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Prina - 18.01.2006, 02:40
Between the Frontier
Titel: Lilli und James - Between the frontier

Disclaimer: Mir gehören keine der Personen. Gehören alle JKRowling

Genre: Romantik/Abenteuer

Inhaltsangabe:Lilli und James während ihrer Schulzeit in Hogwarts, wie sie zusammen kamen bis zu ihrem Tot hin. Vorsicht: Gehörige Prise Voldemort inbegriffen! Außerdem schreibe ich mit einem PrinischenHumor *g*
A/N: Der kursiv/dickgeschriebene Text spielt in der Gegenwart, der normal geschriebene Text in der Vergangenheit und der normal und dickgeschriebene Text spielt noch weiter in der Vergangenheit :)

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren


Chap 1: the other way, to make she love me



St. Mungo Hospital.

Es war ihre Arbeitsstätte, fast wie eine zweite Heimat, denn hier verbrachte sie mehr Zeit als sonst wo. Nicht mal zu Hause, nicht mal mit ihren Freunden. Seitdem Voldemort nach Macht strebte, wurden die Heilerinnen mehr gebraucht denn jeh. Fast täglich kamen Auroren oder Zivilisten schwerverletzt herein, weil es einen erneuten Anschlag der Todesser gab.

Voldemort schien sich einen Spaß daraus zu machen, einfach mal eben so Muggel und Zauberer umzubringen, weil er Lust dazu hatte. Es gab keine besondere Verbindung zu ihnen. Sie waren einfach zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort. Lilli hatte immer gehofft, dass James und sie den Krieg überleben würden, das sie mit ihren Freunden und den Orden des Phoenix am Ende als Sieger hervorgingen. Sie kämpften für die gute Seite, für eine gerechte Sache, für Frieden.

Als sie Voldemort zum ersten mal gegenüber standen und tatsächlich mit nur wenigen Verletzungen davon kamen, da war ihr ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. James und sie standen im gegenüber und sie hatten trotzdem überlebt, sie hatten sich gegen ihn bewiesen und gezeigt, dass sie mehr waren, als nur 2 Teenager. Doch beim zweiten mal, hatte sie mehr Verletzungen mitgenommen. Die Verletzungen waren so schlimm. James hatte sich damals Vorwürfe gemacht, weil er sie nicht beschützten konnte und sie hatte ihn immer wieder gesagt, das er das nicht darf. Letztenendes gings hier immer nur ums übeleben und kämpfen und man riskierte dabei immer wieder einen hohen Preis, sein eigenes Leben.

Und heute... heute standen sie ihm zum dritten mal gegenüber... sie hatte überlebt und James kämpfte noch immer um sein Leben. Lilli saß auf einem Stuhl neben seinem Bett und hielt seine Hand. Immer wieder strich sie sanft über den Handrücken, in der Hoffnung, dass er spürte, dass sie da war. Er lag auf dem Bett, im Koma, mit verbundenen Wunden am ganzen Körper. Die Heiler gaben ihm 36 Stunden. Wenn er bis dahin nicht aufwachte, dann sollten sie sich auf das schlimmste gefaßt machen. Eine Stunde... war schon vergangen. Und mit jeder Minute die weiterzog, verließ sie die Hoffnung und machte der Verzweiflung platz. Sie schluchzte leise und spürte plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter.

“Hey, Lils, gönn dir mal ne Pause,” hörte sie eine vertraute Männerstimme sagen. Es war Sirius, James und ihr bester Freund. Ihm vertrauten sie mehr als irgendjemand sonst und er hatte sie auch diesmal vor dem Tot bewahrt. Zumindest... sie...

“Pause?" fragte sie unglaubig und schüttelte eindringlich den Kopf.
"Ich kann nicht von ihm weggehen... Ich will da sein wenn er aufwacht... Er muß einfach aufwachen, Sirius. Ich will nicht ohne ihn leben... Wenn er stirbt, dann...”

“Schschsch...”

Er hatte sie beruhigend an sich gezogen und sie sanft umarmt. Während er ihr über die lockigen roten Haare strich, fast schon wie ein Vater seine Tochter tröstete, flüsterte er ihr leise zu: “James ist stark. Er wird kämpfen, so wie er es immer getan hat....”

Es klopfte und als sie sich umdrehten hatten auch schon Remus, Peter, Anna und Alice ihre Köpfe hereingesteckt. Sirius hatte Lilli losgelassen und seine Freunde hereingewinkt. Während sie sich Stühle heranzogen und sich hinsetzten nahm Lili wieder James Hand und drückte sie aufs neue sehnsüchtig fest. Sie sah ihn eine Weile lang traurig an... Er zeigte absolut keine Lebenszeichen, als ob er schon längst tot wäre. Allein dieser Gedanke wollte sie wieder zum weinen bringen, doch sie wollte sich zusammen reißen. Sie mußte stark bleiben, für ihn.... Er würde nicht zu einer schwachen Frau zurückkehren....

“Wir dachte... wir warten hier mit euch. Damit er spürt, dass seine Freunde bei ihm sind,” erklärte Remus ihnen. Sirius nickte und wandte seinen Blick wieder zu Lilli rüber. Sie hatte plötzlich Tränen in ihren Augen und je angestrengter sie versuchte, sie durch blinzeln zu verstecken, desto mehr vermehrten sie sich und kullerten schließlich ihre Wange hinab. Sie konnte sich einfach nicht mehr halten....

“Lilli.”

Anna war sofort aufgesprungen und hatte ihre beste Freundinn ohne zu zögern in ihre Arme geschlossen.

“Süße... nicht weinen.”

Sirius reichte ihr ein Taschentuch, das sie dankbar annahm und sich schließlich die Tränen abtropfte.

“Ich... Ich hab nur gerade.. an unsere Zeit in Hogwarts gedacht... Und daran... wie unfair ich ihn immer behandelt habe.”

Remus sah sie mit dem Anflug eines Lächeln an, während Sirius tatsächlich ein bellendes Lachen von sich gab.

“Ja, du hast den Armen wirklich fast in den Wahnsinn getrieben,” sagte er erinnerungsseelig. Vielleicht war das nicht der richtige Zeitpunkt und nicht der richtige Ort um an alte Zeiten zu denken, aber sie hatten schließlich noch 35 Stunden vor sich und niemand von ihnen wollte gehen und James alleine kämpfen lassen. Sie wollten ihm beistehen und ihm zeigen, dass er nicht alleine war und niemals alleine sien würde. Sie waren alle fest davon überzeugt, dass er sie hören konnte.


Damals in Hogwarts:

“James, alter Junge. Setzt dein Geweih auf und komm endlich runter, man,” brüllte Sirius hinauf. Er saß mit Mr. und Mrs. Potter in der Küche und stopfte sich den Mund mit dem Frühstück voll, als sein Freund sich herein schleppte und sich auf dem Platz gegenüber von ihm hinfallen ließ.

“Junge, bist du aus dem Bett gefallen?” fragte sein Vater besorgt, als er die Augenringe und das müde Gesicht seines Sohnes sah.

“Nö....” antwortete dieser kurz, nahm sich den Toast und biss davon ab. Alle drei sahen sich verwundert an, denn so kannten sie James nicht. Normalerweise protestierte er oder regte sich auf, was man an seiner Frisur auszusetzten hätte. Jetzt tat er rein gar nichts.

“Ich muß dann mal zur Arbeit... James, deine Mutter geht mit euch später noch in die Winkelgasse. Ich werd dich morgen auch nicht zum Zug bringen können, also sehen wir uns erst Weihnachten wieder. Hab ein schönes Jahr, mein Kleiner.”

Mit diesen Worten verstrubelte er das Haar seines Sohnes noch mehr in dem er mit seiner Hand darin herumfuchtelte, was James sofort mit seiner Hand beendete und fluchte: “DAD, verdammt lass das. Ich bin kein, kleiner Junge mehr.”

“Das weiß ich doch, mein Kleiner...”

James rollte genervt mit seinen haselnußbraunen Augen, während sein Vater ein amüsiertes Lachen von sich gab und mit einem Plopp apparierte. Mrs. Potter hingegen war hinausgegangen. Während James offenbar äußerst lustlos da sitzten blieb und zusah, wie sein Toast vor sich hingammelte, ergriff Sirius das Wort.

“Sag mal, Prongs... das du hier rumhockst wie ne getrocknete Rosine, hat nicht zufälligerweise etwas damit zu tun, dass Anna gestern da war, oder?”

Nachdem er keine Antwort bekam, nahm Sirius an, dass er den Nagel auf den Kopf getroffen hatte.

“Und ich nehm an... es ging um Lilli?” Wieder keine Antwort.
“Und wirst du mir nun sagen, was es war, oder soll ich dir weiter alles aus der Nase ziehen?”

James blickte zu ihm auf und schlug kurz mit seinen Händen in der Luft herum, gerade so als ob er am liebsten nen Sandsack verprügelt hätte, wenn einer da gewesen wäre.
“Du weißt dass Anna Lilli's beste Freundinn ist?”
“Ja, und soweit ich weiß auch unsere. Kennen wir das Mädel nicht schon seit der 1. Klasse?”
“Yep, korrekt, Padfoot. Jedenfalls war Anna gestern bei mir und meinte... ich solle Lilli besser vergessen. Sie hatt sich im Sommer mit Lucious Malfoy getroffen. Die beiden gehen seit einer Woche miteinander...”
Sirius Kinnlade fiel herab.
“WAS? Evans ist doch eine Muggelgeborene und Malfoy HASST Muggel. Wie zum Teufel ist das denn passiert?”
“Ich hab keine Ahnung... Anna weiß es auch nicht. Sie hat mir jedoch freundschaftlich nahe gelegt Lilli gehen zu lassen und mein leben weiter zu leben.”

Anna: "Meine genauen Worte an jenem Abend waren: >>James, du rennst ihr seit dem 3.Schuljahr hinterher und sie hat dich wie oft abblitzen lassen? 199 mal, jede Woche einmal wenn du sie gefragt hast. Du hast die Wahl zwischen allen Slytherin-,Hufflepuff-,Rawenclaw-,und Gryffindor Mädchen, die dir allesamt zu Füßen liegen, wenn du sie nur einmal anlächelst und Lilli WILL einfach nichts von dir. Du hast sie tausendmal angebaggert und versucht ihr zu imponieren und das hat die letzten 3 ½ Jahre absolut NIE hingehauen außer, dass du dir 3 Ohrfeigen von ihr eingefangen hast und sie dich nen angeberischen, hirnampotierten WIXKRÜBBEL genannt hat. Und Malfoy zwinkert einmal mit seinen Augen und Lilli liegt ihn zu Füßen. Bei aller Freundschaft, James: VERGISS SIE ENDLICH UND LEB DEIN LEBEN.<<"

“Ich denke... sie hat Recht, Prongs.”
James sah zu seinem Freund auf und nickte verstehend.
“Jetzt weißt du warum ich so rumhänge.Ich... muß mich jetzt wohl von meiner Vergangenheit lösen und endlich nach vorne blicken. Man, als ob es nicht schon Strafe genug wäre, dass Dumbledore mich zum Schulsprecher macht.”
Sirius gluckste vergnügt.
“Ich hab den leisen Verdacht, dass er das nur getan hat, damit du keine Zeit mehr für üble Streiche hast. Er ist ja nicht blöd, Prongs.”
“Ich war nicht mal Vertrauensschüler,” sagte dieser aufgebracht und grummelte böse vor sich hin.
“Warum hat nicht Moony diese doofe Plakette bekommen?”
“Frag das doch Dumbledor, net mich.”
“Jungs, macht mal zu. Ich dachte, ihr wolltet noch in die Winkelgasse.”
“Ja, Mum,” rief James ihr nach draußen zu. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Winkelgasse um die restlichen Bücher zu besorgen und sonstiges zu besorgen.
In der Winkgelasse angekommen, hatte Mrs. Potter die beiden Jungs mit dem Geld allein gelassen um selbst die Besorgungen zu erledigen. Beide schlenderten durch die Gasse hindurch, als James Blick bei einem Mädchen mit roten, langen, lockigen Haaren stehen bleib, die gerade mit einem superblonden angeberischen und viel zu großen Slytherin heurmturtelte. Für einen Augenblick amüsierte ihn dieser Anblick. Evans war ein Kopf kleiner als James und Malfoy gut einen Kopf größer als James. Fazit: Evans war zwei Köpfe kleiner als Mafloy und wenn sie sich küssen wollten, mußte er in die Knie gehen und sie auf Zehenspitzten stehen um überhaupt gegenseitig die Lippen berühren zu können. Doch als er sah, wie Malfoy seinen Arm um Lilli's Schulter legte und sie ihn anstrahlte als sei sie im 7. Himmel, versetzt es ihm einen tiefen Stich ins Herz. Er spürte Eifersucht und Neid in sich aufkeimen und wollte am liebsten hinrennen um sie zur Rede zu stellen. Wieso sie einen Trottel wie Malfoy IHM vorzog. Mit einem mal war Sirius ihm ins Blickfeld getreten und hatte die Sicht auf die das liebende Paar verdeckt.
“Keine Sorge, Prongs. Das haben wir gleich.”
Er legte den rechten Arm um die Schulter des Freundes und drückte ihn mit sich in das Geschäft: Qualität für Quiditch. Danach hatte James die Begegnung vollkommen vergessen.

Es war der Tag der Abreise.
Alle Schüler kamen nach und nach auf das Gleis 9 ¾ am Bahnhof KingsCross an. Auch James und Sirius traten durch die Absperrung, nachdem Mrs. Potter sich von ihnen beiden mit einem Wangenkuss und einer festen Umarmung verabschiedet hatte. Beide suchten sich ein Abteil ganz vorne wo die Lady mit den Süssigkeiten als erstes rankommen würde und ließen sich dort nieder.
“Sag mal, Prongs, mußt du nicht ins Abteil der Schulsprecher? Stand doch in deinem Brief.”
James sah überrascht auf und begann zu grübeln. Stand das wirklich drinn? Hatte er das etwa überlesen?
“Accio Hogwartsbrief,” rief er und hielt seinen Zauberstab gerade aus vor sich in die Luft. Der Brief kämpfte sich von seinem Koffer heraus und flog auf seine Hand. Er faltete ihn auseinander, laß ihn nochmal durch und steckte ihn wieder ein.
“Da steht drinn, dass ich ins Schulsprecherabteil kommen soll, ABER NICHT WANN.”
Und mit diesen Worten ließ er sich auf einen Sessel nieder und gähnte herzhaft auf.
“Ah, da seit ihr ja schon,” rief eine vertraute Männerstimme. Remus, einer der Marauder, kam mit einem etwas dicklichen, kleineren Jungen names Peter, zu ihnen.
“Ja, wir wollten euch die Sucherei ersparren,” grinste Sirius und ließ sich gleichfalls auf einen Sitz nieder.
“Hey, James, da du Schulsprecher bist, solltest du nicht hier sein, sondern im Schulsprecherabteil.”
James blickte Remus finster an.
“Man, Leute, zickt hier doch nicht rum. Wir sind noch nicht mal losgefahren. Ich hab eben kein Bock auf diese Streber.”
“Hehem...” räusperte sich Remus sehr auffällig.
“Ähm, Anwesende ausgeschlossen,” fügte James sofort hinzu, als er verstand worauf Moony hinaus wollte.
“Hey, Leute.”
Diesmal war es eine Frauenstimme und James kannte diese Stimme schon seit er klein war,
“Hey, Anna, hi, Alice,” sagte Moony erfreut und nahm beide in den Arm. Anna fester als Alice. Die beiden gingen seit einiger Zeit miteinander und alle freuten sich für die beiden. Sie gaben zwar ein komisches Paar ab, zumal Anna eher ein Rebell und leichte Zicke war, während Moony hyperintelligent und sehr ruhig, trotzdem schienen sie es sehr lange miteinander aushalten zu können.
Nachdem alle platz genommen hatten und sich in ein Gespräch vertieften, sah sich Remus suchend um. Nicht dass sie noch hier herein gepaßt häte, doch er kam nicht umhin zu fragen.
"Sag mal, Anna, Alice, ist Lilli nicht normalerweise immer bei euch?"
“Im Schulsprecherabteil,” antwortete Alice kurz und lächelte James amüsiert zu.Sie hatte die Plakette an seinem Umhang die ganze Zeit über angemustert, jedoch nichts dazu gesagt.
'Soviel zum Thema: Mich von ihr fernhalten. Wie soll dass denn gehen wenn ich ständig mit ihr aufeinander sitzte?'
“James, solltest du nicht...” hatte Anna begonnen, doch James unterbrach sie mit einem lauten ARGH.
“Gut, wenn ihr mich unbedingt loshaben wollt, dann SAGT es doch...”
Und mit einem mal war er rausgehuscht und hatte alle 5 dabei auf den Füßen getreten.
“Ouch, hat der ne Laune,” bemerkte Alice verwirrt und sah die anderen an, die alle lediglich mit den Schultern zuckten, während sie den Schmerz an ihren Füßen auskurierten.
“Könnte vielleicht davon kommen, dass er sich eigentlich vorgenommen hatte, Lilli zu vergessen und jetzt sind beide Schulsprecher.”
Anna gluckste vergnügt.
“Ich wußte das schon.”
“Du hast ihm doch geraten sie in Ruhe zu lassen. Warum tust du das, wenn du wußtest dass beide Schulsprecher sind und die ganze Zeit aufeinander hocken würden? Oder dachtest du, das ignorieren fällt ihm dann leichter, wenn er sie statt sporadisch, täglich sieht?” fragte Sirius neugierig und hatte gleichfalls einen vergnügten Ausdruck.
“Weil James und Lilli es selber lernen müssen...”
“Was selber lernen?” fragte Sirius nun verwirrt über diese Aussage. Er hatte alles erwartet, nur diese Antwort nicht.
"Das Liebe wächst und nicht gleich zu erkennen ist."

