iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Die Vestische Ritterschaft
Verfügbare Informationen zu "There and back again...Teil 1"

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Sir Harold - 14.04.2006, 08:58
There and back again...Teil 1
Nach langer Zeit werde ich endlich mal wieder ein paar Zeilen schreiben. Wie vormals berichtet, waren wir gezwungen unsere Höhle an der Uni zu verlassenüber Springbreak. Davor standen aber noch einige Hürden, neudeutsch auch Quests genannt. Wir brauchten ein Auto, mussten dieses anmelden, hatten die deutschen Klausuren zu schreiben und gleichzeitig die amerikanischen Midterm-exams. Aber der Reihe nach: Wir haben den Tip bekommen, daß der Mann einer Lehrerin Autohändler ist und für die Studenten gute Preise macht. Wir also dahin, mit der Frau geschwätzt, unseren Charme benuzt, und dann....voll blamiert. Der Typ ist ihr Ex-Mann...Naja, sie hat ihn trotzdem angerufen und für ein Auto für uns gefragt. Leider ist er Händler in einer höheren Preisklasse als wir uns das erlauben können. Aaaaaaaaber: Er meinte er hätte was für die Lehrerin. Sie war darauf gar nicht vorbereitet und hat spontan Ja gesagt und gemeint, dann könnten die Jungs ja mein Auto haben. So kamen wir also zu unserem Auto. Zumindest beinahe.... Wir hatten ja nicht daran gedacht, nun schon eine Entscheidung zu haben und bezahlen zu müssen. Wir uns also das Auto angesehen, Probegefahren und beraten. Es sah verdammt gut aus. Wir wollten uns am nächsten Tag melden. Haben uns dann über den Preis im Netz kundig gemacht. Und sind beinahe tot umgefallen. 4500$....Das war nun doch ne Ecke mehr als wir bezahlen wollten. Verdammt. Naja, wir am nächsten Tag dahin, gesagt, wir würden gerne, können aber nicht so viel bezahlen. Sie fragte, wie viel wir investieren wollten.3500$..... Und sie sagt: Ok, geb ich euch für den Preis. Wow!!!!! Das ist echt geil! Dann haben wir alles soweit abgemacht. Nur konnten wir das Geld nicht direkt geben. Weil: Geldtransfer von Deutschland auf ein Privatkonto hier dauert eeeewig. Mussten wir ihr also einen Schuldschein schreiben. In der Zwischenzeit haben wir jeden Tag bis in die Puppen gelernt, hatten Teilweise nur wenigen Stunden Vorbereitungszeit. Und dann immer noch extra zum Unterricht die langen deutschen Klausuren. Das ging jeden Tag echt bis zur Erschöpfung so. Echt gutes Abnhemprogramm, man kommt ja auch nicht mehr zum essen.
Wir haben dann das Auto von ihr abgeholt und sie hat uns noch ein wenig unterstützt bei dem Anmeldungskram. Erst musste das Auto noch zum TÜV, den es auch ohne Probleme überstanden hat(Ja, in Missouri haben die auch nen TÜV). Dann wollten wir die Papiere umschreiben lassen. Leider stand da noch drin, daß das Auto noch nicht abbezahlt war. Also alle Mann aufgesessen und zur Bank der Lehrerin gefahren, den Eintrag ändern lassen. Wieder zurück zum Tital-Office. Leider brauchten wir zuätzlich noch einen Waiver(Ausnahmegenehmigung), weil wir als Ausländer den eigentlich benötigten Grundstückssteuerbescheid nicht haben. Alle Mann aufsitzen, zu dem Office fahren, daß bis 1700 aufhaben sollte. Die Lehrerin ist gefahren wie Schumi, meine Fresse hat die Verkehrsregeln gebrochen!!!! Die wäre ihren Schein ganz locker losgeworden! Als wir dann da 1655 ankamen, standen die neuen Öffnungszeiten draussen angeschlagen: 1630. Scheiße.
So, genug für nu, weiter im nächsten Teil....es wird noch eine laaaaange Geschichte:-) Auf die Dauer erlebt man doch ne Menge, wenn man so viel auf Tournee ist...
