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Insa - 17.01.2006, 19:56
Pläne der neuen Familienministerin
Im Momemt gibt es zwischen CDU und SPD fast einen Wettkampf,wer mehr für Familien und Bildung tut. Die Familienministerin hat ein Wegfall der Kinderbetreuungskosten gefordert,bzw. steuerliche Absetzbarkeit.Diese Ansätze sind sehr gut, wenn sie denn auch umgesetzt werden würden.

Allerdings vermute ich mal, dass diese ganzen Aktionen auch im Rahmen des Wahlkampfes der Länder stattfinden.

Auf der anderen Seite haben beide Parteien zu spüren bekommen, dass der Wähler der sozialen Kälte eine Absage erteilt hat.Nicht zuletzt haben wir als Linke einen großen Anteil an dieser Entwicklung.

Als Frau begrüße ich die neue Frauenpower im Bundestag und auch das Auftreten der Kanzlerin (z.B. in Rußland oder in Brüssel)



LG Insa
Anonymous - 18.01.2006, 19:16
Familienministerin
Je mehr man sich mit den Plänen von Fr. v. der Leyen beschäftigt, sieht man , wie sie doch für ihr eigenes Klientel sorgt (Besserverdienende).Außerdem läßt sie die Städte und Komm8unen im "Regen stehen", da diese alle Einnahmeverluste haben. Das kann wohl nicht die Lösung sein.

Desweiteren halten sich Hr. Beck u. Hr. Platzeck öfter in Schulen auf- vorzugsweise im Gymnasium in Gonsenheim-logisch! Sollten sie mal eine Hauptschule besuchen, sie würden meinen, sie wären auf einer Zeitreise in die Vergangenheit, nämlich die Nachkriegszeit, so sind die Zustände da.

Alles nur Makulatur , keine wirklichen Lösungen der Probleme.

LG Insa :roll: :roll: :!:
Martina - 19.01.2006, 08:51

:( Na klar, von der Seite der Regierung kann man leider nicht erwarten, dass sie die Finger in die Wunde legen.
Sich kurz vor der Landtagswahl in ein Gonsenheimer Gymnasium zu bewegen
zeigt doch wie interessiert die Herren in Wirklichkeit sind an dem Bildungsnotstand in Deutschland. Nämlich gar nicht. Das ist alles nur eine Alibihandlung vor der Wahl.
Wenn die Familien wirklich in den Mittelpunkt des Interesse gestellt werden sollten, dann frage ich mich warum nicht mal alleinerziehende MÜtter die keine Arbeit haben und von HARTZ IV leben müssen aufgesucht werden?? Oder Familien wo beide Elternteile erwerbslos sind?? Denn da sind die Kernprobleme und die Not der Kinder zu finden und da müsste man ansetzen. Aber davon wird nicht mal ansatzweise GESPROCHEN.
Wenn man schon von Chancengleichheit spricht muss man sich in allen Schichten der Gesellschaft bewegen!

Von der Familienministerin mal ganz zu schweigen :!: :cry:

:?: :?: :!: :!:
Anonymous - 19.02.2006, 18:36

Hallo,
die Familieneministerin macht Politik für die BESSERVERDIENENDEN.Kinderbetreuungskosten von den steuern absetzen heißt,erst mal soviel Geld verdienen um überhaupt Steuern zu bezahlen. - Die anderen rennen gestresst von Amt zu Amt um genug Geld zum Leben zu haben.
Ich denke man sollte vorsichtig bie der Benutzung von Sprache von einer CDU-Politikerin sein.Ich und so viele andere auch,wissen Familie ist dort wo Kinder sind.Das hat zur Folge,wir trennen nicht mehr zwischen alleinerziehenden Papas und Mamas und Geschiedenen oder nicht Geschiedenen,die sich zum Teil in neuen Gemeinschaften mit Kindern eines Teils zusammenschließen etc. etc.Hinterfragt doch bitte die Begriffe.Eine Frau von der Leyen nehme ich als Politikerin wahr, die auf dem Niveau einer Us-Soft-Opera lebt und so Politik macht.Und dieses Niveau gibt es sowohl in den USA als auch in der BRD nur für materiell in Luxus lebende Minderheiten.Wir sind die Mehrheit und wollen ein anderes Bewußtsein für uns schaffen!

Noch eine Bemerkung zur bildungspolitik wegen des Gymnasiums in gonsenheim:
Beim Gymnasium Gonsenheim wird / ist eine HOCHBEGABTENSCHULE eingerichtet. Für eine dazu gehörige Mensa gibt die Stadt Mainz im Jahr 2006 200.000,00EUR aus. Hochbegabtenförderung ist pervers bei einem gleichzeitigen Schulsystem, das Zehnjährige junge Menschen zwischen Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule auseinanderdividiert. Behinderte kommen zum großen Teil schon mit sechs Jahren an eine Sonderschule. - Glücklicherweise verweist die LINKSPARTEI.PDS in ihrem Grundsatzprogramm diesbezüglich auf eine Gemeischaftsschule. Auch die WASG-RLP fordert in ihrem Wahlprogramm die Gemeinschaftsschule bis zur 10.Klasse ohne Sonderschule. - Ich denke es ist wichtig,dass man nicht die TV-übertragenen Statemants irgendwelcher Politiker hinnimmt.Jeder Mann,jede Frau ist in der Lage zu denken und zu fragen. Hier frage ich: Werden begabte oder hochbegabte Kinder dümmer oder gar dumm, wenn sie mit allen anderen Kindern sechs Jahre länger eine Gemeinschaftsschule besuchen? - Wenn ihr keine Antwort wisst,fragt nach bei Bildungswissenschaftlern über Google.
Hans
Anonymous - 19.02.2006, 19:00

Mach ich da was falsch???...Ich bin nicht so ein anonymer Gast,ich bin der Klartext sprechende Benutzer: Hans.
Hans
Conny - 20.02.2006, 08:39

[Hans, bist Du denn eingeloggt?]

