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Hallenser - 13.03.2008, 19:07
Will man den Deutschen einen Musikgeschmack aufzwingen !?
Dieses dumme Gefühl werde ich nicht los, wenn man sich die deutschen Radiosender und Musik TV Sender anhört bzw. ansieht...Es kommt nur noch Musik vor, die in den Charts ist und die wird geleiert bis die Ohren bluten.Unsere geliebte Musikrichtung wird ja von 99 % der deutschen Sender ignoriert,übrigens danke dafür an die Berater der jeweiligen Sender.. :evil:
TranceArni - 13.03.2008, 19:16
Hm... soweit würd ich ncith gehn. Aber was sich auf jeden fall sagen lässt is, dass überall der selbe kram läuft. keine abwechslung, nichts
Flutlicht - 13.03.2008, 19:31
einfach Ignorieren. Wenn die Radiosender keine Hörer mehr haben werden die schon irgendwann mal was anderes spielen.
Hallenser - 13.03.2008, 19:33
Flutlicht hat folgendes geschrieben: einfach Ignorieren. Wenn die Radiosender keine Hörer mehr haben werden die schon irgendwann mal was anderes spielen.
Das ist ja das Problem,die Sender verlieren ja keine Hörer.... :roll: :sad: Die deutschen lassen sich das Gedudel und die sinnlosen Gewinnspiele gefallen.. :evil:
Flutlicht - 13.03.2008, 19:36
Das scheint in der Deutschen Mentalität zu liegen. nur was soll man dagegen machen...
Hallenser - 13.03.2008, 19:39
Flutlicht hat folgendes geschrieben: Das scheint in der Deutschen Mentalität zu liegen. nur was soll man dagegen machen...
Was soll man dagegen machen,sehr gut Frage !?
Neo - 13.03.2008, 21:26
Was in den Charts ist, wird logischerweise (?) von vielen Leuten gehört und somit auch gekauft. Wobei das aber komischerweise bei elektronischer Musik nicht so ist, z. B. Schiller habe ich bisher kaum im Radio gehört und das obwohl er zur Zeit auf Platz 1 in den LP Charts ist! Paul van Dyk habe ich immerhin sehr selten mal bei einem "normalen" Sender gehört... :confused:
Somit ist SSL für mich der einzige Radiosender den man hören kann! :smile:
OliverSky1 - 14.03.2008, 11:14
Re: Will man den Deutschen einen Musikgeschmack aufzwingen !
Hallenser hat folgendes geschrieben: Dieses dumme Gefühl werde ich nicht los, wenn man sich die deutschen Radiosender und Musik TV Sender anhört bzw. ansieht...Es kommt nur noch Musik vor, die in den Charts ist und die wird geleiert bis die Ohren bluten.Unsere geliebte Musikrichtung wird ja von 99 % der deutschen Sender ignoriert,übrigens danke dafür an die Berater der jeweiligen Sender.. :evil:
genau so ist es, einige styles werden totgeschwiegen als würde es sie nicht geben und damit komplett unterdrückt und andere musik wird gehypt bis zum geht nicht mehr. und umso mehr gehypt wird, umso mehr geld fließt und umso mehr kann wieder mit dem geld werbung gemacht, also gehypt werden. wobei es schon schlimmer war, um 2004 rum lief doch nur noch hiphop und etwas gothic was da grade angesagt war auf viva und co. das hat sich zumindest wieder etwas gelegt würde ich sagen, ist nicht mehr ganz so extrem aber immer noch auffällig. die große hiphop zeit ist aber zum glück vorbei, da war der markt übersättigt.
aber macht das nicht auch grade den reiz von elektronischer musik aus? das untergrundige hat doch was und nicht jeder vollidiot hört die musik sondern nur der kreis, der es wirklich zu schätzen weiß. so hört es nicht jedes kind weils grade "angesagt" ist, weil viva es spielt oder so, sondern weil es einem wirklich gefällt. der größte teil der mainstreamer hat doch keine ahnung von musik, wenn ich einen gangsta-hiphopper zu irgend nem lied was fragen würde weiß der vielleicht wie oft auf den typen geschossen wurde oder so aber nicht, woher das lied gesamplet wurde oder wer der produzent ist. wenn ich jemanden aus der elektronischen musikrichtung frage (oder auch bei rock, metal, alternative), dann können die anhänger mir viel mehr dazu sagen, weil sie die musik größtenteils nicht nur hören weils grade irgendwie angesagt ist, da wird die musik gelebt, es wird selber aufgelegt oder produziert/gespielt.
