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Don Logan - 11.11.2007, 12:28
Auto und Kosten
[Chrissy: Diese Diskussion wurde aus diesem Thread ausgelagert.]

julchen hat folgendes geschrieben: Apropos umweltschonend:
In der FAZ am Sonntag war vor 4 Wochen (oder so) ein Artikel, dass Bahnfahren überhaupt nicht die Umwelt schonen würde...keine Ahnung ob da was dran ist.
Da ist nichts dran, und die FAZS hat das so auch nicht geschrieben. Bei den derzeitigen Auslastungen und Geschwindigkeiten ist die Bahn bei _weitem_ umweltfreundlicher als der Pkw. Lediglich wenn, beispielsweise, die Pkw mit drei oder vier Personen besetzt wären und alle Züge bei normaler Auslastung 300 km/h fahren würden, wäre die Bahn nicht mehr ökologischer.
Don Logan - 11.11.2007, 12:50

Catecaen hat folgendes geschrieben: Roque hat folgendes geschrieben: Weil es Kosten spart und die Umwelt schont.
OK, umweltschonender ist es, aber niemals günstiger.
Doch, sogar deutlich günstiger. Viele Rechenkünstler stellen allerdings irgendwelche Fantasiekosten gegenüber und beziehen nicht einmal die Anschaffungskosten des Pkw in die Rechnung ein. Von Steuern, Versicherung, Ersatzteilen, Inspektionen, Reparaturen, Winterreifen etc. ganz zu schweigen.

Ein Pkw-Kilometer wird durchschnittlich mit 0,30 EUR verbucht (das ist der Satz, der derzeit dem deutschen Steuerrecht angewendet wird und mit dem praktisch alle Firmen Dienstreisen mit dem Pkw ersetzen). Eine Fahrt von Hamburg nach Frankfurt/Main (laut Map24 492 km) kostet somit im Pkw 147,60 EUR. Eine Bahnfahrt _ohne_ BahnCard kostet 98 EUR. Man spart also knapp 50 EUR. Bei mitberechnetem Einsatz einer BahnCard 50, die nur 5 Mal im Jahr verwendet wird, steigt die Ersparnis auf mehr als 55 EUR, bei häufigerem BahnCard-Einsatz wird die Ersparnis natürlich noch größer.
Catecaen - 11.11.2007, 13:19

Don Logan hat folgendes geschrieben: Catecaen hat folgendes geschrieben: Roque hat folgendes geschrieben: Weil es Kosten spart und die Umwelt schont.
OK, umweltschonender ist es, aber niemals günstiger.
Doch, sogar deutlich günstiger. Viele Rechenkünstler stellen allerdings irgendwelche Fantasiekosten gegenüber und beziehen nicht einmal die Anschaffungskosten des Pkw in die Rechnung ein. Von Steuern, Versicherung, Ersatzteilen, Inspektionen, Reparaturen, Winterreifen etc. ganz zu schweigen.


OK damit hast du Recht. Wenn man nun aber ein Auto braucht, weil man öfters in Gegenden unterwegs ist, die nur sehr schwer oder mit unverhältnismäßigem Aufwand mit der Bahn zu erreichen sind, oder wenn man beruflich auf das Auto angewiesen ist, dann hat man das Auto so oder so. Dh. Kosten wie Versicherung oder auch Winterreifen entstehen dir als Fixkosten so oder so, ob du das Auto nun nutzt oder ob es in der Garage bleibt.

Wenn du dann vor der Entscheidung stehst, eine weitere Strecke (bspw. von Frankfurt nach Hamburg) mit dem Auto oder mit der Bahn zurückzulegen, dann ist das Auto die günstigere Alternative, und zwar deutlich.
HenryLee - 11.11.2007, 13:36

Catecaen hat folgendes geschrieben:
Wenn du dann vor der Entscheidung stehst, eine weitere Strecke (bspw. von Frankfurt nach Hamburg) mit dem Auto oder mit der Bahn zurückzulegen, dann ist das Auto die günstigere Alternative, und zwar deutlich.