Sir Harold - 14.04.2006, 09:29
There and back again...Teil 2
Es war mittlerweile Donnerstag und wir hatten keine Zeit, da wir noch für Bochum eine Klausur schrieben mußten und wir dann die Versicherung abgeschlossen hatten (bis dahin waren sämtliche beschriebenen Fahrenten nicht nur ohne Nummernschild sondern auch ohne Versicherung gemacht worden. Hätten sie uns gefasst: Plan A, dumm stellen, Plan B, dumm stellen und sich zur Versicherung geleiten lassen...) und danach alle Offices zu hatten. Und Freitag sollten, nein, mussten wir aus den Dorms raus. Huihuihuihui! Zum Glück hatte Dennis am nächten Morgen Zeit, während ich eine weitere Klausur schreiben mußte. Er also los, war bei dem Office(in St. Louis North), hat sich durchgefragt für obengenannten Waiver. Als die gute Frau dann alles ausgefüllt hatte, viel ihr auf, daß er im anderen County wohnt. Sie kann ihn also nicht bedienen, hat ihm aber eine Wegbeschriebung gegeben zum richtigen Office. er also, weiter ohne Nummernschild, zum richtigen Office. Es war mittlerweile 1000, wir hatten von 1200-1500 Unterricht und wir mussten bis 1630 aus den Dorms raussein. Im Office hat er dann mit dem mittlerweile recht groaßen Papierstapel gedacht, er hätte leichtes Spiel. Es fehlte aber die ASU. Scheiße!! Und die Lehrerin sagte doch, nun ist alles vorhanden. Naja, die ASU war letzen Monat abgelaufen. Er also los, ASU machen und wieder zurück zur Highway-Police. Es war mittlerweile 1130. Die haben ihn dann zum Glück recht fix bearbeitet und so kam er noch rechtzeitig zum Unterricht, während ich da gerade von der Klausur kam. Man muß sich das mal vorstellen: keine 6 Stunden bevor wir definitiv raus sein mussten, wussten wir noch nicht mal, ob wir fahren können.
Nach dem Unterricht haben wir also in aller Eile die Klamotten gepackt und den Wagen beladen. Dann sind alle nochmal aufs Klo gegangen und dann sind wir losgeritten ;-)
Da waren wir nu, die tapferen Recken, endlich der ganzen schrecklichen Sorgen erlöst und auf dem Weg in die Sonne. Vor uns eine Reise von über 20 Stunden (wussten wir vorher) und knapp 1600 Meilen voller Gefahren, total beschissen fahrenden Fahrern und viel Schweiss.
Doch das ist ein Part des nächsten Teiles...
Sir Harold - 21.04.2006, 06:41
There and back again...Teil 3
Wir fahren also los, machen einen Boxenstopp beim Wal-Mart, kaufen noch Kram ein, den wir erwarten für die Fahrt zu brauchen. Unteranderem auch den tollen Powerkonverter für den Zigarettenanzünder. Und dann haben wir damit wie gesagt unsere Musik für die Fahrt erstellt, während wir am fahren sind. Nun ja, am Anfang lief alles wunderbar, bis wir dann nach 10 oder 12 Stunden in der Nähe von Atlante waren. Dort hat sich ein Truck samt Anhänger quer gestellt und wir haben drei Stunden völlig auf der Stelle gestanden. Naja, irgendwann dämmerte auch da der Morgen und es ging weiter. Noch einen ganzen Tag....Abwechslend fahren und schlafen, anders geht das nicht. Als wir dann nach Florida kamen, hatte man das Gefühl, daß man endlich bald da ist. Aber Pustekuchen! Selbst das hat noch mal 8 Stunden gedauert. Nun ja, endlich waren wir da, wurden von unseren Bekannten mit Cocktails begrüsst und konnten in die Heia steigen. War ja auch immerhin schon 23 Uhr und 26 Stunden Fahrt lagen hinter uns. Am nächsten Tag ging es dann nach South Beach in Miami. Der berühmte South Beach! Auf der Hinfahrt dorthin sind uns ja schon fast die AUgen rausgekullert, weil die ganzen Hotelbauten doch recht schön anzuschauen sind. Als wir dann am Strand waren......Ernüchterung. Zumindest bei Dennis und mir. Sand ok, Wasser ein wenig kalt, Leute