| DeathRose |
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| Anmeldungsdatum: 19.11.2006 |
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Autor: ich
Titel: Angst - Nicht allein!
Länge: 1043 wörter
Warnungen: Angst, Death, Horror
Rating: 12/14
Claimer/Disclaimer: Mir gehören alle Personen, die in dieser Geschichte vorkommen, ebenso die Idee und der Ort, jedoch verdiene ich kein Geld hier mit
Die Teufelshöhle suht sich neue Opfer
Ein Tag wie jeder andere auch brach sonnig an. Der 16-jährige Ralf ging wie jeden Morgen um sieben Uhr aus dem Haus, zur Schule. Dieser Tag sollte werden, wie kein anderer. Ralf und seine Freunde konnten ihrem Schicksal nicht entkommen, doch seht selbst.
Ralf macht sich also auf den Weg zur Schule und denkt daran, wie öde der heutige Tag wohl sein wird. Da er zu faul war mit dem Fahrrad zu fahren, quetschte er sich in den überfüllten Bus.
Als er in seiner Klasse ankommt, warten schon seine Freunde Lilli, Sarah und Christian dort. „Hi. Och nein. Denkst du, dass wir in Mathe heute eine Überprüfung schreiben?“, empfängt ihn Lilli niedergeschlagen. Ralf antwortet gähnend: „Nein, aber was soll’s.“ Dann macht Christian einen Vorschlag, der anfangs alle anderen stutzig werden lässt, aber mit dem nach kurzer Zeit doch alle einverstanden sind.
Einige Minuten bevor der Unterricht beginnt, stehlen sich die vier Freunde aus dem Klassenzimmer. Lilli meint unsicher: „Was ist, wenn jemand bemerkt, dass wir schwänzen?“ Christian sagt selbstsicher: „Wie sollte irgendwer das bermerken? Es ist uns doch kein Lehrer über den Weg gelaufen.“ Lilli entgegnet: „Und was ist mit unseren Klassenkameraden?“ Ralf antwortet ihr: „Die werden schon nicht petzen. Von denen haben mindestens fünf schon blau gemacht.“ Lilli seufzt noch einmal, gibt sich aber geschlagen.
Sarah fragt mit ein wenig Ironie in der Stimme: „Was machen wir heute, wo wir doch frei haben?“ Ralf schlägt vor: „Wir könnten runter in die Schlucht gehen und einige Höhlen unsicher machen – vielleicht die Teufelshöhle,“ fügt er leise hinzu. Das bekommen seine Freunde allerdings nicht mit.
Weil der Vorschlag mit der Schlucht Gefallen findet, gehen sie schnell dorthin.
Innerhalb weniger Minuten laufen sie mit ihren Schultaschen und den Jacken in der Hand zu der Schlucht. „Warum habe ich überhaupt diese doofe Jacke dabei?“, meckert Christian. Lilli zischt: „Ist doch egal, Christian, dann binde dir die Jacke einfach um.“ Sarah hat die Idee, die auch Ralf insgeheim hat – die Teufelshöhle.
Die unternehmungslustigen Freunde sind begeistert, obwohl gesagt wird, dass auf dieser Höhle ein Fluch liegt. Es heißt, die Höhle führe ins Erdinnere, wo die kostbarsten Schätze der Welt sind. Eine Menge Forscher wollten die Höhle erkunden, doch keiner von ihnen wurde je wieder gesehen. Vielleicht ist es genau dieser Reiz, der Sarah, Lilli, Christian und Ralf ins Verderben lockt. Es gibt auch einen aktuelle Zeitungsbericht, der in Schule am schwarzen Brett hängt, über diese Höhle. Es wird geschrieben, dass schon wieder jemand versucht hätte, ins Erdinnere zu kommen, doch wie auch alle anderen kam er nicht zurück.
In der Höhle wird es sehr bald feucht, kalt und dunkel, deshalb ziehen alle ihre Jacken an und Christian schaltet die Taschenlampe seiner Uhr an. Lilli meint besserwisserisch: „Ist doch gut, dass wir die Jacken dabei haben, oder, Christian?“ Dieser grummelt nur etwas Unverständliches. Sie folgen eine Zeit lang einem schmaler werdenden Pfad, während neben ihnen ein Rinnsal herfließt.