Mit dieser Argumentation müsste eine Taxi-Fahrt von Hamburg nach Frankfurt noch bezahlbar sein, das Taxiunternehmen hat den Wagen sowieso und der Fahrer sitzt ansonsten auch nur rum ...

Ich glaube einfach nicht, dass man dieses Thema rational behandeln kann, jemand der Spaß am Autofahren hat wird auch ein Benzinpreis von 2,50€ nicht aufhalten.
Anonymous - 11.11.2007, 13:46

Nicht zu vergessen: Man hat auch manchmal Sachen zu transportieren. Ich möchte nicht mit irgend einem sperrigen Möbelstück in die Straßenbahn steigen, oder zwei Reisetaschen+Aktentasche+Laptop+... in der Bahn zu meinen Eltern fahren. Ganz davon abgesehen, daß ich da den halben Tag unterwegs wäre, wo ich mit dem Auto knapp über zwei Stunden brauche (müsste 3 mal umsteigen).
Einer meiner Freunde hat mir mal vorgerechnet, wie viel günstiger er unterwegs ist, weil er nur Fahrrad fährt (natürlich unter Einbeziehung der Anschaffungskosten ...). Als er dann aber einmal pitschnaß in die Vorlesung kam, wollte ich dann doch nicht mit ihm tauschen (Ich hatte mich im Vorfeld entschieden das Auto zu nehmen, da es in Strömen regnete).
Ich finde, man kann zumindest einen Kleinwagen stehen haben, man ist einfach flexibler, und die Kosten sind überschaubar.
uhu2163 - 11.11.2007, 15:21

HenryLee hat folgendes geschrieben: Catecaen hat folgendes geschrieben:
Wenn du dann vor der Entscheidung stehst, eine weitere Strecke (bspw. von Frankfurt nach Hamburg) mit dem Auto oder mit der Bahn zurückzulegen, dann ist das Auto die günstigere Alternative, und zwar deutlich.

Mit dieser Argumentation müsste eine Taxi-Fahrt von Hamburg nach Frankfurt noch bezahlbar sein, das Taxiunternehmen hat den Wagen sowieso und der Fahrer sitzt ansonsten auch nur rum ...

Ich glaube einfach nicht, dass man dieses Thema rational behandeln kann, jemand der Spaß am Autofahren hat wird auch ein Benzinpreis von 2,50€ nicht aufhalten.

Nicht ganz.
Beim Taxi werden schon zwei Personen befördert, wenn auch die eine, der Fahrer, eigentlich gar nicht will. Somit müßte man mit zwei Bahnfahrkarten rechnen.

Das Auto wird günstiger, sobald es mehr als eine Person befördert oder Fracht hinzukommt.

Und nicht zuletzt hinkt jeder Vergleich etwas, weil die KFZ-Kosten (Benzin und Dieselsteuern) etwas (die Rente) quersubventionieren und z.B der OPNV gering subventioniert wird.
Also da eine neutrale Basis zu finden, auf der man die Kosten real vergleichen kann, fällt schwer.

Gruß, Jörg
nachtmensch - 11.11.2007, 15:46

Stach hat folgendes geschrieben:
Einer meiner Freunde hat mir mal vorgerechnet, wie viel günstiger er unterwegs ist, weil er nur Fahrrad fährt (natürlich unter Einbeziehung der Anschaffungskosten ...). Als er dann aber einmal pitschnaß in die Vorlesung kam, wollte ich dann doch nicht mit ihm tauschen (Ich hatte mich im Vorfeld entschieden das Auto zu nehmen, da es in Strömen regnete).

Fuer sowas hab ich Regenklamotten ;) In die muss man halt auch investieren, die muessen namlich was aushalten ...

