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Verfügbare Informationen zu "Huhu, da bin ich wieder"

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  • Forenbeschreibung: Diese Plattform soll vorrangig erwachsenen Menschen, die unfreiwillig noch keine Beziehung hatten,eine Möglichkeit des Gedankenaustausches über ihr ungewolltes Single-Dasein bieten.
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der-tigger - 23.07.2008, 20:05
Huhu, da bin ich wieder
Hallo alle im AB-Forum,

erst mal viele Grüße an die Moderatoren, die das AB-Forum weiterbetreiben und diejenigen die schön mitschreiben im Forum. Ich war früher bei Parsimony und war sogar mal auf einem AB-Treffen in München. Der ganze Austausch hat mein Bild über mich und meine Umwelt positiv beeinflusst. Ich bin jetzt 28 Jahre alt, männlich und war bis vor ein paar Monaten in einer Beziehung, wir sind zusammengezogen in eine eigene Wohnung und haben uns eigentlich gut verstanden. Das war am Anfang besser als jetzt. Also wir leben derzeit getrennt. Sie hatte auch Ihre Probleme und natürlich wollte ich ihr dabei helfen. Wir bekamen es einfach nicht auf die Reihe beide eine Stelle zu finden, das wäre ja auch wichtig gewesen. Ein Umzug ging nicht aus Gründen die ich jetzt nicht erwähnen möchte. Und klar wollten wir Kinder haben aber eben nicht unter den Bedingungen. Sie wollte mich auf die Stufe bringen, das wäre nicht so schlimm – ist es ja auch erst mal nicht – von einem gewissen Standpunkt aus. Anfangs lebte ich mein Leben weiter, wie bisher, ich ging meinen Hobbies nach und wir teilten auch nicht alles miteinander – womit ich mich eine Zeit arrangiert habe – in der Hoffnung, es würde sich mal ändern. Es änderte sich nichts. Nur ich selbst änderte mich. Mir kam es egoistisch vor alles alleine zu machen – ja es gab Gemeinsamkeiten – mir ging es einfach nicht weit genug. Ich wollte die einsamen Spaziergänge beenden und leider kam es vor – das Schweigen.
Wir haben uns im Internet bei einer Partnerbörse kennengelernt. Zuerst haben wir uns E-Mails geschrieben und dann getroffen, uns nett unterhalten, sie war sehr offen alles hat gestimmt und ich habe nach ihrer Hand gegriffen, was Sie sich gefallen lassen hat. Der Funke war übergesprungen und es wurde mehr daraus. Anfänglich hatte ich meine Probleme, fand aber nach energischem Suchen auch eine Lösung dafür. Derzeit schwanke ich ob es alles aus Kompromissen meinerseits bestanden hat, sie ist den größeren Kompromiss eingegangen wegzuziehen, sie hatte überhaupt die Hosen in unserer Beziehung an :=).
Das alles störte mich zunächst nicht. Allerdings begann ich eine Weiterbildung zu machen, die sehr Zeitintensiv ist und so wurde das Schweigen größer. Die Zeit verging mir wie im Flug weil mir alles so harmonisch und ruhig vorkam. In meinem Kopf war vorhanden, wir arbeiten gemeinsam auf unsere Ziele zu aber in Wirklichkeit schienen wir bereits getrennte Wege zu gehen. Es geschah etwas Unerwartetes. Die schwarze Wolke tauchte wieder auf und ergoss sich über mir, es war schlimm, so schlimm dass ich die Einsamkeit suchte um mein Weinen niemand zu zeigen. Meine unverarbeitete Vergangenheit holte mich ein.
