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etoile d´afrique
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: 19.07.2007, 13:16 Titel: Beine ohne Hand, Hand ohne Beine |
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Um den Tritt in den Hintern mal ernsthaft aufzuarbeiten....
Funktioniert das getrennte Einsetzen der Hilfen denn tatsächlich?
Ich stelle mir diese Frage, weil ich mir nicht sicher bin, inwieweit es möglich ist, die Beine wirklich so passiv zu lassen, daß sie für das Pferd keine Hilfe darstellen. Im Schritt mag das mit viel Selbstkontrolle noch gehen, aber wie sieht es im Trab und im Galopp aus?
Wenn ich beispielsweise im Leichttraben bin, so gebe ich automatisch dem Pferdeleib Impulse mit meinen Beinen in dem Moment, wo ich mich setze. Der Moment des Hinsetzens führt zu einer vermehrten Beugung der Reiterbeine, womit automatisch das Bein für diesen Moment etwas mehr ans Pferd kommt. Dies stellt für das Pferd einen deutlichen Vorwärtimpuls da. Arbeite ich nun im Leichtraben geziehlt an beispielsweise der Schulterbalance oder an Aktion/Reaktion so wirke ich hierbei mit den Händen ein. Also Hände und Beine gleichzeitig.
Anderes Beispiel: wenn alles stimmt und das Reiterbein sanft den Pferdeleib einrahmt, dann holt sich das Pferd quasi die Hilfen selbst ab. Durch den Rhythmus der Bewegungen und den Schwingungen in Pferd und Reiter kommt es zu weichen Pendelbewegungen des Reiterbeins am Pferd, welche widerum als Vorwärtsimpulse den Bewegungsfluß unterstützen können.
Noch ein Beispiel: bereits die Spannung in der nach unten gedehnten Reiterwade des passiv ans Pferd gelegten Schenkels wird von dem Pferd bereits als deutliche Beinhilfe wahrgenommen.
Wie sieht dann das Reiten Hand ohne Bein aus?
John Wayne ist bestimmt nicht gemeint
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Verfasst am: 19.07.2007, 13:16 Titel: Anzeige |
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Tüpfel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.07.2007 Beiträge: 10 Wohnort: Rhein-Neckar-Kreis
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Verfasst am: 20.07.2007, 15:19 Titel: |
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So, nachdem jetzt immer noch keiner was dazu geschrieben hat, kann ich mich nicht zurückhalten (kichert), schließlich möchte man sich ja nicht gleich als Gerne- und - viel-Schreiber outen, aber wenn sich halt keiner traut....
Liebes afrikanisches Sternchen, m.M.nach gibt es einen großen Unterschied zwischen dem passiven in der Bewegung mitgehen / sich bewegen lassen, und dem bewußten, aktiven, zielgerichteten Impuls , sprich einer Hilfe.
Einmal wird die Bewegung durch das Pferd verursacht und einmal der Impuls duch den Reiter.
Also z.B.folgendermaßen : aktiver Impuls = Schenkelhilfe zum Antraben, dann folgt die Reaktion des Pferdes, es trabt an und die Aktion des Pferdes, es bewegt seinen und den Körper des Reiters. In dieses passive "bewegt- werden" hinein, kann der Reiter dann wieder aktive Akzente setzen.
Hand ohne Bein und Bein ohne Hand interpretiere ich so, daß nicht zwei zielgerichtete, aktive, sich widersprechende Impulse gleichzeitig gegeben werden sollen. Wohl können aber passive (eben vom Pferd verursachte) und aktive (vom Reiter verursachte) Impulse gleichzeitig auftreten, ohne das Pferd zu verwirren.
Die Losgelassenheit des Reiters ist aus diesem Grund in meinen Augen auch so wichtig, denn in Spannung ausgelöste passive (vom Pferd ) Impulse, werden vom Pferd häufig als aktiver Impuls interpretiert und verwirren dieses dann. Ein losgelassener Reiter kann vom Pferd optimal bewegt werden und schränkt dessen Bewegungen nicht ein. So kann sich dieses so lange "frei " entfalten, bis der Reiter wieder durch aktive Impulse in das Geschehen eingreift, um dann wieder fließen zu lassen....
Grüßle vom Tüpfel |
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erni45
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.06.2007 Beiträge: 16 Wohnort: 30826 Garbsen
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Verfasst am: 23.07.2007, 20:18 Titel: Beine ohne Hand Hand ohne Beine |
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Um das jetzt richtig zu verstehen ist das Bein nur zum Vorwärts(gedanklich)
nutzvoll ?
Gruß Nicole |
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Tüpfel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.07.2007 Beiträge: 10 Wohnort: Rhein-Neckar-Kreis
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Verfasst am: 24.07.2007, 08:58 Titel: |
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jain erni,
der Schenkel /das Bein bestimmt, wie und wohin sich das Hinterbein des Pferdes bewegt. Er/es aktiviert und kanalisiert die Schub- und Tragkräfte des Hinterbeines.
Grüßle vom Tüpfel |
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Dine
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.10.2007 Beiträge: 3 Wohnort: Trondheim Norwegen
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Verfasst am: 28.10.2007, 14:50 Titel: |
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Hei Sorry das ich mich hier einmische,
aber fuer mich ist das Bein wirklich idealer Weise nur fuer den Vorwaertsimpuls da und damit verbunden natuerlich die Schubkraft der Hinterhand. Das der Schenkel die Tragkraft der Hinterhand beeinflusst kann ich gedanklich nicht nachvollziehen.
Meiner Meinung nach kanalisiert unser Gesaess/die Huefte die Bewegungsrichtung der Hinterhand, d.h. Tragkraft oder Schubkraft, also ob sich die Hinterhand mehr vorwaerts oder aufwaerts bewegt.
Hab ich das jetzt halbwegs verstaendlich formuliert ist nicht so einfach  _________________ "Anything forced or misunderstood, can never be beautiful."
Xenophon - The Art of Horsemanship |
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Lio Gast
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Verfasst am: 18.12.2007, 18:27 Titel: schwierig zu kommentieren |
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Obschon ich - leider - PK nicht wirklich ausübe, glaube ich schon zumindest ein kleines bisschen dazu schreiben zu können:
1. Hand ohne Bein und Bein ohne Hand
Ja, das funktioniert und zwar viel besser als man glaubt - als ehemals FN-typischer Reiter hatte ich da so meine Probleme. Im Gegenteil, wenn man erst einmal ein Gefühl dafür bekommt, wie es ist, wenn ein Pferd sich wirklich selbst trägt (eben nicht "an das Gebiss heran tritt" oder wie war gleich die nette Umschreibung für ins Maul greifen gleich?), sondern eigenständig agiert, ist das sogar viel einfacher als dieses dumme "außen Parade und innerer Schenkel treibt".
2. Schenkel- und Gewichtshilfen
Da kann ich nur ganz emotional etwas zu äußern. Für mich fühlt es sich - wenn es gut ist - so an, als ob nur die Gewichtshilfen allein die Richtung angeben und auch den Schwung regulieren. Der Schenkel ist für mich so etwas wie der Motivator und das Instrument zum Vorwärts und zum begrenzen.
Klingt blöd? Na ja, besser kann ich es nicht beschreiben und vielleicht ist es ja auch falsch gefühlt....
Beste Grüße
Lio - der leider Hilfe braucht um mehr von PK zu verstehen. |
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