Wie auch immer, ein Auto kann schon praktisch sein, und je nachdem wo man wohnt fast notwendig.
Aus meiner Erfahrung - ich hatte eine relativ gute oeffentliche Verkehrsanbindung - kann ich nur sagen als ich Anfang dieses Jahres mein Motorrad verkauft habe, dass viele "Gruende" die ich hatte einfach nur Bequemlichkeit sind. Ehrlichgesagt der einzig gute Grund war der Spass am Fahren, und den hatte ich in letzter Zeit nicht mehr so. Ich musste mich halt erstmal umstellen mit dem Rad und der Bahn zu fahren, aber letztlich ist das auch nicht viel aufwendiger, in der Regel billiger, und man bewegt sich anstatt den ganzen Tag nur von einem Sitz in den naechsten zu fallen. Man muss nur seine Gewohnheiten aendern.
Don Logan - 11.11.2007, 18:43

Catecaen hat folgendes geschrieben: Wenn man nun aber ein Auto braucht, weil man öfters in Gegenden unterwegs ist, die nur sehr schwer oder mit unverhältnismäßigem Aufwand mit der Bahn zu erreichen sind, oder wenn man beruflich auf das Auto angewiesen ist, dann hat man das Auto so oder so. Dh. Kosten wie Versicherung oder auch Winterreifen entstehen dir als Fixkosten so oder so, ob du das Auto nun nutzt oder ob es in der Garage bleibt.

Wenn du dann vor der Entscheidung stehst, eine weitere Strecke (bspw. von Frankfurt nach Hamburg) mit dem Auto oder mit der Bahn zurückzulegen, dann ist das Auto die günstigere Alternative, und zwar deutlich.
Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Du davon ausgehst, daß man ein Auto "so oder so" hat, dann gehe ich davon aus, daß man eine Netzkarte "so oder so" hat. Dann kostet die Bahnfahrt von Hamburg nach Frankfurt genau 0,00 EUR (bei Platzreservierung 3 EUR), was wiederum deutlich günstiger als die Pkw-Fahrt ist. Mit 3 EUR kommst Du gerade mal in einen Hamburger Vorort.

Es nützt nichts, Kosten sind Kosten. Ich weiß schon, was Du sagen möchtest. Du hast mit dem Kauf eines Pkw einmal eine (sehr teure) Entscheidung getroffen, die Dich nun unter Zugzwang setzt. Dadurch bleibt aber real das Auto immer noch das mit Abstand teuerste Verkehrsmittel (wenn keine besonderen Umstände wie Nutzung durch mehrere Personen etc. hinzukommen). Alles anderer ist Selbstbetrug. Ich fahre als ÖPNV- und Bahnnutzer vergleichsweise so günstig, daß ich mir soagr ab und zu mal ein Auto mieten kann und dabei immer noch weniger für Mobilität ausgebe, als der durchschnittliche Pkw-Fahrer.
HenryLee - 11.11.2007, 19:12

Hurra, es gibt also doch Leute die mich verstehen ... :schrei:

Ich habe für mich mal in einer stillen Stunde ausgerechnet, daß wenn ich mir jetzt ein Auto kaufen würde, allein für Versicherung, Steuern, Wertverlust (alles Fixkosten) soviel Geld drauf gehen würde, dass ich eigentlich jeden Tag mit dem Taxi zur Arbeit fahren könnte, aber da es nur knapp 3km sind fahre ich natürlich mit dem Rad, sogar wenn es ausnahmsweise mal im kleinem schwarzen (Anzug) sein muss,
aber vermutlich gehe ich da viel zu rational vor ;-), ähnlich wie mit den Frauen ....
uhu2163 - 11.11.2007, 19:37

HenryLee hat folgendes geschrieben: Hurra, es gibt also doch Leute die mich verstehen ... :schrei:

Ich habe für mich mal in einer stillen Stunde ausgerechnet, daß wenn ich mir jetzt ein Auto kaufen würde, allein für Versicherung, Steuern, Wertverlust (alles Fixkosten) soviel Geld drauf gehen würde, dass ich eigentlich jeden Tag mit dem Taxi zur Arbeit fahren könnte, aber da es nur knapp 3km sind fahre ich natürlich mit dem Rad, sogar wenn es ausnahmsweise mal im kleinem schwarzen (Anzug) sein muss,
aber vermutlich gehe ich da viel zu rational vor ;-), ähnlich wie mit den Frauen ....