Die Vergangenheit:
Ich war sehr jung, vielleicht 14 oder 15 und hatte mitkommen dass schon einige meiner Mitschüler die ein oder andere Beziehung zu Mädels in meinem Alter aufgebaut hatten. Bis dahin war ich der „Mitläufertyp“ ich wurde sogar auf die ein oder andere Party eingeladen und ja, in dieser Zeit verliebte ich mich unsterblich in ein Mädchen, wir haben getanzt und ich nahm zum ersten mal den Duft Ihrer Haare wahr. Das war unbeschreiblich weil wir beide gut gelaunt waren. Dennoch schien Sie zu älteren, die ich nicht kannte, eine tatsächliche Beziehung zu hegen. Davon verstand ich nichts und bekam große Angst. Ich hielt mich zurück. Nach dem eine Zeit vergangen war und wir hin und wieder miteinander geredet haben, fragte ich Sie schließlich ob Sie wohl mit mir gehen wolle aber ich bin wohl mit der Tür ins Haus gefallen und ich kann heute nicht mehr sagen ob Sie Angst hatte oder sich gefreut hat, jedenfalls lief Sie weg. Ich habe es nie erfahren, jedenfalls wurde nichts daraus.
Mit 16 wechselte ich auf eine höhere Schule. Es war – wie Einige es im Wiki geschrieben haben – ähnlich. Alle waren nett und hilfsbereit wo es nur ging. In dieser Zeit starb jedoch ein Elternteil von mir und ich wechselte wieder die Schule. In dieser Zeit bin ich auf das AB-Forum gestoßen und habe einige Fortschritte gemacht. Ich fand dort einige nette Freundschaften, das hat mich total abgelenkt. Ich denke ich konnte mich dort gut behaupten außer vor manch älteren nicht. Nach einiger Zeit besuchte ich auch eine Therapie, die hat schon sehr geholfen. Wie letztendlich festgestellt wurde, kann ich zwar bei Bedarf darauf zurückgreifen aber eigentlich geht alles nun seine „gewohnte“ Bahn. Oder sollte es.
Ich fand sogar zwischendrin immer wieder Jobs um in meiner „Laufbahn“ weiterzukommen. Ja es hat etwas mit Technik zu tun, die sollen ja sehr AB-gefährdet sein : ) – wenn ich nach den Berühmtheiten gehe, die im AB-Wiki aufgelistet sind. Bestimmt sind es auch nicht alle. Ich lernte auch die ein oder andere Frau kennen aber nur oberflächlich und hauptsächlich von Kollegen, die mir etwas über die anderen Frauen erzählten. Um aber mit meiner „Flamme“ glücklich zu werden, musste einfach was Besseres her und ich begann auch meine Ansprüche ein wenig anzuheben. Mit Bedacht – so meine Vorstellung – sollte das gehen. Es hat auch zeitweise funktioniert aber nicht so wie ich es mir erhoffte.
Also war das bis jetzt die tollste Zeit, weil ich einen Job hatte und mit Ihr zusammen war. Mit 26 verstarb mein zweites Elternteil an Krebs. Das war sehr schlimm. Ich hatte fast nicht die Zeit gefunden um zu trauern. Es holte mich eines Tages einfach ein. Es riss mir plötzlich die Füße weg, also wie beschrieben die „schwarze Wolke“. Anfangs dachte ich, ich käme klar damit, ein voreiliger Schluss. Als ich begriff was mit mir los war, hatte es mich schon eingeholt. Ich wurde hin und wieder wütend in bestimmten Situationen oder musste mich verkriechen um nicht in Tränen auszubrechen. Eine Zeit lang ging es gut, bis zu dem Tag als wir uns gezofft haben und der Druck in der Schule immer größer geworden ist, wobei Sie im Gegensatz zu mir alles zu meistern schein und Erfolg hatte. Ich fühlte mich gedemütigt und wütend und immer hatte Sie weitere Ansprüche an mich gestellt. Es wurde zu viel für mich und ich erinnerte mich an die Zeit allein zu sein und wünschte mir diese Zeit zurück. AB bin ich nun nicht mehr – gleichwohl dies auf einen „Zurückgekehrten“ zutreffen würde. Ich wollte für mich nun meine Entscheidungen treffen. Die Erinnerungen an diese Schlimmen Stunden, der Kampf gegen den Krebs verloren zu haben, wenn ich auch nicht betroffen war, das alles hat Spuren hinterlassen, sie verwischen nicht wenn es mal geregnet hat. Sie sind manchmal unerwartet wiedergekommen und alles spielte sich von vorne vor meinem geistigen Auge ab, es überrumpelte mich einfach so. Meine Sichtweise hat sich verändert. Anfangs, wenn man 20 ist, denkt man wie sehr viel Zeit man noch hat. Ich schaue nicht, wie viel / welche „Unsummen“ an Zeit noch da ist, sondern darauf, was noch bleiben wird. Und diese Erkenntnis brachte an sich wieder Wut hervor. Aber darüber sollte man nicht nachdenken.