James trottete leicht angesäuert auf das Abteil der Schulsprecher zu und öffnete es mit einer Miene wie sieben Tage Regenwetter. Drinnen saßen sämtliche Vertrauensschüler, Lilli und... MALFOY. Dicht aneinandergekuschelt und sich innig küssend. Er wollte am liebsten kotzen und zwar am besten beiden vor die Pantoffeln.
“James,” rief eine blonde, hübsche Hufflepuff und warf ihm bei der Umarmung fast um. Mit diesem Rufen hatten sich nun alle Blicke auf ihn gewandt. Er bekam schwärmerische Blicke von den Mädels und achtungsvolle von den Männer. AUßER Lilli... Sie sah ihn zuerst ziemlich gleichgültig an, bis sie die Plakette an seinem Umhang entdeckt und damit die Augen verdammt weit aufriss.
“DU bist Schulsprecher,” brüllte sie unglaubig.
“DU bist Schulsprecherin?” ahmte er sie genau so brüllend nach und setzte sich mit der blonden Hufflepuff namens Tiana auf die Couch.
“Ich geh dan mal. Ihr habt noch viel... zu besprechen.”
Beim rausgehen warf Malfoy James einen verachtenden Blick zu, dem nicht weniger Abscheu im Gesicht stand. Malfoy, Slytherin, wie sie ihn alle doch ankotzten mit ihrer Vorliebe für die schwarze Magie.
Nachdem er rausgegangen war, hatten die Schulsprecher oder vielmehr nur Lilli ihnen erklärt, was sie zu tun hatten und was ihre späteren Aufgaben sein würden. James saß lediglich da und flirtete mit Tiana. Er mochte sie, aber er hatte nie etwas richtiges mit ihr gehabt, außer einer Pausenknuschterei. Nach dem mehr oder weniger interessanten Meeting gingen alle ihren Pflichten nach und wollten in den Gängen für Ruhe sorgen, BIS auf James, der ins Abteil seiner Freunde zurückkehrte und sich dort auf seinen Platz fallen ließ.

“Hey, Prongs, na hats Spaß gemacht?” fragte Sirius neugierig, doch der Freund schüttelte entschieden den Kopf als er sich hinsetzte und demonstrativ laut aufgähnte.
“Das wird ein Horrorjahr. Die ganze Zeit mit Evans und ihrem Malfoy. Das kann was werden...”
“Er ist besser als DU...”
James hatte die Tür nicht zugemacht und daher nicht gehört dass Lilli herangetreten war. Sie gab Anna und Alice einen Begrüßungskuss auf die Wangen und wandte sich dann ihm zu, wieder mit diesem verächtlichen Blick, den sie die letzten 3 ½ Jahre drauf hatte.
“Du sollst hier nicht herumfaulenzen sondern in den Gängen nach Unruhestifer ausschauhalten und dafür sorgen das alle ihre Ruhe haben.”
“Wenn ich das tun würde, Evans, müßte ich dich sofort am Kragen in die Slytherin-Kabine zerren damit du aufhörst, mir auf die Nerven zu gehen Also sei froh, das ich das nicht tu.”
Er hatte ihr denselben verachtenden Blick gegeben und vielleicht war es genau das was sie so erschrak. Er hatte sie nicht wie sonst liebenswürdig auf den Arm genommen, oder mit ihr herumgescherzt, weil er sie rumkriegen wollte. Er hatte sie regelrecht angefaucht.
“Nun gut... Alice, Anna, wir sehen uns dann später...”
“Okay, Süße,” riefen die beiden ihr nach, nachdem sie die Abteiltür mit einem verdammt lauten RUMMS geschlossen hatte und laut wegstampfte. Dann wandte sich Anna zu James und verdrehte die Augen.
“Du sollst sie in Ruhe lassen, nicht in den Boden stampfen.”
Sirius gluckste dazu vergnügt, doch als Anna ihm einen giftigen Blick gab, verstummte er. Die ganze Fahrt über hatte James nicht einmal nach dem rechten gesehen, sondern alberte mit seinen Freunden in der Kabine herum. Sollte Evans doch die ganze Arbeit machen. Er würde sich nicht mehr von seinen Gefühlen für sie leiten lassen. Er würde seinen eigenen Weg gehen und sie wie jedes andere Mädchen in Hogwarts auch behandeln....
Prina - 18.01.2006, 02:47

Chap 2: slowly understand it

In Hogwarts angekommen hatten sich alle an ihren Haustischen versammelt, die neuen erstklässler wurden wie immer eingeteilt und Dumbledor hielt wie immer eine Rede und schließlich gings ans Essen. James warf die ganze Zeit seine Blicke zu Lili rüber, die nicht weit weg von ihm, bei Anna und Alice saß, die wiederum in der Nähe der Maurauder saßen. Wieder schien Wut in ihm aufzukochen, als er sah wie sie und Mafloy sich unsichtbare Küsschen zuwarfen. Er rollte genervt mit den Augen und beschloss zum x-ten mal an dem Tag, sie zu ignorieren.
“Hey, Prongs...”
Sirius hatte seinen Freund leicht angestupst.
“Jennifer Li aus Rawenclaw wirft dir gerade verführerische Blicke zu...”
“Wie?”
James reckte sich und gähnte dabei ausgiebig damit es nicht auffiel, dass er sie drüben suchte. Jennifer Li war eine hübsche Chinesin mit langen, glatten schwarzen Haaren. James erinnerte sich an sie. Er hatte einige male im Quidditch gegen ihre Manschaft gewonnen. Sie war einer der Jägerinnen der Rawenclaw-Manschaft und ziemlich talentiert. Hatte außerdem ein hübsches Lächeln und immer einen aufheiternden Spruch parat, wenn ihre Manschaft wieder verloren hatte. Auch wenn es bescheuert klang, aber die Hufflepuffs waren gute Verlieren. Als sie bemerkte, dass sie von ihm angesehen wurde, strahlte sie ihn regelrecht an und zwinkerte und er... er zwinkerte zurück. Sie war süß, dagegen konnte man nichts sagen. Er wandte sich wieder den Maraudern zu, die das Schauspiel interessiert mitverfolgt hatten.
“Und?” fragte Sirius vielsagend.
“Mal sehen...” antwortete James kurz und wandte sich wieder seinem Essen zu. Es war ja nicht so, dass er nur nach Hogwarts ging um mit Mädchen zu flirten.
“Mr. Potter...”
In einer solchen Strenge konnte ihn ja nur einer rufen.
“Professor Mcgonagall....” sagte er mit einem aufgesetzten Lächeln zurück.
“Was verschafft mit die Ehre?”
“Kommen sie nach dem Essen in mein Büro. Da werden sie alles weitere erfahren.”
“Wie sie wünschen, Professor...”
Und weg war sie wieder. James wandte seinen Blick augenrollend zurück zu seinen Freunden.
“Sagt mal, kann man den Schulsprecherjob nicht irgendwie kündigen, oder so? Ich verschenks auch!”
“James, freunde dich damit an: Professor Dumbledore ist nicht blöd und er weiss schon warum er ausgerechnet DICH zum Schulsprecher ernannt hat,” sagte Anna, die neben Remus saß und sein Kommentar aufgeschnappt hatte.
“Entweder dass oder er war gerade nicht zurechnungsfähig, als er seinen Namen rausgesucht hat,” keifte Lilli neckisch rüber.
“Und weißt du, wie er deinen Namen ausgesucht hat, Evans? Wer soll denn Schulsprecherin werden? Ach, nehmen wir doch Evans, diese Streberin, die macht doch sowieso jede Drecksarbeit.”
Anna und Sirius kippten schockiert die Kinnladen herunter. So giftig und angriffslustig kannten sie James gar nicht, erst recht nicht gegenüber Lilli. Die letzten Jahre hatten sich die beiden zwar immer gestritten, aber mehr geneckt und von seiner Seite aus war es mehr Spaß und Witz gewesen. Diesmal war es richtig verletztend gemeint. Man konnte richtig sehen wie in Lili die Wut hochkochte.
“Ich müßte nicht hinter dir herwischen, wenn du keinen Dreck hinterlassen würdest, Potter.”
“Niemand hat dich darum gebeten, Evans.”
“Wie kann man nur so faul und selbstsüchtig sein?”
“Wie kann man nur so naiv und dämlich sein?”
“Wen nennst du hier dämlich, du widerliches...”
“OKAY, JEDER IN SEINE ECKE UND KLAPPE HALTEN.”

Anna wußte, wenn sie jetzt nicht dazwischen ging, würden sich die beiden noch die Köpfe einschlagen. Lilli schnaubte beleidigt auf, doch James schien das so überhaupt nicht zu interessieren und aß seelenruhig weiter.

Lilli: "Ich glaube, es war dieser Moment, wo mir zum ersten Mal Bewußt wurde, dass mir James nicht egal war. Ich war nicht auf ihn wütend, sondern auf mich, weil ich wollte, dass er wieder nett zu mir war. Weil ich wollte, dass er wieder versucht, mir die Welt zu Füßen zu legen. Aber stattdessen kümmerte es ihn offenbar kein bißchen, was mit mir war."

Er war später, sehr sehr sehr sehr sehr sehr viel später, nachdem ihn erst mal ein zweitklässler aufsuchte und ihm ausrichtete, dass er SOFORT zu Professor Mcgonagall ins Büro kommen solle, auch zum Treffen mit der Professorin erschienen. Da Lilli auch Anwesend war, wußte er, dass es nur um ihre Schulsprecherpflichten gehen konnte.
“Setzten sie sich, Mr. Potter...”
Er setzte sich auf den dritten Stuhl, damit einer zwischen ihm und Lilli frei blieb. Er wußte nicht wieso er das tat, aber er spürte eine gewisse Genugtuung dabei, sie so von sich zu stoßen.
“Weshalb ich sie zu mir herriefen ließ, dürfte ihnen sicher bekannt sein.Sie sind die diesjährigen Schulsprecher und müssen gewisse Pflichten nachgehen, die ich ihnen nun erläutern werde...”
Das ging gut eine Stunde so und irgendwann verstand James nur noch Bahnhof, während sein Seitenblick auf Evans ihm verriet, dass sie sehr neugierig und interessiert zuhörte. Entweder das, oder sie war eine verdammt gute Schauspielerin, die sich verstellen konnte. Nach etwa 1 ½ Stunden entließ McGonagall sie mit den Worten:
“Machen sie unserem Haus keine Schande.”
Draußen waren beide nebeneinander zum Gryfindorturm gegangen, ohne auch nur ein Wort zu wechseln
“Willst du mich das ganze Jahr über ignorieren?” fragte sie kurz bevor sie am Porträt der fetten Dame ankamen.
“Nein, nur die restlichen 10 Monate.”
“Was hab ich dir eigentlich getan?”
“Wie?”
“Du benimmst dich als ob ich dir auf den Schlipps getreten hätte.”
James verzog für einen Moment die rechte Augenbraue, da er sich in diesem Moment wirklich fragen mußte, ob dieses Mädchen vor ihm wirklich so dämlich war, wie sie tat, oder ob sie es wirklich nicht wußte?
“Och, du hast GAR NICHTS getan, Evans, außer das du mir drei Ohrfeigen verpaßt hast und mich einen
angeberischen, hirnampotierten Wixkrübbel genannt hast.”
“Das ist doch ewig lang her.”
“Nicht für mich. Außerdem, wer hat denn mit diesem Angiften angefangen? Ich ja wohl nicht.”
Auf einmal gab es einen Ruck und die Treppe bewegte sich vom Turm weg in die andere Richtung. Durch diesen plötzlichen Ruck konnten sich weder Lilli noch James auf den Beinen halten. Er griff sich ans Geländer fest, während sie stolperte, in seine Arme fiel und ihn mit sich auf die Stufen runterriss. Die Treppe hatte sich danach wieder eingehackt und blieb nun still...
Lilli lag noch immer auf James und er machte absolut kein Geräusch. So fühlte sich ihre Nähe an, warm, vertraut.... unglaublich. Als ob in seinem Magen plötzlich ein Feuerwerk explodierte und auf einmal tat es ihm Leid, das er sie so angemacht hatte. Und Lilli, sie beugte sich langsam auf und sah ihm ungewollt in die Augen. Sie bemerkte erst jetzt ihren wunderschönen Glanz, ein Leuchten, das sie noch nie zuvor bei irgendjemanden gesehen hatte. Es war rein und mit soviel Liebe und Gutes in sich. Die beiden hätten sich wohl noch Stunden stumm in die Augen gesehen, wenn sich nicht jemand hinter ihnen geräuspert hätte. Es war Malfoy.
“POTTER, was machst du da eigentlich mit meiner Freundinn?”
James der erst mal seinen Kopf schütteln mußte um wieder einen klaren Gedanken zu fassen, hüpfte auf und zog Evans mit sich hoch.
“Wieso ich? Deine Freundinn lag auf mir drauf, MALFOY. Also frag sie lieber was sie mit mir macht, nicht umgekehrt.”
“Halt dich von ihr fern, oder du wirst es bereuen, POTTER.”
James rollte mit den Augen und erwiderte vollkommen ernst: “Mit dem größten Vergnügen, eure MöchtegernDiktatorische Hoheit...”
Mit diesen Worten schritt er die Treppe hinab um eine andere Treppe zum Gryffindorturm zu nehmen.
“Lilli, meine teuerste,” begann Malfoy auf seine Freundinn einzureden, da sie James mit einem merkwürdigen, für seinen Geschmack zu netten, Blick nachsah.
“Du solltest dich von diesem Potter fern halten. Er ist kein Umgang für ein solch zart beseitetes Wesen wie du.” Zu dieser Aussage, verzog Lili lediglich die Augenbraue und versuchte leicht zu lächeln.

Lilli: "Zartes beseitetes Wesen, für diese Aussage wollte ich ihm damals ein blaues Auge verpassen."
Sirius: "Warum hast es nicht gemacht?"
Lilli: "Weil er mein Freund war?"
Sirius: "Ach stimmt ja. Hatte deine Jungendsünden doch fast vergessen."
Lilli: "Sei froh, dass ICH DEINE Jungendsünden nicht kenne."
Sirius: *g*

Lilli, Anna und Alice waren seit dem ersten Schuljahr die besten Freundinnen, doch sie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Alice war unglaublich beliebt bei allen Mitschülern und mit Frank Longbottem, einem gutaussehenden Hufflepuffer zusammen. Sie sah immer top gestylt aus, doch was das Wissen anging mußten ihre beiden Freundinnen ihr immer wieder unter die Arme greifen. Alice war nicht dumm, nur zu faul um im Unterricht aufzupassen. Anna dagegen lag beim schulischen Wissen in der Mitte, legte auch nicht wirklich viel oder wenig Wert auf Äußerlichkeiten doch dafür war sie begeisterter Quidditch-Fan und Jägerin der Gryffindormanschaft. Es war etwas, worüber sie den ganzen Tag hätte sprechen könne, ohne das ihr langweilig wurde.Vielleicht war das der Grund warum sie und James beste Freunde waren? Als sie begann mit Remus zu gehen, hatten alle anderen sie gefragt, warum sie das täte, da Remus nicht besonders gut aussah, eher als merkwürdig galt und auch fast jeden Monat mindestens einmal krank war. Aber Anna liebte ihn auf eine Weise, die sie selbst nicht verstand. Und Lili? Sie war zwar bildhübsch, doch temperamentvoll, aufbrausend, sehr intelligent und gehörte zu denen, die die Welt immer zu verbessern versuchten. Sie laß alles was sie in die Hände bekam und am liebsten in freier Natur, wo die Sonne schien und sie sich entspannen konnte. Heute saß sie auf der Tribüne auf dem Quidditch-Feld und laß sich das Buch >>Die größten Zauberer und Hexen und ihre Errungenschaften<< durch, während die Gryffindor-Manschaft trainierte. Sie hatte auf Anna gewartet, die die ganze Zeit über meinte, sie wären bald fertig. Doch James, natürlich Kapitän der Manschaft, dachte nicht im leisesten daran, endlich aufzuhören. Er genoss es auf dem Besen in die Lüfte zu steigen und waghalsige Manöver auszuprobieren. Dann fühlte er sich frei und unbezwingbar und niemand konnte besser fliegen als er. Lilli hatte ihn diesbezüglich immer für einen eingebildeten, arroganten Angeber gehalten, aber sie mußte zugeben, dass er genau so gut war, wie er vorgab zu sein. Sie erwischte sich sogar dabei, wie sich Angst in ihrem Inneren breit machte, als er in den Sturzflug ging und nur einen knappen Meter vor dem Rasen unten entfernt, seinen Besen wieder hochzog nur um zu probieren wie weit er über dem Boden abbremsen konnte.
'Er hätte sich verletzten können... Moment mal,' dachte sie plötzlich erschrocken, 'wieso mache ich mir Sorgen um POTTER? Ich hab nen Freund.'
“Hey, Evans...”
Sie verzog unglaubig die Augenbraue, saß der gute doch jetzt auf seinem Besen genau vor ihr mitten in der Luft.
“Was zum Teufel tust du da?”
“Ich sitzte auf meinem Besen und sage: Hey, Evans,” beschrieb er seine Handlung mit einem sarkastischen Unterton. Irgendwie hatte ihn wieder die Lust gepackt, sie zu necken.
“Nein, ich wollt dir nur sagen, dass du gehen kannst. Anna wird noch ne Weile hier üben und daher nicht so schnell mit dir wieder rein gehen können.”
“GUT, dann geh ich eben.”
“Gut.”
“Gut.”
“Gut.”
“Was soll der Schwachsinn jetzt schon wieder?”
“Welcher Schwachsinn?”
“Im einen Augenblick, ignorierst du mich und wünscht mir nen Troll auf den Hals und im nächstens Augenblick versuchst du ne Konversation mit mir zu führen.”
James lächelte süffisant.
“Erstens... wünsche ich dir keinen Troll auf den Hals, vielleicht nen Hippogreif, aber keinen Troll. Ich weiß ja wie... ZART Beseitet du bist.”
Und bei dieser Bemerkung prustete er kurz auf und sie verstand vollkommen worauf er hinaus wollte. Er hatte das Gespräch von ihr und Lucious sehr wohl noch gehört.
“Und zweitens... versuche ich im Moment keine Konversation mit dir zu führen, sondern dir nur eine Mitteliung von deiner Freundinn zu überreichen. Kann ich was dafür wenn du immer das letzte Wort haben willst?”
Und so stampfte sie fauchend und wiedermal kochend vor Wut davon. James hatte sich ins Fäustchen gelacht, denn wenn er ehrlich war, dann liebte er es, sie so zornig zu sehen. Sie hatte das Temperament eines ungarischen Hornschwanzes.... sah allerdings wesentlich besser als der Drachen aus. James legte seinen Kopf leicht schief, als sein Blick auf ihren Hintern fiel..... Knackig....
“James?”
Anna war mittlerweile mit ihrem Besen zu ihm hergeflogen und hatte auf gleicher Höhe wie er gestoppt.
“Anna?” sagte er unschuldig und blickte von Lilli's Po zum Gesicht seiner besten Freundinn.
“Was versuchst du damit eigentlich zu erreichen? Soll sie dir etwa den Kopf abreisen, oder wieso provozierst du sie so?”
“Ich und provozieren?” japste er und hatte große Mühe zu verbergen, wie sehr ihn das ganze amüsierte. Anna verdrehte die Augen und die beiden flogen zu den anderen aus dem Team zurück.

