerden.


Lieben Gruß Euch!


Susanne

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Mia




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Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 18.10.2010, 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Die Verheißung ging zwar an Abraham, aber sie hat Abraham ja nicht gleichzeitig von der Familie abgesondert.

Abraham konnte ja schlecht sagen "du kommst mit, du kommst nicht mit, du kommst auch mit, du bist nicht würdig, mitzukommen...."

Wäre das nicht anmaßend von ihm gewesen?


Lieben Gruß
Mia
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Susanne
Administrator



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 2069
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat


meinst Du?

also da steht doch:

Der HERR sprach zu Abram:

Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.

(Genesis 12,1)


Meine Frage wäre eher: HERR, was meinst Du damit? Zählt Lot nicht zur Verwandtschaft?

aber ich will mich da auch nicht länger dran festbeißen, sorry.


danke Dir, Mia.


Susanne
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Gast








BeitragVerfasst am: 04.11.2011, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kommt gerade so der Gedanke:
Wenn wir immer verstehen wollen was Gott wollte, dann setzen wir uns leicht unter Druck alles verstehen zu wollen und richtig zu machen.

Gott liebt uns und will uns mit Seiner Liebe anstecken. Wenn wir uns von Seiner Liebe anstecken lassen, dann können wir auf unser Herz vertrauen und müssen nicht so vielen (oft nutzlosen) Gedanken nachhängen.

Das gilt zumindest für mich.
Leider denke ich viel zu viel. Verrückt
Denken hat schon seinen Sinn, man darf es nur nicht übertreiben. Mit den Augen rollen
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Andreas




Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 31.05.2010
Beiträge: 11
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 05.11.2011, 11:03    Titel: Immer achtsam sein Antworten mit Zitat

Ich denke, dass Gott schon wollte, dass Lot mitzieht.
Aber aus einer Familie mit einem gemeinsamen Besitz wurden zwei Familien mit zwei Besitztümer. Dadurch entstand, wie man besonders bei den Knechten sehen kann, Streit und Neid. Nun ist es nichts Ungewöhnliches, dass die Jungen eifersüchtig sind auf das was die Alten schon haben.
Deswegen war es an der Zeit, dass Lot endlich erwachsen wurde und seine eigenen Entscheidungen traf.
Er entschied sich gegen ein freies Leben für die Stadt. Vielleicht wollte er ein Leuchtturm in der stürmischen See sein - durch sein gutes Beispiel die Menschen zum Nachdenken und zur Umkehr bringen.
Aber wo das Böse zu stark geworden ist, ist es klüger sich zurückzuziehen und sich davor zu schützen. Deswegen hält sich der Psalmist von den Versammlungen der Frevler fern. Deshalb gibt Gott den Israeliten, die ins gelobte Land ziehen, die Anweisung sich nicht mit den fremden Völkern einzulassen. Die Geschichte von Lot sollte ihnen wohl zeigen welch schreckliche Folgen das haben kann.
Da sie nicht darauf hörten mussten sie in die Verbannung und verloren ihren Glauben. Tobit meint dass er der einzige Gerechte sei, der noch übrig geblieben ist.
Das Böse beeinflusst uns und lässt uns nicht unberührt. Darauf sollten wir immer achten. Denn oft unterschätzt man das. Z.B. beim Lesen von Büchern, die nicht zu Gott führen und trotzdem erst mal ganz harmlos erscheinen.
Lot war schließlich so angesteckt, dass er seinen ganzen materiellen und geistlichen Reichtum verlor. So war es ihm auch nicht mehr möglich unter ganz normalen Menschen zu leben und deshalb zog er sich in die Einsamkeit (Gottesferne) zurück und ergab sich dem Suff.

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. ( 1 Petr 5,8 )


gaehn.gif Der Herr segene uns damit wir wachsam bleiben.
Andreas
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