Der Freundeskreis
Mein Freundeskreis besteht aus einigen wenigen Leuten. Ich finde es ist eine nette Runde wenn wir gemeinsam was unternehmen und das ist nicht selten auch spontan. Darunter ist mein bester Kumpel. Er hat geheiratet - ich war Trauzeuge - und sich schließlich wieder scheiden lassen. Keine Ahnung ob er mitliest oder es selbst schreibt. Jedenfalls verließ er Sie wegen einer Anderen und diese Andere verließ Ihn wiederrum wegen einem Anderen. Hin und wieder taucht darin wohl die ein oder andere Beziehung auf aber bisher nicht wirklich etwas „Festes“ oder „Dauerhaftes“, wie ich es in meiner Familie erlebt habe.


Ob ich nun meine Entscheidung, vorerst getrennt zu leben bereue oder nicht wird wohl wieder von mir abhängen, etwas Positives hatte es mal, ich habe mich gefreut, das AB-Forum wiederentdeckt zu haben . Vielleicht muss ich noch einiges Aufarbeiten, ich habe mir Biografien im Wiki angesehen und fand diese sehr gut geschrieben. Es sagt einem, man ist nicht allein ob die Probleme nun schwerer oder nicht so schwer wiegen eine Plattform zum Austausch zu haben. Einerseits hat mich die Beziehung meine Probleme vergessen lassen und andererseits hatte ich Angst davor, alles aus den Augen zu verlieren durch Routine die sich eingeschlichen hatte. Zudem paarte sich noch meine Eifersucht und meine Versuche etwas anderes mit Ihr unternehmen zu wollen, was einfach nicht fruchtete. Es hat mich verwirrt da ich leider wenig Zeit für Sie hatte und sie währenddessen halt mit anderen gechattet hat. So weit ja nicht schlimm – aber auf Dauer war ich vielleicht nicht mehr der wichtigste Gesprächspartner geworden – suggerierte mir mein Gefühl. Ich bin sicher, es war bestimmt nicht so, aber das Gefühl war da. Und es wurde stärker.
Die Vorstellungen und Realität von einer Beziehung verwischt an dieser Stelle etwas und ich hatte vorher ja noch keine Beziehung und bin daher mit wenigen Vorsätzen oder Anforderungen eine Beziehung eingegangen. Es war einfach auf „gut Glück“ und aus „dem Bauch“ heraus. Es erschien mir die beste Methode und ich bin der Überzeugung dass es das Richtige ist, weil der meiste Anteil der Beziehung einen „Gefühlsanteil“ in sich hat – wie ich meine. Dies ist begründet auf meiner Annahme, dass Liebe nichts Rationelles und Planbares ist. Dennoch wollte ich mein Leben ja weiterhin wenigstens etwas planen und der grobe Umfang schien nicht mehr ganz zuzutreffen.
Die Freizeit
Meine Freizeit verbringe ich in meinem Freundeskreis, hin und wieder gibt es eine Party oder einen DVD-oder Spiele-Abend. Ich treibe etwas Sport, das hilft gegen die „Regenwolken“; ). Ein Großteil verbringe ich aber bestimmt vor dem Computer oder dahinter. Mein Entschluss vorerst allein zu sein und vor allem nichts erzwingen zu wollen habe ich gefasst. Wie ich damit fahre, weiß ich noch nicht. Vielleicht habe ich den AB-tismus noch nicht überwunden ?
Für konstruktive Comments bin ich dankbar.
Viele Grüße,
der-tigger.
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