Es war schon sehr spät gewesen als Anna endlich in den Mädchenschlafsaal herein kam und Lilli alleine vorfand. Alice war offenbar wieder bei Frank und Taylor, das vierte Mädchen, das bei ihnen schlief, war überall nur nicht hier. Sie setzte sich neben ihrer Freundinn auf das Bett und warf einen Blick in das Buch, das sie offenbar gerade zu Ende gelesen hatte.
“Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus?” fragte sie glucksend. Lili legte das Buch weg und sah sie ein wenig säuerlich an.
“Fertig mit eurem beschissenen Training?”
“Tut mir leid, das du umsonst gewartet hast, aber das Spiel gegen Rawenclaw ist wirklich wichtig. Die sind ja nicht ohne und wir wollen schließlich wieder den Pokal gewinnen.”
“Ja, ja...”
“Lils, darf ich dir mal ne Frage stellen?”
“....”
“Irre ich mich, oder suchst du dieses Jahr regelrecht die Nähe von unserem lieben James?”
“NEIN, NATÜRLICH NICHT. ICH HASSE IHN UND WÜNSCH IHM DIE PEST AN DEN HALS. ER IST DER ARROGANTESTE; WIDERWÄRTIGSTE ANGEBER DEN ICH KENNE UND ICH HASSE ES; DASS ER SCHULSPRECHER IST UND ICH MICH MIT IHM ABGEBEN MUSS.”
Anna begann zu blinzeln und sich die Ohren zu reiben. Für einen Augenblick dachte sie doch glatt, dass sie taub geworden war, so laut wie Lili das ihr zubrüllte.
“Okay, okay, okay, ich habs verstanden.... Aber Lils... Malfoy? Ich mein... Wir alle wissen doch, das Slytherins Muggel und Muggelgeborene hassen und du bist...”
“Ja, bin ich. Aber Malfoy sagte, er würde mich lieben so wie ich bin. Und... Er ist... gut zu mir...”
“Weißt du, Süße, du mußt James auch verstehen. Er rennt dir seit über 3 Jahren hinterher und du hast ihn behandelt wie eine ansteckende, ekelhafte Krankheit. Malfoy hat dich die ganzen Jahre ignoriert oder als Schlammblut beschimpft und dann macht er dir einmal schöne Augen und du gehst mit ihm und James... ist eben gekränkt.”
“Gekränkt? Ich hatte NIE etwas mit ihm. Er hat keinen Grund gekänkt zu sein. Und du nimmst ihn auch noch in Schutz.”
“Ich nehm ihn nicht in Schutz. Ich versuch dir doch nur zu erklären warum er sich wie der letzte Trottel aufführt.”
“Das soll er von mir aus weitermachen. ER IST MIR SOWAS VON SCHNURZPIEPEGAL.”
Und damit war das Gespräch für Lilli gegessen. Anna mochte nichts mehr gesagt haben, aber sie wußte es besser. Wenn sich jemand so über einen anderen aufregte, dann bedeutete er ihm sehr wohl etwas und sie kannte ihre beiden besten Freunde gut genug um zu wissen, dass sie einander nur etwas vormachten.
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Es war ein dunkler Raum mit kalten Mauern aus uralten Steinen, bedeckt mit Moos und Gras. Es kam nur sehr wenig Licht durch das vergitterte kleine Fenster. Es war eindeutig eine Gefängniszelle, denn an der Wand, wo auch das kleine Fenster war, hingen 4 mit getrocknetem Blut befleckte Ringe, die gerade groß genug waren, dass Handgelenke durch paßten. Es standen zwei Männer in dem Raum. Der eine, war Lucious Malfoy und der andere... war Lord Voldemord, der Anführer der Todesser, der diktatorische Herrscher der Zaubererwelt. Voldemord hatte seine Fingerskuppeln aneinandergelegt und seinen Untertan mit zufriedener Miene angesehen.
“Alles verläuft also nach Plan?” fragte er mit seiner eisigen Stimme, die jedes Wesen erstarren lassen würde.
“Ja, my Lord. Lilli Evans ist nun mit mir zusammen und James Potter scheint von ihr abzulassen.”
“Scheint?” fragte er in einem zwar sehr gleichmäßiger Tonlage, jedoch furchteinflößend genug, um seinen Diener einzuschüchtern.
“N-Nein, er LÄßT von ihr ab,” verbesserte Malfoy sich sofort. In seiner Stimme konnte man die Angst hören und auch der Schweiß, der langsam an seiner Stirn herunterrollte blieb dem dunklen Lord nicht verborgen.
“Keine Sorge, Lucious, mein treuer Todesser. Ich verspreche dir, du wirst für deine Mühe belohnt werde. Du mußt nicht mehr lange dieses Schlammblut ertragen.”
“Ich habe nur eine Frage, Mylord. Wenn ihr erlaubt...”
“Sprich. Nur zu.”
“Warum Potter? Er ist nichts besonderes... oder, Mylord? Warum brauchen wir ihn so dringend und... was hat Evans mit ihm zu tun..”
Und Voldemord schien zu dieser Frage nur seinen Mund zu einem grausamen Lächeln zu verziehen.
“Nicht für dich... nur für mich. Tu du, das was ich dir sage... und eines Tages... wirst du sehen.. was ich von ihm will. Und Evans... stört das was ich von ihm haben möchte. Deine Aufgabe ist es, sie von ihm fern zu halten. Noch weiß niemand dass es da ist und ich möchte, dass es so bleibt. Keiner darf es wissen, erst recht nicht dieser Narr von Dumbledore. Hast du mich verstanden, Lucious? James Potter gehört MIR. Ich will ihn LEBEND und BEREIT haben, wenn es soweit ist.”
“Ja, my Lord. Ich werde... schweigen.“
Prina - 18.01.2006, 02:49

Chap 3: Step by Step


Jede Nacht schweigend durch die Gänge zu streifen schien das neue Hobby der beiden Schulsprecher zu sein. Weder James noch Lilli schienen auf den anderen zugehen zu wollen, sondern blieben bei der selben Meinung, den anderen möglichst zu ignorieren. Es war mal wieder einer dieser Abende, wo sie im Gemeinschaftsraum saßen und gleich wieder zusammen stillschweigend ihre Runde antraten würden, als das Porträt zur Seite schwang und Anna mit Remus und Sirius herein kam und sich zu ihnen setzten.
“Na, ihr beide, ihr habt euch ja doch heil gelassen,” witzelte Sirius. Lilli jedoch ignorierte ihn und James verdrehte nur die Augen.
“Padfoot?”
“Ja, Prongs.”
“Bis später, Hotdog.” Und damit verschwand er als erster aus dem Gemeinschaftsraum, mit einer wütenden Lili, die hinter ihm herstampfte, während die anderen ihnen fragende Blicke nachwarfen..
“Das hast du mit Absicht gemacht,” keifte sie ihn an und ging nebenher.
“Was ist denn nun schon wieder?” fragte James genervt und auch er sah sie während des Gesprächs nicht einmal an. Vielmehr fand er die bewegenden Porträts an den Gängen interessanter.
“Ach, halt doch einfach die Klappe, Potter. Weißt du was, wie wärs damit: Du gehst in die Richtung und ich in die andere und wir sind ab heute an glücklich.”
“Wie du meinst, Evans.”
Er ließ sich das nicht zweimal sagen und trat promt von ihr weg. Lilli wußte nicht was sie wütender machte. Die Tatsache, dass er ihr einfach so zustimmte oder die Tatsache, dass er nicht darauf bestand bei ihr zu bleiben um sie zu beschützten. Moment mal, beschützten? Sie konnte doch gut auf sich selber aufpassen. Sie war in Verteidigung gegen die dunklen Künste einer der besten... nach James und Sirius. James Potter, wenn sie nur an ihn dachte, bekam sie einen solchen Hass, dass sie am liebsten zurückgegangen wäre um ihm eine erneute Ohrfeige zu verpas-Rumms. Lilli wußte nicht gegen was sie gestoßen war, doch es hatte sie mit einer solchen Wucht zurückgeworfen, dass sie auf den Boden fiel.
“Meine Fresse, was zum Henker...”
Sie stoppte als sie die riesigen Gestalten sah, die vor ihr standen. Jimmy Goyle und Jason Crabbe, zwei Slytherin-Schläger und beide sahen sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht an, der nichts gutes zu bedeuten hatte.
“Hallo Lilli, du solltest hier nichts nachts alleine herumstreunern...”
“Ich bin Schulsprecherin,” brüllte sie empört und rappelte sich selbstständig vor den beiden wieder auf.
“Ihr zwei jedoch habt hier nichts verloren. Nachts herumstreifen ist verboten. 10 Punkte Abzug für Slytherin.”
Crabbe und Goyle warfen zuerst einander etwas dümmliche Blicke zu, dann wandelte sich dieser Blick zu einem gemeinen Grinsen und sie kamen auf Lilli zu. Crabbe hatte ihr blitzschnell den Arm hinter den Rücken verdreht und sie auf den Boden gedrückt, während Lili vor Schmerzen aufschrie.
“Na, dann wirst du dafür doppelt bezahlen müsen, Evans. Schrei für uns...”
Goyle lachte und schellte mit seiner nach nach ihr aus, als sie eine vertraute Stimme vernahm.
“Impedimenta.”
Goyle schmetterte zuerst gegen die hintere Wand und blieb dann bewußtlos liegen.
“Wie wärs... wenn DU FÜR EVANS schreist,” sagte James und hatte seinen Zauberstab auf Crabbe gerichtet.
“Rictusempra!”
Und auch Goyle wurde gegen die Wand geschmettert und blieb direkt auf Goyle drauf. Für einen Moment belustigte James dieser Anblick, wandte sich aber nur wenige Sekunden später Lilli zu, die am Boden saß und sich den schmerzenden Arm hielt.
“Lilli, was ist mit dir?” fragte er besorgt und in seiner Stimme lag etwas warmes und heilendes. Jetzt wo er da bei ihr saß, war die Angst vergangen, die sie vorher gespürrt hatte. Und wieder konnte sie ihm tief, sehr tief in seine Augen sehen. Hasselnussbraun, mit einem wunderschönen warmen Glänzen, der einem das Herz höher schlagen ließ.
“Komm, ich bring dich in den Krankenflügel.”
Er legte ihren linken Arm um seine Schulter und trug sie auf seine Armen rüber in den Krankenflügel.Sie war wirklich sehr leicht, so wie ihr zierlicher Körper vermuten ließ. .Madamme Pomfrey schlief noch nicht und hatte sich Lilli's sofort angenommen. Ihr Arm war im Nu wieder geheilt und sie entließ sie nur wenige Augenblicke später wieder. James war nicht bei ihr geblieben, sondern war, nachdem er sie im Krankenflügel abgesetzt hatte, ohne ein Wort wieder gegangen.
“Sie können gehen, Miss Evans.”
Diese nickte und stand zitternd auf. Sie hatte Angst alleine raus zu gehen. Das sie sich nicht gegen diese zwei Affen wehren konnte, machte sie zwar unglaublich wütend, doch die Angst den beiden noch einmal zu begegnen war stärker. Wer wußte schon, wie es ausgegangen wäre, wenn James nicht aufgetaucht wäre. Sie war gerade erst zur Tür rausgetreten, als sie James an der Wand gelehnt sah und als er sie bemerkte, winkte er ihr zu und kam her.
“Na, Begleitschutz gefällig?”
Lilli lächelte dankbar und beide gingen wieder Richtung Gryffindorturm. Nach einer weiteren Pause der peinlichen Stille, ergriff sie schließlich das Wort.
“Ähm... Danke.”
“Keine Ursache.”
“Ich dachte... du wärst in die andere Richtung gegangen.”
“War ich auch. Doch dann machte ich Kehrt, weil ich dich etwas fragen wollte. Dein Glück, oder?”
“Ja, schon. Und was wolltest du mich fragen?”
“Ob du noch ganz richtig im Hirn tickst, weil du alleine herumstreifen willst. So ein zart beseitetes Wesen das sich nicht vertedigen kann. Meine Güte wie naiv muss man sein.”
“....”
“Das war bloß'n Witz, Evans. Ich weiß nicht mehr was ich fragen wollte.”
“ACH JA?”
Und wieder hatte sie diesen unbeschreiblichen Zorn in ihrer Stimme und im Gesicht als sie beim Porträt der Fetten Dame ankamen.
“WARUM KANNST DU NICHT EINMAL ERNST BLEIBEN, WENN ICH VERSUCHE MIT DIR ZU REDEN. DU BIST EIN SOLCHER FRAUENVERACHTENDER SCHURKE, POTTER. ICH KÖNNTE KOTZTEN.”
Sie drehte ihm den Rücken zu, wobei ihre langen, lockigen, roten Haare über ihre Schulter wirbelten und stieg hinauf in den Mädchenschlafsaal. Sie ließ einen vollkommen bedebberten James Potter, zurück, der seine Stirn in Falten setzte und die Hände in die Luft schlug.
“FRAUEN.”


Lilli schritt durch die Wiese hindurch. Überall standen Gräber mit Namen beschriftet, von denen sie noch nie etwas gehört hatte. Sie trug einen weißen, langen Umhang aus weichem Satin. Seltsam, so einen besaß sie doch gar nicht und auch noch WEISS? Sie ging weiter durch den Friedhof und las auch weiterhin die verschiedenen Namen, nicht wissend, warum sie das eigentlich tat.
“Karen Vance... John Bayers... James Potter...”
Wie erstarrt blieb ihr Blick an dem Grab hängen. In Marmor war in kursiver Schrift gemeiselt: Hier ruht James M. Potter, bester Freund, tapferer Krieger. Möge er in Frieden ruhen.
“Ich bin tot...”
Sie sah auf und erkannte von woher die Stimme kam. James saß auf dem hinteren Grab und sah sie mit einem merkwürdigen Lächeln an. Er lächelte... hinter seinem GRAB??!!
“James, was...?!”
Sie fand nicht die passenden Worte um zu beschreiben, was sie fühlte, doch er hüpfte herab und stellte sich neben sie hin.
“Ich bin tot... so einfach ist es.”
“Aber was...”
“Ich hier noch mache? Das ist dein Traum, verrat du es mir.”
“Ich versteh nicht...”
“Dann... solltest du es vielleicht besser sehen...”
Sie wurde schlagartig von einem grellen Licht geblendet, es war binnen weniger Sekunden wieder weg und nun befand sie sich in einem Gefängnis. Sie hörte jemanden am Boden keuchen und ein leises, erschöpftes krächszen war zu hören. Sie drehte sich um und blickte hinab. James lag da... bewegungsunfähig. Ein Zauberstab war auf sein Rücken gerichtet und der der ihn hielt war... Lilli schrie auf. Allein der Anblick des dunklen Lords versetzte ihr fast einen Herzstillstand. So kalt, so grausam, so herzlos wirkte er auf sie und nun.... hatte er sie angesehen, seinen Zauberstab noch immer drohend auf James Herz gerichtet. James... seine Augen waren leer, ohne jeglichen Ausdruck, als ob er schon längst tot wäre. Und dann....
“Avada Kedavra...”
“Nein...”
Lilli wachte flach atmend auf ihrem Bett im Mädchenschlafsaal auf. Sie beugte sich auf und versuchte ihre Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Sie bemerkte wie schwer es ihr fiel und wie schneller ihr Herz schlug. Sie blickte zur Seite... Alice, Taylor und Anna schliefen fest und hatten von ihrem Alptraum nichts bemerkt. Langsam und sehr vorsichtig ließ sie sich wieder aufs Kissen sinken, die Augen weit offen.