3km sind auch definitif zu wenig für's Auto, da wird die Karre ja nicht mal warm und verschleißt entsprechend. 3km würde ich ja fast zu Fuß gehen.
Zu meiner Arbeit sind es ca. 25km.

bye, ylf
Michelus - 11.11.2007, 19:52

Für diejenigen, die es interessiert:
Was kostet ein Auto eigentlich so im Monat? (autoregional.de),
Mobilität: Kosten - Was kostet das Auto wirklich? (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie),
Die Bahn ist günstiger als das Auto (WELT ONLINE).

Die Aufstellungen sagen natürlich nichts darüber aus, ob man sich den durch das Auto gesteigerten Lebensstandard leisten kann, muss oder will.
Anonymous - 11.11.2007, 20:34

Irgendwie wäre es ja auch wirklich dämlich, wenn der Luxus eines Autos auch noch billiger wäre, als ein Sammeltransport per Bahn.
Wenn man sich anguckt, daß die gängigen Mittelklassewagen (A4, Passat, Mondeo, 3er,C-Klasse) mitlerweile alle deutlich über 30.000 € kosten, dann fragt man sich, warum so viele davon rumfahren. Für das Geld kann man sich hier im Osten ne Wohnung kaufen.
Viele davon sind halt auch geleaste Firmenwagen.
Catecaen - 11.11.2007, 23:00

Don Logan hat folgendes geschrieben: Catecaen hat folgendes geschrieben: Wenn man nun aber ein Auto braucht, weil man öfters in Gegenden unterwegs ist, die nur sehr schwer oder mit unverhältnismäßigem Aufwand mit der Bahn zu erreichen sind, oder wenn man beruflich auf das Auto angewiesen ist, dann hat man das Auto so oder so. Dh. Kosten wie Versicherung oder auch Winterreifen entstehen dir als Fixkosten so oder so, ob du das Auto nun nutzt oder ob es in der Garage bleibt.

Wenn du dann vor der Entscheidung stehst, eine weitere Strecke (bspw. von Frankfurt nach Hamburg) mit dem Auto oder mit der Bahn zurückzulegen, dann ist das Auto die günstigere Alternative, und zwar deutlich.
Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Du davon ausgehst, daß man ein Auto "so oder so" hat, dann gehe ich davon aus, daß man eine Netzkarte "so oder so" hat. Dann kostet die Bahnfahrt von Hamburg nach Frankfurt genau 0,00 EUR (bei Platzreservierung 3 EUR), was wiederum deutlich günstiger als die Pkw-Fahrt ist. Mit 3 EUR kommst Du gerade mal in einen Hamburger Vorort.


OK, also mit einer Netzkarte kann ich vielleicht innerhalb von Frankfurt oder innerhalb von Hamburg kostenlos fahren (was kostet dort eine Jahreskarte fürs ganze Netz? 1000 EUR?), wenn ich von Ffm nach HH kostenlos fahren will brauch ich ja schon eine BahnCard 100, die knapp über 3000 EUR / Jahr kostet.

Ich will da aber auch jetzt gar net so drauf rumreiten, ich hab dir ja schon Recht gegeben dass bei einer Entscheidung "auf der grünen Wiese" (wenn ich kein Auto und nichts habe) und wenn ich ständig alleine ohne großes Gepäck unterwegs bin die Bahn wohl günstiger ist. Stimmt.

Nur für mich als Autofahrer (und das war mein eigentlicher Punkt) sieht der Preisvergleich Auto <--> Bahn wenn ich mal nach Hamburg fahre nunmal so aus, dass ich entweder knapp 200.- fürs Bahnticket (zzgl. der Preise für den Nahverkehr in Ffm und HH) oder aber ca. 80-90.- Sprit bezahle. Und dann ist das Auto günstiger. Ja, in gewissem Sinn ist das eine Milchmädchenrechnung. Auf der anderen Seite würde ich aber mehr Geld ausgeben wenn ich Bahn fahre, da ich das Auto nunmal brauche.

