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Alle Beiträge und Antworten zu "Tilopa's Mahamudra-Unterweisung"

Re: Tilopa's Mahamudra-Unterweisung

tara - 01.02.2006, 08:00
Tilopa's Mahamudra-Unterweisung
Tilopa (988 -1069)


Tilopa's Mahamudra-Unterweisung

Mahamudra ist jenseits aller Worte und Bilder;
doch dir, Naropa, dem ernst und eifrig Übenden,
sei dies gesagt:

Die Leere bedarf keiner Stütze,
Mahamudra stützt sich auf nichts.
Ohne sich anzustrengen,
gelöst und natürlich bleibend,
kann man das Joch zerbrechen
und Befreiung erlangen.

Wenn man, in den Raum hinausstarrend
nichts sieht, und zugleich
der Geist den Geist erschaut,
vergehen alle Unterscheidungen
und Buddhaschaft ist erreicht.

Die Wolken wandern über den Himmel,
wurzeln nirgends, haben keine Bleibe;
ebenso die unterscheidenden Gedanken,
die über den Geist hinwegziehen.
Sobald der Selbst-Geist erschaut ist,
endet alles Unterscheiden.


Im Weltraum entstehen Formen und Farben,
aber der Raum ist nicht schwarz, nicht weiß.
Aus dem Selbst-Geist entspringt jedes Ding,
doch er selbst bleibt von Tugend und Laster frei.

Die Finsternis der Jahrtausende vermag nicht
die strahlende Sonne zu verdunkeln;
Kalpas von Samsara vermögen nicht
das Licht des Selbst-Geistes zu mindern.

Werden auch Worte gewählt, Leere zu erklären,
Leere selbst kann niemals ausgedrückt werden.
Sagen wir: "Der Geist ist Strahlendes Licht" -
er bleibt doch jenseits der Worte und Bilder.
Ist auch der Geist seinem Wesen nach leer,
er umschließt und erhält alle Dinge.

Tu nicht mit deinem Körper - entspanne dich;
halte den Mund und verharre in Schweigen;
Leere deinen Geist und hafte an nichts.
Gleich einem hohlen Bambus ruhe dein Leib,
nicht gebend, nicht nehmend, ruhe dein Geist.
Der an nichts haftende Geist ist Mahamudra.
So übend, wirst du allmählich zu Buddha.

Mantra- und Paramita-Übungen,
Unterweisungen in Sutren und Geboten,
die Lehren der Schulen und heiligen Schriften
bringen dir keine Verwirklichung
der Ungeborenen Wahrheit.
Denn wenn der Geist voll Begehren
nach Licht sucht, verdunkelt er es nur.

Wer sich an den Buchstaben der Gebote hält
und nicht abläßt zu unterscheiden,
der verrät den Geist der Gebote.
Laß ab vom Tun, gib auf das Begehren,
Laß die Gedanken kommen und gehen
gleich den Wellen des Meeres.
Wer das Gesetz des Nicht-Verweilens
und das Prinzip des Nicht-Unterscheidens
nicht verletzt, lebt nach dem Geist des Gebots.

Wer das Begehren aufgibt,
sich an nichts mehr klammert,
der hat den wahren Geist erlangt,
von dem die Schriften sagen.

Mahamudra brennt alle Übel aus
Mahamudra befreit vom Kerker der Welt.
Mahamudra ist die Fackel der Lehre.
Die daran zweifeln, sind Narren,
ewig sich suhlend in Unglück und Sorge.

Wer Befreiung sucht,
der braucht den Meister.
Empfängt dein Geist seinen Segen,
ist die Befreiung nahe.

Ach, die Dinge der Welt sind wertlos,
sie säen nur Sorgen.
Geringe Lehre leitet zum Tun;
du sollst der Großen Lehre des Nicht-Tuns folgen.

Über die Zweiheit hinaus zu sehen,
ist die königliche Schau;
das Trennende zu besiegen,
ist die königliche Übung;
Die Übung der Nicht-Übung
ist die Tat der Buddhas;
wer diesen Weg beschreitet,
erlangt die Buddhaschaft.

Vergänglich ist diese Welt;
unwirklich wie Trug und Träume.
Verzichte und verlasse das Deine,
zerschneide die Fesseln von Gier und Haß,
Meditiere in Wäldern und Bergen.
Wenn du mühelos gelöst verbleibst
im 'natürlichen Seinsstand',
wirst du Mahamudra erlangen
und das Nicht-Erreichbare erreichen.

Durchschneide die Wurzel des Baumes,
und die Blätter werden welken;
Durchschneide die Wurzel des Verstandes,
und Samsara-Kreislauf findet ein Ende.

Das Licht einer Lampe verjagt im Nu
das Dunkel von Äonen ohne Ende;
Das Licht des Geistes verbrennt wie ein Blitz
die Schleier der Verblendung.

Wer an den Verstand sich klammert,
sieht nicht die Wahrheit jenseits davon.
Wer die Lehre zu üben gewillt ist,
findet die Wahrheit jenseits der Übung nicht.

Um Verstand und Übung zu übersteigen,
solltest du die Wurzel des Verstandes durchtrennen
und in reinem und leerem Gewahrsein verharren,
Unterscheidungen lassen und in Frieden bleiben.

Ohne zu geben und zu nehmen
sollst du unbemüht bleiben,
denn Mahamudra ist jenseits
von Annehmen und Ablehnen.