“Entschuldigt mich...”
Lilli war abrupt aufgestanden und hinaus gerannt. Die Freunde warfen sich verwirrte Blicke zu, woraufhin Anna und Sirius aufstanden und ihr nachliefen. Ihre Freundinn war in die Frauentoilette gerannt.
“Könntest du?” fragte Sirius vorsichtig und Anna lächelte ihn belustigt an.
“Du ja wohl kaum.”
Sie öffnete die Tür und ging hinein. Lilli war nirgends zu sehen, doch ein lautes Kotzgeräusch ließ sie vermuten, dass sie sich gerade irgendwo hier drinn übergab.
“Lils?”
Jemand betätigte die Klospülung und schließlich kam sie aus einer Kabine heraus. Etwas blass im Gesicht und irgendwie müde lehnte sie sich gegen die Tür und sah ihre Freundinn hilfesuchend an.
“Alles okay?”
“Mhm, mir war nur schlecht. Das geht jetzt schon seit Tagen so...”
“Hast du was falsche gegessen?”
“Weiß nicht... der ganze Stress und so... das schlägt eben auf den Magen.”
Lilli wollte gerade rausgehen als Anna sie am Arm fest hielt und ihr besorgt in die Augen sah.
“Du hast uns nie etwas von diesem Traum erzählt.Warum nicht?”
“Ich... Ich hatte Angst, wenn ich darüber spreche... könnte er wahr werden.”
Anna nickte verstehend und bevor sie noch etwas sagen konnte, hatte Lilli wieder angefangen zu weinen und ihre Freundinn nahm sie sofort in die Arme. Lilli zitterte so stark. Ihre Angst mußte unglaublich groß gewesen sein.
“Anna,” schluchzte sie leise, “Was... wenn er nicht mehr aufwacht... wenn er stirbt...”
“Lils, an sowas solltest du nicht mal denken. Hoffe und Bete doch einfach, dass alles wieder gut wird.”
Ihre Freundinn drückte sich vorsichtig von ihr weg und in ihren Augen konnte Anna nun mehr als nur Trauer sehen. Verzweiflung, Schuld und Angst...
“Wir haben uns vorher gestritten....”
“Gestritten? Aber worüber denn?”
“Irgendetwas blödes. Ich weiß auch nicht mehr was der Auslöser war... Aber.. am Ende hab ich ihn angeschrien und gesagt, dass ich seine Art hasse und dann bin ich weggelaufen und hab die Tür vor seiner Nase zugeknallt. Wenn er jetzt stirbt... dann ist das letzte was er von mir weiss... dass ich ihn gehasst habe und das stimmte nicht. Ich war nur so wütend...”
“Er weiß das sicherlich... Lils, ich kenn James viel länger als du und er liebt dich... ganz gleich, was du ihm auch immer an den Kopf geworfen hast. Und hey... immerhin seit ihr beide doch verheiratet. Ein Ehekrach ist da doch ganz normal.”
Auch wenn Lilli nicht lächelte... sie weinte zumindest nicht mehr. Ein kleiner Fortschritt.
“Komm, lass uns zu den anderen zurückgehen.”
Anna nahm ihre Hand und zog sie mit sich hinaus, wo Sirius an der Wand lehnte und auf sie gewartet hatte.
“Na, Lils... Alles okay?”
Sie nickte leicht, außer Stande größere Emotionen zu zeigen.
“Kopf hoch, Lils. Er wirds schon schaffen. Prongs würde uns nie hier allein lassen...”
Und obwohl Sirius äußerst zuversichtlich grinste, verbarg er dadurch doch nur seine Unsicherheit und die Angst vor dem entgültigen Ableben seines besten Freundes. Als sie zurückgingen, stellten sie überrascht fest, dass Remus, Alice, Peter und nun auch Frank draußen vor der Tür standen.
“Was ist los?” fragte Sirius verwirrt.
“Der Heiler ist drinn. Sie wollen ein neuen Zauber anwenden, der ihm vielleicht helfen könnte. Wir sollen so lange draußen warten...,” erklärte Alice ihnen.
Sirius Blick wanderte zu Frank, der nur den Kopf schüttelte.
“Wir haben versucht Malfoy zu finden. Er ist sicher bei Du-weißt-schon-wem. Da können wir suchen so lang wir wollen...”
Sirius rollte die Augen. Da war Frank Longbottem schon einer der besten Auroren und dann wagte er es nicht mal den dunklen Lord beim Namen anzusprechen.
“Wenn ich dieses Arschloch in die Finger kriege, brech ich ihm jeden einzelnen Knochen zweifach für das was er mit Prongs getan hat.”
Und mit diesen Worten lehnte er sich an die Wand und verschrenkte die Arme.
“Lils... war dein Traum der Grund, warum du am nächsten Tag auf James zugegangen bist?” fragte Anna vorsichtig um die Stille zu durchbrechen und Lili nickte.

Lilli, Anna, Alice und Taylor betraten gemeinsam die große Halle zum Frühstück. James saß bereits mit Sirius, Peter und Remus dran und aßen auch schon ausgiebig. Alice hatte den beiden Mädels zugewunken bevor sie sich zum Hufflepuff-Tisch aufmachte und sich zu ihrem Freund Frank hockte. Der hatte sie stürmisch begrüßt und seinen Arm um sie gelegt. Anna indessen kuschelte sich an Remus Seite, Taylor war wieder irgendwohin anders verschwunden und Lilli setzte sich gegenüber von James hin. Sie wagte es nicht ihn anzusprechen. Der Alptraum spuckte noch immer in ihrem Kopf herum. Warum zum Henker träumte sie nur von ihm? Das ergab doch alles keinen Sinn, sie hatte ihn all die Jahre über verachtet, es gehaßt, wenn er jüngere verhext hatte und angeberisch mit seinem Besen Kunststücke aufführte damit ihn alle bewunderten.
“Bis später, dann...” hörte sie James Stimme und blickte auf. Er war von aufgestanden und von ihnen weggegangen.
“Wo will er hin?” fragte Lilli Anna, die ziemlich überracht und verwirrt sogar antwortete: “Zum Quidditchfeld, mit Parker noch mal das Spiel durchgehen, weil der als Hüter noch ziemlich unsicher zu seinen scheint.”
“Oh... äh... bis später.”
Auf einmal war auch sie aufgesprungen und hinter James hergelaufen.
“Was zum Teufel ist denn in Evans gefahren?” fragte Sirius die anderen, die jedoch lediglich mit den Schultern zuckten.
“Keine Ahnung, ich weiß genau so wenig wie ihr...” sagte Anna gleichgültig und nahm sich eine Scheibe Brot.


“James... James... James...”
Lilli hatte zuerst seinen Namen gesagt, dann hatte sie ihn gerufen und schließlich hatte sie es geschrien und seinen Umhang festgekrallt. James, der sie eigentlich bis dahin gar nicht gehört hatte, hielt inne, als er das Geräusch eines Risses registrierte, der von seinem Umhang kam.
“Hm?”
“Oh... ähm... Tut mir leid, das war... unabsichtlich.”
James sah von seinem Umhang zu Lili und wieder zurück und wieder zu ihr.
“Alles in Ordnung Lils? Wenn du meine Muskeln sehen willst, hättest du meinen Umhang nicht zerreisen müssen. Ich hätte...”
“Halt die Klappe, Potter...”
Nein. Sie wollte ihn nicht mehr angiften. Er hatte es ja nicht böse gemeint oder schlecht. Er scherzte ja nur rum. Immerhin hätte James ja auch schreien und toben können vor Wut, weil sie seinen Umhang einen neuen Schnitt verpasste, aber er scherzte mit ihr.
“Ich meinte... ich ähm...”
Na toll, jetzt hatte sie den Faden verloren. Wenn sie jetzt so darüber nachdachte, wußte sie nicht mal warum sie ihm wirklich nachgelaufen war.
“Evans, ich hoffe es ist wichtig, damit ich Parker versetzte. Ich wollte ihn eigentlich fürs nächste Spiel fit machen und hier rumstehen und Sauerstoff in Kohlenstoffdioxid verwandeln ist glaub ich nicht besonders sinnvoll.”
“Ich... wollte nur... Es tut mir leid wegen gestern Abend. Ich war nur gereizt und... naja... du wolltest ja nur nett sein.”
James sagte nichts. Er hatte ein Grinsen aufgesetzt dass entweder verdammt arrogant und listig war oder erfreut und überrascht. Lilli konnte es nicht richtig zuordnen.
“Naja, was ich eigentlich sagen wollte ist... wir werden das ganze Jahr über zusammen arbeiten müssen und... ich...”
Gott, warum brachte sie kein gescheiten Satz zusammen. Sie war doch sonst nicht so in ihrer Sprache.
“Ist okay, Evans...” sagte er nur und gab ihr einen merkwürdigerweise freundschaftlichen Klapps auf die Schulter.
“Lass uns Freunde sein...”
“Ja... gut...”
Das war das was sie sagen wollte und er... er hatte es zuerst gesagt. Mit einem Augenzwinkern ließ er sie wieder da stehen und ging hinab zum Quidditchfeld. Vom Gang aus hatte man einen Blick darauf und sie kam nicht umhin zu schmunzeln als sie sah, wie er auf den anderen kleinen Punkt zuging, der offenbar Parker war. James... noch verstand sie das Gefühl nicht, das sich in ihrem Herzen befand. Sie wußte nur, dass sie es nicht mehr weggeben wollte.
Anna: Mei, wie süß. Deswegen habt ihr euch danach verstanden. Ich hab James gefragt was passiert war, dass ihr beide endlich normale Gespräche miteinander führen könnt, aber er schmunzelte und schwieg nur.

Alice: "Ein richtiger Gentlemen."
Sirius: "Das oder: Bloss keiner Frau davon erzählen."
Anna: "Soll heißen?"
Remus: "Wir wußten das."
Anna: "Diese Schweinebacke!"
Sirius: "Die Schweinebacke kämpft da drinn gerade um sein Leben, wenn du also die Güte hättest ihn nicht zu kritisieren."
Anna: "Verzeihung."
Alice: "Was hat er euch erzählt?"
Sirius: "So wie Lilli es grad erzählt hat, Punkt."
Alice: "War es nun arrogant und listig oder überrascht und erfreut."
Remus: "Hat James nicht gesagt. Nur das er gelächelt hat."

Noch bevor irgendjemand anders etwas erwidern konnte ging die Tür auf und der Chefheiler kam heraus.
Prina - 18.01.2006, 02:51

Chap 4: James Potter saled, by 100 Galleons to Lili Evans


“Wir versuchen es jetzt mit einem Stärkungstrank, der intravinös injeziert wird. Wie vorhin schon gesagt, müssen wir abwarten. Sollte er innerhalb der nächsten Stunden keine Wirkung darauf zeigen, fürchte ich... dass es keine Hoffnung geben wird.”
Und mit diesen Worten verließ der Heiler die Gruppe, die wieder langsam ins Krankenzimmer hinein trottete und sich auf ihre Plätze ließ. Lilli war nicht mitgegangen. Anna und Alice wollten wieder hinausgehen als sie das bemerkten, doch Sirius winkte ab. Es war an der Zeit, dass sich der beste Freund um die Freundinn kümmerte. Er schloss die Tür hinter sich und sah, dass Lilli noch immer auf dem Stuhl im Gang saß, jedoch hatte sie ihre Knie an sich gezogen und sie fast zwanghaft festgehalten. Ihren Kopf hatte sie darin eingesunken. Er kniete sich zu ihr hinab und legte sanft seine Hände auf ihre Schuhe.
“Lils?”
“Hm?” fragte sie dumpf, den Kopf noch immer hinter den Knien versteckt.
“Hilft es dir... wenn ich sage, dass er am Ende... nicht böse auf dich war?”
Sie blickte endlich auf und sah ihn dennoch verunsichert an.
“Er hat mir von eurem Streit erzählt. Er war nicht böse... er konnte es nur nicht verstehen. Lils, er liebt dich und egal was du tust und sagst... er wird dich immer lieben. Er wollte immer nur das du glücklich bist.”
“Ich weiss... das macht es mir... um so schwerer... Abschied zu nehmen. Er hat mir immer geholfen, immer auf mich aufgepaßt und wollte nur das ich glücklich bin, ganz egal, ob er dabei zurückstecken mußte. Und ich? Ich war selbstsüchtig und hab nur an mich gedacht. Mir war es egal, was er fühlt, ob ich ihn verletzt habe oder ob er traurig war, hauptsache mir gings gut.”
“Lilli, hör auf damit. Glaubst du, James hätte gewollt dass du dich selber fertig machst? Er liebt dich so wie du bist, mit all deinen selbstsüchtigen, kleinen Fehler und übrigens sollten wir nicht von Vergangenheit sprechen, wenn es doch eine Zukunft geben wird. Ich weiß es, Lils. Er kommt zu uns zurück, wie schon einmal...”
Er boxte ihr sanft an die Schulter, wie er es früher auch getan hatte, doch Lilli ließ ein leises AUA von sich ertönten und wäre sogar fast vom Stuhl gefallen, wenn er sie nicht aufgefangen hätte.
“Verzeihung...”
“Passt schon...”
Es war vielleicht das erste kleine Lächeln, das sie seit dem Angriff zeigte. Zusammen schritten sie schließlich zu den anderen hinein.

Der Herbst brach herein und damit auch das erste Spiel der Quidditchsaison: Hufflepuff gegen Gryffindor. Doch bevor es zu diesem Treffen kam, sollte ein anderes großes Ereignis statt finden. Professor McGonagall hatte die beiden Schulsprecher zu sich gerufen und ihnen mitgeteilt dass sie einen Wohltätigkeitsball veranstalten wolle, zu Gunsten der Charitygruppe: Zauberer für Muggel und Squibs und es solle nun an den beiden Schulsprecher legen, eine Einnahmequelle herauszufinden. So saßen Lilli und James zusammen in ihrem speziellen Schulsprecherraum und überlegten.
“Irgendein Vorschlag?”
“Nö,” antwortete James kurz.
“Wir wollen dass sie Geld spenden, ABER wir müssen ihnen etwas dafür bieten. In der Grundschule verkauften wir Kuchen.”
“Bei den Muggeln? Damit kommst du hier nicht weit. Wer'n Kuchen haben möchte, klopft einfach bei den Hauselfen unten in der Küche an, die schiebens einen in den Hintern und nur ein hirnloser würde es sich für ne Galleone auch noch kaufen, selbst nicht,wenn's für nen guten Zweck ist.“
„Okay, hast Recht.....“
Stille................ James brauchte einen Moment um Lilli zu fragen. Er war sich nicht sicher, ob er auf diese Frage überhaupt eine Antwort von ihr bekommen würde, wollte es aber zumindest versucht haben.
“Sag mal, wegen dem Vorfall mit Crabbe und Goyle, was hat Malfoy dazu gesagt.”
“Lucious.”
“Ja, Malfoy.”
“Nenn ich Lucious.”
“Ich denk ja gar nicht dran.”
“Ich will aber nicht dass du von meinem Freund so sprichst. Wenn du von deinen Freunden sprichst, sagst du ja auch nicht Black, Lupin oder White.”
“Malfoy ist nicht mein FREUND. Er ist MEIN FEIND.”
“Und was bin ich?”
“Freundinn vom Feind?”
“Ich dachte, wir wären Freunde.”
“Auch?!” “Dann nenn ihn Malfoy.”
“Ich denk ja gar nicht dran.”
Lili schnaubte verächtlich auf, beließ es für den Moment jedoch dabei.
“Und was hat er jetzt gesagt?”
“Gar nichts. Ich habs ihm nicht gesagt.”
“Und wieso nicht?”
“....”
“Lils? Die zwei Typen hätten wer weiß was mit dir gemacht, wenn ich nicht gekommen wäre. Strafarbeiten sind für die viel zu wenig. Zwar Strafe genug, wenn man bedeckt, dass ein stück Brot mehr Gehirn hat als sie, aber trotzdem...”
Sie lächelte bei seinem Vergleich, jedoch wechselte sie sofort das Thema zum eigentlich Hauptgrund ihres Treffens. Irgendwie wollte sie nicht mehr über das sprechen was passiert war. Auf eine gewisse Art und Weise, war es ihr einfach nur peinlich, dass sie sich nicht selbst verteidigen konnte.
“Also, was hätten wir zu bieten, was man NICHT einfach kostenlos haben kann?”
“Euch...”
“Was?”
“Frauen.”
“Du willst das wir Schüler verkaufen.”
“Das hast du gesagt. Ich hab nur auf deine Frage geantwortet.”
“Moment mal.”
“Ich warte.”
“Du bist genial.”
“Ich weiß. Schon immer gewesen.”
“Nein, ich meins ernst, James.”
“Ich auch.”
“Wir verkaufen EUCH.”
“WA-WAS?”
Seine Stimme klang nun absolut geschockt und hatte nicht mehr den gelangweilten Ton von eben in sich.
“Was glaubst du wieviel wir einnehmen könnten, wenn wir Sirius und DICH verkaufen würden.”
“Ich bin nicht käuflich, Evans.”
“Nur für eine Nacht.”
“Ich bin nicht käuflich, Evans.”
“BITTE....”
“Ich bin nicht käuflich, Evans.”
“Du und Sirius seit die beliebtesten Jungs an der Schule und ich wette, die Mädels würden ein Haufen Gold hergeben um EINMAL mit euch ausgehen zu können. Es ist doch für einen wohltätigen Zweck.”
“Ich bin nicht käuflich, Evans.”
“Und wenn wir noch ein paar Jungs mehr dazu holen?”
“WIR sind nicht käuflich, Evans.”
“Leg ne andere Schalplatte auf, ey.”
“Wir sind trotzdem nicht käuflich.”
“Und wenn dich Jeniffer Li ersteigert?”
“Und wenn mich Billicent Bulstrode ersteigert?”
“Wer ist das?”
“Die Mülltonne aus Slytherin.”
“Mülltonne? Das ist ja total widerlich. Wie kannst du ein Mädchen so bezeichnen?”
“Weil sie ne Mülltonne ist. Sie frißt die Überreste beim Essen der Slytherins und bei unserem letzten Spiel gegen die ist die gute doch glatt absichtlich vom Besen gefallen und wollte mich mit runterreisen. Wenn ich nicht ausgewichen wäre, würdest du jetzt ein Loch auf dem Quidditchfeld in meiner Form vorfinden und mich im Krankenflügel.”
Lili gluckste bei der Bildlichen Vorstellung des Loches.
“Ach komm schon.”
“Nein.”
“Bitte.”
“Nein.”
“Die anderen werden nie mitmachen wenn du nicht mitmachst.”
“Mir egal.”
Lili zog beleidigt die Unterlippe hervor und schmollte.
“Nein.”
Sie überlegte kurz und dann fiel ihr DIE Lösung ein, wie Schuppen von den Augen.
“Wie wärs damit... du läßt dich ersteigern. Und wenn diejenige die gerade gewinnt nicht dein Fall ist, dann gibst du mir ein Zeichen und ich steigere mit. So einfach ist das.”
“Du willst mich ersteigern?”
“Bloß keine falschen Vorstellungen, Potter. Das tue ich nur für einen guten Zweck, außerdem glaub ich felsenfest, dass du von deiner Herzensdame ersteigert wirst.”
“Also doch du.”
“Ich bin nicht deine Herzensdame.”
“Glaubst du nicht, dass ich das besser weiss als du.”
“Ich dachte du stehst seit neuesten auf Jeniffer Li.”
“Oh... stimmt ja.”
“Idiot.”
“Soviel zum Thema Frieden,” sagte er ironisch, hatte dabei jedoch ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
“Das heißt also, du machst mit?”
“....”
“Fantastisch, danke.”
Sie war ihm so heftig um den Hals gefallen, dass er drohte vom Stuhl zu kippen. Nicht desto trotz war es schön, sie in seinen Armen zu halten. Endlich mal eine andere Geste als die sonstige Ohrfeige.Lilli ließ ihn wieder los um Professor McGonagall ihre Idee zu unterbreiten, während James sitzten blieb und ihr hinterherstarrte. Hatte er wirklich gerade eingewilligt, sich für Geld mit einem Mädchen zu treffen?

