Paula Print erklärt den Barbara-Tag
Schwabmünchen Draußen wird es immer kälter und an den Bäumen sind längst alle Blüten und Blätter verwelkt. Paula Print erinnert das an einen Brauch, der seit langer Zeit vielen Kindern große Freude bereitet: Das Aufziehen von Barbara-Zweigen am Barbaratag (4. Dezember).
Paula Print erfuhr, dass dieser Brauch aus einer alten Advents-Geschichte stammt. Und die geht so:
Vor vielen Jahrhunderten lebte in der Türkei der reiche Kaufmann Dioskurus alleine mit seiner einzigen Tochter Barbara. Weil er viel unterwegs sein musste, sperrte er sie aus Sorge vor bösen Menschen alleine in einem Turm ein, sobald er eine Reise machte. Dort durfte sie niemand besuchen außer ihre Dienerin und ein Lehrer.
Sie erfuhr von Jesus und wie er den Menschen half
Eines Tages aber erfuhr sie von Jesus - wie er den Menschen half und dass Gott ihn nach dem Tod auferstehen ließ. Bald ließ Barbara sich taufen und wurde Christin.
Als ihr Vater aber von seiner Reise zurückkam und davon erfuhr, wurde er sehr zornig. Christen waren damals nicht gerne gesehen und wurden vom Kaiser verfolgt. So sperrte er sie vor Wut mitten im Winter in einen kalten Kerker.
Auf den Weg in ihr Verließ nahm sie einen kahlen Kirschzweig mit. Sie stellte den Zweig in ein Glas und teilte mit ihm das Wasser, das ihr jeden Tag gereicht wurde. Als der Kaiser erfuhr, dass Barbara eine Christin war, ließ er sie zum Tode verurteilen.
In diesem Moment begann der Zweig zu blühen, mitten im Winter! So sah sich Barbara bestätigt, dass Leben wieder erweckt werden kann und war froh, obwohl sie vom Tode bedroht war.
Ein blühender Zweig bringt Freude in trübe Tage
Solch ein blühender Zweig im Winter bringt auch heute Freude in trübe Tage. So holt auch Paula Print in jedem Winter Zweige ins Haus und stellt sie an einer warmen Stelle in die Vase.
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