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stefan mandl
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Betreff des Beitrags: Oxalsäurebehandlung im Dezember Verfasst: 15.11.2007, 11:19 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2007, 17:32 Beiträge: 225 Wohnort: wien
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Liebe Bienenfreunde (-innen)!
Da in der Rubrik "Arbeiten im Dezember" noch keine Beiträge sind und ich der Meinung bin, daß der folgende Eingriff recht bedeutend ist, darf ich unsere Dezemberarbeit bei den Völkern kurz beschreiben.
Wir träufeln 3,5% Oxalsäure mit etwa 10% Honig (Rest warmes Wasser) über die bienenbesetzten Waben zur Varroabekämpfung. Da unsere Völker meist erst im Dezember brutfrei sind, erfolgt dieser Eingriff so spät. Wir achten darauf, daß dies bei min. 2 Grad plus gemacht wird. Wieviel wir von der Lösung verwenden hängt von unserer Laune ab. Ein Litter reicht rund für 20 Völker. Die Oxalsäurebehandlung darf aber nur einmalig durchgeführt werden, da die Völker sonst stark geschädigt werden.
Pro Tag und Arbeiter kann man rund 300 Völker behandeln, wenn man sich nicht allzusehr stresst und auch ein wenig die Winterruhe geniesst.
Dieser Eingriff reduziert die restlichen Varroen doch auf ein Minimum, sodaß die Völker fast milbenfrei ins neue Jahr gehen.
Außerdem ist es ein guter Grund für den Imker auch im Winter bei seinen Bienen sein zu können.
_________________ Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Stefan Mandl
Koordinator der ARGE Bienenforschung
an der Universität für Bodenkultur, Wien
www.bienenforschung.at
stefanmandl@yahoo.de
0043/664/39 22 400
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Sybill
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.11.2007, 12:14 |
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| Administrator |
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Registriert: 25.01.2007, 15:39 Beiträge: 884 Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
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Hallo,
ich führe ebenfalls eine Restentmilbung durch, allerdings auf einen etwas anderen Weg. Ich verwende einen Oxalsäureverdampfer ( eigentlich 4-5 Stück in Reihe). Damit kann ich rasch und viele Völker gleichzeitig behandeln, damit bin ich ebenfalls auf einem Nachmittag mit allen Völkern fertig.
Mir persönlich ist die Verdampfungsmethode lieber, da ich damit das Gefühl habe alle Milben zu erreichen, muß aber dazu sagen das ich von der Träufelmethode auch noch nichts schlechtes gehört habe.
_________________ Gruß Sybill ________________________________ What bee is good for your health? - Vitamin bee!
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.11.2007, 12:57 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2127 Wohnort: Schmidatal
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Auch für mich war bisher das verdampfen von einer Tablette je einräumigen Volk eine Selbstverständlichkeit, hätte aber dennoch sehr gerne gewusst, welche von den beiden Methoden die doch sinnvollere ist?
Vom träufeln und somit "einwackn" der Bienen kann ich mich leider nicht sehr begeistern, denn da denke ich stets an mittlerweile längst vergangene Perizinzeiten. Aber wenn es dennoch Sinn macht, warum nicht.
Was meinen unsere User in dieser wichtigen Frage?
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
"Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann"
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Maja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 17.11.2007, 15:55 |
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| Moderator |
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Registriert: 19.03.2007, 16:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Hallo zusammen,
bei der Träufelbehandlung mit 3,5 %iger Oxalsäure gehen die Meinungen über den Zuckergehalt (oder Honiganteil) der Lösung in verschiedenen Veröffentlichungen sehr auseinander. Die einen empfehlen eine Zuckerlösung 1:1, die anderen weniger.
Wie ist es denn nun für die Bienen am besten? Wurde das schon mal irgendwo untersucht?
Viele Grüße
Maja
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jomasch67
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28.11.2007, 11:58 |
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Registriert: 16.11.2007, 10:08 Beiträge: 27 Wohnort: Brixlegg
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Ich habe früher ebenfalls OS-Tabletten mit einem elektrisch beheizten Verdampfer zur Restentmilbung in der brutlosen Zeit angewendet.
Leider waren meine Erfahrungen mit dieser Art der Verdampfung nicht zufriedenstellend. Die OS-Tablette benötigte sehr lange, bis zum vollständigen Verdampfen. Außerdem war es nicht möglich, den Verdampfungsprozess zu beobachten/kontrollieren, sodaß es immer wieder vorgekommen ist, daß ich den Verdampfer zu früh herausgenommen habe (vor allem bei nachlassender Batterie).
Inzwischen verdampfe ich OS-Pulver in einem mittels Gasbrenner beheizten Verdampfer, welcher mit einem 2-Kammern-System arbeitet.
Der OS-Dampf wird über einen durchsichtigen Schlauch in die Beute geleitet, was mir eine Kontrolle des Verdampfungsprozesses erlaubt. Außerdem gestattet mir der Schlauch, daß ich einen gewissen Sicherheitsabstand zu den entweichenden OS-Dämpfen einhalten kann.
Durch eine Heizdauer von 30 Sekunden wird eine optimale Verdampfungstemperatur sichergestellt.
Der gesamte Bedampfungsvorgang dauert nicht einmal 2 Minuten. Wärend dieser Zeit wird mittels angeschlossener Luftpumpe der entstehende OS-Dampf in die Beute geblasen.
Durch das 2-Kammern-System muß nicht gewartet werden, bis das Gerät ausgekühlt ist, sondern es kann sofort die nächste OS-Ladung nachgefüllt werden.
