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Mafuyu - 01.03.2008, 14:46
der King
Am 8. Januar 1935 kam in Tupelo, Mississippi, erblickte Elvis Aron Presley das Licht der Welt. Er war das einzige überlebende Kind von Vernon Presley und Gladys Love Presley. Sein Zwillingsbruder (Jesse Garon, der etwa eine halbe Stunde vor Elvis geboren wurde) war bereits bei der Entbindung tot. Gladys konnte nach der schweren Geburt keine weiteren Kinder mehr bekommen. Da Elvis der einzige Überlebende der Zwillinge war, wählte seine Mutter Gladys, die nur die Buchstaben von "lives" (lebt) vertauschte, den Namen Elvis.
Elvis Presley arbeitete nach seinem Abschluss an der Humes High School in Memphis zunächst als Elektriker bei der Precision Tool Company und danach unter anderem als Lastwagenfahrer für Crown Electric. Musikalisch geprägt vom Gospel, den er als Mitglied des Kirchenchors in einer schwarzen Methodistengemeinde seit frühster Kindheit sang, und dem im Mississippi-Delta beheimateten Blues sowie auch der Country-Musik, träumte er jedoch von einer ganz anderen Zukunft. Nach dem Umzug der Familie Presley 1948 in die seit Anfang der 1950er-Jahre aufstrebende Metropole Memphis, in der Blues-Interpreten wie B. B. King, Howlin' Wolf oder Rufus Thomas die Musikszene prägten, war dies für ihn die richtige Umgebung, seine Träume wahr werden zu lassen. Sehr maßgeblich für seine musikalische Karriere – und damit auch für die weitere Entwicklung der gesamten Popmusik sowie des Rock im 20. Jahrhundert – war schließlich auch der Umstand, dass seine Eltern ihm 1945 zu seinem 10. Geburtstag nicht das gewünschte Fahrrad und Luftdruckgewehr schenken konnten. Er erhielt stattdessen eine Gitarre, die er ohne Unterricht und Notenkenntnisse schon nach kurzer Zeit zu spielen verstand.
Elvis Presley hat unter anderem deutsche Vorfahren. In den 1990er-Jahren fanden Ahnenforscher heraus, dass der südpfälzische Winzer Valentin Pressler aus Hochstadt, der um 1700 nach Amerika auswanderte, sein Urahn ist.
1953 nahm Presley in den Sun-Records-Studios in Memphis auf Celluloseacetat die Titel My Happiness und That's When Your Heartaches Begin auf, angeblich als verspätetes Geburtstagsgeschenk für seine Mutter. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er den Klang seiner Stimme hören wollte. Die beiden Titel - sowie zahlreiche Balladen in den über zwei Jahrzehnten danach - sang er sehr rührselig, ja fast kitschig, was teilweise noch heute für Kritikerspott sorgt. Dieser Vortragsstil war aber – neben seiner „rockigen“ Phrasierungstechnik – von Anfang an ein wichtiger Teil von Elvis' Erfolgsrezept.
Der Inhaber der Sun-Studios, Sam Phillips, ein Liebhaber und Produzent der schwarzen Musik, wurde durch die spezielle Klangfärbung von Elvis' Stimme auf diesen aufmerksam. Phillips war damals bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Sänger mit „dem besonderen Sound“ und vor allem mit einem ausgeprägten Rhythmusgefühl, denn er sagte einmal voraus: „Wenn ich einen weißen Mann finden könnte, der die Stimme und das Einfühlungsvermögen eines Schwarzen hat, dann könnte ich eine Million Dollar machen“.
