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stuttgart - 27.03.2008, 22:13
Atomausstieg
Für oder gegen die Atomkraft?
faenmeril - 27.03.2008, 22:40

GEGEN
ReCon242 - 28.03.2008, 05:57

Gegen Atomkraft oder gegen Atomausstieg?

Angesichts der mangelnden ernsthaften Alternativen bin ich für die Atomkraft. Öl und Kohle sind bald vorbei, die Verfeuerung von Kohle zur Stromerzeugung erzeugt zu viele Schadstoffe. Windräder und Solarzellen sind ein nettes Zubrot, aber können nie die Hauptquelle sein.

Allerdings sollten irgendwelche Schrottreaktoren von ca. 1958 vom Netz genommen werden und durch neue ersetzt werden. Frankreich und Großbritannien machen es vor. Sie wollen in den nächsten 15 Jahren neue Reaktoren bauen. Unsere Reaktoren sind dann stillgelegt, aber die Entlagerung des Mülls aus F und GB werden wir dann wohl weiterhin übernehmen.
Josef D. - 28.03.2008, 14:52

Im Moment ist ein Ausstieg noch nicht möglich, da, wie schon erwähnt, die fossilen Energien nicht unendlich ist, und da zweitens mit den Erneuerbaren Energien bei uns (also Deutschland und Österreich) noch nicht genügend gemacht wird. Ich weiß nicht, inwieweit sowas heute gefördert wird, Solaranlage am Dach oder Wärmetauscher in der Erde im Garten, aber es gibt's noch viel zu wenig. Die Energiekonzerne sind für sowas natürlich nicht zu haben, weil sie ja dann weniger Energie an den Mann bringen und damit weniger verdienen, und daher lobbyisieren sie auch die Politiker, die z. B. in deren Aufsichtsräten sitzen, nicht in Richtung Förderung von alternativen Energien. Aber da muss wesentlich mehr gemacht werden. Zumindest mal gehört auf das Dach jedes öffentlichen Gebäudes und auf jeden Neubau eine Solaranlage und wenn möglich daneben in den Boden ein Wärmetauscher. Auf längere Sicht sollte möglichst jedes Haus eine Solaranlage haben, was dann auch durch die höhere Stückzahl, die gebaut wird, billiger werden würde. Und damit würde endlich die erneuerbare Energie viel ausgiebiger genutzt werden. Aber alles das dauert noch lange, und daher können wir leider vorläufig noch nicht auf Atomkraftwerke verzichten.
AW - 28.03.2008, 21:25

Dafür!
ReCon242 - 28.03.2008, 21:45

Für Atomkraft oder für Ausstieg?
AW - 28.03.2008, 23:59

Atomkraft. Ich bin da ganz deiner Auffassung.
stuttgart - 31.03.2008, 16:17

Ja, man sollte die Siedewasserreaktoren abschalten. Diese sind wie man in Tschernobyl,Forsmark, Krümmel und Brunsbüttel gesehn hat sehr störanfällig.
In Deutschland sind noch 5 SWR in Betrieb:

-Gundremmingen B+C
-Isar/Ohu 1
-Krümmel (Vorübergehend Abgeschaltet)
-Brunsbüttel (Vorübergehend Abgeschaltet)
-Phillipsburg 1
Oli - 09.04.2008, 13:59

Hm Philippsburg ist ca 2km von mir entfernt (Luftlinie) und ständig im Blickfeld.. ich muss zugeben, dass einem da ab und an schon etwas mulmig wird..
Bin aber dennoch für Atomkraft, ReCon242 hat's da sehr gut getroffen.
Besonders wenn man an die ganzen Kohlekraftwerke denkt die nun gebaut werden sollen um die AKs auszugleichen.. von wegen Umweltschutz. ;)
Josef D. - 12.04.2008, 10:45

Zum Glück ist ja Tschernobyl wirklich die einzige große Katastrophe geblieben (na ja, Harrisburg war auch schon heftig, aber nicht so heftig), also denke ich dass die Sicherheitsstandards schon recht hoch sind. Und ansonsten habe ich ja meine Meinung schon gesagt, dass man nämlich erst mal viel mehr die erneuerbaren Energien nutzen müsste, bevor man von der Atomenergie abgehen kann.
ReCon242 - 12.04.2008, 14:30

http://de.wikipedia.org/wiki/Atomunfall

Waren schon noch ein paar mehr.
stuttgart - 12.04.2008, 17:29

Ja, aber Three Miles Island war bei weitem nicht so schlimm wie Tschernobyl.