Professor McGonagall gefiel die Idee der beiden Schulsprecher und nun lag es an Lilli und James eine Liste der Personen aufzustellen, die man ersteigern durfte. Lilli schaffte es ein Haufen Jungs aus Rawenclaw, Hufflepuff, Slytherin (Malfoy hatte sie auch überreden können) und Gryffindor für diese Aktion einzuspannen und an James lag es Sirius für diese Idee zu gewinnen. Sie saßen mit Remus und Anna im Gemeinschaftsraum und Sirius weigerte sich, nicht wirklich zu seiner Überraschung, strikt mitzumachen.
“Um Merlin's Willen, Prongs. Das kann doch nicht dein Ernst sein?”
“Komm schon, Padfoot, altes Haus. Wormtail und Moony haben auch schon zugesagt.”
“Ja, Moony, weil er weiss, dass Anna ihn ersteigern wird und Wormtail würde sogar nen rosa Umhang anziehen wenn du sagst, dass er darin gut aussieht.”
“Es ist für einen guten Zweck und ich hab Lilli schon versprochen, dass du mitmachst.”
“Und wieso gibst du Versprechen, die du NICHT einhalten kannst?”
“Tu ich nicht.”
“Prongs...”
“Mensch, Sirius, wenn du willst, dann machen wir halt dasselbe wie Lili und James,” sagte Anna schließlich und rollte genervt mit den Augen, da das Gespräch bereits seit Stunden Loopings drehte und immer dasselbe gesprochen wurde.
“Was?”
“Na, wenn dich jemand ersteigert, die du nicht willst, dann zwinkerst du mir zu und ich überbiete, bis die bietet, die du willst.”
“Ich dachte, du bietest schon für Remus?”
“Tu ich auch. Ich hab ja nicht vor dich wirklich zu ersteigern und man darf soweit ich weiß, überall mitbieten.”
Anna gluckste und Sirius mußte zugeben dass die Idee nicht schlecht war. Nicht, dass er glaubte kein Gebot zu bekommen, aber er hatte wie James auch, Panik von der Mülltonne ersteigert zu werden oder irgendeiner seiner verflossenen Liebhaberinen, die ihn aus jux ersteigern könnten um Rache zu üben bzw. zu versuchen ihn doch wieder für sich zu gewinnen.
“Padfoot, komm schon. Lass mich vor Lilli nicht als Versager dran stehen. Ich hab ihr versprochen, dass du mitmachst.”
Sirius wollte etwas erwidern, aber James wußte genau was er zu sagen hatte, damit sein bester Freund nicht widersprechen konnte. Die Ehre eines Mannes ging über alles andere und James hatte Sirius nicht nur einmal dabei geholfen. Er brummte etwas unverständliches was soviel hieß wie: Meinetwegen und Prongs gab ihm einen freundschaftlichen Klapps auf die Schulter, zwinkerte dabei aber Anna dankend zu.
“Danke, Kumpel.”


Am Abend der Wohltätigkeitsveranstaltung hatten sich alle in Schale geworfen. Die Mädels trugen ihre hübschesten Abendkleider und die Männer ihre feinsten Umhänge. Während die Jungs im Gemeinschaftsraum saßen und sich über irgendetwas unverständliches unterhielten, was die Mädels nicht verstanden, kam Anna mit Alice herunter. Anna trug ein weißes, langes Kleid aus reiner Seide mit Spaghettiträgern. Ihre langen schwarzen Haare hatte sie hochgesteckt, so dass ihr nur noch einige Strähnchen ins Gesicht fielen. Alice dagegen trug ein pechschwarzes kurzes Kleid, dass ihr bis zu den Knien ging. Es war kurzärmlig und hatte einen tiefen V-Ausschnitt. Ihre schulterlangen, braunen Haare trug sie offen. Remus war seiner Freundinn entgegen gekommen und hatte sie ganz fest in seine Arme geschlossen.
“Du sieht wirklich hübsch aus...” flüsterte er ihr ins Ohr und Anna strahlte ihn an. Sie versanken in einen Kuss, während Sirius nur die Augen rollte. Er freute sich ja für seinen Freund, aber Remus stellte sich manchmal wirklich selten dämlich an und Anna gab sich mit dem auch noch zufrieden, wo er doch genau wußte, dass sie normalerweise viel mehr von einem Mann erwartete.
“Also, ich geh dann mal, Frank wartet bestimmt schon.”
“Warte, Al, wo ist Lilli?`”
“Sie braucht noch etwas. Ihr sollt schon mal vorgehe, Lucious holt sie dann ab.”
“Ach stimmt ja, DER geht ja mit ihr,” grummelte James und stand auf.
“Na, dann Freunde... laßt uns in die Hölle gehen.”
Sie standen auf und gingen Alice nach draußen nach.

Die große Halle war sehr festlich und hübsch geschmückt. Überall hingen goldene und silberne Girlanden und die weißen Kerzen falckerten nicht im gelben Kerzenlicht, sondern in hübschen bunten Lichtern. Die 4 Haustische waren durch viele kleinere runde Tische mit weißen Tischdecken ersetzt worden, auf denen hübsche Wein-und Wassergläser standen. Die Maurauder und Anna hatten sich gerade erst an einen der Tische niedergesetzt als Jeniffer Li, die hübsche Chinesin aus Hufflepuff zu ihnen rüber kam oder besser zu James kam und sich vor ihm hinsetzte. Sie trug ein enges, lilanes Kleid aus Satin, mit sehr dünnen trägern und einem sehr tiefen V-Ausschnitt. Ihre langen schwarzen Haare trug sie offen, hatte sie jedoch so gestylt dass sie ihr mit einer hübschen eleganz ins Gesicht fielen. Man könnte sagen, es sollte mit Absicht so verführerisch aussehen.
“Jen, hi... Du siehst absolut bezaubernd aus.”
Sie lächelte.
“Danke, James... Na, bereit für den heutigen Abend? Ich hoffe mal, du kostest mich nicht zuviel?”
“Was bist du denn bereit für mich zu geben?”
“Kommt drauf an was ich bekomme...”
Und bei diesem Anblick hatte Anna nur die rechte Augenbraue hochgezogen und sich mit fragenden Blick an ihren Freund gewandt. Dieser blickte mit dem Anflug eines Lächelns zurück. James hatte seine volle Aufmerksamkeit Jeniffer zugewandt, bis sie in den Saal trat... Lilli Evans.
Sie trug ein schwarzes, langes Kleid mit seidenen Trompetenärmeln und einem hohen Kragen, der mit einem silbernen Rand geschmückt war. Der selbe dünne silberne Streifen bildete auch eine Abtrennung des Kleides zwischen der Hüfte und dem Oberteil. An der rechten Seite ging ein Schlitz von unten bis fast zu den Oberschenkeln und in James Gedanken war nur noch zwei Wörter: Boah,ey.
Diese Begeisterung verflog jedoch schnell, als er die Person neben Lili sah. Malfoy hatte seine Hand um ihre Hüfte geleget und ihr jetzt einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen gegeben. James war froh sein Essen schon verdaut zu haben oder es wäre ihm just in dem Moment wieder hochgekommen. Er spürte plötzlich eine sanfte Hand an seiner rechten Wange, die ihn in ihre Richtung zog und er sah wieder in Jen's schwarze Augen.
“Na na, wenn ich für dich bieten soll, mußt du mir schon mehr geben...”
James lächelte, doch seine Aufmerksamkeit galt noch immer Lili... die immer noch mit Malfoy knutschte. Wie lange wollten sie noch so da stehen, bis sie endlich mal nach Luft schnappten??!!
“Hey, Prongs.”
Sirius hatte seinen besten Freund etwas von Jen weggezogen um ihn etwas ins Ohr zu flüstern.
“Hör auf, Evans so anzustarren, oder willst du Li etwa vertreiben??!!”
“Natürlich nicht.”
“Dann stell dich nicht so an, Junge.”
Und er ließ wieder von ihm ab. Bis zur Versteigerung klappte es dann auch ganz gut. James hatte ununterbrochen mit Jen geflirtet und sie schien ihm absolut aus der Hand zu fressen.

Lilli: "Ich hab ihn damals dabei zugesehen und mein einziger Gedanke war: Gott, wie kann man nur Interesse an einer lebendigen Barbie-puppe finden?"
Sirius: "Du mochtest Jen nicht besonders, oder?"
Lilli: "Doch...."
Sirius: "Du hast sie gerade mit ner Muggelpuppe verglichen."
Lilli: "Und?"
Sirius: "Alles klar. Weiter im Text."

Dann war es soweit und Catherine Jordan, auch Cat-unplugged genannt, weil sie ihre Klappe niemals halten konnte und immer nur aus dem Nähkästchen plauderte, betrat die Bühne.
“Meine sehr verehrten Damen und Herren, oder besser... Käuferinen und Verkaufsware.. Ich will nicht lange um den heißen Brei reden.Ihr wißt, für diese Jungs Geld zu bieten, dient einem guten Zweck. Ich bitte euch nun einzeln auf die Bühne und uns zu zeigen, was ihr zu bieten habt... Greg Arnold....”
Ein Rawelnclaw-Junge betrat die Bühne. Für ihn wurden 2 Galleonen geboten und der zweite war auch schon: “Sirius Black.”
Lautes Gekreische und Gekicher war zu vernehmen und Lilli konnte bei diesem Anblick nur die Augen rollen. Wie konnte man sich nur so gehen lassen? Als Cat die Angebote eröffnete gingen die Gebote weit über 20 Galleonen und als Tiffany Maddocs 21 Galleonen bot, wurde Sirius fast speiübel. Tiffany Maddocs ging nach Rawelnclaw, jedoch war sie so dominant dass er beim letzten Date mit ihr einige blauen Flecke davon getragen hatte, wegen ihren freundschaftlichen Klappsen. Er zwinkerte Anna zu, die ihn zuerst gar nicht bemerkt hatte, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt war Remus zuzuhören, bis James sie unsanft anstupste.
“Aua, James, was soll...”
Und da er heftig mit dem Kopf zur Bühne rübernickte, verstand Anna sofort und hob widerwillig ihre Hand.
“22 Galeonen geboten von Anna White... Hören wir noch weitere Gebote? 23 bietet noch mal Josie Änders...”
Und die Gebote gingen weiter bis 30, wo wieder jemand bot, bei dem Sirius Anna zuzwinkerte. Diese verzog das Gesicht und schüttelte unglaubig den Kopf. Was zum Henker stimmte denn jetzt mit Hannah Striktland nicht? Anna hob widerwillig die Hand für 31 Galleonen.
“31 Galleonen bietet wieder Anna White, von der ich dachte, sie hätte eigentlich nen Freund. Man spielt nicht auf zwei Hochzeiten, meine Liebe... Bietet jemand 32 Galleonen?”
Anna lief an wie ne rote Tomate.
>>Warte Black, wenn ich dich in die Finger kriege, dreh ich dir den Hals um.<<
“Bietet keiner mehr? Kein Taschengeld mehr übrig??!!”
Nichts und Anna starrte zuerst Remus schockiert an, dann Sirius, der lediglich unschuldig die Schultern zuckte und genau so schockiert aussah.
“Gut, Sirius Black verkauft an Anna White für 31 Galleonen.”
Es war einer dieser Augenblicke in denen Anna nicht genau wußte ob sie lauthals schreien sollte oder sich hinter Remus verkriechen wollte, damit er sie vor den mordlüsternden giftigen Blicken der anderen Sirius-Schwärmerinen beschützte.
Der nächste wurde aufgerufen und wieder kamen nur 2 Galleonen rein. Sirius indessen war zu seinem Platz gesteuert und hatte sich neben der nun vor Zorn feuerroten Anna niedergelassen.
“WAS ZUM HENKER HAT MIT HANNAH NICHT GESTIMMT???!!” fragte sie zähneknirschend.
“Hannah Striktland ist zum Einschlafen. Ich war schon mal mit ihr aus und sie hat die ganze Zeit nur über Arithmantik gequaselt. Ich wollte nicht noch mal mit ihr ausgehen.”
“ICH GEBE 31 GALLEONEN FÜR DICH AUS NUR WEIL DU KEIN BOCK HAST BEI DEINEM DATE ZU SCHNARCHEN???!!!”
“Anna, ich konnte doch nicht ahnen dass keiner mehr bietet.”
“ICH KRIEG NE KRISE... 31 Galleonen, Sirius, das ist mein Taschengeld von nem Jahr.”
“Ähm, vielleicht hilfts dir, wenn ich dir verspreche, dass es ein tolles Date wird?”
“Für 31 Galleonen? Na, da bin ich gespannt...”
James, Remus und Peter hatten das ganze schweigend und gleichzeitig grinsend mitangesehen. James mochte Anna wirklich. Im Grunde genommen, war sie seine beste Freundinn, aber wenn es um Sirius ging, dann war sie wirklich dämlich. James wußte etwas, das alle anderen nicht wußten... nicht mal Sirius.
“Remus Lupin...” Remus ging auf die Bühne und er kam bis zu 5 Galleonen, die Peta Watson für ihn bietete, was Anna unglaublich sauer machte. Sie hatte keine einzige Galleone mehr übrig für Remus und jetzt konnte sie ja schlecht bei zwei Männern mitsteigern. Sie sah tatenlos mit an, wie ihr Freund von einer zickigen Gryffindor ersteigert wurde, die Anna eigentlich auf den Tot nicht besonders leiden mochte. Während Remus herunter kam, lächelte Peta ihm vielsagend zu und wenn James und Sirius Anna nicht festgehalten hätten, wäre sie der guten wohl direkt in die Augen gesprungen.
“Keine Sorge, Süße, ich liebe nur dich...” sagte Remus und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Auch dazu rollte Sirius wieder die Augen. Bei Gelegenheit, so dachte er sich, muss ich dem guten Moony mal ne Nachhilfestunde in Sachen Romantik und Liebesgestik geben.
Malfoy war der nächste und auch hier spielte sich wieder ein Schauspiel ab. Die Mädels boten wie verrückt für ihn, so dass Lilli schon bald gar nicht mehr mithalten konnte. Es ging immer höher, bis sie gleichfalls bei 30 Galleonen angekommen waren.
“31,” ertönte es von Bellatrix Black und Lili warf dem Slytherin-Mädchen einen scharfen Blick zu. Wie konnte diese Schlampe es wagen für ihren Freund zu bieten. Wenn James sich allerdings nicht gewaltig täuschte, dann hatte Malfoy Bella gerade zugezwinkert.
>>Wenn dieses Arschloch Lilli hintergeht, dann bekommt er es mit mir zu tun. Was will er von ihr, wenn er Lilli hat.<<
Da Lilli einfach kein Geld mehr übrig hatte, überließ sie Malfoy Bella für 31 Galleonen. Dieser war von der Bühne heruntergegangen, hatte sich kurz lachend mit Bella unterhalten und war dann zu ihr hergekommen.
“Ich verstehs schon, Lilli-Herzchen... Du hast... alles gegeben, was du konntest. Ich komm gleich wieder.”
Er drückte ihr einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen und setzte sich zu Bella dazu.
Nach 3 weiteren Jungs kam dann: “James Potter...”
James lächelte Jen zu und stieg dann in seiner lässigen und doch leicht überheblichen Art zu Cat auf die Bühne.
“So, Mädels, dann laßt mal eure Gebote für unseren Quidditchkapitän hören. Ich wette, er kann die ganze Nacht.”
James sah Cat entgeistert an, die ihm zuzwinkerte, das Mikrophon mit der Hand zuhielt und flüsterte: “Du bist der Hippogreif, der die goldene Feder verliert.”
Es ging in großen Schritten voran und sie kamen bald auf die 25 Galleonen, die tatsächlich von Billicent Bulstrode kamen. Augenblicklich zwinkerte James total hysterisch Lilli zu. Die augenrollend die Hand erhob und 26 Galleonen bot.
“26 Galleonen von Lilli Evans. Bietet jemand mehr? Ah, 27 Galleonen, wieder von Billicent.”
James zwinkerte noch viel heftiger mit den Augen.
“Und 28 von Lilli, 29 von Billicent... 30 von Lilli... und Woah... ganze 50 Galleonen von Billicent für unseren sexy Schulsprecher hier.”
Lilli hielt ihm ihre Hände hoch um zu signalisieren, dass sie kein Geld habe und jeder konnte sehen, dass James schon der Schweiß herab fiel als Jen Li doch glatt 60 Galleonen bot. Er atmete erleichtert auf und zwinkerte seiner Flamme zu, die ihm einen unsichtbaren Kuss mit der Hand entgegen pustete. Anna und Alice hatten sich indessen zu Lilli vorgekämpft und sich bei ihr niedergelassen, nachdem Malfoy sie alleine am Tisch gelassen hatte.
“Lilli, tu was oder diese Intelligenzallergikerin ersteigert ihn noch,” protestierte Anna
“Aber er will das doch.”
“Und was ist mit dem was du willst?”
“Was?”
Im Hintergrund konnten sie hören dass Billicent 65 Galleonen bot.
“Malfoy, das Schwein geht mit Bella aus und du sitzt dann ohne Date da. Tu dir einen Gefallen und ersteigere James. Willst du dass er auch noch verblödet, so wie Jeniffer Li? Die hat doch ständig kichernde Zicken um sich und willst du dass James genau so wird?”
Alice nahm ihren Geldbeutel heraus und legte ihn Lilli in die Hand.
“Los, biete...”
“Nein, das werde ich NICHT tun,” sagte sie bestimmt. “Und ich will kein Geld von dir.”
Alice ließ nicht locker, denn obwohl sie sehr reich war, so hatte sie doch nie Geld parat gehabt und sich immer etwas von Lilli oder Anna borgen müssen. So vergesslich wie sie dann war, gab sie es nie zurück, bis es ihr wieder einfiel und es dann wieder vergessen hatte.
“Das ist etwas von dem was ich dir schulde, Lilli. Du hast jetzt 100 Galleonen. BIETE verdammt noch mal, oder willst du dir ewig Vorwürfe machen? Die Liebe klopft an deine Tür, also mach auch auf.”
“Ich hab schon einen Freund, Anna. Kapier das doch endlich.”
Mittlerweile war man bei 75 Galleonen angekommen.
“JA, einen Freund der mit ner anderen ein Date hat und ihr gerade schöne Augen macht. Lilli hör auf in Bezug auf James so naiv zu sein und hör auf das, was dein Instinkt dir jetzt sagt und es sagt: BIETE!”
“80 Galleonen von unserer Jen, keine weiteren Gebote mehr? Tja, dann geht unser heißbegehrter durchtrainierter Superkörper an...”
“100 Galleonen...”
Lili wußte nicht wie ihr geschah, doch sie hatte sich tatsächlich erhoben und gerade für JAMES POTTER geboten und zwar 100 GALLEONEN. Alle Gesichter, samt das von Malfoy und Bella waren auf sie gerichtet und als sie einen Blick zu James warf, konnte sie sein zwar schockiertes, jedoch angenehm überraschtes Gesicht sehen.
“100 Galleonen für James Potter... noch weitere Gebote? Nein, ist ja auch kaum möglich. Wer hat schon soviel Geld. Ich bekomm sowas nicht mal in 5 Jahren an Taschengeld zusammen. Gut, James Potter verkauft für 100 Galleonen an Lilli Evans.“
Prina - 18.01.2006, 02:53

