Alle Beiträge und Antworten
Ligyrophobicus - 04.01.2008, 11:18
Magnetresonanztomographie (MRI)
Hallo,
ich habe mich hier nun schon lange nicht mehr gemeldet, da ich wegen meinem Studium fast keine Zeit mehr hatte. Ich habe aber mehr oder weniger fleissig mitgelesen. Ich werde versuchen in Zukunft mehr Zeit zu finden.
Nun ist es so, dass ich nächste Woche ein MIR, also eine Magnetresonanztomographie bzw. Kernspintomographie machen muss (Bänderriss). Falls ihr nicht wisst was das ist, kann ich euch folgenden Link empfehlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomographie
Man wird da ja in eine Röhre geschoben. Nun habe ich gelesen, dass da laute Klopfgeräusche auftreten und man oft einen Gehörschutz bekommt. Als ich das gelesen habe, wurde mir erstmal schlecht.
Hat jemand eine solche Tomographie schon gemacht oder etwas darüber gehört?
Sind das eher Klopf- oder Knallgeräusche? So wie ich gelesen habe, treten die Geräusche im sekundentakt auf, daher sollte es wohl noch einigermassen gehen.
Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.
Raphael
sascha - 04.01.2008, 11:30
Ohne Dir Angst machen zu wollen, aber meine Freundin meinte zu mir, dass das nichts für mich wäre.
Es sind schon eher Klopfgeräusche, aber bei älteren Geräten ziemlich laut.
Kennst Du die Serie "Dr. House"?
In der ersten Staffel in einer der ersten Folgen wurde das sehr realistisch und mit den echten Geräuschen dargestellt.
Ansonsten findet man sicher auch was bei YouTube o.ä.
Ligyrophobicus - 04.01.2008, 14:10
Oh...
Wenn es Klopfgeräusche sind, dann ist das weniger schlimm. V.a. wenn sie regelmässig sind, dann geht das für mich. Mehr Probleme hätte ich, wenn sie nicht regelmässig wären.
Ich meine man bekommt ja auch noch einen Gehörschutz. Und im Militär habe ich ja auch mit dem Sturmgewehr geschossen, auch mit Gehörschutz und da ging es ja auch. Und ein MRI wird sicher nicht lauter sein als ein Gewehrschuss.
Ich habe noch nie "Dr. House" gesehen, habe aber davon gehört.
Habe jetzt leider nichts bei YouTube gefunden.
Naja, da muss ich jetzt wohl durch. Ich werde es überleben. Es ist halt auch die Kombination zwischen enger Röhre und eben diesen Geräuschen, die Angst macht.
Maniac - 04.01.2008, 15:15
Ahoi zusammen ,
also da muss ich mal etwas berichtigen , die Magnet- Resonanz- Thomographie wird als MRT bezeichnet , das CT basiert wieder auf der Röntgentechnologie ,, aber da gibt es nochmals eine Erweiterung dazu dir mir momentan nicht einfällt .
Ich möchte euch meine Erfahruingen dazu nicht vorenthalten , da ich selbst eine MRT im Sommer 2007 hinter mir hatte . Leider hatte ich gesundheitsprobleme , was auch der Grund für mein Absagen des Treffens war . Ich hatte einen Nervenzusammenbruch durch den hohen Arbeitsdruck und Stress. Ich war bei einem Neurologen und Radiologen , da angenommen wurde es handele sich sogar um einen epileptischen Anfall , da ich total abwesend war und sehr stark gezittert hatte, und das ganze passierte auch noch in der Firma . Also könnt ihr euch vorstellen wie man sich danach fühlt und sogar Angst hat .
So jetzt aber zur eigentlichen Thomographie . Zuerst musste ich einen Fragebogen zum eigentlichen Geschehen ausfüllen und wurde dann eingehend nochmals befragt. Anschließend bekam ich Kontrastmittel durch eine Infusion gespritzt , die bei dem Vorgang weiterläuft . Als nächstes wurde mir alles erklärt wie alles funktioniert daß ich zu jederzeit selbst alles stoppen können wenn ich in der rhre Platzangst bekommen würde . Und so ging es dann an die Arbeit , ich musste mich auf eine schmale Liege legen und bekam einen Gehörschutzmit eingbautem Radio und wurde dann in die Röhre gefahren . dabei galt es möglichst stll zu liegen und sich nicht zubewegen um genaue Ergebnisse zuerhalten .
Dsogenannte Lärm kann man mit Baustellenlärm vergleichen , allerduings ist der auch unterschiedlich laut. Dieser kann monotonsein oder sich wie ein Presslufthammer sich anhören , allerdings kann man sich bei einem Wechsel der verschiedenen Resonanzen sich erschrecken .