Das Allbewußtsein ist ungeboren;
niemand kann es beschmutzen, beflecken.
Im Ungeborenen löst Erscheinung sich auf
in die wahre Natur der Dinge:
Ich-Wille und Stolz vergehen in nichts.

Höchstes Verstehen übersteigt das Verstehen,
höchstes Tun fließt aus ewiger Quelle,
ohne anzuhaften.
Höchste Vollendung - Innesein zu verwirklichen,
ohne Hoffnung daran zu knüpfen.

Am Anfang fühlt der Übende seinen Geist
wie einen Wasserfall vorüberstürzen;
In der Mitte des Weges fließt er
wie der Ganges ruhig und langsam dahin;
zuletzt ist er ein gewaltiges Meer,
in dem die Lichter von Tun
und Sein in eins verschmelzen.

http://www.lotus-homepage.de/mahamudra.html

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Was ist Mahamudra eigentlich?

Auf der Grundlage von Erklärungen von Khenpo Chödrag Tenpel Rinpoche von Tina Draszczyk zusammengestellt, übersetzt und bearbeitet. (Februar 1998)

Mahamudra ist, kurz gesagt, die letztendliche Bedeutung von Sutra und Tantra, den beiden im „Tibetischen Buddhismus" praktizierten Lehr- und Meditationswegen. Mahamudra wird auch der „Weg der Licht-Klarheit" genannt, das Erkennen der wahren Natur des eigenen Geistes, das Erlangen der Buddhaschaft. Alle tibetisch-buddhistischen Traditionen wie z. B. die vier großen Schulen (Nyingma, Sakya, Kagyü und Gelug) zielen auf genau diese Erkenntnis ab; sie setzen durchaus verschiedene Schwerpunkte in ihrem Lehr- und Meditationswegen, münden aber gleichermaßen in dieses Ziel ein.

Das Sanskritwort „Mudra" bedeutet „Siegel" und bringt folgendes zum Ausdruck: Ebenso wie ein König durch sein Siegel die Authentizität von z. B. einem Schriftstück bestätigt, ist durch die Lehre Buddhas „besiegelt", dass Mahamudra den gesamten Weg zur Buddhaschaft umfasst. Die Grundlage für Erleuchtung ist die Buddhanatur, der eigentliche Kern unseres derzeitigen Erlebens von Samsara; dies ist das „Grundlage-Mahamudra". Auf dem Weg befreit sich der Praktizierende immer mehr von all dem, was ihn vom Erkennen der eigenen Buddhanatur abhält; dies ist das „Weg-Mahamudra". Die vollkommene Erkenntnis der eigenen Buddhanatur ist das „Frucht-Mahamudra", d. h. Erleuchtung.

„Mudra" bedeutet auch „Zeichen" – so weist Mahamudra darauf hin, dass alle Phänomene von Samsara und Nirvana die Einheit von Erscheinen und Leerheit sind. Das Sanskritwort „Maha" bedeutet „groß" und impliziert, dass „Mahamudra" die hervorragendste Ebene der verschiedenen, von Buddha Shakyamuni gelehrten „Mudras" ist; die anderen Mudras sind z. B. Karmamudra, Samayamudra und Jnanamudra, die wesentliche Bestandteile der Praxis im Vajrayana sind. (Nähere Erklärungen dazu in der Abschrift des Kurses 1996). Mahamudra, das „Grosse Siegel", übertrifft sie alle.

Die Mahamudra-Tradition in der Kagyüpa-Linie
Die Lehren der Kagyüpa-Tradition kamen hauptsächlich mit Marpa (11. Jh.) nach Tibet. Er reiste dreimal von Tibet nach Indien, um dort unter der Anleitung großer buddhistischer Meister Buddhismus zu studieren und zu praktizieren. Von den vielen Lehrern, auf die Marpa sich stützte, wurden zwei für ihn besonders wichtig: Naropa und Maitripa.

Insgesamt verbrachte Marpa fast 17 Jahre bei Naropa in Indien. Dieser hatte mit Hilfe der Anleitung des buddhistischen Meisters Tilopa hohe Verwirklichung erlangt und galt als einer der gelehrtesten Meister seiner Zeit. Es heißt, dass Naropa alle Vajrayana-Übertragungen, die er selbst hielt, an Marpa weitergab. Dies schließt jene Mahamudra-Lehren mit ein, die Teil der Vajrayana-Praxis sind. Auf der Grundlage der Ermächtigungen in die jeweiligen Buddha-Aspekte studierte Marpa bei Naropa die verschiedenen Tantras (Tantra = Texte des Vajrayana) und erhielt von ihm auch die Kernunterweisungen zur jeweiligen Praxis.

Der andere für Marpa sehr wichtige indische Lehrer war der Meister Maitripa. Marpa beschreibt selbst, dass er von ihm, ebenso wie von Naropa, verschiedene Vajrayana-Übertragungen, die die Mahamudra-Praxis miteinschließen, erhalten habe. Außerdem erhielt er von Maitripa einen bestimmten Lehrzyklus von Kernunterweisungen zur begriffsfreien Meditation auf die Natur des Geistes, eine weitere Facette von Mahamudra-Praxis, die nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem Vajrayana steht. Dieser Lehrzyklus geht direkt auf den großen Meister Saraha sowie dessen Schüler Shawaripa zurück, die die Mahamudra-Übertragung in Indien wesentlich geprägt haben.