recht hochnäsig und der Stadtlärm ständig hörbar. Naja, ganz im Ernst, wer Hoek van Holland kennt, der braucht South Beach nicht mehr.... Auf dem Weg zum Auto dann eine der hochangesagten Technoparties. Also da ist aber auf jeder Abifeier mehr los. Die sind ja sowas von drauf aus, ja nicht die Contenance zu verlieren, gääääähhhhhn. Ok, Abends sind wir dann noch nach Fort Lauderdale gedüst, haben dort ein wenig versucht in Springbreakstimmung zu kommen. Aber massivstes Polizeiaufgebot hat dann doch jeglichen Exzess im Keim erstickt. Wir haben uns dann einfach so betrunken, ich mein, Wennder Berg nicht zum Propheten kommt, muß der Prophet eben zum Berg kommen. War noch ganz nett dann. Aber halt überhaupt nix besonderes. Nächster Tag war dann nach ausgiebigem Ausschlafen wirder Fort Lauderdale angesagt, diesmal tagsüber und am Strand. War auch ganz nett, zumindest nicht so viele Paradeläufer. Danach waren wir dann in einer der größten Malls von Florida. War schon echt gigantisch, man brauchte etlliche Minuten, um einmal herumzufahren. Gut, daß wir Männer sind. Sonst wären wir bestimmt arm geworden. Also sind wir nicht arm geworden. Und haben uns dann Abends auf den Weg ins Hardrock-Cafe gemacht. Man, war das groß! Nicht so, wie sonst die popeligen Teile, ne, das war ein wenig an die Spielcasinos in Las Vegas angelehnt. Und hatte auch noch ein Casio untendrin. Und eine eigene Kneipenmeile usw. Einfach groß. Einfach toll. Aber auch da hätte man arm werden können. Wir tranken nur ein Bier und sind nicht arm gworden. Dabei kam uns dann die Idee, nochmal nach Fort Lauderdale zu fahren, einfach mal so. Da gibt es ja nachts auch tolle Kneipen. Dachten wir zumindest. War aber nicht so. Zumindest war fast gar nichts los. Da wo dann am meisten los war, sind wir rein. Und haben uns ein Bier bestellt. Samuel Adams. Eigentlich ganz nettes Zeug, aber da war das wirklich ekelig. Naja, bezahlt ist bezahlt, also runter damit. Zum Glück war ich Fahrer und konnte Dennis das meiste überlassen.Wäääääähhh, war das wiederlich. Dann kam Dennis noch auf die Idee, Schwimmen zu gehen. Nachts. Ok, warum nicht. Er also ins Wasser, ich alles geknipst, muß ja auch dokumentiert werden. War wohl ein wenig kalt, der hat geschriehen und geflucht, hossa! Wir danach wieder nach Hause. Schlafen. Nächster Tag. Wieder da an den Strand, noch ein wenig Sonne tanken. Und wir lesen so im vorbeigehen an einem Lifeguardturm: Nicht ins Wasser gehen, gefährliche Winde und Haie im Wasser.....OK.......Hmmmm......Dennis ist keine 8 Stunden vorher 50 Meter weiter im Wasser gewesen, war als einziger drin und hat rumgeschriehen.....COOOOOL! Naja, kann man auch nichts machen. Abends gehts dann noch nach South-Beach. Da ist ja am Abend die Hölle los. Und wie! Nur Bekloppte da. Ein Riesengedrängel, alle im Anzug, sehen und gesehen werden ist angesagt. Dann ist mindestens die Hälfte voll unter Drogen, an Gesetze hält sich keiner mehr. Die Polizei ist völlig hilflos und dann das Promenaden fahren: Die Strandpromenade ist abends keine STrasse mehr, sondern nur noch Schauraum. Entweder die neuesten Sportwagen oder aufgemotzte Muscelcars mit 25 Zoll-Felgen, vergoldet, dort. Dröhnende Bässe, cooles Verhalten. Ein einziger Affenstall. Naja, Oberflächlichkeit ist absolut Trumpf da. Nach dem Tag dann zusammenpacken, geplante Abfahrt am nächsten Tag um 4 Uhr morgens. Wir wollen ja immerhin bis nach South Carolina. Was dann im nächsten Teil beschrieben wird.
Nikaja - 11.06.2006, 11:30
ufff
von dieser Erzählung kann man ein Buch machen.
Bin gänzlichst umgehauen
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