Sie dringen immer weiter in die Schlucht ein, bis Ralf sagt: „Kommt, machen wir Rast und essen unsere Schulbrote. Wie lange sind wir eigentlich schon unterwegs? Ich hab völlig das Zeitgefühl verloren.“ Ralf packt gerade sein Schulbrot aus und Christian will seine Antwort zum Besten geben, als sie ein Geräusch aufhorchen lässt. Erschrocken lässt Ralf seine Brotdose fallen. Das wiederum führt zum Schrecken der anderen. Aber Sarah zischt kurz danach: „Was war das? Habt ihr das gehört? Das hat sich nach einem Pistolenschuss angehört.“ Christian sagt beunruhigt: „Ich hab das auch gehört. Was machen wir jetzt?“ Ralf meint mit zitternder, aber entschlossener Stimme: „Kommt, gehen wir weiter.“ Sarah und Lilli flüstern schnell atmend: „Wollen wir nicht lieber umkehren?“ Christian sagt zu Sarah: „Wer wollte denn in diese Höhle?“ Ralf unterbricht die beiden: „So ein Quatsch. Jetzt sind wir schon so weit gekommen, da gehen wir auch weiter.“
Zögernd und ängstlich setzen sie ihren Weg fort, trotz Hunger. Immer wieder bleiben sie stehen und spitzen die Ohren, ob sie noch etwas hören, doch alles schweigt und diese Stille ist fast schlimmer, als der Pistolenschuss. Die Freunde gehen weiter und weiter, bis sie zu einer riesigen Kammer gelangen, in der es unendlich warm ist, aber in der Unmengen von Kristallen sind, die sie blenden.
Lilli staunt, die Hand schützend vor den Augen haltend: „Ist das, das Erdinnere?“
Keiner der Freunde antwortet, aber dafür schallt eine unheimliche Stimme durch die Kammer und lässt sie zusammenfahren: „Ja, hier ist das Erdinnere, doch davon werdet ihr keinem mehr erzählen können. Hier ist nämlich nicht nur das Erdinnere, sondern auch das Grab zur Hölle.“ Die Mädchen kreischen auf: „Was war das?“ Noch bevor jemand etwas sagen kann, hallt wieder ein Pistolenschuss durch die Höhle.
Mit Angstschweiß und Herzpochen drängen sich die Freunde in die Mitte der Kammer. Was sollen sie tun? Weglaufen – aussichtslos, denn schon bemerkt Christian: „Hört ihr das Rauschen?“
Es ist wirklich ein Rauschen und es kommt näher und näher. Dann – die Wand bricht ein und alles wird mit Wasser durchspült. Die Kristalle jedoch bleiben an der Wand haften. Die Höhle wird mit den Schreien der Freunde durchflutet, doch sie sind dem Schicksal geweiht.
Nur weil sie einmal die Schule geschwänzt hatten, wurden sie dem Tod verschrieben. Es heißt, ihre Seelen würden noch heute in der Höhle hausen und das Loch, wo das Wasser hereingebrochen war, habe sich wieder verschlossen. Eine Frage nahmen die Freunde mit ins Grab: „Was bedeuteten die Schüsse?“ Ihre Leichen sollen auf wundersame Weise verschwunden sein. Aber wer kann das schon genau sagen?
Diese Geschichte soll euch warnen: Schwänzt nie die Schule und erkundet nie irgendwelche Höhlen, denn wer weiß, ob ihr je wieder kommt.
Am nächsten Morgen hängt ein weiterer Zeitungsausschnitt am schwarzen Brett, um den sich viele Schüler drängeln: Gestern sind zwei Schüler (Ralf und Christian) und zwei Schülerinnen (Llli und Sarah) in die Teufelshöhle gegangen. Normal hätten sie um diese Zeit (es wird vermutet, dass sie gegen acht Uhr an der Höhle angekommen waren) in der Schule sein müssen, aber eine Mitschülerin sagte, sie seien gestern noch vor Beginn des Unterrichtes nicht mehr im Klassenzimmer gewesen. Am Abend sind sie nicht wieder zurückgekehrt, deshalb haben ihre Eltern die Polizei verständigt, die nach kurzen Untersuchungen feststellen konnte, dass sie wirklich in die Höhle gegangen waren. Sie sind wahrscheinlich, wie alle anderen, umgekommen. |
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