Marpa wiederum gab, nachdem er nach Tibet zurückgekehrt war, die Tantra-Übertragungen sowie sämtliche Kernunterweisungen zur begriffsfreien Meditation auf den Geist an seinem Schüler Milarepa (11./12. Jh.) weiter. Außerdem prophezeite er ihm einen Schüler, der die Lehre Buddhas in Tibet derart fördern werde, dass man es mit dem Aufgehen der Sonne vergleichen könne. Dieser Schüler war Gampopa (11./12. Jh.), der von Milarepa sämtliche Übertragungen erhielt.

Auf der Grundlage von Milarepas Übertragungen lehrte Gampopa zwei Zugänge zur Mahamudra-Praxis und prägte dafür die Bezeichnungen des „tiefgründig klaren Tantra-Mahamudra" und des „tiefgründigen Sutra-Mahamudra".

Jene Praktizierenden, die für Vajrayana-Praxis geeignet waren, leitete Gampopa im Weg des „tiefgründig klaren Tantra-Mahamudra" an. Dieser Weg beginnt damit, dass der Schüler von einem authentischen Vajrayana-Meister zunächst die sog. „Vier Ermächtigungen des Anuttarayogatantra" erhält. Dabei geht es um mehr als nur um das äußere Ritual: es geht darum, dass der Schüler mit Hilfe des Lehrers zu einer unmittelbaren Erfahrung der Natur seines Geistes gelangt. Diese grundlegende Erfahrung ist die Basis, auf der der Vajrayana-Praktizierende dann die zwei Phasen der Vajrayana-Meditation anwendet, die Abfolgen des Hervorbringens und Vollendens und damit auch die sog. „Sechs Dharmas Naropas". Dieser „Weg der Licht-Klarheit" ermöglicht dem Praktizierenden schließlich die Erkenntnis der Natur seines Geistes.

Die anderen Praktizierenden leitete Gampopa auf dem Weg des „tiefgründigen Sutra-Mahamudra" an. Bei diesem Zugang zur Meditation auf den Geist wird auf jene Lehrreden des Buddha Bezug genommen, die seinen sog. dritten Lehrzyklus ausmachen, die Lehren von der Buddhanatur, der wahren Natur des Geistes. Laut Saraha, dem bedeutendsten Vertreter der Mahamudra-Linie im alten Indien, bestehen die bei dieser Praxis verwendeten Methoden darin, zunächst unmittelbar in die Natur des Geistes eingeführt zu werden, und sich dann durch Meditation in dieser Erfahrung zu üben, und zwar ohne ergänzende Vajrayana-Praxis. Um diesen Weg erfolgreich praktizieren zu können, ist es allerdings wesentlich, dass man sehr viel positives Potential, d. h. viel inneren Reichtum aufgebaut, sowie ein klares Verständnis von der Natur des Geistes entwickelt hat. Mit Gampopas weitreichender Lehraktivität erblühte die Übertragung der Kagyüpa-Lehren in Tibet. Seine Schüler, bzw. deren Schüler gründeten die „Vier Großen und Acht Kleinen Kagyü-Linien", die alle gleichermaßen den Mahamudra Weg der Licht-Klarheit lehren.

Einer der wichtigsten Schüler von Gampopa war der erste Karmapa Düsum Khyenpa (12 Jh.), der Begründer der sog. Kamtsang Kagyüpa oder Karma Kagyü Tradition. Gampopa gab ihm die gesamte Sutra- und Tantra-Mahamudra-Übertragung.

Diese Übertragungen und Unterweisungen werden in der Karma Kagyü-Tradition bis heute vollständig und ungebrochen weitergegeben. Im Laufe der Jahrhunderte wurden dabei von verschiedenen Autoren immer wieder Erläuterungen zum Mahamudra-Weg verfasst. Unter all diesen Werken gelten jene des 9. Karmapa Wangchug Dorje (16./17. Jh.) als besonders hervorragend. Er verfasste drei Werke zum Mahamudra-Weg. Ein ausführliches Werk: Mahamudra, der Ozean des wahren Bedeutung; ein mittellanges: Mahamudra, dass das Dunkel der Unwissenheit erhellt; und ein kurzes: Mahamudra, der Fingerzeig auf den Dharmakaya. Da diese Texte den Weg der Karma Kagyü Tradition vollständig umfassen und den Kernpunkt von sowohl Sutra- als auch Tantra-Mahamudra vermitteln, kann man sich, wenn man die Übertragung für z. B. den Mahamudra Ozean des wahren Bedeutung erhalten hat und entsprechend praktiziert, „mit Recht" als Praktizierender der Karma Kagyü Praxis- Linie bezeichnen.

http://www.karma-kagyu.at/de/buddhism/dharmatexte/wasistmahamudra/

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grüße
tara

Re: Tilopa's Mahamudra-Unterweisung

tara - 01.02.2006, 08:45

das universum als hologramm

existiert objektive realität oder ist das universum eine täuschung ?
(irgendwo ist ein traum der uns träumt)


http://akroasis.oktave.ch/divtext/universholo.pdf

1982 geschah etwas bemerkenswertes. Ein Forscherteam der Universität Paris unter Führung des Physikers Alain Aspect führte eines der wichtigsten Experimente des 20. Jahrhunderts durch.