von daher bin ich stolz darauf, dass nicht jeder depp die musik hört wie ich sondern nur ein relativ kleiner kreis der wirklich ahnung hat und sich mit der musik identifiziert! :cool:
Neo - 14.03.2008, 18:18
Underground rules! :cool: Wobei es ja auch um den Nachwuchs geht, als ich angefangen habe, elektronische Musik zuhören, da kannte ich noch niemanden von den Underground Größen, die habe ich erst nach und nach kennengelernt, auch weil ich nach neuem gesucht habe, was es halt im Radio oder Fernsehn nicht zu hören gab.
schrottrocker - 14.03.2008, 18:52
Ich halte das für kein Phänomen, das nur Deutschland betrifft. In den anderen Ländern ist das doch genauso.
In der USA haben sie allerdings ein Spartenradiosystem, und dadurch kommt offensichtlich viel mehr Underground ins Radio. Außerdem zählt bei denen der Airplay-Faktor entscheidend für die Chartposition.
Hallenser - 14.03.2008, 20:04
Das die Berater der Sender in Deutschland falsch liegen zeigt doch die Ostseewelle aus Mecklenburg Vorpommern.Man war Jahrelang die Nummer zwei im Land und stand kurz vor dem Konkurs.Dann wurde der Sound verändert,es läuft aktuelle Dancemusic sowie geile,lange nichtmehr gehörte 90`er.Natürlich läuft auch viel Musik aus den Charts,was aber nicht so nervt wie auf anderen Dudelsendern. Es gibt den Oha-Effekt,den sucht man bei anderen Sendern vergebens.Was ich sagen will,die Ostseewelle ist seit Jahren Marktführer,der ehemalige erste Antenne MV sieht kein Land mehr.Mir kann keiner erzählen das dies nicht auch anderswo in Deutschland funktionieren würde.Die ewigen zweiten sollten da mal drüber nachdenken und wieder auf eigene Musikredakteuere setzen...Die Berater würde ich vor die Tür setzen.Hört mal rein und ihr wisst was ich meine.
mms://213.200.97.107/ostseewelle$livestream.wma
wavefreak - 19.03.2008, 22:16
hmm, stimmt aber..
in österreich ist es genau das selbe, wenn nich nocht schlimmer!!!
schrottrocker - 20.03.2008, 00:42
Ein Bekannter von mir war jetzt in Italien unterwegs und hat mir erzählt, er hätte ständig super Progressive-Techno- und andere saugute Sender reingekriegt, was es hierzulande gar nicht gibt.
Insofern muß ich da meine Meinung korrigieren. Neulich haben wir hier im Auto auch mal FM4 (wer's nicht kennt: aus Österreich) reingekriegt, da war zwar nicht alles immer total gut, aber es war einfach eine Wahnsinnsabwechslung zu dem sonstigen Einheitsbrei aus Deutschland. Ö3 ist allerdings genau dasselbe wie Antenne Bayern, B3 und SWR 3, noch dazu viel voll nervigem Gelaber.
wavefreak - 20.03.2008, 13:07
ja, da muss ich dir wohl recht geben. FM4 ist sozusagen das SSL von Austria. Und FM4 ist wirklich sehr abwechslungsreich. Finde eine Sendung am Nahmittag immer sehr gut, hab aber nie zeit um diese zeit. ;-) Nur das Problem von FM4 is 1.) es gehört zum Österreichischen Rundfunk (Ö1, Ö3,...)
2.) Es läuf genau soviel werbung wie sonst überall.
(SSL hat im vergleich dazu sehr wenig werbung) Bei uns ist es meistens du fährst mit dem Auto, und alle Sender haben gleichzeitig 10min lange werbung. >> oder sie spielen sowiso nur 0815.
In Italien kenn ich nur m2o.
Hallenser - 21.03.2008, 18:36
Naja SSL und FM4 miteinander zu vergleichen ist wohl nicht möglich ! SSL ist ein Spartensender für elektronische Musik und FM4 ein Jugendradio was viele Musikrichtungen abdeckt.
