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Animal Mother - 02.12.2007, 19:17
Kartenspiel Romme' - Spielregeln
Kartenspiel Romme' - Spielregeln


1. Allgemeines
2. Kombinationen
3. Joker
4. Geben
5. Abspiel
6. Abrechnung
7. Varianten


1. Allgemeines

Das Kartenspiel Rommé (Rummy) ist ein in zahllosen Varianten in aller Welt verbreitetes Kombinations- und Anlegespiel. Da es recht unkomplziert ist, wurde es zu einem beliebten Familien- und Gesellschaftsspiel für jung und alt.

Romme' wird gewöhnlich mit einem Kartenspiel aus 2x52 Karten und bis 6 Jokern gespielt.

Es können 2 bis 6 Spieler teilnehmen. Im folgenden werden nur die Grundregeln vermittelt, die durch zusätzliche Vereinbarungen abwandelt werden können.


2. Kombinationen

Ziel des Spieles ist es, die Handkarten zu bestimmten Kombinationen zu vereinen und anzulegen. Die bei Spielende in der Hand verbliebenen Karten werden nämlich als Verlust angerechnet. Man unterscheidet Sätze und Folgen.

Satz : 3 oder 4 gleichwertige, aber verschiedenfarbige Karten: z.B. KK, HK, PK, T2, K2,
H2, P2.

Folge: Mindestens 3 gleichfarbige, im Wert aufeinanderfolgende Karten: z.B. in Kreuz 9,
10, B, D, K oder in Herz 4, 5, 6, 7, 8,9.

In Folgen darf das As sowohl hinter dem König als auch vor der 2 stehen, z.B. D, K, A oder A, 2, 3. Folgen dürfen auch "um die Ecke" gehen, also etwa D, K, A, 2, 3.


3. Joker

(J) sind Universalkarten. Sie können beim Auslegen nach der Bestimmung des
Besitzers jede beliebige Karte zum Bilden von Kombinationen ersetzen, z.B. K6, H6, J; Herz -3, -4, -5, J, -7, -8. Die Joker erleichtern das Anlegen und sind deshalb sehr begehrt.


4. Geben

Je nach Vereinbarung und Teilnehmerzahl bekommt jeder Spieler verdeckt und möglichst einzeln 10 bis 13 Karten. Der Rest kommt als Talon (Ablagestapel) verdeckt in die Tischmitte.


5. Abspiel

Der links vom Geber sitzende Spieler zieht eine Karte vom Talon und legt da- für eine nicht benötigte Karte offen neben den Talon. Der nächste Teilnehmer kann nun diese offene oder die oberste Karte des Talons aufnehmen und muss dafür wieder eine Karte offen ablegen.

So entsteht neben dem Talon ein Abwurfstoß. Der an der Reihe befindliche Spieler darf Sätze und Folgen offen vor sich auslegen, wenn sie zusammen mindestens 40 Punkte zählen. Hierbei rechnen

As = 11 Punkte (aber nur 1 Punkt in der Folge ohne König)
Bube, Dame, König = je 10 Punkte
2 bis 10 = soviel Punkte, wie sie anzeigen
Joker = soviel Punkte wie die Karte, für die er eingesetzt ist.

Jeder Spieler, der bereits 40 Punkte ausgelegt hat, darf, wenn er wieder an der Reihe ist,

a) weitere Sätze und Folgen auslegen, auch wenn sie weniger als 40 Punkte zählen;

b) passende Karten an bereits ausgelegte eigene und fremde Sätze und Folgen anlegen;

c) ausgelegte Joker gegen diejenigen Karten in eigenen und fremden Kombinationen
eintauschen, die durch die Joker ersetzt sind, z.B. aus der Folge H9, J, HB den
Joker entnehmen, wenn dafür H10 eingefügt wird.

Gewinner ist, wer als erster seine Karten aus- und angelegt hat, dabei "Rommé" meldet und für die zuletzt vom Talon gezogene Karte eine Karte abwirft. Hand-Rommé erzielt der Spieler, der ohne vorheriges Auslegen alle Karten auf ein- mal aus- oder anlegt.