Sie haben davon nichts in den Abendnachrichten vernommen. Tatsächlich werden Sie nie den Namen Aspect gehört haben, wenn sie nicht üblicherweise Wissenschaftsjournale lesen - und doch gibt es Menschen, die glauben, dass seine Entdeckungen das Gesicht der Wissenschaft verändern könnten.

Aspect und sein Team entdeckten, dass unter bestimmten Voraussetzungen subatomare Teilchen, wie zum Beispiel Elektronen, fähig sind, unverzüglich miteinander zu kommunizieren und zwar unabhängig von der räumlichen Distanz, die sie trennt.
Es spielt keine Rolle, ob sie 10 Fuß oder 10 Billionen Fuß voneinander entfernt sind.

Irgendwie scheint jedes Teilchen genau zu wissen was das andere gerade tut.
Das Problem dieses Verhaltens besteht darin, dass es Einsteins so lange bestehenden Grundsatz verletzt, dass keine Art von Kommunikation schneller als mit Lichtgeschwindigkeit erfolgen kann. Da eine schnellere Fortbewegung als das Licht eine Verletzung der Zeitgrenze bedeuten würde, erzeugte diese erschütternde Aussicht bei einigen Physikern den Wunsch, Theorien zu finden, die Aspekts Erkenntnissen gerecht werden. Einige wurden zu weit radikaleren Interpretationen inspiriert..

Zum Beispiel glaubt der Physiker David Bohm von der Universität London, dass Aspects Ergebnisse bedeuten, dass es keine objektive Realität gibt, dass das Universum ungeachtet seiner manifesten Erscheinungsweise im Kern eine Art Fantasie darstellt, ein gigantisches und prächtiges, detailliertes Hologramm.

Um verstehen zu können, warum Bohm zu dieser erschreckenden Annahme kommt, müssen wir zuerst etwas über Hologramme lernen.
Ein Hologramm ist ein dreidimensionales Foto, welches mit Hilfe von Laser-Licht erzeugt wird.

Um ein Hologramm zu machen, muss das zu fotografierende Objekt zunächst in Laser-Licht gebadet werden. Dann muss ein zweiter Laser auf das reflektierte Licht des ersten Lasers gerichtet werden. Die hierdurch entstehenden Licht-Interferenz-Muster werden auf einem Film festgehalten.

Wenn der Film entwickelt wurde, sieht es so aus, als ob ein bedeutungsloses Gewirr von Licht- und Schattenlinien festgehalten wurde. Aber sobald der entwickelte Film mit einem anderen Laser-Strahl beleuchtet wird, entsteht ein dreidimensionales Bild des ursprünglichen Objekts.

Die Dreidimensionalität eines solchen Bildes ist nicht die einzige, bemerkenswerte Charakteristik eines Hologramms.
Wenn man das Hologramm in zwei Hälften schneidet und diese mit einem Laser bestrahlt, so wird jede Hälfte wieder das ganze Objekt in Erscheinung bringen. Auch bei nochmaligem Teilen der Hälften ändert sich an dieser Tatsache nichts. Es bleibst immer das ursprüngliche Bild erhalten.
Anders als normale Fotografien beinhaltet jedes Teil eines Hologramms alle Informationen, die das ganze Hologramm beinhaltet.

Diese "das Ganze in jedem Teil "-Natur eines Hologramms eröffnet uns eine gänzlich neue Art von Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und Organisationsarten. Für einen großen Zeitraum der Geschichte hat die westliche Wissenschaft unter der Annahme experimentiert, dass die beste Art um physikalische Phänomene, wie einen Frosch oder ein Atom zu verstehen, wohl darin besteht, es zu zerlegen und seine Bestandteile zu untersuchen.

Ein Hologramm lehrt uns, dass es offensichtlich Dinge im Universum gibt, die diesem Vorgehen nicht genügen.
Wenn wir versuchen würden, etwas, was holographisch konstruiert ist, in seine Teile zu zerlegen, würden wir keine Bestandteile des Ganzen erhalten, sondern nur kleinere Ganzheiten.

Dies scheint auch die Bedeutung einer alten religiösen Sanskrit-Strophe zu sein :

"Om Poornamadah Poornamidam Poornaad Poornamudachyate; Poornasya Poornamaadaaya Poornamevaashisyate."

Übersetzt:
" was ganz ist - das ist ganz - was aus dem Ganzen kommt ist auch ganz; wenn das Ganze aus dem Ganzen entnommen wird, bleibt das Ganze ganz. "

Diese Betrachtung ermöglicht Bohm eine andere Art des Verstehens von Aspects Entdeckung. Bohm glaubt, dass der Grund, warum subatomare Teilchen miteinander in Kontakt bleiben können, unabhängig von den sie trennenden Entfernungen, nicht durch den Austausch mysteriöser, hin- und hergeschickter Signale erfolgt, sondern
weil ihre so genannte "Getrenntheit" eine Täuschung darstellt. Er argumentiert, dass auf einer tieferen Ebene der Wirklichkeit solche elementaren Teilchen keine individuellen Wesenheiten (Identitäten) darstellen, sondern tatsächlich Ausdehnungen desselben, fundamental "Etwas" sind.