FM4 ist ein alternativer Jugendkulturradiosender des Österreichischen Rundfunks (ORF).
Der öffentlich-rechtliche Sender zeichnet sich durch einen hohen Wortanteil, eine enge Zusammenarbeit mit der österreichischen Musiklandschaft, eine bewusst heterogene Musikauswahl abseits des Chart-Mainstreams der Formatradios und das multilinguale (deutsch-englisch, und z. B. Nachrichten auch auf französisch) Sendeformat aus. Programmchefin (von den Moderatoren gerne als "Senderchefin" bezeichnet) ist Monika Eigensperger.
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/FM4
schrottrocker - 26.03.2008, 23:13
Auf Radio Regenbogen läuft heute abend nur Musik aus dem Jahr 1997!!
:idea: :surprised: :cool:
Neo - 27.03.2008, 19:08
Wenn es hiphop ist, möchte ich es gar nicht hören! :roll: :lol:
schrottrocker - 27.03.2008, 20:24
Wahrscheinlich kommt heute 1998 dran.
Die spielen da alles mögliche, was halt damals so im Radio gelaufen ist. Vorgestern hab ich's im Auto mitgehört, da war das Jahr 1996 dran. Immerhin kam da auch "Seven Days and one week" und "Insomnia".
OliverSky1 - 27.03.2008, 20:25
Neo hat folgendes geschrieben: Wenn es hiphop ist, möchte ich es gar nicht hören! :roll: :lol:
da gab es diesen gangster scheiß noch nicht so ausgeprägt wie heute, da gabs noch artists wie young deelay oder so, die kann man eigentlich ganz gut hören
schrottrocker - 27.03.2008, 20:26
Entweder Young Deenay oder Jan Delay
OliverSky1 - 27.03.2008, 20:29
schrottrocker hat folgendes geschrieben: Entweder Young Deenay oder Jan Delay
stimmt, irgendwas bringe ich bei den beiden immer durcheinander :roll:
Neo - 29.03.2008, 00:14
@Oli: Du meinst garantiert die hier, mit diesem Lied:
Link
-> Young Deenay erinnert mich irgendwie an Jaande. :smile:
OliverSky1 - 29.03.2008, 10:34
was ist aus der eigentlich geworden? mal schauen was bei discogs steht...
aha, laut wikipedia ist sie jetzt dipl.-psychologin
Neo - 31.03.2008, 19:48
Zitat: laut wikipedia ist sie jetzt dipl.-psychologin
Dann ist aus ihr ja doch noch etwas "gescheides" geworden! :lol:
Crazy Dog - 02.06.2008, 21:43
Bitte verschieben in Musik-Bereich!!
schrottrocker - 02.06.2008, 22:12
Das paßt besser unter Sonstiges.
Crazy Dog - 02.06.2008, 22:25
jut.
Hallenser - 27.07.2008, 11:33
Wer die Musikauswahl im Radio bestimmt
Karlsruhe - Wer hat sich beim Radiohören nicht schon mal gefragt, warum jetzt ausgerechnet dieses Lied gespielt wird? Oftmals werden bestimmte Titel mehrmals am Tag gespielt, andere dagegen überhaupt nicht. In ihrem Musikprogramm ähneln sich viele Radiosender immer mehr. Doch was sind die genauen Gründe hierfür und wer entscheidet letztlich über die Musikauswahl? Einige Radiosender geben heutzutage eine Menge Geld für Musikforschung aus und führen Musiktests durch. ka-news war bei einem solchen Test dabei.
Immer mehr Musikredakteure vertrauen auf die Zahlen der Musikforschung und weniger auf ihr eigenes Gefühl. Die Musik macht einen Radiosender aus, musikalische "Fehltritte" lassen die Hörer schnell umschalten. Auch regionale Sender wie "Die neue Welle" aus Karlsruhe oder "Radio Regenbogen" aus Mannheim setzen heute auf Marktstudien und Hörerbefragungen, um gezielt die Musikvorlieben und Ansprüche ihrer Zielgruppe bedienen zu können.
