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Samira - 14.11.2007, 20:06
Reiten, Hund und Jungs
Unruhig wachte ich auf. Ein komischer Traum ließ mich aufschrecken und ich rieb mir die Augen. Wieviel Uhr hatten wir denn? Ich schaute auf die digitale Anzeige des Weckers und gähnte. 5:00 Uhr in der Früh, das war nun wirklich nicht die Zeit aufzustehen. Also drehte ich mich auf den Bauch und klopfte mein Kissen zu recht, aber recht einschlafen konnte ich auch nicht mehr. Also stapfte ich in die Küche und setzte Teewasser auf. Mapple brummelte ein wenig, als ich Licht machte, schlief aber weiter.
Heute hatte ich wieder Hundetraining mit Mapple und war schon sehr erfreut alle wieder zu sehen. Vor allem Greg wollte ich wieder sehen. Seit ich ihn beim Einkaufen getroffen hatte ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich schlurfte ins Bad und betrachtete mich im Spiegel. Dann putzte ich Zähne und duschte.
Das Teewasser war inzwischen kalt geworden und entnervt wärmte ich es wieder. Mapple kam aus seinem Korb gekrochen und schob seinen Napf durch die Gegend. Ich gab ihm sein Futter und streichelte ihn während er fraß. Dann nahm ich mir eine Banane und trank meinen Tee. Ich beschloß vorm Hundetraining einfach noch zum Stall zu fahren, so hatte ich schon alles vorm Training erledigt und konnte Greg ja einfach auf nen Kaffee einladen oder so. Ich schüttelte den Kopf um die Gedanken zu vertreiben, als mein Handy piepte.
*Hab heut Abend keine Zeit Süße. Aber sehen uns morgen bei Hani! Kussi Leni* Ich legte mein Handy beiseite. Na schade, dachte ich und packte meine Reitsachen zusammen. Mapple legte sich wieder in seinen Korb. „Okay dann bleib du brav hier.“ Ich zog die Tür hinter mir zu und fuhr zum Stall.
Dort angekommen zog ich tief die kalte Luft ein. Es hatte nachts ein wenig geschneit und die Flocken tanzten immer noch vom Himmel. Ich kam in weihnachtliche Stimmung und ging ins Reiterstübchen. Es war noch sehr dunkel und kein Mensch war auf dem Hof.
Ich schlang meinen Schal enger um mich und ging in den Stall. Das genussvolle Malmen der Pferde fesselte mich für einen Moment. Einige schnaubten und streckten mir den Kopf entgegen, andere beachteten mich gar nicht, da sie schwer mit ihrem Morgenfresschen beschäftigt waren. Ich gelangte an die Boxen von Insider und Kiss. „Moin ihr zwei Schnarchnasen!“ Ich grinste und tätschelte beide und gab ihnen ein Leckerchen. Die zwei hatten nun seit einigen Tagen Boxen nebeneinander und schienen blendend miteinander klarzukommen, was mich sehr freute. Ich holte diesmal zunächst Kiss raus und band sie vor der Box an. Insider fraß weiter sein Heu, beobachtete mich ab die ganze Zeit. Er schien aber nicht eifersüchtig zu sein und so schrubbte ich Kiss’ Fell entspannt weiter, bis sie richtig glänzte. Das Fell war schon richtig dick und die zwei sahen einfach zum Knutschen aus. Ich grinste und klopfte die Bürsten ab, die ich gerade benutzt hatte. Ich beschloss es drauf anzulegen und holte nun Insider aus der Box, um auch ihn zu putzen. Ich hatte vor die beiden mal zusammen in die Halle zu lassen, um zu schauen wie gut sie sich denn verstanden. Ich hoffte, dass sie sich nicht kabbeln würden und beobachtete das Verhalten der zwei während ich Insider putzte, denn nun war ja keine Wand zwischen ihnen.
Die beiden waren aber ruhig, während Insider döste, knabberte Kiss an ihrem Strick rum. Ich legte den Hufkratzer weg, fegte den Gang und führte die zwei dann in die Halle, was etwas schwierig war, da Kiss forsch voranschritt und in die Halle wollte und Insider stehen blieb als wir aus der Stallgasse waren und sich umschaute. So rissen sie mich fast auseinander, aber ich schaffte es schließlich doch ohne Verletzungen in die Reithalle.
Ich drehte sie zur Tür, öffnete die Halfterriemen und ließ sie frei. Kiss drehte sich um und bockte erstmal los, um überschüssige Energie loszuwerden. Insider hingegen schritt bequem in die Mitte der Halle, schnupperte auf dem Boden und suchte sich einen Platz zum wälzen. Ich hängte derweil die Halfter weg und setzte mich dann in die Ecke um das Ganze zu beobachten und notfalls schnell eingreifen zu können.
Kiss hatte sich einigermaßen ausgetobt und Insider schüttelte sich gerade, dann lief Kiss zu Insider und schubste ihn an. Insider schüttelte sich wieder und Kiss machte einen Satz zurück, um nicht mit durchgeschüttelte zu werden. Sie stieß ihre Nase an Insiders und prustete, auch Insider schnaubte und trabte dann los, Kiss hinterher, dich an Insiders Kruppe, dann liefen sie in die Mitte. Insider scharrte mit dem Huf und Kiss schnaubte und roch wieder an Insiders Nase. Ein wenig bekam ich Angst, doch die legte sich als sie sich beknabberten und miteinander spielten. Sie schnappten spielerisch in die Luft und jagten sich ein wenig. Nach 15 Minuten durch die Gegend tobten standen sie in die Mitte und halfen sich bei der Fellpflege. Ich war gerührt und unheimlich glücklich darüber, dass sich meine zwei Schätze so gut verstanden.