Und außerdem ... irgendeinen Luxus darf man sich ja ruhig gönnen. 8)
HenryLee - 11.11.2007, 23:29

Catecaen hat folgendes geschrieben:
Und außerdem ... irgendeinen Luxus darf man sich ja ruhig gönnen. 8)

Ich drücks mal so aus ...
Inzwischen kann ich es mir leisten kein Auto zu haben :D
red_rooster - 12.11.2007, 01:35

Ich habe eine ganz genaue Aufstellung der Kosten meines Autos gemacht und weiß daher, dass jeder km den ich mit meinem Auto fahre 0,326€ kostet. davon hängen aber nur 0,095€ von der Fahrleistung ab, den Rest zahle ich dafür, dass die Kiste betriebsbereit rum steht. Und ich brauche mein Auto und kann es nicht abschaffen.

Wenn ich mit dem Auto fahre, dann fahre ich von Tür zu Tür und kann noch einiges an Gepäck mitnehmen, dazu bin ich zeitlich flexibel.

Mit der Bahn stehe ich am Bahnhof und muss mir zum Ziel ein Taxi nehmen. Wenn ich mit der Bahn zu einem Termin am späten Nachmittag oder am Abend fahre, dann habe ich meist dazu noch das Problem, dass ich am selben Tag nicht mehr zurück komme und auch noch eine Übernachtung zahlen muss. Um mir diese Kosten für das Hotel zu sparen bin ich auch zu den AB-Treffen immer mit dem Auto gefahren.

Unter diesem Gesichtspunkt kostet eine Reise mit der Bahn meistens mehr.
darius - 12.11.2007, 15:13

Michelus hat folgendes geschrieben: Die Aufstellungen sagen natürlich nichts darüber aus, ob man sich den durch das Auto gesteigerten Lebensstandard leisten kann, muss oder will.
Ein schönes Stichwort: Musikhören kann ich vielleicht noch im Auto, notfalls auch was Essen. Kaffee oder Bier trinken, Zeitung lesen, fremde Menschen anlächeln, kennenlernen, und dabei noch von A nach B gebracht zu werden, bei strömenden Regen mit 200 km/h, das kannste mit dem Auto alles vergessen.
Die Nachteile und Flexibilität, die ich bei Autofahren brauche, mag ich nicht eingehen. Die Nachteile und Flexibilität, die ich fürs Bahnfahren aufwenden muss, sind Lebensqualitätgewinn.
Solange wir die Anschaffungs- und Spritpreise zahlen wollen, ist dies eine freie Entscheidung eines jeden.
red_rooster - 12.11.2007, 18:08

Die Folgenden Äuserungen beruhen auf Erlebnissen, die ich in der Vergangenheit mit der Bahn gehabt habe:

darius hat folgendes geschrieben: Ein schönes Stichwort: Musikhören kann ich vielleicht noch im Auto,
Vor allem kann man im Auto auch keine Musik hören! Wenn man zwei Stunden die Hip-Hip-Musik vom Typen gegeüber hört, der seinen MP3-Player voll aufgedreht hat, dann möchte ich einen Mord begehen.
darius hat folgendes geschrieben: notfalls auch was Essen. Kaffee oder Bier trinken,
Bier will ich gar nicht im Auto trinken, das mache ich am Ziel. Aber im Auto gibt es dafür auch keine besoffenen Nebensitzer, die mich anpöbeln und mit ihrem Krach den ganzen Wagen terrorisieren.
Vorallem tritt mir da auch keiner in mein Essen wenn ich wieder im Gang auf dem Boden sitzen muss.