Egal wie die auf Grundlage solcher Untersuchungen entstandenen Konzepte heißen - "Der beste Musikmix aus vier Jahrzehnten" ("Die neue Welle") oder "70er, 80er und das Beste von heute" (Radio Regenbogen) -, zu neu darf die Auswahl nicht sein, Oldies sind ein "Muss". Diese leidvolle Erfahrung machte beispielsweise in Karlsruhe der "Neue-Welle"-Vorgänger "Hitradio RTL", der mit seiner Fokussierung auf den Geschmack einer überwiegend jugendlichen Zielgruppe eine Bruchlandung hinlegte (ka-news berichtete). Aber welche Faktoren bestimmen eigentlich den Musik-Mix eines Radioprogramms?
Da die Musikindustrie mit der Musik Millionenbeträge umsetzt, versucht sie natürlich, Radiosender zum Spielen "ihrer" Musik zu bewegen. Letzte Instanz für die Entscheidung über das Spielen der Titel ist jedoch üblicherweise die Musikredaktion eines Senders. Hier wird die Musik begutachtet und entschieden, ob sie ins Programm passt - oder wurde: Denn damit ist es schon lange nicht mehr getan. Durch den kommerziellen Wettstreit um Radiohörer und Marktanteile greifen die meisten Sender auf Radioforschung zurück. So ist der Marktführer der kommerziellen Radioforschung in den USA, Coleman Research, mittlerweile auch in Europa tätig und prägt in Deutschland die Musikforschung für Radiosender größtenteils mit. Marktforschungsinstitute führen heutzutage vielfach Musiktests durch, in denen das Hörverhalten der Testpersonen festgestellt wird.
Auftraggeber des Musiktests war ein lokaler Radiosender
Gängige Praxis sind Telefonbefragungen beziehungsweise "Call-Outs" sowie so genannte Auditorium-Tests. Telefonbefragungen sind schneller und kostengünstiger durchzuführen und erlauben flexiblere Reaktionen auf Stimmungsschwankungen. Hierzu werden alle ein bis zwei Wochen bis zu 30 Musiktitel in Form von Hooks (markanter Ausschnitt eines Titels mit einer Länge von meist maximal zehn Sekunden und mit dem höchsten Wiedererkennungswert, meist Teile des Refrains) zufällig ausgewählten Befragten über das Telefon vorgespielt. Meist werden die drei Aspekte Bekanntheit ("Haben Sie diesen Titel schon einmal gehört?"), Gefallen ("Wie gefällt Ihnen dieser Titel?") und Sättigung ("Würden Sie diesen Musiktitel gerne häufiger hören?") getestet. Über die Sättigung wird vor allem ermittelt, ob sich die Hörer an dem Titel überhört haben. Meistens werden Lieder getestet, die sehr häufig im Radio gespielt werden.
"Die neue Welle" hat sich auch dank Hörerbefragungen zu einem erfolgreichen Radiosender gemausert (Archivfoto: ka-news)
Im Gegensatz dazu werden Auditorium-Tests nur ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt, da sie um einiges aufwändiger und teurer sind. Eine Gruppe von zufällig telefonisch ausgewählten Testpersonen wird entsprechend der Zielgruppe in ein Hotel oder einen Saal eingeladen. Dort bekommen die Probanden am Stück bis zu 300 Musiktitel in Form von Hooks zu hören und müssen Bewertungen anhand von bestimmten Kriterien vornehmen. Zunächst müssen die Teilnehmer angeben, welche Radiosender sie wie lange hören. Danach wird eine so genannte Mapping-Studie durchgeführt. Hierzu werden verschiedene Musikstilrichtungen getestet und jeweils durch drei Titel beziehungsweise Hooks repräsentiert. Ziel hierbei ist es, festzustellen, wie viele potenzielle Hörer welche Musik mögen und welche Musikrichtungen sich bei den Hörern überschneiden.
Radiosender soll sich von der Konkurrenz abheben
Beim von ka-news begleiteten Test wurden zwei Abende lang insgesamt 1.187 Musiktitel in Form von Hooks mehrere Stunden lang von den über 100 Teilnehmern zwischen 25 und 46 Jahren, bei ausgewogenem Verhältnis zwischen Männern und Frauen, einzeln bewertet. Auf Papierbögen wurden die Lieder in Form von Rating-Skalen von "sehr gut" bis "sehr schlecht" bewertet. Insgesamt gab es fünf Auswahlmöglichkeiten. Kannte ein Proband ein Lied nicht, musste er dies auf dem Bogen vermerken. Ebenso, wenn er ein Lied "nicht mehr hören kann", weil es schon zu oft im Radio gespielt wurde.