Anfangs bin ich auch etwas zusammen gezuckt was auch erwartet wurde. Mir persönlich machtes es nicht soviel aus da ich schnell Parallelen zur Musik fand , da ich auch elektronische Musik höre und solche Elemente ja auch vorkommen . Naja mag sich vielleicht etwas komisch anhören , ist aber so . und als das Ganze beendet war , war ich um so glücklicher als ich das Ergebnis hatte und fest stand daß ich nichts hatte was auf einen Tumor oder ähnliches schließen konnte .
So ich hoffe daß ich euch einen näheren Einblick dazu verschaffen konnte
Ach und noch etwas, für den Fall daß man schon im Vorfeld mit Platzangst zu kämpfen hat , bekommt man auch ein Beruhigungsmittel gespritzt . Dazu wird man auch aufgeklärt und was getan wird falls der Ernstfall eintreten sollte .
Maniac
Ligyrophobicus - 05.01.2008, 00:33
Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht, Maniac. Es ist immer am besten so etwas aus erster Hand zu hören.
Du hast recht, normalerweise kürzt man Magnetresonanztomographie als MRT ab. Magnetresonanztomographie ist wohl unter Kernspintomographie besser bekannt, was aber das gleiche ist. Allerdings bezeichnet MRI das Gleiche. MRI bedeutet Magnetic Resonance Imaging. Ein guter Link dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomographie
Uh, ein Nervenzusammenbruch ist gar nicht schön. Hoffentlich hast du dich wieder gut erholt. Ich bin mir nicht sicher, ob ein epileptischer Anfall nicht fast "besser" ist als ein Nervenzusammenbruch, vorausgesetzt natürlich, dass es nur ein einmaliger epileptischer Anfall war.
Das mit dem Kontrastmittel habe ich auch bereits gehört, allerdings kommt es wohl auch auf die zu untersuchende Stelle drauf an. Manchmal kriegt man da weniger, manchmal mehr. Ich hoffe, dass ich da keine Infusion bekomme.
Könnte man unter den Gehörschutz vielleicht noch Ohrpropfen tragen? Oder wird das einem "verboten"? Also bei uns im Militär wurde das z.B. beim Schiessen verboten, da man dann die Befehle nicht mehr richtig verstanden hat.
Meinst du, dass der Baustellenlärm unterschiedlich laut ist oder der Lärm in der Röhre?
Zitat: Dieser kann monotonsein oder sich wie ein Presslufthammer sich anhören
Ein Presslufthammer ist ja eigentlich auch monoton.
Zitat: Ach und noch etwas, für den Fall daß man schon im Vorfeld mit Platzangst zu kämpfen hat , bekommt man auch ein Beruhigungsmittel gespritzt . Dazu wird man auch aufgeklärt und was getan wird falls der Ernstfall eintreten sollte .
Ich habe eigentlich keine Platzangst, allerdings ist das in der Röhre da schon ein Ausnahmefall. So wenig Platz hat man sonst ja nie, also kann ich auch nicht sagen wie ich reagieren werde, allerdings habe ich bereits jetzt ein nicht so gutes Gefühl dabei. Ich habe jetzt im Vorfeld bei der Anmeldung angegeben, dass ich nicht unter Platzangst leide. Sonst haben die sicher noch ein Mittel da. Allerdings möchte ich nicht gleich eine Spritze, denn die wirkt sicherlich ziemlich heftig und ich muss ja nachher auch noch irgendwie nach Hause kommen. Eine Tablette würde es sicher auch tun. Ich kann ja sonst selber etwas mitnehmen.
Ich werde denen übrigens nicht von meiner Ligyrophobie sagen, ich kann es zur Zeit noch niemandem sagen. Wenn sie mich aber fragen würden (und das machen sie glaube ich auch), ob ich Lärmempfindlich bin, werde ich mit Ja antworten. Das ist ja noch "normal". Und wenn ichs wegen dem Lärm in der Röhre nicht aushalte, habe ich ja immer noch die "Ausrede", dass es mir zu eng war.
So, ich werde euch dann berichten wie es war.