Habe mich während meiner 13 Jahre dauernden Schullaufbahn bestimmt 11 Jahre nur oder überwiegend gelangweilt. Daher reagiere ich auf Begriffe wie "Gesamtschule" sehr skeptisch.
In einem sind wir uns wahrscheinlich einig: Alle Schüler, gleich welcher Herkunft, unabhängig vom Elternhaus und sozialem Milieu, aber auch unabhängig von Intelligenz sollen bzw. müssen gefördert werden. Und zwar meiner Meinung nach bis an die Grenze des jeweils Erreichbaren.
Ich bezweifle aber, dass dafür die Systemfrage die entscheidende ist. Viel wichtiger für eine ganzheitliche Förderung erscheinen mir dabei kleine Lerngruppen, eine ausreichende Anzahl an pädagogisch und didaktisch hochausgebildeten Lehrkräften, ein Klima, das die Neugierde der Schüler weckt und die Möglichkeit, sich ohne Zwang und angstfrei die Geheimnisse des Lebens erschließen zu können.

Dies sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches und motiviertes Lernen. Um den Status quo der gesellschaftlichen Selektion auszuschalten, mögen Gesamtschulen dem gegliederten Schulsystem Vorteile bieten. Um einen möglichst großen Lerneffekt erreichen zu können, wird man aber meiner Erfahrung nach Lerngruppen gleichstarker/gleichschwacher Schüler bilden müssen.
Die Vorstellung, dass die starken Schüler den schwächeren helfen sollen und dabei selbst von profitieren, mag in Einzelfällen zutreffen. Auch ich habe meinen Mitschülern geholfen, keine Frage, aber weniger aus Solidarität denn aus der Hoffnung heraus, dass es dann endlich mal weiter geht im Thema.

Wenn wir also "die" Gesamtschule fordern, darf das nur in dem Kontext der oben genannten Voraussetzungen geschehen. Gesamtschule als solche, die "halt einfach nur alle Schüler in einen Topf wirft", wird zwar soziale Ungleichheiten ein wenig ausgleichen können, die individuellen Unterschiede zwischen den Schülern werden aber dabei dann vernachlässigt.

Möchte hier ganz deutlich sagen, dass ich mich (auch) zur Förderung von Hochbegabten bekenne!!! Die Forderung nach Förderung schwacher Schüler kommt immer gut, beweist sie doch eine solidarische und soziale Gesinnung. Fordert man jedoch auch die Förderung starker, gar hochbegabter Schüler, wird dies leider häufig als elitär etc. verschrieen.
Glaubt mir: nur Schüler, die bis an ihre jeweiligen Leistungsgrenzen herangeführt werden, sind glückliche Schüler.
Hans - 20.02.2006, 22:42

Hallo Conny,
stimmt,ich war nicht eingeloggt und zunächst mal verwirrt. - Gemeinschaftsschule ist keine Gesamtsschule. Gemeinschaftsschule wird sowohl von der Linkspartei.PDS im Grundsatzprogramm als 10Jahre Schulbesuche für alle Kinder verstanden, als auch von der WASG in RLP in ihrem Wahlprogramm so beschrieben. Öffentliche Realschulen und Gymnasien bis zur 10.Klasse gäbe es dann nicht mehr. - Die Gesamtschule war ursprünglich für alle SchülerInnen, die im Einzugsgebiet der Schule wohnen, eingerichtet. Durch einen hessischen Elternverein,der sich extra dafür gebildet hat,und die für das Elternrecht bis zum BVG gingen und gewannen,wurde das zunichte gemacht.Jetzt ist sie überall nur noch Angebotsschule.
Für Hochbegabtenförderung bin ich auch.Diese Förderung müsste jedoch an einer Gemeinschaftsschule organisiert werden. - Ohne Gemeinschaftsschule ist Hochbegabtenförderung Elitebildung,die Bildungsschere klafft noch stärker auseinander und das will ich nicht.Das ist der Aspekt unter der ich die Förderung verwerfe. - Grundsätzlich bin ich für Hochbegabtenförderung. Du siehst,wenn überhaupt,liegen wir nicht weit auseinander.
Gruß
Hans
Conny - 22.02.2006, 11:14

Ups, habe den Begriff "Gemeinschaftsschule" in der Tat überlesen.

Worin liegen aber denn genau die Unterschiede zwischen Gemeinschafts- und Gesamtschule? Ich meine damit weniger die formalen Differenzen sondern die in der Ausführung. Bei beiden werden Schüler im Gegensatz zum Status quo nicht nach der 4. Klasse auf verschiedene weiterführende Schulen verteilt sondern bis zur Jahrgangsstufe 10 (so ist zumindest der Wunsch der Gemeinschaftsschule à la Linkspartei, als Kompromiss werden auch 8 gemeinsame Schuljahre akzeptiert) zusammen unterrichtet. Wo liegen aber die Unterschiede im Konzept? Oder sind Gesamt- und Gemeinschaftsschule doch nur verschiedene Worte für das gleiche System? Ist mir jetzt nicht wirklich klar.

Der UN-Sonderbeauftragte Vernor Muñoz Villalobos jedenfalls hat die Gesamtschule Bonn-Beuel als „hat mir am besten gefallen“ bezeichnet.

Noch ein Hinweis auf die aktuelle Situation in RLP: laut GEW-Fragekatalog fordern weder CDU, SPD, Grüne noch FDP eine Abkehr vom gegliederten Schulsystem. Schwerpunkt dieser Parteien liegt im Ausbau der Ganztagsschule und in der frühkindlichen Förderung.
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