darius hat folgendes geschrieben: Zeitung lesen,
In den IC geht das mit dem Lesen, aber in Regionalzügen, mit den wackligen Drehgestellen wird mir da schlecht vom Zeitunglesen
darius hat folgendes geschrieben: fremde Menschen anlächeln, kennenlernen,
Die meisten Bahnfahrer wollen eigentlich nichts von ihren Mitfahrern wissen und fühlen sich eher gestört. Die meisten haben sowieso einen Kopfhörer auf. Wenn dann noch die Schlacht um die Sitzplätze tobt oder man gerade wieder Gepäck wuchtet oder dem Anschluß hinterher sprintet oder gleich ganz verpasst, dann fluchen die meisten nur noch. Aber man kann wenigstens gemeinsam über die Bahn schimpfen.
darius hat folgendes geschrieben: und dabei noch von A nach B gebracht zu werden, bei strömenden Regen mit 200 km/h,
In der Vergangenheit war es immer so, dass jede Wetterlage, die zu Problemen auf der Autobahn geführt hat, auch dazu geführt hat, dass bei der Bahn Züge ausfielen (Unterspülte Bahndämme, eingefrohrenene Weichen, uwa.) Und was hilft es dir, wenn du mit 200km/h zum nächsten Bahnhof fährst, da aber im Regen stehst weil der Anschluß nicht kommt.
darius hat folgendes geschrieben: Solange wir die Anschaffungs- und Spritpreise zahlen wollen, ist dies eine freie Entscheidung eines jeden.
Wird bis zum Ende des Jahres sich zweimal heftig beim Kunden mit Preiserhöhungen bedienen. Die Züge fahren auch nicht mit Wasser und die Lokführer wollen auch mehr Geld, also erzähle mir nichts von steigenden Spritpreisen

Spätestens wenn zwei Führerscheinbesitzer miteinander unterwegs sind (so dass man sich abwechseln kann) ist die Bahn von Preis und Stress kein gnadenlos unterlegen.
Frechdachs-75 - 12.11.2007, 18:11

OK,

nun meld ich mich mal zu Wort :mrgreen:

Ich habe versucht mein Auto stehen zu lassen, aber die Bahn hat mich wirklich zum verzweifeln gebracht, Anschlußzug weg, über 1 h warten auf den anderen, Platz zwar reserviert, aber leider nicht für den nachfolgenden etc. !

Wenn es nur einmal gewesen wäre, hätte ich gelacht und ignoriert, aber leider ist es bei 70% meiner Fahrten gewesen, das ich am Ende immer es so gesucht habe, das ich nicht mehr umsteigen mußte, was mich zeitlich wieder dazu brachte, das ich nicht flexible war und immer so um halb 1 Uhr morgens ankam, also nicht tragbar !

600 km mit der Bahrn sind schneller und angenehmer, wenn man nicht umsteigen muß oder die Pufferzeit entsprechend größer ist (40 min) !! Sobald man mehr als 1 kleinen Rucksack mitnimmt, reicht der Platz nicht ...

Wenn ich mit der Bahn fahre, kostet es mich so 200€ hin und zurück, aber mit dem Auto nur 140€ Sprit ...
Ich kann mit den Auto flexible reisen und bin normalerweise nur so 1-2 h langsamer und kann mehr Gepäck oder Leute mitnehmen und schon ist es rentabler für mich.

Zur Arbeit gehe ich lieber mit dem Auto, wegen flexibler und schneller ! Ob ich nur so 20-30 min mit dem Auto oder fast eine h mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, einfache Fahrt, lassen wir das lieber ...

Meistens bin ich recht schnell krank, wenn ich mit der Straßenbahn/Bus oder U-Bahn fahre ! Daher ein weiterer negativer Punkt dafür.
darius - 12.11.2007, 18:20

@Red Rooster und Frechdachs
Eure Erfahrungen gehören auch zu meinem persönlichen Erfahrungsschatz, wenn auch all diese Punkte auf meinen Strecken zu meinen Zeiten eher Seltensheitswert haben.
Der Bahnstreik in den großstädten hat gezeigt, dass jeder Autofahrer sich über jeden Bahnfahrer nur freuen kann.