Ein weiteres Kriterium war die vermutete Zugehörigkeit eines Titels zu vier regionalen Radiosendern. Hintergrund: Ein Titel, der von der Mehrzahl der Befragten bei einem anderen Sender vermutet wird, verschafft dem Sender kein hervorhebendes Merkmal, das ihn von der Konkurrenz abhebt. Kurz gesagt: Einheitsbrei ganz ohne Alleinstellungsmerkmale hilft nicht weiter. Auch wie humorvolle Beiträge und Informationen beim Hörer ankommen, wurde bewertet. So konnten die Testpersonen angeben, ob sie stattdessen lieber Musik hören wollen oder wie sie die entsprechende Radioszene fanden.
Nicht jedes Lied wird in einen Musiktest aufgenommen. In der Regel bestimmen die Musikredaktionen der Radiosender darüber, welche Titel getestet werden sollen. Je nachdem werden die Redaktionen auch vom Meinungsforschungsinstitut beraten. Fest steht auch, dass neue, noch unbekannte Lieder wegen des zu niedrigen Wiedererkennungswerts bei solchen Tests meist schlechter abschneiden. Daher wird oft der "größte gemeinsame Nenner" gesucht. Ergebnis: Lieber ein Lied wählen, das zwar ein Großteil der Tester nicht als Lieblingslied, dafür aber immerhin als "in Ordnung" bezeichnet, als ein ausgewogenes Verhältnis von absoluter Ablehnung und Zustimmung - wenn eine Hälfte das Lied gut, die andere Hälfte schlecht findet, schaltet letztere weg.
Festzuhalten bleibt, dass die Musik meistens nicht aufgrund einer Laune der Musikredakteure hin gespielt wird, sondern vorher oftmals längere Entscheidungswege zurückgelegt werden, bis ein Song im Radio läuft. Immerhin: Trotz dieser "Akademisierung" der Musikauswahl im Radio, die für Sonderwünsche wenig Platz lässt, wird natürlich auch weiterhin Rücksicht auf die Hörer genommen: In Form von Sendungen, in denen Hörer Wünsche äußern dürfen.
Quelle:http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php4?show=tho2008629-147K
Hallenser - 27.07.2008, 11:38
Musikauswahl im Radio
Wie stellen Radiosender ihr Programm zusammen?
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass immer wenn ihr das Radio anschaltet, der gleiche Song läuft? Wir haben uns mal darüber informiert, wie ein Radiosender üblicherweise sein tägliches Musikprogramm zusammenstellt.
Altes Radio auf einer WieseWer entscheidet, was gespielt wird?
Ja, fangen wir direkt mit der Master-Frage an: Jeder Sender hat eine Musikredaktion. Die wählt in ihren so genannten Abhörsitzungen aus den Musik-Neuerscheinungen die Titel aus, die in die Playlist des Senders aufgenommen werden sollen. Wichtigstes Auswahlkriterium ist dabei aber nicht der persönliche Geschmack der Redakteure, sondern der der angepeilten Zielgruppe. Die Musikredakteure müssen also abschätzen können, welcher Song Potenzial zum Hit hat und welcher eher zum leiser Drehen, Um- oder Abschalten verleiten könnte.
Denn das wichtigste für die Radiosender sind, genau wie beim Fernsehen, die Einschaltquoten. Die Werbekunden schalten ihre Spots nämlich nur, wenn die Quote stimmt. Und obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender ja hauptsächlich über die Rundfunkgebühren finanziert werden, haben sie natürlich auch gerne hohe Einschaltquoten, denn Werbung dürfen sie ja in gewissen Maßen trotzdem senden und damit auch zusätzlich Geld einnehmen. Und Private sind erst recht darauf angewiesen. Was bedeutet das fürs Radio? Genau! Der Lieblingssport der Radiosender ist es, den Hörer so bei Laune zu halten, dass er nicht im entferntesten auf den Gedanken kommt, den Sender zu wechseln oder das Radio ganz abzuschalten. Und weil das Radio eher ein Begleitmedium ist, also am meisten gehört wird, während man gerade irgendwas anderes macht, z.B. Auto fahren oder frühstücken, darf das Programm vor allem eines nicht: Einen bei dem stören, was man eigentlich gerade macht. Für die Musik heißt das: Alles schön harmonisch und am besten zum Mitsummen.