Hierbei können die ausgelegten Karten weniger als 40 Punkte zählen. Falls der Talon im Spielverlauf aufgebraucht wurde, wird der Abwurfstoß gemischt und als Talon verwendet.


6. Abrechnung

Nach Abschluss jedes Einzelspiels werden jedem Teilnehmer die in der Hand behaltenen Augen als Minuspunkte in einer Liste aufgeschrieben. Hierbei zählen As immer 11 Punkte, Joker 20 Punkte und alle anderen Karten wie unter 5. gesagt. Bei Hand-Rommé werden die Minuspunkte verdoppelt.

Nach der Spielpartie werden die Punkte jedes Spielers zusammengezählt und wie im folgenden Beispiel abgerechnet:

------------------------
A B C D
------------------------
+140 -140 + 80 -270
- 80 -220 +220 -130
+270 +130 +350 -350
------------------------
+330 -230 +650 -750
========================

Angenommen, der Punktwert ist mit einem Zehntelcent vereinbart worden, so hätten B 23 und D 75 Cent zu zahlen, während A 33 und C 65 Cent erhalten würden.


7. Varianten

Aus der Vielzahl der Spielweisen sollen nachfolgend solche aufgeführt sein, die das Romméspiel zu bereichern vermögen:

a.) Rommé mit Klopfen: Wer nicht an der Reihe ist, aber die oberste Karte des
Abwurfstoßes gebrauchen könnte, klopft auf den Tisch. Wenn der Spieler, der gerade
an der Reihe ist, sein Einverständnis gibt, darf der Klopfer diese Karte nehmen.

Zusätzlich muss er noch 2 Karten vom Talon ziehen. - Um zu verhindern, dass laufend
geklopft wird, sollte man festlegen: Der Klopfer muss die Karte vom Abwurfstoß
offen und die beiden Talonkarten verdeckt vor sich ablegen.

Wenn er dann an der Reihe ist, muss er die offene Karte sofort zusammen mit
mindestens zwei Karten aus der Hand als Kombination auslegen können. Erst dann
darf er die beiden Talonkarten in die Hand nehmen.


b.) In Dreiersätzen ersetzt der Joker durch Festlegung des Spielers eine ganz bestimmte
Karte. So kann man z.B. festlegen, dass im Satz C9, J, K9 der Joker die P9 ersetzt.


c.) Folgen dürfen nicht "um die Ecke" gehen (vgl. Abschnitt 2.). Vor das As in A, 2, 3,
darf man also keinen König setzen und nach dem As in D, K, A nicht mit 2, 3 usw.
fortsetzen.


d.) Der Mindestwert für das erste Auslegen wird nicht mit 40, sondern, mit 30 Punkten
festgelegt.


e.) Rommé mit 10: Man darf bereits "Rommé" sagen, wenn die Karten in der Hand nur noch
höchstens 10 Punkte zählen. Es wird dann noch eine Runde bis zum Ansager gespielt,
bevor man abrechnet.

Der Ansager selbst spielt nicht noch einmal. Seine Punkte werden nicht notiert,
doch er muss sein Blatt zur Kontrolle vorzeigen.


f.) Farbenrommé: Man darf "Rommé" sagen und sofort Schluss machen, wenn man mindestens
10 beliebige Karten einer Farbe in der Hand gesammelt hat.

Ihre Punkte werden natürlich nicht notiert.


g.) Man darf auch Schluss machen, wenn man keine Karte auf den Abwurfstoß legen kann.


h.) Wer bei der Abrechnung noch Joker in der Hand hat, bekommt seine Punkte als Verlust
doppelt notiert.


i.) Als zusätzliche Belohnung werden dem Gewinner 10 Punkte von seinen Verlustpunkten
der vorangegangenen Spiele gestrichen (hatte er bis dahin 113 Punkte, so hat er
jetzt nur noch 103), bei Hand-Rommé sogar 20 Punkte.


j.) Um bei nur 2 oder 3 Teilnehmern die Spiele zu verkürzen, muss jeder vom Talon 2
Karten ziehen, und zwar auch dann, wenn er eine Karte vom Abwurfstoß nimmt.
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