Chap 5: Hufflepuff vs. Gryffindor – fair play


Nach so einem Ballabend hatten sich alle relativ gut verkrochen. Malfoy hatte Lilli zur Rede gestellt, warum sie ausgerechnet für POTTER und auch noch SO VIEL Geld geboten hatte, die ihm die Frage nicht beantwortete, sondern einfach aus der Halle lief. Alice wollte ihr nachlaufen, doch Anna hatte sie zurückgehalten. Sie solle lieber mit Frank den Abend genießen während sie sich um die Freundinn kümmerte. In Wahrheit wollte sie einfach nur vor den neidischen Blicken der Mädels fliehen, die nun alle behaupteten, sie wolle ihnen den unwiderstehlichen, charmanten und absolut liebreizenden Sirius wegnehmen, obwohl sie schon Remus hatte. Die Maurauder hingegen saßen wieder beieinander und James war wohl der einzige, der absolut geschlagen war.
“Träum ich oder hat Evans gerade ERNSTHAFT 100 GALLEONEN für mich geboten??!!”
“Könnt ein Traum sein,” begann Sirius schmunzelnd, “Aber dann würde ganz Hogwarts dasselbe träumen, Kumpel.”
“Hey, Potter...”
Das war eindeutig Malfoy. Nur er hatte eine solch verweichlichte Stimme. James rollte mit den Augen und drehte sich zu seinem Erzfeind um.
“Malfoy.”
“Ich hab dich gewarnt, dass du dich von meiner Freundinn fern halten sollst.”
“HALLO, Sie hat mich ersteigert, nicht ich sie.Man, ist dein Gehirn wieder spazieren gegangen, oder was?”
“Es wird NICHT zu diesem Date kommen, haben wir uns verstanden?”
Doch je drohender Malfoy das sagte, umso mehr amüsierte es James sogar noch und er bekam eines seiner berühmten Potter-Grinsen. James stand nun auf gleicher Höhe wie Malfoy und beide starrten sich mit der größten Abscheu, die sie einander aufbringen konnten an.
“Nein... ich denke... ich werde dieses Date genießen... Und wie ich es genießen werde.. Sag nur, der großartige Malfoy hat Angst, dass ich seine Freundinn ausspanne.”
“Versuchs Potter... und du wirst nicht mehr lange leben um das zu genießen.”
“Ja? Ich glaube... mir schlottern die Knie...”
Und mit diesem *ernsten* Kommentar ging er an ihn vorbei aus der Halle raus. Sirius und Remus grinsten einander vielsagend an, während Peter auf seinem Stuhl hin und herwackelte. Nicht wissend, was er nun tun sollte.


Anna war zum Porträt der fetten Dame gerannt, hatte das Passwort genannt und war schon fast am Treppenansatz zum Mädchenschlafsaal als sie die roten Haarsträhnchen knapp hinter einer Sessellehne herausragen sah.
“Lilli?” fragte sie vorsichtig und kam auf sie zu. Sie saß in sich eingesunken da und sah ihre Freundinn schuldig an, fast wie ein kleines Kind, das auf seine Strafe wartete, weil es wußte, dass es etwas verbrochen hatte.
“Warum bist du einfach weggerannt?”
“Ich weiß nicht... Ich weiß in der letzten Zeit gar nichts mehr.”
Anna setzte sich neben sie hin und sah sie verständnisvoll aber auch eindringlich an.
“James?”
“Lucious ist mein Freund, seit dem Sommer. Ich war mir sicher, ihn zu lieben. Er ist nett und er macht mir Komplimente... aber...”
“aber?”
“Ich weiß nicht... Irgendetwas fehlt da...“
“Tut mir leid, Alice und ich hätten dich nicht so zulabern sollen.”
“Ist ja nicht nur euer Verdienst... Es hat mich einfach verrückt gemacht dass James mit dieser falschen Barbiepuppe nach Hogsmeade gehen wird... Ich weiß nicht was in mich gefahren ist und warum ich geboten hab...”
“Weißt du, Lils, hast du schon mal drüber nachgedacht, dass du Lucious vielleicht gar nicht liebst, sondern nur mit ihm zusammen bist, weil er da war... als du verletztlich warst?”
“....”
“Weißt du, James versucht dich schon seit der 3 Klasse zu beeindrucken und du hast ihn immer angeschrien. Wenn du ihm einmal die Chance gelassen hättest dir zu helfen, wärt ihr heute vielleicht ganz woanders. Vielleicht wolltest du ihm jetzt mal die Gelegenheit geben dir...”
“ANNA, ICH WILL NICHTS VON JAMES. ER IST NICHT MEIN TYP. UND IM GRUNDE GENOMMEN HASSE ICH DAS WAS ER TUT. SEINE GANZE ARROGANTE ART, SEIN GETUE, SOGAR DAS WAS ER SAGT. ER REGT MICH AUF WENN ER NUR DEN MUND AUFMACHT ODER AUCH NUR DA STEHT UND ICH HASSE IHN. Ich... Ich...”
James stand da, zwischen dem Loch und dem Porträt der fetten Dame und er sah sie beide an. Anna hatte ihn gesehen, aber Lilli nicht. Sie war wieder in sich eingesunken und hatte nichts von den Blicken bemerkt, die sich die beiden Freunde zuwarfen. Anna tat es leid, denn sie verstand, wie weh dieser Satz getan haben mußte. Er nickte ihr nur zu während er einen Finger auf seinen Mund gelegt hatte. Er deutete ihr damit an nichts zu sagen und ging dann wieder hinaus. Anna schüttelte traurig den Kopf und streichelte Lilli tröstend die Schulter.

Lilli: "James war damals da? Aber... warum habt ihr? Warum hat er? Ich versteh nicht, er..."
Anna: "Lils, das ist Vergangenheit. Und das er unser Gespräch mitangehört hat, hat eurer Beziehung doch keinen Abbruch getan? Er hat sich ja danach verändert und doch sehr zum positiven, stimmts?"
Lilli: "Ja, aber... ich muß ihm ziemlich weh getan haben, mit den Worten. Ich habs doch nicht so gemeint. Ich war nur sauer wegen Malfoy."
Anna: "Schon. Aber irgendjemand mußte ihm ja die Leviten lesen."
Sirius: "So wie ich dir, wie White."
Anna: "Ich glaube, wir haben uns gegenseitig die Leviten gelesen, Black."
Sirius: "Wieso? Ich war es nicht, der Professor Smith ständig Hauspunkte abzog, weil sie falsche, vorlaute Aussagen von sich hören ließ."
Anna: "Nein, du bist derjenige, der 2x pro Woche bei Professor Mcgonagall nachsitzten musste, weil er es witzig findet, der halben Schule neue Farben zu verpassen. Was gabs da doch gleich? Crabbepissgelb?"
Remus: "Ihr streitet euch wie ein altes Ehepaar..."
Frank: "Könnten wir aufhören über Black und White's Verhaltensphobien zu sprechen und zur Story zurückkommen? Ich würd gern wissen, wie Lili und James nun wirlich zusammen gekommen sind."
Lilli: "Wieso wirklich?"
Frank: "Die Gerüchte reichen von, dass du James verprügelt hast, bevor er sich geschlagen gab um mit dir zusammen zu sein bis hin zu, dass du ihn bezahlst, damit er sich für deinen Freund ausgibt."
Lilli: "Wieso hast du nie was davon gesagt?"
Anna: "Moment mal, Lils. Das wußten ALLE."
Sirius: "Also weiter im Text....."

Das Quidditchspiel: Hufflepuff vs. Gryffindor.

“Das wird ein Spiel, Leute,” begann Cat ins Mikrophon zu brüllen und war vorsichtshalber auf Entferung zu den Professoren gegangen.
“Wir können uns auf einiges gefaßt machen, denn Hufflepuff Kapitän Joanna Simpson hat noch ne offene Rechnung mit unserem lieben Gryffindor Kapitän James Potter. Wir erinnern uns alle an die schmerzhafte Trennung letztes Jahr, in der die beiden im Hof standen und sich gegenseitig die Schuld an der Trennung gaben. Nur zur Erinnerung: James warf Joanna vor ihn betrogen zu haben und Joanna warf ihm eine Affäre mit Lilli Evans, der besten Freundinn von unserer allseits beliebten und bildhübschen Alice Stattler vor und hier kommen sie: Hufflepuff mit Kapitän Joanna Simpson, Hüter: Owen, die beiden Treiber: Peter uns Jennings und die drei Jägerinnen: Stepford, Jetson und Falks und hier kommt Gryffindor mit ihrem von allen umschwärmten und geliebten Kapitän James Potter....”
Lauter Beifall und tosende Stimmen erfüllten die Tribünen. Lilli, die bei den anderen auf der Gryffindor-Tribüne saß, rollte genervt mit den Augen. Was hieß hier bitte umschwärmt und geliebt? Das konnte doch nicht sein, dass die halbe Schule James für einen Gott hielt?
“Hüter: Parker, die beiden Treiber Kent und Norton und die Jägerinnen: White, Table und Watson. Auch hier haben wir wieder eine perfekte Paarung beieinander: Wers noch nicht weiß: Miss Watson hat Miss White's Freund ersteigert und wird beim nächsten Hogsmeadwochenende den ganzen Tag mit ihm zusammen sein und ich weiß aus sicherer Quelle das Miss White ihr dafür gehörig die Leviten lesen wird. Wir kennen doch alle unsere liebe, hypertemperamentvolle Anna.”
Bei diesem Satz warf Anna ihrer Quidditchkollegin, Peta Watson, einen Seitenhieb zu, die nicht minder boshaft zurück blickte. Als James das realisierte gab er Anna einen kleinen Stupser an die Seite.
“Anna, nicht beim Spiel, ja? Du kannst sie von mir aus sonst irgendwann verdreschen, aber NICHT jetzt. Kapiert?”
“KA-PIERT,” sagte sie zähneknirschend, während Watson noch immer ein höllischen Grinsen drauf hatte. Es war kein Geheimnis dass Peta und Anna sich nicht besonders gut verstanden. Sie konnten gegensätzlicher kaum sein. Anna verstand sich mit allen Jungs freundschaftlich sehr gut und war für alle sowas wie ein Kumpel, Peta dagegen wollte dass sie alle anhimmelten und begehrten und das taten die meisten auch. Anna machte immer Scherze, Peta dagegen war die Ernsthaftigkeit in Person. Die beiden hassten sich wie Feuer und Wasser.
“Reicht euch die Hände, Kapitäne. Wie immer will ich ein faires, gutes Quidditchspiel sehen,” sagte Madamme Hoch und nahm die Pfeife in den Mund während sich Joanna und James freundschaftlich die Hände reichten, jedoch glitzerte etwas in Joanna's Augen auf, was nichts gutes bedeuten konnte. James hatte lange genug Zeit sie kennenzulernen. Die 14 Spieler stiegen in die Luft und schon begann das Spiel.
“Quaffel im Besitzt von Gryffindor-Jägerin White,” begann Cat zu kommentieren und alle Augen waren auf das Feld gerichtet, alle Ohren jedoch lauschten den Kommentaren. Cat mochte ein wahres Plappermaul sein, aber wer wollte nicht die neuesten Gerüchte hören?
“Sie rast auf Hufflepuff Hüter Owen zu, spielt vorher ab, Table hat den Quaffel, gibt weiter an Watson, sie schiiiießt... doch Owen hat ihn glänzend gehalten. Hufflepuff nun in Ballbesitzt, nein, sauber geschlagener Klatscher von Norten. Owen hat den Ball fallen lassen, White fängt ihn auf und gibt ihn wieder ab, wer hätte das gedacht, an Watson und sie schiiieeßt... Nein, Stepford hat abgefangen und rast nun auf Gryffindorhüter Parker zu.”
Während die Gryffindor-Jägerinen Stepford nachjagten warf Anna Peta einen giftigen Blick zu.
“Hast du keine Augen im Kopf oder wirfst du absichtlich daneben?”
“Dann schieß ihn doch selber rein, White, oder hasst du Angst vor einer Blamage wie schon bei Remie?”
“Remie?” brüllte Anna entsetzt und wich geschickt einem Klatscher aus, der zu ihr rüber geschlagen wurde.
“Er heißt REMUS.”
“Er sagte, ich könne ihn Remie nennen.”
Und ohne es richtig zu wollen, kochte in Anna eine unglaubliche Wut auf.
“Stepford gibt ab an Jetson, sie schießt und... Tor. 10 zu 0 für Hufflepuff. Beide Sucher scheinen noch nicht viel zu tun zu haben, halten die doch glatt in der Luft Smalltalk. Und Quaffel im Besitzt von Jetson, sie gibt ab zu Falks....”
“Ich kapier immer noch nicht warum es aus ist,” sagte Joanna fast schon schmollend und wie ein kleines Kind. Ihre blonden Haare wurden dabei vom Wind in alle Richtungen geweht und sie hatte verdammt lange und schwere Haare.
“Ach ja? Joey, du hast mit Ian Jennings rumgemacht und das direkt vor meiner Nase. Glaubst du etwa, ich ignorier sowas, nur weil du hübsch und beliebt bist?”
“Ich hab nicht mit ihm rumgemacht.”
“Ihr lagt knutschend auf dem Rasen.”
“Wir haben nicht geknutscht. Wir haben Quidditch gespielt und bei der Landung bin ich unsanft gestolpert und auf ihn raufgefallen.”
“Ja, mit den Lippen direkt auf seinen Mund und die Schwerkraft hat dich so runtergedrückt, das du sie nicht wieder wegnehmen konntest.”
“James, die Beziehung war doch nur zu Ende, weil du nur noch Augen für Lilli Evans hattest.”
“Stimmt doch gar nicht.”
“Stimmts wohl. Jeder weiß dass du sie seit der 3. Klasse fast wöchentlich um ein Date gebeten hast.”
“Lilli und ich sind nur Freunde und nicht mal besonders gute.”
“Und warum können wir dann nicht wieder zusammen sein?”
“JOEY; VERDAMMT NOCH MAL. DU HAST MICH MIT DIESER NIETE VON JENNINGS BETROGEN.”
“DAS HAB ICH NICHT. WIE OFT SOLL ICH DIR DAS NOCH SAGEN?”
“GAR NICHT MEHR, WEIL DIE SACHE FÜR MICH KLAR IST. JENNINGS KAM ZU MIR UND HAT ES MIR DANACH AUCH NOCH MAL BESTÄTIGT DASS DAS ZWISCHEN EUCH SCHON SEIT ÜBER EINER WOCHE SO GEHT.”
“WAS? ICH BRING DIESES SCHWEIN UM. ER HAT GESCHWOREN ES FÜR SICH ZU BEHALTEN.”
James rollte unglaubig mit den Augen. Wie dumm konnte jemand sein, dass er auf so einen alten Trick rein fiel.
“Danke, jetzt weiß ich dass es wahr ist.”
Und mit diesem Satz schwang er sich in die andere Richtung und flog mit seinem Besen den Platz auf der Suche nach dem Schnatz ab, während er eine bedröppelte Joanna Simpson zurück ließ. Diese hatte offenbar nicht wirklich kapiert was eben passiert war, wenn man bedachte, dass sie nichts weiter als: >>Aber, aber<< sagen konnte.
“White im Besitz des Quaffels und sie durchbricht die Mauer der Hufflepuffs Jäger, kommt auf Owen zu und schießt... Tor: 20 zu 10 für Gryffindor, dank White. Wirklich eine hervorragende Jägerin.”
Das war nun schon das zweite Tor dass Anna für ihre Manschaft erzielte und genüsslich kostete sie den Moment aus, in dem Peta weiß im Gesicht wurde, weil sie es nicht geschafft hatte.
“Quaffel im Besitzt von Table, sie gibt ab an White, wunderbares Zusammenspiel der beiden und White gibt wieder ab an Table, doch was ist das, Watson ging dazwischen und schnappt sich den Quaffel. Sie rast auf Owen zu, wird sie den Ball reinschießen, doch Nein, der Ball knallt am Torring ab und fliegt... Um Merlins Willen... ein Glück. Er verfehlt White um einen Millimeter... Haha, war das etwa Absicht von Watson? Der Zickenkrieg ist damit eröffnet.”
“Warte, du....”
Anna war im Begriff auf Peta zuzufliegen und auf sie einzuprügeln als Gina Table sie zurück hielt, bis James herkam.
“Anna, verdammt noch mal. Halt dich zurück.”
“Warum ich? Warum sagst du das nicht dieser MöchtegernMörderin dort drüben, die mich gerade nen Kopf kürzer machen wollte?”
“Das tu ich auch, aber DU beruhig dich, klar? Ich will das Spiel gewinnen, nicht euren persönlichen Kampf hier austragen sehen.“
Anna schnaubte verächtlich und hatte Peta aufs neue einen giftigen Blick zugeworfen.
„ANNA!“ sagte er nochmal nachdrücklich.
“JA, ich habs ja verstanden.”
“Gut.”
Und mit denselben Worten wandte er sich Peta Watson zu, die sofort nickte und sich zwar entschuldigte, doch ihr Blick sagte keinesfalls Reue aus sondern eine Genugtuung, die Anna's Fass zum Überlaufen brachte.

