Christoph Kolumbus soll die Syphilis nach Europa eingeschleppt haben
1492 brach Christoph Kolumbus im Auftrag Spaniens auf, um den Seeweg nach Indien zu finden, er entdeckte stattdessen Amerika und im Zuge der Eroberung des amerikanischen Kontinents kamen zahlreiche Produkte nach Europa, die hier bisher unbekannt waren, wie Mais und Kartoffeln. Aber auch Krankheiten, die auf dem jeweiligen Kontinent bisher unbekannt waren, reisten mit den Schiffen in beide Richtungen. So richteten in Nordamerika eingeschleppte Krankheiten wie Pocken, Masern und selbst die Grippe bei den Indianern katastrophale Schäden mit entsprechenden Opferzahlen an, sie verfügten über keinerlei Abwehrstoffe gegen diese für sie neuartigen Krankheiten.
Umgekehrt scheint dies aber auch der Fall gewesen zu sein. 1495, wenige Jahre nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, breitete sich in Europa eine neue Seuche aus, die Syphilis. Bisher wurde wegen dem zeitlich passenden Rahmen spekuliert, dass die neue Krankheit mit Christoph Kolumbus aus der Neuen Welt in die Alte Welt geschleppt worden ist, Beweise dafür fehlten aber bislang. Diese sollen nun Vorliegen. Eine Genanalyse soll es belegen. In den USA wurde ein Stammbaum des Erregers Treponema pallidum aufgestellt und das Erbgut untersucht. Untersucht wurden verschiedene Stämme des Bakteriums und seiner Unterarten aus verschiedenen Ländern Europas und Südamerikas. Ergebnis der Untersuchungen soll sein, dass die Syphilis oder ein Vorläufer der Krankheit von der Neuen in die Alte Welt kam und das dies erst vor relativ kurzer Zeit passiert wäre. Allerdings folgen nicht alle Forscher diesem Ansatz. Die genetischen Stammbäume hätten zu wenige Erbgutbereiche und reichten für eine solche Untersuchung nicht aus.
Die Syphilis, auch Franzosenkrankheit genannt, gehört heute noch zu den weltweit verbreitesten Infektionskrankheiten. Laut bisheriger Medizingeschichtsschreibung trat die Syphilis 1495 in Europa zum ersten Mal bei der Belagerung Neapels durch den französischen König Karl VIII. auf. Daraufhin überzog innerhalb von fünf Jahren eine Syphilis-Epidemie ganz Europa. Neben der Kolumbus-Theorie gibt es auch eine Präkolumbische Theorie, die Untersuchungen von Knochen aus der Zeit von 1296 bis 1445 basiert. Diese sollen, so der Engländer Simon Mays, belegen, dass die Syphilis bereits vor Christoph Kolumbus in Europa auftrat. Die Knochenfunde stammten aus England. Aber auch andere Knochenfunde in Italien oder auch der Türkei, die aus Zeiten lange vor der Eroberung Amerikas stammen, sollen dies belegen.
Christoph Kolumbus
http://www.spanien-bilder.com/aktuelles ... ls3795.htm