Ganz so einfach sind die Hörer aber nicht zu durchschauen. Und weil selbst der beste Musikredakteur nicht sicher entscheiden kann, ab wann ein Titel anfängt zu nerven oder welcher eigentlich noch öfter laufen könnte, werden von den Sendern regelmäßig Hörerbefragungen durchgeführt. Da werden Songs getestet, die erst einige Wochen im Programm sind, aber auch die älteren Titel. Dazu rufen Marktforscher potenzielle Hörer an und spielen ihnen Auszüge aus einigen Liedern vor. Dann wird gefragt, ob man das Lied kennt, wie gut es einem gefällt und ob man es gerne öfter hören würde. Die Titel, die die Hörerbefragung "überleben", bleiben im Programm. Was bei den Befragten durchfällt, wird aus der Rotation genommen. Songs, die einmal aus dem Programm geflogen sind, bekommen aber ein paar Wochen oder Monate später nochmal eine Chance, das heißt, sie werden nochmal abgefragt. Wenn sie dann nicht mehr "burnen" (englisch ausgesprochen, kommt von "Burnout" = "ausgebrannt"), wie der Fachmann das nennt, werden sie wieder in die Playlist aufgenommen.
Wer macht den Mix?
Jetzt wissen wir schon mal, wie die Musik ausgesucht wird. Bleibt aber noch die Frage, wer entscheidet, welcher Titel wann gespielt wird. Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: In den allermeisten Fällen ist das nicht der Moderator, der während seiner Sendung überlegt, welches Lied jetzt schön passen würde, sondern ein Computerprogramm, das die Titel zusammenmixt. So genannte Selektor-Programme sortieren die Songs nach bestimmten Kriterien, die vorher festgelegt werden müssen.
Display eines RadiosZum Beispiel darf ein Lied nicht an zwei Tagen hintereinander zur gleichen Zeit laufen, weil viele Leute jeden Tag zur gleichen Zeit Radio hören. Ein anderes Kriterium, nach dem die Selektor-Programme die Musik sortieren, hat uns der Leiter der Musikredaktion von Radio NRW erklärt: Jede Viertelstunde soll das gesamte Musik-Spektrum des Senders abgedeckt werden. Balladen, Rock-Songs usw. wechseln sich in regelmäßigen Abständen ab. So geht der Sender sicher, dass für (fast) jeden was dabei ist, auch wenn er z.B. nur für zwanzig Minuten einschaltet. Auch für passende Übergänge und Tempowechsel ist das Selektor-Programm zuständig. So läuft z.B. morgens mehr schnelle Musik als nachmittags und abends. Wichtig ist natürlich auch, wie oft ein Titel sich wiederholen darf. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten von Rotationen, die vorgeben, wie oft ein Titel in der Woche laufen soll. Aktuelle Hits laufen natürlich häufiger als ältere Stücke, die vielleicht noch ein,- zweimal in der Woche gespielt werden. Bei Radio NRW läuft ein Titel in der höchsten Rotation beispielsweise 25 Mal pro Woche, also 3-4 mal pro Tag!
Uns hat natürlich auch noch interessiert, wie viele Lieder ein durchschnittlicher Sender insgesamt im Repertoire hat. Das, so wurde uns gesagt, ist aber ein Betriebsgeheimnis. Denn die Musikauswahl ist natürlich auch das, was einen Sender von der evtl. weniger quotenstarken Konkurrenz unterscheidet. Man kann aber zumindest bei den Privatsendern davon ausgehen, dass das Song-Reservoir einige hundert Titel nicht übersteigt.
Fazit
Das mit der Musik im Radio ist also eine zwiespältige Sache. Einerseits bekommt der Hörer genau das, was er (laut Befragungen) will. Andererseits wünschen sich viele etwas Abwechslung und mehr Musik abseits des Mainstreams. Das wiederum ist den meisten Sendern aber (zumindest in den Hauptsendezeiten) zu risikoreich, weil nicht massentauglich genug. Denn wie gesagt: Die Quote zählt.