Um Menschen eine bessere Vorstellung von seinem Ansatz zu vermitteln, bietet Bohm folgende Sichtweise.
Stellen Sie sich ein Aquarium vor, in dem ein Fisch schwimmt. Stellen Sie sich ebenfalls vor, dass Sie nicht in der Lage sind, das Aquarium direkt zu sehen, sondern nur indirekt über zwei unterschiedlich positionierte Fernsehkameras, eine auf der Vorderseite des Aquariums, eine auf der Seite des Aquariums.

Während Sie nun auf die zwei Fernsehkameras starren, können sie zur Überzeugung kommen, dass der Fisch auf jedem der Bildschirme getrennte Wesenheiten darstellt. Weil die Kameras das Geschehen aus verschiedenen Winkeln aufnehmen, wird auch jedes der Bilder leicht unterschiedlich sein. Aber während sie die "zwei" Fische weiter beobachten, werden sie entdecken, dass gewisse Beziehung zwischen ihnen herrschen.

Wenn ein Fisch sich dreht scheint der andere zwar eine etwas abweichende, aber korrespondierende Bewegung zu machen. Wenn der eine seine Vorderseite zeigt, zeigt der andere seine Seitenansicht.
Wenn sie bezüglich der gesamten Sichtweise der Situation im Ungewissen bleiben, werden sie annehmen, dass beide Fische sich ständig im kommunikativen Austausch befinden müssen - aber das ist tatsächlich nicht der Fall.
Dies, so Bohm, ist exakt das, was subatomare Teilchen in Aspects Experiment tun.

Nach Bohm ist die scheinbare "schneller-als-das-Licht"-Verbindung eine tiefere Ebene der Realität, an der wir nicht Teil haben, eine komplexere Dimension jenseits unserer eigenen, analog zu unserem tatsächlichen Aquarium.
Und - fügt er hinzu
- wir erkennen Objekte wie subatomare Teilchen als getrennte Wesenheiten, weil wir nur einen Teil ihrer Realität erkennen können.

Solche Teilchen sind keine getrennten Teile, sondern
Fassetten einer tiefer liegenden Einheit,
die holographisch und unteilbar aufgebaut ist, wie unser Holo-Bild. Zusätzlich zu seiner phantomartigen Natur würde ein solches Universum andere überragende Fähigkeiten besitzen. Wenn die erscheinende Getrenntheit subatomarer Teilchen eine Illusion ist, bedeutet das auf einer tieferen Ebene der Realität, dass alle Dinge im Universum unbegrenzt miteinander in Verbindung sind:

Die Elektronen im Carbon-Atom im menschlichen Gehirn mit jedem Teilchen umher schwimmender Lachse, mit jedem Herz das schlägt, und jedem Stern, der am Himmel leuchtet.

Alles durchdringt alles,
und wenn auch der Mensch danach trachtet, alles zu kategorisieren, einzuordnen und zu unterteilen, so sind doch alle Aufteilungen naturgemäß künstlicher Natur;
die ganze Natur ist letztendlich ein nahtloses Gewebe.

In einem holographischen Universum können auch Zeit und Raum nicht länger als fundamentale Größen betrachtet werden.
Weil Konzepte wie Lokalität (Örtlichkeit) in einem Universum, in dem nichts wirklich voneinander getrennt ist, zusammenbrechen,
können Zeit und dreidimensionaler Raum
wie die vermeintlichen zwei Fische unserer TV-Kameras
als Projektion einer tieferen Ordnung betrachtet werden.
Auf einer tieferen Ebene ist Realität eine Art Superhologramm, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft alle gleichzeitig existieren.
Dies legt nahe, dass es irgendwann möglich sein wird, mit geeigneten Werkzeugen in diese superholographischen Ebenen eingreifen zu können,
um Szenen der lang vergessenen Vergangenheit verfügbar zu machen.

Was auch immer ein Superhologramm beinhaltet, ist eine Frage mit offenem Ende.
Lassen wir das Superhologramm aus Argumentationsgründen eine Matrix sein, die allem im Universum Leben schenkt,
so enthält es letztendlich jedes subatomare Teilchen, dass je existierte oder existieren wird - jedwede Zusammensetzung von Ursächlichkeit und Energie, die möglich ist, von Schneeflocken zu Quasaren, von blauen Walen zu Gammafeldern. Es muss als ein kosmischer Einkaufsladen von "allem was ist" betrachtet werden.

Bohm gibt auch zu, dass wir keine Möglichkeit haben zu wissen, was noch anderes im Superhologramm verborgen liegt, und wagt doch zu sagen, dass wir keinen Grund zur Annahme haben, dass es nicht noch mehr enthalten könnte.
Oder wie er es darstellt: weil die superholographischen Dimensionen der Wirklichkeit eine bloße Bühne darstellen, hinter der eine Unendlichkeit weiterer Entwicklungen verbogen ist.