Ich bleibe aber dabei: Es ist die Entscheidung eines jede Einzelnen, welche Nachteile und welche Flexibiltät einem mehr schmeckt.
Kasi76 - 13.11.2007, 14:52

darius hat folgendes geschrieben: Ich bleibe aber dabei: Es ist die Entscheidung eines jede Einzelnen, welche Nachteile und welche Flexibiltät einem mehr schmeckt.

dito !
Allerdings manchmal kommen einen Zweifel ob diese oder jene Entscheidung so richtig war; Stichwort: ÖLPREISE ! :cry:
...Aber man ist ja flexible & kann ggf. beides kombinieren !
Kasi76 - 15.11.2007, 19:02

Auto - Kosten ? Hohe Spritpreise ?!
...da fällt mir folgender Witz ein denn ich neulich gelesen hab:
Ein Mann fährt mit seinen 15Jahre alten Opel Corsa zu einer Tankstelle geht rein & sagt zur Tankstellen-Verkäuferin: "Ich würde gerne tanken für mein Auto !"
Die Verkäuferin schaut nach draußen zu seinen Wagen & sagt nach kurzen Überlegen:"Also Sprit für 5 euro geben ich Ihnen noch dafür!"
:lol: :mrgreen:
red_rooster - 24.01.2008, 10:45

Kasi76 hat folgendes geschrieben:
Allerdings manchmal kommen einen Zweifel ob diese oder jene Entscheidung so richtig war; Stichwort: ÖLPREISE ! :cry:


Ölpreise als ob das ein Argument für die Bahn wäre....

Die Bahn erhöht auch die Preise! Bei meiner Referenzstrecke zu meinem Liebchen wurde die Fahrpreiserhöhung die im letzten Dezember stattfand umgerechnet auf den Spritverbrauch meines Autos eine Spritpreiserhöhung um 10ct bedeuten! Ok mit Bahncard50 nur 5ct, aber die ist auch um 8Eur teurer geworden. Die die noch höhere Preiserhöhung im Januar letzten Jahres (ungefähr doppelt so hoch wie die im Dezember) darf man auch nicht vergessen! Und die Gehaltserhöhunhen der Lokführer werden auch nicht spurlos an den Geldbeuteln der Bahnfahrern vorbei gehen.

Also tut nicht immer so als werde nur die Mobilität mit dem Auto teurer!
pfefferminza24 - 24.01.2008, 12:27

Also, ich habe ein Auto (klein und recht sparsam und wegen EM-Sondermodell vor dreieinhalb Jahren zum Neupreis von 6660,- € erstanden - normal kostet er glaub über 2000,- € mehr) und eine Bahncard 25. Ich fahre zur Zeit alle 2 Wochen Fr. bis So. von Filderstadt nach München. Bis November ´07 habe ich das immer mit dem Auto gemacht.
Ich glaube es war im Oktober, wo ich den Rekord von 4 Stunden hin und 5 Stunden zurück gebraucht habe. Das ätzt. Wenn ich mit Sparpreis 50 (muss ich halt rechtzeitig buchen) und Bahncard mit dem ICE fahre, bin ich ziemlich gemütlich für 37,50 € unterwegs. Mit dem Auto wäre es ungefähr genauso teuer. Aber viiiiel stressiger. Und in München steht es eh bloß rum, weil wir da U-Bahn fahren.
Hier allerdings brauche ich mein Autole. Denn mein Job befindet sich 25 km von meinem Wohnort entfernt. Und mit dem Auto über die Autobahn bin ich in 15 bis 20 min da. Mit der S-Bahn und dem hin und her gelatsche zu den Stationen würde ich weit über eine Stunde brauchen.
Deshalb finde ich für mich beides gut, für weitere Strecken (und wenn ich nicht tonnenweise Gepäck habe) die Bahn, für das tägliche Leben das Auto.

Grüßle, pfeffi :yes:
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