Die Einleitung der OS kann entweder durch das Flugloch oder falls vorhanden, durch eine Bohrung in der Zarge erfolgen.
Nach erfolgter Bedampfung muß das Flugloch noch ca. 10 Minuten geschlossen bleiben.
MfG Johannes
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Hans-Joachim Heyer
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Betreff des Beitrags: Oxalsäure Verfasst: 03.12.2007, 16:23 |
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Registriert: 03.12.2007, 11:59 Beiträge: 115 Wohnort: Dienstweiler/Rheinland-Pfalz
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Ich habe gerade eben die Oxalsäurebehandlung bei meinen 5 Völkern durchgeführt. Lt. Gebrauchsanweisung 5 ml Pro Wabengasse geträufelt.
4 Völker saßen auf je 5 Wabengassen, eines auf 6. Beim 3. Volk lagen etwa 100 tote Bienen auf dem Gitterrost. Bei dem einzigen 2-zargigen Bienenstock waren die unbesetzten Waben irgendwie grau-schimmlig. Nur die honiggefüllten Bereiche sahen besser aus. Die Wabengassen waren zwischen halb und dreiviertel in der Breite besetzt.
Ich hoffe, ich dar zufrieden sein. Es sind mehr Bienen da, als ich aufgrund der Gemüllfläche befürchtete, aber der Schimmel macht mir etwas Sorgen. Milbenfall hatte ich die Tage zuvor fast keinen.
_________________ 10 Völker "Landbiene". Mehr in http://www.hanjoheyer.de/Imker10.html
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.12.2007, 20:03 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2127 Wohnort: Schmidatal
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Dankeschön Hans-Joachim für diesen ja geradezu Livebericht!
Wenn Deine Bienen im Moment fünf bis sechs Wabengassen haben, bist bereits im grünen Bereich und somit ist alles bestens. Bei mir mit bedeutend mehr Völkern bewegen sich die Gassen zwischen ebenfalls fünf und bis zu sieben. Auch der Totenfall beim dritten Volk mit 100 ist keineswegs besorgniserregend. Hier bitte ein Foto mit sechs Wabengassen und ebenfalls Totenfall auf dem Gitter.
Zitat: Zitat Hans-Joachim
Bei dem einzigen 2-zargigen Bienenstock waren die unbesetzten Waben irgendwie grau-schimmlig. Nichts machen und auch nichts anrühren, dies bereitet den Bienen im Frühjahr überhaupt keine Probs. Vermutlich war dieses Volk etwas länger in Brut und somit war eben etwas mehr Feuchtigkeit vorhanden, die nun nicht mehr entweichen konnte. Bei mir wird grundsätzlich nur mehr einräumig eingefüttert, da gibt es ganz einfach keine -von mir aus- verschimmelte Waben. Zitat: Zitat Hans-Joachim
Ich hoffe, ich darf zufrieden sein.
Das ja, es besteht im Moment überhaupt kein Grund zur Besorgnis. Aber bitte aufpassen Hans-Joachim und die Völker in Ruhe lassen, denn Jungimker schauen diese sehr oft zugrunde.
LG Josef
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
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Hans-Joachim Heyer
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Betreff des Beitrags: Beruhigt Verfasst: 03.12.2007, 22:34 |
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Registriert: 03.12.2007, 11:59 Beiträge: 115 Wohnort: Dienstweiler/Rheinland-Pfalz
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Vielen Dank für den beruhigenden Kommentar. Den Fehler, meine Bienen kaputtzugucken werde ich sicher nicht machen. Ich wurde oft genug gewarnt. Jetzt gilt es nur noch auf den großen Reinigungsflug im Frühjahr zu warten.
Ich überlege nur, am ersten etwas wärmeren Tag Ende Januar oder im Februar mal nachzuschauen, ob alle Völker noch genug Futter haben. Das ist wohl ok oder?
dank im voraus
_________________ 10 Völker "Landbiene". Mehr in http://www.hanjoheyer.de/Imker10.html
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drohne
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Betreff des Beitrags: Re: Beruhigt Verfasst: 03.12.2007, 22:57 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 00:00 Beiträge: 2127 Wohnort: Schmidatal
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Hans-Joachim Heyer hat geschrieben: Ich überlege nur, am ersten etwas wärmeren Tag Ende Januar oder im Februar mal nachzuschauen, ob alle Völker noch genug Futter haben. Das ist wohl ok oder?
Neeein, bitte nicht Hans-Joachim
Den genauen Futterstand kann man bestens auf der Bodeneinlage erkennen. Hier verweise ich bitte auf mein obiges Bild, da kann man nämlich ganz genau erkennen wo sich die Winterkugel befindet. In meinen optimalen Fall ganz weit vorne, nahezu noch in der Nähe des Flugloches. Erst wenn die Kugel etwa im Jänner ganz an der Rückwand ankommen würde, wäre Feuer am Dach.
Was Anfang Feber und von da an möglichst wöchentlich gescheit wäre, ist mit eigenem Honig selbstgemachten Futterteig verabreichen. Dies verhindert mit Sicherheit ein allfälliges verhungern und steigert die Legeleistung der Mutti ganz enorm. So mache ich dies jährlich und bringe damit meine Flieger ganz ordentlich in Schwung. 
_________________ Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft, meint Drohne
"Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann"
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Hans-Joachim Heyer
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Betreff des Beitrags: Frühjahrsfütterung Verfasst: 04.12.2007, 11:08 |
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Registriert: 03.12.2007, 11:59 Beiträge: 115 Wohnort: Dienstweiler/Rheinland-Pfalz
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