Trotz das der kern geschmolzen ist ist fast keine Radioaktivität ausgetreten. Das Containment (Die Kuppelförmige Schutzummantkung) hat die Nuklearen Spaltstoffe abgehalten. In Tschernobyl wurde diese Ummantlung aus Geldgründen weggelassen.

Der Unfall von Tschernobyl kann nicht in Westeuropa Passieren, allein die Planung eines Reaktors wie das AKW Tschernobly ihn besaß würde in Deutschland warscheinlich eine Klage wegen Geplantem Massenmord zur folge haben.

http://www.repage3.de/member/atommaster (meine homepage)
ReCon242 - 13.04.2008, 00:29

Oh, du hast dich ja schon sehr viel mit dem Thema befaßt.

Was hälst du als Fachmann von meiner (mir mal spontan gekommenen) Idee, daß man die Reaktoren unterirdisch bauen sollte, also zB in die alten Bergwerke, wo jetzt nur der Müll lagert? Dann wäre im Falle eines Unfall 800 Meter Erde zwischen der Radioaktivität und den Menschen und man müßte nur noch den Zugang zuschütten (nachdem die letzten Mitarbeiter entkommen sind) Die Kühltürme könnte man ja weiter an der Oberfläche lassen.
Oder übersehe ich da etwas und das ist technisch so nicht möglich?
stuttgart - 13.04.2008, 11:50

hmm... Das wär technisch ne ziemlich gute Idee...

also die seite gehört mir erst seit gestern, aber ich befasse mich schon länger damit. ich habe die seite von einem der selber keine zeit mehr hat dran zu arbeiten.
Josef D. - 14.04.2008, 19:09

Das wäre in der Tat interessant. Es stellt sich die Frage, wie man die Abwärme aus 800 m Tiefe so in die Höhe zu den Kühltürmen leiten kann, dass nicht zwischendurch oder unten im Reaktor eine Überhitzung auftritt. Das ist ja doch um einiges weiter als sonst zwischen Reaktor und Kühltürmen.
stuttgart - 14.04.2008, 19:11

Mann mus ja nicht immer durch Kühltürme kühlen.

Das in neckarwestheim hatt keine...

Die Idee wurde in Agesta (Finnland) schon verwirklicht, aber nicht ganz so tief.
ReCon242 - 14.04.2008, 19:24

Ja, das müßte halt vorher alles erforscht werden, was da geht.

Es hätte auch den Vorteil, daß Osama keine Flugzeug drauf abstürzen lassen könnte.
stuttgart - 14.04.2008, 19:27

Ebend...

Und wenn man einen Sicheren Reaktor reichen auch so 100m
Josef D. - 14.04.2008, 19:40

ReCon242 hat folgendes geschrieben: Ja, das müßte halt vorher alles erforscht werden, was da geht.

Es hätte auch den Vorteil, daß Osama keine Flugzeug drauf abstürzen lassen könnte.

Oder die CIA... für mich steht nicht fest, dass da Osama bin Laden dahinter gesteckt ist. Aber im Prinzip hast du natürlich Recht, vor einem Flugzeugabsturz wäre ein Reaktor so geschützt.

Könntest du mal näher erzählen, Yannik, wie die Kühlung in Neckarwestheim und in Agesta funktioniert?
stuttgart - 14.04.2008, 19:58

In Agesta (übrigens in Schweden nicht in Finnland) über einen Kühlturm, im AKW Neckar im Block 1 über Zellenkühler (so wie eine überdimensionale Klimaanlage) und Block 2 Mithilfe eines Flachkühlers unter unterztütung des Neckarwassers
Josef D. - 16.04.2008, 17:35

Schweden? Du hast in einem Beitrag etwas weiter oben geschrieben, dass Agesta in Finnland ist! :D

aja, da gibt's in der Tat einige verschiedene Möglichkeiten für die Kühlung. Auf die Weise müsste es schon möglich sein, einen Reaktur unter die Erde zu verlegen.
ReCon242 - 16.04.2008, 19:06

Tja, warum wird es dann nicht gemacht?

Haben wir eine technische Unmöglichkeit übersehen?

Ist es vergleichsweise zu teuer?

Oder gibt es andere Gründe, die dagegensprechen?
stuttgart - 16.04.2008, 19:46

Hmm...

Ich denke mal der Preis ist schon ziemlich ausschlaggebend dafür.