Bohm ist nicht der einzige Wissenschaftler der glaubt, dass das Universum ein Hologramm ist. Der Stanforder Neurophysiologe Karl Pribram, der unabhängig vom Bohm arbeitet, ist ebenso von der holographischen Natur der Realität überzeugt. Pribram wurde zum holographischen Modell geführt, beim Versuch das Puzzle "wie werden Erinnerungen im Gehirn gespeichert" zu lösen.
Jahrzehnte kamen zahllose Studien zum Ergebnis, dass Erinnerungen nicht an spezifischen Stellen aufbewahrt werden, sondern über das ganze Gehirn verteilt sind.
Während einer Serie von Experimenten erkannte
1920 der Gehirn- Wissenschaftler Karl Lashley,
das ganz gleich, welche Gehirnteile er bei Ratten entfernte, er unfähig war, ihr Gedächtnis über komplexe Aufgaben, die sie vorher gelernt hatten, aus zu löschen.
Das einzige Problem war, dass niemand in der Lage war, den Mechanismus zur Klärung des kuriosen Effekts "das Ganze in jedem Teil" in der Natur des Gedächtnisses zu finden.

1960 begegnete dann Pribram dem Konzept des Hologramms
und erkannte, dass er eine Antwort gefunden hatte, nach der die Gehirnforscher suchten. Pribram glaubt, dass Erinnerungen nicht in Neuronen verschlüsselt sind oder im kleinen Gruppen von Neuronen, als vielmehr in Mustern von Gehirnimpulsen, die das gesamte Gehirn kreuz und quer durchdringen, in derselben Art und Weise, wie Interferenz-Muster von Laser-Licht kreuz und quer die gesamte Fläche eines holografischen Bildes durchqueren.
Mit anderen Worten, Pribram glaubt, das Gehirn selbst ist ein Hologramm.

Pribrams Theorie erklärt, wie das menschliche Gehirn so viele Erinnerungen auf so geringem Platz speichern kann. Es wird geschätzt, dass das menschliche Gehirn die Kapazität hat, an die 10 Billionen Informations-Bits während eines durchschnittlichen menschlichen Lebens zu speichern (etwa die gleiche Menge an Informationen, die in fünf Ausgaben der Enzyklopädie Britannica enthalten ist).

Analog wurde entdeckt, dass ergänzend zu ihren weiteren Fähigkeiten, Hologramme über eine konkurrenzlose Kapazität zum Speichern von Informationen verfügen - einfach durch Veränderung des Winkels, mit den zwei Laser ein Stück belichtbaren Film treffen, ist es möglich, so viele unterschiedliche Bilder auf der selben Oberfläche zu speichern.
Es wurde gezeigt, dass ein Kubikzentimeter Film
10 Billionen Bits Informationen beinhalten kann.

Unsere unheimliche Fähigkeit, schnell jegliche Informationen abzurufen, die wir von diesem enormen Speicher benötigen, wird verständlicher, wenn das Gehirn gemäß holographischer Prinzipien funktioniert. Wenn Sie ein Freund befragt, was Ihnen ins Bewusstsein kommt, wenn Sie das Wort " Zebra " hören, müssen Sie nicht umständlich rückwärts in einen gigantischen, alphabetischen Speicher suchen, um die Antwort zu erhalten. Vielmehr erscheinen sofort Assoziationen wie "gestreift", "pferdeartig", "afrikanisches Tier " in ihrem Kopf.

In der Tat ist es eine der verwunderlichsten Tatsachen des menschlichen Denkprozesses, dass jedes Stück Information mit jedem anderen in Beziehung steht - eine andere Eigenschaft, die wir von Hologrammen bereits kennen.
Wenn jeder Teil im Hologramm unbegrenzt mit jedem anderen Teil verknüpft ist, ist das Gehirn in der Natur das vorzüglichste Beispiel für ein Kreuz-Korrelierendes System.

Das Speichern von Erinnerungen ist nicht das einzige neurophysiologische Puzzle, dass Pribrams holographisches Modell so anziehend macht. Ein weiteres ist, wie das Gehirn in der Lage ist, alle über die Sinne lawinenartig einfallenden Frequenzen (Lichtfrequenzen, Klangfrequenzen usw.) in unsere konkrete Welt der Wahrnehmung zu übersetzen.
Kodieren und Entkodieren von Frequenzen ist präzise das, was ein Hologramm am besten kann.

So wie des Hologramm als eine Art Linse funktioniert, als ein Übersetzungsgerät, dass ein zunächst bedeutungsloses Wirrwarr an Frequenzen in ein konkretes Bild übersetzt, betrachtet Pribram das Gehirn: ebenfalls als eine Linse, die holographische Prinzipien nutzt um die empfangenen Frequenz mathematisch in unserer Welt der Wahrnehmung zu übersetzen.

Es spricht viel dafür, dass das Gehirn holographische Prinzipien nutzt, um seine Funktionen zu erfüllen. Pribrams Theorie gewinnt tatsächlich verstärkt an Unterstützung unter Neurophysiologen.

Der argentinisch-italienische Forscher
Hugo Zucarelli
erweiterte kürzlich das holographische Modell auf die Welt der akustischen Phänomene. Verwirrt durch den Effekt, dass Menschen die Quelle eines Klanges ohne Kopfbewegung lokalisieren können, auch wenn sie nur über ein Ohr hören können, entdeckte Zucarelli, dass diese Fähigkeit durch holographische Prinzipien erklärbar wäre.

Zucarelli hat eine Technologie des holophonischen Sounds entwickelt, eine Aufnahmetechnik die fähig ist, akustische Situationen zu rekonstruieren, mit einer bisher unerreichte Realitätsnähe.

Pribrams Glaube, dass unsere Gehirne die "harte" Realität mathematisch konstruieren, und zwar aus der Bezugnahme auf Frequenz-Domänen, erfährt ebenfalls gute experimentelle Unterstützung.