“Nur mal so ne Frage, Remus,” sagte Lilli und wandte sich zu ihm rüber, die Blicke von Sirius, Alice und Peter auf sie gerichtet.
“Aber wieso tut Peta das ganze?”
“Keine Ahnung. Find ja Anna sollte sich nicht so hinreisen lassen. Peta meints doch nur gut...”
Lilli wußte nicht genau ob das nun James schlechter Einfluss auf Remus Charakter war, oder ob er WIRKLICH so blind sein konnte. Jeder sah doch dass Peta Anna regelrecht provozierte.
Zurück zum Spiel stand es mittlerweile 50 zu 20 für Gryffindor, da Anna in ihrer unglaublichen Wut jedesmal den Quaffel mit einer solchen Wucht gegen die Torringe schoss, das Owen ausweichen MUSSTE um nicht vom Quaffel runtergestoßen oder gar mit an den Torring gedrückt zu werden. Selbst die Jäger wichen aus, da sie auf einem zukam, als würde sie ihn beim lebendigem Leibe sofort auffressen. Und endlich, nach einer halben Ewigkeit so schien es, sichtete James den Schnatz. Er glitzerte direkt neben einem der Torringe auf. Ein Seitenblick auf Joanna verriet ihm, das sie nichts davon mitbekommen hatte und so entfernte er sich erst einige Meter von ihr und tat, als ob er immer noch suchen würde. Dann ging er mit einem mal in den Sturzflug, direkt auf die Torringe zu. Er würde es schaffen, Joanna war viel zu weit weg um nachzukommen und vielleicht auch viel zu langsam. Sie flog grad mal einen Komet 1/60.
“James Potter hat den Schnatz gesichtet und er rast auf ihn zu,” konnte er Cat regelrecht in den Hörer hinein brüllen hören.
“Simpson verfolgt ihn, doch im Moment scheint sogar ne Schnecke schneller als sie bei Potter zu sein und.... Ein Klatscher von Peter rast direkt auf ihn zu, aber sieht er ihn auch kommen? James sieh dich vor. Wir wollen dich nicht in Stücke zerklatscht aufsammeln und....... Und jaahh, James weicht dem Klatscher mit einem unglaublichen eleganten Manöver aus, sowas hab ich ja noch NIE gesehen. Das ist ja unglaublich und... er hat den Schnatz. James Potter hat den Schnatz gefangen. 200 zu 20 für Gryffindor.”
Und die Menge tobte. James warf Joanna einen triumphierenden Blick zu, die ihre Arme an der Brust verschrenkte und giftig zu ihm herstarrte, doch das interessierte ihm nicht die Bohne. Sie hatten verdient gewonnen. Seine ganze Manschaft fiel ihm um den Hals als er unten ankam und die ganze Menge tobte vor Begeisterung. Alle gratulierten ihm zu einem perfekten Fang und wie elegant er dem Klatscher ausgewichen war. Jeder andere hätte eine Verletzung davon getragen. Remus hatte Anna zu ihrem wunderbaren Spiel gratuliert, als er zwei schlanke Arme um seine Hüfte spürte, die ihn sanft zu sich zogen. Es war Peta Watson, die ihn anstrahlte.
“Hey, Remie und was ist mit mir? Du darfst mir auch gratulieren,” lachte sie süßlich, wozu Anna beinahe einen Kotzanfall erlegen hätte. Doch stattdessen kochte der Kessel nun richtig über und sie riss Remus mit einem harten Ruck von ihr weg, ballte ihre Hand zu einer Faust, holte damit aus und schlug mit voller Wucht direkt in Peta's Gesicht. Ein perfekts Ende, für ein perfekts Quidditchspiel.
Prina - 18.01.2006, 02:55

Chap 6: the suspicion

Nach so einem Quidditchspiel kehrte nun erst mal Ruhe in Hogwarts ein. Das einzig nennenswerte war, dass Peta Watson nur noch mit einer Sonnenbrille gesehen wurde, wegen dem unglaublichen rechten blauen Auge, während Anna dafür täglich bei Professor Smith nachsittzten mußte, weil sie die Prügelei begonnen hatte. Lilli saß mal wieder alleine im Gemeinschaftsraum, da Alice ihre gesamte Zeit bei Frank verbrachte und Anna beim Nachsitzten war. Sie hörte einige Stimmen näher kommen, dann klappte das Porträt zu Seite und die Maurauder kamen herein. Sirius zwinkerte James zu und verschwand mit Remus und Peter hinauf., während sich ihr Freund zu Lilli auf ein gegenüberliegenden Sessel niederließ.
“Hey, Lils, mal wieder am lesen wie ich sehe? Gar nicht bei Malfoy?”
Sie sah von ihrem Buch auf und runzelte genervt die Stirn. James hob abwehrend die Hand.
“Sorry, Gewohnheitssache. Wollt mit dir wegen dem Date sprechen... dem... gekauften Date... mein ich.”
“Oh... sicher...”
Ihr Herz begann schneller zu schlagen, ihr Puls schien förmlich zu rasen, in ihrem Körper entstieg ein Gefühl, das sie ganz hibbelig machte. Wurde sie etwa auch rot? Jedenfalls wurde es ihr verdammt heiß.
“Naja, für 100 Galleonen sollte ich schon was bieten, oder?”
“Ähm... Ich... wie du willst. Ich... “
Er fragte sie ja gar nicht warum sie soviel geboten hatte?
“Naja, vertrau mir. Das wird ein Hogsmeadbesuch, den du so schnell nicht vergißt.”
Er zwinkerte ihr zu und ging dann gleichfalls hinauf. Wieso verhieß das nur nichts gutes wenn James Potter ein Erlebnis versprach, das man nicht so schnell vergisst? Lilli warf einen Blick auf die Uhr und bemerkte erschrocken, das sie sich ja mit ihrem Freund treffen wollte. Sie sprang auf und verließ den Gemeinschaftsraum zu den Ländereien. Lucious meinte, er würde am See auf sie warten und tatsächlich stand er bereits da als sie kam. Er hatte einen merkwürdig leeren Blick auf den See rausgeworfen.
“Na, du...” grüßte sie ihn lächelnd und stellte sich neben ihm hin. Er sah noch immer sehr ernst aus.
“Lili, mein Herz... Ich weiß, dass du das mit Potter nur getan hast, weil deine Freunde dich dazu überredet haben. Du läßt dich einfach zu sehr beeinflussen, aber... mußt du wirklich mit ihm ausgehen? Lilli, er ist ein Schwein. Du weißt, dass er nicht gut für dich ist. Warum gibst du dich mit ihm ab?”
“Wir sind Freunde und das hab ich dir schon mal erklärt.”
“Aber, Lilli Herzchen.”
“Hör auf mich so zu nennen.”
“Wie?”
“Herzchen. Ich mag diese Verniedlichungsformeln nicht. Nenn mich einfach Lilli.”
“Ich denke doch nur, dass es besser für dich wäre, wenn du ihm aus dem Weg gehst. Ich kenne Potter. Manch einer munkelt... er habe Kontakte zum dunklen Lord.”
“WAS?”
Lilli wußte nicht ob sie jetzt lachen oder weinen sollte. Das war das unglaublichste was sie je gehört hatte und das schwachsinnigste noch dazu.
“James haßt die dunklen Künste. Er hat das oft genug bewiesen und er hasst Voldemord.”
“Das will er euch jedenfalls weiß machen, damit ihn keiner verdächtigt. Er ist ein Spion.”
“ER IST GERADE MAL 17 JAHRE ALT, Lucious.”
“Und? Kennst du seine Familie? Weißt du was er in seinen Ferien macht? Sieh dir doch seine Freunde an. Black, Lupin, Pettigrew, White, alles reinblüter. Hast du dich nie gefragt, woher der dunkle Lord weiss, wo er nach seinen Opfern suchen muss? Hast du schon mal nachgesehen ob er nicht das dunkle Mal an sich trägt?”
“.....”
Lilli erstarrte. In ihr keimten Zweifel auf. Sie war sich immer sicher gewesen, dass James Voldemord hasste, dass er nicht zu seinen Leuten gehörte, aber das was ihr Freund da sagte... Es stimmte, James hatte nur reinblütige Freunde. Er war ja selber reinblütig. Seine Familie gehörte zu den ältesten und angesehendsten Zaubererfamilien Englands. Er verhexte die jüngeren, die Slytherins, jeden der ihm nicht paßte. Zwar mit normalen Zaubersprüchen, aber war nicht das verhexen aus der Laune heraus an sich ein schlimmer Grund? Das dunkle Mal...
“Ich kenne Leute, die behaupten, er habe es. An seinem oberen rechten Arm. Hast du ihn je etwas ärmelloses oder ohne Shirt rumlaufen sehen? Sogar im Hochsommer läuft er mit langärmeligen Shirts herum. Sprich ihn drauf an... er wird deiner Frage ausweichen. Er trägt es... Lilli... Aber wenn du mir nicht glaubst... dann habe ich hier etwas anderes für dich...”
Er reichte ihr eine Phiole in die Hand. Die Flüssigkeit war glasklar.
“Was?”
“Das Dunkle Mal reagiert auf diese Flüssigkeit. Weil es das pure Böse ist, wird es bei der Berührung mit dieser klaren Flüssigkeit einen Brennreiz geben. Probiers aus... dann siehst du, dass du mir vertrauen kannst und ihm nicht. Zu deinem eigenen Sicherheit, Lilli, halte dich von ihm fern. Ich will dich nur beschützten, Herzchen.”
Malfoy hatte sie in die Arme genommen, aber... sie fühlte nichts. Im Gegenteil, sie stieß sich sanft von ihm weg und entschuldigte sich. Mit einem mal war ihr Kotzübel.

“Aaarghhh....”
Lili war wieder hinausgerannt und hinterließ eine völlig verstörrte Gruppe zurück, die sich untereinander verunsichert ansahen.
“Ich-komm-gleich,” sagte Anna sehr langsam und ging ihrer Freundinn wieder einmal nach.
“Schwanger?” fragte Sirius in die Runde, und alle nickten zustimmend, woraufhin er sich seinem schlafenden Freund zuwandte und den Kopf schüttelte.
“Tz,Tz,Tz, Prongs, alter Junge, soviel zum Thema: Nichts tun. Jetzt weiß ich warum du immer verhindert warst.”
Die Jungs prusteten mit einem mal los, was Alice so überhaupt nicht komisch fand und Sirius einen giftigen Blick schenkte. Dieser hob abwehrend die Hände.
“War nur'n Witz, okay. Prongs versteht das, richtig?”
Alle Gesichter wandten sich auf James, der noch immer ausdruckslos dran lag. In dem Moment ging die Tür wieder auf und Anna setzte sich zu den Freunden dazu, während sie einmal tief schluchzte.
“Wo ist Lili?” fragte Alice besorgt.
“Sie kotzt sich zum zweiten mal die Seele aus dem Leib. Ist aber soweit okay und kommt gleich wieder.”
“Anna, jetzt mal im Ernst. Ist Lili schwanger? Ich mein Übelkeit ist doch meistens ein Anzeichen von Schwangerschaft.”
Sie sah Remus entsetzt an.
“Ich hatte in der 3. Klasse einen Kotzanfall weil James und Sirius mir eine Brechreizbohne ins Essen gemischt haben. War ich damals etwa SCHWANGER?”
“ANNA, ist Likli schwanger?” fragte nun Sirius eindringlich.
“Ich weiß es nicht... und... sie wohl auch nicht. Ich glaub, sie will es auch gar nicht wissen.”
“Wieso nicht?” fragte Frank verwundert, doch es war nicht Anna, die antwortete, sondern seine Freundinn Alice, die auf seinem Schoss saß.
“Sieh mal, James... auch wenn ihr es nicht hören wollt, aber es sind nun mal Tatsachen: James stirbt vielleicht und wenn sie wirklich schwanger ist... dann würde das bedeuten, dass dieses Kind ohne Vater aufwächst und in einer Zeit, in der Schrecken und Angst herrschen und in der sich zwei Parteien ständig duellieren ist das nicht unbedingt der günstigste Zeitpunkt für ein Baby aufzuwachsen. Lilli hat womöglich einfach Angst, das Baby alleine nicht großziehen zu können und es dann zu verlieren... wäre das schlimmste für sie.”
“Sie ist doch nicht alleine,” sagte Sirius sofort.
“Wir sind doch da. Glaubst sie wirklich, wir lassen sie mit dem Baby unseres besten Freundes einfach im Stich?”
“Nein, nicht wirklich. Sie ist nur momentan nicht in der Lage vernünftig zu denken.”
Die Tür ging auf und eine leichenblasse Lilli kam wieder herein. Sie setzte sich wieder auf dem Stuhl neben James Bett und seufzte ausgiebig.
“Okay, wo waren wir?”
Eine Weile blieb es still, dann nickte Sirius und sagte: “Bei dem Zeitpunkt, wo Misster Ich-Lüge-das-blaue-vom-Himmel dich überzeugen wollte, das James zu Voldemord gehört. Was für eine absurde Idee. Sowas kann auch nur ein Schwachkopf wie Malfoy ausdenken.”
“Schwachkopf ja, aber....”

Malfoy hatte Lilli verunsichert, soviel war klar. Sie hatte nie auch nur die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass James einen Bezug zum dunklen Lord hatte, aber jetzt, wo diese Vermutung erst mal im Raum stand, ließ sie sie nicht mehr los. Sie stand mitten im Gemeinschaftsraum und warf ihren Blick auf die Treppe die zum Jungenschlafsaal führte. Sollte sie es versuchen? Sollte sie ihn fragen? Und wie bitte schön? Hey, James, stimmt es dass du zu Voldemords Todessern gehörst und es auf mich abgesehen hast? Lilli schlug sich mit der Hand gegen den Kopf, um den blöden Gedanken zu vertreiben.
„Das ist ja lächerlich.“
Dummerweise hatte sie das laut ausgesprochen.
“Was ist lächerlich?”
James stand genau vor ihr. Er war die Treppe gerade runtergekommen. Er brauchte nur dazustehen und strahlte dabei eine Wärme und eine Stärke aus, die keiner erklären konnte, doch die von jedem geliebt und geschätzt wurde.
“Ähm... ich.. ähm...”
Jetzt brachte sie nicht mal mehr einen gescheiten Satz heraus. Fest umklammerte sie die Phiole in ihrer Hand und versteckte sie in ihrem Griff.
“Lils... mach ich dich zufälligerweise nervös?”
Er begann um sie herum zu gehen, wie ein Tiger, der um seine Beute kreiste. Dumm nur dass seine Nähe...sie tatsächlich nervös machte. Er machte ihr keine Angst, nein... sie fühlte nur ein Gefühl, das sie nicht beschreiben konnte. Aber es fühlte sich sehr gut an und irgendwie.... ungewollt.
“Ähm... nein?!” antwortete sie vorsichtig.
“Na, dann ist's ja gut...”
“Schon wieder am flirten, Prongs?”
Nun kam auch Sirius die Treppen herunter, im Schlepptrau Peter und Remus.
“Komm, alter Knabe. Wir müssen weiter.”
James lächelte sie noch einmal verstohlen an, dann folgte er seinen Freunden aus dem Gemeinschaftsraum. Nein, dachte Lilli fest entschlossen. Nur weil er nur reinblütige Freunde um sich gab, hieß das nicht, dass er Muggelgeborene haßte. Er versuchte mit ihr auszugehen, buhlte um ihre Gunst und hatte sie immer vor allem in Schutz genommen. Er war nicht böse... das war kein Spiel...
Aber irgendwo tief in ihrem Herzen, keimten die Zweifel. Vielleicht... sollte sie die Phiole benutzten... Nur um ganz sicher zu gehen?