Aber mittlerweile gibt es reaktoren der dritten generation +, die eingentlich seehr sicher sind.
Josef D. - 19.04.2008, 11:12

Und zudem hatten in Tschernobyl wesentliche Schutzmaßnahmen gefehlt, sonst hätte selbst bei der Kernschmelze, die es da gab, nicht der ganze radioaktive Dreck in die Umwelt entweichen können.
ReCon242 - 19.04.2008, 14:34

Die Möglichkeit der gezielt reingeflogenen Flugzeuge sollte man nicht außer acht lassen, und da sieht glaube ich kein Reaktor besonders gut aus, d.h. keiner ist von genügend Beton o.ä. umhüllt, um das verkraften zu können. Da wäre unterirdisch schon besser.
stuttgart - 19.04.2008, 21:08

Naja...

Ein GAU wird in der Fachsprache als "Auslegungsstörfall" bezeichnet. Also der größt mögliche Störfall fur das das AKW noch ausgelegt ist. Dazu gehören IMHO auch Flugzeugabstürze
Josef D. - 19.04.2008, 23:36

Ich sage nicht, dass es nicht sicherer wäre, Akws unter der Erde zu bauen, aber ich sage, dass Tschernobyl ein sehr unsicheres Kraftwerk war. Man hat wesentliche Schutzhüllen einfach nicht gebaut, um Geld zu sparen. Ob normale Kraftwerke tatsächlich für Flugzeugabstürze ausgelegt sind, nur weil der Betreiber das sagt, wage ich zu bezweifeln. Immerhin kann sowas niemand testen.
ReCon242 - 20.04.2008, 00:44

Es ist noch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Flugzeugabsturz und einem gezielten Reinfliegen.
Das gezielte Reinfliegen ist zielgerichteter und schneller und erfolgt mehr horizontal.
stuttgart - 21.04.2008, 13:41

das weis ich nicht, jetzt ist mein latein am ende
Josef D. - 21.04.2008, 20:27

Bei einem Absturz kracht's aber schon auch gewaltig! Im übrigen war ja auch meine Frage, ob der Betreiber nicht nur sagt, dass die Kraftwerke für einen Flugzeugabsturz gerüstet seien oder ob es wirklich so ist, denn, wie gesagt, das lässt sich nicht testen.
ReCon242 - 22.04.2008, 03:07

Bei einem Absturz ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Reaktor punktgenau getroffen wird, viel geringer.

Bei einem absichtlichen Reinfliegen kann man von einer waagerechten Geschwindigkeit von bis zu 700 km/h bei punktgenauem Treffer ausgehen. Das dürfte keine Reaktorhülle aushalten.

Ein Absturz erfolgt mehr von schräg oben und aller Voraussicht nach mit geringerer Geschwindigkeit.
stuttgart - 22.04.2008, 12:53

Wollen wir es hoffen das es nicht so wiet kommt.

Ich hatte gestern mit meinem Vater eine diskusion über Atomkraft, und als Super-Grüner ist es zu einem ziemlichen Streit gekommen... :D
ReCon242 - 22.04.2008, 14:50

Ist schon lustig, wenn die Eltern linker oder grünr sind als die Kinder!
Früher war es umgekehrt, da war die Welt noch in Ordnung!
stuttgart - 22.04.2008, 21:45

Hehe...

Mein Vater ist der Mega-Öko aus Stammheim.

Das ich von sowas abstamme... :D :D :D
Josef D. - 25.04.2008, 20:24

Gezielt ist etwas anderes als versehentlich. Das habe ich nie abgestritten. Aber was ich meinte war, man kann bei einem AKW auch nicht einen Absturz testen, daher weiß man nicht, ob die Aussagen der Betreiber zur Absturzsicherheit wirklich zutreffen, oder ob sie nur so gesagt werden. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Wir sollten einfach hoffen, dass der Ernstfall nie eintrifft.

Und das mit dem umgekehrten Ding mit Eltern - Kindern... da schlägt halt jetzt das Pendel zurück! :D
ReCon242 - 25.04.2008, 20:43

Warum sollte man das nicht testen können? Man braucht ja nur eine Betonhülle ohne Reaktor bauen und da was draufknallen lassen.
Solche Versuche wurden auch schon gemacht, ich meine mich an Fernsehbilder davon zu erinnern.
Josef D. - 28.04.2008, 21:29

Stimmt auch wieder... wird aber mit Sicherheit sehr selten gemacht, schon aus Kostengründen.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
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