Als die zwei fertig waren rief ich sie und sie kamen auch brav angetrottet. Ich gab ihnen eine Karotte und klopfte sie ein wenig ab. Dann legte ich die Halfter an und brachte sie wieder in die Box.
Zufrieden und auch etwas geschafft kam ich wieder nach Hause. Ich schloss die Tür auf und wurde schon freudig schwanzwedelnd von Mapple empfangen. Ich hockte mich hin und knuddelte ihn erstmal ordentlich.
Dann warf ich die Post, die ich aus dem Briefkasten geholt hatte auf den Tisch und machte mich noch mal unter die Dusche.
Ich zog mich um, wählte eine Jeans, einen dunkelroten Pulli und Turnschuhe. „So Mapple, jetzt bist du an der Reihe.“ Mapple bellte und lief zur Tür.
Ich legte die Leine an und zog meine Jacke über.
Dann gings ab nach draußen, ich wollte mit Mapple noch eine Runde spazieren gehen und ein paar Kommandos üben, aber nicht zu viel, sonst würde er nachher keine Lust mehr haben, wenns ernst wurde. Ich bog nach rechts in die Sedanstraße, die Richtung Radweg und Wald führte. Mapple lief brav neben mir her und nach einer 20 minütigen Runde gings wieder nach Hause.
Mapple rannte vor mir durch die Tür und ich gab ihm seinen Kauknochen. Zufrieden nagte er darauf herum. Ich wusch inzwischen Geschirr vom Vortag ab und räumte ein wenig auf.
Danach reif ich nach Mapple: „ So Kleiner auf geht’s zum Training!“ Mapple kam munter angelaufen und schüttelte sich, als ich die Tür aufmachte. Er sauste nach unten und sprang gleich in den Kofferraum, als ich ihn öffnete.
Ich fuhr los zum Hundeplatz, wo schon einige Autos auf dem Parkplatz standen.
Kassandra war heute ohne ihre Tochter gekommen und stieg gerade aus ihrem Ford Maverick. Stevie der Retriever sprang sofort zu Mapple und die zwei tollten schon los ohne dass wir auf dem Platz waren.
„Hallo Samira!“ „Hi Kassandra, na Kathrin heut gar nicht da?“ Kassandra schüttelte den Kopf:“ Sie ist mit ihrem Vater und ihrem Bruder zur Oma gefahren. Die Mutter meines Mannes, da war ich ganz froh mich zu drücken.“ Ich grinste und dachte an den Schweigerschreck. Gemeinsam gingen wir zum Platz, wo Sarah sich angeregt mit Herbie unterhielt. „Hallo!“ begrüßten wir uns alle. Herbert war munter am diskutieren und erzählen, da er am Wochenende eine große Hundeschau besucht hatte.
„Hast du dort auch ausgestellt?“ fragte ihn Kassandra. Herbert nickte: „ Ja zwei meiner Collies hatte ich mich, Zack allerdings nicht.“ Wir schauten zu den Hunden, die über das Gras tollten. Es war alles etwas aufgeweicht und dementsprechend sahen die weißen Flecken von Herbies Collie auch schon aus. Nur gut das Mapple schwarz war, dachte ich. Aber waschen musste ich ihn wohl trotzdem.
Theresa und Sandra, die Zwillinge kamen zu uns, sie waren zuvor bei den Hunden gewesen. „Hey ihr zwei!“ grüßte Sandra Kassandra und mich und wir lächelten.
Greg kam mal wieder als letzter mit seiner Sue. Ich lächelte ihn an. Er sah gut aus ein wenig verwuschelt aber mit einem tollen Glanz in den Augen.
„Sorry, wurde ein wenig aufgehalten.“ Er grinste schelmisch und stellte sich mit zu in die Reihe, die wir gebildet hatten.
Die nächsten 1 ½ Stunden hatte ich keine Zeit Greg anzuschmachten, geschweige denn mit ihm zu reden. Sarah spannte und voll ein und wir mussten uns sehr konzentrieren. Mapple arbeitete super mit und stolz wie Oskar war ich, als er als einziger durch die lange Röhre kroch, wo ich am anderen Ende mit einem Leckerchen wartete.
Sarah verabschiedete und lobte uns. „Und viel Spaß beim Hundewaschen.“ Sie grinste und Greg verzog das Gesicht. „Hast du Sue schon mal gebadet?“ fragte ich, glücklich ein Anfangsthema gefunden zu haben.
„Ja ein mal, aber es war grauenhaft!“ Ich lachte. „Wenn du willst kann ich dir ja helfen! Vielleicht geht’s besser, wenn wir Mapple und Sue zusammen in die Wanne schmeißen, dann sind sie beschäftigt.“ „Sorry, keine Zeit, vielleicht ein andermal, ich werde zu Hause erwartet. Tschüß!“ Und mit diesem Satz verschwand er in Richtung seines Autos.
Ich stand etwas betröppelt da. Dann ließ ich Mapple ins Auto und setzte mich selbst hinein. Ich wühlte ich meiner Tasche. Mein Handy zeigte eine Sms von Leni an, die sie mir vor ca. 2 Stunden geschrieben hatte. *Hey Sweetie! Muss dir unbedingt was erzählen! Er ist ja so süß!* Ich packte das Handy wieder weg ohne zu antworten. Wieso erzählte mir Leni nicht, dass sie wen am Start hatte. Etwas enttäuscht legte ich den Gang ein und fuhr nach Hause.
tinchen - 15.11.2007, 13:53
ui mal wieder ein bericht!
gefällt mir echt gut und der titel ist genial^^
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