Es wurde entdeckt, dass jeder unserer Sinne eine viel größere Bandbreite an Frequenzen empfängt, als ursprünglich erwartet.

Forscher haben entdeckt, dass zum Beispiel unser visuelles System auch auf Klang-Frequenzen reagiert, dass unser Geschmack teilweise abhängig ist von dem, was wir heute osmatische Frequenzen nennen, und das sogar die Zellen unseres Körpers auf ein breites Spektrum von Frequenzen ansprechen. Derartige Erkenntnisse legen nahe, dass es nur die holographische Domäne unseres Bewusstseins sein kann, die derartige Frequenzen ausfiltert und in unserer herkömmliche Wahrnehmung übersetzt.

Doch die größte Herausforderung für unseren Verstand ist es, wenn wir die Aspekte von Pribrams holografischen Modell vom Gehirn mit Bohms Theorie kombinieren. Wenn die Konkretheit der Welt nur eine zweitrangige Realität ist,
und das, was "dort" ist, aktuell nur ein Gewirr von Frequenzen darstellt, und wenn das Gehirn ebenfalls nur ein Hologramm ist, welches lediglich einige der Frequenzen aus dem Gewirr auswählt und mathematisch in unsere sensorischen Wahrnehmungen übersetzt,
was wird dann aus unserer objektiven Realität?
Einfach ausgedrückt:
Sie scheint nur zu existieren.
Wie schon die östlichen Religionen lange behaupten,
ist die materielle Welt Maya, eine Illusion,
und ebenso mögen wir denken, dass wir physische Existenzen sind, die durch eine physikalische Welt wandeln:
auch dies ist eine Illusion.

Wir sind in Wirklichkeit "Empfänger", die durch einen kaleidoskopartigen See von Frequenzen schweben, und was wir aus diesem See herausfiltern und in physikalische Realität übersetzen, ist lediglich ein Kanal von vielen, gefiltert aus dem Superhologramm.

Dieses überraschende neue Bild der Wirklichkeit,
die Synthese von Bohm und Pribram, wird holographisches Paradigma genannt
und auch wenn viele Wissenschaftler ihm mit Skepsis begegnen, hat es andere doch angespornt. Eine kleine, aber wachsende Zahl Forscher glaubt daran.
Darüber hinaus glauben manche, dass dieses Paradigma einige Geheimnisse erklären könnte, die bisher wissenschaftlich nicht erklärbar waren und die letztendlich
paranormale Phänomene als Teil der Natur entlarven
werden. Unzählige Forscher, eingeschlossen Bohm und Pribram, sind der Meinung, das parapsychologische Phänomene weit besser an Hand des holographischen Paradigmas verstanden werden können.

In einem Universum, in dem individuelle Gehirne in Wirklichkeit unteilbare Zonen eines größeren Hologramms darstellen und alles unbegrenzt miteinander verknüpft ist,
kann Telepathie als Funktion auf der holographischen Ebene verstanden werden.

Es ist so offensichtlich viel einfacher zu verstehen, wie Informationen von einem Verstand eines Individuums A zu dem Verstand des Individuums B auch über große Distanzen übertragen werden können.
Es wird auch helfen, eine Anzahl ungelöster Puzzle in der Psychologie zu verstehen.
Speziell meint Grof, dass das holographische Paradigma ein Modell für die erstaunlichen Phänomene liefern könnte, die Individuen während unterschiedlicher Bewusstseinszustände erfahren.

Während er in den fünfziger Jahren die
Möglichkeit des Einsatzes von LSD
als psychotherapeutisches Werkzeug untersuchte, hatte Grof eine weibliche Patientin, die plötzlich mit der Identität eines weiblichen, prähistorischen Reptils konfrontiert wurde. Während ihrer Halluzination gab sie nicht nur eine im Detail genaue Beschreibung, wie es sich anfühlt, in so einer Form verkörpert zu sein, sondern erkannte auch, dass der geschlechtsspezifische Teil der Anatomie dieser Spezies durch einem bunten Schuppenpanzer an der Kopfseite gebildet wurde.

Verblüffend für Grof war, dass die Frau über kein vorheriges Wissen von diesen Dingen verfügte und dass eine spätere Besprechung mit einem Zoologen bestätigte, dass bei bestimmten Reptilien farbige Flächen am Kopf in der Tat eine wichtige Rolle als sexuelle Lockmittel spielten.

Die Erfahrungen dieser Frau waren nicht einzigartig. Während seiner Untersuchungen begegnete Grof Beispielen von Patienten, die sich im Rahmen ihrer Regression mit bald jeder Art von Spezies im evolutionären Stammbaum identifizieren konnten (Forschungsergebnisse die mithalfen, die Entwicklungstheorie Affe-Mensch zu bestärken). darüber hinaus stellte er fest, dass diese Experimente zoologische Einzelheiten ans Tageslicht förderten, die sich als zutreffend erwiesen.

Regessionen in das Reich der Tiere waren nicht die einzigen psychologischen Phänomene, denen Grof begegnete.
Er hatte auch Patienten, bei denen es schien, als ob sie mit einer Art kollektivem oder rassebezogenem Unbewussten in Kontakt gekommen waren. Menschen mit wenig oder gar keiner Bildung gaben plötzlich detaillierte Beschreibungen einer zoroastrischen Begräbnis-Praxis und beschriebenen Szenen hinduistischer Mythologie. In einer anderen Art von Experimenten gaben Menschen überzeugend Auskunft von Reisen außerhalb ihres Körpers, von Vorhersagen für die Zukunft und von Regressionen in vergangene Leben.