Quelle:http://www.checked4you.de/UNIQ121715137909034/doc126121A.html
Zitat: Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass immer wenn ihr das Radio anschaltet, der gleiche Song läuft?
Manchmal ?! :roll: :confused:
OliverSky1 - 27.07.2008, 12:47
bei ndr2 ist es auffällig, ich hab den morgends meistens beim zeitungslesen an (und weil ich da nicht unbedingt alleine bin kein ssl, das kann ich ja den tag lang ehh noch lang genug hören). dann kommt irgend ein lied was lange nicht mehr lief und ich denke, toll, schön mal wieder zu hören. und ab dem zeitpunkt höre ich das lied dann in den nächsten tagen dann öfters bei ndr2, man merkt also genau, dass es in die rotation aufgenommen wurde
TranceArni - 27.07.2008, 15:09
OliverSky1 hat folgendes geschrieben: bei ndr2 ist es auffällig, ich hab den morgends meistens beim zeitungslesen an (und weil ich da nicht unbedingt alleine bin kein ssl, das kann ich ja den tag lang ehh noch lang genug hören). dann kommt irgend ein lied was lange nicht mehr lief und ich denke, toll, schön mal wieder zu hören. und ab dem zeitpunkt höre ich das lied dann in den nächsten tagen dann öfters bei ndr2, man merkt also genau, dass es in die rotation aufgenommen wurde
Hier das gleiche bei rs2. Das is der Radiosender den ich morgens höre, weil ich SSL nur bei mir im Zimmer hören kann und die Küche nu mal woanders ist :smile:
Besonders auffällig ists mir bei den Ärzten -Westerland geworden. Mal läufts gar nicht und dann auf einmal eine Woche alle 4 oder 5 Stunden. Und danach wieder gar nicht. :roll:
Hallenser - 27.07.2008, 15:10
@Arni
Schonmal was von Mini-UKW Sendern gehört !? Damit kann man SSL auf einer UKW Frequenz legal in der ganzen Wohnung verbreiten.Die Teile kosten keine 30 € mehr. :wink:
Flutlicht - 27.07.2008, 15:27
so weit ich weis sind die Teile hier in Deutschland verboten :wink:
nur diese miniteile fürs Autoradio sind erlaubt aber die funken nur c.a. einen Meter. :roll:
Hallenser - 27.07.2008, 15:30
Flutlicht hat folgendes geschrieben: so weit ich weis sind die Teile hier in Deutschland verboten :wink:
nur diese mititeile fürs Autoradio sind erlaubt aber die funken nur c.a. einen Meter. :roll:
Die Teile sind seit 1-2 Jahren in Deutschland nichtmehr verboten ! Solange sie die vorgeschriebene Sendeleistung von 50 NW nicht übersteigen.Zeig mir einen Mini UKW Sender,der nur einen Meter weit kommt ! :wink:
Flutlicht - 27.07.2008, 15:33
ich hab hier son Teil fürs Autoradio, ein bis anderthalb Meter reicht der. Einen der weiter geht hab ich noch nirgendwo gesehen. :confused:
Hallenser - 27.07.2008, 15:36
Ich habe folgenden im Firmenwagen !
http://www.amazon.de/Kensington-Technology-Group-K33383US-Transmitter/dp/B000I0RORO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1217165534&sr=8-1
Der geht definitiv bei freier Frequenz auch noch einige Meter um das Auto.Dann betreibe ich noch einen an meinem Internetradio,der geht in der ganzen Wohnung und auch noch ca.50m um das Haus.Man muss natürlich versuchen eine relativ freie Frequenz zu finden,was in der heutigen Zeit nichtmehr so einfach ist.
Flutlicht - 27.07.2008, 15:39
Zitat: Dann betreibe ich noch einen an meinem Internetradio,der geht in der ganzen Wohnung und auch noch 50m um das Haus
und dann stehen die netten menschen vom Rundfunk mit ihrer Suchantenne vom Haus. Ich würde das Risiko nicht eingehen
Zitat: Der Betrieb von UKW-Sendern ist in Deutschland illegal. Sollte man erwischt werden drohen der Einzug des Sendegerätes und/oder Geldstrafen. Zwar ist die Gefahr, besonders in dünn besiedelten Gebieten, relativ gering - allerdings machen diese Gesetze durchaus Sinn. Derartige Selbstbauten erzeugen Oberwellen und können andere Frequenzen stören. Das kann nicht nur Nachbarn nerven, sondern sogar eine ernste Gefahr darstellen, z.B. in der Nähe von Flugplätzen. Man sollte den Sender also möglichst kurz und mit geringer Reichweite betreiben.
