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Schmetterling - 15.11.2007, 18:15
Bin auch NEU hier! Und habe gleich ein paar Fragen


Hallo,

ich bin 41 Jahre alt, und wurde bereits als Kind traumatisiert und später dann
von meinem Ex-Mann über viele Jahre ebenfalls.

Nun nach 11 Jahren, wo ich alleine mit meinem Sohn lebe, und seit 9 Jahren mache ich Therapie, freut es mich, doch mit Gleichgesinnten mich austauschen zu können.

Denn es gibt da schon noch ein paar Fragen, Schwierigkeiten, Unsicherheiten die durch die Traumatisierung (Missbrauch) entstanden sind und mich es interessieren würde, wie Ihr damit umgeht oder was ihr für Erfahrungen gemacht habt.

z.B.
Mein Sohn ist wohl ebenfalls traumatisiert, da er als Kleinkind vieles gewaltvolle mit ansehen musste,
nun ist er 16, ist hyperaktiv und leidet evtl. unter dem Aspergersyndrom und steckt mitten in der Pupertät, er ist extrem anhänglich und sucht immer wieder körperkontakt.

Wie geht ihr damit um, wenn Eure männlichen Jugendlichen kuscheln wollen?
Wie kann ich meinem Sohn, auf natürliche Distanz halten, ohne das er sich abgewiesen fühlt?
Wie weit sollte man mit seinen Kinder darüber sprechen, was sie als Kleinkinder haben mit ansehen müssen?

Ich finde es toll, das es solch ein Forum gibt,
liebe Grüße

Schmetterling
sassi19 - 15.11.2007, 19:39

hallo
herzlich willkommen im forum.
ich selber habe keine kinder bin auch noch nciht so alt.
naja ich leide auch sehr und zu deiner letzten frage ob du mit ihm reden solltest kann ich dir nur sagen ja.
ich merke bei mir selber das ich nicht dait klar komme das meine eltern nie mit mir über das was passiert ist geredet haben. es ist so wichtig für mich gewesen bzw wäre so wichtig gewesen und heute leide ich darunter das niemand mit mir geredet hat und es mir erklärt und da denke ich wenn kinder so was mit kriegen oder selber erfahren ist es sehr wichtig mit ihnen zu reden zu mindest anbieten, vllt ist dein sohn damit noch überfordert oder er sehnt sich danach so wie ich mit meinen eltern ich muss gerade lernen damit umzu gehen das ich das nie bekommen werde diese wichtigen gespräche.
biete es deinen sohn n wenn er es nicht möchte wird er es sagen.
und die nähe die dein sohn sucht ist einfach ich denke es zu mindest das er angst hat allein zu sein oder so er hat angst das sich alless wiederholt denke ich frag ihn einfach.
ich kenne deinen sohn nicht aber ich denke da wie es bei mir ist und vllt ist es das er hat wie du sagst viel mitgekriegt und das geht an keinen kind spurlos vorbei, vllt gibt er es nicht zu oder kann es nicht aber ich denke das einzige was du machen kannst ist auf ihn zu gehen und fragen oder deine hilfe anbieten ihm zuzuhören. versuch es einfach mehr als nein kannst du nciht kriegen und wenn er nein sagt lass ihn wenn er reden will kommt er an. viele kinder denke sie wollen der mama nicht noch mehr sorgen machen und schweigen lieber aber gib ihm das gefühl das du es aushälst und für ihn da bist ich denke wenn er das gefühl hat wird er sich öffnen.


so ich glaub das war das was ich dazu sagen kann. hoffe dir ist etwas geholfen.


lg

sassi
engel - 11.01.2008, 13:47
ich hoffe du schaust noch mal rein
Traumatisiert zu sein und Kinder zu haben find ich an sich schon ein gewaltiges Paket...Mein Sohn ist auch 15,die Probleme sind vielleicht etwas andere,aber vielleicht hilft es dir trotzdem.Mein Sohn hat schon sehr früh lernen müssen das ich mit Körperlicher Nähe große Probleme habe,er sucht von sich aus kaum köperlichen Kontakt...Als er ein Kleinkind war,hat es mir manchmal das herz in der Brust zerrissen,weil ich ihm nicht das geben konnte,was er brauchte.Und er hat wahrscheinlich auch Scheden genommen.Aber ich habe gelernt,das allerwichtigste ist es auf meine Grenzen zu achten(egal in welchem Lebensbereich) und auch wenn mich diese Grenzen oft stören muß ich sie dennoch akzeptieren,weil ich es sonst für alle noch schlimmer mache.Ich würde deinem sohn ganz deutlich sagen,wenn etwas zu viel oder zu nah ist,ihm aber auch gleichzeitig erklären das es nchts mit ihm und deiner liebe zu ihm zu tun hat.Kinder verstehen es eigentlich ganz gut,wenn man offen und klar mit ihnen umgeht.Ich würde vielleicht auch mal hinterfragen warum er so viel Körperkontakt sucht.Ich bin keine Expertin,aber die meisten Teenager verhalten sich eher entgegengesetzt.Vielleicht magst du dich ja noch mal weiter über das thema unterhalten...Liebe Grüße :P
johnjohn - 17.01.2008, 22:04
Re: Bin auch NEU hier! Und habe gleich ein paar Fragen
Hallo Schmetterling,
willkommen, hier bist du richtig. Ich würde sagen, dass das auch ein Thema für deine Therapie ist. Das muss na klar schwierig für dich sein, wär's wohl für jeden. Und schön ist, dass du dich ihm gegenüber dem Jugendlichen(*eigentlich dein Sohn) nicht so verhalten willst, wie es dir passierte. Das mit dem Aspergersyndrom hoffe ich, wird sich nicht bestätigen, da dies nicht unbedingt leicht mit Hyperaktivität und Körperkontakt unter einen Hut zu bringen ist, denke ich.
"Natürliche Distanz" sagst du, das ist gut, Natürlichkeit und Klarheit, aber genau das ist es auch woran es "uns(Traumatisierten)" fehlt.
Etwas ganz wichtiges, tust du aber schon, Offenheit und Wahrheit, du schreibst hier. Dies kannst du mit deinem Therapeuten zusammen, für noch mehr Klarheit, Vertrauen und Natürlichkeit nutzen.
Wenn das Kuscheln nicht(mehr) geht(zu lange?), dann sag es ihm, bevor es dich richtig nervt oder stresst, dann sagst du es ihm so lieb wies geht.(Vielleicht nur kurz länger drücken.) Dann stimmt das schon, weiter geht's halt nicht.

hoffe da war ein passender Gedanke dabei...
johnjohn
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