Obwohl von seiner Meinung überzeugt, war er aufgrund der damaligen Marktmechanismen zunächst noch sehr skeptisch, denn vor allem im rassistischen Süden der USA spielten „weiße“ Radiostationen bis in die 1960er Jahre keine schwarze Musik. Doch Phillips behielt Recht, sein Gefühl bezüglich des jungen Gesangstalentes hatte ihn nicht getäuscht, denn seit 1954 verkauften sich weltweit insgesamt weit über eine Milliarde Schallplatten von Elvis Presley. Ab Anfang 1956 setzte in den USA und kurze Zeit später auch in Westeuropa um Elvis eine „Massenhysterie“ und ein regelrechter „Personenkult“ ein, wie die US-amerikanische Presse polemisch schrieb.
Nachdem Elvis sich während der 1960er-Jahre vor allem auf die Filmarbeit in Hollywood konzentriert hatte, nahm er Anfang 1969 in den American Sound Studios beim legendären Produzenten Chips Moman das erste Mal seit vielen Jahren wieder in seiner Heimatstadt Memphis auf. Diese Sessions brachten nicht nur die beiden Hit-Alben From Elvis in Memphis und Back In Memphis hervor, hier entstanden außerdem die Welthits Suspicious Minds und In The Ghetto, die Elvis nach acht Jahren Nummer-1-Hit-Flaute weltweit wieder zurück an die Spitze der Charts brachten.
Am 16. August 1977, um ca. 14 Uhr wurde Elvis Presley von seiner damaligen Freundin Ginger Alden leblos am Boden seines Badezimmers aufgefunden (laut Angaben der Freundin) und im Baptist-Memorial-Hospital um 14:43 Uhr, nach mehreren Wiederbelebungsversuchen, offiziell für tot erklärt. Er wurde nur 42 Jahre alt.
„Der King ist tot“, diese Nachricht verbreitete sich rasant und löste weltweite Trauer aus. Als offizielle Todesursache Presleys wurde „Herzstillstand durch zentrales Versagen der Atemorgane“ angegeben. Sein Leibarzt Dr. "Nick" Nichopoulos, der Elvis immer wieder mit verschriebenen Medikamenten versorgt hatte, wurde später von der Anklage der fahrlässigen Tötung freigesprochen.
Der Tod Elvis Presleys erschütterte die ganze Welt und schon bald kamen erste Gerüchte auf, dass der King womöglich noch am Leben sei. Eine Anzahl von Autoren haben sich mit dem Tod Presleys befasst und behaupten, auf Sachverhalte gestoßen zu sein, die zu Zweifeln am Tod des King of Rock'n Roll Anlass geben.

Die Autorin Gail Brewer Giorgio, (sie schrieb unter anderem die Novelle Orion und das Buch Is Elvis Alive?), ihr Kollege Monte Nicholson (u. a. The Presley Arrangement) sowie weitere Autoren kamen zu einer ähnlichen Schlussfolgerung: Elvis soll danach das mehr oder weniger freiwillige Opfer eines Kronzeugenschutzprogrammes des FBI geworden sein. Ein weiterer Autor zu diesem Thema ist John Parker, Journalist und Schriftsteller. Er schrieb das Buch Geheimakte Elvis - Die Mafia und das Rätsel um den Tod eines Idols (Originaltitel Elvis, the Secret Files). Parker kommt nach aufwändigen Recherchen in staatlichen Archiven der USA und in der Zentrale des FBI zu dem Schluss: Elvis war als unschuldiges Opfer in eine der größten Ermittlungsaktionen des FBI verwickelt und sollte in einem aufsehenerregenden Prozess gegen führende Mafiafamilien aussagen; in einem Prozess, zu dem er niemals erschien... Angeheizt wurde die "Gerüchteküche" auch immer wieder durch angebliche Sichtungen von Elvis nach seinem Tod an verschiedenen Orten der Welt, den sogenannten Elvis Sightings, die bisweilen bizarre und lächerliche Ausmaße annahmen. Alle genannten Legenden, Thesen und Theorien konnten bis heute nie durch glaubhafte Fakten belegt werden, bleiben also rein spekulativ und letztendlich mehr als fragwürdig. Nahestehende Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis Elvis Presleys haben zudem immer wieder auf den Unsinn dieser Behauptungen hingewiesen.
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