In späteren Untersuchungen fand Grof die gleichen Ergebnisse in Therapiesitzungen, bei denen keine Drogen zur Hilfe genommen wurden.
Da das gemeinsame Element dieser Experimente die Transzendenz des individuellen Bewusstseins hinter den üblichen Grenzen eines Egos oder den Begrenzungen von Zeit und Raum zu sein schien, nannte Grof diese Manifestationen "tranzpersonale Experimente", und er gründete in den späten Sechzigern einem Zweig der Psychologie, der sich Transpersonale Psychologie nannte. Dieser Zweig der Psychologie wurde sehr angesehen und war schnell im Wachsen begriffen.
Über Jahre hinweg konnten weder Grof noch seine Kollegen einen Mechanismus zur Klärung dieser bizarren psychologischen Phänomene liefern. Dies änderte sich mit dem Auftauchen des holographischen Paradigmas.

Wie Grof unlängst feststellte, ist der Verstand tatsächlich Teil eines Kontinuums, eines Labyrinths das nicht nur mit jedem anderen existierenden oder ehemals bzw. jemals existierenden Verstand verbunden ist, sondern auch mit jedem Atom, jedem Organismus und jedem Arial in der Unermesslichkeit von Zeit und Raum selber.
Eine Tatsache, die es dem Verstand ermöglicht, Ausflüge in dieses Labyrinth zu unternehmen und transpersonale Erfahrungen zu machen.

Das holographische Paradigma hat auch Folgen für die sog. harten Wissenschaften wie die der Biologie.
Keith Floyd, ein Psychologe am Virginia Intermont College, hebt hervor, dass wenn die Konkretheit der Realität nur eine holographische Illusion ist, es nicht länger wahr sein kann, dass das Gehirn Bewusstsein produziert. Vielmehr ist es das Bewusstsein, welches die Erscheinung des Gehirns ebenso wie die Erscheinung jedes Körpers und aller Dinge um uns herum, die wir als physikalische Wirklichkeit interpretieren, erzeugt.

Diese Umkehrung der Art und Weise, wie wir biologische Strukturen erkennen, hat Forscher dazu gebracht, die Medizin und andere Heilungsprozesse ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des holographischen Paradigmas zu betrachten.
Wenn die gegenwärtige physikalische Struktur unseres Körpers nichts als eine holographische Projektion des Bewusstseins ist, ist klar, dass jeder von uns mehr Verantwortung für seine Gesundheit trägt als die gegenwärtige medizinische Wissenschaft zugesteht.
Was wir derzeit als mysteriöse, spontane Remissionen bei Krankheiten erfahren, mag tatsächlich mit einer Änderung im Bewusstsein zusammenhängen die wiederum diese verändernden Auswirkungen auf das Hologramm des Körpers haben.

Ebenso könnten die kontrovers diskutierten, neuen Heilungsverfahren wie Visualisierung funktionieren, weil in der holographischen Domäne der Gedanken Bilder ebenso real sind wie die Wirklichkeit selbst.

Ebenso könnten Visionen und Experimente nicht normaler Realitäten mit dem holographischen Paradigma erklärbar werden.
In seinem Buch "Gifts of Unknown Things" beschreibt
der Biologe Lyall Watson
seine Begegnung mit einer indonesischen Schamanin, die während eines virtuellen Tanzes in der Lage war, einen kompletten Baumbestand spontan sich in Luft auflösen zu lassen.Watson beschreibt wie er und andere erstaunte Betrachter die Frau weiter beobachteten, wie sie das Erscheinen und Verschwinden der Baumgruppe mehrmals hintereinander verursachte.

Natürlich ist die gegenwärtige Wissenschaft nicht in der Lage, derartige Ereignisse zu interpretieren, dies gelingt aber umso mehr, wenn die so genannte "harte" Realität sich lediglich als eine holographische Projektion darstellt. Natürlich stimmen wir darin überein, was "da ist" oder was "nicht da ist", weil das, was wir auf der Ebene des menschlichen Unbewussten übereinstimmend als Realität formuliert und festgelegt haben , mit allen Gehirnen verbunden ist.

Wenn das zutrifft, ist die wichtigste Schlussfolgerung hinsichtlich des holografischen Paradigmas die, das Erfahrungen wie die von Watson nur deshalb unüblich sind, weil wir bisher unseren Verstand nicht mit diesen Überzeugungen programmiert haben. In einem holographischen Universum gibt es keine Begrenzungen bezüglich des Ausmaßes, wie wir die Realität verändern können.

Was wir als Realität wahrnehmen ist lediglich eine Leinwand die darauf wartet, von uns mit jedem Bild unserer Vorstellung versorgt zu werden.

Natürlich geraten unsere fundamentalistischen Überzeugungen über die Realität ins Wanken, wenn in einem holographischen Universum, so wie es Pribram beschreibt, auch Ereignisse, die wir sonst als zufällig erfahren, letztendlich tatsächlich determiniert sind, weil sie auf holographischen Prinzipien beruhen.
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