Hallenser - 27.07.2008, 15:40
Solange der Sender nichtmehr wie 50 nW hat,ist er legal ! :wink:
Hallenser - 27.07.2008, 15:41
Lies mal den Artikel ! :wink:
http://www.heise.de/newsticker/Bundesnetzagentur-gestattet-Privatfunk-mit-50-Nanowatt--/meldung/70510
Flutlicht - 27.07.2008, 15:45
lies mal den dabei verlinkten Artikel unter "umgesetzte" letzter Absatz.
Da steht was von wenigen metern, nicht im Haus :wink:
Hallenser - 27.07.2008, 15:49
Wenn das Teil in eine Richtung nunmal soweit geht ist das halt so,man sollte nur aufpassen das man den örtlichen Hitdudler nicht plättet oder halt ein anderes ortsübliches Programm.Ich sende hier auf der 88.3,dort ist mit viel wohlwollen das Nordwestradio aus Bremen (140 km)zu empfangen und das auch nur mit sehr guter Ausrüstung.Normalsterbliche werden sich das nicht antun.Wegen der Bundesnetzagentur mache ich mir keine Sorgen,warum auch.Das Teil hat 50 nW und ist somit legal. :!: Mal sehen wann der Peilwagen mir hinterjagt... :lol: :lol: Mein Sender im Auto geht auch einige Meter... :biggrin:
Flutlicht - 27.07.2008, 15:51
ja, solang es nur 50 nw sind ist das legal. mich würde trotzdem mal interessieren wie weit man mit 50 nw kommt. der Crazydog müsste das doch wissen :razz:
Hallenser - 27.07.2008, 15:53
Es kommt nicht immer nur auf die Sendeleistung an..Entscheidender ist die höhe des Senders und noch entscheidender wie frei eine Frequenz ist.
Flutlicht - 27.07.2008, 15:57
ja, wohl war. ich hab hier noch son altes selbstgebautes Gerät mit 5 W Da geht was, natürlich hab ich das Teil nie ausprobiert !
mir ist da trotzdem W-Lan oder ein MP3 Autoradio lieber :cool:
Hallenser - 27.07.2008, 16:00
Problem beim Firmenwagen ist,dass dort ein VW Werksradio ohne irgendwas drin ist.Als nur UKW und Mittelwelle wären hörbar.Also ist so ein FM-Transmitter die günstigste Variante vorm deutschen Radio zu flüchten. :biggrin:
Flutlicht - 27.07.2008, 16:02
kein CD / Cassette ?
und auch diese Teile sind austauschbar. nur ob sich der Aufwand lohnt. Und was noch wichtiger ist ob die Firma nix gegen hat :biggrin:
Hallenser - 27.07.2008, 16:06
Weder CD,noch Kassette...Klar könnte man das Teil tauschen,nur hängt da noch die Freisprechanlage mit dran und ein neues Radio ist auch nicht so günstig.Ansonsten ist das Radio von den Empfangseigenschaften her top und vorallem trennscharf ohne ende.Um das in einem neuen Radio zu kriegen werden mindestens 200 € fällig.Mal abgesehen davon muss das alte Radio nach Ablauf der Leasingzeit wieder eingaut werden.Viel zu viel Aufwand..Dann doch lieber mit einem FM Transmitter und einem Mp3 Player mit 20 GB Festplatte.
Flutlicht - 27.07.2008, 16:08
ja das ist dann wirklich die beste Lösung :wink:
Hallenser - 27.07.2008, 16:09
Nun aber mal zurück zum Thema !
OliverSky1 - 27.07.2008, 16:10
aber echt ey :lol:
Hallenser - 27.07.2008, 16:13
OliverSky1 hat folgendes geschrieben: aber echt ey :lol:
Du bist ja immer noch da.... :lol:
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