Raphael
manowar141 - 05.01.2008, 14:04
hallo zusammen,
also als ich sowas im knie hatte durch en >Sportunfall da musst ich son RTW oder so heisst das machen ich glaube das iust so ziemlich das selbe....aber das war sehr angenehm....
man legt sich da auf so einen tisch und bekommt kopfhörer mit musik oder sowas auf und dann wird man langsam in so eine röhre gefahren und um sich dreht das ding was die Wellen sendet und dadurch die bilder...es war immer eine klopfen oder sowas in der art aber es war nix schlimmes.... es ist in etwa so wie wenn handwerker in dem hauzs gearbeitet hätten und durch die musik war alles sehr entspannend!
also ich glaube du brauchst dir keine sorgen zu machen!!! es wird alles gut gehen!!!
vanessa - 05.01.2008, 17:44
Ich kann mich Maniac nur anschließen. Genauso würde ich es auch beschreiben.
Was genau wird denn bei dir untersucht?
Wenn es NICHT der Kopf ist, dann ist es eh halb so wild. Der Lärm ist ja vorallem schlimm, wenn du mit dem Kopf in der Röhre bist.
Ich hab auch eine MRT am Kopf hinter mir und es war tierisch laut.
Aber ich empfand es mehr unangenehm als Angst machend. Schlimmer fand ich dieses eingezwungen sein. Der Kopf wird fixiert und in eine Art Schraubstock gespannt, damit man sich nicht bewegt. Das fand ich schlimmer als den Lärm... :?
Ligyrophobicus - 09.01.2008, 00:40
Hallo Leutz,
so ich habe den Untersuch heute hinter mir gebracht. Hier einmal mein Erfahrungsbericht damit auch spätere Patienten davon provitieren können. Zuerst sei einmal erwähnt, dass es entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht schlimm war.
Zuerst wurde ich von der sehr höflichen Empfangsdame empfangen. Dann musste ich so ein Formular mit Fragen ausfüllen. Ich kann mich nicht mehr an alle Fragen erinnern, es waren aber so Fragen dabei wie z.B. ob man Metallteile im Körper hat, Herzprobleme, Platzangst etc. Ich konnte alle Fragen mit Nein beantworten. Eine Frage, ob man an Lärmempfindlichkeit leidet, gab es nicht. Dann wurden noch die Details zur Abrechnung über Krankenkasse geregelt und es konnte losgehen.
Ich musste mich in eine Umkleidekabine begeben und mich dort bis auf die Unterhosen ausziehen, also auch die Socken, da ja mein Sprunkgelenk am linken Fuss untersucht werden musste (Sportverletzung vom Fussball spielen). Ich musste dann so eine Art Überkleid anziehen, also wie ein Pyjama (so wie im Spital) damit man nicht gerade alles sieht. ;) Wahrscheinlich darf man dort nicht mit den normalen Kleidern rein, weil keine Metallteile dabei sein dürfen.
Zum Glück war die Assistentin nicht so heiss, sonst wäre es wohl ziemlich peinlich geworden, wenn sich in der unteren Gegend etwas gerührt hätte. ;)
Der Apparat war ziemlich neu, hatte ich den Eindruck. Ich wurde nicht ganz hineingefahren, mein Kopf hat noch rausgeschaut, da ja mein Sprungelenk untersucht werden musste. Ich habe dann noch so einen Kopfhörer mit Entspannungsmusik bekommen und einen Alarmknopf. Die Assistentin hat dann per Kopfhörer mit mir kommuniziert. Ach ja, das Schlimmste war wohl die Infusion am Arm, durch die so ein Kontrastmittel eingelassen wurde. Das Klopfen habe ich dann fast nicht mehr gehört, da die Musik im Kopfhörer auch sehr laut war, für mich fast zu laut.
Es handelt sich dabei in der Tat um Klopfgeräusche, ähnlich wie ein Presslufthammer, und keinesfalls um Knallgeräusche. Die Klopfgeräusche sind wie bei einem Presslufthammer sehr schnell hintereinander. Zwischendruch gibt es eine kurze Pause und dann geht es in einer anderen Frequenz bzw. Tonhöhe weiter.
Nach ca. einer Viertelstunde war alles vorbei, ich konnte mich wieder anziehen gehen. Alles in allem war es also überhaupt nicht schlimm, würde ich sofort wieder machen. Wie es ist, wenn man allerdings ganz in die Röhre reingefahren wird, wenn z.B. der Kopf gescannt wird, kann ich nicht beruteilen. Sicher wird es lauter sein, ich hätte jetzt aber keine Angst mehr davor.
So, das wäre es von meiner Seite.
ilona - 09.01.2008, 19:13
Hört sich sehr erleichtert an. Jetzt hast du es hinter dir und kannst wieder gut schlafen
vanessa - 10.01.2008, 00:40
Gut, dass du es hinter dir hast.
Wie gesagt, am Kopf sieht das Ganze schon heftiger aus!
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken