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Caranthir Enarion - 19.07.2008, 05:07
Auf der Suche nach 'Einsamkeit' (?)
Caran verliess das Gebäude ohne sich umzusehen und fand sich in einem riesigen Garten wieder. Dass es hier auch ein Fleckchen Natur in der Nähe seines Zimmers gab, wertete er positiv. Das bisher einzig Gute an diesem Gebäude, was er entdeckt hate.
Doch als er sich den Garten dann genauer ansah, entdeckte er, dass dieser beinahe nur aus Blumenbeeten und all solchem Zeug bestand. So ein 'systematischer' Garten gefiel ihm gar nicht. Zu viel System, zu wenig natürlicher Einfluss.
Also wandte er sich von den Beeten ab und ging herüber zu dem Teich, den er gerade entdeckt hatte. Dort wuchs ein großer Baum, auf den Caran scheinbar 'mal eben so' kletterte und sich dort auf einen der untersten Äste setzte. Er lehnte seinen Kopf an den Baumstamm und sah sich von dort seine Umgebung an. Der Garten schien von allen vier Seiten von dem Gildengebäude eingeschlossen zu sein, was ihm wieder nicht gefiel.
Seufzend schloss er für kurze Zeit seine Augen und liess die vielen Düfte und Geräusche auf sich wirken.
Irisviel von Einzbern - 19.07.2008, 05:14
Irisviel trat zum See. Zufällig hatte sie mitbekommen, wie Caran den Garten betreten hatte.
Die Blumen scheinen ihn nicht sonderlich zu interessieren..... Der Baum, auf dem er sitzt... Das ist eine Trauerweide... Hat er sich bewusst auf diesen Baum gesetzt, oder war es mehr Zufall?
Die Gildenoberste schwieg und blieb ruhig am Ufer stehen. Hier und da sah sie noch etwas Unkraut wachsen, welches sofort entfernt wurde. Irisviel hasste Unkraut! Als Kaninchenfutter wäre es vielleicht ok gewesen, aber in einem vernünftigen Garten hatte es nichts verloren! Die Oberste seufzte und legte ihre rechte Hand auf ihre Brust.
Ich hab kein gutes Gefühl bei diesen Jungen. Ihm scheint hier gar nichts zu gefallen und ich wünsche mir doch, dass sich die Gildenmitglieder wohl fühlen! Ich werde erst Ruhe finden, wenn auch Caranthir zufrieden ist... Ich werde mich wohl wieder nächtelang im Bett umherwälzen und morgens mit den Augenringen kämpfen... Ich sehs schon kommen....
Caranthir Enarion - 19.07.2008, 05:23
Als Caran die Augen wieder öffnete, bemerkte er leicht verärgert, dass die Frau ihm nachgelaufen sein musste. Nirgends konnte man seine Ruhe haben. Aber gut, dass musste er akzeptieren, wenn auch nicht ganz freiwillig. Vielleicht sollte er sich lieber was ausserhalb der Mauern des Gebäudes suchen. Dort hatte er vielleicht bessere Chancen nicht gestört zu werden.
Eine Weile beobachtete er Irisviel, die verärgert schien, noch. Dann erhob er sich widerwillig von seinem gerade erst gefundenen Plätzchen, und sprang von dem Ast der Trauerweide. Er landete nur wenige Schritte von der Gildenobersten entfernt, musterte sie nur kurz - natürlich ohne seinen Gesichtsausdruck zu verändern -, wandte sich um und wollte wieder gehen.
Irisviel von Einzbern - 19.07.2008, 05:31
Irisviel blickte auf den See.
Liebst du die Einsamkeit so sehr? Oder hasst du alle Menschen? fragte sie.
Es macht mich traurig zu sehen, dass du die Einsamkeit suchst. Aber bitte, wenn du so leben möchtest, Caranthir Enarion, dann geh. Such dir deine Einsamkeit...
Vielleicht ist es einafch besser, ihn in Ruhe zu lassen. Er hat mich gemustert, aber seinen Gesichtsausdruck nicht verändert. Auch wenn es mich ärgert, dass er dauernd alles und jeden, sogar mir, der Gildenobersten aus dem Weg geht.... Ich kann ihn irgendwie nicht alleine lassen. Ich traue seiner Art nicht... Er wird vielleicht noch in eine gefährliche Situation kommen....
Die Gildenoberste streckte ihren Arm aus und murmelte einige Wörter vor sich her. Sie waren kaum verständlich. Wie aus dem nichts wurde ein Falke auf dem Arm der Obersten sichtbar. Es war Faucon, eine ihrer Beschwörungen.
Faucon... Pass bitte auf Caran auf. Wenn ihm etwas zustößt, zöger nicht, mich zu rufen! flüsterte Iris dem Falken zu. Dieser nickte nur. Schließlich hob die Gildenoberste ihren Arm und gab der Beschwörung etwas Schwung. Diese öffnete ihre Schwingen und flog laut kreischend dem blauen Himmel entgegen.
Caranthir Enarion - 19.07.2008, 05:44
Scheinbar wartend, dass Irisviel endlich aufhörte, ihn zuzutexten, blieb er stehen. Sie schien vielleicht Recht zu haben, mit ihren Vermutungen. Mit Beiden. Er liebte die Einsamkeit. Und er hasste die Menschen. Zwei Dinge, die wundebar zusammenpassten. Doch warum interessierte sie sich dafür, was ging es Irisviel an, welche Gründe er hatte, andere zu meiden?
Seine Antwort war eindeutig. Doch er antwortete Irisviel nicht. Was für einen Sinn hätte es gehabt, wenn er ein Gespräch mit ihr angefangen hätte? Keinen. Plötzlich verging Caran die Lust, nach einem ruhigen Platz ausserhalb des Gildengebäudes zu suchen, und so kletterte er nach einer Weile eben wieder auf den Ast der Trauerweide. Es war zwar nicht unbedingt angenehm dort zu sitzen, in Irisviels Anwesenheit, aber bald würde es sowieso abend werden. Auch, wenn das kein Hinderniss für ihn darstellte, er hatte im Moment keine Lust in der Gegend herumzulaufen.
Also begab er sich wieder in die Position, in der er einen Moment zuvor noch gesessen hatte und schloss erneut die Augen. Sollte sie daraus schliessen, was sie wollte. Er jedenfalls wollte seine Ruhe haben. Und wenn er dafür bis Mitternacht in der Trauerweide warten würde, hauptsache er bekäme die Chance ungestört zu sein.
Irisviel von Einzbern - 19.07.2008, 06:07
Irisviel schüttelte leicht den Kopf.
Faucon, pass ja gut auf ihn auf!
Die Gildenoberste wandte sich vom Teich ab und betrat den anderen Teil des Gartens. Hier und dort zupfte sie noch Unkraut, anschließend verließ sie den Garten.
Carans Art stört mich. Wenn ich mit meinen Vermutungen vielleicht recht habe... Wird er verdammt problematsich! Aber wie soll ich mit ihm umgehen? Wenn ich ihn zusammenbrülle, wird er mich mehr hassen, als alles andere. Lasse ich ihn in Ruhe, ändert ich nichts an seinem Zustand und wann immer ich ihm etwas Gutes tun möchte, könnte er es als Belästigung empfinden... Was also tun?
In der Zwischenzeit zog Faucon seine Kreise, bis er zum Garten zurückkehrte. Die Oberste war also schon weg und der Neue schien wieder auf dem Baum zu sitzen. Die Beschwörung versuchte, eine feste Gestalt anzunehmen, mit Erfolg. Nichts ließ erkennen, dass er nichts weiter, als eine Beschwörung war. Zufrieden mit seiner Gestalt glitt der Falke hinab in den Garten und hielt nach einem gutem Sitzplatz ausschau. Nicht weit vom Teich entfernt stand eine Birke. Ihre dünnen Äste hingen zum Boden runter, die dicken waren gerade. Faucon setzte sich auf einem der dickeren Äste und plusterte sein Gefieder auf. Er putzte sich kurz, schüttelte sich und saß ruhig da. Er schien nach etwas zu suchen, was in Carans Richtung lag. Aber eigentlich suchte er nichts, er musterte Caranthir nur. Die Beschwörung schlug kurz mit den Flügeln und legte diese wieder an den Körper. Anschließend blickte der Falke sich im Garten um, ließ Caran aber nicht aus den Augen.
Caranthir Enarion - 19.07.2008, 06:33
Caran folgte Irisviel mit den Augen, die er wieder geöffnet hatte. Als sie den Garten verliess, wurde seine Stimmung besser, was er sich jedoch in keinster Weise ansehen liess. Das Gefühl, allein zu sein, tat ihm gut.
Unwissend, dass der Falke eine Beschwörung war, musterte er ihn eine Weile und stellte fest, dass er immer noch ein Fable für Tiere hatte. Auch wenn es nun schon länger her war, dass er etwas mit ihnen zu tun gehabt hatte, sie kamen ihm immer noch wie ein Wunder vor. Dass solche Wesen in so einer Welt leben können war für ihn faszinierend. Sie liessen sich nicht von den Menschen irritieren, die in ihre Welt eindrangen und sie daraus verdrängten, sondern lebten sogar in friedlicher Gemeinschaft und Symbiose miteinander. Doch nicht die Natur, sondern der Mensch würde irgendwann auch noch den Rest des Platzes, den die Natur 'verbrauchte', in Anspruch nehmen und dieser Welt das einzig fröhliche und 'ursprüngliche' nehmen.
Caran spürte, wie sich sein Blut erhitzte und er erneut Wut und Zorn auf die Menschen verspürte. Und er fragte sich wieder einmal, warum er in diese Welt geboren wurde, die er so abgrundtief verabscheute und in die er so gar nicht passte.
Irisviel von Einzbern - 19.07.2008, 06:46
Faucon saß weiterhin ruhig auf dem Ast. Er spähte ins Gras und fand dort eine Maus, die gemütlich an den Grashalmen knabberte. Der Falke streckte noch einmal kurz die Flügel aus, ehe er sich vom Ast erhob und auf das kleine Pelzgeschöpf hinabstürzte. Ein schrilles Qietschen war zu hören. Anschließend der zufriedene Schrei eines Falken. Die Beschwörung ließ sie auf dem selben Ast wie zuvor nieder und verspeißte gemütlich die Mahlzeit. Danach putzte er sich wieder etwas und ruhte. Es gab nicht viel, was ein Falke tun konnte, wenn er eine Aufgabe hatte...
Caranthir Enarion - 19.07.2008, 06:55
Caran sah zu, wie sich der Falke auf die Maus stürzte und beobachtete ihn, wie er sie verspeiste. Nach einer Weile bemerkte er, wie ihm langweilig wurde und er sprang erneut von seinem Platz auf dem Ast. Dann überlegte er, was er tun könnte.
Er beschloss, ersteinmal das Gebäude zu untersuchen. Vielleicht fand er ja dort etwas interessantes, was aber eher unwahrscheinlich war. Er betrat das Gebäude durch die selbe Tür, wie er den Garten betreten hatte und ging in die entgegengesetzte Richtung, also von den Schlafräumen weg.
Irgendwann erreichte er eine Tür mit der Aufschrift ›Badezimmer‹. Dort machte er Halt und überlegte, dort mal reinzuschauen.
(Weiter beim Badezimmer dann ^^)
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