Lilli: "Ich habe mir bis heute nicht verziehen, dass ich es damals zuließ, das Malfoy in mir diese Zweifel bei James wecken konnte. Ich hatte ihn damit sehr verletzt, als er es herausfand."

Es war am nächsten Tag beim Unterricht. Sie hatten Zaubertränke bei Professor Smith und sollten einen Heilungstrank zusammen brauen. Lilli hatte einen Plan gefasst und wollte diesen auch ausführen. Sie mußte einfach Gewissheit haben. Wenn er wirklich ein Spion war, dann verdiente er, dass die gesamte Schule die Wahrheit über ihn heraus fand... aber wenn er keiner war... dann... hatte sie einen guten Freund hintergangen.
“Lils?”
“Hm?”
Anna hatte sie aus ihren Gedanken gerissen.
“Denkst du grad über deine zukünftige Hochzeit mit Lucious nach oder wieso verziehst du das Gesicht so in Falten?”
“Ähm... ja, genau...”
Sie lächelte etwas verlegen. Sie wußte gar nicht, dass sie wie gedrückt lügen konnte.
“Sie haben noch 5 Minuten Zeit, wenn sie vorher fertig sind, können sie sie abgeben und dann den Raum verlassen.”
Lilli nahm ihre Phiole und stand von ihrem Platz auf.
“Hey, Lils, dein Trank hat die falsche Farbe. Sie ist glasklar und sollte aber türkis sein,” flüsterte Alice ihr verwundert zu, aber Lilli hatte sie nicht beachtet. Sie ging mit der Phiole in ihrer Hand in James Richtung, der bei Sirius saß und herumblödelte. Sie lachten... James Lachen klang nicht wie das eines Bösen. Wußte sie überhaupt wie das Lachen eines Bösen klang? Sie war noch naiv, hatte doch kaum Erfahrungen im Leben gesammelt. Sie konnte sehen, wie er seinen Trank gleichfalls fertig braute wie sein Freund und sich beide erhoben um sie abzugeben. Lilli ergriff die Chance und mit einem mal stießen sie zusammen. Sie konnte noch hören wie er sich entschuldigt, dann hatte sich die Flüssigkeit ihrer Phiole schon über seine rechte Schulter ergossen und floß auch über den Ärmel und James? Er krächzte auf. Er hielt sich mit der linken Hand die rechte Schulter und es schien als ob er sich gleich vor Übelkeit übergab. Sirius hatte ihn gestützt, während sich Professor Smith den Weg zu ihnen durch bannte. Lilli dagegen... schritt zurück. Sie zitterte und ihr Herz schien so hart zu pochen, dass es gleich herausspringen würde. James... war... ein... Todesser? Ohne zu zögern war sie rausgelaufen...
Professor Smith hatte sich James Schulter sofort angesehen und ihn in den Krankenflügel geschickt. Die Flüssigkeit hatte ihm die Schulter verätzt. Während Sirius und Remus ihren Freund wegbrachten, waren Anna und Alice Lilli suchen gegangen. Sie fanden sie auf den Ländereien, wo sie kurzatmig am See saß und schon Tränen in den Augen hatte.
“Lilli?” fragte Anna besorgt.
“Lilli, was ist passiert? Was war das eben? Professor Smith meinte, dass dein Trank James Schulter verätzt hat. Das war kein Heilungstrank mehr. Lilli?”
Sie hatte ihre Freundinnen nicht angesehen. Immer wieder kreisten die selben Gedanken in ihrem Hirn: James war ein Todesser, er war ein Todesser, James Potter... war... ein... Todesser. Doch Lilli wußte nicht was gerade wirklich passiert war.

Madamme Pomfrey hatte James soweit wieder zusammenflicken können, jedoch mußte er am rechten oberen Ärmel einen Verband tragen, bis die Wunde heilte. Sofort, nachdem sie ihn auf sein eigenes Drängen hin entlassen hatte begab er sich auf die Suche nach Lilli. Er beschloss, das ganze einfacher anzugehen, stieg in den Jungenschlafsaal und holte die MauraudersMap aus der Truhe. Sie befand sich mit Anna und Alice auf den Ländereien. Er schloss die Karte wieder und ging an Sirius vorbei, der eigentlich IHN gesucht hatte.
“Hey, Prongs, wohin des Weges?”
“Lilli suchen und ihr sagen, dass ihr Trank mich nicht umgebracht hat. Pomfrey meinte, dass Lilli irgendwie einen Reiztrank zusammen gebraut hat, der Narben zum Brennen bringt. Das Mädchen macht Sachen, das ist nicht mehr normal. Man, hast du ihr erschrockenes Gesicht gesehen? Sie muß ja echt Panik bekommen haben.”
“Hm, ich denke, ich komm besser mit. Sonst kippt sie dir noch was ganz anderes über...”
“Na, dann los.”
Er hatte sie dank der Karte sofort gefunden, doch Lilli starrte ihn selbst jetzt noch schockiert an. Sie hatte Angst vor ihm und bevor sie realisierte was sie eigentlich tat, hatte sie ihre Hände an Anna und Alice vergraben und sie zu sich gezogen. James grinste bei diesem Anblick amüsiert auf.
“Lils?” Er stand nun mit Sirius genau vor ihr. “Hey, ich werd dich schon nicht umbringen. Madamme Pomfrey hats wieder geflickt. Siehste... alles heil.”
Er wirbelte mit dem rechten Arm umher um ihr zu zeigen wie gesund er war und hätte dabei doch beinahe Sirius eins übergebraten, wenn der nicht ausgewichen wäre.
“Hey, immer langsam mit dem jungen Reh, ja?”
Lili schüttelte verängstigt den Kopf und hielt ihre Freundinnen noch fester.
“Lilli? Alles okay?” fragte Anna besorgt, da ihre Nägel sich nun in ihr Fleisch eingruben und das tat weh. Lilli dagegen beschloss endlich alles raus zu lassen. Sie würde ihn nicht decken. Es war an der Zeit dass alle erfuhren wer er wirklich war.
“Du bist ertappt, Potter.”
“Hm?” fragte James noch immer amüsiert, “Potter? Bei was denn?”
“Die Flüssigkeit... die ich dir über die Schulter gegossen habe... und ZWAR ABSICHTLICH... ist eine Flüssigkeit die anfängt zu brennen wenn sie mit dem Dunklen Mal in Berührung kommt. Du bist ein Todesser, ein Spion und du gehörst zu Voldemord.”
...........
“Du bist ein Todesser, ein Spion und du gehörst zu Voldemord.”
Dieser Satz klingt logisch und gefährlich und er würde auf viele andere zutreffen. Aber nicht auf James Potter. Sirius, Anna und Alice standen da, ihre Augen weit aufgerissen, ihre Kinnladen bis nach unten runtergefallen. Nur James schien keine Reaktion auf diese Verdächtigung zu zeigen, während Lilli sich weiter hinter ihren Freundinnen fest hielt.
“Den Inhalt der Phiole hab ich von Lucious bekommen. Er wußte wer du bist und er sagte mir dass du das Dunkle Mal an deinem rechten Oberarm trägst. Die Flüssigkeit... hat dich verraten, Potter. Und nun wissen es alle, dass du ein falsches Arschloch bist. Ein Verräter...”
“Lils? Sag mal, ist ein Hippogreif über dich getreten?” fragte nun Sirius, der sich als erstes wieder gefangen hatte.
“Du redest hier über JAMES. Er ist der letzte der zu diesem Pack wechseln würde.”
“Ach ja? Habt ihr euch nie gefragt, warum er nie seinen rechten Oberarm zeigt? Habt ihr euch nie gefragt warum der dunkle Lord immer zu wissen scheint, wo er nach Muggeln suchen muß um sie zu vernichten? Weil wir einen Spion haben, der ihm alles erzählt was er wissen muss.”
“Lilli, du irrst dich...” begann Anna, doch sie schnitt ihr das Wort ab.
“Waurm zeigst du uns das Mal nicht einfach, Potter... Oute dich schon, du kannst jetzt sowieso nichts mehr tun. Es ist vorbei.”
James nickte. Er zog seinen Umhang aus und warf ihn ohne Rücksicht auf etwas anderes auf den Boden. Dann stülpte er eilig den rechten Ärmel hoch und riss den Verband ab.... Der Verband fiel vom Wind verweht einige Meter weiter zu Boden... aber an seinem Ärmel... war nur eine schwarze, langgezogene Narbe zu sehen. Kein dunkles Mal.
“Du hast Recht, Lils... es ist... vorbei... mit unserer Freundschaft. Nur zu deiner Info: Den Trank den Malfoy dir gab reagiert nicht nur beim dunklen Mal mit einem Brennreiz, sondern bei der Berührung mit allen Narben. Das ist eine Narbe, die ich mir bei einem Kampf mit einem Todesser zugezogen habe. Ich verstecke sie... weil ich nicht stolz auf sie bin. Mein Großvater ist gestorben um mich vor dem Tot zu retten und diese Narbe erinnert mich an seinen Tot. Jetzt weißt du Bescheid... Ich hätte nicht gedacht... dass du mir so etwas überhaupt zutraust... Voldemord... ein Todesser... du hast Recht, Lils... es ist vorbei.”
Und ohne sie noch einmal anzusehen, drehte er sich um und verschwand zurück ins Schloß. Auf einmal schien sich der Boden unter ihren Füßen aufzulösen, schien ihr Herz nicht mehr zu schlagen und alles woran sie geglaubt hatte, war weg. Sie konnte nicht mehr denken, nicht mehr fühlen, nicht mehr sprechen. Sie spürte, dass ihre Freunde sie anstarrten, aber... das war ihr egal. Alles was jetzt noch in ihren Gedanken kreiste war.. James, sie hatte ihm zutiefst verletzt. Viel zu tief. Sie hatte ihm die Sache vorgeworfen zu tun, die er am meisten verachtete. Sie hatte ihn... verloren.
Prina - 18.01.2006, 02:57

Chap 7: Wing-Castle

Nach diesem Vorfall hatte sich James von seinen Freunden zurückgezogen. Von all seinen Freunden. Nach dem Streit war Sirius zum Schloß zurückgelaufen und suchte im Schlafsaal nach James... er war nicht da.
“Hey, Padfoot, was ist passiert?” fragte Remus besorgt, als er seinen Freund so aufgelöst sah. Er war gerade erst mit Peter von der Bibliothek zurückgekommen und Sirius erzählte ihm, was eben mit Lilli geschehen war.
“Sie hat was?” fragte Remus unglaubig und auch Peter hatte zum ersten mal wenn überhaupt einen Kommentar dazu abgegeben.
“Aber James wäre der letzte der zu Du-Weißt-Schon-Wem übergeht.”
“Tja, Lilli hat sich von Malfoy verarschen lassen. Aber später mehr, laßt uns Prongs suchen. Ich hab Panik, dass er irgendeinen Scheiß baut, so wie der drauf war, als er weg ging.”
“Die Karte,” sagte Remus sofort und alle nickten. Sirius tippte mit dem Zauberstab drauf und sie suchten das ganze Schloss und die Ländereien nach ihrem Freund ab. Er befand sich seltsamerweise in Dumbledores Büro.
“Was macht er da?” fragte Remus besorgt und mit einem mal... war James Name weg.
“Was sollte das denn jetzt? Wo ist er hin?”
Doch Reden brachte nichts. Die Maurauder machten sich gemeinsam auf dem Weg zu Dumbledores Büro um herauszufinden, was James dort zu suchen hatte und wieso er nicht mehr da war.

Währenddessen auf den Ländereien.
Anna und Alice hatten Lilli noch immer fassungslos angesehen, aber im Vergleich zu ihnen war Lilli noch um ein vielfaches bleicher.
“Lili?” fragte Anna unsicher. “Lebst du noch?”
“Da... da war kein dunkles Mal... da war... eine Narbe? Er ist... James ist... ich hab... Das darf nicht wahr sein.”
Es war als ob ihr jemand die Luft abgeschnürrt hätte. Lilli wartete nicht auf ihre Freundinnen, sondern war losgerannt. Sie mußte James finden, mußte sich bei ihm dafür entschuldigen, dass sie ein solcher Depp war. Wie konnte sie ihm das nur vorwerfen? Wie konnte sie ihn nur verdächtigen zu Voldemord zu gehören? Er war verletzt... hoffentlich hörte er sie wenigstens an. Sie traf mitten auf dem Flur auf die Maurauders und blieb bei ihnen stehen.
“Habt ihr James gesehen?” fragte sie hoffnungsvoll.
“Was willst du denn noch von ihm? Vielleicht den Gnadenstoß geben? Hast du ihn noch nicht genug verletzt?” fuhr Sirius sie brüsk an.

“Ich... Ich...”
Sie brachte einfach keinen gescheiten Satz zurecht. Es gab nichts zu ihrer rechtfertigung zu sagen. Sie hatte Mist gebaut, verdammten Mist.
“Miss Evans, Mr. Black, Mr. Pettigrew, Mr. Lupin, was brüllen sie hier in den Gängen herum?”
Es war Professor Mcgonagall gewesen, die sie ertappt hatte.
“Wir wollen nach James sehen, Professor. Er... wollte zu Professor Dumbledor und...”
“Mr. Potter ist beurlaubt. Er hat Hogwarts vorübergehend verlassen.”
“WAS?” sagten alle 4 gleichzeitig unfassbar.
“Mr. Potter hat den Schulleiter um Beurlaubung gebeten und er hat zugestimmt. Ich kann ihnen nicht sagen wann er wiederkommt oder warum er diese Sondererlaubnis erhalten hat, aber Professor Dumbledor hat dem zugestimmt also wird es schon richtig sein. Wenn sie also die Güte hätten, nicht hier im Gang herum zu schreien, sondern in angemessener Tonlage zu sprechen.”
“Ja, Professor,” sagten alle 4 und ließen sie vorbei gehen. Lili fühlte sich schuldig, es war wie eine sehr schwere Last, die sich auf ihre Schulter niedergelegt hatte und sie förmlich hinunter drückte.
“Ich hoffe du bist stolz auf dich,” sagte Sirius und seine Stimme klang zornig. Remus und Peter hatten nichts gesagt, aber ihre Blicke sagten mehr aus als tausend Worte. James ging es schlecht und es war ihre Schuld.

Die Woche verging und James kam nicht zurück. Sirius, Anna und Remus hatten ihm duzende Eulen geschickt, aber er hatte keine einzige beantwortet. Lilli wollte es auch tun, wollte ihm einen Brief schreiben und ihm sagen wie unendlich Leid es ihr tat, aber jedesmal, wenn sie mit einem Brief begann, dann kam sie nicht weiter als bis Hallo James. Wie konnte man sich einfach bei jemanden entschuldigen, den man so tief verletzt hatte, wie sie ihn verletzt hatte? Anna sagte ihr immer wieder, sie solle ihm doch einfach Zeit lassen. James wäre nur enttäuscht gewesen. Warten, sie hasste es zu warten. Geduld war keine Tugend von Lilli Evans gewesen. Sie hasste es tatenlos dazustehen und abzuwarten. Als sie Malfoy darauf ansprach wie falsch er mit seinem Verdacht lag, hatte der nur ein überraschtes: Tatsächlich? Er ist kein Todesser? von sich gegeben und hatte sie mitten im Flur stehen lassen. Seit dem hatte Lilli kein Wort mit ihm gesprochen. Sie war viel zu wütend auf alles und alles woran sie dachte war James und wie weh sie ihm getan hatte. Wie konnte sie sich von Malfoy nur so benutzten lassen? Sie wußte doch wie die beiden sich hassten und hatte James nicht immer zu ihr gesagt, dass Malfoy derjenige ist, der die dunklen Künste begehrte und mit Sicherheit zu den Todessern gehörte? Das hatte sie nun davon. Ihr Freund hatte sie wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und dem einzigen, den sie mehr bedeutet hatte, hatte sie durch eigene Schuld für immer verloren. Und mit diesem Wissen, brach sie im Mädchenschlafsaal schließlich in Tränen aus und begann bitter zu weinen. Jeden Abend, wenn sie glaubte dass Anna, Alice und Taylor schon fest schliefen, begann sie aufs neue ihrem Schmerz freien Lauf zu lassen und zu weinen...
Der November brach herein, aber James kam nicht zurück. Sirius hatte mittlerweile einen Brief von seinem Freund erhalten, in dem er mit zwei Sätzen geantwortet hatte: Mir gehts gut. Bis dann, Prongs.
“Na, wenigstens unterschreibt er mit seinem Spitznamen. Dann gibts ja doch noch Hoffnung,” beschloss Sirius als er den kleinen Schnipsel an Remus weiter reichte.
“Ihm scheints echt mies zu gehen,” bemerkte der. Anna hatte sich eng an ihn gekuschelt und den Zettel in die Hand genommen.
“Hört mal, Leute. Lilli gehts auch nicht besser. Sie macht sich irre viel Vorwürfe wegen dem Vorfall und...”
“Das soll sie auch,” unterbrach Sirius sie aufgebracht.

“Sie ist Schuld dass es ihm so schlecht geht. Sie hat ihn doch vor versammelter Manschaft als Todesser ver